Beiträge von Larry

    ZSC: Wick-Unterschrift verzögert sich

    (ewu/phm)


    Die Zukunft von Flyers-Stürmer Roman Wick ist noch immer nicht geregelt. «Wir haben dem ZSC am Donnerstag schriftlich bestätigt, dass per saldo am 1. Juli keinerlei Ansprüche mehr zwischen uns und dem Spieler bestehen», sagte FlyersGeschäftsführer Wolfgang Schickli. Sein Pendant bei den ZSC Lions wollte davon allerdings nichts wissen. «Wir haben nichts Entsprechendes erhalten», sagte Peter Zahner. Die Unterschrift des Klotener Flügelstürmers sollte trotz der Verzögerung bloss Formsache sein: Meister ZSC hat sich mit Wick auf einen Vertrag über drei Jahre geeinigt.

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    Vieles ist neu beim FCZ – auch die Erwartungen

    Der Stadtclub hat einen radikalen Umbruch hinter sich: im Spielerkader, das noch mit Davide Chiumiento ergänzt wird, bei den Trainern, den Sponsoren und in der medizinischen Abteilung. Vom Meistertitel spricht bei den Zürchern keiner.

    Von Peter Bühler

    Rolf Fringer ist ein freundlicher Mensch. Er hat gute Umgangsformen, er ist offen und geht auf die Leute zu, er ist eloquent und bleibt immer klar in der Ansage. Von sich selber sagt der neue FCZ-Trainer: «Ich behandle die Spieler mit Anstand und Respekt, ich will ehrlich sein und ihnen meine Wertschätzung und auch Wärme vermitteln – aber ich kann durchaus hart und konsequent sein.»

    Hart und konsequent, das war er bereits in den letzten Wochen, bevor ihn die Spieler überhaupt richtig kennen gelernt hatten. Als zukünftiger Trainer bestimmte er mit Sportchef Fredy Bickel und Präsident Ancillo Canepa die Zusammensetzung des Kaders für die kommende Saison. Mehrere Spieler wurden aussortiert, darunter mit Silvan Aegerter der Captain und mit Heinz Barmettler ein Nationalspieler.

    Nur Häuptlinge, keine Indianer

    Für Fringer tragen die Ausgemusterten nicht die alleinige Schuld an der schwachen letzten Saison. Es sei die Mannschaft gewesen, die im Kollektiv versagt habe. Für den Trainer war der FCZ keine Einheit, zu viele stellten nach seinem Dafürhalten ihre individuellen Interessen über das Wohl der Gemeinschaft. Fringer stellt es bildlich dar: «Es haben nicht alle am gleichen Strick gezogen.» Oder: «Es gab beim FCZ fast nur noch Häuptlinge, aber keine Indianer mehr.»

    Das Fazit hatte er rasch gezogen, und die Konsequenz war für ihn klar: Die Blutauffrischung im Kader, die Bickel und Canepa in der Winterpause eingeleitet hatten, wurde weiter vorangetrieben. Nun steht das Ergebnis fest: Der Umbau ist radikal. Von den 26 Spielern, die in die Saison 2011/12 starteten, ist die Hälfte nicht mehr beim FCZ. Und eine weitere bemerkenswerte Zahl: Seit dem August hat der FCZ nicht weniger als 14 Akteure abgegeben, darunter mehrere Nationalspieler. Die Abgänge heissen: Stahel, Mehmedi, Rodriguez, Djuric, Alphonse, Margairaz, Leoni, Barmettler, Aegerter, Ramazotti, Gajic, Sutter, Nikci und Zouaghi. Neu dabei sind seit dem Winter Benito, Glarner, Kajevic und Pedro Henrique, in dieser Sommerpause kamen bis anhin Da Costa, Gonçalves, Kukeli, Gavranovic und Frimpong dazu.

    24 Spieler – aber schon fehlen viele

    Im Moment besteht das Kader aus 24 Spielern. Gesucht wurde lange nach einem Ersatz für den nach Hannover gezogenen Adrian Nikci auf der linken Flanke. Erster Kandidat war Gonzalo Zarate von Salzburg, nun fiel die Wahl auf Davide Chiumiento von den Vancouver Whitecaps. Der FCZ und der kanadische Verein haben sich über die Ablösesumme geeinigt, die Verhandlungen mit dem 27-jährigen Offensivspieler werden ab Montag geführt. Es ist davon auszugehen, dass ein Vertrag über zwei oder drei Jahre abgeschlossen wird. Der Appenzeller Chiumiento, der bereits mit 17 von St. Gallen zu Juventus Turin wechselte, sich dort aber nicht etablieren konnte, spielte vor seinem Abenteuer in der nordamerikanischen Major League Soccer unter Fringer in Luzern. Und ein einziges Mal auch für das Schweizer Nationalteam.

    Mit Chiumientos Unterschrift werden die Transferaktivitäten des FCZ beendet sein. Fringer ist mit der Zusammensetzung und der Qualität des Kaders zufrieden. Er bemerkt: «Wenn wir alle Spieler zur Verfügung haben, dann ist der FCZ für jeden Gegner schwer zu besiegen.» Nur: Es wird noch einige Zeit dauern, bis Kajevic und vor allem Chikhaoui, der wieder einmal ein Aufbautraining absolviert, zurückkehren werden. Und Buff sowie Drmic bestreiten mit der Schweiz bei den Olympischen Spielen ihre dritte Gruppenpartie gegen Mexiko am 1. August. Zu diesem Zeitpunkt werden in der Schweizer Meisterschaft die ersten drei Runden bereits gespielt sein.

    Neuer Geist und neue Namen

    Der erfahrene Fringer, seit 25 Jahren im Trainerberuf, schaut der Saison mit Freude und der ihm eigenen Gelassenheit entgegen. Entscheidend ist für ihn, dass er im rundum erneuerten Club «einen neuen Geist und eine Aufbruchstimmung» feststellt. Er verspricht «frechen, offensiven Fussball». Gleichwohl erbittet er sich für die Mannschaft und die Trainer ein wenig Zeit und Geduld, weil ein derartiger Umbruch nicht von einem Monat auf den anderen zu bewältigen sei und es auch zu Rückschlägen kommen könne. Neu ist nämlich nicht nur die halbe Mannschaft, neu ist auch der halbe Trainerstab. Fringer ersetzt Fischer respektive das Duo Meier/Gämperle in der Chefrolle, Stefan Knutti löst Martin Brunner als Goalietrainer ab. Neu organisiert ist die medizinische Abteilung. Für die Betreuung der verletzten Spieler ist die Organisation Medbase zuständig. Und neu ist auch der Hauptsponsor, die Telecomfirma Talk Easy rückt an die Stelle des Reiseunternehmens TUI.

    Nichts Neues ist die angespannte finanzielle Situation. Zwar konnte Canepa im Mai für das Geschäftsjahr 2011 eine ausgeglichene Rechnung präsentieren. Doch in der kommenden Saison spielt der Club nicht international, weshalb das Budget von 25 Millionen auf knapp 22 Millionen Franken reduziert wird. Schleppend verläuft der Verkauf der Saisonabonnemente für die Heimspiele im Letzigrund. Erst 5000 sind verkauft, in der letzten Spielzeit waren es 8000 gewesen. «Unsere schwachen Darbietungen in den letzten zwölf Monaten wirken sich negativ aus», erklärt der Präsident.

    Vom Meistertitel, den er vor einem Jahr unmissverständlich als Ziel vorgab, spricht er nun keinen Moment – wie alle anderen im Club auch. Die Ambition ist die Qualifikation für den Europacup. Fringer drückt es salopp aus: «Wir kommen vom sechsten Platz und haben gewaltige Veränderungen hinter uns. Es wäre dumm, vom Titel zu schwafeln.» Und von ihm zu träumen? Fringer lacht: «Das darf man immer.»

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    Zitat von larlf

    d'gastmannschaft wärs sicher wert, aber zerscht muen mal es grosses hindernis überwunde werde: im wald es spiel go luege?!?

    wenigstens söll kei gäld für de GayD abzwackt werde, aber das weiss mer hüt ja sowieso erst bim nöchste präsi :floet:

    Spiel isch guet!

    Das isch so e Bewegisüebig wie s NHL All Star Game, das würdi au nie go luege!

    Nei für so en Seich würdi nie en Stutz zahle!

    Zitat von snowcat


    aber am anfang lassen sich aber nur kosten sparen, die einnahmen dürften kurz- bis mittelfristig sogar sinken.

    Richtig.

    "Zürich United" würde die ersten 10-20 Jahre vor ein paar Nasen spielen und Konkurs gehen.

    Die GC- und FCZ Fans würden sich vom Fussball abwenden.

    Schöne Zukunft!

    Schubiger

    Der Morgen der Wahrheit


    Man musste in Bewegung bleiben, man durfte sich nicht gehen lassen, dachte Schubiger. Gerade so kurz vor den Sommerferien, in der FCZ- und ZSC-freien Zeit, zwischen EM und Olympia brauchte man Ziele. Stevie G. hätte sich auch im Elend des englischen EM-Debakels suhlen und sein Tätigkeitsfeld auf die Einnahme und Ausscheidung von Katzenfutter beschränken können. Aber Stevie G. hatte Biss. Am Vorabend hatte er einen riesigen Heugümper erledigt und auf Schubigers Sofa zur Schau gestellt. Ein starkes Statement. Schubiger hatte im Sinn, sich für heute ebenfalls eine grosse Herausforderung vorzunehmen und drückte zum zweiten Mal an diesem Morgen die Schlummertaste des Radioweckers.

    Als Erstes fiel ihm der Twoloops ein, die exakte 720-Grad-Drehung auf dem Bürostuhl, schon lange das Pièce de résistance in Schubigers Arbeitsalltag. Schubiger wusste jedoch, dass der Twoloops anspruchsvoll, ja beinahe unmöglich war, und er ihn allerbestenfalls bis zum Ferienbeginn beherrschen würde. Dann erinnerte er sich an eine Vision, die er zuletzt etwas aus den Augen verloren hatte: die Punktlandung mit dem Papierflieger auf der Tastatur von Büronachbar Wullinger. Dieses Projekt war allerdings noch kühner. Wenn er konsequent darauf hinarbeiten würde, sowohl von der konstruktiven Seite als auch wurftechnisch, schätzte Schubiger, könnte er es vielleicht verwirklichen, bevor Betrand Piccard mit seinem Solarflieger die Erde umrundet hat.

    Endlich schlummerte sich Schubiger zu einem Tagesziel vor, das sportlich, aber mit äusserster Disziplin erreichbar war. Er würde noch heute als erster Finisher eines Schubiger-Triathlons in die Geschichte eingehen: Gleich würde er noch vor der Arbeit eine Runde joggen, sich über Mittag in der Badi erfrischen und abends rechtzeitig zum Tour-de-France-Finale wieder zu Hause sein. Da plärrte der Wecker zum dritten Mal. «Stell das Ding endlich ab», murrte Frau Schubiger, «du kommst zu spät zur Arbeit. Vergiss nicht, auf dem Heimweg einzukaufen. Und nimm den Schirm mit, es gibt Regen.»

    sc hubiger@tagesanzeiger.ch

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    Zitat von Iceman

    Sind in Rappi nicht auch die Rihs-Brothers an der Geldspritze? Deren Geschäft muss ja wirklich brummen wie Anton. Bei YB verlochen sie bereits Millionen, im Radsport sind (oder waren??) sie engagiert, und in Rappi haben sie vermutlich die Grenze vom "Sponsor" zum Mäzen auch überschritten. Meine das jetzt nicht nur bezogen auf den Kolnik-Transfer.

    Haben Phonak (heute Sonova) vom Vater geerbt (1980), dann Börsengang (1994).

    Vermögen 2011: 1750 Millionen.

    Noch Fragen :?:

    Zitat von Mitsch 2006


    würde auch heissen, besser mal ein zwei übersteigerte leader schicken wie behalten.

    So lange sie kuschen (müssen) und Leistung bringen wie unter Hartley habe ich wenig Probleme damit.

    Probleme habe ich dann wenn sie nur Scheisse abliefern wie die Jahre vorher.

    Hartleys Vorgänger wird sein Nachfolger

    Bob Hartley beerbte bei Colorado einst Marc Crawford, der nun neuer ZSC-Trainer wird.

    Von Kai Müller

    Er ist Frankokanadier. Er stammt aus der Provinz Ontario. Er war Stanley-CupSieger mit Colorado. Er ist ein ausgewiesener Kommunikator mit klarer Linie. Er fand in der NHL keinen Job mehr. Und er war zuletzt TV-Analyst. Was vor einem Jahr für Bob Hartley galt, gilt nun auch für Marc Crawford, seinen Nachfolger bei den ZSC Lions. «Wir wollten aber keine Hartley-Kopie», stellt ZSC-CEO Peter Zahner klar, «sondern einen Trainer, der unsere Philosophie weiterführt und dem Ausbildungskonzept Rechnung trägt.»

    Nach den Erfahrungen mit Hartley, der die Lions im April mit akribischer Arbeit überraschend zum Titel führte, war die erneute Verpflichtung eines Kanadiers der logische Schritt. «Es darf in der Garderobe keine Sprachbarriere geben, gerade heute, wo die Kommunikation im Sport dermassen wichtig ist», begründet Zahner. Zudem stünden kanadische Trainer für aktives Coaching, und «sie wollen auch den Zuschauern etwas bieten».

    Der 51-jährige Crawford erfüllt das Anforderungsprofil der Lions in einem weiteren Punkt. Er verfügt über einen beeindruckenden Palmarès. 1993: AHLCoach des Jahres. 1995: NHL-Trainer des Jahres in seiner Debütsaison bei den Quebec Nordiques. 1996: Stanley-Cup-Sieger nach dem Umzug der Franchise nach Colorado. «Wir wollten wieder einen grossen Namen, der auch für die Arrivierten eine Respektsperson ist», sagt Zahner. Er lässt nicht als Einwand gelten, dass wohl auch ein anderer Trainer Colorados Starensemble um Sakic, Forsberg und Goalie Roy zum Titel geführt hätte. «Vielleicht wären die Spanier auch mit dem Materialverwalter Europameister geworden. Das ist aber alles Spekulation. Fakt ist: Crawford ist eine anerkannte Persönlichkeit im Eishockey.»

    Schneller Aufstieg und Kritik

    Nach dem kometenhaften Aufstieg blieben weitere grosse Erfolge jedoch aus. Crawford, seit seiner Zeit als Spieler bei Vancouver «Crow» (Krähe) gerufen, verliess Colorado 1998, suchte eine neue Herausforderung. Sein Nachfolger hiess: Bob Hartley, der drei Jahre später ebenfalls den Stanley-Cup gewinnen sollte. Crawford zog es zu den Vancouver Canucks, die er wieder zu einer PlayoffMannschaft formte. Dennoch stand er 2004 im Kreuzfeuer der Kritik: Weil er seinen Stürmer Todd Bertuzzi zu einem hässlichen Revanchefoul an Colorados Steve Moore angestiftet haben soll, leitete die NHL eine Untersuchung gegen Coach und Spieler ein. Vancouver wurde gebüsst, Crawford blieb ohne Strafe.

    2006 war nach der Regular Season Schluss, genau wie in den insgesamt vier Jahren bei seinen nächsten Stationen Los Angeles und Dallas, worunter Crawfords Ruf trotz 15 Saisons in Nordamerika gelitten hat. So arbeitete er letzte Saison als Experte beim kanadischen TV-Sender TSN – mit einem Intermezzo am Spengler-Cup, an dem das Team Canada mit lustlosen Auftritten irritierte. Die Pause als Clubtrainer schlug nicht auf Crawfords Selbstbewusstsein. So soll er kürzlich die Verantwortlichen der Montreal Canadiens, die einen Coach suchten, angerufen und gesagt haben: «Ich erwäge, für euch zu arbeiten. Ihr steht auf meiner Liste.» Den Job bekam schliesslich Michel Therrien.

    Zuoberst auf der Liste

    Die Lions hatten Crawford zu diesem Zeitpunkt längst im Visier. «Als uns Bob Hartley im April über einen möglichen Abgang informierte, erstellten wir eine Shortlist mit drei Namen. Der oberste war Crawford», sagt Zahner. Als der Meistertrainer bei Calgary unterschrieb, und die Canadiens kurz darauf gegen Crawford entschieden, bemühte sich der ZSC intensiv um ihn. Laut Zahner kam er «in der ersten Junihälfte in die Schweiz, wir zeigten ihm unsere Organisation, sprachen über unser Verständnis von Eishockey, tauschten unsere Vorstellungen aus». Es passte, und schnell war klar: Die Krähe wird ein Löwe. Crawford, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, wird in der letzten Juliwoche erneut in Zürich landen. Zwei Jahre soll er bleiben. Zumindest läuft sein Vertrag so lange. Assistent wird Rob Cookson, ebenfalls Kanadier, der unter anderem für Calgary und die Nationalmannschaft arbeitete.

    Zahner hofft, dass Crawford und dessen Netzwerk die Suche nach einem dritten Ausländer erleichtert. Mit Jeff Tambellini und Ryan Shannon sind erst zwei Positionen besetzt. «Wir warten nun erst einmal ab und schauen, ob wir für einen Stürmer oder einen Verteidiger Bedarf haben», sagt Zahner. Vielleicht würden sie lediglich mit drei Ausländern in die Saison starten.

    Abwarten gilt auch im Fall Roman Wick. Der ZSC ist weiter am Flügel, der bei den Kloten Flyers nicht mehr erwünscht war, interessiert. Es gibt aber ein Hindernis, das laut Zahner derzeit keine Verhandlungen zulässt: «Sein Vertrag ist noch nicht aufgelöst. Deshalb halten wir uns zurück.»

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    Schweizer Flügel für die Red Wings

    Von Silvan Schweizer


    Damien Brunner wechselt wie erwartet nach Detroit – falls er sich nicht durchsetzt, dürfte er gemäss Vertrag zum EVZ zurückkehren.

    Das Aufbautraining ist für Damien Brunner diesen Sommer besonders motivierend. Und das hat nicht nur mit der wohltuenden Abkühlung in der Eishalle zu tun. Der 26-Jährige arbeitet in Zug auf seinen nächsten grossen und seit längerem geplanten Karriereschritt hin: den Wechsel nach Übersee. Zum Beginn der Transferperiode am 1. Juli unterschrieb er wie erwartet bei Detroit einen lukrativen Zweiwegvertrag über 925 000 Dollar brutto für ein NHL-Jahr. Und: Falls er sich doch nicht durchsetzen kann, dürfte er gemäss einer Klausel selbst entscheiden, ob er zum Farmteam in die AHL oder zum EVZ zurückkehren will.

    Die Red Wings gehören zu den profiliertesten Clubs der Liga. Sie sind eines der sechs Gründungsmitglieder, ein «Original Six»-Team. Seit 22 Jahren qualifizierten sie sich stets fürs Playoff und holten in dieser Zeit vier Stanley Cups, den letzten davon 2008. Und nun wollte ausgerechnet dieser stolze Traditionsverein den Zürcher unbedingt – auch Dallas, Minnesota, Pittsburgh oder Tampa Bay waren interessiert. Eine solche Auswahl hatte bisher noch kein Schweizer, der aus der NLA den Sprung in die NHL wagte. Argumente für sich sammelte Brunner dank einer herausragenden Saison mit 74 Punkten in 54 Spielen und einer auffälligen WM. Für Detroit entschied er sich am Ende wegen «der guten Gespräche mit dem Trainer, der Konstellation in der Mannschaft, aber vor allem wegen des Bauchgefühls».

    Coach Mike Babcock, der den Flügel an der WM in Helsinki intensiv beobachtete, ist voll des Lobes: «Er ist sehr temporeich, er skort, und es sieht so aus, als hätte er eine Unmenge an technischen Fähigkeiten.» Die einzig offene Frage für ihn ist: «Kann Brunner sich ans hiesige Spiel adaptieren?» Babcock hat allerdings bereits angekündigt, dass er dem Neuling eine Chance in den ersten beiden Sturmreihen offerieren will. Brunner sagt: «Es gibt mir Sicherheit, wenn ich ein solches Vertrauen spüre.»

    Unter der Regie des Vaters

    Positiv für ihn ist zudem, dass von den Topleuten Dazjuk, Zetterberg, Filppula und Franzen keiner Rechtsausleger wie er ist. Und diese Namen verraten einen weiteren Grund für Brunners Entscheid zugunsten Detroits: Sie sind alle Europäer, insgesamt zwölf stehen im Kader. Die Red Wings setzen schon seit langem auf Legionäre, in den 90ern waren es vornehmlich Russen, in den letzten zehn Jahren viele Schweden, auch wenn mit Verteidiger Lidström der prominenteste kürzlich abtrat. «Detroit spielt europäisch, legt viel Wert auf Puckbesitz, statt die Scheibe in die Ecke zu schiessen und dort auszugraben. Das kommt meiner Spielweise entgegen», weiss Brunner.

    Seinen künftigen Wohnort kennt er als Heimat der US-Autoindustrie und von Rapper Eminem – «aber wegen der Stadt gehe ich da ja nicht hin». Bis zum Vorbereitungscamp im September will der 1,80 Meter grosse und 87 Kilogramm schwere Stürmer noch an Muskelmasse zulegen, «vielleicht zwei Kilogramm mehr als sonst». Den Trainingsplan hat Vater Kurt, ein Volleyballtrainer, zusammengestellt. Nervös oder gar ängstlich sei er vor seinem Abenteuer nicht, sagt Brunner. Einfach nur glücklich.

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    Meine Vorbehalte:

    Kann er sich auf dem kleineren Feld, gegen die besseren und härteren Verteidiger durchsetzten?

    In den PO's gegen den Z habe ich nicht viel gesehen........ :?:

    Aber ich würde es ihm gönnen!

    Zitat von Rangersfan


    Bei Nolan gibt es zu viele Fragezeichen im persoenlichen Bereich, er waere ein grosses Risiko gewesen.

    Sehe ich wie Du, Stichwort Alkohol!