Beiträge von Larry

    FCZ: Es kann nur Rolf Fringer sein

    Von Peter Bühler


    Der 55-jährige Adliswiler hat als Trainer grosse Erfahrung und weiss, wie man Titel gewinnt. Das gefällt dem Präsidenten Ancillo Canepa.

    Für Fredy Bickel war Rolf Fringer vermutlich von Beginn weg Kandidat Nummer 1 für die Nachfolge des am 12. März entlassenen Trainers Urs Fischer. Der FCZ-Sportchef kennt und schätzt den in Adliswil aufgewachsenen Österreicher seit gemeinsamen Zeiten bei den Grasshoppers in den späten 90er-Jahren. Zusammen wurden sie bei GC 1998 Meister, Fringer als Trainer, Bickel als Medienchef und Assistent des damaligen Sportchefs Erich Vogel.

    GC gewann jenen Titel, seinen 25. der Clubgeschichte, hoch überlegen mit 16 Punkten Vorsprung. Im Dezember 1998 wurde Fringer nach schweren Differenzen mit Vogel entlassen. Sehr zum Missfallen von Bickel und obwohl die Mannschaft in der Winterpause auf Platz 2 stand. Bickel und Fringer haben seither immer Kontakt gehalten.

    Canepas Ansage

    Es versteht sich von selbst, dass ein erfahrener Sportchef wie Bickel bei der Auswahl eines Trainers nicht nur einen Kandidaten portiert, sondern über mehrere Optionen verfügt. Seit Montag haben Bickel und Präsident Ancillo Canepa eine Liste mit über 50 Anwärtern auf wenige Namen zusammengestrichen. Neben Fringer blieben Murat Yakin, der bei Luzern unter Vertrag steht, sowie der bei St. Gallen vor einem Jahr entlassene Uli Forte als valable Kandidaten übrig. Von den beiden 37-jährigen Trainertalenten halten Bickel wie Canepa viel – ihre Wahl dürfte dennoch auf Fringer fallen.

    Canepa hatte kurz nach der Entlassung des auf höchstem Niveau wenig erfahrenen Fischer bemerkt, dass er sich als Nachfolger einen Trainer wünsche, der routiniert sei, eine positive Ausstrahlung habe, gut kommuniziere und junge Spieler fördere. Vor allem aber müsse der neue Mann in seiner Trainerkarriere schon etwas erreicht haben und wissen, wie man Titel gewinnt.

    Meister mit Aarau und GC

    Von den drei Spitzenkandidaten verfügt einzig Fringer über grosse Erfahrung im Spitzenfussball, auch auf internationalem Niveau. Er arbeitete bei den Grasshoppers, die damals noch ein Grossclub und eine Macht waren, zuvor hatte er in der Bundesliga beim VfB Stuttgart und als Schweizer Nationaltrainer gewirkt. Und vor allem: Fringer war im Gegensatz zu Yakin und Forte schon zweimal Schweizer Meister, 1993 mit Aarau und fünf Jahre später mit GC. Er weiss also, wie man Titel gewinnt. Das gefällt Canepa. Alles deutet deshalb darauf hin, dass der neue FCZ-Trainer nur Rolf Fringer heissen kann.

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    :kotz:

    GC-Analyse André Dosé ersetzt Roland Leutwiler als Präsident – doch ist er auch besser? Von Thomas Schifferle

    Verzweiflungstat auf der Grossbaustelle

    In der Not und Krise reifen manchmal die seltsamsten Einfälle. Die Grasshoppers liefern dafür das neueste Beispiel: Sie befördern aus dem Nichts heraus André Dosé zu ihrem neuen Verwaltungsratspräsidenten.

    Dosé ist der Name zum nächsten und auch verzweifelten Anlauf des Vereins aus Niederhasli, den Weg zu altem Glanz oder zumindest zu neuer Glaubwürdigkeit zu finden. Dosé ist nicht berühmt als Fussballfachmann, im Gegenteil, und doch passt er mit seiner Geschichte zu diesem GC: Der Rekordmeister ist diese Saison so gegroundet, wie es die Swissair mit dem darauf in der Not eingesetzten Chef Dosé im Herbst 2001 war.

    Morgen Samstag wird er sich der Öffentlichkeit vorstellen, vier Stunden vor dem Meisterschaftsspiel gegen Sion. Geld im neuen Amt verdient er nicht, zumindest ist das nicht vorgesehen. Entscheidender in seinem Fall ist aber, ob er wirklich ein Krisenmanager ist oder bei GC nur sein Bedürfnis nach Öffentlichkeit auslebt.

    Gegenüber Radio 24 hat Dosé gestern gesagt, er spiele noch immer bei den Veteranen Fussball. Und dass Fussball schon immer seine Leidenschaft gewesen sei. Für GC ist zu hoffen, dass er mehr zu bieten hat als ein paar Belanglosigkeiten.

    Leutwilers und Sutters Einsicht

    Dosé wechselt zu einem Verein, der sportlich, führungs- und imagemässig am Boden liegt. Aufbauarbeit ist gefordert nach dem kurzen Zwischenspiel unter Roland Leutwiler, der von sich aus gemerkt hat, dass er als Präsident am falschen Ort war. Bevor er sich selbst zurückzog, kam er einer letzten Pflicht nach und teilte CEO Marcel Meier die Kündigung mit. Auf diese Trennung hatten die Owner gedrängt, denen der Club gehört. Und weil der frühere Nationalspieler Alain Sutter merkte, dass er von den Entscheidungsfindungen ausgeschlossen wurde, reichte er gestern Morgen seinen Rücktritt als Vizepräsident ein.

    Leutwiler war ein schwacher Präsident, als Führungskraft nicht spürbar – nicht öffentlich und, was noch fataler war, schon gar nicht intern. Meier war ein CEO ohne Leistungsausweis; Sutter würde dieser Einschätzung widersprechen, er hätte sich nie von ihm getrennt, aber Meier galt bei den entscheidenden Kräften der Owner als Blender, als Produzent von Worthülsen.

    Präsident und CEO hatten im vergangenen Herbst die Idee, den FC Winterthur innert vier Jahren schrittweise zu übernehmen. Meier stellte sich deshalb auch bei FCW-Präsident Hannes W. Keller vor und tat das auf eine selbstgefällige Art, die Keller, der erfolgreiche Unternehmer, noch heute als Beleidigung empfindet. Meiers letzter Akt war auch sein zweifelhaftester: Aus Spargründen sprach er gegen zwölf Mitarbeiter vom Campus vorsorgliche Kündigungen aus.

    Kein CEO, kein Coach, kein Team

    Sutter wiederum, für sein 60-ProzentMandat mit rund 120 000 Franken entschädigt, verlor den Rückhalt bei den Besitzern, weil er gerade diesem Meier zu nahe war. Er nun vermutet hinter der neuesten Entwicklung einen radikalen Kurswechsel: weg von der von Leutwiler beschworenen House-ofTalent-Strategie zu einer Strategie der Investitionen, weg also vom bedingungslosen Setzen auf die hauseigene Jugend hin zur Bereitschaft, das Budget deutlich zu erhöhen. «Dieses Umdenken wäre für einen Erfolgsverein wie GC das einzig Richtige», sagt er. Und schiebt nach, das sei seine Spekulation.

    Er irrt, zumindest nach Aussagen aus Owner-Kreisen. Da ist kein Investitionsschub geplant, kein Erkaufen von Erfolg, wie es einst zu diesem Verein gehörte. Wünschenswert wären frische Mittel einzig, um die aktuelle Strategie besser umsetzen zu können.

    Die Owner bestimmen, was im Verein passiert. Und dieser Verein ist eine riesige Baustelle. Der Verwaltungsrat besteht noch aus drei Leuten, weil aus Solidarität zu Leutwiler auch Daniel Schweizer zurücktrat. Es gibt keinen CEO und keinen Sportchef, es braucht einen neuen Trainer und nicht zuletzt eine neue Mannschaft.

    Stephan Anliker, Owner und Verwaltungsrat, Architekt und Präsident des Eishockey-B-Meisters Langenthal, führt nun eine Arbeitsgruppe (neudeutsch Taskforce), welche die Aufgaben des CEO übernimmt. Dazu gehört Thomas Gulich, der schon jetzt Arbeiten für den Verwaltungsrat erledigt hat. Gulich war einst selbst Präsident von GC, vor allem ein überforderter. Dass er jetzt wieder im Dunstkreis auftaucht, verleitet zu einem Eindruck: Den Leuten bei GC fällt nichts Neues und Besseres ein.

    Die Zeit mit Ciriaco Sforza als Trainer hat gezeigt, wie schädlich es für den Verein ist, keinen vollamtlichen – und fachkundigen Sportchef zu haben. Die Transfers unter Sforza sind, abgesehen von ein paar Ausnahmen wie Innocent Emeghara, Roman Bürki und Amir Abrashi ein Desaster. Sie sind ebenso Ausdruck fehlender Geldmittel wie der Inkompetenz.

    Yakin als Wunschtrainer

    Ein Sportchef, wie es ihn zuletzt bis Sommer 2009 mit Erich Vogel gab, ist nun trotzdem nicht erwünscht. Die Gedanken der Owner gehen dahin, eine Kommission zu bilden – bestehend aus Leuten mit GC-Vergangenheit. Erste Namen kursieren, von Peter Meier, Marcel Cornioley, Heinz Hermann. Es wäre eine fatale Lösung, weil sie nur eine halbe Lösung ist. Sie dokumentiert auch das Dilemma, dass es in der Schweiz an fähigen Sportchefs fehlt.

    Im Hintergrund schwirrt der Name eines alten Geistes herum, von Erich Vogel. Dank seiner Nähe zu Owner und Verwaltungsrat Heinz Spross ist sein Kontakt zu GC nie abgebrochen. Sein Rat soll jetzt wieder gefragt sein – wenn auch nicht in offizieller Funktion. Auch und gerade das ist eine dieser Dissonanzen, die den proklamierten Neuanfang bei GC stören. Vogel hat zuletzt kaum einen Stadionbesuch ausgelassen, ohne über alle und alles bei GC zu lästern.

    Der Trainer ist bis im Sommer noch Sforza (TA vom 17. 3.). Für die alte Führung war klar, dass er dann gehen muss. «Definitiv», wie Sutter weiterhin festhält. Es gibt jetzt keinen Grund, daran etwas zu ändern. Sforza hat bei GC genug Chancen gehabt, sich als Trainer zu beweisen, und sie alle nicht genutzt. Er hat es bis heute nicht gelernt, mit Spielern verlässlich umzugehen. Von ein paar Ausnahmen abgesehen hat er sie nicht weitergebracht. Sforza macht unter dem Einfluss eines Mentaltrainers den Eindruck, als lebe er in einer anderen Welt. Er weiss um sein nahendes Ende. Sonst hätte er nicht selbst versucht, sich beim FC Zürich ins Gespräch zu bringen. Murat Yakin gilt als einer der Wunschkandidaten für seine Nachfolge bei GC.

    Da ist noch die Mannschaft, schlecht zusammengestellt und betreut, überschätzt und überfordert. Es braucht keinen Smiljanic und De Ridder mehr, beide mit einer halben Million Franken masslos überbezahlt. Es braucht wieder Spieler, die nach Qualität und Konzept ausgewählt werden.

    Und da sind schliesslich auch die finanziellen Probleme, die GC drücken. Der Campus bleibt eine schwere Belastung. GC sei «eine Restrukturierungsaufgabe», sagt Dosé. Schonungsvoller lässt sich das nicht ausdrücken.

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    "Der 55-Jährige gilt nicht nur als Wunschkandidat von Fredy Bickel. Fringer ist bekennender FCZ-Fan – als kleiner Bub stand er oft in der Fan-Kurve."

    :roll:

    Gefährdet Fritz Peters Billig-Stadion-Idee das Projekt der Stadt?

    (lcv)


    Zürich – Der ehemalige GC-Präsident Fritz Peter löst mit seiner Idee eines halb so teuren und doppelt so schnell realisierten Hardturmstadions eine Kontroverse aus. Müsste der Fraktionschef der Grünliberalen im Gemeinderat, Gian von Planta, heute über einen 150-Millionen-Kredit entscheiden, würde auch er Nein stimmen: «Wie Fritz Peter glaube auch ich, dass es billiger geht.» Es sei bereits das zweite Fussballstadion in der Stadt, dazu kämen das Kongresshaus und das Eishockeystadion, deren Finanzierung noch nicht gesichert sei.

    Auch SVP-Gemeinderat Mauro Tuena hegt gegenüber Peters Vorschlag Sympathien: «Ich finde es gut, dass jetzt auch eine Privatperson Dampf macht.» Dass das Stadion kommen müsse, sei keine Frage, «aber wollen die Bauherren etwa die Stadionsitze vergolden?» SP-Fraktionspräsidentin Min Li Marti sagt: «Niemand ist gegen ein billigeres Projekt.» Aber ob es tatsächlich möglich sei, ein geeignetes Stadion zum halben Preis zu bauen, sei eine andere Frage. Fritz Peter gefährde mit seinem Vorschlag das Stadionprojekt der Stadt. Für den Freisinnigen Roger Tognella ist der Baukredit nicht die grösste Hürde, «wichtig ist, dass bis zum Sommer ein gutes Projekt erarbeitet wird». Christian Traber (CVP) sagt: «Wenn wir jetzt wieder alles über den Haufen werfen, kommt Zürich nie zu einem Stadion.»

    (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

    Die Parallelen von ZSC und SCB

    Von Simon Graf, Zürich

    Nicht nur bezüglich ihres Saisonverlaufs sind sich die Playoff-Finalisten ähnlich.

    Ambühls Job dürfte es sein, Berns Ritchie zu stoppen.

    Bob Hartley liess seine Spieler gestern spüren, dass der Finalstart noch fast eine Woche entfernt ist. Das Tempo im Training war hoch, und zum Dessert durften die Akteure noch hin- und her sprinten. Der Kanadier stand mittendrin und schien die Szenerie zu geniessen. Und danach erstaunte er mit der Aussage, er sei froh, dass der SCB in Freiburg gewonnen habe. Nicht, weil er die Berner gering schätze. Sondern, weil er nun konkret planen könne: «Die letzten Tage waren ein Albtraum für uns. Wir gingen zu dritt nach Freiburg, um beide Teams zu beobachten. Wir mussten immer zweigleisig fahren. Das Training am Dienstag war gut. Aber es ist schwer für die Spieler, voll konzentriert zu sein, wenn sie noch nicht wissen, wann und gegen wen sie spielen.»

    Heute Donnerstag werden die ZSCSpieler erstmals Videobilder vom Finalgegner vorgesetzt bekommen. Die meisten von ihnen schauten sich am Dienstag aber Spiel 5 am Fernsehen an und erwarten ein anders gelagertes Duell als im Viertel- und Halbfinal. So sagte Thibaut Monnet: «Die Berner sind uns ähnlicher als Davos und Zug. Es sieht bei ihnen nicht so schön aus, aber sie sind sehr effizient. Und sie haben viel Erfahrung.» Patrik Bärtschi ergänzte: «Sie haben ihre Kräfte sehr gut verteilt.» Er sei beeindruckt vom SC Bern, hielt Hartley, der die Favoritenrolle zurückwies, schon einmal fest. «Die Berner sind uns ähnlich, haben gute Routiniers und talentierte Junge. Und wie wir spielen sie sehr diszipliniert.»

    Gegen Davos und Zug liess der ZSCCoach die Ambühl-Linie gegen jene mit dem gegnerischen Topskorer laufen. Ist das auch gegen Bern zu erwarten? Hartley wollte sich noch nicht festlegen, sagte aber: «Ich mochte es als Coach immer, den Besten mit den Besten zu begegnen.» Was wohl heisst, dass es Ambühl und Tambellini mit Ritchie, Dumont und Berger zu tun bekommen. Das nominell erste SCB-Trio produzierte in den ersten zehn Playoff-Spielen 30 Skorerpunkte. Es zu stoppen, dürfte schon einmal ein guter Anfang sein. Hartley gab aber auch zu bedenken, dass er zuletzt gegen Zug nicht mehr allzu stark darauf geachtet habe, welche Reihe gegen welche des Gegners antrat. «Zug spielte nur noch mit drei Linien, doch ich wollte mit vier durchspielen. Denn jeder meiner Spieler verdiente es, auf dem Eis zu sein.»

    Das Coachingduell zwischen dem erfahrenen Hartley und Neuling Antti Törmänen wird interessant zu beobachten sein. «Fribourg schob sich den Puck einmal fünf Minuten in der eigenen Zone hin und her. Vielleicht tun wir das 20 Minuten lang», blickte der Kanadier verschmitzt lächelnd voraus. «Das hätte den Vorteil, dass sie mit dem Zamboni nur eine Seite des Eises putzen müssten.»

    Im vergangenen Oktober, nach der Entlassung von Larry Huras nach einem 1:2 gegen die ZSC Lions, hatte SCBGeschäftsführer Marc Lüthi festgehalten, dass man, bei allem Respekt, eine Mannschaft wie die Zürcher einfach schlagen müsse. Konfrontiert mit dieser Aussage, mochte sich Hartley nun nicht aus der Reserve locken: «Es ist ein Zeichen von Schwäche, wenn man sich auf solche Spielchen einlässt. Die Wahrheit liegt im Rink. Brunner mokierte sich auch über unseren Goalie. Und jetzt ist er wohl am vierten Loch auf einem Golfplatz.»

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    Topfavorit Fringer mit bewährtem FCZ-Trainerstab

    (pb)

    Der FC Zürich sucht seit Montag intensiv nach dem Nachfolger für den am 12. März entlassenen Trainer Urs Fischer. Die Clubführung um Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel gab aber auch gestern keine substanziellen Kommentare zu Namen allfälliger Kandidaten ab. Der Stand in der Trainerfindung ist der gleiche geblieben: Kronfavorit auf den Trainerposten ist Rolf Fringer, im engeren Kreis befinden sich zudem Murat Yakin und Uli Forte (TA vom Mittwoch). Sie alle hatten ihr grundsätzliches Interesse am Job bekundet und dies über ihre Berater, andere Mittelsmänner oder persönlich an den Zürcher Club herangetragen. Es ist davon auszugehen, dass Bickel und Canepa in diesen Tagen die Gespräche mit den Kandidaten aufnehmen, in erster Linie mit Fringer.

    Noch lässt sich nicht abschätzen, wann der FCZ den neuen Trainer präsentieren wird. Als gesichert gilt, dass Harald Gämperle die Mannschaft am Sonntag im Heimspiel gegen die Young Boys betreuen wird. Die Zürcher wollen gegen YB ihre wohl letzte Chance nutzen, sich doch noch für die Europa League zu qualifizieren. Zwar beträgt ihr Rückstand auf die drittplatzierten Berner bereits acht Punkte, doch im günstigsten Fall könnte in dieser Saison auch Rang 4 zur Qualifikation ausreichen. Dann nämlich, wenn Basel und Luzern den Cupfinal bestreiten und sich beide Klubs auch über die Meisterschaft für den Europacup qualifizieren. Momentan liegen zwischen dem FCZ und dem Vierten Thun lediglich vier Punkte.

    Pascolo für die Goalies?

    Seit Fischers Entlassung führt Gämperle das Team interimistisch. Ihm fehlen aber die erforderliche Ausbildung und die Diplome, um gemäss den Regeln der Swiss Football League länger als 20 Tage im Amt bleiben zu dürfen. Der FCZ hat bei der Liga eine Sonderbewilligung auf Verlängerung beantragt. Eine Antwort ist noch nicht erfolgt.

    Ausser Zweifel steht, dass Gämperle, dessen gegenwärtiger Assistent Erich Hänzi und Konditionstrainer Dominik Baumgartner über die Saison hinaus für den FCZ und mit dem neuen Cheftrainer arbeiten werden. Der Club strebt Kontinuität und Stabilität im Trainerstab an. Gesucht wird nach Martin Brunners Ausscheiden ein neuer Goalietrainer. Unter den Kandidaten befinden sich offenbar bekannte Namen wie Marco Pascolo, zurzeit Torhütertrainer bei Sion, Patrick Bettoni, einst bei YB und Thun, oder der frühere St. Galler Stefano Razzetti.

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    :kotz:

    Zitat von Draft

    Danke Bern, Danke Lüthi....
    Was söll das? Es isch Final und da heisst's Scheiss Bern, Scheiss Lüthi!
    Hallo?
    MIR SIND ZÜRI, SUSCHT GAR NÜT!

    Hangebliibe? :roll:

    Ohni de "Scheiss Lüthi" wär Züri zwei mal uf Chloote gange!

    Zitat von Iceman

    In vielen "Foren" wird ja jetzt der eigene Frust dadurch gedämpft, dass man den Finalteilnehmern deren Mängel vorwirft, insbesondere sie hätten nur defensiv gemauert und so. Das mag - mindestens im Falle des SCB - teilweise wahr sein. Es wäre aber ebenso spektakulär wie tödlich, wenn man sich gegen die guten Läufer und Techniker aus Kloten und Fribourg auf einen offenen Schlagabtausch eingelassen hätte. Jeder muss mit den Steinen bauen, die er hat. In der NZZ steht richtigerweise, dass das Team des SCB den Zenit eigentlich überschritten habe. Die "alten Kämpfer" wie z.B. Plüss oder Rüthemann können nicht verbergen, dass der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlässt. Und die "jungen Wilden" sind zwar ein Versprechen für die Zukunft, trotzdem kann man aber von 17 und 19jährigen Typen noch nicht erwarten, dass sie in den PO's den Karren reissen. In diesen zermürbenden Spielen fehlen ihnen noch ein paar Kilo Muskeln und ein paar Jahre Erfahrung.

    Die "Vorwärtsstrategie-Klubs" Kloten, Zug, und Gottéron haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Favoritenrolle nicht so angenehm ist wie die des Underdogs. Und dass trotz respektablem Budget und teuren Transfers sehr viel schief gehen kann. Diese Erfahrungen haben die jetzigen Finalteilnehmer oft genug selbst machen müssen.

    Und was das von vielen vermisste offensive Spektakelhockey anbelangt: Ich bin zwar kein NHL-Kenner, glaube aber nicht, dass dort im Playoff-Final Elfentanz und Kunststücke für die Galerie Trumpf sind.

    Genau so ist es!

    Hockey der Marke "wir seckeln wie blöd herum" mag in der Quali gut aussehen, Erfolg hat dies jedoch noch nie gebracht!

    Der einzige Club der den Spagat zwischen erfolgreichem PO Hockey und gutem Quali Hockey hingebracht hat die letzten Jahre war Davos.

    Die anderen herumseckler haben nur verloren wenn es ums Ganze ging.

    Zitat von Reto

    Ich bin da eigentlich zwenig drin bim FCZ, aber wänn ich Fringer ghöre, han ich eifach schwer s'Gfühl, dass das überhaupt nöd passe würd. De Fringer passt sit em Debaku in Aserbaidschan us minere Sicht sowieso nienets meh here, aber zum FCZ scho gar nöd.

    :nick: :flaming:

    Neuer FCZ-Trainer: Schweizer Lösung zeichnet sich ab

    Uli Forte, Murat Yakin und vor allem Rolf Fringer gelten als Favoriten auf Urs Fischers Nachfolge.

    Von Peter Bühler

    Jeden Montag tauschen Ancillo Canepa und Fredy Bickel im Rahmen der FCZGeschäftsleitungssitzung ihre Gedanken aus. Vorgestern war die Bereinigung der Kandidatenliste für den Trainerposten das wichtigste Traktandum für den Präsidenten und seinen Sportchef. Über 50 Trainer hatten sich für die Nachfolge des entlassenen Urs Fischer beworben.

    Aus dem Ausland meldeten sich vorab deutsche Fussballlehrer wie die unvermeidlichen Lothar Matthäus oder Mario Basler, aber auch Thomas Doll, Volker Finke oder Michael Skibbe. Sie alle wissen um die Affinität von Canepa für die Bundesliga. Der FCZ-Präsident hatte schon nach der Entlassung Fischers kundgetan, er könne sich einen guten deutschen Trainer mit Biss und Siegermentalität im Letzigrund gut vorstellen. Nun sagt er dazu lediglich: «Einzelne Namen kommentiere ich nicht.»

    Die FCZ-Führung mauert

    Über die Wahl des neuen Trainers entscheidet letztlich eine «Findungskommission». Ihr gehören neben Canepa und Bickel die Verwaltungsräte Gregor Greber und Hugo Holenstein an. Grossen Einfluss in diesem Gremium dürfte Bickel haben, er ist der Fussball-Fachmann. Auch er will zur Trainerernennung nichts sagen, bemerkt nur: «Das Verfahren läuft.» Wer Bickel genauer kennt, der weiss, dass er eine Schweizer Lösung bevorzugt. Während seiner bisherigen Tätigkeit als Sportchef von YB und dem FCZ arbeitete er immer mit einheimischen Trainern: in Bern mit Marco Schällibaum, in Zürich mit Lucien Favre, Bernard Challandes und Urs Fischer.

    Bickels Philosophie, auf einheimisches Schaffen zu setzen, macht Sinn. Vorab deutsche Trainer schielen immer Richtung Bundesliga und setzen sich beim erstbesten Angebot in die Heimat ab. Jüngstes Beispiel dafür ist Thorsten Finks Wechsel von Basel zum HSV. Und der FCZ setzt vorab auf junge Fussballer, bevorzugt aus dem eigenen Nachwuchs. Da ist es von Vorteil, wenn der Cheftrainer mit den Schweizer oder noch besser den Zürcher Verhältnissen vertraut ist und sich nicht monatelang einarbeiten muss.

    Dass der FCZ trotz der Misere in der laufenden Meisterschaft noch immer eine attraktive Adresse ist, beweist auch die Vielzahl der Bewerbungen von Schweizer Trainern. Eine Bestätigung ist von FCZ-Seite nicht erhältlich, aber es sollen sich mehrere Coaches gemeldet haben, die bei Super- und ChallengeLeague-Vereinen unter Vertrag stehen. Nicht dazu gehören Christian Gross von YB und Heiko Vogel vom FCB, aber offenbar Murat Yakin. Er reibt sich in Luzern regelmässig mit Präsident Walter Stierli und hat einen grossen Teil des Publikums mit seinem Defensivfussball verärgert. Die Beziehung zwischen Yakin und dem FCL ist kühl geworden.

    Yakin strahlt Glamour aus, was Fischer völlig abgeht – und was Canepa gefällt. Aber wer das Trainertalent Yakin verpflichtet, der weiss, dass er stets eine grosse Entourage von Verwandten, Bekannten und Adabeis mit sich schleppt, die zur Belastung werden können. Im Gegensatz zu Yakin ohne Verein sind Uli Forte und Rolf Fringer. Auch sie haben sich beworben und stehen mit grösster Wahrscheinlichkeit auf der Liste von Canepa und Bickel. Für Forte, wie Yakin 37, spricht die Unverbrauchtheit, sein Aufstieg in der Trainerhierarchie wurde durch die Entlassung in St. Gallen vor einem Jahr aber jäh gestoppt. Vielleicht ist der FCZ für ihn (noch) eine Nummer zu gross.

    Fringer: Hunger und Erfahrung

    Bleibt Fringer. Viele sind der Ansicht, er sei bei seiner Entlassung im Mai in Luzern das Opfer einer von Hakan Yakin angezettelten Intrige geworden. Hakan ist Murats Bruder. Und der 55-jährige Fringer, der zwar österreichischer Staatsbürger ist, den grössten Teil seines Lebens aber in der Schweiz verbrachte, ist wohl der Topfavorit auf den Trainerposten beim FC Zürich. Er hat grosse Erfahrung, auch internationale. Und nach fast einem Jahr ohne Job ist er hungrig nach Fussball. Allerdings: Mit seinen letzten Clubs St. Gallen und Luzern ist er nach jeweils starkem Beginn eingebrochen und den Nachweis schuldig geblieben, auch langfristig erfolgreich zu arbeiten.

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    Zitat von Simms

    Du Larry, ist es dermassen langweilig am Pool das du die ganze Zeit die Schweizer Medienlandschaft durchforstet?

    Auf alle Fälle ist es klasse, meistens hat man den Beitrag im Forum, sobald er im Netz erscheint. Guter Service! :cool:

    Tagi (Printausgabe) lese ich normalerweise am Abend, wenn er in der CH online geschaltet wird, so um 23 Uhr/5 Uhr

    Am morgen ist meine Internet Zeit, dann bringe ich mich auf den neusten Stand.

    Danach: Just Another Perfect Day in Paradise :cool: