Beiträge von Larry

    Was söll ich säge?

    :zsc: :welle: :fleht:

    Da miis chline Gschichtli:

    De Benny isch bekanntlich jetzt uf Florida Tour.

    Abgmacht isch gsi, das er am SA zu eus chunt.

    Am FR isch er no in Key West gsi, sind foif Stund Fahrziit zu eus.

    Ich also am FR es SMS: "Am zwei lueg ich da de Match!"

    Er: "Wird glaub knapp!"

    Ich: "Das liit ah Dir!"

    Wer nöd Punkt 14:15, also 20:15 MEZ vor euses Huus fahrt isch de Benny!

    Häd zum Missfalle vo sinere Frau am SA Morge eifach Devise usegeh: "Mir gönd jetzt de Match go luege!" und isch ohni Halt (!) zu eus gfahre! :razz:

    Dänn hämmer zäme de Match glueged, gjublet, gfiired.

    Und jetzt holed de Chübel zrugg nach Züri Jungs!!!! :cool: :geil:

    Eine Zürcher Torflut zur Finalissima

    Die ZSC Lions erzwangen mit einem 6:3 über den SCB ein entscheidendes 7. Spiel um den Meistertitel

    VON SIMON GRAF

    ZÜRICH Kaum einer hatte mehr auf die ZSC Lions gesetzt, nachdem diese in der Finalserie gegen den SCB am Ostermontag mit einem für sie frustrierenden 0:2 im Hallenstadion 1:3 in Rückstand geraten waren. Und sie mussten sich, nachdem sie zwei Spiele lang kein Tor mehr zustande gebracht hatten, auch einigen Spott anhören. Doch was wie eine Durchhalteparole getönt hatte, bewahrheitete sich wieder einmal: Ein einziges Tor kann die Dynamik einer Playoff-Serie komplett verändern.

    Am Donnerstag war der siegesgewisse SCB noch einen Treffer von seinem 13. Meistertitel entfernt gewesen. Die Champagnerflaschen warteten nur darauf, entkorkt zu werden. Gestern nun, mit einem triumphalen 6:3 in tosender Zürcher Atmosphäre, erzwangen die Lions eine Finalissima am Dienstag in Bern.

    Bührer griff daneben und wurde ausgewechselt

    Wie weggewischt waren in Spiel 6 ihre Mühen, ein Tor zu erzielen, die sie zuvor gegen den disziplinierten SCB begleitet hatten. Ihre sechs Tore an diesem Abend waren gleich viele, wie ihnen zuvor in fünf Partien gelungen waren. Eine entscheidende Rolle spielte dabei Bührer, der Bülacher im Berner Tor. Lange war er die herausragende Figur dieser Finalserie gewesen, von Spiel 2 bis 5 blieb er über 154 Minuten ohne Gegentor. Doch Segers glückhafter Overtime-Treffer vom Donnerstag scheint ihm zugesetzt zu haben. Mit einem Fehlgriff in der 25. Minute lancierte er gestern die ZSC Lions – Monnet erwischte ihn mit einem Weitschuss unter der Fanghand. Nur 144 Sekunden später hiess es schon 3:0 für die Zürcher. Nach Bärtschis 5:3 (46.) wurde Bührer schliesslich durch Gigon ersetzt.

    Jenes Tor war auch die Entscheidung in einem wechselhaften Spiel, in dem vier von sechs Strafen zu Powerplay-Toren führten. Der SCB bewies nach seinem Dreitore-Rückstand Moral und kam dank einer Doublette Gardners (35./36.) auf 2:3 heran, später verkürzte Plüss (42.) auf 3:4. Doch in die Nähe des Ausgleichs kamen die Berner, die sich, einmal zurückliegend, von ihrer taktischen Marschroute entfernen mussten, nicht mehr. «Wir hatten einen ausgezeichneten Start und kamen zweimal zurück», sagte SCB-Verteidiger Furrer. «Aber die beiden weiteren Rückschläge konnten wir nicht mehr verkraften.» Coach Antti Törmänen bemängelte die zu vielen Puckverluste in der Mittelzone.

    Törmänens Personalpolitik könnte sich rächen

    Möglich ist aber auch, dass er mit seiner Personalpolitik für zu viel Unruhe gesorgt hat. Anstatt nach den Siegen in den Spielen 3 und 4 beim gleichen Team zu bleiben, wechselte er nun zweimal seine Ausländer. Gestern coachte er nun wieder Kwiatkowski (für Roche) und Vigier (für Dumont) ins Team, was bedingte, dass er wieder alle Sturmlinien umstellen musste. Und darunter litt, so schien es, die defensive Stabilität. Törmänens Antipode Bob Hartley gab sich derweil, ganz nach nordamerikanischer Art, schon optimistisch für Spiel 7: «Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Wir wussten, dass wir das Momentum haben. Und wir haben eine ausgezeichnete Kondition. Wir werden alles tun, um zu gewinnen.»

    Nach der Aufholjagd der ZSC Lions könnte die Finalserie am Dienstag als Höhepunkt in die Schweizer Playoff-Historie eingehen. Was das Zuschaueraufkommen betrifft, setzt sie ohnehin neue Massstäbe. Dass es zum siebten Spiel kommt, bedeutet, dass im Final erstmals die Marke von 100 000 Zuschauer übertroffen wird. Den bisherigen Rekord hatten Bern und Servette 2010 aufgestellt, mit 90 130 Besuchern in sieben Spielen. Die Frage ist nun, ob das diesjährige Duell verläuft wie jenes vor zwei Jahren, als der SCB nach zwei verpassten Meisterpucks vor eigenem Publikum doch noch feiern durfte. Oder ob die ZSC Lions die Zeit zurückdrehen können und wie 2001 nach einem 1:3 gegen Lugano noch triumphieren.

    ZSC-Stürmer Ambühl ist ein Spezialist für siebte Spiele

    Der bekannte Ausspruch, in einem siebten Spiel gebe es keinen Heimvorteil mehr, lässt sich statistisch nicht erhärten. In 24 Fällen siegte im NLA-Playoff 19-mal das Heimteam. In den Finals steht die Bilanz aber bei 2:2. Und die ZSC Lions haben mit Andres Ambühl einen Spieler, der seinen Kollegen erzählen kann, wie man solche Partien gewinnt. Achtmal bestritt der Davoser ein Spiel 7 – achtmal ging er als Sieger vom Eis.

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    Zitat von Larry

    So, für mich beginnen nun auch die Playoffs Live im Stadion:

    Habe Tickets für das erste Heimspiel der Panthers vs Devils.

    Believe Red! :cool:

    So, zurück vom ersten NHL Playoff Spiel.

    Ist Stimmungsmässig wie Tag und Nacht zur Quali und somit wie beim ZSC!

    Das Publikum (19'119) war gekommen um Stimmung, um Party zu machen und dies wurde auch gemacht.

    Die Devils leider als Spielverderber, aber nach den beiden Panthers Toren im Mitteldrittel war schwer was los!

    War Geil! :cool:

    Fussball

    Xamax: 35 Millionen Schulden :shock:

    (Si)


    Die Schulden beim früheren ASL-Verein Neuchâtel Xamax sollen deutlich höher sein als angenommen. Radio DRS vermeldete, dass sich die Forderungen an die Neuenburger, die sich im Konkursverfahren befinden, auf 35 Millionen Franken belaufen. Zudem beantragt die Neuenburger Staatsanwaltschaft gemäss DRS, dass die Untersuchungshaft des früheren Eigentümers von Xamax, Bulat Tschagajew, um drei Monate verlängert wird. Grund: Fluchtgefahr.

    Der Captain erzwingt die Fortsetzung

    Seger traf in der 70. Minute zum verdienten 2:1 in Bern und bescherte den ZSC Lions ein drittes Heimspiel.

    Von Simon Graf, Bern

    Es war ein Querpass in der Mittelzone, etwas, was die beiden Coaches ihren Spielern strengstens verboten hatten, der die Berner Meisterfeier vorerst platzen liess. Nachdem in der Overtime beide Teams schon reichlich Chancen verpasst hatten, um die Partie zu entscheiden, leitete Dumont den Puck in der 70. Minute quer zu einem Kollegen weiter. Doch ZSC-Verteidiger Seger sah die Absicht voraus, stibitze den Puck, fuhr mit Schwung in die Berner Zone und bezwang Bührer mit einem wuchtigen Schuss zwischen den Beinen. Der SCB-Goalie, der zuvor phasenweise mirakulös gehalten hatte, sah dabei etwas unglücklich aus. «Von 100 solchen Schüssen hält Bührer 99», sagte der Siegtorschütze danach.

    Mit Segers spätem 2:1 fiel die Stimmung in der Berner Arena auf einen Schlag in sich zusammen. Nur das ZSCGrüppchen hoch oben jubelte, und natürlich die Zürcher Spieler, die sich diesen Sieg redlich verdient hatten. Sie lieferten dem SCB, der erstmals eine Spur von Nervosität offenbarte, ein mitreissendes Duell und siegten verdient, weil sie sich ein Chancenplus erarbeitet hatten. Eigentlich hätte Cunti, der immer stärker wurde, die Partie schon einige Minuten zuvor entscheiden müssen, als er nach einem Querpass Tambellinis das leere Tor verfehlte. Doch es rächte sich nicht. Und so durfte Seger sagen: «Diesmal waren wir etwas glücklicher. Jetzt freuen wir uns, am Samstag den Heimvorteil zu nützen und die Serie auszugleichen.»

    ZSC erstmals in Führung

    Die Partie hatte schon vor dem dramatischen Finish mehrere Neuheiten geboten: Erstmals in dieser Finalserie war den ZSC Lions das 1:0 gelungen. Und erstmals wagten es die beiden Teams, sich ihrer taktischen Fesseln etwas zu entledigen. Vielleicht vergassen sie in der erneut elektrisierenden Atmosphäre der PostFinance-Arena einfach, was ihnen ihre Coaches aufgetragen hatten. Oder sie waren davon getrieben, an diesem Abend ihre persönliche Heldengeschichte zu schreiben. Jedenfalls steigerten das Hin und Her und die erhöhte Risikobereitschaft den Unterhaltungswert. Das Spiel stand nach 60 Minuten zwar standesgemäss 1:1, doch es hätte auch ein 3:3 oder ein 4:4 geben können.

    Den Auftakt zu etwas angriffigerem Eishockey gab Pittis’ Führungstor in der 29. Minute. Der Kanadier lenkte einen Pass Ambühls, der soeben von der Strafbank zurückgekehrt war, gekonnt an Bührer vorbei.

    Törmänens Ärger

    Der SCB erhöhte danach sofort seinen Druck, und nach einer längeren Phase in der Zürcher Zone enteilte Froidevaux den völlig entkräfteten ZSC-Verteidigern Stoffel und Schnyder und glich nach nur 219 Sekunden wieder aus. Der Center, der gekonnt ins Lattenkreuz traf, war schon in Spiel 3 eine wichtige Figur gewesen war. Er bewies erneut, dass er ein Mann für grosse Partien ist.

    Nach dem 1:1 lieferten sich die beiden Teams ein Duell mit offenem Visier und zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten. «Wir hatten in der Verlängerung genug Möglichkeiten zum Sieg», ärgerte sich SCB-Coach Antti Törmänen. «Jetzt müssen wir halt nochmals nach Zürich. Wir haben ja bewiesen, dass wir dort gewinnen können.» Das ZSC-Break zeigte, dass es nicht einfach ist, einen Meisterpuck zu verwerten. 2010 hatten die Berner, 2011 die Davoser drei Versuche gebraucht. Man darf gespannt sein, was das gestrige Spiel in beiden Teams auslöst. Der Final ist wieder lanciert.

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    Zitat von Vladi19

    Dä erscht Meischter ohni Powerplay?

    Chasch dänke!

    Boston häd de Stanley Cup gholt trotz miesem PP!

    S'beschte Team die Saison häd e Quote vo 21,6%, will heisse bruchsch 5 Strafe bis mal es Goal machsch.

    Die schlächtischt Mannschaft brucht 8 Strafe, chasch jetzt sälber überlege öb oder wie entscheidend das isch.

    Luca Cunti Der elegante Mittelstürmer soll die ZSC Lions im Playoff-Final zum Sieg führen. Von Simon Graf

    Einer hat bereits gewonnen

    Vielleicht ist ja Luca Cunti die Lösung. Zuletzt schossen die ZSC Lions zweimal kein Tor, schlitterten im Final gegen den SC Bern nach einem zuvor so verheissungsvollen Playoff an den Rand des Saisonendes. Dreimal nacheinander müssen sie ab heute Donnerstag gewinnen, um doch noch Eishockey-Meister zu werden. Nun sind Tore gefragt. Und eben die Kreativität des 22-jährigen Cunti, der für das Spiel der letzten Zürcher Hoffnung zusammen mit dem prominenten Kanadier Jeff Tambellini in den ersten Sturm beordert wurde. Auch im Powerplay soll er eine Schlüsselrolle spielen.

    Dabei hatte Cunti im vergangenen Sommer, als er sich mit schweisstreibenden Einheiten im Kraftraum auf die Saison vorbereitete, nicht einmal davon zu träumen gewagt, dass diese für ihn mit dem Playoff-Final enden könnte. Denn der Erlenbacher war gar nicht für die ZSC Lions vorgesehen gewesen, sondern für die GCK Lions in der zweithöchsten Liga. Doch dann wurde der neue ZSC-Coach Bob Hartley im traditionellen Vorbereitungsspiel gegen das Partnerteam auf den Mittelstürmer aufmerksam.

    Dass es Cunti nicht am Talent mangelt, hatte Hartley bestimmt schon vorher mitbekommen. Schliesslich hatte sich der NHL-Club Tampa Bay das Recht auf Cunti für die beste Liga gesichert, noch bevor er seinen 18. Geburtstag feierte. Danach aber begann Cuntis Odyssee. Sein Wunsch, auf der höchsten US-Collegestufe zu spielen und zu studieren, erfüllte sich nicht. Er landete in einer tieferen US-Liga, dann im kanadischen Junioreneishockey, es ging sportlich nicht vorwärts mit ihm. Auch nicht nach seiner Rückkehr in die Schweiz, wo er 2009/10 in Langnau vom Pfeiffer-Drüsenfieber gebremst wurde und sich sogar überlegte, mit dem Eishockey aufzuhören.

    Doch er besann sich nach zwei Monaten Bedenkzeit eines Besseren und erkannte, dass seine Begabung allein nicht für eine Karriere reicht. Im Sommer 2010 nahm die ZSC-Organisation den verlorenen Sohn wieder auf und gewährte ihm im Farmteam die Chance, wieder im Eishockey Fuss zu fassen. Lange, zu lange hatte Cunti ungünstige Umstände für seine verzögerte Entwicklung verantwortlich gemacht. Als er erkannte, dass er sein Glück selber in der Hand hält, ging es wieder aufwärts für ihn. Er begann, wie ein Profi zu trainieren und zu leben und kämpfte gegen den Ruf an, ein verwöhnter Junge von der Zürcher Goldküste zu sein.

    In Hartley fand er in Zürich nun auch den Förderer, den er gebraucht hatte. Die Investition in Cunti hat sich ausbezahlt. Mit seiner Schnelligkeit und Übersicht sticht er bei den fleissigen, aber nicht gerade kreativen ZSC Lions heraus. Der Reporter der «Neuen Zürcher Zeitung» befand schon nach wenigen Cunti-Spielen, der junge Mann verleihe dem Team wenigstens einen Hauch von Ästhetik. Am augenfälligsten ist, wie scheinbar mühelos er beschleunigt. «Man hat bei ihm das Gefühl, er berühre das Eis gar nicht», schwärmt Hartley.

    Mit seinem Tempo soll Cunti nun das dichte Berner Abwehrdispositiv durchdringen, den Lions im Final endlich zu Leichtigkeit verhelfen. Auch wenn die wundersame Wende nicht gelingen sollte, so ist der geläuterte Zürcher die (Wieder-)Entdeckung dieser Eishockeysaison. Es würde nicht überraschen, wenn Hartley seinen Lieblingsschüler mitnähme, sollte er dereinst an die Bande eines NHL-Clubs zurückkehren. Träumen ist für Cunti wieder erlaubt.

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    Die Lust, die Geschichte zu wiederholen

    Die ZSC Lions brauchen heute in Spiel 5 in Bern einen Sieg, um die Parallelen zu 2001 weiterzuführen.

    Von Simon Graf, Zürich

    Der Reiz des Sports ist, dass er immer wieder neue Geschichten schreibt. Doch den ZSC Lions wäre es ausnahmsweise recht, wenn im Playoff-Final eine bekannte mit neuen Akteuren nochmals aufgeführt würde – jene von 2001. Die Parallelen zur Serie gegen Lugano sind bisher augenfällig: Die Zürcher hatten damals auch ihr zweites Heimspiel verloren, sogar 0:4, waren 1:3 in Rückstand geraten und hatten gegen die Bianconeri offensiv kaum etwas zustande gebracht – auch nur vier Tore in vier Spielen, zuletzt über 100 Minuten keines mehr.

    Doch dann brachte Rückkehrer Morgan Samuelsson, der einen Monat hatte zuschauen müssen und schon eine Abreise erwägt hatte, die Wende. Nach nur 17 Sekunden bereitete er in der Resega das 1:0 vor, der Aussenseiter siegte gegen plötzlich verunsicherte Tessiner 6:3, dann in Zürich 5:1 und holte den Titel in der Overtime von Spiel 7 (2:1).

    «Ein Tor kann alles verändern»

    «Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass Sulander in jenem Spiel unglaublich gehalten hat», erzählt Edgar Salis, der damals für den ZSC verteidigte. «Wir wurden zwei Drittel völlig dominiert. Und daran, dass Samuelsson beim Meisterschuss genau traf. Und dass wir nach dem Siegestor in die Kabine flüchten mussten, um keine Pflastersteine an den Kopf zu bekommen.»

    Das frühe 1:0 in Spiel 5 habe viel bewirkt, blickt der Bündner zurück: «Das ist das Schöne am Eishockey. Ein Tor kann alles verändern. Es kann eine Serie in eine ganz andere Richtung lenken. Gerade wenn so defensiv gespielt wird wie jetzt, kann es in einem Team extrem viel auslösen.» In Viertel- und Halbfinal gelang den Zürchern jedes Mal der erste Treffer, gegen den SCB gerieten sie nun stets zuerst in Rückstand.

    Es sei gut zu wissen, dass im Final schon einmal ein 1:3 gedreht worden sei, sagt Mathias Seger. Der Ostschweizer errang damals in seinem zweiten ZSCJahr den zweiten Titel. Aber es sei nicht so, dass er den Jungen in der Garderobe von damals erzähle. Salis sagt sogar: «Ich finde es das Schlimmste, wenn die Alten mit ihren Geschichten kommen. Das war ein anderes Jahrzehnt, ein anderes Eishockey mit anderen Regeln. Heute spielt man Eishockey mit Tempo. Wenn ich den Spielern von damals berichten würde und ihnen das Video dazu zeigen, die würden denken: Wieso lässt er alles in Zeitlupe laufen?» Zudem entwickle jedes Team eine andere Dynamik.

    Das stimmt wohl. Doch wenn es den Zürchern in der erwartungsfrohen Atmosphäre der Postfinance-Arena gelingen sollte, den SCB zu düpieren, könnte dies den Bernern erstmals in diesem Playoff zu denken geben. Selbst der erfahrene HC Davos begann zu zittern, als die Kloten Flyers im letztjährigen Final von 0:3 auf 2:3 herankamen. Und Servette erzwang 2010 gegen die Berner nach einem 1:3 trotz schwindender Kräfte noch ein Spiel 7. Arno Del Curto sagte einmal: «Wer das Format von Best of 7 erfunden hat, ist ein Genie. Denn in einer solchen Serie kann auf der psychologischen Ebene unheimlich viel passieren.»

    Das Meiste spiele sich dieser Tage im Kopf ab, sagte gestern auch ZSC-Coach Bob Hartley. Und natürlich betonte er sein Vertrauen in sein Team: «Wir mussten das ganze Jahr hindurch Widerstände bewältigen. Diese Situation ist nichts Neues für uns. Wir haben hier eine gute Leistungskultur etabliert. Davon profitieren wir nun. Ich zweifle nicht daran, dass wir dreimal in Serie gewinnen können.» Um seine Worte zu stützen, gab sich Hartley im gestrigen Training Mühe, gute Laune zu verbreiten. Und bei der abschliessenden Übung, als nur noch in einer Zone auf ein Tor gespielt wurde, gelang das auch.

    Cunti in einer Schlüsselrolle

    Der Kanadier hat Kenntnis vom legendären Final gegen Lugano, dürfte aber gleichwohl darauf verzichten, wie damals einen bislang überzähligen Ausländer ins Team zu coachen. Kolnik und Murphy müssen wohl auch heute zuschauen, dafür rückte der am Montag überzeugende Cunti – er schaffte es als Einziger, mit Speed in die SCB-Zone zu stürmen –, in eine Reihe mit Tambellini und Kenins vor. Und er wird nun auch im Powerplay zum Zug kommen.

    2001 fragte Larry Huras nach dem 1:3-Rückstand in die Runde: «Wie isst man einen Elefanten? Ganz einfach: Bissen für Bissen.» Hartley hielt nun fest: «Wir müssen am Donnerstag nicht drei Spiele gewinnen. Sondern nur eines.» Ein Tor wäre schon einmal ein guter Anfang.

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    a) ich hoffe es gibt KEINEN Lockout!

    b) sollte es einen Lockout geben, will ich Gopfertammi diesmal Stars in der Halle sehen! Die letzten beiden mal hat man das verplempert mit dem Argument, man wolle die Spieler die unter Vertrag sind nicht frustrieren....

    Die Liste der Wunschkandidaten könnte länger nicht sein, ich habe einfach mal ein paar aufgeschrieben.

    Schweizer NHL Spieler die keine Ausländerlizenz beanspruchen wären eben auch geil...vor allem Streit!

    Zitat von Reto

    Ramazzotti. Tsss....



    "Die Zeiten wo der FCZ um Titel und Europa-League Plätze spielte ist nach der Transferperiode in diesem Winter bis auf weiteres vorbei. Die Zukunft liegt im Mittelmass wo sich der FCZ vor 2005 aufgehalten hat. Die getätigten Transfer erinnern mich an die früheren Zeiten wo der FCZ regelmässig irgendwelche Restposten verpflichtet hat die dann kaum was bewegen konnten."

    Markus Imbach , Zürich

    :razz:

    FCZ: Hoffen auf Basel und Luzern

    (pmb.)


    Fredy Bickel mochte nicht glauben, was er gesehen hatte, und sein Ärger über das 1:2 des FCZ in Sion war auch bis Ostermontag nicht verflogen. Unerklärlich war für den Sportchef, wie die Mannschaft es fertigbringen konnte, den Vorteil einer Führung zu verspielen: «Unsere erste Halbzeit war richtig gut. Aber dann verpassten wir die Chance, ein starkes Zeichen zu setzen. Das war naiv.»

    Eine Serie wollten die Zürcher starten, um sich doch noch den EuropaLeague-Plätzen anzunähern. Stattdessen endete ihr Ausflug ins Wallis mit grossem Frust. Jetzt benötigen sie erst recht Support von Basel und Luzern, um die letzte Hoffnung aufrechtzuerhalten: Ziehen diese zwei Teams in den Cupfinal ein, qualifiziert sich auch der SuperLeague-Vierte für den Europacup.

    Gleichzeitig läuft die Personalplanung. Es zeichnet sich ab, dass der im Winter geholte Brasilianer Ramazotti (erst 37 Minuten eingesetzt) nicht weiterbeschäftigt wird. Der Montenegriner Kajevic indes dürfte bleiben, während Sutter zu YB zurückkehrt. Kaum eine Zukunft in Zürich haben Aegerter und Barmettler. Ein Ersatz kündigt sich schon an: Burim Kukeli. Der 28-Jährige muss Luzern Ende Saison verlassen, obwohl er unumstrittener Stammspieler ist. Naheliegend scheint ein Transfer in den Letzigrund. Der neue FCZ-Trainer Rolf Fringer gilt als Kukelis Förderer.

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    Der SCB ist der bessere ZSC

    0:2 in Spiel 4 und seit über 125 Minuten kein Tor mehr geschossen – die Zürcher finden im SCB ihren Meister.

    Von Simon Graf, Zürich


    Im Finish fehlte auch etwas das Glück. Tambellinis Backhandschuss aus der Nahdistanz war ein paar Zentimeter zu hoch, McCarthy hämmerte den Puck aus bester Position übers Tor, bei Schommer war es am knappsten: Der Engadiner, der im Verlaufe der Partie reingecoacht worden und frischer als die meisten seiner Kollegen war, traf 90 Sekunden vor Schluss aus spitzem Winkel statt des offenen Tors den Pfosten. Und so war es Plüss vorbehalten, mit dem 2:0 ins verlassene ZSC-Tor den Schlusspunkt hinter eine für die Zürcher frustrierende Partie zu setzen. Der Puck fand erneut keinen Weg vorbei an SCB-Goalie Bührer, zum zweiten Mal in Serie. Seit 125 Minuten und 31 Sekunden sind die ZSC Lions inzwischen ohne Tor – das ist ihre längste offensive Durststrecke in dieser Saison.

    Der Stadtclub ist im Final vom Problem eingeholt worden, das ihm über weite Strecken des Winters ein treuer Begleiter gewesen war: Ihm fehlen die Kreativität und die Kaltblütigkeit, um gegen defensiv eingestellte Gegner etwas zu bewirken. Gegen die angriffigen Davos und Zug hatten sich den Zürchern in Viertel- und Halbfinal Räume geöffnet, die sie nutzten. Gegen Bern prallen sie nun an einem Gegner ab, der vieles ähnlich macht wie sie – aber einfach noch ein bisschen besser. Der SCB ist kräftiger, gradliniger und noch konsequenter in der Abwehrarbeit. Oder, einfach ausgedrückt: Er ist der bessere ZSC. Zudem gelang ihm in allen vier Duellen das erste Tor, das in dieser defensiv geprägten Finalserie so wichtig ist. Das einem die Bestätigung gibt, dass man auf dem richtigen Weg ist.

    Flüelers Patzer, das Powerplay

    Am Ostersamstag war Froidevaux das Führungstor in der 30. Minute gelungen, im Hallenstadion erzielte es Rüthemann eine Minute früher. Beide Male machte Flüeler eine unglückliche Figur – in Bern liess er sich düpieren, als Froidevaux ums Tor kurvte, diesmal liess er einen Weitschuss über seiner rechten Schulter passieren. Natürlich wäre es vermessen, den Fehler beim Goalie zu suchen, wenn seine Vorderleute über zwei Spiele lang kein Tor zustande bringen. Aber die Sicherheit, die Flüeler in den ersten beiden Serien ausgestrahlt hatte, fehlt ihm momentan. Auf der anderen Seite scheint der erfahrene Bührer, der zweifache Meistergoalie (2004, 2010), derzeit nichts falsch machen zu können.

    Dazu kommt, dass die ZSC Lions im Powerplay kein Bein vors andere bringen. In der Qualifikation hatten sie eine rekordverdächtig tiefe Erfolgsquote von 10,16 Prozent gehabt, im Playoff sind sie inzwischen auch wieder bei 12 % angelangt. Der SCB hingegen hat im Playoff in Überzahl fast jedes vierte Mal (22,8 %) ein Tor geschossen. Die Boston Bruins wurden im vergangenen Frühjahr zwar auch mit einem miserablen Powerplay Stanley-Cup-Sieger, doch sie sind die Ausnahme, welche die Regel bestätigt. Bob Hartley räumte die Probleme in Überzahl ein, gab sich aber Mühe, positiv zu bleiben. So sagte er: «Wenn mir jemand sagt, wir seien in den letzten Spielen unterlegen gewesen und mir dies plausibel darlegen kann, verpflichte ich ihn als Assistenzcoach.»

    2001 kann die Inspiration sein

    Die kräfteraubende Serie und die Tatsache, dass mehrere ZSC-Spieler angeschlagen sind, fordern ihren Tribut. Gestern wirkten Cunti, Kenins und Ambühl noch am frischesten, anderen waren die Mühen der letzten Tage und Wochen anzusehen. Hartley gibt seinen Spielern heute frei, am Donnerstag gilt es in Bern, in einer erwartungsfrohen Atmosphäre den ersten von drei Meisterpucks abzuwehren.

    Siebenmal schaffte es im NLA-Playoff bislang ein Team, ein 1:3 zu drehen – in drei dieser Fälle hatte es sogar 0:3 gestanden. Im Final, wenn die Kräfte schwinden, triumphierte bislang aber erst eine Mannschaft nach einem 1:3: die ZSC Lions 2001 gegen Lugano. Seger und Sulander können ihren Kollegen als Inspiration ja erzählen, wie es damals war.

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