Beiträge von Reto

    Und nun noch zwei drei weitere Bemerkungen:
    Die Bettenzahl ist scheissegal, wenn du nicht das Personal hast, um die Patienten zu pflegen. Und leider ist die Pflege von hospitalisierten Covid-Patienten relativ aufwändig.

    Und genau da liegt das Problem. In diesem Bereich hat man in dieser Situation total versagt. Würde ich im Gesundheitswesen arbeiten, würde ich mich ziemlich verarscht fühlen. Überall kann man Milliarden reinstecken, aber im Gesundheitswesen scheint es nicht nötig zu sein, strukturelle Veränderungen herbeizuführen.

    Aber Hauptsache, wir haben geklatscht.

    Koller fände ich mittlerweile ganz schlimm. Als er bei den Ösis war, hat er seinen Job wohl gut gemacht, aber mittlerweile scheint er mir ziemlich aus der Zeit gefallen, der Marcel - auch wenn er krampfhaft versucht, in den sozialen Medien jung und dynamisch rüberzukommen.

    Für das englische Team tut's mir ja ein bisschen leid. Für alle anderen drumherum, leider überhaupt nicht. Und das nicht erst, weil seit diesem Turnier mehr Leute gesehen haben, wie sich die England-"Fans" verhalten.

    Lies doch das Zeugs von Snowcat mal durch. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass du nicht viel Abweichung zur Meinung von zuercher_sc finden wirst.

    Die von ihm angesprochenen, fehlenden Grautöne sind genau das Problem in der heutigen Gesellschaft. Und das nicht nur beim Thema Corona.

    Sehe ich ähnlich. Man sieht aber auch immer die Leute, in deren Umfeld man sich bewegt.

    Wie schon öfters gesagt, habe ich persönlich auch das Glück, dass weder unsere Kinder alt genug sind, zwingend das Bedürfnis nach Ausgang zu haben und gleichzeitig bin ich zu alt, um das ebenfalls zu verspüren ;)
    Das allereinzige, das ich wirklich vermisst habe in dieser Zeit, ist mein Unihockey-Training. Und da gibt es sicher schlimmere Schicksale.

    Gegen die Jungen zu meckern, dass sie nicht auf Party verzichten können, geht für mich mittlerweile aber auch nicht mehr auf, wenn ich sehe, dass viele den unbändigen Drang haben, jetzt mit dem Flieger in die Ferien zu fliegen. Keine Ahnung, ob das die gleichen sind, die all die Massnahmen aufrecht erhalten wollen. Es kann aber mathematisch fast nicht sein, dass alle, die jetzt ins Ausland in die Ferien gehen, irgendwelche Massnahmenkritiker sind. Hauptsache, das was für sie gerade genehm ist, ist möglich und erlaubt und dann muss man es ja auch sofort machen!

    Zu Beginn der Pandemie habe ich ab snowcats Geschreibe nur den Kopf geschüttelt. Ich war der Überzeugung, dass er einfach gegen all die Massnahmen ist, weil er so keine Party mehr machen kann und auf alles verzichten muss, was ihm im Leben wichtig ist. Das ist sicher auch der Fall und ihn hat das Ganze sicher auch deshalb so stark beschäftigt.

    Nachdem ich anfangs 2020 mit ihm überhaupt nicht einig war und wir uns mit der ganzen Familie sehr korrekt, in einer Art und Weise, in der ich mich selber gar nicht so richtig kenne, an alle Massnahmen strengstens gehalten habe, komme ich immer mehr zum Schluss, dass man es (man muss fast sagen, weltweit) mit einigen Massnahmen wohl ziemlich übertrieben hat.

    Im Nachhinein ist man immer schlauer und mir käme nie in den Sinn, jemanden zu kritisieren oder gar zu verurteilen dafür, dass man übervorsichtig gehandelt hat. Manchmal frage ich mich aber schon, ob sich die "Regierenden" einfach nicht trauen, jetzt zuzugeben, dass man vielleicht etwas übers Ziel hinausgeschossen hat und die Geschichte deshalb immer weiter zieht.

    Mit den Impfungen und einer möglichst hohen Durchimpfung hat man jetzt die Möglichkeit, Massnahmen zurückzufahren und zu reduzieren. Vielleicht (und ja: ich weiss es nicht, ich könnte es mir aber vorstellen), wäre das alles aber auch schon viel früher und ohne Impfung möglich gewesen. Nun kann man aber sagen, dass man das Dank der Impfung machen kann und muss nicht eingestehen, dass man es vielleicht etwas übertrieben hat.

    Schlussendlich kann es nicht sein, dass wir ein Leben führen, in dem wir vor jedem, der uns begegnet, Angst haben, weil er ein todbringender Virusträger sein könnte. Man behandelt Leute, die man gern hat, ja sogar solche aus der eigenen Familie, wie Aussätzige und kommt ihnen nicht zu nahe und das nur, weil es rein theoretisch sein könnte, dass diese Person gerade zufälligerweise unsymptomatischer Träger des Corona-Virus sein könnte. Das, nachdem man es jetzt 15 Monate oder mehr, geschafft hat, sich nicht mit diesem Virus anzustecken. Eigentlich auch komplett unverhältnismässig.

    Was das youtube-Geschwurbel usw. betrifft, finde ich es schon extrem schwierig. Die Grenze von "Faktenbasierter Recherche" zu absolut dämlichen Verschwörungstheorien ist leider sehr fliessend. Bei snowcat erkenne ich solche Sachen aber zum Glück nicht und leider ist das nicht immer der Fall, wenn man sich mit jemanden, der der ganzen Sache auch kritisch gegenübersteht, unterhält. Sobald Bill Gates zum Thema wird oder irgendwelche gefährlichen Proteine, welche die Geimpften aussenden, wird's jeweils schwierig, eine ernsthafte Diskussion zu führen ;)

    Auch da habe ich eigentlich Verständnis dafür, dass gewisse Inhalte von den sozialen Medien einfach gesperrt werden. Aber eigentlich ist das Bedenkliche daran, dass ich und viele andere, dafür Verständnis haben. Da ist etwas Grundsätzliches, das unsere Gesellschaft im Kern ausmacht, massiv gefährdet...

    Ist wohl leider so...

    Wenn man allerdings sieht, wie es medial in anderen Ländern momentan abgeht, weil ihre Teams ausgeschieden sind, dann ist das wohl auch einfach eine normale Entwicklung. Auch die alteingesessenen Medien entwickeln ähnliche Verhaltensmuster, wie all die Asis in den "sozialen" Medien.

    Selten habe ich die Deutschen so schwach gesehen, wie gestern.

    Die Teams aus der "Todesgruppe" mit Frankreich, Portugal, Deutschland und Ungarn, sind alle schon raus.

    Es ist peinlich, die Leistung eines Spielers aufgrund seiner Frisur zu beurteilen.

    Peinlich ist auch, dass fast alle diese Spieler in einer Blase leben, in der sie meinen, sie müssten tätowiert sein, Gucci-Handtäschchen tragen und mit dem Lamborghini beim Training vorfahren. Aber das ist leider wohl bei all diesen Spielern so und nicht nur bei den Schweizern.

    Wir sind halt ein spezielles Völkchen, das es nicht so gerne sieht, wenn jemand seinen Reichtum vorführt.

    Xhaka ist ein spezieller Charakter. Vielleicht braucht es das aber, um diesen Erfolg zu haben. Keine Ahnung...

    Er weiss ja bestimmt selber, dass solche Sachen nicht gut ankommen. Scheint ihm aber entweder egal zu sein oder ist er ist zu dumm. Mittlerweile würde ich sogar auf "egal" tippen ;)

    Es sollen die schiessen, die sich gut und sicher fühlen.

    Xhaka hat doch gegen Polen vor fünf Jahren den letzten Penalty verschossen.

    Von daher verständlich. Umso weniger verständlich ist, dass Rodriguez den Penalty im Spiel geschossen hat. Aber eben - wir hätten einiges verpasst, wenn er den rein getan hätte ;)

    Läck du mir.

    Nach dem Tor von Podga war für mich der Drops gelutscht. So sehr, dass mich nicht mal mehr seine sinnlose Tanzerei genervt hat.

    Dass Rodriguez den Elfmeter verschiesst, geht ja noch. Aber wieso der überhaupt anläuft, verstehe ich nicht.

    Schlussendlich haben wir ihm aber eines der spannendsten und geilsten Spiele der EM-Geschichte zu verdanken. Das mag jetzt etwas schweizerisch eingefärbt sein, diese Meinung - aber wann hat es das schon mal so gegeben, dass der Aussenseiter nach so einem Rückschlag ein 1:3 nochmals ausgleicht und dann im Penaltyschiessen gewinnt. Ich war ja zudem sicher, dass ein Tor in der Verlängerung nötig gewesen wäre, weil man eben im Penaltyschiessen unter die Räder kommen würde. Nix da - alles Elfmeter verwandelt!

    Die Blondine fehlt nun gegen Spanien. Das ist schon schade. So arrogant er sein mag, hat er gestern gezeigt, war er kann!