ZSC ohne Cunti, Trachsler (geschont), Blindenbacher, Stoffel, Seger, Schnyder, Bühler (verletzt).
ZSC-Verteidiger Severin Blindenbacher dürfte am Mittwoch gegen die SCL Tigers fehlen.
Q: Tagi
ZSC ohne Cunti, Trachsler (geschont), Blindenbacher, Stoffel, Seger, Schnyder, Bühler (verletzt).
ZSC-Verteidiger Severin Blindenbacher dürfte am Mittwoch gegen die SCL Tigers fehlen.
Q: Tagi
HCD-Goalie-Legende Richi Bucher ist tot!
http://www.blick.ch/sport/eishocke…-id2025868.html
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scho wieder: das isch keis Alter!!!!! ![]()
Es geht wieder los! ![]()

Fanterror im Fussball Beim 1. FC Köln flüchtete ein Spieler aus seinem Vertrag, weil ihn Fans massiv bedrohten. Von Christian Andiel
Geistige Brandstiftung
Der Fussballspieler Kevin Pezzoni (23) hat seinen Vertrag mit dem 1. FC Köln aufgelöst. Das wäre noch keine Meldung wert, Pezzoni ist kein Star, Köln am Ende der 2. Bundesliga. Trotzdem hat diese Nachricht im deutschen Fussball für Aufsehen gesorgt. Denn Abwehrspieler Pezzoni wurde von Fans seines Clubs massiv bedroht, fünf lauerten ihm vor seiner Wohnung auf, an seinem Auto klebten Zettel mit eindeutigen Drohungen. Pezzoni flüchtete aus der Stadt. «Wenn ein Spieler Angst haben muss, auf die Strasse zu gehen, sind Grenzen überschritten», sagte Kölns Trainer Holger Stanislawski.
Die Kölner Fans sind berüchtigt. Als im Frühjahr der Abstieg drohte, hängten sie am Trainingsplatz ein Plakat auf: «Wenn Ihr absteigt, töten wir Euch.» Verteidiger Christian Eichner gestand im Nachgang zum Skandal um Pezzoni, dass er das Stadion einmal im Kofferraum des Autos seiner Eltern verlassen hatte. Man muss nicht an den Suizid von Hannovers Goalie Robert Enke denken, um fassungslos zu sein.
Fans, namentlich Ultras, die so sehr an der Legende arbeiten, dass gerade ihnen der Fussball eigentlich gehört; dass sie der bunte, anarchische, kreative Gegenpol zu Typen in Nadelstreifen, Technokraten und Geschäftemachern in diesem Business sind: Sie sind Totengräber, sie sind mancherorts daran, aus dem Fussballspiel auch den letzten Spielgedanken zu verbannen. Sie tun so, als seien erst die Bengalos erfunden worden, dann der Fussball, und deshalb gebe es eine Art Grundrecht darauf, mit 1000 Grad heissen Fackeln herumzufuchteln. Und wird eine davon gezielt in den gegnerischen Fanblock oder Richtung Spieler geworfen, sind das eben Einzeltäter. So wie die fünf Idioten, die Pezzoni vor seiner Wohnung auflauerten. Klar, auch Amokläufer sind meist Einzeltäter.
Oh, was werden sie jetzt wieder aufbrausen ob dieses Vergleiches. Aber wer die Blogs rund um den 1. FC Köln gelesen hat, der weiss, wie gehässig und bedrohlich der Ton gegen Pezzoni schon seit Monaten ist. Von «geistiger Brandstiftung» schrieb einer derjenigen, der offenbar noch alle Tassen im Schrank hat. Wenn das Kölner Boulevardblatt «Express» von einer «widerlichen Bedrohung» von «fünf Chaoten» spricht, sind das die gleichen Journalisten, die Pezzoni jüngst nach jedem Fehler wortreich lächerlich gemacht haben. Sie haben ihn quasi zum Abschuss freigegeben, nun sind sie empört, dass jemand abdrücken wollte.
Es sind unheilige Allianzen, die sich im Milliardenbusiness Fussball gefunden haben. Vereine, die Angst haben, sich mit ihrem Anhang anzulegen, die vors Sportgericht gehen, wenn sie wegen Erstürmung des Platzes durch Chaoten vor halb leeren Rängen spielen müssen (wie etwa Köln). Medien, die für Auflage und Klickzahlen jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf treiben. Fans, denen es wichtiger ist, für Bengalos und gegen Sitzplätze zu demonstrieren, als dass sie die Übeltäter in ihrem Stehplatzsektor isolieren und anzeigen. Sie kennen die anderen, die Pezzoni bedrohten, sie kennen die Petardenwerfer, die Randalierer. Aber sie decken sie, weil sie in den VIP-Logen, in der Polizei, notfalls in der Fifa einen übergeordneten Feind sehen.
Neben der Schwarmintelligenz gibt es halt auch die Schwarmblödheit. Das wiederum führt dazu, dass die Menschen von einer Schwarmverantwortung nichts wissen wollen oder können.
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Lieber GC als Basel......aber kei Angscht, die werded nöd Meischter! :razz:
Ich wäre mit einem Punkt auch zufrieden.
Basel ist nicht mehr die Übermannschaft in der CH, Gott sei Dank!
Jetzt muss ein anderes Team Meister werden, ganz egal wer!
Zitat von zappa10Guter Kommentar dazu auf slapshot.ch:
wäre es ein Schweizer, hiesse es Weichei, der nach Europa zurückkehrt und den einfachen Weg geht. Aber weil es ein Schwede ist, ist es natürlich ein Star, der sich wieder für die NHL emfehlen will.
He he! :razz:
Was nervt: Für Schweizer Medien ist jeder der mal eine Sekunde drüben gespielt hat ein "NHL Star". :roll:
Zitat von snowcat
ein kompletter neuaufbau braucht nun mal mindestens ein halbes jahr. fringer in ruhe arbeiten lassen und die früchte (spätestens) in der rückrunde ernten. können keine geerntet werden, dann darf der trainer zum thema werden. vorher nicht. denn es wird noch etliche rückschläge geben bis weihnachten. den ersten schon in basel nächstes wochenende...
Ich sehe es auch so, dass es weitere Rückschläge geben wird.
Ob Fringer der richtige Mann für den FCZ ist und ob das Kader gut genug ist, da habe ich meine Zweifel.
Aber DeBaku Röfe kann mich ja eines Besseren belehren! :razz:
Zitat von Vladi19Was meinen die NHL-Experten zu Eggis Lock-out-Einschätzung?
Ich bin weit davon entfernt, ein Experte zu sein, aber ich teile seine Einstellung.
Die Spieler haben beim letzten Lockout auf der ganzen Linie verloren, und das wird auch diesmal so sein wenn sie sich quer stellen.
Darum wird es, wenn überhaupt, nur einen kurzen Lockout geben, wie in der NBA.
Lashoff ein Löwe - Salis: ''Wir sind bereit''
Lashoff ist nicht nur ein guter Techniker, sondern auch ein phsysischer Spieler
Der Verteidiger, letzte Saison noch in der Organisation der Toronto Maple Leafs engagiert, überzeugte Sportchef Edgar Salis mit seiner Physis und Technik. Damit ist das Ausländerquartett der Lions komplett und geht alles nach Plan, steht der Kader für die Titelverteidigung.
Der ehemalige Verteidiger meinte zu Lashoff: "Das Gesamtpaket hat uns überzeugt". Genauer führt er aus, dass der 25-jährige in seinen Augen nicht nur einen guten ersten Pass spielt und physisch stark ist, sondern auch über feine Hände und eine gute Technik verfügt.
Dennoch Fragezeichen
Dass der Amerikaner nur einen Einjahresvertrag erhielt, begründet Salis mit dessen langwierigen Knieverletzung, welche ihn fast die gesamte letzte Saison verpassen liessen. Auf gerade mal 9 Spiele plus 8 Play-Off Partien kam er in der AHL bei den Toronto Marlies, der Tochtermannschaft von ZSC-Partner Toronto Maple Leafs.
Lashoff ist mit Talent gesegnet und wurde 2005 in der ersten Runde an 22-igster Stelle von den Boston Bruins gedraftet. Für die NHL hat es ihm aber nie wirklich gereicht. Für die Bruins, Tampa Bay Lightning und zuletzt Toronto Maple Leafs kommt er auf insgesamt 74 Einsätze, die meiste Zeit verbrachte er in den jeweiligen Farmteams in der AHL.
Hoffnungsvoller ZSC ist bereit für die Mission "Titelverteidigung"
"Wir sehen das Potential in ihm und glauben, dass er sich noch weiter entwickeln kann", sagt Salis zu sport.ch. Obwohl der Verteidiger nicht den geplanten Weg gehen konnte, ist man in Zürich von seinem Talent überzeugt. Dass er zu Beginn Mühe mit der Kondition und den grösseren Eisfeldern in Europa haben wird, ist man sich bewusst.
Damit sei auch die Kaderplanung soweit abgeschlossen, sagt Salis auf Anfrage. Man plant in Oerlikon momentan nicht aktiv mit weiteren Zuzügen, auch nicht im Falle eines Lock-Outs. "So wie wir das sehen, würde der Lock-Out kurz sein, wir gehen momentan von sechs Wochen aus", äussert sich Salis über zum Thema. "Dazu Spekulationen anzustellen scheint mir unangebracht. Unser Kader ist für die Meisterschaft bereit". (ska)
Q: sport.ch
Verpflichtung Lashoff / Brulé verletzt
27.08.2012
Die ZSC Lions freuen sich, die Verpflichtung des 25-jährigen Verteidigers Matt Lashoff bekannt geben zu dürfen. Der US-Amerikaner, der bereits seit drei Wochen für ein Try-Out bei den ZSC Lions weilt, unterschrieb einen 1-Jahres-Vertrag.
Matt Lashoff spielte in der abgelaufenen Saison für die Toronto Marlies in der AHL (17 Spiele / 9 Punkte). Insgesamt absolvierte der Verteidiger 74 Spiele in der NHL, unter anderem für die Boston Bruins, Tampa Bay Lightning und die Toronto Maple Leafs, sowie 335 Spiele in der AHL.
Gilbert Brulé verletzt
Der kanadische Stürmer Gilbert Brulé hat sich am letzten Samstag beim European Trophy Spiel gegen Jokerit Helsinki eine Armverletzung zugezogen und fällt 2-3 Wochen aus. Er wird voraussichtlich den Saisonstart gegen die SCL Tigers am Mittwoch, 12. September 2012 verpassen.
Quelle: ZSC
Der FCZ dopt sich
Dank einem Penalty-Fehlentscheid konnten die Zürcher den FC Sion besiegen.
Von Ueli Kägi, Zürich
«Ein Plausch.» Das sei es, gegen Leader Sion zu spielen. So hatte das FCZ-Trainer Rolf Fringer vor dem Spiel gesagt. Und ein Plausch, das war es dann lange auch für den FCZ. Er führte ab der 35. Minute 1:0. Nur in der Schlussphase, da hielt sich die Freude dann in Grenzen. Da ging die Angst um, weil Sion mit vielen hohen Bällen Unruhe auslöste und der FCZ mehrere vorzügliche Kontergelegenheiten nicht zum Abschluss bringen konnte. Präsident Ancillo Canepa tigerte mit den Händen in den Hosensäcken auf der Tartanbahn des Letzigrunds umher. Rolf Fringer stand einsam vor der Bank. Und die Leidenden auf den Rängen schrien Schiedsrichter Wermelinger zu: «Pfiiff ändlich ab.»
Sions Ärger über das Gegentor
Nur einmal in sechs Spielen hatte der FCZ bis gestern gewonnen. Er habe deshalb keinen Druck gespürt, behauptete Fringer nach der Partie. Seine Geste bei Matchende, als er die Arme in den Himmel riss, sagte etwas anderes.
Der FCZ habe mehr Chancen gehabt und deshalb verdient gewonnen, urteilte Sébastien Fournier nach seiner ersten Niederlage im siebten Meisterschaftsspiel als Sion-Trainer. Nur: Wie der FCZ das entscheidende Tor erzielt hatte und wie Sion das erst zweite Gegentor der Saison hinnehmen musste, damit konnte sich Fournier nicht anfreunden. In der 34. Minute war es gewesen, als sich Sions Aislan im eigenen Strafraum den Ball von Gavranovic stehlen liess. Der brasilianische Verteidiger wollte seinen Fehler mit einem Tackling korrigieren und traf dabei auch deutlich den Ball. Wermelinger aber entschied auf Penalty.
Gavranovics Penalty-Schweigen
Gavranovic kommentierte später: «Ich muss nicht sagen, ob es ein Penalty war oder nicht. Wichtig sind die drei Punkte.» Drmic hätte den Elfmeter gerne verwandelt und hatte den Ball auch schon in den Händen – bis Chiumiento kam und die Aufgabe an sich riss. Chiumiento begründete sein Recht auf die Ausführung später schmunzelnd mit dem Alter. Die erfahrenen Spieler müssten in diesen Momenten den Mut zum Schuss haben.
Der FCZ hatte den Match vor dem 1:0 kontrolliert, und er tat das bis zur wechselvollen Schlussphase auch danach. Die Basis seines Spiels bildete die Defensive, das musste so sein, weil nach 6 Partien mit 11 Gegentoren nichts anderes zu Erfolg und Selbstvertrauen führt. Der Auftritt der Stadtzürcher vor gut 11 000 Zuschauern war selten spektakulär, aber immer solid und geprägt von der Solidarität, die Fringer so sehr verlangt hatte.
Beda, bisher Innenverteidiger, spielte in einer neuen Rolle vor der Abwehr und tat das so gut, dass er von Mitspielern und Fringer gelobt wurde. Der FCZ spielte so vorsichtig und verteidigte so sicher, dass er die Walliser Konterspezialisten kaum einmal gefährlich zum Abschluss kommen liess – auch in den letzten Augenblicken nicht. Vereinzelt griff das Team an. Bis zum 1:0 war es nur in Ansätzen gefährlich. In der zweiten Halbzeit aber erspielte es sich einige Chancen.
Die Mahnung von Fringer
«Wir müssen verstehen, dass wir eine Mannschaft sind», sagte Chiumiento, «das haben wir heute getan.» Fringer sprach von einem Nachmittag, an dem alles aufgegangen sei. Das Spiel nimmt er als Beweis, «dass wir das Glück zwingen können, wenn jeder für den anderen durchs Feuer geht». Der Auftritt ist für ihn auch «wie Doping für die Zukunft». Bald kam der Trainer allerdings auch mit der Mahnung. Die Mannschaft sei noch weit davon entfernt, ein grosser FCZ zu sein. Sie braucht weitere Entwicklungsschritte. Am nächsten Sonntag wartet der FC Basel.
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Er hat(te) die Haare schön:
100 Jahre zwischen Euphorie und Aufbruch
Die Geschichte der Rennbahn Oerlikon, die an diesem Wochenende ihr grosses Jubiläum feiert.
Von Martin Born
400 Meter lang war die Bahn, und sie war das Mekka des Zürcher Radsports. Doch am 28. August 1911 fand das letzte Rennen auf der Hardau statt. Carl Bockhorn, der Besitzer des Areals, wollte endlich Geld verdienen und plante, dies mit einer Kiesgrube zu tun. Kam dazu, dass die Kurven der Bahn zu wenig steil waren für die immer höheren Tempi der Schrittmachermaschinen.
Diese Umstände freuten den Direktor der «Elektrischen Strassenbahn Zürich Oerlikon–Seebach». Er sah eine Möglichkeit, sein Unternehmen in schwarze Zahlen zu führen. Wenn sich die verrückte Idee einiger Oerliker Dorfpolitiker umsetzen liesse, im Ried, dem sumpfigen Niemandsland zwischen Oerlikon und Schwamendingen, eine neue Rennbahn zu bauen, würde sein Tram jeden Sonntag Tausende vom Central nach Oerlikon und wieder zurück befördern. Weil andere ähnlich ökonomisch dachten, konnte die «schönste und modernste Anlage der Welt» am 25. August zum «Grossen internationalen Eröffnungsrennen» einladen.
Anfänge Menschenschlangen im Sumpf
Fünf Monate hatte es gedauert und 300 000 Franken gekostet, ehe die 333,333 Meter lange Bahn mit 44,5 Grad Kurvenneigung bereitstand. Der Milchbuck wurde überwunden. Zu Tausenden standen die Zürcher Schlange, um Einlass zu finden, und sie waren so zahlreich, dass die Veranstalter den Innenraum öffnen mussten, um allen Platz zu bieten. Zum Ereignis des ersten Renntages wurde die Schweizer Meisterschaft im Amateursprint, bei dem sich Ernst Kaufmann (17) gegen Wagenschlosser Willy Blum (21) um Reifenbreite durchsetzte. Kaufmann wurde später mehrfacher Weltmeister. Blum arbeitete weiterhin von 6 bis 19 Uhr in der Schmiede.
Es war ein Start nach Mass, wie man heute sagen würde. Das Tempo der Steherrennen war das Magnet, die Schrittmacher auf ihren 2000-cm -Maschinen die Könige, die auf Europas Bahnen regierten und kassierten. Die Fahrer taten das, was die Schrittmacher wollten, und erhielten dafür 40 Prozent der Gage. Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Im Regensommer 1913 – der mit einer Ansprache Mussolinis zum 1. Mai begann – wurde die Anlage sozusagen ertränkt. Ein einziges Rennen konnte stattfinden. Ein Jahr später brach der Erste Weltkrieg aus. 1916 machte die Genossenschaft Rennbahn Oerlikon bankrott. Es muss an der Lokalpolitik gelegen haben, dass es doch nie zu einem Konkursverfahren kam.
Ab den 20er-Jahren Zwischen den Kriegen im Hoch
Das drohende Ende von 1916 war längst kein Thema mehr. Der Bahnradsport war so populär, dass er sämtliche Oerliker Stürme überstand. Wie etwa jene beiden Jahre zu Beginn der 20er, als der Profiringer-Weltmeister Jack Lemm die Rennbahn gekauft hatte, und sich selber solange als Superstar zur Attraktion machte, bis bekannt wurde, dass seine Gegner nur «Fallobst» waren. Fritz Schleuss war die treibende Kraft. Zwischen 10 000 und 15 000 Zuschauer wollten die Rennen sehen. Es war die Zeit des Sprinters Kaufmann, der SuterBrüder und Emilio Richli, der am 10. Mai 1934 im Sprinterrennen gegen Sepp Dinkelkamp wegen eines platten Reifens stürzte, mit dem ungeschützten Kopf auf der Bahninnenkante landete und im Spital starb. 1923, 1929 und 1936 fanden in Oerlikon Weltmeisterschaften statt. Bei den letzten Titelkämpfen blieben die Schweizer ohne Medaillen und leiteten den zweiten Niedergang ein. Sprinter Kaufmann, der 1929 noch Bronze gewonnen hatte, war Rennbahn-Direktor. Er galt als selbstherrlich, war bei den Fahrern unbeliebt. Er wurde nach zwei Jahren entlassen. Zu seinen Nachfolgern gehörte Paul Suter, auch er war als unfähiger Administrator kein Segen.
Der 1. September 1939, der Tag an dem der Zweite Weltkrieg ausbrach, besorgte den Rest. 1942 kaufte der Liegenschaftenhändler Theo Hotz das 22 367,4 Quadratmeter grosse Areal für 200 000 Franken. Es drohte der Abbruch – zu dem es nicht kam. 1943 verkaufte Hotz (der Vater von Ex-FCZ-Präsident Sven) die Rennbahn mit 100 000 Franken Gewinn an Fritz Maurer. Weil der Krieg zu Ende ging und in der Schweiz die Zeit von Kübler und Koblet begann, wurde die Rennbahn zur Goldgrube und für den Spekulanten Maurer zum Selbstbedienungsladen, wie Sepp Renggli in der Rennbahnchronik schreibt. Maurer verschätzte sich und war nicht mehr liquid. Also griff die Stadt Zürich ein. Am 22. Juni 1951 – im Jahr als Koblet die Tour de France gewann und Kübler Weltmeister wurde – zahlte die Stadt Maurer mit 940 000 Franken aus. «Zürichs bestes Immobiliengeschäft seit der Gründung der Kaufmannssiedlung Turciana Civitas anno 929», schreibt Renggli.
60er- und 70er-Jahre Der Abbruch schien Tatsache
1961 fanden in Oerlikon die Weltmeisterschaften statt. Nichts deutete darauf hin, dass wieder einmal der Niedergang begonnen hatte. Die Tribünen waren so dicht gefüllt wie seit langem nicht mehr. Verfolger Willy Trepp gewann Silber, der Zürcher Profi-Steher Max Meier sicherte sich Bronze. 1961 kamen pro Renntag 5250 Zuschauer. 1953 waren es noch 6000 gewesen pro Anlass, 1958 wollten 8000 die WM-Revanche der Steher mit Weltmeister Walter Bucher sehen, 1965 kamen im Schnitt noch 3150 und 1967 gar nur noch 1000 ins Oval. Jenen Zahlen passte sich das Interesse der Stadt und der Zustand der Bahn an. Weil der Abbruch unabwendbar schien, weigerte sich die Stadt, 200 000 Franken in Renovationsarbeiten zu investieren, die für die Durchführung der Bahn-WM 1971 notwendig gewesen wären.
Abgebrochen wurde trotzdem nicht. Das lag einerseits am Radfahrer-Verband der Stadt, der am 16. Juli 1970 eine Volksmotion mit 10 261 Unterschriften zur Erhaltung der Rennbahn (und deren Ausbau in eine Mehrzweck-Sportablage) einreichte, anderseits an Hans Maag, dem Zürcher Ex-Radprofi, der nicht nur redete, sondern mit Freunden anpackte. In einer Putzaktion befreite er die Rennbahn vor Unmengen von Abfall, entwarf Sanierungspläne, hauchte neues Leben ein. Da machte sogar die Stadt wieder mit und bewilligte Ende der 70er 1,45 Millionen für Renovationsarbeiten. Das Pech: Die sanierte Piste war holprig und nicht befahrbar. 1979 gab es keine Rennen, dafür eine Renovation der Renovation. Hans Maag starb 1981 an einem Herzinfarkt. Wenig später bewilligte der Stadtrat einen Kredit von 9,6 Millionen Franken im Hinblick auf die Gymnaestrada 1982 und die WM 1983.
80er- und 90er-Jahre Voegeli, Parkplatz und CSI
Die bereits 7. WM war 1983 ein Erfolg. Sepp Voegeli regierte nicht nur im Hallenstadion, sondern auch im Oval. Er wollte Sieger sehen und wurde nicht enttäuscht: Urs Freuler gewann vor 8000 Zuschauern im Keirin und Punktefahren. Olympiasieger Robert Dill-Bundi holte Silber in der Verfolgung, Walter Baumgartner Bronze bei den AmateurStehern. Drei Jahre später fand die bisher letzte WM in Oerlikon statt. Weil Denver keine Schrittmachermaschinen zur Verfügung hatte, sprang Voegeli, Fan des Motoren-Geknatters, ein. Es war Max Hürzelers grosse Chance vor Heimpublikum, doch es kam anders. Hürzeler startete mit der Nummer 9 zuhinterst im Feld, und nachdem Schrittmacher Ueli Luginbühl zur Aufholjagd geblasen hatte, war der Aargauer mit seinen Kräften am Ende. Dafür triumphierten die beiden ein Jahr später in Wien.
Zum 75. Geburtstag der Rennbahn gabs wenig zu feiern, dafür viel zu klagen, weil kein geregelter Trainingsbetrieb möglich war und es zu Unfällen kam. Voegeli versuchte, das Defizit der Rennbahn (die Zeit der Gratisarbeit war vorbei) mit dem Innenraum zu decken, den er als Parkplatz der Züspa und dem CSI als Stadion für die Pferde vermietete. Da die Anwohner aufmuckten, wurden die Renntage auf Dienstag limitiert, Licht und Ton mussten um 22 Uhr abgeschaltet sein, ein Renovationsprojekt der Stadt für 11,13 Millionen Franken wurde von Ursula Koch abgewürgt. 1986 nahm der Stadtrat die Rennbahn ins Inventar der Schutzobjekte auf, drei Jahre später verlor der Zeuge der Betonbaukunst aus dem frühen 20. Jahrhundert den Denkmalstatus wieder. 1991 schien der Abbruch beschlossene Sache: Im städtebaulichen Wettbewerb für den Ausbau der Züspa war das Rennbahnareal eingeschlossen. Es galt als «Nadelöhr der Züspa-Erweiterung.»
Heute Gepflegt und herausgeputzt
Auf dem Ried im einstigen Niemandsland zwischen Oerlikon und Schwamendingen steht keine Seniorenüberbauung, kein Hallenbad, keine Eisbahn, sondern die gute, alte Rennbahn. Gepflegt und herausgeputzt von Freiwilligen. An diesem Wochenende feiert sie den 100. Geburtstag. Dank Igor, der Interessengemeinschaft offene Rennbahn, ist sie zum wichtigen Treffpunkt Oerlikons geworden. Und kaum mehr wegzudenken.
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Eishockey statt Autostopp
Er wolle Gilbert Brulé sein, sagte U2-Sänger Bono, nachdem ihn der NHL-Spieler im Auto mitgenommen hatte. Nun stürmt Brulé für den ZSC und möchte wieder sportlich für Aufsehen sorgen.
Von Philipp Muschg
Es gibt Schlimmeres für einen Sportler, als unter 65 000 Zuschauern von einem weltberühmten Rockstar zu hören, dass er gerne wäre wie man selbst. Und trotzdem ist die minutenlange Ansprache, die Bono am 1. Juni 2011 während eines Konzerts in Edmonton hielt, nicht nur eine Lobrede: Einer mit den Möglichkeiten von Gilbert Brulé sollte nicht in erster Linie als Pointe einer Show von U2 bekannt sein. Schliesslich galt der 25-Jährige noch vor wenigen Jahren als eines der grössten Talente in Kanada. Nachdem die Columbus Blue Jackets ihn 2005 an sechster Stelle im Draft gezogen hatten, gewann er als Topskorer und wertvollster Spieler die nationale Juniorenmeisterschaft. Er war ein kreativer Stürmer, der mit seinem verwegenen Stil über hundert Strafminuten pro Saison sammelte. Brulé war der Traumspieler jedes NHL-Managers.
Sieben Jahre später sitzt er auf einer Bank in der Kunsteisbahn Oerlikon und atmet schwer. Am Sonntag ist der neueste ZSC-Transfer aus Vancouver in die Schweiz gekommen, gerade hat er sein erstes Eistraining absolviert. «Es war hart», sagt Brulé, noch immer vom Jetlag gezeichnet, «ich habe kaum geschlafen in den letzten Tagen.»
Brulé wirkt erschöpft, aber glücklich. Er steht vor seiner ersten Saison in Europa, ist erstmals in Zürich, vom Team kannte er nur Trainer Marc Crawford, mit dem er einst im selben Club spielte, und Jeff Tambellini, dessen Vater in Edmonton sein General Manager war.
«Das ist Bono!»
Es macht ihm nichts aus, als Erstes auf die Begegnung mit Bono angesprochen zu werden. Zu erzählen, wie er mit Freundin Kelsey und Hund Bella im Westen von Vancouver unterwegs war, als er im strömenden Regen zwei Autostopper entdeckte. Wie Kelsey zuerst vorbeifuhr, er «Das ist Bono! Das ist Bono!» rief, ehe sie kehrtmachten und die beiden durchnässten Touristen aufnahmen. Wie Bono und sein Assistent mit Labrador Bella im Fond Platz nahmen. Wie Bono die beiden als Dank für die Taxidienste am nächsten Tag zum Konzert in Edmonton einlud und Brulé dafür seine Tickets fürs Auftaktspiel des Stanley-Cup-Finals verkaufte. Der Rest ist auf Youtube zu sehen. «Ich will Gilbert Brulé sein!», spricht Bono ins Mikrofon. «Dabei müsste ich doch wie er sein wollen», sagt Brulé in Oerlikon.
In Wahrheit will Brulé vor allem er selber sein – so, wie er früher war. Der produktive, gefürchtete Erstlinien-Stürmer seiner Juniorenzeit, nicht der Mann für den vierten Sturm, der er tatsächlich immer mehr wurde. Weder in Columbus noch in Edmonton oder Phoenix kam er über diese Rolle hinaus. Als ihn ZSCSportchef Edgar Salis im Januar beobachtete, stürmte er in der AHL für Oklahoma City. Am Saisonende stand er mit Phoenix im Stanley-Cup-Halbfinal, an seiner Rolle aber ändert sich nichts. «Ich bin nach Zürich gekommen, um meine Hände und das Gefühl für den Puck wiederzufinden», sagt Brulé.
Die Tattoos: Nicht nur Schmuck
Daran, dass das möglich ist, glaubt nicht nur Salis. Brulé hatte mehrere Angebote aus der Schweiz, vor allem Zug zeigte grosses Interesse. Am Ende habe Trainer Crawford den Ausschlag gegeben, erklärt der Kanadier: «Er ist ein NHL-Coach, ich bin vertraut mit ihm und seinem Stil.»
Salis freut sich über seinen Transfercoup. «Er ist ein guter Skorer und pflegt einen Kamikazestil», beschreibt er die neue Nummer 9, die am Freitag im Test gegen IFK Helsinki debütieren soll.
Bis dann dürfte der Jetlag verklungen sein und Brulé bereit für neue Taten. Die Vorfreude ist ihm ins Gesicht geschrieben, als nach dem Training seine neuen Mitspieler einer nach dem andern in die Garderobe kommen. Der Kanadier sitzt, schweisstriefend und im ärmellosen Hemd, an einem Tisch, sein Körper mit zahlreichen Tätowierungen bedeckt.
Manche wirken wie reiner Schmuck, andere zeugen von mehr. «Das ist sie», sagt Brulé und deutet mit dem Zeigefinger auf seinen rechten Oberarm, wo ein Kindergesicht prangt. Es ist Leah, seine Schwester, die mit zwölf an Zerebralparese starb. Brulé war damals neun, und die Erfahrung wirkt bis heute nach: «Ein hartes Training oder ein schlechter Tag sind nichts im Vergleich zu dem, was sie durchmachte.»
Gilbert Brulé hat viel erlebt für einen 25-Jährigen. Vielleicht ist das ein Grund für seine Körperkunst: Im Gegensatz zu Schicksalsschlägen und Erwartungen kann er über seine Tattoos selbst bestimmen. Seine Wade zieren die Namen zweier Rockstars: Jimi Hendrix und Kurt Cobain. Bono ist nicht dabei.
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