Beiträge von Larry
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Ein sehr interessanter Film wie ich meine:
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Zitat von Vladi19
Irgendwie gfalled mier all andere Projekt besser... http://www.zsclions.ch/home/multimedi…-of-dreams.html
Mir auch, aber ich bin froh wenn irgend ein Stadion kommt!
Was mich aber
sind die Aussagen im Tagi von heute:Bisher hofften die Lions und Volero, sie könnten 2017 das erste Spiel im neuen Stadion anpfeifen. Nun ist die Rede von 2019 oder 2020. Dafür gibt es mehrere Gründe, die wichtigsten sind die Kulturlandinitiative – und ein Millionenloch im Businessplan. Die Stadt hat sich zwar dazu bereit erklärt, eine Defizitgarantie von maximal 2,5 Millionen Franken pro Jahr zu übernehmen. Aber das reicht laut Peter Zahner nicht, für einen ausgeglichenen Betrieb des Stadions fehlen mindestens 1,5 Millionen Franken pro Jahr. Die Krux: Die privaten Investoren, welche die Clubs um sich geschart haben, geben keine definitiven Zusagen ab, solange dieses Loch nicht gestopft ist. «Wir müssen dieses Defizit wegbekommen – sonst können wir das Stadion nicht bauen», sagt Peter Zahner. Die Clubs diskutieren deshalb darüber, wo man beim Stadion sparen könnte, ein günstigeres Projekt bedeutet weniger Schuldzinsen und damit tiefere Betriebskosten. Es gehe nun ans Abwägen, sagt Zahner: «Wir könnten zum Beispiel auf die Tiefgarage verzichten, aber damit riskieren wir ein Verkehrschaos in Altstetten. Oder wir streichen einige Garderoben – dann haben wir sofort ein Platzproblem.»
:roll:
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Ein Playoff-Duell mit Pfiff und umstrittenen Pfiffen
Der ZSC will in Davos zum 3:3 ausgleichen. Im Fokus steht auch Referee Reiber.
Von Simon Graf
«Wahrscheinlich musst du etwas masochistisch veranlagt sein für diesen Job», sagte Schiedsrichter Brent Reiber einmal. «Du bist der Aussenwelt völlig ausgeliefert. Im Berner Allmendstadion sitzen 15 000 Menschen in meinem Büro.» In der Tat eine beängstigende Perspektive, wenn einem so viele bei der Arbeit über die Schulter schauen. Heute sind es in der Davoser Vaillant-Arena, wenn Reiber mit Marco Prugger Spiel 6 zwischen dem HCD und den ZSC Lions leitet, zwar maximal 6836, doch diese plus die Direktbeteiligten werden seine Pfiffe peinlich genau beurteilen. Denn die Schiedsrichter sind in dieser hitzigen Serie in den Mittelpunkt gerückt worden.
Del Curto wollte kein Powerplay
Nach Spiel 4 in Davos, in dem die ZSC Lions alle drei Gegentore während der Fünfminutenstrafe gegen Blindenbacher (das Urteil, ob er weiter gesperrt wird, fällt heute) zugelassen hatten, war man bei den Zürchern aufgebracht über die Spielleitung und machte daraus kein Geheimnis. Am Dienstag im Hallenstadion hatte nun Arno Del Curto seinen grossen Auftritt. Als seine Davoser in der 48. Minute ihr erstes Powerplay zugesprochen erhielten, zitierte er Referee Danny Kurmann zu sich und redete, Nasenspitze an Nasenspitze, wort- und gestenreich auf ihn ein. Er habe Kurmann nur mitteilen wollen, dass er so spät gar nicht mehr mit dem Powerplayspielen beginnen wolle, verriet er danach einem verdutzten Bündner Radioreporter.
Del Curto sagte sogar: «Ich überlegte mir, ebenfalls nur vier Feldspieler aufs Eis zu schicken. Aber weil das nur wieder Theater gegeben hätte, verzichtete ich darauf.» Wäre es statt 0:5 nur 0:1 oder 0:2 gestanden, der HCD-Coach hätte solche Gedankenspiele bestimmt nicht angestellt. Kurmann sah davon ab, Del Curto für seine Schimpftirade zu bestrafen. «Ich kenne ihn schon lange», sagt der Unparteiische. «Es war nichts Bösartiges, ich habe mich nicht bedroht gefühlt. Man kann diese Szene wohl unter Frustbewältigung abbuchen.» Als konstruktiven Dialog mochte er das Zwiegespräch, das live im Schweizer Fernsehen übertragen wurde, indes nicht bezeichnen.
Bei den ZSC Lions glaubt man, Del Curto habe eine Strafe provozieren wollen, um die These der Benachteiligung seines Teams, die er gerne mathematisch begründet, zu stützen. Die Beziehung unter den beiden Traditionsclubs, die ohnehin schon strapaziert ist, hat im Verlaufe dieser Serie weiter gelitten. Es ist aber nicht das einzige Duell dieser Viertelfinals, das in einer aufgeheizten Atmosphäre stattfindet. «Es herrscht ein seltsames Klima in diesem Jahr», stellt Kurmann fest. «Das Playoff ist immer hektisch, aber diesmal ist es extrem. Jeder Entscheid wird hinterfragt, auch wenn er korrekt ist.»
Für Kurmann geht es heute mit dem Spiel Lugano gegen Zug weiter. Seit vier Jahren lässt Schiedsrichterchef Reto Bertolotti die Referees rotieren und ist überzeugt, gut damit zu fahren. Denn so könnten Spielleiter und Mannschaften die Partien jeweils wieder unbelastet angehen. Bei Reiber trifft dies indes nur bedingt zu. Denn Del Curto hatte sich vor Playoff-Start in einem Interview mit der «Südostschweiz» über den kanadischstämmigen Schiedsrichter ausgelassen, ihm vorgeworfen, Kanadier (wie ZSCCoach Marc Crawford) zu bevorzugen.
Je länger, desto disziplinierter?
Bertolotti wird das Gefühl nicht los, dass die Versuche, die Unparteiischen unter Druck zu setzen und zu beeinflussen, in diesem Jahr ausgeprägter sind als früher. Der Schiedsrichterchef hofft, dass sich sein Eindruck aus früheren Jahren bestätigt: «Die Erfahrung zeigt, dass je länger eine Serie geht, desto disziplinierter die Teams werden. Die Spiele 1, 2 und 3 sind besonders heikel, weil es da gilt, das Revier abzustecken, zu zeigen, wer der Herr im Haus ist.» Aber wenn man in die Phase komme, in der ein Fehler oder eine Strafe die Serie entscheiden könne, gingen alle kontrollierter vor.
Bertolotti sagt: «Wichtig ist, dass die Spieler die Serien entscheiden, nicht die Schiedsrichter.» Eine Aussage, die wohl ausnahmsweise bei allen auf Zustimmung stossen dürfte.
© Tages Anzeiger
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Ein NHL Team erfolgreich (!) zu managen mit dem Salary Cap ist eine Kunst und der GM der wichtigste Mann, nicht etwa der Coach!
Detroit hat hinten Probleme, wie andere Teams auch, denke da vor allem an Tampa.
Wie die beim Spiel gegen Boston die ersten zwei "Schüsse" auf ihr Tor gleich kassiert haben... :roll:
Was nützt ein Stamkos der jedes Jahr riegelt wie ein Verrückter, wenn man wohl wieder die PO's verpasst?
Wird interessant sein was Ligaweit alles so geht!
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Der ZSC zurück in den Top Ten (9.), die NLA ist die Nummer 1 in Europa!
http://www.iihf.com/home-of-hockey…Hash=85da1c3b06

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Zitat von Simms
So die ersten Bilder auf Tagi sind online:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/…/story/13312410Mir gefällts nicht besonders, aber es ist anhand der Bilder auch schwer vorzustellen, wie es dann wirklich aussieht. Und die Hockeyarena sieht viel kleiner als 12'000 Zuschauer-Kapazität aus.
Ich finds gut und es ist wichtig dass es kommt!
By the way, für das Geld würde man hier eine NHL Arena hinstellen.....aber das gleiche Problem haben wir ja auch beim Fussballstadion....Schweiz halt!
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Tore und neues Leben für den ZSC
Die Zürcher wehrten mit einem 5:1 den ersten Davoser Matchpuck ab. Fortsetzung folgt morgen Donnerstag.
Von Simon Graf, Zürich
Der Klassiker geht in die nächste Runde. Die Vorteile liegen immer noch beim HCD, der morgen Donnerstag in der Vaillant Arena mit einem Heimsieg in den Halbfinal einziehen kann. Aber die ZSC Lions haben in dieser Serie, in der zuvor beinahe alles gegen sie gelaufen war, wieder neues Leben. Mit einem 5:1 wehrten sie vor über 10 000 Zuschauern im Hallenstadion den ersten Matchpuck auf eindrückliche Weise ab. Allerdings brauchten sie auch diesmal wieder eine Lawine von Chancen, bis sie endlich jubeln durften. Kenins verwertete in der 23. Minute einen Abpraller nach einem Pfostenschuss Geerings zum 1:0 – und beendete damit die torlose Dürrezeit der Zürcher im Hallenstadion nach 108 Minuten und 32 Sekunden.
Die ZSC Lions schienen von diesem seltenen Ereignis zunächst selber etwas überrascht und brauchten das 2:0 Monnets (26.), um wirklich zu glauben, dass es hier möglich ist, Genoni zu bezwingen. Der HCD gestaltete sein Spiel danach aktiver und die Partie wogte hin und her, bis Lehtonen kurz vor der zweiten Pause mit einem Ablenker im Powerplay das 3:0 gelang. Es war die Entscheidung gegen einen gewohnt kämpferischen, aber etwas biederen HCD. Die Davoser vermissten nicht nur Reto von Arx, sondern auch Wieser, der sich im Verlaufe von Spiel 4 verletzt hat, die Partie aber fertigspielte. Ob es gravierend ist, wird man morgen sehen. Jedenfalls fehlte ohne diese beiden eine Paradeformation der Bündner.
Klassische Playoff-Tore
Aber die Partie hätte auch in eine ganz andere Richtung laufen können, wenn Flüeler in der Anfangsphase nicht gegen Dvorak (1.) und Sykora (6.), die alleine auf ihn zustürmten, bravourös pariert hätte. Die Zürcher brauchten diese Paraden und sie brauchten ihre Tore, um in ihrer Spielweise bestärkt zu werden. Auffällig war, von wo sie die ersten drei Treffer erzielten: im Umkreis von einem Meter ums Tor. «Ich war sehr zufrieden damit, wie wir diesmal Leute vors Tor brachten», sagte Coach Marc Crawford, der sich betont nüchtern gab. «So schiesst man im Playoff Tore. Man drückt Rebounds über die Linie oder lenkt den Puck ab. So müssen wir weiter spielen.» Der Kanadier bezeichnete das Startdrittel, in dem sein Team 19:11 Torschüsse verzeichnete, als bestes in der Serie.
Es dürfte den ZSC Lions auch gut getan haben, dass endlich auch das Powerplay zu funktionieren begann. Nachdem die Zürcher im ersten Abschnitt in zwei Minuten doppelter Überzahl nichts zustande gebracht hatten, reüssierten Lehtonen sowie Monnet (44.) mit einem sehenswerten Schuss ins Lattenkreuz. In Abwesenheit des gesperrten Blindenbacher überzeugte der junge Hächler. Er blieb in der eigenen Zone fehlerfrei und überraschte in der Endphase sogar mit einem krachenden Check gegen Forster auf offenem Eis.
Entscheid im Fall Blindenbacher
Aber natürlich hätten die Zürcher für Spiel 6 Blindenbacher gerne wieder zur Verfügung. Einzelrichter Reto Steinmann dürfte heute entscheiden, ob der ZSC-Verteidiger noch weitere Sperren absitzen muss. Reto von Arx machte die Reise nach Zürich nicht mit. Der HCD hat klar kommuniziert, dass der Davoser Lenker in diese Serie nicht mehr eingreifen wird. Allerdings ist man sich vom zähen Emmentaler einiges gewohnt. Im letztjährigen Playoff kehrte er trotz eines gebrochenen Mittelfingers für Spiel 4 zurück aufs Eis. Playoff ist, wenn man trotzdem spielt.
© Tages Anzeiger
---------------------------------------------ZSC Lions
Das Jonglieren mit den Emotionen
Von Silvan Schweizer, Zürich
Gleich neben dem Durchgang zur Garderobe hatten die ZSC-Fans vor diesem Match, der das frühzeitige Saisonende hätte bedeuten können, ein Banner aufgehängt. Immer wenn die Spieler von ihrer Bank hochblickten, sahen sie es und wurden daran erinnert, was ihr Auftrag in den nächsten Tagen sein wird und womit sie nun beginnen sollten: «Chered die Serie!»
Das 5:1 war ein erster Schritt. Und ein Muntermacher für das Zürcher Publikum, das noch die meisterlichen Nächte vom Vorjahr im Kopf hat. Es verwandelte das Rund in der Schlussphase in ein Meer aus blau-weissen Fahnen. Und aus den Boxen dröhnte die Hymne der Toten Hosen: «An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit.»
Goalie Flüeler sprach danach von einer Erlösung, dass nun das Chancenplus endlich in Tore umgemünzt worden sei. Captain Seger lobte das Team für seine Geduld: «Die letzten Spiele bargen viel Frustpotenzial. Trotzdem blieben wir ruhig und wurden belohnt. Wir liessen keine negativen Emotionen aufkommen.» Aufregung hatte sich dafür bei Sportchef Salis angestaut, der schon am Samstag wegen der Matchstrafe gegen Blindenbacher angesäuert war und nun über HCD-Coach Del Curto schimpfte. Dieser hatte im Schlussdrittel Referee Kurmann mit einer Wutrede eingedeckt: «Es kann doch nicht sein, dass das Strafenverhältnis in einem solchen Spiel bei 1:7 steht.» Salis wiederum stiess sauer auf, dass nur kurz nach diesem Intermezzo drei kleine Strafen gegen den ZSC gepfiffen wurden: «Das ist doch Mafia!»
Die grössten Emotionen wurden also für einmal erst nach dem Spiel entfacht. Aber Captain Seger mahnte: «Genauso wie wir nun aus dem Tief kamen, dürfen wir uns nun nicht in einem Hochgefühl wähnen.» Es nutzte nichts: Der Speaker jedenfalls kündigte ohne eine Spur von Zweifel das siebte Viertelfinalspiel vom Samstag als das nächste ZSC-Heimspiel an. Dabei könnte dieses auch erst im September stattfinden. Aber daran wollte im Hallenstadion niemand denken.
© Tages Anzeiger
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Zitat von sloggi
das beste drittel das ich im ch hockey seit jahren gesehen habe. geiles spiel.Scheint der Live Ticker Heini also nicht zu übertreiben:
Hochklassiges, temporeiches erstes Drittel im Hallenstadion. Der ZSC erspielt sich hochkarätige Chancen im Minutentakt, Genoni hält alles, was auf ihn zugeflogen kommt. Aber auch der HC Davos ist stets gefährlich und vermag immer wieder Nadelstiche zu setzen. Dvorak und Sykora tauchen beide alleine vor dem Tor auf, Flüeler hält seinen Kasten rein.
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Samuelsson und andere Heroen
Die ZSC Lions schicken sich im Viertelfinal gegen den HC Davos an, ihren 1:3-Rückstand in ein 4:3 umzuwandeln. Neun Mannschaften ist dieses Kunststück schon gelungen – ein Rückblick in Episoden.
Von Simon Graf
Die Lage der ZSC Lions vor dem heutigen Heimspiel gegen den HCD ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Ein 1:3 holten sie schliesslich schon im letztjährigen Final gegen den SCB auf. Seit 1997/98 die Formel «Best of 7» eingeführt wurde, gelang dies schon neun Teams – drei davon sogar nach einem 0:3. Nachfolgend ein Blick auf die spektakulären Wenden: Die ZSC Lions waren viermal beteiligt – je zweimal als Sieger und als Verlierer.
01: Lugano - ZSC Lions 3:4 (3:1) Wende dank Samuelsson . ZSC-Sportchef Simon Schenk bewirkt nach dem 1:3-Rückstand im Final mit sanftem Druck auf Coach Larry Huras die Rückkehr von Morgan Samuelsson. Der Schwede, der einen Monat zuschauen musste, bringt an der Seite von Zeiter und Micheli den Schwung zurück, die Zürcher gewinnen 6:3, 5:1 und Spiel 7 dank Samuelssons goldenem Tor zum 2:1 in der Verlängerung. «Ich habe immer gewusst, was ich kann», sagt der Meisterschütze danach.
04: Lugano - ZSC Lions 4:3 (1:3) 79 Sekunden fehlten . Die ZSC Lions greifen gegen ein starkes Lugano in Spiel 6 im Hallenstadion nach dem Finaleinzug. Als Zeiter in der 58. Minute zum 3:2 trifft, scheint es geschafft. Doch Huras, inzwischen Lugano-Coach, ersetzt Goalie Rüeger, Peltonen gleicht 79 Sekunden vor Schluss aus und Maneluk trifft in der Overtime. Das umkämpfte Spiel 7 gewinnen die Tessiner 4:2.
06: Lugano - Ambri 4:3 (0:3) Kreis, der Retter . Lugano gelingt es in extremis, die Mutter aller Niederlagen abzuwenden. Im Tessiner Viertelfinal gerät der Favorit 0:3 in Rückstand, in Spiel 4 in der Valascia geht Ambri viermal in Führung und verliert noch 4:5. Damit ist der Widerstand des «Kleinen» gebrochen, Lugano stürmt in der Folge zum Titel. Zum Mann der Wende wird Harold Kreis, der das Steuer nach dem 0:2 im Viertelfinal übernommen hat.
07: Zug - Lakers 4:3 (0:3)
Zuger Kraftakt . Erneut reicht ein 3:0-Vorsprung nicht, diesmal der Lakers im Viertelfinal gegen den EVZ. Die Zuger Schlüsselspieler wirken ausgebrannt – und finden doch noch die Kraft zu einer grossen Wende. Das vierte Spiel gewinnen die Zentralschweizer nach Penaltys, danach fegen sie die Lakers mit 17:6 Toren weg. Doch damit haben sie ihre Reserven aufgebraucht – im Halbfinal gegen den SCB sind sie chancenlos.
07: Davos - ZSC Lions 4:3 (1:3) Sulanders fatale Verletzung . Die ZSC Lions scheinen nach ihrer verpatzten Qualifikation auf bestem Weg in den Halbfinal, deklassieren Davos in Spiel 4 5:2 und verschaffen sich so drei Matchpucks. Doch eine Szene in der Schlussphase erweist sich als entscheidend: Ari Sulander erleidet eine Adduktorenverletzung und wird fortan durch Reto Berra ersetzt, der schon beim HCD unterschrieben hat. Der 20-Jährige gibt sich grosse Mühe, ist aber nicht der Rückhalt, den das Team braucht. Davos stürmt in den Halbfinal und zum Titel.
08: Zug - Davos 3:4 (3:0)
Der stolze Meister . Sechsmal entscheidet in diesem Viertelfinal nur ein Tor, viermal erst in der Verlängerung. Zuerst steht das Glück dem EVZ bei, der 3:0 in Führung geht. In den Spielen 5 und 6 fehlt den Zugern in der Overtime nur ein Tor – doch zweimal trifft Riesen. Das Entscheidungsspiel gewinnt der stolze Meister dann 4:0. Im Halbfinal gegen die ZSC Lions ist aber Endstation.
09: Davos - Fribourg 4:3 (1:3) Riesens letzter Tango . HCD-Stürmer Michel Riesen, der bei den Lakers unterschrieben hat, will seinen Abgang so lange wie möglich hinauszögern. Und leitet so im Halbfinal gegen Fribourg nach einem 1:3-Rückstand die Wende ein. Dem Flügel gelingt in Spiel 5 das Siegestor nach 59:47, er trifft auch in Spiel 7 und bleibt danach noch sieben weitere Partien – bis zum Davoser Meistertitel im Maximum von 21 Playoff-Spielen.
10: Servette - Fribourg 4:3 (1:3) Malik, nicht Sprunger. Wieder verspielt Gottéron einen 3:1-Vorsprung, diesmal schon im Viertelfinal. In der Overtime von Spiel 5 fehlt den Freiburgern eine gelungene Aktion, doch es ist nicht Sprunger oder Bykow, der trifft, sondern der Genfer Verteidiger Malik. Danach setzt sich die grössere Klasse der Servettiens durch. Sie kämpfen sich bis in den Final und dort in ein siebtes Spiel, das sie gegen den SCB verlieren.
12: Bern - ZSC Lions 3:4 (3:1) Auftritt des Kaminfegers . Als die ZSC Lions im Final gegen den SCB 1:3 zurückliegen, hat Kaminfeger und Kloten-Fan Ueli Mühlebach Mitleid mit ihnen, besucht sie im Training und beschenkt sie mit «Glücksräpplern». Diese verfehlen ihre Wirkung nicht: Seger trifft in der Overtime von Spiel 5, Spiel 6 ist eine ZSC-Gala, in Spiel 7 trifft McCarthy zwei Sekunden vor Schluss zum 2:1. Sehr zur Freude des Kaminfegers, der inzwischen zum Medienstar geworden ist. Mühlebach verteilt vor der entscheidenden Partie sogar Münzen an die Berner, allerdings mit dem Zusatz: «Die sind erst morgen gültig.»
© Tages Anzeiger
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Springflut der Gefühle
Ein Faustschlag Blindenbachers gegen Reto von Arx entschied Spiel 4. Davos führt gegen die ZSC Lions 3:1, weil es seine Emotionen besser managt.
Von Simon Graf
Die ZSC Lions sind wahrscheinlich nicht die schlechtere Mannschaft in diesem Viertelfinal gegen Davos. Sie hatten mehr Torchancen, haben läuferisch und technisch Vorteile. In den letzten beiden Partien hatten sie deutlich mehr Spielanteile. Trotzdem haben sie beide verloren und liegen in der Serie 1:3 zurück. Weil sie weniger effizient und clever sind. In Spiel 3 lancierte Lashoff die Davoser mit einem frühen Eigentor, Spiel 4 verloren sie wegen einer ungeschickten Aktion Blindenbachers. Der Verteidiger traf Reto von Arx bei einer Rempelei mit einem Faustschlag im Gesicht und kassierte eine 5-MinutenStrafe, während der die Bündner alle Tore zum 3:2-Sieg erzielten.
Es war eine Niederlage, die schmerzte. Und nach der die Emotionen überkochten. Coach Marc Crawford warf in den Katakomben des Davoser Eisstadions mit Kraftausdrücken um sich, auch Sportchef Edgar Salis war aufgebracht, die Zürcher Spieler rangen um Fassung. Mit etwas Distanz stellte Captain Mathias Seger gestern fest: «Es ist verständlich, dass die Schiedsrichter bei von Arx nach dem Unfall Ronny Kellers heftiger reagierten als sonst. Und so, wie es aussieht, hat von Arx ja auch eine gröbere Verletzung erlitten. Es war emotional. Davos ging gut mit dieser Situation um, ganz im Gegensatz zu uns. Eine 5-Minuten-Strafe kann es geben, aber drei Tore in fünf Minuten darf es nicht geben.»
Von Arx verpasst Entscheidung
Vielleicht hätte es geholfen, wenn Crawford mit einem Timeout eingegriffen und beruhigt hätte. Doch auch die Drittelspause vermochte den Lauf der Dinge nicht aufzuhalten. HCD-Arzt Walter Kistler gab bezüglich von Arx nach ersten Untersuchungen am Samstagabend Entwarnung. Der Center hat sich die Halswirbelsäule gestaucht, gebrochen ist nichts. Gestern wurde von Arx, der massive Schmerzen im Nackenbereich hatte, nochmals genauer untersucht. Er hat gemäss Kistler auch eine Erschütterung des Rückenmarks erlitten und kann im Viertelfinal nicht mehr spielen. Blindenbacher verpasst wegen seiner Matchstrafe mindestens Spiel 5. Möglich ist, dass er darüber hinaus gesperrt wird.
«Es war ein Foul», räumte Salis nach Studium der TV-Bilder ein. «Sie gehen aufeinander los, und Blindenbacher schlägt zuerst zu. Wenn er zwei Sekunden gewartet hätte, hätte es ihn erwischt.» Was er allerdings nicht nachvollziehen könne, so der Sportchef, dass danach Joggi ungestraft auf Blindenbacher habe einprügeln dürfen. In der Tat drückte das Schiedsrichterduo Massy/ Mandioni bei der Davoser Selbstjustiz beide Augen zu. «Es war ein sehr gutes Spiel, das von vier überforderten Unparteiischen geleitet wurde», kritisiert Salis. Crawford war auch deshalb so aufgebracht, weil Massy die Zürcher 20 Sekunden vor Schluss noch mit einer 2-Minuten-Strafe wegen Spielverzögerung belegte, weil diese Bastl durch Wick ersetzen wollten. «Das war eine persönliche Abrechnung Massys», glaubt Salis.
An Emotionen dürfte es also nicht fehlen, wenn die beiden Teams morgen im Hallenstadion auflaufen. Die Frage ist, wer es schafft, diese besser zu kanalisieren. In dieser Beziehung war der HCD bislang klar überlegen.
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NLA-Playoff Wieso die letztjährigen Finalisten ZSC Lions und SC Bern bereits vor dem Aus stehen. Von Simon GrafWenn Eishockey kein Spiel mehr ist
Die ZSC Lions und der SC Bern lieferten sich im Frühjahr 2012 eine hochstehende und mitreissende Finalserie. Nach einer durchzogenen Qualifikation, in der sie auf Rang 5 und 7 gelandet waren, erwachten die schlafenden Riesen im Playoff. In diesem Winter nun waren der ZSC und der SCB von Beginn weg in der Spitzengruppe dabei, begeisterten oft mit ihrer Spielkunst. Und weil Qualifikationssieger Gottéron noch nicht bewiesen hat, dass es Playoff-tauglich ist, tippten viele Beobachter auf einen neuerlichen Final zwischen Bernern und Zürchern.
Vier Spiele sind im Playoff absolviert, und schon sieht wieder alles anders aus. Der SCB liegt gegen Servette 1:3 zurück, die ZSC Lions gegen Davos ebenso. Die nächste Niederlage im Viertelfinal ist für beide Favoriten das Ende. Es zeigt sich wieder einmal: Was in den sechs Monaten zuvor war, ist keine Garantie für die entscheidende Meisterschaftsphase. Es lässt sich sogar sagen: Eine gelungene, harmonische Qualifikation birgt die Gefahr einer bösen Überraschung im Playoff. Das mussten im vergangenen Jahr die Davoser und Zuger erfahren, die in Viertel- und Halbfinal gegen die lange strauchelnden ZSC Lions nicht einmal ein Spiel gewannen. Und Ähnliches erleben nun Zürcher und Berner.
Aber wieso ist das so? Es schadet keiner Mannschaft, im Verlaufe der Regular Season schwierige Situationen bewältigen zu müssen. Wenn dies gelingt, man nicht daran zerbricht, schweisst das ein Team zusammen, ist das ein heilsamer Lernprozess. Die ZSC Lions verloren in dieser Saison nie öfter als zweimal nacheinander, der SCB steckte den Abgang seiner drei
NHL-Verstärkungen auf imponierende Weise weg. Beiden ging vieles fast zu einfach, und bei beiden schien man zu glauben, dass es schon gut komme, wenn man im Playoff weiterspiele wie zuvor. Das ist ein fataler Fehler. Denn wenn es um den Meisterpokal geht, ist anderes Eishockey gefragt als in den 50 Runden zuvor.
Man muss bereit sein, um jeden Zentimeter Eis zu kämpfen. Man muss den Gegner zermürben mit einer Lawine von Checks, das Hoheitsgebiet vor dem eigenen Tor mit Autorität verteidigen, dem gegnerischen Goalie die Sicht nehmen und ihn konstant bedrängen. Im Playoff ist Eishockey kein Spiel mehr, sondern ein Kampf. Ein Hahnenkampf. Es gewinnt, wer nicht nachgibt, immer wieder nachhakt, sich nicht einschüchtern lässt. Tore werden kaum mehr herauskombiniert, sondern erzwungen. Freies Eis trifft man höchstens noch im Powerplay an. Man braucht im Playoff Spieler mit Ecken und Kanten, die alles tun für den Sieg. Und die sich für die Mannschaft aufopfern.
Wer im Playoff mit spielerischen Mitteln gewinnen will, muss diesbezüglich schon klar überlegen sein. Das war vielleicht der HC Lugano in den Achtzigerjahren, heute ist das kein Team mehr. SCB und ZSC Lions stehen mit dem Rücken zur Wand, jetzt haben sie, die mit hohen Ansprüchen ins Playoff gestartet sind, nichts mehr zu verlieren. Möglich, dass dies bei ihnen nochmals Kräfte freisetzt. Drei der letzten sieben Meister – Lugano 2006, Davos 2009, die ZSC Lions 2012 – mussten auf dem Weg zum Titel ein 1:3 oder sogar ein 0:3 aufholen. Wenn man es im Playoff versteht, eine Serie in extremis zu wenden, ist man danach umso gefestigter, gefährlicher. Wenn.
© Tages Anzeiger
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