Beiträge von Thomi

    und grad nomal NZZ / 20.07.23

    Gegen Hooligans ist ein hartes Vorgehen angezeigt. Die Instrumente dazu sind vorhanden, jetzt müssen die Kantone sie einfach konsequent einsetzen

    Pyro-Werfern und Gewalttätern muss es unmöglich gemacht werden, sich in der Anonymität der Fankurve verstecken können.

    Zeno Geisseler20.07.2023, 05.02 Uhr

    In den Fankurven von Vereinen wie dem FCZ gibt es Gewaltbereite.

    In den Fankurven von Vereinen wie dem FCZ gibt es Gewaltbereite.

    Imago

    Wer Freude am Fussball hat, sollte in seinem Fan-Shirt ins Tram steigen können, im Stadion bei einem Bier und einer Bratwurst zwei spannende Stunden unter Gleichgesinnten verbringen können und danach gemütlich wieder nach Hause fahren ohne irgendwelche Zwischenfälle.

    Das ist das Idealbild des Fussballs. Es ist eines, das die grossen Verbände, die Vereine und auch die Sponsoren zelebrieren. Fussball ist friedlich. Fussball macht Spass. Fussball vereint sogar.

    Die Realität sieht anders aus.

    Wer in Zürich mit einem Shirt der Grasshoppers durch die Gassen spaziert, «braucht ein gesundes Selbstbewusstsein», sagt der Hooligan-Experte Maurice Illi im Interview mit der NZZ. Das ist noch nett formuliert.

    Wer zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort auftaucht, riskiert einen Angriff. Dieser falsche Ort muss sich nicht einmal zwingend im Umfeld eines Fussballstadions befinden: Am Züri-Fäscht überfielen gewalttätige FC-Zürich-Fans einen GC-Stand und deckten selbst Familien mit Pfefferspray ein.

    Wenn am kommenden Wochenende die neue Fussball-Saison beginnt, werden sich die Attacken wieder in die Stadien und auf die Anfahrtsrouten verschieben.

    Personalisierte Tickets sind wichtig

    In der Schweiz zählen etwa 400 bis 800 Personen zum gewaltbereiten Kern der Fussballfans, es sind in erster Linie junge Männer zwischen 19 und 29. Sie gilt es unter Kontrolle zu behalten, und dabei sind alle Akteure gefragt, vor allem aber die Polizei und die Vereine.

    Gerade in den Stadien ist Gewalt zu verhindern. Anfangen muss es damit, dass sich Pyro-Werfer und Schläger nicht mehr in der Anonymität der Gruppe verstecken können. Die St. Galler Kantonsregierung fordert deshalb zu Recht personalisierte Tickets und ein Verbot von Stehplätzen.

    So könnten Übeltäter leichter identifiziert werden. Unverständlich ist, dass sich die Vereine gegen persönliche Eintrittskarten aussprechen, weil sie negative Auswirkungen auf die Ticketeinnahmen befürchten. Denn an jedem grösseren Pop-Konzert sind personalisierte Tickets heute Standard und akzeptiert.

    Die eindeutige Identifikation von Pyro-Werfern und Gewalttätern hilft bei der Umsetzung von weiteren Massnahmen. Erstens können die Vereine Hooligans mit einem Stadionverbot belegen. Zweitens kann die Polizei Rayonverbote erlassen.

    Die Polizei kann weiter auch eine Meldepflicht einführen: Eine Person muss zum Beispiel während eines Fussballspiels auf dem Polizeiposten vorbeigehen und sich registrieren lassen.

    Diese Massnahmen, die heute im Rahmen des Hooligan-Konkordats schon erlaubt sind, sind vielleicht nicht perfekt. So können Stadion- und Rayonverbote und personalisierte Tickets nicht verhindern, dass Hooligans in den Fanzügen mitreisen und randalieren. Sie sind auch wirkungslos gegen Attacken, die gar nicht im Umfeld eines Fussballspiels stattfinden, wie kürzlich am Züri-Fäscht.

    Dennoch ist es richtig, den Fokus auf die Stadien zu legen. Denn am Ende geht es auch den meisten gewaltbereiten Fans um das Spiel. Wer als Gewalttäter konsequent vom Fussball ferngehalten wird, ist bald nicht mehr Teil der Fangruppe.

    Klar ist, dass eine Lösung auch die Fangemeinschaften einbinden muss. Sie können vor allem eine präventive Wirkung entfalten, indem sie den Einsatz von Gewalt deutlich ablehnen. Auch gewaltbereite Ultras, die sich wenig vorschreiben lassen, hören auf jene, die genauso für ihren Verein einstehen und das gleiche Shirt tragen wie sie.

    Das alles heisst nicht, dass es einfache Lösungen für die Gewalt im Fussball gibt. Doch gerade das Hooligan-Konkordat liefert den Kantonen wertvolle Mittel, um das Problem anzugehen. Je konsequenter sie angewendet werden, desto besser.

    Cli Öl fürs Füür und so :) (Quelle NZZ / 20.07.23)

    «GC-Sympathisanten können sich in Zürich nicht mehr sicher fühlen» – ein Hooligan-Experte blickt mit Sorge auf die Radikalisierung gewisser FCZ-Ultras

    Vor dem Start der neuen Super-League-Saison spricht der Soziologe und Sicherheitsberater Maurice Illi über die Rivalität der Zürcher Fussballvereine – und über die Gewalt rund um Fussballspiele.

    Daniel Fritzsche20.07.2023, 05.02 Uhr

    8 min

    Maurice Illi bereiten gerade die jungen Ultras zwischen 15 und 20 Jahren Sorgen. «Sie kennen die alten Regeln nicht und wollen durch immer ruchlosere Aktionen ausserhalb der Stadien auffallen.»

    Maurice Illi bereiten gerade die jungen Ultras zwischen 15 und 20 Jahren Sorgen. «Sie kennen die alten Regeln nicht und wollen durch immer ruchlosere Aktionen ausserhalb der Stadien auffallen.»

    Imago

    Herr Illi, am Züri-Fäscht haben gewalttätige FCZ-Fans einen Stand von GC überfallen und Familien mit Pfefferspray eingedeckt. Sind Sie als Hooligan-Experte überrascht von einer solchen Aktion?

    Maurice Illi: Leider war so etwas zu erwarten. Ein Teil der FCZ-Ultras hat sich in den letzten Jahren radikalisiert. Diese Gruppe agiert militant und schreckt vor Aktionen gegen wehrlose, unbeteiligte Gruppen nicht zurück. Aus ihrer Sicht schien dieser GC-Stand am Züri-Fäscht ein lohnendes Ziel, ein gefundenes Fressen. Es ist traurig, dass es so weit gekommen ist.

    Es ist nicht die erste solche Aktion. Letzte Saison haben FCZ-Ultras nach einem Cup-Spiel von GC gezielt eine S-Bahn angehalten, einen Wagen verwüstet und Personen angegriffen. Es gab fünf Verletzte.

    Ich verfolge Sicherheitsfragen rund um Fussballspiele seit über zwanzig Jahren. Diese Entwicklung ist neu und erschreckend. GC-Sympathisanten können sich in Zürich heute nicht mehr sicher fühlen. Wer mit Hopper-Shirt durch die Stadt geht, braucht ein gesundes Selbstbewusstsein. Das sollte für Präventions- und Sicherheitsfachleute ein Alarmsignal sein.

    Zur Person

    dfr. Maurice Illi beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Gewalt in und um Fussballstadien. Der Soziologe hat seine Abschlussarbeit zu Hooliganismus in der Schweiz verfasst. Von 2007 bis 2020 hat er als Sicherheitsmanager der Stadt Luzern gearbeitet, später war er Berater für urbane Sicherheit bei Basler & Hofmann in Zürich. Zurzeit bildet er sich zum Primarlehrer weiter.

    Inwiefern unterscheidet sich das Verhalten dieser FCZ-Ultras von jenem früherer Hooligans?

    Hooligans suchen Gewalt und Schlägereien unter Gleichgesinnten. Unbeteiligte Dritte lassen sie in Ruhe. Doch die Szene der klassischen Hooligans, die sich an Vorbildern aus England orientierten, ist klein geworden. Sie treffen sich für ihre Konfrontationen auf Feldern und Wiesen – abseits der Öffentlichkeit. Maurice Illi, Soziologe und Sicherheitsexperte.

    Maurice Illi, Soziologe und Sicherheitsexperte.

    PD

    Die Behörden sprechen von 400 bis 800 Personen, die in der Schweiz zum harten Kern der gewalttätigen Fans gehören . . .

    Das könnte hinkommen. Wobei es schwierig ist, die genaue Zahl zu schätzen. Wer mir Sorgen bereitet, sind neue, vielfach sehr junge Ultras zwischen 15 und 20 Jahren, welche die alten Regeln nicht kennen und durch immer ruchlosere Aktionen ausserhalb der Stadien auffallen wollen – wie jüngst am Züri-Fäscht.

    Ist es ein Zufall, dass es in Zürich vor allem FCZ-Ultras sind, die gegen GC-Sympathisanten vorgehen?

    Natürlich gibt es auch den umgekehrten Fall. Aber die Verhältnisse in Zürich sind zurzeit klar: Der FCZ hat in den letzten Jahren viel mehr junge Fans angezogen als GC, bei dem es sportlich und wirtschaftlich nicht läuft. In der FCZ-Südkurve sind regelmässig 5000 bis 6000 Personen. Entsprechend oft kommt es bei und abseits von Spielen zu Problemen (siehe Grafik). Wegen des schnellen Wachstums und des Unterbruchs der Corona-Jahre sind viele Junge dazugekommen, die nicht genügend in der Kurve sozialisiert werden konnten.

    Anhänger der Zürcher Fussballvereine sorgen für den meisten Ärger

    Involviertheit der Klubs bei rot bewerteten Spielen, Saisons 2015/16–2021/22

    Involviert als Heimklub

    Involviert als Gast 0204060

    FC ZürichGrasshoppersFC St. GallenYoung BoysFC Basel

    2739

    1336

    1531

    1227

    1026 Quelle: KKPKS/SFL NZZ / dfr.

    Wie meinen Sie das?

    Früher war klar: An einen ersten Match geht man als kleines Kind mit seinen Eltern. Dann wächst man mit den Sitten und Gebräuchen eines Klubs auf. In der Fankurve schaut man zu den älteren Fans hoch, orientiert sich an ihnen. Solche Sozialisationsprozesse dauern lange und kamen in letzter Zeit bei vielen neuen FCZ-Fans zu kurz.

    Welche Verantwortung trägt die FCZ-Marketingabteilung, die offensiv mit Slogans wie «Eine Stadt, ein Verein» oder «Züri isch ois» wirbt?

    Solche absoluten Slogans bestätigen den Teil der FCZ-Ultras, der gar nicht so sehr für den eigenen Verein einstehen, sondern sich vor allem vom anderen Zürcher Klub abgrenzen möchte. «Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!» Das ist bei aller gesunden sportlichen Rivalität ein gefährliches Motto.

    Wieso?

    Wer die falschen Vereinsfarben unterstützt, wird zum Feind, zum Unmenschen degradiert. Dagegen sollten sich alle vernünftigen Fans wehren. In der Schule lehren wir unsere Kinder, dass alle Menschen gleich sind, egal, welche Hautfarbe, welches Geschlecht oder welche Religion sie haben. Das muss auch für Fussballklubs gelten. Den Vereinsverantwortlichen und Profispielern sollte das bewusst sein.

    Der frühere Chef der Krawallgruppe der Zürcher Staatsanwaltschaft sagte der NZZ, er beobachte bei gewissen Ultras eine zunehmende «Brutalisierung» und ein «bandenmässiges Vorgehen». Wenn es so weitergehe, gebe es bald einmal einen Toten. Wie sehen Sie es?

    Mit Blick auf ausländische Ligen ist das leider im Bereich des Möglichen. Dort werden teilweise Messer und sogar Schusswaffen eingesetzt. Ich hoffe, wir reissen in der Schweiz das Ruder herum.

    Die gewaltbereiten jungen FCZ-Ultras kleiden sich alle gleich: schwarze Südkurve-Jacke, Jeans, weisse Turnschuhe. In diesen Uniformen stürmten über fünfzig von ihnen vorletztes Jahr durch den Letzigrund und warfen Pyrofackeln in die volle GC-Fankurve. Man kann ungute historische Parallelen ziehen . . .

    Die uniforme Bekleidung würde ich nicht überbewerten. Sie dient dem Gemeinschaftsgefühl, hat aber auch mit der verstärkten Videoüberwachung in den Stadien zu tun. Kleiden sich alle Gewaltbereiten gleich, wird die Identifikation nach einem Ereignis wie dem Fackelwurf von 2021 schwieriger. Die Täter können so leichter wieder in der Masse untertauchen.

    Auffällig ist, dass selbst solche Gewalttaten von den übrigen, friedlichen Ultras immer wieder gedeckt werden. Wieso?

    Bei den Hooligans gilt: Auch wenn mir der Gegner das Nasenbein bricht, zeige ich ihn nicht an. Man trifft sich in der Rückrunde ja wieder. Bei den Ultras heute geht es eher darum, dass man sich keine Probleme einhandeln will. Ein langjähriger Kurvengänger sagte mir einmal: «Ich bin Fussballfan und kein Sozialarbeiter.» So geht es wohl den meisten.

    Immer wenn es zu solchen Gewaltausbrüchen während oder rund um Fussballspiele kommt, flammt in der Schweiz die gleiche Diskussion auf: Was kann man tun, um des Problems Herr zu werden?

    Tatsächlich führen wir diese Diskussion immer wieder. Die Fanszene in der Schweiz ist wie ein Vulkan, der vor sich hin köchelt und alle paar Jahre heftig ausbricht – in Zürich, Basel, Bern oder Luzern. Dann folgen jeweils die üblichen Floskeln. Man verurteilt Gewalt, bildet Arbeitsgruppen, holt alte Ideen aus der Schublade und verstaut sie nach ein paar Monaten wieder in derselben. Das ist ärgerlich.

    Warum ändert sich nichts?

    Viele Massnahmen kosten die Steuerzahler (mehr Polizei) oder die Klubs (mehr Auflagen) viel, und die Wirkung ist nicht garantiert. Das Interesse an der Problematik sinkt immer dann, wenn es wieder etwas ruhiger ist. Dabei wäre es wichtig, gerade in friedlichen Phasen am Thema dranzubleiben und unbedingt den Kontakt zu den vielen vernünftigen Fans zu suchen und zu pflegen. Sie sollten früh und beständig eingebunden werden. So steigt die Akzeptanz für wirksame Massnahmen. Am besten funktioniert es, wenn man gemeinsam etwas entwickelt.

    Ein Beispiel?

    Etwas Kleines: Die Fanarbeit des FC Luzern realisierte mit den Fans zusammen ein Anti-Littering-Projekt für Auswärtsfahrten. Die SBB monierten zu Recht, dass ihre Extrazüge nach einer Fahrt jeweils grässlich aussahen. Einige Fans zeigten sich bereit, die Züge eigenständig sauber zu halten. Im Gegenzug erhielten sie ein vergünstigtes FCL-Jahresabo. Das Problem entschärfte sich, zum Nutzen aller.

    Das ist ein nettes Projekt, aber braucht es nicht viel mehr repressive Massnahmen?

    Doch, die braucht es auch. Aber die bekannten Kollektivstrafen wie Geisterspiele, Sperrung von Gästekurven oder Verbot von Stehplätzen bringen wenig und führen eher zur Verärgerung der guten Fans im Stadion. Wenn Repression, dann gezielt und konsequent.

    Wo konkret?

    Täter rascher identifizieren, verfolgen und verurteilen. Mehr als ein paar Dutzend ernsthafte «Troublemaker» pro Verein gibt es nicht. Die sollte man konsequent aus dem Verkehr ziehen und mit Meldeauflagen versehen.

    Das heisst?

    Heute sprechen die Klubs für Täter Stadionverbote aus. Bei gravierenderen Vergehen verhängen die Behörden auch Rayonverbote. Solche Verbote zu kontrollieren, bindet aber viele personelle Ressourcen. Bei einer Meldeauflage muss ein Täter sich während des Spiels seines Lieblingsvereins selbständig auf einer Polizeistelle melden. Tut er es nicht, wird er belangt. Das ist viel effektiver als Rayon- oder Stadionverbote, die immer wieder umgangen werden.

    Eine Studie der Kantone und der Liga kam kürzlich zum Schluss, dass repressivere Ansätze in einigen europäischen Ländern zwar keine Probleme im Kern gelöst haben, aber doch Verbesserungen brachten. Warum setzt man nicht auch in der Schweiz auf eine härtere Gangart?

    Wie gesagt: wenn Repression, dann richtig. Man muss aber immer die öffentlichen Finanzen im Blick behalten. Dass wir für einzelne Spiele Tausende von Polizisten abstellen, wie das in Deutschland teilweise geschieht, hielte ich bei uns für übertrieben und nicht bezahlbar.

    Der Bundesrat hat kürzlich die Kantone kritisiert, die zu wenig täten. Zudem fordert er zusätzliche Massnahmen, wie zum Beispiel personalisierte Tickets. Was halten Sie davon?

    Versuchen könnte man es, die Umsetzung hat aber hohe Kosten zur Folge. Ein Allerheilmittel ist diese Massnahme wohl nicht. Für die Aktion am Züri-Fäscht brauchte es ja beispielsweise keine Tickets. Im dümmsten Fall kommt es vor dem Stadion wegen aufwendigerer Kontrollen zu einem gefährlichen Gedränge. Das will niemand. Ich würde am Einlass stichprobenartig die ID von Personen kontrollieren und mit den entsprechenden Datenbanken abgleichen. Mit geringem Aufwand erreicht man eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Gewalttäter.

    Vor über zehn Jahren trat in den meisten Kantonen – mit Ausnahme der beiden Basel – das revidierte Hooligan-Konkordat in Kraft. Hatte es einen Effekt?

    Kritisch muss man sagen, dass es wohl weniger gebracht hat als ursprünglich erhofft. Wichtig war, dass die Kantone das Problem auf die Agenda gesetzt haben. Aber die Fangewalt hat es nicht aus der Welt geschafft.

    Gibt es Beispiele aus dem Ausland, die als Vorbild für die Schweiz dienen können? England beispielsweise hatte früher ein ausgeprägtes Hooligan-Problem, heute vernimmt man kaum mehr negative Nachrichten.

    Für die oberste Liga stimmt das. Allerdings kam die Änderung mit einem Preis. Viele echte Fans schauen sich in England die Spiele nicht mehr im Stadion, sondern im Pub an, weil die Tickets so teuer geworden sind. Stehplätze gibt es auch keine mehr. Die Stimmung hat definitiv gelitten.

    Dafür knallt es nicht mehr . . .

    In den unteren Ligen durchaus, die Gewalt hat sich verlagert. Davon hört man im Ausland weniger, weil der mediale Fokus nicht darauf liegt. Wenn es um ausländische Vorbilder geht, würde ich einen Best-Practice-Ansatz verfolgen. Von praktisch allen europäischen Ligen kann man etwas lernen.

    Zum Beispiel?

    Die Deutschen setzen stark auf Fanarbeit und pflegen so einen intensiven Austausch mit den Fans. Etwas, das in der Schweiz etwas eingeschlafen ist. In Österreich und Skandinavien verfolgen sie interessante Ansätze im Bereich Pyrotechnik. Dort gibt es in den Stadien gekennzeichnete Sektoren, wo Feuerwerk legal und sicher gezündet werden darf – zum Beispiel, wenn die Heimmannschaft ein Tor schiesst.

    Und die Fans halten sich daran?

    Zu 90 Prozent, ja. Es musste sich zuerst einspielen. Aber mittlerweile läuft es gut. England kennt die stichprobenartigen Identitätskontrollen, von denen ich sprach. Viel lernen kann man im Ausland auch darüber, wie ein Stadion ideal gebaut und erschlossen wird . . .

    Was ist entscheidend?

    Heim- und Gäste-Ultras müssen schon bei der Ankunft vor dem Stadion sauber getrennt werden können. Dazu braucht es genügend Platz für die «normalen» Fans. In der Schweiz sind viele Stadien in zu dicht besiedeltem Gebiet. München oder Amsterdam sind positive Beispiele.

    Was sagen Sie zum geplanten neuen Zürcher Stadion auf dem Hardturm-Areal?

    Das alte Hardturm-Stadion wurde vor fast hundert Jahren gebaut. Damals lag das Areal im Kreis 5 am Stadtrand, heute ist es wegen der gewachsenen Stadt mittendrin. Ich halte es darum aus Sicherheitsüberlegungen für keinen idealen Standort mehr. Auch wenn ich als Fussballfan alten Stadien wie dem Hardturm nachtrauere.

    Apropos: Können Sie nach so langer Beschäftigung mit Sicherheitsfragen rund um den Fussball überhaupt noch ein Spiel als einfacher Zuschauer geniessen?

    Selbstverständlich. Ich freue mich auf die Frauen-WM in Australien und Neuseeland sowie auf die neue Super-League-Saison, die dieses Wochenende beginnt. Ich liebe es, ins Stadion zu gehen, wenn die Stimmung gut ist, wenn die Fans eine Choreografie zeigen, wenn das Spiel packend ist. Und, natürlich, wenn alles friedlich bleibt.


    Corona: Die 180-Grad-Wende bei der Maskenfrage schadete der Glaubwürdigkeit von Berset und BAG

    Zuerst war der Atemschutz unnütz, dann plötzlich dringend nötig: Die Kommunikation der Behörden in der Pandemie war unglücklich. Eine Kommission übt auch sonst Kritik an Gesundheitsminister Berset.

    Simon Hehli04.07.2023, 17.00 Uhr

    Erst ein halbes Jahr, nachdem die Experten-Task-Force diesen Schritt empfohlen hatte, verfügten Gesundheitsminister Alain Berset und seine Kollegen im Bundesrat ein Maskenobligatorium.

    Erst ein halbes Jahr, nachdem die Experten-Task-Force diesen Schritt empfohlen hatte, verfügten Gesundheitsminister Alain Berset und seine Kollegen im Bundesrat ein Maskenobligatorium.

    Peter Klaunzer / Keystone

    Am 25. Februar 2020 vermeldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den ersten Corona-Fall der Schweiz. Und sofort begann, was zu einer Begleitmusik der Pandemie werden sollte: der öffentlich ausgetragene Streit zwischen Gesundheitsminister Alain Berset beziehungsweise seinen Untergebenen und der Wissenschaft. Der Epidemiologe Christian Althaus äusserte seinen Unmut am Tag des ersten Corona-Falls in einem Gespräch mit der NZZ. Nicht nur verharmlose das BAG die Gefährlichkeit des Virus, sondern es suche auch kaum den Austausch mit den Experten in der Schweiz. Auf die Frage, ob er Technokraten am Werk sehe, antwortete Althaus: «Oder eher Beamte. . .»

    Nun, mehr als drei Jahre später, hat die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrates einen Bericht vorgelegt, in dem sie untersucht, wie der Bundesrat und das BAG die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Bewältigung der Corona-Krise genutzt haben. Dabei zeigt sich, dass in der Tat vieles nicht funktionierte bei dieser Kooperation. Es habe zu Beginn gegenseitiges Misstrauen gegeben. Aussagen wie jene des Epidemiologen Althaus auf der einen Seite sind zahlreich dokumentiert. Berset auf der anderen Seite erklärte im Rückblick, dass in Wissenschaftskreisen eine gewisse Kakofonie geherrscht habe und die Positionen der Fachleute «wenig koordiniert und manchmal unrealistisch» gewesen seien.

    Eigeninitiative der Wissenschafter

    Die GPK kritisiert, dass das BAG nicht die aktive Rolle gespielt habe, die es beim Aufbau und Betrieb eines wissenschaftlichen Beratungsnetzwerks hätte spielen sollen. So mussten die Wissenschafter aus eigener Initiative die Corona-Task-Force gründen, die später eine wichtige Rolle bei der Pandemiebekämpfung übernehmen sollte.

    Die Verzögerungen hätten sich während der ersten Pandemiewelle, aber auch in den späteren Phasen negativ auf das Krisenmanagement ausgewirkt, hält die GPK fest. Später verbesserte sich zwar die Zusammenarbeit etwas. Dennoch setzte sich Berset immer wieder über die Empfehlungen der Wissenschaft hinweg – und liess zuweilen auch seine Kollegen in der Regierung im Dunkeln darüber.

    Exemplarisch zeigt sich das bei der Maskenfrage. Die Task-Force empfahl ab dem 20. April 2020 ausdrücklich, die gesamte Schweizer Bevölkerung solle Masken tragen, um die Zahl der Ansteckungen zu reduzieren. Doch in den Unterlagen, die das BAG einige Tage später für den Gesamtbundesrat zusammenstellte, fehlte diese Information – ein gravierendes Versäumnis aus Sicht der GPK. Erwähnt wurde lediglich, dass andere Akteure wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sich vom Atemschutz wenig erhofften. Entsprechend sprach sich die Regierung gegen ein Maskenobligatorium aus.

    Zu wenig Masken

    Das BAG blieb den Masken gegenüber skeptisch, ab Juni tauchten in den Unterlagen für den Bundesrat indes auch die Pro-Argumente auf. Es dauerte dann bis Ende Oktober, bis er sich zu einer allgemeinen Maskenpflicht durchringen konnte. Was schon damals gemunkelt wurde, schliesst auch die GPK nicht aus: dass der Bundesrat vor allem deswegen auf das Obligatorium verzichtet hat, weil es gar nicht genug Masken gab für die ganze Bevölkerung.

    Ein solches Argument sei zwar verständlich, dennoch hätte man nicht auf eine Empfehlung verzichten sollen, die aus Sicht der öffentlichen Gesundheit klar indiziert sei. Die GPK hält es «grundsätzlich für sinnvoller, wenn in einem solchen Fall transparent kommuniziert wird, dass die Massnahme zwar wünschenswert wäre, vorläufig aber nicht realisierbar ist».

    Eine differenzierte Kommunikation hätte laut der GPK auch verhindern können, dass sich das BAG ein Glaubwürdigkeitsproblem einhandelte. Denn viele Schweizerinnen und Schweizer verstanden nicht, warum das BAG im Herbst 2020 das Maskenobligatorium plötzlich für unumgänglich erklärte, nachdem derselbe Schritt wenige Monate zuvor vom selben Amt als völlig unnütz hingestellt worden war.

    Wo Berset recht bekam

    Diese unklare Haltung habe die Akzeptanz der Massnahmen in der Bevölkerung wahrscheinlich verringert, bemängelt die GPK. Ebenfalls nicht geholfen haben dürfte, dass das BAG die in der Öffentlichkeit gemachten Aussagen kaum jemals durch wissenschaftliche Quellen belegt hat. Die GPK zeigt sich von dieser Erkenntnis «überrascht».

    Berset betonte gegenüber den Geschäftsprüfern, der Bundesrat habe die Einschätzungen der Task-Force jeweils einbezogen. Die Regierung habe aber bei ihren Entscheiden nicht nur wissenschaftliche Überlegungen zu den gesundheitlichen Aspekten berücksichtigen müssen, sondern auch andere Elemente wie soziale und wirtschaftliche Interessen.

    So verzichtete der Bundesrat entgegen der Meinung einiger Fachleute im Frühling 2020 auf einen völligen Lockdown. Ebenso liess er im August 2020 trotz der Warnung der Epidemiologen Grossveranstaltungen wieder zu. Auch im Frühling 2021 liess sich die Regierung nicht von den pessimistischen Szenarien der Task-Force zu Hospitalisierungen und Todesfällen beeindrucken – und zog die Lockerung der Massnahmen durch. Ein Schritt, der sich im Nachhinein als richtig herausstellte, die Fallzahlen explodierten nicht.

    Um für eine neue Pandemie besser vorbereitet zu sein, empfiehlt die GPK dem Bundesrat ein Bündel an Massnahmen. So solle im Krisenfall schnell ein externes wissenschaftliches Beratungsgremium parat stehen, das die Politik unterstützen könne. Dazu brauche es ein klares Konzept für die Auswahl und Verarbeitung der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Zudem müsse die Regierung sicherstellen, dass sie alle relevanten Informationen erhält, wenn sie weitgehende Entscheide wie jenen zu einem Lockdown trifft. Dazu gehört auch Transparenz darüber, bei welchen Punkten die Meinungen in der Forschung auseinandergehen.

    GPK sieht keine «Impflüge»

    Ende 2022 eskalierte die Debatte um die angebliche «Impflüge»: Kritiker warfen Berset und dem BAG vor, sie hätten die Bevölkerung absichtlich falsch informiert, indem sie behaupteten, die Covid-19-Impfung schütze nicht nur die Geimpften, sondern sie verhindere auch die Übertragung des Virus. Damit wurde auch die Aussperrung Ungeimpfter aus Restaurants oder Universitäten gerechtfertigt. Zitat Berset: «Mit dem Zertifikat kann man zeigen, dass man nicht ansteckend ist.»

    Doch in diesem Punkt entlastet die GPK den Gesundheitsminister. Sie ist der Meinung, dass «sowohl in den Impfempfehlungen des BAG und der Kommission für Impffragen als auch in der öffentlichen Kommunikation das Argument des direkten Schutzes vor schweren Krankheitsformen im Vordergrund stand, dass das Argument des indirekten Schutzes nur zurückhaltend gebraucht wurde und dass die Kommunikation den damaligen Kenntnisstand ausgewogen widerspiegelte».

    Als die Impfstoffe im Dezember 2020 zugelassen wurden, habe das BAG deutlich gemacht, dass zum Übertragungsschutz des Impfstoffs keine Informationen vorlägen. Danach sei die Kommunikation der Behörden der Entwicklung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in diesem Bereich gefolgt. So hätten mehrere Verantwortliche betont, dass der Impfstoff das Risiko einer Übertragung senke, diese aber nicht völlig ausschliesse.

    Wieder ein neuer Ausländer, bei dem man als "Konsument" nicht mit der Zunge schnalzt. Und auch wieder: Mir vollkommen egal.

    Frei nach Giovanni T.: "Entscheidend ist was passiere im Platz"

    Ich bin vorerst mal zufrieden mit diesem Transfer. Das ist genau die Art von NHL-Player, die du ausserhalb der NHL bekommst. ca. 0.3P/G in der NHL sind nicht so schlecht. In der Letischen Nati macht er beinahe 1P/G und wie man gegen Schweizer scored, hat er an der WM gezeigt beim 4:3 OT-Sieg gegen uns hat er ein Tor und zwei Assists beigesteuert...also auch der weiss wo das Tor steht.....

    und wieder ist die Vorfreude ein wenig weiter gestiegen....irgendwie find ich es eben schonogeil, wenn man viele neue Spieler erhält, auch wenn das natürlich immer mit Risiko und Angewöhnungszeit verbunden ist....aber vieleicht ist die Rolex diesmal dabei....we'll see.....die Saison startet dieses Jahr an meinem Geburtstag, das MUSS ein gutes Omen sein.......

    Nur kurz dazu:

    Habe im März ein Fahrsicherheitstraining beim TCS in Hinwil besucht. Ein paar Tage später kam ein Willkommensbrief, ich sei jetzt ja Mitglied. Ich habe angerufen und nachgefragt: durch den Kursbesuch wurde ich automatisch für ein Jahr Mitglied, (das wurde aber nicht mal am Kurstag selber erwähnt)! Wenn du nicht von dir aus kündigst verlängert sich das Abo dann naürlich auch automatisch. Diese Vorgehensweise ist eine absolute Sauerei. Scheint aber immer mehr zu kommen.

    Mag sein aber ich bezweifle, dass NHL.com mir bei DAZN - ohne meine Unterschrift bzw. meine ausdrückliche Zusage - einen gültigen Vertrag erstellen kann.
    Ich zahle einfach nichts und horche mal den Dingen die da kommen ... :rofl: :rofl: :rofl:

    Nachlese zu den Corona-Massnahmen: Eine neue Studie legt nahe, dass man die Kinder zu stark eingeschränkt hat

    Nach der Pandemie ist vor der Pandemie. Deshalb müssen die verfügten Massnahmen kritisch hinterfragt werden – das gilt besonders für solche, die Kinder und Jugendliche betroffen haben.

    Nicola von Lutterotti03.07.2023, 05.31 Uhr

    Nicht alle Kinder liessen sich während der Pandemie den Spass am Spielen verderben.

    Nicht alle Kinder liessen sich während der Pandemie den Spass am Spielen verderben.

    Emilio Morenatti / AP

    Corona ist zwar längst aus den Nachrichten verschwunden. Eine Aufarbeitung des Geschehenen könnte aber helfen, die nächste Pandemie besser zu meistern. So gibt es viele Hinweise, dass die Massnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens gerade Kinder besonders belastet haben. Sie mussten mancherorts monatelang zu Hause ausharren und konnten daher nicht mit ihren Freunden spielen.

    Auch haben die Masken ihren Bewegungsdrang teilweise stark begrenzt. In Erinnerung geblieben ist mir ein Ereignis, das ich während der Hochphase der Pandemie erlebt habe. An einer Bushaltestelle in Zürich stehend, beobachtete ich eine Lehrerin mit etwa zehn Primarschülerinnen und -schülern, die alle – mehr oder weniger korrekt – einen Nasen-Mund-Schutz übergezogen hatten. Die anderen Wartenden, grösstenteils junge Erwachsene, trugen keine Maske oder hatten diese lässig unters Kinn geschoben.

    Die Szene erschien mir sinnbildlich für die Art und Weise, wie die jüngste und am wenigsten wehrfähige Bevölkerungsgruppe von der Gesellschaft in Solidarhaft genommen wurde. Kinder hatten zwar am wenigsten von Sars-CoV-2 zu befürchten, mussten aber alles tun, um die Gebrechlichen zu schützen. Selbst unsinnige Regeln blieben ihnen nicht erspart. So war schon zu jener Zeit bekannt, dass sich das neue Coronavirus im Freien praktisch nicht verbreitet. Denn die winzigen Atemtröpfchen (Aerosole), in denen sich die Viren verschanzen, werden in der Aussenluft sofort in alle Winde verstreut. Um andere Personen anstecken zu können, muss der Erreger aber in hoher Konzentration vorliegen. Schlecht gelüftete Innenräume sind für ihn daher ideale Jagdgründe.

    Von Kindern scheint allerdings auch dort eine deutlich geringere Ansteckungsgefahr auszugehen als von Erwachsenen. Dafür sprechen jedenfalls die Beobachtungen von Forschern um Pia Schuchmann von der Kinderklinik der Ruhr-Universität in Bochum. Im Frühjahr 2022, als die Omikron-Mutante kursierte, hatten diese untersucht, wie viele Aerosole Kinder und Jugendliche ausatmen und ob eine Corona-Infektion daran etwas ändert. An dem Projekt beteiligt waren 250 Mädchen und Jungen im Alter von 2 bis 17 Jahren; 105 von ihnen litten an einer Corona-Infektion, die übrigen 145 nicht.

    Wie aus der jetzt veröffentlichten Studie hervorgeht, atmeten die Kinder und Jugendlichen im Mittel etwa 80 Aerosole pro Liter Luft aus – unabhängig davon, ob sie von Sars-CoV-2 befallen waren oder nicht. Bei Erwachsenen hatten die Forscher in einer vorausgegangenen Studie demgegenüber weitaus höhere Werte gemessen. In Abhängigkeit davon, ob der Corona-Test negativ oder positiv ausgefallen war, betrug die Konzentration der ausgeatmeten Mini-Partikel dabei im Mittel 250 beziehungsweise 1500 pro Liter Luft. Mehr als 15 Prozent der Infizierten stiessen sogar mehr als 5000 Aerosole pro Liter Luft aus. Keine solchen Superspreader entdeckten die Wissenschafter demgegenüber bei den 2- bis 17-jährigen Probanden.

    Kinder und Jugendliche haben zwar ebenfalls zur Ausbreitung des neuen Coronavirus beigetragen. Ihr Anteil am Infektionsgeschehen stand allerdings in keinem Verhältnis zu der Last, die ihnen in ihrem noch jungen Leben aufgebürdet wurde. Dies gilt es zu berücksichtigen, falls dereinst wieder eine ähnliche Pandemie über uns hereinbrechen sollte.

    In der wöchentlichen Rubrik «Hauptsache, gesund» werfen die Autorinnen und Autoren einen persönlichen Blick auf Themen aus Medizin, Gesundheit, Ernährung und Fitness. Bereits erschienene Texte finden sich hier.

    Augeninfarkt wegen Corona-Impfung? In Deutschland beginnen die ersten Prozesse gegen Impfstoffhersteller

    In Rottweil beginnt der bundesweit erste Prozess gegen Biontech, in Bamberg wird gegen AstraZeneca geklagt. Die Kläger fordern Schadensersatz wegen möglicher Impfschäden. Die Hersteller halten die Vorwürfe für unbegründet.

    Kevin Weber03.07.2023, 14.24 Uhr

    Gegen die Impfstoffhersteller Biontech und AstraZeneca wird vor Gericht geklagt.

    Gegen die Impfstoffhersteller Biontech und AstraZeneca wird vor Gericht geklagt.

    Athit Perawongmetha / Reuters

    Fast schon geräuschlos erklärte Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Corona-Pandemie im April offiziell für beendet. Aus dem allgemeinen Bewusstsein hatte sich die Pandemie da schon länger verflüchtigt. Viel mehr beschäftigt die Pandemie gegenwärtig die Justiz.

    Am Montagnachmittag haben zwei Zivilprozesse gegen Hersteller von Corona-Impfstoffen begonnen. Das Landgericht Rottweil sowie das Oberlandgericht Bamberg verhandeln die bundesweit ersten Klagen gegen Impfstoffhersteller. Vor Gericht stehen die Unternehmen Biontech aus Mainz und der internationale Pharmakonzern AstraZeneca. Es sind 2 von insgesamt 209 Schadenersatzklagen, die laut Medienberichten gegen Hersteller von Corona-Impfstoffen bei Gerichten in Deutschland eingereicht worden sind.

    Sehkraft verschlechterte sich nach Impfung

    Im Fall vor dem Landgericht Rottweil wirft ein 58-jähriger Kläger Biontech vor, wegen der Corona-Impfung unter einer massiven Verschlechterung der Sehkraft auf dem rechten Auge zu leiden. Nach der zweiten Impfung mit dem Impfstoff Comirnaty habe er wochenlang mit Wortfindungs- und Konzentrationsstörungen zu kämpfen gehabt, sagte der Kläger gegenüber der «Bild». Einen Monat nach der Impfung sei am Uniklinikum Tübingen ein Augeninfarkt diagnostiziert worden.

    Biontech hält den Vorwurf des Klägers für unbegründet. Man habe die dargestellten gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf der Grundlage aller zur Verfügung gestellten Informationen sorgfältig geprüft, sagte eine Sprecherin laut Medienberichten.

    150 000 Euro Schadensersatz

    Gemeinsam mit seinem Rechtsanwalt verlangt der 58-jährige Kläger ein Schmerzensgeld in Höhe von 150 000 Euro. Zudem soll festgestellt werden, ob Biontech zum Ersatz von materiellen Schäden verpflichtet werden kann, wie es aus der Pressemitteilung des Landgerichts Rottweil heisst.

    Biontech hätte sich bereits Mitte Juni vor dem Landgericht Hamburg einer ersten Klage stellen müssen. Damals wurde der Prozess noch vor Beginn abgesetzt. Der Anwalt der Klägerin hatte einen Befangenheitsantrag gegen den Richter eingereicht. Damit strebt die Klägerseite laut eigenen Angaben und laut Gericht eine Verhandlung vor vollbesetzter Kammer an statt wie zunächst vorgesehen vor einem Einzelrichter. Eine entsprechende Entscheidung steht noch aus.

    In Rottweil befasst sich laut Gerichtssprecher eine dreiköpfige Kammer mit dem Fall. Das Gericht muss vor allem die Frage klären, ob die vom Kläger geltend gemachten Schäden mehr sind als die bereits bekannten Nebenwirkungen einer Corona-Impfung. Wenn dem so ist und die Leiden auf die Vakzine zurückzuführen sind, gelten sie als Impfschäden. Das war beispielsweise im Frühling 2021 der Fall, als bei Patienten nach einer Immunisierung mit dem AstraZeneca-Impfstoff Hirnvenenthrombosen auftraten.

    Klage gegen AstraZeneca abgewiesen

    Während die Verhandlung in Rottweil die erste gegen den Hersteller Biontech ist, gab es gegen den Pharmakonzern AstraZeneca bereits Prozesse.

    In Bayern beispielsweise verklagte eine 32-Jährige den Konzern auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Die Klägerin führte eine Darmvenenthrombose auf eine Impfung mit Vaxzevria, dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca, zurück. Der Frau mussten drei Meter Darm entfernt werden. Bis heute leide sie an Schlafstörungen und Depressionen.

    Sie forderte von AstraZeneca mindestens 250 000 Euro Schmerzensgeld sowie 17 200 Euro für einen Verdienstausfall und bis zu 600 000 Euro für künftige Beeinträchtigungen. Der Anwalt der Frau forderte zudem, den Hersteller zur Auskunft über alle Nebenwirkungen und negativen Folgen einer Impfung mit seinem Corona-Impfstoff zu verpflichten.

    Klägerin legte Berufung ein

    AstraZeneca lehnte eine entsprechende Verantwortung ab. «Arzneimittelbehörden auf der ganzen Welt haben bestätigt, dass die Vorteile einer Impfung mit unserem Covid-19-Impfstoff die Risiken der extrem seltenen potenziellen Nebenwirkungen überwiegen», teilte eine Sprecherin vor der Verhandlung mit.

    Auch das Landgericht Hof sah keine Schuld beim Hersteller. Es hatte die Klage der Frau im Januar abgewiesen. Das Gericht hatte seine Entscheidung damit begründet, dass weder ein Produktefehler noch ein Informationsfehler im Zusammenhang mit dem Impfstoff habe festgestellt werden können. Die Klägerin legte Berufung ein, weshalb der Fall nun vor dem Oberlandgericht in Bamberg landete. Die Anwälte von AstraZeneca haben am Montag einen Vergleich mit der Klägerin ausgeschlossen. Ein Urteil will das Gericht am 14. August verkünden.

    Mit einer Entscheidung ist am Montag auch in Rottweil nicht zu rechnen. Laut einem Sprecher am Landgericht wird lediglich der Sach- und Streitstand erörtert, das weitere Vorgehen bestimmt und ein Verkündungstermin festgelegt.

    Ich werde bei DAZN genau gar nichts tun! Mit denen hab ich nichts vereinbart. Hab wie gesagt, die automatische Zahlung an NFL bei PayPal storniert und denen geschrieben, was ich von dem ganzen halte! Nicht, dass dies was ändern würde oder die auch nur im geringsten interessiert aber ich musste dies für meine Psychohygiene tun.

    DAZN ist imo nahe am Betrug! Versuch auf deren Homepage mal herauszufinden, was genau du erhälst, wenn du ein Abo bei denen löst!? Eine richtige Schweinefirma!

    Schade, jetzt gibts halt kein Original NFL mehr.....bleibt noch die NHL.....fragt sich bloss wie lange........

    Das kann nur „schlecht“ recherchiert sein… Sollte SL nur ansatzweise in Erwägung ziehen einen ausländischen Stürmer zu verpflichten, dann verstehe ich die Welt echt nicht mehr. Einzig wenn Malgin zurückkehrt, dann kann man ja noch kurz darüber diskutieren, aber selbst dann sollte es ein No-Brainer sein, dass man 3 weitere ausländische Stürmer verpflichtet.

    Mit Schweden nahm Jesper Frödén 2021 an der A-Weltmeisterschaft teil (5 Spiele, 3 Tore, 1 Assist).

    Karriere von Jesper Frödén

    Die ZSC Lions planen die Verpflichtung von zwei weiteren ausländischen Stürmern. Bis jetzt stehen unter Vertrag: Goalie Simon Hrubec (bisher, Tschechien), Verteidiger Mikko Lehtonen, Stürmer Juho Lammikko (beide bisher, Finnland) und Jesper Frödén (neu, Schweden).


    könnt ja auch mal auf die off. Seite gehen und nachlesen.....pfff.....

    Bist du sicher? Bei mir steht‘s im Email genau umgekehrt, ich müsse aktiv werden, wenn ich den GamePass bei DAZN fortführen möchte, ansonsten läuft er einfach aus.

    In advance of the 2023 NFL season, you will hear directly from DAZN regarding your upcoming subscription renewal for the 2023 NFL season and how to manage your account with DAZN.

    If you want to opt out for the new season you can do this via DAZN's website; https://deref-gmx.net/mail/client/K7…2Fnfl-game-pass.

    Hat hier drinn jemand den NFL-Gamepass?

    Falls ja, kannst du deine subscription kündigen via GamePass? Das funktioniert nämlich bei mir nicht. Ich habe absolut kein Interesse zu DAZN zu wechseln und verzichte lieber auf meinen GamePass aber ich kann meinen Account nicht mehr editieren! Die schreiben ich müsse bei DAZN meinen Acoount beenden. Weshalb in aller Welt soll ich das dort machen müssen? Ich habe keinen Vertrag mit DAZN und werde auch nie einen haben! Die sind sowas von intransparent! Versuch mal via deren Homepage rauszufinden, was "genau" du erhältst mit einem Abo bei ihnen! Das ist meiner Meinung nach nahe am Betrug was die machen!

    Also kein Life-NFL mehr ausserhalb von Pro-Sieben und halt die nächste Superbowl ohne original Werbung! That sucks aber ich lasse mich ungern verarschen!

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    die Vorfreude bei mir steigt langsam aber stetig! :P

    Tempi passati! Aber insgesamt scheint mir Froden im Vergleich zu Roe/Teixier/Aze besser zu passen.

    Froden scheint ein ähnlicher Typ wie Malgin zu sein, stark im Powerplay, Rechtsschütze, etwas grösser, dafür eher der Skorer als der Passgeber. Scheint auch darauf hinzudeuten, dass Malgin drüben bleibt. Ob er als Leader etwas taugt, weiss ich nicht. Grundsätzlich passt vieles, was uns gefehlt hat und sein Alter auch.

    In der NHL ist es schwierig, wenn du mit seinen Stärken nicht in die Top6 kommst und auch kein PP spielst. Für mich ist das Glas immer halbvoll!!

    Mir gefällt vor allem seine Statistik von 20/21 wo er bei Skelleftea in 52 Spielen 40 Punkte gemacht hat (22/18) bei +12 (die 49 PIM lass ich jetzt mal aussen vor ;) )

    Die NHL Statistik ist für mich nicht so ausschlaggebend. In der letzten Saison hat er in der AHL aber in 44 Spielen 47 Punkte geholt. Er weiss also schon wo das Tor steht und ich habe bei ihm ein gutes Gefühl!

    Wer mich kennt weiss, das hat genau gar nichts zu sagen oder hat in etwa die Aussagekraft von Mushus Urin :rofl:

    Ein Texier wäre bei 100% Leistungsvermögen ganz sicher in erster Linie nicht mal bei uns gelandet... Eure Erwartungen waren schon im Herbst 2022 zu hoch...

    Seine Landung bei uns hatte genau gar nichts mit seinem Leistungsvermögen zu tun sondern mit familieren Begebenheiten. Und darum gings ja auch nicht.
    Und was ich erwarte weisst du auch nicht.