Beiträge von Larry

    Typisch ZSC

    Die Zürcher nahmen es wieder einmal zu locker. Doch vor Spiel 6 in Lausanne sind sie nun gewarnt.


    Von Simon Graf

    Typisch ZSC. Diese Worte hörte man am späten Donnerstagabend in den Gängen und an den Bartheken im Hallenstadion immer wieder. So gut diese Mannschaft ist, sie kann damit nicht immer so gut umgehen. Lausanne wäre in Spiel 5 bereit gewesen, sich mit Anstand aus einer durchwegs zufriedenstellenden Saison zu verabschieden. Coach Heinz Ehlers gestand dem zurücktretenden Alain Reist nochmals einige Einsätze zu, als Abschiedsgeschenk. Doch nun geht die Serie weiter. Ganz zum Wohlgefallen des Lausanner Kassiers, der sich nochmals über eine volle Patinoire de Malley freuen darf. Und erstaunlich ist: Die Waadtländer brauchten für ihr zweites Break im Hallenstadion nicht einmal einen Sondereffort.

    Die emotionalen Wogen hatten sich gestern im ZSC-Training wieder etwas geglättet. Coach Marc Crawford soll nach dem 1:2 in der Kabine getobt haben. Nicht nur er, das ganze Team sei verärgert gewesen, sagte Mathias Seger dazu. Dass man den Chef nicht noch weiter erzürnen wollte, war bei der gestrigen Einheit aber offensichtlich. Als er die Spieler einmal mit Pfiff im Mittelkreis versammelte, eilten alle schleunigst herbei. Crawford hat schon zu viel erlebt, um sich durch solche Rückschläge aus der Bahn werfen zu lassen. Er wirkte schon wieder ganz businesslike, sagte: «Im Playoff muss man ein kurzes Gedächtnis haben. Wenn man gut spielt, muss man das schnell vergessen. Wenn man schlecht spielt, ebenfalls.»

    Nun halt «der steinige Weg»

    Erstaunlich war, dass Crawford nach der jüngsten Niederlage auch Lukas Flüeler kritisiert hatte. «Ich war mit keiner Facette unseres Spiels zufrieden», präzisierte er. Auf den Goalie wollte er nicht mehr eingehen. Seger sagte: «Es war uns in Lausanne zu locker gelaufen. So haben wir die Zügel etwas schleifen lassen, waren nicht mehr konsequent genug. Und wenn man gegen Lausanne nicht hundertprozentig bereit ist, gewinnt man auch nicht. Jetzt nehmen wir halt den steinigen Weg und holen uns den Sieg auswärts.»

    Die Waadtländer hätten in dieser Serie gezeigt, wieso sie eine so gute Saison gespielt hätten, fand Edgar Salis. «Wir jubelten nicht, als wir wussten, dass wir im Viertelfinal gegen Lausanne spielen würden und nicht gegen Bern.» Der Sportchef gestand aber ein, dass die ZSC Lions am Donnerstag wohl eher 70 als 90 Prozent ihres Potenzial ausgeschöpft hätten. Wenn man Meister werden will, muss man es schaffen, konstant bei 90 oder mehr Prozent zu sein.

    Die andere Zürcher Eigenart

    Die Lausanne-Serie scheint für die souveränen Qualifikationssieger vor allem eine mentale Herausforderung darzustellen. Die Zürcher wissen, wie sie spielen müssen. Sie können es auch. Aber sie müssen es auch tun. Oder, wie es Crawford ausdrückte: «Es dreht sich alles um die Ausführung.» Der Kanadier liess noch offen, ob er Umstellungen vornimmt. Wenn, dann nur kleinere. Er hat Grund, seinem Team zu vertrauen. Mehr als zwei Spiele hat es diese Saison noch nie in Folge verloren. Meist liess es eine Reaktion folgen, wenn sie nötig war. Und sollte sie auch diesmal kommen, werden wohl viele denken: typisch ZSC!


    © Tages Anzeiger

    Ihr habt beide recht!

    Für das PP ist er OK, und das andere stimmt auch, deshalb hat er ja keinen NHL Vertrag mehr!

    Man muss einfach sehen dass die Ausländer nicht mehr die Rollen spielen (können) wie früher, weil das CH Hockey einfach um so viel besser geworden ist.

    Um Erfolg zu haben in der CH braucht es a) einen Top Goalie und b) Top Schweizer!

    Die Ausländer sind heute eher Puzzlesteine die das Ganze zu einem Bild machen, sprich, sie müssen passen.

    Leute wie Muller in Kloten sind heute die Ausnahme, den habe ich hier gesehen, der ist nur dort weil man hier glaubte seine nächste Hirnerschütterung könnte auch seine letzte sein, was wohl auch nicht falsch ist.

    Ist für die Sportchefs ein einziges grosses Gamble!

    Zitat von Benny


    der Tore schiesst à la Ron Wilson seinerzeit.

    Ron Wilson, eine Wurst in der NHL (177 Spiele, 26 Tore) aber in der Steinzeit des Schweizer Hockeys (zu Wilsons Zeiten wurden wir an der B-WM 2x 6. sprich 14. über alles!) hier der Chef.

    Bergeron hat trotz allem ganz andere Werte vorzuweisen: 490 (!) Spiele, 82 Tore!

    Der Witz ist einfach dass sich das Niveau in der CH derart verbessert hat das nur noch Leute wie NHL Star Patrick Kane so auftreten können wie Wilson anno domini.

    Ich bleibe dabei: Wer gewusst hat wie MAB spielt ist keineswegs überrascht!

    Jan Alston hat als Sportdirektor einen super Job gemacht, den richtigen Mix gefunden!

    Und an der Bande steht ein guter, erfahrener Mann.

    Mit NHL Veteran Huet haben sie einen Top Goalie, der wieder auf seinem Top Niveau spielt und das alles erst möglich macht.

    Respect!

    Zitat von piEitsch

    Die Malley scheint wieder ausverkauft zu sein für morgen Abend... das wird wieder eine geile Stimmung sein dort, nicht wie bei uns gestern...

    Die Ansprüche sind auch ganz anders!

    Lausanne ist dort wo der ZSC vor über 20 Jahren war....z.B. Lugano Serie 1992

    Zitat von Benny


    Roman Josi ist unser Schweizer Aushängeschild in der NHL.

    Also für mich ist das schon eher Mark Streit (8. Saison, 560 Spiele und somit längst NHL Veteran) oder Jonas Hiller (7. Saison), als Josi, der gerade mal in seiner 3. Saison steht.

    Das Potential zum Franchise Player sehe ich auch nur bei Hiller, der die Ducks noch zum Titel führen könnte.

    Er wird UFA, möchte aber in CAL bleiben und verzichtet ev. sogar auf Geld!

    ANA wäre gut beraten ihn zu halten!

    Niederreiter ist auf gutem Weg, auf einem ganz anderen als Brunner, der aber selber schuld ist!

    Berra wird nächste Saison der Backup hinter Varlamov, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Diaz? Die Wege des NHL Managers sind unergründlich!

    Über die anderen müssen wir keine Worte verlieren.

    Wie sehen Amerikaner/Kanadier die Schweizer:

    Gar nicht!

    Mein Nachbar ist aus Detroit, totaler Red Wings Fan, er kannte (natürlich) Brunner.

    Bei anderen Spielern (Streit z.B.) ist es so dass man sie kennt aber nicht als Schweizer!

    Ich muss selbst Kanadiern die eine Saisonkarte haben immer wieder die ca. 10 Schweizer Spieler aufzählen, die unterdessen hier spielen.

    Weil soo gut dass jeder sie kennt ist eben keiner, nicht mal Hiller!

    Eine Reise nach Lausanne als Strafe für überhebliche Zürcher

    Die ZSC Lions verpassten die erste Chance zum Einzug in den Halbfinal. Das 1:2 gegen Lausanne war für sie eine weitere Lektion in Sachen Playoff-Eishockey.

    Von Simon Graf, Zürich

    Die Romandie ist stets eine Reise wert. Umso mehr bei solch frühlingshaftem Wetter wie in dieser Woche. Doch auf einen weiteren Ausflug nach Lausanne hätten die ZSC Lions gut verzichten können. Denn für sie steht am Samstag keine Schifffahrt auf dem Genfersee auf dem Programm, sondern eine heikle sechste Viertelfinalpartie in einer ausverkauften Patinoire de Malley und einer wohl hitzigen Atmosphäre. Die Zürcher führen zwar immer noch 3:2, doch die Serie, die sich dem Ende zuzuneigen schien, ist nun wieder lanciert. Und wenn dem Aussenseiter dieser 2:1-Sieg in Spiel 5, den nicht mehr viele erwartet hatten, keinen Auftrieb gibt, was dann?

    Die ZSC Lions müssen sich selbst zuschreiben, die kämpferischen Waadtländer wieder aufgebaut zu haben. Natürlich mochte niemand bestätigen, dass man Lausanne nach dem 7:1 vom Dienstag unterschätzt hatte. Doch den Zürchern fehlte die nötige Energie und Entschlossenheit, die es im Playoff einfach braucht. «Es gelang uns nicht, unser Spiel zu spielen», stellte Blindenbacher fest. «Unser Spiel ist es, schnell und aggressiv zu spielen und ihre Verteidiger unter Druck zu setzen.» Das passierte in der Tat viel zu selten, und selbst das 1:0 Shannons (23.) nach einem Puckverlust Hytönens half nicht, damit die ZSC Lions zu ihren Stärken fanden.

    Das Fazit von Coach Marc Crawford, der innerlich bebte und versuchte, sich zu beherrschen, fiel denn auch vernichtend aus: «Wir waren in allen Aspekten zu wenig gut: im Powerplay, im Boxplay, auf der Goalieposition, bei 5 gegen 5. Wir hatten einen passablen Start und nach dem 1:0 ein paar gute Einsätze, aber das war es dann auch schon. Und am Ende gingen wir nicht einmal vors Tor. Wenn man Tore schiessen will, muss man den Preis dafür bezahlen. Das taten wir nicht.» Die Frage, ob es ein mentales Problem gewesen sei, verneinte er. «Es war ein körperliches», sagte er verärgert. «Wenn man nicht vors Tor geht, ist das körperlich, nicht mental. Klar?»

    Der Kanadier dürfte diesen miserablen Auftritt, nachdem er einmal über ihn geschlafen hat, wohl besser analysieren können. Auch er hatte einen solchen Rückschlag wohl kaum erwartet. Lausanne muss man hoch anrechnen, dass es nach dem völlig verpatzten Heimspiel zurückfand zu seinem Stil, den Zürchern das Leben in jedem Zweikampf schwermachte und vor dem eigenen Tor konsequent aufräumte. Hytönen (30.) glich im Powerplay aus, Déruns (39.) profitierte beim Siegestor von einem Puckverlust Trachslers in der Mittelzone. Doch wie wenig danach von den ZSC Lions noch kam, war schon erschreckend.

    Eishockey ist ein Kampfsport. Mehr noch im Playoff. Wenn die ZSC Lions nochmals einer solchen Lektion bedurft hatten, dann kriegten sie diese nun. Im Sturm erreichten nur Baltisberger, Kenins und Schäppi Normalform, die Paradelinie um Cunti funktionierte überhaupt nicht. Und Crawford wird sicher darüber brüten, ob weitere Wechsel in den Sturmlinien nötig sind, um nochmals einen Impuls zu setzen. Immerhin kann sein Team morgen auf den «Auswärtsvorteil» zählen. In vier von fünf Fällen siegten in dieser Serie, die mehr Drama bietet als erwartet, die Gäste.


    © Tages Anzeiger

    Zitat von Benny


    ich dachte ich wäre der einzige, der unseren Autorennfahrer ins Pfefferland wünscht. Mag dem Typen nicht mehr zusehen. Ich reg mich in jedem Match auf ab dem seiner arrogant aussehenden Art, wie er Hockey spielt. "Laid back style" war Extraklasse bei J.J. Cale. Im Hockey führt es allerdings in Nordamerika dazu, dass du aus der NHL ausgemustert wirst. Aber scheinbar erträgt unsere Liga und unsere Mannschaft diesen Stil! Ich, sorry to say, nicht.

    Bergeron spielt genau so wie man es schon vorher wusste.

    Er wurde geholt um das PP endlich zu verbessern, dies gelang auch.

    Aber die Niederlagen kann man ihm trotz seinem "Laid back" Stil wohl nicht anhängen, da müssen andere mal in den Spiegel schauen!

    Ich erwarte insbesondere von Flüeler dass er verdammt nochmal endlich auf PO Level spielt!

    Seine 91,4% Fangquote sind am untersten Ende für einen Goalie!

    Und vorne müssen die Herren Stürmer halt auch mehr als nur ein Gööli machen!

    Zitat von ZüriBueb


    Also Larry, falls Du mich ansprichst bzgl. Coach

    Du gehörst auch dazu :razz: bist aber natürlich nicht der einzige!

    Ich hatte auch den Plausch an Hartley dem Arschtreter, aber ca. 3/4 der Spieler nicht, und sein Hockey während der Quali wurde hier ja auch nicht von jedem goutiert.

    Mit Crawford kam ein Coach der mehr nach dem Gusto der Spieler ist, und der attraktives Hockey spielen lässt.

    Wir haben mehr Zuschauer als nach dem Meistertitel, sind mit Rekordvorsprung erster geworden.

    Noch ist alles möglich, und ob man mit Hartley nochmals Meister geworden wäre steht auch auf einem anderen Blatt.

    Einen Titel im Playoff Modus kann man nun einmal nicht planen!

    Zitat von Maurizio

    und bitte 2 neue ausl. verteidiger auf nächste saison.

    Der Schweizer Fan (nicht nur beim ZSC!) macht es sich immer ganz einfach:

    Auf dem (ausländischen) Coach und den ausländischen Spielern rumhacken!

    Nur ja nicht die (meist überbezahlten) Schweizer kritisieren!

    :roll:

    ZSC Lions - Lausanne 1:2

    Nachsitzen

    Ulrich Pickel, Zürich

    Die Zürcher kassieren eine verdiente Niederlage. Sie spielen ohne Leidenschaft und lassen es zu, dass Lausanne in die Serie zurückkehrt. Am Samstag müssen die Lions zum sechsten Spiel nochmals im Waadtland antreten.

    Wer so lustlos spielt, darf sich nicht wundern. Anstatt den Viertelfinal mit 4:1-Siegen zu beenden und sich in Ruhe auf die nächste Runde vorbereiten zu können, leisteten sich die ZSC Lions einen Abend der Pannen und Peinlichkeiten, der den bereits angezählten Lausannern unvermutet neues Leben einhauchte. Die schöne Aussicht auf den vierten Sieg in Folge gegen den Aufsteiger hatte für die Zürcher offenbar nichts Verlockendes an sich.

    Tristes Spiel, triste Kulisse

    Von Beginn weg zeigten sie eine Intensität, die sonst höchstens an einem x-beliebigen Dienstag im November hin und wieder zu sehen ist. Umrahmt wurde das Ganze von der dazu passenden Kulisse von lediglich 8886 Zuschauern – offenbar hatte auch das Zürcher Publikum nach dem 7:1 vom Dienstag das Gefühl, diese Serie sei bereits entschieden. Dass die Lions-Spieler die Zügel schleifen liessen, zeitigte zunächst keine Folgen. Kenins kam mit einem Pfostenschuss in der zweiten Minute dem 1:0 noch am nächsten. Und die Lausanner ihrerseits erspielten sich in den ersten zwanzig Minuten nicht mehr als (gut gezählte) zwei Torchancen.

    Die Art, wie hernach dann noch die Treffer fielen, fügte sich ideal in die Eigenartigkeit dieses Spiels ein. Shannon eröffnete das Skore (23. Minute), der Aktion war ein kapitaler Scheibenverlust Hytönens vorangegangen. Doch die Führung gab den Lions keinen Impuls, sondern schien vielmehr Selbstgenügsamkeit und Passivität noch zu verstärken. Die Quittung kam bald. Kurz vor Spielmitte wurde Schäppi mit zwei Minuten für etwas bestraft, das allerdings nur der Schiedsrichter als Regelwidrigkeit sah. Das störte die Lausanner wenig, Hytönen liess sich nicht zweimal bitten, seinen Lapsus wieder auszugleichen. Und wer zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht recht glauben wollte, dass die Zürcher fernab von allem waren, was irgendwie nach Leidenschaft und Konzentration aussah, wurde kurz vor der zweiten Pause endgültig eines Besseren belehrt.

    Nach einem Beinahe-Zusammenstoss mit Wick, der an eine Slapstick-Einlage erinnerte, spielte Trachsler die Scheibe ins Nirgendwo, wo sie sich Déruns schnappte, der darauf unbedrängt auf Flüeler losziehen konnte – 2:1 für Lausanne. Mehr als ein Drittel lang hatte der Favorit danach noch Zeit, den miserablen Eindruck zu korrigieren. Doch von einer Reaktion, die diesen Namen verdient hätte, war nichts zu sehen.

    Lions geben Rätsel auf

    Schlechte Abende kommen vor. Dies war jedoch bereits der zweite der Lions in dieser Serie, zum zweiten Mal vor eigenem Publikum. Nun müssen sie am Samstag nochmals nachsitzen. Das freut den Lausanne HC, der wieder mit einem vollen Haus rechnen kann. Die Zürcher aber, die eine Mannschaft mit viel Play-off-Routine sind, geben mit solchen Leistungen Rätsel auf. (NZZ)
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    Ich nehme an, der Mann hats ziemlich gut getroffen, oder? :nixwiss:

    Glaube ich aufs Wort!

    Und zwar wegen dem:

    Torschüsse 20:18 (7:7 / 8:6 / 5:3)

    Habe nichts gesehen, schlaue Matchberichte gibts noch keine, den Ticker habe ich so halbwegs an einer Bar bis zum 1:0 verfolgt.

    Aber wenn man gegen LS nicht ein besseres Schussverhältnis hinkreigt, ja dann....

    Ich würde sagen:

    Strafaufgabe verdient! :evil:

    Egal wies usgaht, mer müend eifach 4x günne!

    Hüt, in LS oder bim Spiel 7 in Züri!

    Wänn LS nöd schlasch häsch au nü im HF verlore, aber so wiit chunts scho nöd!

    Wie heissts so schön: De viert Sieg isch de schwärscht!

    5 Stutz is Phrasenschwein! :mrgreen: