Was gibt es zu relativieren? Du liebst ja Facts.
Fact ist; diese EM der Frauen war sportlich und kommerziell ein Quantensprung, der die Positionierung des Frauen-Spitzenfussballs nachhaltig auf eine neue Ebene gesetzt hat. Dieser Sport hat neue "Fans von der Strasse" gewonnen, die wieder kommen werden.
Parallel dazu hat übrigens ein neuer Wettbewerb im Männerfussball stattgefunden. Vor mehr oder weniger leeren Stadions unter abstrusen Bedingungen (2 Stunden Unterbruch bei aufkommendem Gewitter, dann weitetspielen). Dieses Turnier hat wohl keinen einzigen neuen Fan hervorgebracht, war aber wohl für die FIFA und die komisch selektionierten Vereine ein kommerzieller Erfolg. Klappt aber nur noch - wie auch grosse Teile des Männer-Spitzenfuasballs - weil die Scheichs diesen Sport finanzieren (aufkaufen). Normale Fans können diesen Sport weder Live noch im TV mitberfolgen (nur wenn man bezahlt). Mit der Wirkung, dass sich immer mehr Fans angewiedert von diesem Grossgeld-Segment abwenden.
Ich denke mir, auch der Männerfussball steht an einem Scheideweg. Profiteure könnten die nationalen Wettbewerbe sein (bzw. werden es sein). Die internationalen Wettbewerbe könnten eine "eigene Liga" für die Scheichs und den Geldadel werden (so wie das frühere GC national). Interessiert kaum mehr jemand; ist aber egal, da der Rubel (ähhh Öl-Dollar) - derzeit noch - rollt.
Upps; jetzt habe ich verglichen; wollte ich doch gar nicht ... 

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ich relativiere bloss dahingehend, dass das sportlich gebotene nicht kongruent ist mit dem künstlich und medial erzeugten medien hype. das auf dem platz gebotene alleine, hätte für diesen hype niemals ausgereicht.
aber nochmals: ich mag den frauen diese ganze em von herzen gönnen. auch wird die nächste gewinn abwerfen, da man einen markt erzeugen konnte. die schnittmenge zwischen zuschauern von frauen und herren spielen besteht zwar durchaus, trotzdem ist der grossteil des publikums ein anderes. aber auch dagegen habe ich als liberaler mensch selbstverständlich nichts einzuwenden. und wie gesagt, es ist/wird ein neuer markt entstanden/entstehen. er wird zwar nie so lukrativ wie der markt im männerfussball werden, aber er hat seine berechtigung. was aber den sport frauenfussball (für mich) nicht attraktiver macht.
was mich aber nervt ist, dass man sich beinahe schämen und permament rechtfertigen muss, wenn man als fussballfan zugibt, keinen frauenfussball zu schauen. einfach aus der um sich grassierenden political correctness heraus, von den medien geradezu befeuert.
bei der club wm habe ich mir übrigens kein spiel angesehen und werde das auch in 4 jahren nicht machen. hier stimmt zwar das sportliche produkt, aber das drumherum und die motivation von infantilino diese wm zu lancieren ist nur noch widerwärtig. also eigentlich das exakte gegenteil der frauen em, wo zwar das gesamte umfeld (noch) intakt ist, aber das sportliche ergebnis einige wünsche offen lässt.