Beiträge von Larry

    Zitat von Tages-Anzeiger


    Am Donnerstag kommt Liberec in den Letzigrund, am Sonntag geht es nach Basel. Nächste Enttäuschungen sind nicht ausgeschlossen. Nef übte sich als Positivdenker: «Keiner hat gesagt, dass es einfache Spiele gibt. Jetzt können wir an den Aufgaben wachsen.» Oder zerbrechen?

    War es nur Pech? Nein. Wer gegen einen derart limitierten Gegner wie Slovan Liberec ausscheidet, der hat auch ziemlich viel falsch gemacht. Zweimal ging der FCZ in diesen beiden Partien in Führung. Zweimal schaffte er es nicht, nachzulegen. Zweimal wurde er bestraft. Ist das ungerecht, Herr Meier? 20 Minuten


    Es könnte mittlerweile gut und gerne 3:0 für den FCZ stehen. Wenn sich das mal nicht rächt... Blick
    -------------------------------
    Es kommen harte Zeiten! :sad:

    Mit Ruhe und Geduld den Sieg suchen

    Obwohl der FCZ zuletzt dreimal verloren hat, bleibt Trainer Urs Meier vor dem heutigen Rückspiel gegen Liberec in der Europa League gelassen. Die Zürcher müssen ein 1:2 wettmachen.

    Von Peter Bühler, Zürich

    Von einer Krise des FC Zürich will Urs Meier nichts wissen. Und trotz drei Niederlagen in den letzten drei Pflichtspielen innert acht Tagen ist dem Trainer selbst die Umschreibung Formtief zu krass. Der FCZ, so begründet Meier, habe gegen den überlegenen Meisterschaftsleader YB, gegen den momentanen Zweiten Luzern und mit Slovan Liberec gegen ein tschechisches Spitzenteam verloren. Er könne und müsse diese Rückschläge akzeptieren. «Sie sind für eine junge Mannschaft, wie wir sie haben, eigentlich normal.»

    Schwerer tut sich Meier mit der Art und Weise, wie die Niederlagen zu Stande kamen. Beim 2:3 in Luzern, bemerkt der Trainer, habe sich der FCZ mit einer schwachen ersten Halbzeit fast selber geschlagen, beim 1:2 in Liberec habe er die frühe Führung reichlich fahrlässig verspielt und beim 1:3 gegen die Young Boys vorab in der Defensive zu viele Zugeständnisse gemacht. Die acht Gegentore in den drei Partien sind ein klares Indiz für die Abwehrprobleme des FCZ. Meier erklärt dazu: «Für mich sind für die Defensive nicht allein der Goalie und die vier Verteidiger zuständig, sondern alle elf Spieler.» Doch auch für ihn ist klar, dass sich die Mannschaft in ihrem Abwehrverhalten verbessern muss, wenn sie zum Erfolg zurückkehren will. «Wir haben unseren Gegnern zuletzt das Tore schiessen zu einfach gemacht. Es kann nicht sein, dass wir in jedem Spiel drei Treffer erzielen müssen, wenn wir punkten wollen.»

    Der Schlüssel zum Erfolg

    Die Zürcher erzielten in der letzten Saison 62 Treffer, mehr als jede andere Mannschaft in der Super League. Und die 43 Tore allein in der Rückrunde sind für Meier «ein überragender Wert». In dieser Spielzeit aber fehlen die 26 Skorerpunkte, die der zu Nürnberg gezogene Stürmer Josip Drmic verbucht hatte. Meier stellt lapidar fest: «In der Offensive mangelt es uns im Moment an Effizienz und Wettkampfglück.» Dass im letzten Spiel gegen YB der Schiedsrichter beim Stand von 0:0 seiner Mannschaft einen klaren Elfmeter nicht zugestanden hatte, mag Meier nicht gross bejammern. Er sagt: «Ich bin überzeugt, dass das Spiel anders verlaufen wäre, wenn er den Penalty gegeben hätte. Aber meine Mannschaft hätte sich wegen des ausgebliebenen Pfiffs nicht völlig aus dem Konzept bringen lassen dürfen.»

    Haarsträubende Fehler, wie sie Djimsiti vor dem 0:1 oder Etoundi und Philippe Koch vor dem 0:2 unterliefen, werden von einem Schweizer Spitzenteam, zu dem die Young Boys langsam heranreifen, bestraft. Und Meier weiss, dass Abschlussqualitäten und Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor auf internationaler Ebene normalerweise noch ausgeprägter vorhanden sind – das habe schon das Hinspiel in Liberec gezeigt. Die Tschechen kamen fast aus dem Nichts durch Sturmspitze Rabusic zu den beiden Treffern. Auf den Angriffshünen mit dem Spitznamen Rambo müssten sie auch im Rückspiel besonders aufpassen, betont Meier. Da Alain Nef nach seinem Platzverweis in Liberec gesperrt ist, werden Captain Philippe Koch, dessen Bruder Raphael, Djimsiti und Benito die Abwehr bilden. Meier erwartet von seinen vier Verteidigern eine konzentrierte und einwandfreie Leistung und sagt: «Das dürfte der Schlüssel zum Erfolg sein.»

    Ein 1:0 genügt

    Der Trainer ist überzeugt, dass der FCZAngriff auch nach Drmics Abgang zu den besseren in der Schweiz gehört. In den fünf Pflichtspielen dieser Saison hat er mit Ausnahme des 0:0 in Sitten immer getroffen. Meier erklärt: «Wenn die Abwehr dicht hält, dann haben wir 90 Minuten Zeit, um das 1:0 zu erzielen.» Wichtig sei, dass seine Mannschaft Ruhe und Geduld bewahre, wenn der Treffer nicht schon früh im Spiel falle. Er weiss sehr wohl: Sie ist jung und ungestüm, sie spielt offensiv und zuweilen unbekümmert. Deshalb warnt er: «Sie darf sich nicht naiv verhalten.» Und das Ziel formuliert er unmissverständlich: «Wir wollen unbedingt in die nächste Runde kommen.»

    Die Chancen schätzt er bei 50 Prozent ein. «Slovan Liberec ist eine sehr starke Mannschaft, die auch in der Super League vorne mitspielen würde.» Das sonntägliche 0:4 des gegenwärtigen Tabellenvierten gegen Mlada Boleslav in der heimischen Gambrinus-Liga ändert nichts an dieser Meinung. «Slovan hat drei Schlüsselspieler geschont, unter ihnen Rabusic.» Es ist zu spüren, wie sehr sich Meier die Qualifikation für die Playoffs der Europa League wünscht. Er denkt, dass in der gegenwärtigen Situation ein internationaler Erfolg wichtig wäre für seine Mannschaft, ja den ganzen Verein. «Er brächte uns ganz viel Moral auch für die Super League.» Dort wartet schon am Sonntag die nächste schwierige Aufgabe auf den FCZ: beim Meister in Basel.

    Sieger im Playoff (22. und 29.August) Voraussichtliche FCZ-Aufstellung: Da Costa; Ph. Koch, R. Koch, Djimsiti, Benito; Chiumiento, Rikan; Schönbächler, Gavranovic, Pedro Henrique; Chermiti.


    © Tages Anzeiger

    Zitat von Iceman


    Habe ferienhalber auch kurz beim 1en Eistraining des SCB reingeschaut.

    Ha ha :razz:

    Habe heute auch beim Nachmittagstraining vom Z reingeschaut.

    Fürs Nachmittagstraining, wenn die Natispieler Seger, Blindenbacher, Cunti, Trachsler und Kenins im Olymp noch an ihrer Grundkondition arbeiten, wird die Gruppe auf dem Eis mit GCK-Spielern aufgefüllt. Die Gewinner der WM-Silbermedaille sowie der Lette Kenins haben im Vergleich zu ihren Kollegen doch einige Stunden des Sommertrainings verpasst.

    Haben auch ein rotes Leibchen: McCarthy ist scheinbar angeschlagen!?

    Für mich klar dass die NHL Spieler beim SCB Training nicht gecheckt werden dürfen!

    Stell Dir mal vor einer von denen verletzt sich dabei und fällt die halbe/ganze Saison aus! :haare:

    Zitat von Champs-de-Mars


    Gerade Meier verhält sich aber in der Niederlage wie ein wahrer Sportsmann

    Habe mir am SA die U21 des FCZ gegen YF-Juve in meiner alten Heimat angeschaut.

    Aufgefallen ist mir......Meier!

    Der Mann ist total auf dem Boden geblieben, ist extrem gut vernetzt im Club.

    Sympathischer Kerl!

    Der Strassenschreck und Wicks alte Bekannte

    Von Kai Müller, Zürich

    Die Spieler freuen sich, endlich mit Puck und Stock hantieren zu dürfen. Und dass die harten Sommerwochen, in die erstmals das aus Nordamerika importierte Kraft- und Konditionstraining Cross-Fit integriert wurde, vorüber sind. Die Coachs sind froh, nach der Pause wieder bei ihrer Mannschaft zu sein. Der Sportchef schwärmt von den neuen Spielern, dem Resultat seiner Bemühungen im Winter und Frühling. Die Angekommenen wiederum schwärmen von der neuen Heimat. So ist das an diesem Montagmorgen in Oerlikon, beim offiziellen Trainingsstart der ZSC Lions – Optimismus überall, wie es sich gehört. «Wir haben ja auch noch kein Spiel verloren», scherzt Sportchef Edgar Salis.

    Spielerische Elemente dominieren die Einheit, eine Übung schult das Backchecking, zum Schluss sprinten Dreiergruppen übers Eis. Nach gut eineinhalb Stunden endet die Premiere. Die Spieler stapfen Richtung Kabine auf der anderen Strassenseite. Es fehlt im Vergleich zur letzten Saison einige Prominenz: Andres Ambühl etwa, das Energiebündel mit den zerzausten Haaren und der markanten Zahnlücke, das künftig wieder für Davos stürmt. Oder Thibaut Monnet, der scheue Romand, zuletzt ZSC-Topskorer, nun bei Fribourg. Dafür sind drei Ausländer zum Team gestossen, von denen mehr erwartet werden darf, als dass sie nur die Saison hier beenden.

    Bergeron hat keine Eile

    Marc-André Bergeron, Ryan Keller und Robert Nilsson heissen sie, zwei Kanadier und ein Schwede. Bergeron, der vergangene Woche mit seiner Frau, den beiden Kindern und dem Familienhund in die Schweiz kam, ist Verteidiger, er soll die Offensive ankurbeln und im Powerplay von der blauen Linie für Gefahr sorgen. Vorerst tut er das vor allem noch im Strassenverkehr. «Wir waren zweimal in der Stadt, und ich musste mich oft für meine Fahrweise entschuldigen – es hat hier einfach zu viele Ampeln und Tramschienen», sagt der 32-Jährige. Und schiebt einen Satz nach, den die ZSC-Verantwortlichen gerne hören dürften, nachdem die Kanadier Brulé und Tambellini im letzten Winter Reissaus nahmen: «Ich habe über zehn Saisons in der NHL und AHL gespielt, deshalb strebe ich keine Rückkehr nach Nordamerika an. Ich kann mir gut vorstellen, zehn Jahre in diesem wunderschönen Land zu bleiben.»

    Bergerons Landsmann Keller (29) kennt die Schweiz bereits, 2012/13 ging er für Servette auf Torejagd und war Captain, als Bezina lange verletzt ausfiel. Zwei Jahre zuvor gewann er mit Binghamton den Calder-Cup (AHL-Titel) – als Teamkollege von Roman Wick. Der sagt über Keller: «Er ist ein Leadertyp, hochprofessionell und kommt mit allen gut aus.»

    Wick hat auch zum dritten Zuzug eine spezielle Verbindung: Mit Robert Nilsson war er einst im Kindergarten, als dessen Vater Kent das Klotener Publikum verzückte. Der 27-jährige Schwede, der seine erste Lizenz in der Schweiz löste und deshalb das Ausländerkontingent nicht belastet, unterschrieb im Januar bei den Lions. Weil er sich aber von einer schweren Gehirnerschütterung erholen musste, debütiert er erst morgen gegen das Farmteam GCK Lions. Salis vergleicht Nilssons technische Fähigkeiten mit jenen von Linus Omark, dem letztjährigen LigaTopskorer vom EVZ, allerdings habe Nilsson mehr Zug zum Tor. Salis glaubt gar: «Er hat das Potenzial, der beste Spieler der Liga zu sein.»


    © Tages Anzeiger

    NZZ:

    http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…haus-1.18128190

    Die Krux des FCZ

    Das 1:3 gegen YB war die dritte Niederlage innert acht Tagen – wieder hielt die Abwehr nicht dicht.

    Von Thomas Schifferle, Zürich

    Es gibt Wochen, wie sie die Young Boys erleben. Wochen nur mit Siegen. Und es gibt Tage, wie sie der FC Zürich durchmacht. Er verliert und verliert, gleich dreimal in Folge.

    Die unerfreuliche Serie für den FCZ begann vorletzten Sonntag mit dem 2:3 in Luzern, ging weiter mit dem 1:2 am Donnerstag in Liberec, und gestern fand sie ihre Fortsetzung, als es gegen ebendieses YB ein 1:3 absetzte. «Wir dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen», sagte Alain Nef, abgekämpft und frustriert. Worte als taugliches Programm?

    In Luzern hatte dem FCZ eine achtbare zweite Halbzeit nicht genügt, eine miserable erste zu korrigieren. In Tschechien, in der Qualifikation zur Europa League, kämpfte er gut und führte lange, bis das Unheil über ihn hereinbrach. Gegen YB begann er gut, mit Elan und Willen. Buff stürmte in den Strafraum, dribbelte Veskovac aus und wurde gefoult – nicht böse, aber halt doch klar am Fuss getroffen.

    «Ein entscheidender Moment», urteilte Nef. Und die Entscheidung fiel gegen den FCZ aus. Der Schiedsrichter liess weiterspielen. Mit einem Elfmeter hätte das Spiel ein anderes Gesicht bekommen können. So aber folgte zehn Minuten später das 0:1 und nach einer halben Stunde das 0:2. Der FCZ war spielerisch völlig von der Rolle.

    Viel Wille, keine Klasse

    In der Pause, berichtete Trainer Urs Meier, habe man sich «zusammengerauft». Der FCZ begann sich zu wehren, wurde optisch überlegen, kam dank Nefs kraftvollem Kopfball nach einer Stunde zum Anschlusstreffer, «nochmals zu Sauerstoff», wie Meier sagte. Der Trainer blieb nicht untätig und wechselte einen Offensivspieler nach dem anderen ein, Gavranovic, Schönbächler und Chiumiento, die drei, die er im Vergleich zu Liberec zur Schonung anfänglich auf die Bank gesetzt hatte.

    Am Ende fehlte es dem FCZ nicht am Willen, aber an Durchsetzungsvermögen und Klasse. Er zahlte dafür, dass er in der zweiten Hälfte trotz aller Überlegenheit nur einmal gefährlich in den Berner Strafraum vordrang, er zahlte für spielerische Defizite und viele leichte Ballverluste, für den schwachen Auftritt von Chermiti oder Etoundi und dafür, dass die Einwechselspieler daran nicht das Mindeste änderten. «Wir waren bemüht, aber nicht überzeugend», bilanzierte Nef.

    «Zu einfach. Zu einfach!»

    Die Offensive hätte die Mannschaft gebraucht, um das zu korrigieren, was ihre Defensive wieder einmal verbockte. Sie hätten es vorher gewusst, sagte Nef, sie dürften nicht zu brav sein, nicht tändeln – «wir wussten es und machten es trotzdem». Rikan stand mit seinem Ballverlust am Ursprung des 0:1 nach 21 Minuten, Gerndt profitierte, überspurtete Djimsiti, obwohl er rund zehn Meter mehr an Weg zurücklegen musste, und liess Da Costa keine Abwehrchance.

    Beim 0:2 schauten die Zürcher zu, wie der Gegner kombinierte. Zarate öffnete mit seinem Pass in die Tiefe den Raum, Sutter spielte quer, und Frey traf ins leere Tor. Meier vermisste in diesen Momenten die Konzentration seiner Spieler, sie hätten wegen Entscheiden des Schiedsrichters nur lamentiert. Er sagte: «Das ging zu einfach. Zu einfach! Ohne Widerstand.»

    Das Potenzial im Spiel nach vorne ist unbestritten. Ebenso aber, dass die Abwehr die Krux ist. «Wir dürfen nicht immer zwei Tore erhalten», kritisierte Meier. Gestern, nach dem Kontertor von Kubo in der Nachspielzeit, waren es drei. Meier möchte mit seinen Spielern auf den Trainingsplatz, um da zu korrigieren, was sie alles falsch machen. Aber dafür fehlt ihm momentan die Zeit – zu schnell folgen sich die Spiele.

    Am Donnerstag kommt Liberec in den Letzigrund, am Sonntag geht es nach Basel. Nächste Enttäuschungen sind nicht ausgeschlossen. Nef übte sich als Positivdenker: «Keiner hat gesagt, dass es einfache Spiele gibt. Jetzt können wir an den Aufgaben wachsen.» Oder zerbrechen?

    © Tages Anzeiger
    ---------------------------
    Es ist glaube ich alles gesagt. Der letzte Satz läst einen erschaudern....


    Führung und Vorteil verspielt

    Der FCZ unterlag Slovan Liberec im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League 1:2.

    Von David Schweizer, Liberec

    Es wäre mehr drin gelegen – ja es hätte viel mehr herausschauen müssen. Doch trotz der knappen Niederlage reicht dem FC Zürich im Rückspiel vom kommenden Donnerstag noch immer ein 1:0Sieg. Und er kann sich weiterhin berechtigte Hoffnungen für das Playoff machen, das über den Einzug in die Gruppenphase entscheidet. Doch der FCZ muss sich vor allem ärgern, in den letzten 25 Minuten eine weit bessere Ausgangslange verspielt zu haben.

    Die Zürcher führten früh 1:0, verpassten es aber, das wegweisende zweite Tor zu erzielen. Chermiti, Nef oder Gavranovic hatten die Möglichkeiten dazu. Dies wurde in den letzten 25 Minuten bestraft. «Wir haben es in der zweiten Halbzeit versäumt, das 2:0 zu erzielen», befand dann auch FCZ-Trainer Urs Meier. «Die Niederlage ist unnötig.»

    Der zuvor so wirkungslos gebliebene Liberec-Sturmhüne Rabusic mutierte dabei noch zum Mann des Spiels. Zunächst erzielte er quasi aus dem Nichts den Ausgleich (66.), dann traf er in der 81. Minute zum 2:1 – seine Tore 4 und 5 in Slovans drittem Spiel der noch jungen Europa-League-Saison. Beide Tore fielen über die linke Zürcher Abwehrseite. Für Meier war es ein Déjà-vu. Vor dem letzten Meisterschaftsspiel in der Super League hatte der Coach vor dem Luzerner Doppeltorschützen Bozanic gewarnt, dieses Mal mahnte er vergeblich vor Rabusic.

    Doch nicht genug: In der Schlussphase musste beim FCZ Abwehrroutinier Nef nach einer Notbremse an Pavelka vom Feld. «Im Verlaufe der zweiten Hälfte hatten wir Mühe, dem Druck von Liberec standzuhalten», sagte Meier.

    Dabei hatte es lange nach einem Sieg des FCZ ausgesehen. Dies anerkannte auch Slovan-Trainer Jaroslav Silhavy: «Es sah zuerst nicht gut aus.» Zunächst prallte in einer rasanten Startphase Huseks Distanzschuss im Anschluss eines Corners und einer zu kurz geratenen Faustabwehr Da Costas im dicht bevölkerten Zürcher Strafraum ab. Doch der Ball landete bei Pedro Henrique, der nach einem Konter nur knapp an SlovanHüter Kovar scheiterte.

    Früher Penalty nach Gegenstoss

    In der 5. Minute folgte bereits der nächste schnelle Zürcher Gegenstoss – dieses Mal über rechts. Nach einer Ballstafette via Schönbächler, Gavranovic und Rikan konnte der Israeli nur noch mit einem Foul von Husek gestoppt werden. Den anschliessenden Penalty verwandelte Chiumiento zur 1:0-Führung.

    Die Reaktion des in der Liga noch verlustpunktlosen Liberec blieb lange aus. Der Dritte der vergangenen tschechischen Meisterschaft hatte zwar athletische Vorteile, war aber den agilen Zürchern spielerisch unterlegen. Diese zeigten sich im Vergleich zur enttäuschenden ersten Halbzeit gegen Luzern verbessert.

    Der FCZ trat aufmerksam, energisch im Zweikampf und laufstark auf. Es gab zwar einige unnötige Ballverluste. Sie blieben aber zunächst ohne Konsequenzen, weil ein Chermiti oder Pedro Henrique (der überhaupt auffällig aufspielte) sofort vehement nachsetzten und ihre Fehler korrigierten.

    Die Zürcher wollten nach den zuletzt durchzogenen Darbietungen ganz offensichtlich wieder mutiger auftreten. Trainer Meier richtete das zentrale Mittelfeld erstmals seit dem erfolgreichen Startspiel gegen Thun (3:2) wieder offensiver aus. Der zuletzt zweimal als zusätzlicher Stabilisator im Aufbau eingesetzte Djimsiti rückte für Raphael Koch neben Nef auf seine Stammposition in der Innenverteidigung. Lange schien der Plan aufzugehen, aber nicht lange genug. Trainer Meier gibt sich dennoch unentwegt positiv: «Es ist noch alles offen.»


    © Tages Anzeiger

    Zitat von Iceman

    Vor noch nicht allzu langer Zeit hätte man solchen Spielern empfohlen, sich in 1-2 AHL-Saisons den nötigen "Schliff" zu holen. Mittlerweile sehen es die NHL-Organisationen offenbar als zielführender an, wenn die Spieler dies in der CH-Liga machen. Ist auch ein Zeichen, dass die Fortschritte in der CH anerkannt werden.

    Wobei ich nicht glaube dass er die NHL so ohne weiteres machen wird.

    Nehme an er bekommt einen Zweiwegvertrag und wird wohl die AHL schon noch kennen lernen.

    Aber ganz klar: Das Schweizer Hockey ist in der NHL angekommen!

    Zitat von Brave New World


    R. Koch ist unglaublich. Das dieser Herr Profifussballer ist, kann ich nicht verstehen.

    Zitat von Champs-de-Mars


    Die Schwächen von Nef und Co. sind bekannt und keine Überraschung.

    Es ist so! :roll:


    Die logische Quittung für den FCZ

    Von Peter M. Birrer, Luzern

    Über das 2:3 in Luzern brauchten sich die Zürcher nicht zu wundern. Sie waren eine Hälfte lang inexistent.

    Es war nicht angezeigt, nach Ausreden zu suchen, also unterliess es Urs Meier tunlichst, Sätze von sich zu geben, die nach einer billigen Erklärung getönt hätten. «Das Resultat ist in Ordnung», sagte der FCZ-Trainer und auch: «Wir dürfen nicht jammern.» Dieses 2:3 in Luzern war nichts als verdient für einen Auftritt, der bis zur Pause bedenklich war – und danach auch nicht überzeugend genug, um nach zwei Partien und vier Punkten die erste Saisonniederlage zu verhindern.

    Meier fasste seine Kritik so zusammen: «Kein Feuer in der ersten Halbzeit, keine Präsenz. Es fehlten Leidenschaft und Bereitschaft.» Damit hatte sich das Thema erledigt, ob er sich nicht mit der Ausrichtung vergriffen hatte: «Es hat mit Taktik nichts zu tun, wenn die Spieler gedanklich nicht auf der Höhe sind.»

    Auffällig war trotzdem, dass Meier in der Hitze Risiken gemieden und sich mit Djimsiti vor der Abwehr zusätzliche Stabilität erhofft hatte, nur: Wer sich haarsträubende Aussetzer erlaubt, wer das Mittelfeld dem Gegner überlässt und jede Entschlossenheit vermissen lässt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er in Schieflage gerät. Es sah prächtig aus, wie Bozanic das 1:0 erzielte; Lezcanos 2:0 mit dem Kopf nach erneuter Vorarbeit Hykas war auch sehenswert. Aber warum verrichteten die Zürcher um Abwehrchef Nef nicht im Ansatz Störarbeit?

    Eine Lektion und Bozanics Tanz

    Bei normalen klimatischen Konditionen hätte Meier durchgegriffen und zur Pause alle drei Wechsel vorgenommen. Dass es Raphael Koch als Einzigen traf, war angesichts dessen erschreckender Fehlerquote nicht überraschend, nur hätte sich jede andere Auswechslung auch rechtfertigen lassen. Der FCZ erhielt von starken Luzernern eine Lehrstunde.

    Als die Zürcher mit grosser Verspätung anfingen, Fussball zu spielen, sammelten sie ein paar Argumente, um hinterher sagen zu können, sie seien von einem Punkt gar nicht so weit weg gewesen. Zuerst glückte ihnen die schönste Aktion, als Gavranovic nach Chiumientos Zuspiel zum 1:2 verkürzte. Und Gavranovic eröffnete sich nach 65 Minuten die Chance, auszugleichen, «in einer Phase, in der wir klar am Drücker waren», wie Meier sagte. Aber Luzern hatte Zibung, einen wachsamen Goalie. Und Luzern hatte vor allem den 24-jährigen Australier Oliver Bozanic, der von den Central Coast Mariners gekommen war. Mit seinem 3:1, dem vierten Treffer im dritten Spiel, entzückte der überragende Mittelfeldspieler sein Publikum: Er lief an Goalie Da Costa vorbei, machte eine Pirouette und fand – fast von der Grundlinie aus – die Lücke.

    Pedro Henrique schönte mit seinem Freistoss zum 2:3 in der Nachspielzeit das Resultat, den Gesamteindruck aber kaum. Meier kündigte mit Blick auf das bevorstehende Programm eine schnelle Analyse an. Am Donnerstag trifft der FCZ in der Europa League auswärts auf Liberec, am Sonntag kommt Leader YB, danach warten Liberec und der FCB. Einen ersten Lösungsansatz lieferte Marco Bernet, der Technische Direktor: «Wir müssen offensiv eingestellt ins Spiel gehen, um gewinnen zu können.»


    © Tages Anzeiger

    Eine EM als Quartierfest

    Den Zürchern zeigen, was Baseball ist – auf dem Heerenschürli wird zurzeit der B-Europameister erkoren.

    Von Anna Baumgartner, Zürich

    Die Frau mit Hund schaut ein bisschen kritisch, als sie am Montagmorgen über die Anlage des Heerenschürli spaziert. Trotz Sommerferien und früher Uhrzeit ist viel los. Unzählige Leute in giftgrünen T-Shirts hängen Banner auf, füllen Kühlschränke oder verteilen Flyer auf Festbänken. In der Ferne kündigt ein Stadionspeaker einen Schlagmann an: «At bat: Ukraine, number 51.» In dieser Woche findet im Heerenschürli die B-EM der Baseballer statt. Rund um das Stadion wird eine kleine Feststadt aufgebaut.

    Ein Sportartikelgeschäft verkauft in einem Zelt alles, was man zum Baseballspielen braucht. Davor werden Memorabilia angeboten – von Bechern mit Teamlogos bis zu alten Zeitschriften. Besonders die Spielerkarten sind bei den jungen Besuchern angesagt. In aufblasbaren Anlagen kann man seine Baseballkünste testen und sich als Batter (Schlagmann) oder Pitcher (Werfer) versuchen. Sie wurden von der MLB ausgeliehen – Amerikas Topliga. Die Major League Baseball ist mit ihrem Logo auf dem ganzen Gelände präsent.

    Die Essstände aber bieten mit Raclette und Bratwurst einheimische Kost. «Das haben wir bewusst schweizerisch gehalten», sagt OK-Chef Raphael Bienz, «wir wollten keine Amerikanisierung. Die EM soll auch ein bisschen Quartierfest sein.» Das OK arbeitete darum auch mit dem Sportamt der Stadt Zürich sowie dem Quartierverein Schwamendingen zusammen. «Unser Ziel ist, den Leuten den Sport näherzubringen, ihnen zu zeigen, was Baseball ist», sagt Bienz. Darum sind Festmeile und Fanzone auch frei zugänglich. Dreimal findet in dieser Woche auch im Rahmen des Ferienplauschs von Pro Juventute ein Training für Kinder mit Spielern des Nationalteams statt.

    Der spezielle Spielfluss

    Baseball wird in der Schweiz schon seit über 30 Jahren gespielt. Seinen exotischen Status ist es aber nicht losgeworden. Heute sind 800 Aktive lizenziert, zum Vergleich: Im Fussball sind es rund 260 000. «Vor zehn Jahren waren wir froh, dass wir 14 Leute hatten, die mitspielten», sagt Tobias Siegrist, der Catcher (Fänger) des Schweizer Nationalteams. Baseball habe einen speziellen Spielfluss. «Du wartest lange, bis etwas passiert, aber ob etwas passiert, ist nie sicher», sagt Siegrist. Vielleicht sei es den Schweizern darum zu langatmig.

    Die Nationalliga hat sich in den letzten Jahren allerdings stark weiterentwickelt. Das Material wurde besser, die Leistungsdichte höher, und mittlerweile wird auch das Know-how importiert. «Die meisten NLA-Clubs verfügen über einen amerikanischen Spieler-Trainer, der das Spiel drüben gelernt hat und nun in der Schweiz arbeitet», erklärt Nationalspieler Andi Rüesch. Auch der Coach der Schweizer, Andy Fleischacker, ist in New York geboren. Er ist der einzige Profi im Team und kümmert sich zudem um den Nachwuchs sowie das NLA-Team Therwil Flyers.

    Sportlich ist das Ziel dieser EM für die Schweiz klar: der Turniersieg und damit der Aufstieg in den A-Pool. Dann würde sie zu den besten 12 Teams in Europa gehören, könnte nächstes Jahr an der A-EM teilnehmen und wäre auch zur WM-Qualifikation zugelassen. In der Weltrangliste des internationalen Verbandes belegt sie momentan den 53. Platz. An Europas Spitze steht Holland, das vor zwei Jahren Weltmeister wurde, gefolgt von Italien und Deutschland. An verschiedenen Länderturnieren haben sich die Schweizer für die EM vorbereitet. Auch im Fitness- und im Mentalbereich wurde gearbeitet.

    Für das erste Spiel des Schweizer Teams sind alle 1000 Plätze des Stadions besetzt. 2010 wurde es umgebaut und ist nun der einzige Schweizer Ballpark mit internationalen Standards. In der Abendsonne ist Grossbritannien der Auftaktgegner. Die Fans winken mit ihren Fähnchen, und sogar die ukrainischen Nationalspieler, die sich auf der Tribüne versammelt haben, machen mit. Jeder Strike (erfolglose Schlag) des Gegners wird frenetisch bejubelt, und auch der FirstBase-Coach wird angefeuert. Die meisten Zuschauer sind selbst in einem Club, kennen sich untereinander, und so erinnert auch die Stimmung im Stadion ein wenig an ein Quartierfest. Am Ende verloren die Schweizer gegen das stärkste Team im Turnier 5:14. Bis zum allfälligen Final am Samstag spielen sie noch viermal.


    © Tages Anzeiger

    Zitat von Simms

    Tüpfeds dr Ball au so wenig wie ide MLB? Oder sind pitcher schlechter, so dassmer au mal meh wie 10 runs imne 4h Spiel gseht?

    Ha ha :razz:

    Bin mal Phillies vs Dodgers go luege......0:1 am Schluss.....und de Homer hani erscht no verpasst, isch ganz am Ahfang vom Spiel gsi, bin no underwägs zum Platz gsi...... :evil:

    Zitat von Champs-de-Mars


    auch wenn es Auswärts fast schon zu stark in Richtung Rotblau geht

    :nick:

    Die Leistung bis jetzt ist gut.

    Der Grund ist u.A. dass alle Teams ausser Basel und Bern klamm sind, somit wirkt sich unser eigener Sparkurs nicht negativ aus.

    Hinter Basel (und YB?) ist somit Platz drei möglich und sollte das Ziel sein.

    Bis jetzt ist man auf gutem Weg!