Beiträge von Larry

    Der «Club 21» wird 25


    Erinnerungen an wilde ZSC-Zeiten

    Jürg Vogel

    Der «Club 21», die grösste Gönner-Zelle der ZSC Lions, feiert sein 25-jähriges Bestehen. In der Vergangenheit nahm er sich gewisse buchhalterische Freiheiten heraus.

    Für den Gewinn der «Belle» gegen die Servettiens wählte keiner einen besseren Termin als der Architekt Ernst Meier: Der Präsident des «Club 21» feierte am Donnerstag sein 72. Wiegenfest. Die traditionsreiche Gönner-Zelle, in der pro Jahr 60 Einzel- und 90 Firmenmitglieder brutto über 1,3 Millionen Franken in den ZSC-Lions-Kreislauf pumpen, begeht in diesem Jahr selber ein Jubiläum. Seit einem Vierteljahrhundert existiert dieser «Club 21», der von Meier souverän präsidiert wird. Die Grande Fiesta, an der Mehrheitsaktionär Walter Frey den besten ZSC-Torwart aller Zeiten, Ari Sulander, mit einem Award für seine Karriere auszeichnen wird, steigt am 11. Juli.

    Wenn die Stadtzürcher in der Gegenwart auf der obersten Plattform zum Powerplay ansetzen, dann haben die älteren Freunde des «Z» die wilden Zeiten in Oerlikon nicht vergessen. Im Bestreben, den Niederungen der NLB zu entrinnen, schüttelte mancher Sturm den ZSC durch. Im Hallenstadion zog Direktor Sepp Vögeli die Fäden. Der spätere Direktor der Tour de Suisse spielte im Eishockey manches Bully als Macher hinter den Kulissen. Vögeli war es, der den «Club 21» mitinitiierte.

    Der Aargauer war berühmt für seine Marotte, Spielerverträge auf Papierservietten festzuhalten. Als der ZSC aus Arosa den Vorzeige-Verteidiger Reto Sturzenegger transferierte, flossen 40 000 Franken unter dem Tisch. Das Delikt ist heute längstens verjährt. Als der ZSC gegen die AHV-Zweigstelle aber einen Zweikampf verlor, mussten zehn Mitglieder aus dem «Club 21» für einen Bankkredit von einer Viertelmillion bürgen. Vögeli leitete deshalb für eine gewisse Zeit von den Matcheinnahmen 10 000 Franken um, bis der Kredit amortisiert war. Heute hat der ZSC den Ruf einer Nationalbank. Patron Frey beendete die Zeit der buchhalterischen Freiheiten. (NZZ)

    Eishockey

    Ein Zürcher Derby um den Meistertitel

    Hermann Pedergnana

    Die ZSC Lions sichern sich mit einem 4:0-Sieg gegen Genf/Servette den Einzug in den Final gegen die Kloten Flyers. Damit kommt es erstmals in der Geschichte der Play-offs zu einem Zürcher Derby um den Titel.

    Schon die Vorzeichen in diesem Wettkampf um alles oder nichts, um Finaleinzug oder Ferienantritt, deuteten auf einen Zürcher Erfolg hin. Sechs ihrer zehn Serien in entscheidenden siebenten Spielen hatten sie gewonnen – allein die letzten drei seit 2012. In 80 Prozent aller auf die Spitze getriebenen Ausmarchungen setzte sich jeweils das Heimteam durch. Und Genf/Servette hatte noch nie eine höher klassierte Mannschaft ausschalten können. Das sollte sich auch diesmal nicht ändern.

    Neues Kapitel im Video-Streit

    Nur ein kleines Detail begünstigte scheinbar die Genfer. Vorausgegangen war eine Fortsetzung des Video-Streits. Wie zuvor Alexandre Picard auf Betreiben der Lions vom Einzelrichter Reto Steinmann gesperrt worden war, so hatte Genf/Servette mit seinem Antrag Erfolg: Der für Defensivaufgaben wichtige Center und Unterzahlspezialist Morris Trachsler wurde vorerst für ein Spiel gesperrt. Anlass war ein Check gegen den Kopf Lennart Petrells in der sechsten Partie. Die Sperre zwang den Lions-Coach Marc Crawford zu einer Umbesetzung: Er beorderte den bis dahin am Flügel spielenden Amerika-Schweizer Dan Fritsche in die Mitte der dritten Linie, wo er sich gut zurechtfand.

    Anfangs-Furioso

    Servette sei die am härtesten auftretende Mannschaft, hatte kürzlich der (abtretende) Schiedsrichter Rochette verraten. Falls es der Plan der Genfer war, die Zürcher einzuschüchtern, blieben sie den Beweis schuldig. Auch der Plan B funktionierte nicht, nämlich die neutrale Zone abzudichten und damit das Tempo aus dem Zürcher Spiel zu nehmen. Die Lions wirbelten im Schnellgang durch das Genfer Dispositiv und gingen schon in der 6. Minute in Führung, als während eines Powerplays der Verteidiger Bergeron einen hohen Befreiungsschlag mit der Hand herunterholte und mit einem satten Schuss das 1:0 erzielte. Damit war eine weitere Vorgabe erfüllt: Wer das erste Tor vorlegte, war in den sechs Partien zuvor als Sieger vom Eis gegangen. Sechs Minuten später stellte Shannon die Genfer Abwehr bloss. Von drei umstehenden Gegnern allein gelassen, erhöhte er aus kurzer Distanz auf 2:0. Später liess er einen Shorthander zum 4:0 folgen.

    Erst nach einer Viertelstunde kamen auch die Genfer zu ersten Chancen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts setzten sie mächtig Druck auf, kamen auch zu drei grossen Chancen, mussten aber erleben, wie der von Antonietti zu Fall gebrachte Nilsson einen Penalty zum 3:0 verwandelte. Danach ging es um das Verwalten des Vorsprungs, unterbrochen von gelegentlichen Vorstössen.

    Als fast die ganze Saison auf dem Spiel stand, fanden die Zürcher zu ihrem Stil mit schwungvollen Angriffen. Von Anfang an liessen sie sich anmerken, dass sie unbedingt eine frühe Entscheidung erzwingen wollten. Auch ihr Keeper Flüeler bewies eine schon fast traditionelle Stärke: In Spiel 7 lässt er jeweils nichts anbrennen. Das war schon gegen Davos, Bern und Lausanne der Fall gewesen. Für den nach Zug abwandernden Goalie-Kollegen Tobias Stephan war es ein bitteres Adieu. Oft Garant vieler Siege, blieb er im letzten Spiel machtlos.

    Defensive Solidität

    Neben der Klasse in der Offensive bewiesen die Lions diesmal auch Defensivqualitäten, die sie oft hatten vermissen lassen. Die Abwehrarbeit funktionierte vorzüglich. So wurde die Genfer Top-Linie mit ihren drei Ausländern wirkungsvoll neutralisiert. (NZZ)
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    Mit einer Demonstration in den Final

    Die ZSC Lions brillierten erneut in einem Spiel 7, liessen Servette beim 4:0 keine Chance. Am Samstag folgt Kloten.

    Von Simon Graf und Silvan Schweizer, Zürich

    45 Minuten waren gespielt, als es erstmals einer zu skandieren wagte: «Finale, oooh, Finale, oooh!» Danach brandeten diese Worte immer wieder durchs Hallenstadion. Die ZSC Lions hatten die Nerven ihres Anhangs in diesem Playoff bislang stark auf die Probe gestellt. Doch gestern liessen sie keine Zweifel mehr zu, wer diese Serie gewinnen würde. Sie waren vom ersten Einsatz an bereit, kauften Servette mit Tempo und Körperspiel den Schneid ab und durften bereits in der 6. Minute erstmals jubeln: Bergeron hämmerte den Puck im Powerplay nach einem missglückten Befreiungsversuch Petrells ins Lattenkreuz. Schon in Spiel 7 gegen Lausanne hatte Bergeron das 1:0 erzielt, das bis zuletzt Bestand hatte. Diesmal siegten die Zürcher sogar 4:0.

    Die ZSC Lions entwickeln sich immer mehr zu Spezialisten für siebte Spiele. Sie gewannen bereits ihr viertes in Serie, und wie wenig sie zulassen, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen, dokumentieren ihre Resultate in der «Belle»: 2:1 in Bern, 2:0 gegen Davos, nun also 1:0 und 4:0. Dabei bewies Goalie Flüeler stets, dass er da ist, wenn man ihn braucht. Man könnte noch viele loben: den zweifachen Torschützen Shannon, den zweikampfstarken Fritsche, der den gesperrten Trachsler im dritten Sturm blendend vertrat, oder Energiebündel Baltisberger, der mehrere krachende Checks austeilte, die es in der NHL in die Highlights schaffen würden. Entscheidend war aber, dass die Lions als Team auftraten, Servette keinen Zentimeter Eis schenkten.

    Enttäuschter, stolzer McSorley

    «Wir haben uns durch individuelle Fehler und dumme Strafen selbst um die Chance gebracht», ärgerte sich Servettes Chris McSorley. «In solchen Spielen müssen die besten Spieler deine besten Spieler sein. Das waren sie nur bei Zürich.» Er fügte aber auch anerkennend an: «Dass wir das beste Team der Liga über sieben Spiele gezwungen haben, macht mich stolz.» Es sei wunderbar, Geschichte zu schreiben, sagte Marc Crawford, als er erfuhr, dass nun der erste Zürcher Final Tatsache sei. Seger schaute bereits voraus und forderte mehr Konstanz: «Wir dürfen nicht mehr abwechselnd gute und schlechte Spiele haben.» Shannon bezeichnete die Breite über alle vier Blöcke als entscheidendes Plus gegenüber Servette. Und sagte: «Ich kann den Final kaum erwarten.» Lange warten muss er auch nicht, er beginnt bereits morgen im Hallenstadion.

    Die Westschweizer Medien hatten den letzten Auftritt der «Grenats» nochmals mit letztem Einsatz begleitet. Ein Reporter von «Le Matin» berichtete in einem ­Liveblog detailliert über die Stunden bis zum Spiel. McSorley überliess dabei nichts dem Zufall. Die Genfer reisten schon am Tag zuvor an und liessen durchsickern, sie würden in Bern nächtigen. Natürlich bezogen sie ihr Quartier in Oerlikon, aber dies war ein Ablenkungsmanöver gewesen, damit ihnen nicht wild gewordene ZSC-Fans den Schlaf rauben würden.

    Klotens Hilfe für die Genfer

    Servette erhielt von den ZSC Lions freundlicherweise die Trainingshalle für ein Aufwärmtraining zur Mittagszeit zur Verfügung gestellt. «Die Qualifikation für den Final winkt die Strasse herab», twitterte der Mann der Genfer Website von der Siewerdtstrasse, die zum Hallenstadion führt. Sukkurs erhielten die Servettiens auch von den bereits qualifizierten Kloten Flyers, deren ­Materialchef Martin Keller nach dem Warmup ihre Trikots trocknete. Und Matthew Lombardi soll sich fürs grosse Spiel eine senfgelbe Unterhose übergestreift haben. Aber es half alles nichts.
    (TA)

    Heiri Chlüpplisack räubert den Titel

    SchubigerWie Chasperli in der Premier League sein Glück fand.

    Schubiger sass auf der Bettkante des kleinen Schubigers. Der kleinste Schubiger hatte sich mit unter die Decke gedrückt. Am Fussende schnurrte Stevie G. Und weil Schubiger vor kurzem festgestellt hatte, dass sein Fanleben nichts anderes war als ein Chasperlitheater, hatte er Lust, ein Märchen zu erzählen – politisch unkorrekt wie beim alten Chasperli üblich.

    «Das ist die Geschichte vom Chas­perli, der mit dem FCZ und Liverpool durch dick und dünn geht», sagte er und erzählte, wie Chasperli im Letzigrund zwar immer wieder auch schöne Momente erlebt hat – etwa, als ­Negerhäuptling Krambambuli ­(August ­Makalakalane) für Stimmung sorgte. Dass er viele Jahre lang aber doch eher Zeuge düsterer ­Momente war und einsehen musste, dass es mit Spielern wie Otti Dicksack (Thomas Brolin) oder Wachtmeister Brumm (Urs Fischer) nicht viel zu gewinnen gab. Da halfen nicht einmal die heilenden Hände von Metzgermeister ­Rugeli (Hermann Burgermeister).

    Plötzlich aber tauchte Hurrlibutz (Lucien Favre) auf und reiste mit dem FCZ nach Basel. Dort trieben Häx Hutzelrock (Gigi Oeri), Jägermeister Mösli (Christian Gross) sowie Polderi und Cholderi (Gebrüder Degen) ihr Unwesen, bis Gärtner Häckeli (Julian Filipescu) den Würmligrübler (Pascal Zuberbühler) austrickste. Der schlimme Zauber war aber nur vorübergehend vorbei, weil Zirkusdirektor Pomponelli (Ancillo Canepa) und dessen Frau Häx Fätzehaar an Leute wie Diener Schwafli (Rolf Fringer), den stolzen Schwan Felix (Yassine Chikhaoui) oder Prinzässin Finöggeli (Mario Gavranovic) glaubten, während in Basel der böse Zwerg Zwack (Valentin Stocker) herrschte.

    Chasperli musste nach England, um sein Glück zu finden. Jahrelang hatte dort der alte Medizinmann ­Maramagamaki (Steven Gerrard) unter den fiesen Machenschaften von Zauberer Knurrunkulus (Alex Ferguson) und Prinzässin Silberhaar (José Mourinho) gelitten. Diesen Mächten war Maramagamaki nur auf einem Ausflug nach Istanbul entkommen, wo er mit Prinz Mägerli (Didi Hamann) und Hofmarschall Zitterli (Jerzy Dudek) die gstohleni Schatzkiste zurückholte.

    «Jetzt aber», sagte Schubiger und sah, dass seinen Kindern die Augen zufielen, «jetzt wird es anders.» Und er dachte nur noch für sich, wie ­Liverpool mit Heiri Chlüpplisack (Luis Suarez) endlich den Titel räubert.

    Ein Spiel, gemacht für die ZSC Lions

    Analyse Die Klasse und die Erfahrung sprechen im siebten Halbfinalspiel gegen Servette für die Zürcher.

    Von Simon Graf

    Eine Playoff-Serie über best of 7 ist eine der ehrlichsten Ausmarchungen im Sport. Man kann eine Partie glückhaft gewinnen, vielleicht zwei. Man kann den Gegner über sieben Spiele zwingen. Aber am Ende setzt sich der Bessere durch. Und was heisst das bezogen aufs heutige Spiel 7 zwischen den ZSC Lions und Servette? Dass auch da nicht der Zufall entscheidet. Beide Teams haben auf dem Weg dahin viele blaue Flecken eingesteckt, haufenweise Fehler gemacht, gejubelt und sich geärgert. Das ist nun alles vergessen und fliesst doch rein in diese ultimative Reifeprüfung. Der Bessere gewinnt, weil nun beide dazu gezwungen sind, das Letzte aus sich herauszuholen. Weil es danach keine Möglichkeit mehr gibt zur Korrektur.

    Zentimeter und Details werden auch diesmal entscheiden, der Puck kann verspringen, unglücklich abgelenkt werden. Im Eishockey geht ­alles sehr schnell. Doch das bessere Team versteht es, diese Zentimeter und ­Details auf seine Seite zu bringen. Wäre ein Spiel 7 tatsächlich eine Lotterie, in welcher der Puck einmal für ­diesen, dann für jenen läuft – wie ist es dann zu erklären, dass der HC ­Davos achtmal nacheinander eine «Belle» ­gewann? Stünden die Chancen jedes Mal 50 zu 50 – die Wahrscheinlichkeit, dass ein Team eine ­Serie schafft wie die Bündner, würde gerade mal 0,39 Prozent betragen. Fragt sich also: Was machte der HCD richtig?

    Das Davoser Erfolgsrezept

    Das grosse Plus der Davoser war, dass der Kern der Mannschaft über Jahre der gleiche blieb und das Vertrauen in den Kollegen stetig wuchs. Das ist in einem Teamsport zentral und gipfelte im Meistertitel 2009 nach drei gewonnenen siebten Spielen. Je mehr Erfahrungen man in kritischen Situationen gemeinsam gesammelt hat, umso besser versteht man es, mit ihnen umzugehen. Die aktuellen ZSC Lions sind in dieser Hinsicht durchaus zu vergleichen mit dem HCD. Der Stamm des Teams um Captain Mathias Seger ist nun schon Jahre fast unverändert, 13 Spieler waren bereits dabei, als man 2012 letztmals den Meisterpokal hochstemmte – nach einem mit 2:1 gewonnenen Spiel 7 in Bern.

    Mehr Kraft als Servette

    Die Zürcher verstanden es in jüngerer Zeit, sich in der Entscheidungspartie nochmals zu steigern. Dreimal ­hinter­einander gewannen sie eine solche, zuletzt in den Viertelfinals 2013 und 2014. Beim 2:0 gegen Davos und beim 1:0 über Lausanne zeigten die ZSC Lions jeweils ihre beste Leistung der Serie. Und das darf auch heute von ihnen erwartet werden. Sie haben sich ihr Leben in diesem Playoff meist selber schwer gemacht, weil sie die nötige Konsequenz und Konzentration vermissen liessen. Doch wenn sie so spielen, wie sie müssen, mit Intensität und Entschlossenheit, sind sie besser als Servette. Zumal sie, was auch am Dienstag in Genf wieder offensichtlich wurde, noch mehr Kraftreserven haben.

    Für die Zürcher spricht auch der Heimvorteil, der oft in Abrede gestellt wird, aber statistisch untermauert ist. Zuletzt setzte sich im NLA-Playoff in einem siebten Spiel sechsmal das Heimteam durch, in insgesamt 31 Fällen siegte es 25-mal. Das muss nicht unbedingt mit der vertrauten Umgebung in der eigenen Halle zu tun haben. Es dürfte wohl primär dadurch zu erklären sein, dass der Heimvorteil geniesst, der in den sechs ­Monaten zuvor besser gewesen war, also auch mehr Klasse hat.

    Es ist kein Zufall, dass die ZSC Lions die Regular Season dominiert ­haben. Keine Mannschaft verfügt über so viele Möglichkeiten wie sie. Noch hat man im Playoff nicht den besten ­Robert ­Nilsson gesehen. Den besten Luca Cunti. Den besten Marc-­André Bergeron. Oder den besten Ronalds ­Kenins. Sie alle können heute Abend ­beweisen, was in ­ihnen steckt. Die Bühne ist ­bereitet.

    (Tages-Anzeiger)

    :cool:

    Zitat von Rangersfan


    Was mich jedoch nachdenklich stimmt ist die Aussage dass die Mannschaft so spielt sie SIE es will und nicht wie es der COACH will. Muesste man dann logischerweise nicht die Frage stellen ob der Coach die Mannschaft im Griff hat?

    Die Antwort kommt von Kent Ruhnke:

    "Was kann ein Coach in einer solchen Situation tun? Erstaunlich wenig. Es gibt kein Allheilmittel auf dem Weg zum Meistertitel. Wenn es das gäbe, wäre das Ganze nicht mehr so faszinierend. Widrigkeiten sind in Tat und Wahrheit die Bausteine für grosse Teams. Ein Trainer kann noch so oft warnen und Motivationsreden schwingen. Erst wenn ein Team schwierige Situationen erfahren hat, lernt es, sie zu meistern. Aber eine junge Mannschaft kann schnell in Panik verfallen oder ihr Selbstvertrauen verlieren, wenn ihr eine Episode widerfährt wie die eingangs beschriebenen.

    Die Spieler schauen sich vielleicht in der Kabine um auf der Suche nach einem Schuldigen. Doch der Coach ist nicht der, an den sie sich nun klammern können. Chicago-Captain Jonathan Toews sagte etwas Interessantes: «Widrigkeiten sind ein Segen. Man muss sie annehmen, sie umarmen und fest an sich drücken.» Was er damit meint? Jeder Hockeyspieler weiss, dass das Playoff wehtut. Und wenn man die Herausforderung, die ihm ­innewohnt, nicht geniesst, wird man mental auslaugen und es nicht schaffen, seinen Job zu Ende zu bringen."

    Ganzer Artikel:

    http://www.tagesanzeiger.ch/sport/hockey/U…/story/13675968

    So ist es doch!

    In den Playoffs ist die Mannschaft gefordert!

    Und wie es ein Journalist schon vor den PO's geschrieben hat:

    Auch nur sie kann schuld sein falls es mit dem Titel nicht klappt!

    Zitat von Der Weise

    Die Problematik ist wohl tatsächlich in der guten Quali zu suchen.

    Die Spieler (nicht der Coach!) versuchen mit jenem Spiel Erfolg zu haben, das sie lieben, und das ihnen während 50 Spielen Erfolg brachte.

    Nur mit dem Messer am Hals wie in Spiel 7 gegen Lausanne (vor allem) oder im Spiel 5 gegen Servette spielt man das scheinbar ungeliebte "Playoff Hockey", wo viel mehr Wert auf die Defensive gelegt werden muss.

    Sie können es aber wenn sie wollen!

    Ich hoffe einfach es geht auch morgen auf und dann auch im Final!