Beiträge von Larry

    Benjamin Mendy war Teil einer frauenverachtenden Fussballkultur. Seine Verpflichtung rückt den FC Zürich in ein zweifelhaftes Licht

    Das Verhalten des Franzosen war nicht justiziabel, aber moralisch verwerflich. Es ist unverständlich, dass sich der FCZ-Präsident Ancillo Canepa nicht damit befassen will.


    von Christine Steffen (NZZ)


    Benjamin Mendy erscheint im August 2022 vor Gericht.

    Der FC Zürich hat in den vergangenen Monaten ein irritierendes Bild abgegeben. Als in jüngster Zeit einige Spieler den Klub verliessen und dessen Transferpolitik hinterfragt wurde, reagierte die Klubführung belehrend. Man habe eben den Masterplan nicht verstanden. Wurde die aggressive Kommunikation des Cheftrainers Ricardo Moniz kritisiert, beschied der Präsident Ancillo Canepa, er hätte sich noch viel drastischer ausgedrückt. Der Eindruck war der einer notorischen Gereiztheit.


    Canepa hat die Welt schon immer gerne in «Ahnungslose» und Eingeweihte eingeteilt, Erstere waren eigentlich alle ausserhalb des Klubs, die Vorgänge infrage stellten. Im Gespann mit dem Trainer Moniz und dem Sportchef Milos Malenovic, seit Oktober 2023 auf dem Posten, hat sich diese Haltung verstärkt. Immer mehr erinnert der Verein an den alten Witz, in dem sich der Geisterfahrer fragt, warum ihm so viele Idioten entgegenkommen. Im FCZ wird Selbstgerechtigkeit zelebriert, Kritiker werden abgekanzelt. Und jetzt also verpflichtet der Klub Benjamin Mendy – das ist nicht mehr nur irritierend, sondern höchst fragwürdig.

    Selbst die Verteidigung bezeichnete Mendy als «gefühllos»

    Auch wenn der Verteidiger vor Gericht freigesprochen wurde, sich die Vergewaltigungsvorwürfe mehrerer Frauen nicht beweisen liessen, hat der Prozess in England eindrücklich gezeigt, wie Mendy seine Rolle als Profifussballer verstand. Er hat sie genutzt, um Frauen in Nachtklubs aufzureissen, sie nach Hause zu nehmen und mit Kollegen zusammen Sexpartys zu feiern.

    Vor Gericht sagte Mendy, mit vielen Frauen zu schlafen, sei für ihn normal, offensichtlich auch ungeschützt. Manchmal sei das in der gleichen Nacht geschehen, in der diese auch Sex mit seinen Freunden gehabt hätten. Obwohl er die Risiken kenne, machte er sich «keine Sorgen» wegen sexuell übertragbarer Krankheiten. Nach dem Sex mit einer 17-Jährigen fragte er sie per SMS, ob sie die «Pille danach» genommen habe. Dass diese Sexpartys während der Covid-Pandemie stattfanden, ist nur ein weiteres stossendes Faktum. Selbst die Verteidigerin sagte, ihr Mandant habe «monumentale Fehler» gemacht und sich «gefühllos» und «moralisch zweifelhaft» verhalten.

    Die Aussagen von Mendy zeigen, dass er Teil jener zerstörerischen Fussballkultur war, in der sich Männer, korrumpiert von Geld und Ruhm, nehmen, was sie möchten, und sich für unantastbar halten. In dieses Milieu gehören Spitzenspieler wie Dani Alves oder Robinho, beide wegen Vergewaltigung verurteilt. Oder der frühere spanische Verbandspräsident Luis Rubiales, dem derzeit in Madrid wegen der sogenannten Kuss-Affäre der Prozess gemacht wird. Ihr Verhalten ist frauenverachtend. Das mag nicht in jedem Fall justiziabel sein. Moralisch zu verurteilen ist es trotzdem – zumal im Fall von Mendy ausser ein paar Worten der Einsicht vor Gericht nie echtes Bedauern sichtbar wurde.


    Kürzlich sagte Ancillo Canepa, angesprochen auf den Fall eines FCZ-Spielers, der von der Polizei einvernommen wurde, es gebe eine rote Linie im Klub. «Wenn diese Linie überschritten wird, reagieren wir kompromisslos.» Es erstaunt, dass bei allem, was man über Benjamin Mendy weiss, diese rote Linie in den Augen von Canepa nicht überschritten wurde. Zumal er immer wieder betont, wie wichtig der Charakter eines Spielers sei.

    Das Leid der Opfer wird bagatellisiert

    Der Klub sendet mit der Verpflichtung von Mendy nicht nur das Signal, dass ihm der problematische Hintergrund eines Spielers egal ist. Canepa sagt überdies, Fussballer würden eben gerne «ohne Fehlverhalten» eingeklagt, um von ihnen «Schweigegeld» zu erpressen. Diese Fälle gibt es. Doch allzu oft ist dies die Behauptung jener, die Täter zu Opfern machen – und damit das Leid der Opfer bagatellisieren.

    Man muss sich fragen, wie intensiv sich Ancillo Canepa mit der Vergangenheit seines Neuzugangs auseinandergesetzt hat. Sie sei bei der Verpflichtung kein Thema gewesen, sagt er. Keine Gespräche darüber, wie Mendy heute zu seinem Verhalten steht? Sollte dies tatsächlich der Fall sein, hat sich der Klub noch stärker von der Realität abgekapselt, als es in den letzten Monaten den Eindruck gemacht hat.

    ...war auch dabei ab mitte 70er-jahre. im rückblick trotzdem eine 'geile' zeit... mit dem töffli vom letzi ins hallenstadion... 2 bratwürste - 2 niederlagen... nostalgisch verklärt halt.

    War aber schwierig im Letzi in den 70er Jahren eine Niederlage zu sehen. 3x Meister in Folge 74-76, da habe ich jeweils gehofft das endlich ein Team kommt das uns fordern kann....!

    Beim ZSC musste man leiden, das schweisste mich an den Club, beim FCZ konnte man Erfolge geniessen, Meistertitel und Cupsiege im Multipack.

    der zsc war ja von 1971 bis 1981 permanent in der nlb.

    So schlimm war es schon nicht!

    Schon in der ersten Saison 71/72 wurde der Aufstieg nur knapp gegen Fribourg und Bern (Aufsteiger) verpasst, auch wegen einem selten dummen Modus.

    Ein Jahr später ist man dann schon zwei Runden vor Schluss im ausverkauften Hallenstadion gegen Davos nach einem 5:4 (war dabei) aufgestiegen! Mein erstes ZSC Highlight!

    Für die NLA hat man sich dann mit....1. Liga Spielern wie Mario Eichholzer verstärkt....zudem verletzte sich Star Wayne Small vor dem ersten Heimspiel gegen den SCB. Der Rest ist Geschichte.

    Dann 7 Jahre NLB am Stück....wünsche ich niemandem.....war oft auch Auswärts dabei.....

    Ich meine, 4 Spiele in 5 Tagen - schon krass! Glaube eine solche Pace gibt es sogar in der NHL nicht.

    Ja das ist krass! Die Panthers hatten auf einem Road Trip im Januar 4 Spiele in 6 Tagen, auch je 2x back-to-back aber mit 2 Tagen dazwischen, allerdings mit Reisen. Unser erfahrener Coach meinte das hätte er noch nie erlebt. Erholung kommt natürlich zu kurz, Verletzungsanfälligkeit steigt. Ist ein Mist!

    durchaus möglich, dass sie es bereits in dieser saison haben!

    Sie hatten es schon letzte Saison beinahe. Wir wurden nur wegen dem Heimvorteil Meister. Sie sind auch jetzt wieder die beste Heimmannschaft und falls wir sie nicht noch überholen bis Ende Saison sehe ich ziemlich schwarz für die Titelverteidigung.

    Frage, wieso gibt es in diesem Forum einen FCZ-Fred? Hat ja nicht mit dem ZSC zu tun..

    Weil ich ihn 2008 eröffnet habe!

    Und weil er nichts mit dem ZSC zu tun hat ist er unter "Stammtisch" wie alles das nichts mit ZSC oder Hockey zu tun hat.

    Wie übrigens jedes Thema im "Stammtisch"......

    Laut KZ wird Servette den/die Trainer wechseln:“grantigen ehemaligen NHL-General Gerard Gallant (zuletzt mit Team Canada beim Spengler Cup)“

    KZ :roll: wieder mal keine Ahnung!

    Gallant ist alles andere als grantig. Er ist ein bei den Spielern beliebter sog. "Players Coach".

    War bei den Panthers auch mal erfolgreich unterwegs bis er dann unter GM Rowe entlassen wurde weil dieser selber als Coach an der Bande stehen wollte, allerdings nicht für lange....

    Im schlimmsten Fall einfach mit Hartley drohen, dann funktionierts dann auf einmal auch unter MB.

    Unser "Züri Bueb" hat schon versucht ihn zurück zu holen.:mrgreen: Hier seine Antwort:

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    Leuenberger sagt über Bayer: «Er kennt unsere Organisation und alle Spieler bestens. Wir haben so viele Partien vor uns, dass ein neuer, externer Trainer gar keine Chance hätte, ein neues System zu implementieren.» In taktischen Belangen wird weiter Crawfords langjähriger Assistent Rob Cookson die Fäden ziehen.

    Entsprechend dürfte sich sportlich wenig ändern für den ZSC. Die Mannschaft verfügt über so viel Qualität, dass sie unabhängig vom Namen des Trainers Titelfavorit Nummer 1 ist. Der emotionale Abgang Crawfords könnte sogar eine Chance sein. Jedenfalls ist dieses Szenario nicht auszuschliessen: dass das Zürcher Starensemble dem trotz seiner Standpauken und seiner Vergesslichkeit geschätzten Trainer einen finalen Triumph widmen möchte.

    Es gibt Wichtigeres im Leben als Siege und Meistertitel. Aber es wäre dem Seelenfrieden von Marc Crawford bestimmt zuträglich, wenn er im April eine Flasche Wein öffnen könnte, um auf den elften ZSC-Meistertitel anzustossen – vielleicht ja sogar auf Aruba, dem Inselparadies, das Crawford mit seiner Partnerin Helene seit Jahren besuchen will (NZZ).

    Insgesamt stand Crawford sechs Jahre an der Zürcher Bande. Neben den zwei Meistertiteln konnten die Lions viermal die Qualifikation gewinnen und einen Cupsieg bejubeln. Auch in der aktuellen Saison belegt der ZSC den ersten Tabellenplatz – und hat den Halbfinal der Champions Hockey League erreicht (TA).:fleht:

    alle haben ihm eine Karriere in der NHL vorausgesagt und als Jahrzehnt-Talent gelobt. Danach hat er aufgehört hart zu arbeiten und die Nase hoch oben getragen. Das ist eine teuflische Mischung. Schwupps, hats ihn dann mental brutal erwischt als es doch nicht mehr so easy weiterging und er halt auch nicht mehr eingesetzt wurde.

    Ist das was ich auch gehört habe. Wurde 2024 im NHL Draft übergangen. Dürfte nun sehr schwierig werden im Draft 2025 da er im Moment nicht abliefert.