spektakel fussball macht spass! ![]()
Beiträge von snowcat
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Zitat von snowcat
nö, stimmt nicht! zeidler ist immerhin seit über 30 jahren trainer und hat die ganze trainerochsentour mitgemacht. inkl. erfolgen, wenn auch bescheidenen und eher im junioren und regionalbereich. so einer hätte sicher kein hurra ausgelöst, aber durchaus ein "er hat eine chance verdient, mal sehen".aber ein "trainer" welcher mal kurz assistent einer unbedeutenden nati war und mal kurz einen buli club komplett erfolglos und mal eben so kurz und eben so komplett erfolglos einen englischen 2. liga verein trainerte hat diese chance nicht mal verdient. und im endeffekt war er ja noch schlechter als von mir am anfang seines engagements behauptet. weil ein abstieg mit diesem kader habe nicht mal ich ihm zugetraut.
und ob sion absteigt weiss ich nicht. wenn aber zeidler zur kadersichtung ebenfalls fast 5 monate braucht, dann sehe ich doch eher schwarz...:roll:
zeidler brauchte - wie jeder halbwegs brauchbare trainer - 1-2 wochen bis er sein team zusammen hatte. keine 5 monate...ua. deshalb ist er auch kein abstiegstrainer!wie damals gesagt, ich hätte zeidler die chance gegeben und recht bekommen. ich habe sie damals dem finnischen antitrainer nicht gegeben und auch recht bekommen!
aus solchem holz sind brauchbare trainer geschnitzt:
Zeidler, 54 Jahre alt und Schwabe, hatte die Trainerkarriere früh im Nachwuchs des VfB Stuttgart begonnen. Gemeinsam mit dem Mentor Helmut Gross und dem Trainer Ralf Rangnick bildete er die Stuttgarter «Keimzelle», die dazu beitrug, den deutschen Fussball zu verändern. Es ging um eine radikale Form des offensiven Verteidigens, des Pressings.
us de nzz hüt:
Französischlehrer mit Gespür für Eitelkeiten
Peter Zeidler hat mit dem FC Sion in elf Spielen nie verloren. Mit unverstelltem Blick fügt der deutsche Trainer kleine Geschichten zu einer grossen zusammen.
Von Samuel BurgenerWenige Tage nachdem Peter Zeidler Ende August im FC Sion als Trainer gestartet war, verlor er zwei seiner besten Spieler. Der Verteidiger Léo Lacroix wechselte zu St-Etienne, der Offensivspieler Edimilson Fernandes zu West Ham.
Es war vielleicht das Beste, das Zeidler passieren konnte. Nur begriff er das nicht in diesem Moment.
Zeidler ging damals zu Christian Constantin ins Büro, fragte ihn, ob der Präsident Ersatz verpflichte. Constantin verneinte, das Team sei gross genug, und Zeidler fühlte sich ohnmächtig für einen kleinen Moment. So hat er später von der Szene erzählt.
Dass Constantin keine neuen Spieler verpflichtete, hatte viel mit dem 24. Juli zu tun. Der FC Sion hatte das erste Spiel der Saison auswärts gegen den FC Basel 0:3 verloren und war chancenlos gewesen. Constantin sah Spieler, die anderthalb Jahre in demselben System und in nahezu derselben Aufstellung gespielt hatten. Spieler, die träge waren und vielleicht gesättigt vom furiosen Cup-Sieg im Sommer 2015, von den Erfolgen in den Spielen der Europa League gegen Liverpool oder Bordeaux. Und die von einem Trainer geführt wurden, Didier Tholot, der viele Qualitäten hatte, aber wenig Mut für Veränderungen und scheinbar keine Ideen gegen die natürliche Abnutzung in diesem emotionalen Geschäft.
Die Saison war schon gelaufen
Die Basler hatten nicht nur gewonnen, sie hatten Constantin der Idee beraubt, sie in der Meisterschaft zu gefährden. Nach diesem ersten Match war die Saison für Constantin gelaufen; er war durchsäuert bis in die Zehen. Einen Monat später stellte er Tholot frei, mimte für ein paar Tage selber den Trainer, dann engagierte er Zeidler. Seither hat Sitten neunmal gewonnen und zweimal Remis gespielt. Im Match am Samstagabend in Thun siegten die Walliser 3:2.Als Zeidler im Hotel Constantins in Martigny das Zimmer bezog, hatte er Kleider für ein paar Tage bei sich und einen unverstellten Blick. Er sah die Dinge und die Menschen auf eine völlig andere Weise als der Vorgänger Tholot, der lange erfolgreich gewesen war. Und durch die Weggänge von Lacroix und Fernandes wurden im Team zwei Plätze frei.
Der Freiburger Mittelfeldspieler Joaquim Adao spielte einst im Sittener Nachwuchs und die letzten zwei Saisons in Angola. Tholot brauchte ihn fast nie, aber Zeidler sagt: «Ich habe Freude, er ist ein sehr toller Spieler.»
Der Stürmer Chadrac Akolo kam vor sieben Jahren aus Kongo-Kinshasa via Mittelmeer ins Asyl-Empfangszentrum nach Bex im Kanton Waadt. 2012 holte ihn der FC Sion in den Nachwuchs, doch Tholot vertraute ihm nicht. In der vergangenen Saison spielte er leihweise für Xamax in der Challenge League. Unter Zeidler ist er Stammspieler und begeistert die Zuschauer mit Finten, Tricks und Toren. Zeidler sagt: «Mir geht das Herz auf. Er ist ein aussergewöhnlicher Junge.»
Nicolas Lüchinger hatte in der vergangenen Saison für Chiasso in der Challenge League verteidigt, im Sommer wechselte er ins Wallis, doch Tholot interessierte sich nicht für ihn. Unter Zeidler rennt und flankt er im rechten Couloir mit Tempo und Kraft. Er ist zweitbester Vorlagengeber im Team. Und Zeidler sagt: «Was für ein interessanter Spieler.»
Grégory Karlen, ein schmächtiger Walliser, wurde von Tholot ab und an für wenige Minuten als Stürmer eingewechselt. In einem Gespräch mit Zeidler sagte Karlen, dass er gerne im Mittelfeld spielen möchte. Fünfmal stand er bisher in der Startformation, jedes der Spiele gewann der FC Sion.
Zeidler, 54 Jahre alt und Schwabe, hatte die Trainerkarriere früh im Nachwuchs des VfB Stuttgart begonnen. Gemeinsam mit dem Mentor Helmut Gross und dem Trainer Ralf Rangnick bildete er die Stuttgarter «Keimzelle», die dazu beitrug, den deutschen Fussball zu verändern. Es ging um eine radikale Form des offensiven Verteidigens, des Pressings. Ab 2008 arbeitete Zeidler drei Jahre lang als Assistent Rangnicks in Hoffenheim, dann ging er in die Ligue 2 zu Tours und später nach Salzburg, wo Rangnick unterdessen die Fussballabteilung von Red Bull leitete. Zeidler sagt: «Ich musste mir den Respekt der Sittener Spieler erarbeiten. Wenn du als Spieler nicht Profi warst und als Trainer eher unbekannt, ist es schwierig.»
Jeweils um 7 Uhr frühstückt Zeidler im Hotel in Martigny gemeinsam mit dem Nachwuchs-Chef Sébastien Fournier, sie reden, planen, philosophieren. Als Zeidler einmal nach einem Spiel gefragt wurde, wann tags darauf trainiert werde, sagte er: «Eigentlich um 9 Uhr, aber wir sind in der Schweiz, also um 10 Uhr.» Zeidler lachte, aber es war ihm sehr ernst mit dem Hinweis, dass im Klub alles etwas zu gemächlich funktioniert. Später verbot er den Spielern, während der Essen und der Sitzungen das Handy zu benutzen.
Nach drei Tagen im Klub liess Zeidler den Assistenztrainer freistellen, weil ihm dessen Art nicht passte. Doch er tut solche Dinge nicht mit der Keule. Er ist ausgebildeter Pädagoge, studierte Französisch im Lehramt und arbeitete bis zum Job in Hoffenheim nebenbei als Französischlehrer. «Im Interpretieren von französischen Gedichten gab es bessere als mich. Aber ich lebte den Schülern die Leidenschaft für die französische Sprache vor, für die Kultur», sagt Zeidler. Und vielleicht passiert in Sitten gerade etwas Ähnliches. Zeidlers offensiver Fussball ist keine Revolution, die Pressing-Ideen der Stuttgarter «Keimzelle» wurden nach 2012 von Trainern wie Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder Martin Schmidt überholt. Doch Zeidler kann die Spieler begeistern. Indem er sie stürmen lässt, schenkt er ihnen Vertrauen. Freiraum gibt man denen, auf die man sich verlässt.
Zeidler scheint Gespür für Menschen und die Umgebung zu haben. Leute, die mit ihm arbeiten, beschreiben ihn als natürlich autoritär und emotional intelligent. Als er die Arbeit antrat, sprachen Veroljub Salatic und Reto Ziegler nicht mehr miteinander, weil beide die Captain-Binde tragen wollten. Zeidler liess sich nicht anmerken, dass er die Sache etwas kindisch fand. So bestimmte er, dass beide Captain sind, aber Ziegler die Binde trägt, weil dessen Mutter Oberwalliserin ist.
Viele Gespräche mit Konaté
Als sich Ende August die Transferperiode dem Ende zuneigte, sass der sehr sensible und sehr talentierte Stürmer Moussa Konaté ungeduldig in seiner Wohnung, die Koffer gepackt, der Berater unterwegs in England. Doch ein Transfer kam nicht zustande. Zeidler und Constantin führten mehrere Gespräche mit ihm. Zeidler erzählt, Constantin habe seine Hand 40 Minuten lang nicht von derjenigen Konatés genommen. Sie hätten ihn von «sehr weit unten» hochziehen müssen. Im Cup-Spiel am Mittwoch in Schaffhausen lag Sitten in der Verlängerung in Rückstand. Konaté wurde nach 105 Minuten eingewechselt, rannte, grätschte und schoss ein Tor. Sitten qualifizierte sich für den Viertelfinal.In den vergangenen sechs Spielen setzte Zeidler immer zwischen sieben und acht Spieler mit Schweizer Pass ein. Das hat es im FC Sion seit der Challenge-League-Saison 2005 nicht gegeben. Zeidlers Start ist der beste seit demjenigen von Umberto Barberis 1994, der 19-mal ungeschlagen blieb. Er beruht auf vielen Einzelschicksalen, auf kleinen Geschichten. Zeidlers Verdienst ist, dass er sie zusammenfügt. Dass er das Potenzial der Spieler erkennt und Eitelkeiten managt. Dass er motiviert, korrigiert, tröstet, sich kümmert. Er sagt: «Fussballer sind wie Schüler. Und mit den Schülern hatte ich es immer gut.»
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Zitat von snowcat
us em tagi:Stimmts würkli? 12 Züri-Mythen im Faktencheck
6/12
Arbeiterverein FCZ
Der Mythos:
«Der FCZ ist ein Arbeiterverein.»Der Check:
Der Duktus des Sportjournalisten verlangt, für Vereinsnamen Synonyme zu finden. Denn er weiss, nichts ist schlimmer als ewige Wiederholungen. Kleine Klammerbemerkung: Noch schlimmer sind allerdings die Synonyme Rosen-, Zwingli- oder Leuchtenstädter für die Rapperswiler, Zürcher, Luzerner. Klammer geschlossen. So wird mit dieser Synonyms-Handhabe der FC Zürich zum FCZ, zum Stadtclub oder, wie TV-Kommentatoren noch heute gerne sagen, Arbeiterverein. Doch stimmt das? Ein Blick auf die Fankarte des TA zeigt, dass der FC Zürich tatsächlich in den ehemaligen Arbeiterquartieren Kreis vier und fünf deutlich mehr Dauerkarten verkauft als Stadtrivale GC. Weil das aber auch ennet den Gleisen auf eigentlichem GC-Boden so ist, wird der Anspruch, ein absolutes Urteil zu fällen, unmöglich.
Es muss die Erkenntnis von Michael Lütscher, Autor des Buchs über die FCZ-Vereinsgeschichte, helfen: «Die wichtigste Erkenntnis war, dass der FC Zürich nicht der Arbeiterverein ist oder war, als der er immer wieder bezeichnet wird. Der FCZ war und ist bis heute der Verein von allen, vom Büezer bis zum Anwalt.»
Das Fazit: Für Romantiker mag der FCZ der Arbeiterverein sein, in Wirklichkeit ist es einfach ein Fussballclub, der eine sehr breit gefächerte Anhängerschaft hat. (czu)de ganzi artikel:
Stimmts würkli? 12 Züri-Mythen im Faktencheck
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truurig! geile comic gsi!
http://www.20min.ch/schweiz/zueric…mit-52-16237565
das schribt de gamma / texter im facebook:
Liebe FCZ-Fans, liebe Stan-Fans,
es ist sehr sehr traurig: Badoux, der Zeichner von Stan TheHooligan ist völlig überraschend an Herzversagen gestorben.
Badoux und ich haben die Figur 2004 entwickelt und wir haben seither jeden Comic gemeinsam und mit grosser Freude gemacht. Badoux war und bleibt dabei unersetzlich. Ich habe deshalb als Autor beschlossen, dass ich Stan nicht mit einem andern Zeichner fortführe.
Die vielen Reaktionen auf die Stan-Comics haben uns beide immer sehr beglückt. Herzlichen Dank! Herzlichen Dank an die Südkurve, die Osttribüne, die Westtribüne!
Grufcz! Marcel Gamma, Autor Stan TheHooligan
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Alles läuft für den FCZ: Wils Siegesserie reisst beim Aufsteiger
http://blick.ch/5215505?utm_so…n=blick_app_iOS Geteilt mit der Blick App
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Zitat von snowcat
nein, ein selbstläufer wird es nicht...
aber nach den 3 nlb spielen ziehe ich trotzdem folgendes erstes fazit: es ist eben schon so, dass der fcz mit einer super league mannschaft und einer super league struktur antritt in der challenge league! darum nochmals: der fcz kann im b nur die rolle des fcb im a spielen! alles andere wäre eine (negative) überraschung! darum: der direkte aufstieg ist absolut pflicht!
bereits im august geschrieben, was der blick heute schreibt...3:1 im Spitzenkampf: Der FCZ fast wie Basel
http://blick.ch/5215511?utm_so…n=blick_app_iOS Geteilt mit der Blick App
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heute in neuenburg: kein wirklich gutes spiel! aber der fcz trotzdem souverän. so hindert uns nichts am aufstieg! (höchstens wir uns selber...)
Das 3:1 gegen Xamax festigt die Sonderstellung Zürichs. Aber der Wunsch wäre, gegen einen unterlegenen Gegner selbstverständlicher und dominanter zu siegen.
http://www.nzz.ch/sport/fussball…iners-ld.125234
us de nzz am sunntig:
Die Liga der gefallenen Sterne
Die Challenge League ist urbaner als einst, professioneller geführt und dank dem FC Zürich populärer. Sie ist aber auch teurer geworden, und es tobt ein Verdrängungskampf.Von Michele Coviello und Peter B. Birrer
Anno 2016 ereignet sich eine Art Urknall. Am 25. Mai steigt der FC Zürich ab. Und was wie ein grosser Unfall wirkt, verwandelt sich bald in eine Energiequelle. Für den FCZ. Für die Challenge League. Nur zwei Monate später birgt der Saisonstart ein längst vergessenes Derby: FCZ gegen Winterthur. 13 704 feiern im Letzigrund. Das gab es schon lange nicht mehr, weder in der Liga noch für den FCZ. Dank ihm hat die Challenge League im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wieder einen kleinen Platz, im Bezahlfernsehen zweimal pro Woche; mit dem Montagsspiel, plus demjenigen des FCZ. «Die Challenge League erlebt die wohl attraktivste Saison bisher», sagt Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League.
Das hat nicht nur mit dem FCZ zu tun. Die Konstellation der Liga ist derzeit besonders, die Dichte an früheren Meistern aussergewöhnlich: Mit dem FCZ, Servette, Winterthur, Xamax und Aarau ist die Hälfte der Challenge League von Klubs belebt mit Tradition und schwer an Geschichte.
Aber dass sie alle zweitklassig sind, ist auch Ausdruck einer Evolution, einer Verdichtung an Qualität. Thun, Vaduz und Lugano können gegen den reicheren FCZ bestehen, wenn sie, wie im letzten Jahr, mehr Spielkultur haben, klügere Personalwahlen treffen, mehr Fachwissen anzapfen, gut wirtschaften – Survival of the Fittest auf dem Rasen.
Die Selektion drückt bis in die zweite Division durch. Challenge League, oder vor der Umbenennung Nationalliga B, das bedeutete einst Bulle und Baulmes, Yverdon oder YF Juventus – baufällige Stadien oder etwas bessere Sportplätze. Es gab zwar immer gefallene Sterne wie Lugano oder Lausanne, aber die Liga ging viel öfter fast bis zur Basis hinunter; aufs Land, in die Quartiere. Heute ist sie dicht besiedelt mit Titel und Traditionen, Ballungszentren und kultigen Fangemeinden. Sie ist urban, spielt in besseren Stadien oder freut sich über Projekte auf der Schlussgeraden. Der Servette FC spielt im Stade de Genève, der Euro-2008-Arena mit 30 000 Sitzplätzen. Er müsste in der Super League sein und hat mit dem Zuschauerschnitt (2300) Glück, dass das Stadion nicht ihm, sondern der öffentlichen Hand millionenschwer zur Last fällt. «Irgendwann müssen wir aufsteigen», sagt der Servette-Präsident Didier Fischer. Die Genfer stemmen ein 5-Millionen-Budget, von dem 2,2 dem Nachwuchs zufliessen.
Die Liga hat gesiebt. 2008 reduzierte sie die Challenge League von 18 auf 16 Teilnehmer, 2012 weiter auf 10. Das Ziel: weniger Teams, mehr Qualität. Heute ist das Resultat weitum unbestritten. «Die Challenge League ist erstarkt», sagt Aniello Fontana, seit 25 Jahren Präsident des FC Schaffhausen. Sein Klub geht den Fortschritt mit. Noch in dieser Saison wird er ins neue Stadion ziehen. Fontana sagt aber auch: «Die finanzielle Situation hat sich mit der Reduktion auf 10 Teams nicht verbessert.» Denn die Liga findet im Normalfall quasi in der Anonymität statt, bestenfalls von Lokalmedien begleitet, mit wenig Publikum.
Gleichzeitig stiegen aber die Auflagen: Vollzeit-Assistenztrainer, Konditions- und Goalietrainer zu Teilpensen, Kooperationen mit Physiotherapeuten, Ärzten. Und da wären die kostspieligen Stadionnormen. Auf die nächste Saison hin ist stärkeres Licht für bessere TV-Bilder Pflicht. Nicht zufällig müssen Klubs wie Chiasso, Le Mont und Wohlen in diesem Punkt nachbessern – die letzten Überlebenden aus den Randregionen.
Für den FC Le Mont würde eine neue Lichtanlage im Gaststadion von Baulmes 300 000 Franken kosten. Das ist viel für einen Klub, der mit 1,6 Millionen haushaltet. Der Präsident Serge Duperret sagt: «Hilft uns die Liga nicht, spielen wir bald in der Lausanner Pontaise.» Vereine wie Le Mont sind unter existenziellem Druck. «Vielleicht ist unsere Land-Geschichte eine der letzten. Die Forderungen der Liga machen kleinen Klubs das Leben schwer», sagt er.
Der Liga-CEO Schäfer verteidigt die hohen Hürden. Die Modernisierung der Infrastruktur sei wichtig für das Produkt. Bessere TV-Bilder aus einer hübschen Arena machen quasi mehr Lust auf Challenge-League-Fussball. «Aber es geht dabei auch um die Einnahmenmöglichkeiten für den Klub», sagt er, «jeder Franken, den man im VIP-Bereich verdient, ist ein Gewinn.» Er kennt den Verdrängungskampf im Schweizer Sponsoringmarkt. Eishockey, Kultur, Open Airs. Fussball hat es immer schwerer. Challenge-League-Fussball umso mehr. «Die zweite Liga wird nicht an jedem Standort von der Hilfe von Mäzenen wegkommen.» Wie die Super League, in der querbeet Geldgeber Millionenlöcher stopfen.
Das musste auch der FC Wohlen erfahren. 600 000 Franken. So wenig betrug sein Budget, als er 2002 ins Abenteuer NLB ging – auf einem Sportplatz und mit einer Tribüne aus knarrenden Holzlatten. 15 Jahre später haben sich die Kosten mehr als vervierfacht und Wohlen kämpft mit seinen 2,57 Millionen gegen den Abstieg. Bisher haben die Aargauer 15 Saisons, zwei Ligareduktionen und viele Stürme überlebt. Seit 2004 spielen sie zwar in einem neuen Stadion. Es war damals ein Schmuckstück der Liga. Der Präsident Lucien Tschachtli sagt: «Heute sind wir aber ein Kellerkind. Alle haben aufgerüstet.»
Mehrmals musste Tschachtli in den vergangenen Jahren das Abschiedsszenario im Kopf durchspielen: ein Low-Budget-Kader aufstellen, eine letzte Saison anhängen, die AG liquidieren und sich geordnet in den Amateurfussball zurückziehen. Auch in diesem Frühjahr war alles dazu bereit. Bis etwas geschah, «ein Märchen aus 1001 Nacht», wie Tschachtli sagt. Über sein Beziehungsnetz lernte er den saudischen Unternehmer Monquez Alyousef kennen. Dieser ist heute neuer Klubeigner – offenbar einer ohne destruktiven Grössenwahn, den viele ausländische Investoren im Schweizer Fussball ausgelebt haben. Alyousef hat die örtliche Führung belassen, er mischt sich bis jetzt nicht in sportliche Entscheide ein, klotzt nicht mit Millionen. Nach dem Kauf der Aktienmehrheit und einer Kapitalerhöhung hat er für diese Saison «bloss» ein Supplément zum Low Budget geleistet – rund eine halbe Million. Alyousef klingt vernünftig, wenn er über den Nachwuchs spricht und nicht über den Europacup.
Aber die Challenge League zieht auch andere Investoren an, wie in Wil mit dem türkischen Sonderprojekt des milliardenschweren Unternehmens MNG, benannt nach Mehmet Nazif Günal. Das Ziel Aufstieg und Europa ist klar, der Eintritt in den Schweizer Immobilienmarkt ebenso. Aber auch im zweiten Jahr hat das Unterfangen Schräglage: Die Zuschauerzahlen bleiben bescheiden, die Wiler Behörden sind zurückhaltend, obschon MNG einen Stadionausbau finanzieren würde. Permanente Personal- und Trainerwechsel sind nicht vertrauensfördernd. Vor ein paar Wochen musste der deutschtürkische operative Chef Abdullah Cila wegen fehlender Aufenthaltsbewilligung das Land verlassen und ist auch telefonisch nicht zu sprechen. Immerhin hält sich der Klub im Geschäft. In dieser Saison könnten die Ostschweizer sogar Aufstiegsambitionen hegen, stünde ihm nicht der FCZ vor der Sonne.
Wer so viel wie Wil investiert, wer jahrelang politische Kämpfe um ein neues Stadion austrägt, dem kann der heutige Modus mit einem Aufsteiger nicht passen. Die Durchlässigkeit nach oben ist gering, die Grenze für aufmuckende Organismen eng. Die Challenge-League-Klubs sehnen sich nach der Aufmerksamkeit der Super League, nach mehr Fernsehgeldern. Der neue Vertrag soll auch ihnen mehr bringen als die 250 000 Franken Sockelbetrag von heute. Sie streben gegen 400 000 an. Aber so viel mehr gibt’s nicht.
Deshalb werden Stimmen nach einer grösseren Super League lauter. Auch der Schaffhauser Präsident Fontana sagt: «Man muss sich Gedanken über einen neuen Modus, über eine grössere Super League machen.» Sein Wohler Kollege Tschachtli sagt: «Die Zehner-Liga ist weder für die Super noch für die Challenge League in Zukunft attraktiv.» Der Liga-CEO Schäfer hat Verständnis dafür, dass Vereine mit neuen Stadien einen Schutz ihrer Investition erwarten. Er ist offen dafür, Modus und Ligagrösse zur Diskussion zu stellen. Aber er ist auch vorsichtig. «Man muss alle Punkte miteinbeziehen», sagt er, «es besteht die Gefahr, dass das Niveau in einer grösseren Super League sinkt.» Unter den Ländern, die Fussballer in die grossen Ligen exportieren, steht die Schweiz heute an fünfter Stelle. Die meisten Bundesliga-Ausländer stellt die Schweiz. Eine schwächere Liga würde weniger Auswanderer bedeuten, und schliesslich zu einem weniger kompetitiven Nationalteam führen, sagt Schäfer.
Solche Sorgen sind weit entfernt vom Alltag der Challenge-League-Klubs. Sie fragen sich, was sein wird, wenn der FCZ wieder aufsteigt. Wohl wieder Kurzmeldungen in der Zeitung, keine TV-Präsenz, wenig Anziehung für Sponsoren. Vieles hängt auch vom Absteiger ab. Vielleicht trifft es wieder einen Grossen. Vieles ist offen. Und das bedeutet auch: Vieles ist am heutigen System gut.
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für diejeinigen, welche immer noch an die mär vom früher immer proppenvollen letzi glauben:
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Zitat von snowcat
macht er das wirklich?mal ehrlich: die haben in niederhasli letzten sommer 15 spieler geschickt und 14 geholt. und es ging von anfang an auf! da ist sehr viel glück dabei bei so einer fluktuation. bin mal gespannt was sie auf die reihe kriegen ohne dabbur etc. ihr glück ist einen trainer zu haben, welcher mit jungen arbeiten kann und vor allem auch will! auch das ist nicht hubers verdienst, sondern sein glück. aber sicher, durchaus möglich, dass er ein guter sportchef ist, aber den beweis muss er erst noch erbringen. was er in der winterpause machte, war jedenfalls nicht wirklich berauschend.
obiges posting vom 2. juni 2016für mich hat er den beweis (bisher) eindeutig nicht erbracht. ich bleibe dabei, im sommer 2015 hatte man mehr glück als verstand mit den transfers in niederhasli! bereits in der winterpause wurden die transfers sehr fragwürdig!
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Zitat von Blackstar
Heute sind Geldsäcke da wo man sie gar nicht vermutet. Das will man natürlich nicht wahrhaben. Würde ja den Mythos Arbeiterclub arg beuteln..
Der FCZ dürfte sogar ein höheres Budget als die Hoppers haben..
viel tiefer dürfte es tatsächlich kaum sein...aber das image des arbeitervereins kommt von daher, dass beim fcz - im gegensatz zu niederhasli - die arbeiter, arbeitersöhne, sozial schwächeren, andersfarbigen, juden, ausländer etc. auch mitspielen durften. unabhängig der finanziellen möglichkeiten des vereins.
dass das heute so nicht mehr stimmt ist allen klar! aber sich alten clichés zu bedienen, vor allem wenn sie so negativ behaftet sind wie diejenigen vom verein aus niederhasli, macht halt irgendwie spass...

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Zitat von Larry
Trainer Forte erlaubt sich so ein selbstkritisches Fazit: «Nicht brilliant gespielt, es brauchte Geduld, es war ein Arbeitssieg.»
Hatte auf ein schöneres Spiel gehofft, aber der Sieg machte es erträglich.
Wenn Güllen nicht spätestens in der Winterpause den Trainer schickt könnte ihnen das gleiche wie dem FCZ passieren!
aber dem fcz ist es passiert WEIL man den trainer geschickt hat...Gesendet von iPhone mit Tapatalk
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was händ ihr alli mit sion? für die isch de diesjährig cup am nöchste mittwuch abig gschicht... :razz:
ps. pyros am afang händ mer gfalle, geil gsi! ja, ich weiss mushu, sehr gföhrlich, alles kriminelli...aber wie hät de gygax bim brack emal gseit?
"es git nüt geilers als spiller, wämer is stadion lauft und die ganz kurve brännt!"
wo er rächt hät, hät er rächt!
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wäre ich ein ahnungsloser, neutraler beobachter würde ich darauf tippen, dass die mannschaft in den weissen leibchen die oberklassigen sind!
san galle grotteschlecht! mached die eso witer wirds verdammt eng mit em ligaerhalt!
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also ich wirds probiere!

Basler Bier für FCZ-Fans
http://www.20min.ch/schweiz/zueric…#videoid=512446Gesendet von iPhone mit Tapatalk
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Sie ist kompletter Schwachsinn: Weg mit der Plus/Minus-Statistik im Eishockey!
http://wat.is/ijy1jBAA6wPjmGzD
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Zitat von Larry
also im erschte absatz isch eigentlich scho alles gseit über de verein, was es z'säge git...:
GC berührt die Menschen nicht mehr. Das war mal anders. Früher war GC oft erfolgreich. Nobel. Die «Geldsäcke vom Züriberg». Eine Premiummarke, würde man heute sagen. Bestückt mit schillernden Spielern wie Günter Netzer, Kubilay Türkyilmaz, Alain Sutter, Giovane Elber. Könige von Zürich. Und wenn GC ausnahmsweise mal nicht erfolgreich war, war es zumindest arrogant.
da no e seriös(er)i und e chli ernscht gmeinteri sichtwis us de hütige nzz am sunntig:
Er muss seine Wünsche bremsen
Pierluigi Tami dachte, bei den Grasshoppers zu arbeiten, sei ein Traumjob. Doch er kommt langsamer voran, als er möchte. Von Flurin Clalüna
Es ist ein trostloser Herbsttag, die Maisfelder sind abgeerntet und nackt, und wenn Pierluigi Tami, 55, nach oben in den Himmel schaut, sieht er die Flugzeuge in die Welt hinausfliegen; alles hier erinnert an eine Art «Spick mich fort von hier»-Gefühl, wie Patent Ochsner in ihrem Fernweh-Lied singen. Seit fast zwei Jahren ist Tami Trainer in dieser etwas vergessenen Gegend ausserhalb Zürichs, für die Grasshoppers hat er damals sein Tessin verlassen, die Wohnung in Minusio, das Rustico im Verzascatal. Nie war er vorher weg gewesen, und dann kam dieses Angebot, ein «Traumjob» sagte Tami damals, eine Trainerstelle beim Rekordmeister. Aber es ist kein Traumjob, es ist ein Knochenjob, die Rekorde des Rekordmeisters sind lange vorbei, und Tami arbeitet wie so viele GC-Trainer vor ihm für eine bessere Zukunft, die einfach nicht kommen will. Heute spart man wieder daraufhin. Und morgen soll dann alles besser werden. «Ich hoffe, dass wir nächste Saison nicht wieder viele Spieler verkaufen müssen», sagt Tami. Nächste Saison: Dabei hat diese doch gerade erst richtig begonnen. Die Grasshoppers sind Fünfte, und sie wissen selber nicht genau, wo sie hingehören in dieser Saison, nach oben oder nach unten.
Zweimal Trainer des Jahres
Früher ging Tami auf den Kieswegen neben dem GC-Trainingszentrum in Niederhasli oft joggen, eine kleine Runde nur, 2,5 Kilometer. Aber nun hat er keine Zeit mehr, er muss eine Mannschaft entwickeln, das jüngste und kleinste Kader der Liga, 22 Spieler, 12 noch im Nachwuchsalter. Man hat ihm zuletzt keine teuren, fertigen Spieler gegeben, und es hat etwas von einem maliziösen Experiment, wenn man im GC-Verwaltungsrat nun sagt: Mal schauen, was Tami daraus macht.Es gibt da dieses ewige Missverständnis mit Tami. Man könnte meinen, er sei einfach nur ein sehr freundlicher, unaufdringlicher Trainer, früher ein mittelmässig begabter Fussballer aus dem Tessin und ehemaliger Heizungsmonteur, der vieles mit sich machen lasse. Wenn es im Schweizer Fussball unter den Trainern ein Sympathie-Casting gäbe: Tami gewänne. Er ist der Mann, der zuerst Gentiluomo ist und dann erst Coach. Er kann Nähe vermitteln, ohne sich anzubiedern, er kann eine Wette verlieren und deshalb eine Kiste Bier anschleppen, ohne lächerlich auszusehen. Ein Tüpflischiisser sei er, sagte der frühere Schweizer Nationalspieler Kubilay Türkyilmaz über ihn, doch das stimmt nicht: Tami hat die Wärme des Tessiners und die Zurückhaltung des Deutschschweizers. Der Captain Kim Källström sagt, Tami sei ein guter Trainer, «vor allem aber ein guter Mensch».
Doch man sollte sich nicht täuschen lassen, Tami ist mehr als das, er hat diese gut versteckte Härte in sich, man sah sie früher bei ihm als Spieler, man sieht sie heute in manchen Momenten in seinen Augen. Tami ist ehrgeiziger, als man denken könnte: Er traute es sich zu, Schweizer Nationaltrainer zu werden, und wollte die Nachfolge Ottmar Hitzfelds antreten. Zweimal ist er Trainer des Jahres geworden: 2011 als Schweizer U-21-Coach und 2015 mit GC, als dieser ein halbes Jahr lang den schönsten Fussball in der Liga spielte.
Peter Knäbel war Tamis Vorgesetzter im Fussballverband und wollte ihn zu Hitzfelds Nachfolger machen. Er sagt: «Ich spüre Tamis Ungeduld, er hat eine unheimliche Energie in sich und möchte vorwärtskommen.» Als ihn die NZZ vor zehn Jahren zum ersten Mal fotografierte, war Tami Beobachter für die Schweizer Nationalmannschaft. Er stand beim Fototermin eingefroren da, die Hände an die Hosennähte gelegt wie ein Soldat. So ist Tami nicht mehr, er machte Werbung, sitzt im Verwaltungsrat einer Ingenieurfirma und hatte sportlich Erfolg. Und heute? Ist er ein glücklicher Trainer? Tami sagt: «Ich muss meine Wünsche bremsen. Ich habe akzeptiert, dass es die erste Priorität von GC ist, sich finanziell zu stabilisieren. Aber einfach ist es nicht für mich.» Alles, was Tami zur Klubpolitik sagt, ist ein Kompromiss, ein Zugeständnis, das er sich abringen muss. Er ist nicht grundsätzlich unzufrieden, aber die Zukunftsfrage wird sein, wer wen mehr braucht: GC Tami? Oder Tami GC? Bis 2019 wollen sie zusammenbleiben, so lange dauert sein Vertrag.
Bevor Tami an diesem Nachmittag ausserhalb des Trainingsgeländes spazieren geht, nimmt er einen Schlüssel aus der Hosentasche. Er ist neugierig, ob er mit ihm das Eingangstor aufschliessen kann, und sagt: «Wenn es sich öffnet, hat man mir den wichtigen Schlüssel gegeben. Dann bin ich der grosse Chef hier.» Das Tor geht auf, aber Tami ist nicht der grosse Chef. Er ist ein GC-Trainer wie vor ihm Ciriaco Sforza oder Hanspeter Latour, die sich auch an GC abarbeiteten, Übergangs-Trainer, die jahrelang dachten, jetzt beginne dann gleich die Zukunft. Aber die Übergänge waren nie zu Ende. Nur in der Zeit Uli Fortes und Michael Skibbes leistete sich GC ein paar finanzielle Verrücktheiten, der Klub wurde zweimal Zweiter und Cup-Sieger. Aber nun will man wieder vernünftig sein, ein vernünftiger Klub mit einem vernünftigen Trainer.
Axel Thoma hatte Tami in seiner kurzen Amtszeit als GC-Sportchef verpflichtet. Er sagt: «Tami fällt nicht auf, er ist nicht affektiert und keine Festzelt-Hupe. Aber er kann stur sein, wenn er etwas will.» Tami steht im Trainingszentrum der Grasshoppers, schaut sich die alten GC-Bilder an den Wänden an, zeigt auf frühere Erfolgsspieler wie Richard Nuñez und zählt die Nationalspieler zusammen. Er sagt: «Irgendwann möchte ich auch etwas Grosses erreichen. Ich hoffe, es kann mit GC sein.» Sicher ist das nicht. Er wäre dafür bereit, «aber ich bin nur der Trainer». Nur der Trainer: Es ist seine Art, zu sagen, dass es nicht in seiner Hand liege, was mit den Grasshoppers geschieht; dass er zwar viel arbeiten könne, es vielleicht aber doch nicht reiche. Man kann eine gewisse Ohnmacht aus dem heraushören, aber GC war ehrlich, Tami wusste, was auf ihn zukommt. Und nun möchte er, dass man diese Wahrheit auch ausspricht: «Wir müssen offen sein und sagen: ‹Die Grasshoppers betreiben Ausbildung und wollen die Liga halten. Das ist das erste Ziel.› Ich jammere nicht. Das sind im Moment unsere Möglichkeiten.» Die Frage ist nur, ob sich GC dafür Ausgaben in der Höhe von 20 Millionen Franken leisten muss. Tami möchte, dass er in der nächsten Saison ambitionierter sein darf, «dass alle ihren Job machen». So wie er.
Und wenn nicht? Der frühere Fussballer Antonio Esposito kennt Tami seit zwanzig Jahren, sie spielten zusammen in Lugano; in den neunziger Jahren war Esposito auch Spieler bei GC. Er sagt: «Man sollte Tami nicht unterschätzen. Er ist ruhig und nett. Aber er weiss, was er will. Und wenn er es nicht bekommt, kann es schnell gehen.» Tami hatte vor knapp einem Jahr schon einmal mit Angeboten aus der Bundesliga kokettiert; es war damals weniger ein konkreter Abwanderungswunsch als vielmehr eine Botschaft an seinen Klub: Seid euch nicht zu sicher, dass ich einfach bleibe. Esposito sagt: «Ich kenne GC: Man hat weniger Geld, aber die Ambitionen sind immer hoch.» Der Präsident Stephan Anliker hatte vor der Saison gesagt, mit Rang 4 wäre er zufrieden, «aber wenn Sie mich fragen: Mein persönliches Ziel liegt weiter vorne». Ein Präsident, der in den Europacup will, ein Trainer, der versucht, in erster Linie nicht abzusteigen: Irgendetwas passt da nicht ganz zusammen.
Zum ersten Mal auf der Tribüne
Man sollte es nicht überinterpretieren, aber am letzten Wochenende ist Tami etwas Untypisches passiert. Er wurde im Match gegen Sitten auf die Tribüne geschickt, zum ersten Mal überhaupt in seiner Trainerkarriere. Gegen YB heute Sonntag ist er deshalb gesperrt. Der frühere Sportchef Thoma sagt: «Das ist ungewöhnlich für ihn. Vielleicht merkt er, dass etwas nicht so läuft, wie er es gern hätte.» Im Rapport des Schiedsrichters steht: «Leichte Beleidigung gegenüber Sion, leichte beleidigende Geste gegenüber dem Schiedsrichter.» Tami hat sich entschuldigt, «ich habe einen Fehler gemacht und ein Wort zu viel gesagt. Ich wollte nur meine Bank schützen.» An sich selber hat er in diesem Moment nicht gedacht. Ein Freund Tamis sagt: «Das ist seine Schwäche. Er müsste egoistischer sein, um ein grosser Trainer zu werden.»Gesendet von iPhone mit Tapatalk
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Zitat von Mushu
Spannend:
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-…/story/29980201
Wenn das ein bleibender Wechsel wird; was wird das für diverse Sportvereine bedeuten? Für Fluglinien? usw. ...
für die sportvereine nix! zumindest kurz- und mittelfristig. für solche spielzeuge ist immer geld vorhanden!Gesendet von iPhone mit Tapatalk