Beiträge von Lions

    Ich glaube es wird anders sein. Die heutigen Spitzenspieler haben es finanziell nicht mehr nötig weiter zu arbeiten. Die Vollmers, Salis‘ und andere müssen weiter arbeiten.

    Guter Punkt, aber meinst du nicht, dass die wenigsten Spieler so denken?

    Ich habe eher das Gefühl, dass bei den meisten die Leidenschaft und das Verlangen, etwas Bewirken zu können/den Sport weiterzuentwickeln, überwiegen. Wer mit 34 bis 40 in „Eishockey-Pension“ geht, ist ja immer noch jung.. Einfach nix mehr arbeiten für den Rest des Lebens, nur weil man finanziell ausgesorgt hat, würde langweilig werden und dürfte den wenigsten zusprechen..

    Gerade NHL-Topverdiener (im Fussball nochmals um paar Dimensionen höher) könnten theoretisch nach einer einzigen Saison finanziell ausgesorgt haben (je nach Bedarf/Lebensstil natürlich). Trotzdem hört man nur höchst selten, dass absolute Topverdiener freiwillig früher aufhören. Und wenn doch, dann meist wegen Verletzungen oder sehr selten, weil die Freude am Spielen verloren gegangen.

    Und viele Eishockeyspieler bereiten sich schon während der Karriere auf die Zeit danach vor. Flüeler, Bodenmann, Genoni und Roman Schlagenhauf haben beispielsweise gemeinsam den Bachelor und Master absolviert. Schäppi ebenfalls.. Viele machen Praktika… Das zeigt doch, dass viele nach der Karriere weiterhin etwas machen wollen..

    PS: Ist in der Privatwirtschaft ja nicht anders. Sehr selten, dass ein Selfmade-Multimilliardär seine Firma verkauft und danach bis ans Lebensende nur noch am Eier kraulen ist. Im Gegenteil - gerade die arbeiten oft bis ins hohe Alter oder sogar bis zum Lebensende weiter..

    Vo dene Junge känni au no zwei.

    De aktuell Bächler hät aber nüt mit em damalige Bächler ztue, oder?

    Ha googlet. De Matthias Bächler isch sin Onkel.

    Apropos Z-Kader 93/94: Schon noch spannend, dass selbst jemand wie ich, der damals noch gar nicht auf der Welt war, fast die Hälfte der Spieler nicht nur dem Namen nach, sondern wirklich „gut“ kennt, weil sie dem Eishockey in einer anderen Funktion treu geblieben sind. Zeiter, Micheli, Zehnder, Weber, Salis, Vollmer, Bayer etc. Immerhin sind seitdem 34 Jahre vergangen.. Mal schauen, wie viele aus dem aktuellen Kader im Jahr 2060 noch in irgendeiner Funktion im Eishockey tätig sein werden.

    Haha. Du häsch grad "aaschträngend" im erschte Teil vo dim Biitrag beschriebe. Da müesstisch würklich dra schaffe und glaub mer, i paar Jahr wirsch mich verschtah ;)

    Dank Replay chan ich am Dunnschtig-Abig is Training gah, hei fahre und am halbi elfi en Playoff-Match aafange luege. Gäbt's das nöd, hett ich ufs Training oder uf s'Matcherläbnis müesse verzichte. Ganz sälte lauft mer mal i d'Aafänger-Falle und druckt im whatsapp uf Statusbilder und wild gspoileret. Aber ebe. Mer lernt dezue ;)

    Haha. Seich, verstah chani di nöd, allerhöchstens es bizli nachevollzieh.

    Übrigens Reto, scho vergässe (22.05.2025, Donnschtig Abig:rofl:) :

    Eifach all Live-Ticker abschtelle vorher.

    Das chasch du jetzt eso eifach säge.. Wür bi mir ide Praxis nöd funktioniere.. Mis Handy schället nach jedem Goal vom ZSC, u. a. lüütet mir min Nachber während/nachem Spiel ah, mehreri Persone machet Whatsapp Status vom Resultat etc. etc. Also mit anderne Wort: sobald ich s’Handy ide Pfote han, isches garnöd möglich, dass ich s‘Resultat nöd weiss. Und jedesmal extra s‘Handy ganz usstelle deswege, das wär mir z‘astrengend..

    Vor allem Sport.

    Das würsch no schätze lerne, wänn mal chliini Chind häsch. Eifach all Live-Ticker abschtelle vorher.

    Guete Punkt - so wiit hani garnöd überleit.
    Ich chönnt das nöd.. Für mich muesses live si. Einzig wenn es bsonders Spiel zo oisne Gunschte glofe isch - z. B. CHL Final - denn luegi das Spiel sehr gern im Nachhinein nomal in voller Längi ah.

    Ich glaube mich daran zu erinnern, dass sogar der grosse Sidney Crosby an der WM in der Schweiz für „embellishment“ bestraft worden ist,,,

    Kann sein, aber ZSColin Aussage „So eine typische Schwalbe, welche man im Hockey ganz selten sieht.“ stimmt mMn nach trotzdem zu 100%.

    Der grosse Unterschied zwischen Fussball und Eishockey besteht aus meiner Sicht darin, dass man im Fussball deutlich häufiger echte Schwalben bzw. Diving sieht, während es im Eishockey in der Praxis meistens um Embellishment/Beschönigung geht.

    Der Unterschied ist dabei nicht unerheblich: Bei einer Schwalbe ist gar kein Kontakt, geschweige denn Foul passiert: der Spieler versucht ein Vergehen vorzutäuschen.. Bei Embellishment hingegen liegt ein tatsächlicher Kontakt oder sogar ein Foul vor, dessen Wirkung übertrieben dargestellt wird, damit der Pfiff wahrscheinlicher wird.

    Deshalb sieht man im Eishockey auch regelmässig Situationen, in denen beide Spieler bestraft werden: der eine für das Foul, der andere für die Übertreibung/das Embellishment. Ist auch im IIHF Situation Handbook als Beispiel so festgehalten.

    Interessant ist dabei, dass die IIHF regeltechnisch gar nicht zwischen Diving und Embellishment unterscheidet.. Beides wird unter Regel 64 „Diving/Embellishment“ geführt und identisch sanktioniert. Es gibt weder eine eigene Diving-Regel noch ein anderes Strafmass..

    Persönlich würde ich trotzdem nicht eine Schwalbe mit einem Embellishment gleichsetzen. Eine klassische Schwalbe zielt letztlich darauf ab, einen völlig unschuldigen Gegenspieler bestrafen zu lassen. Embellishment ist ebenfalls unsportlich, scheisse und strafwürdig, basiert aber wie gesagt auf einem tatsächlichen Kontakt bzw Foul, dessen Wirkung überzeichnet/beschönigt wird.

    Im Eishockey bewertet die IIHF jedoch nicht die moralische Auswirkung der Täuschung, sondern den Schiri-Täuschungsversuch an sich. Genau deshalb werden Diving und Embellishment unter derselben Regel geführt und gleich bestraft… Könnte ich das Regelbuch bestimmen, wären Diving und Embellishment längst getrennt, auch hinsichtlich des Strafmasses..

    Berni hat es aber schon einmal probiert. Denke nicht, dass er nochmals ein Chance kriegt bzw. er müsst dann ja auch wollen.

    Ja, und er ist halt auch schon 26.. Für mich immer etwas überschätzt: guter, kompletter NL-Spieler, aber nirgends herausragend. Vielleicht ist noch etwas Potenzial da, aber sehe die Chance gegen Null, dass er sich in der NHL dauerhaft durchsetzen könnte..

    Wüsste nicht, wer von diesem Team wechseln sollte. Entweder haben sie‘s schon versucht, sind zu alt oder nicht gut genug.

    Klar, eher unwahrscheinlich. Aber Columbus hält doch immer noch die Rechte an Berni, oder? Und wenn Knak eine Chance erhalten würde, würde mich das jetzt auch nicht sooo überraschen.

    Jetzt einmal völlig unabhängig davon, ob diese Vereinbarung im Vorhinein bestand und welche Version der Geschichte stimmt:

    Aber wenn man für jeden Seich, den man irgendwo ausschwatzt, faktisch eine im Vorhinein gegenseitige „off the record“-Vertraulichkeitsvereinbarung braucht, weil einem sonst noch Jahre später jedes Wort gegen einen ausgelegt werden kann, dann hat das doch zwangsläufig Konsequenzen.

    Künftig werden Prominente auf potenziell heikle Themen noch weniger eingehen. Statt offener Gespräche gibt es nur noch langweilige, austarierte Standardantworten. Keine Insides, keine spontanen Einblicke, nichts nada mehr...

    Erreicht man damit letztlich nicht genau das Gegenteil dessen, was das SRF und öffentliche Interesse wollen?

    Etwas überspitzt: aber es erinnert mich etwas an die Situation eines Beschuldigten vor Gericht: Bloss nicht zu viel sagen, ohne Absprache mit dem Anwalt (aka Medienchef in Fischis Fall) schon gar nix - schliesslich könnte jedes Wort irgendwann gegen einen verwendet werden…

    Euro 2008 habe ich keine Tickets erhalten, weil tausende Tickets an UBS-Angestellte und deren Kunden gingen.

    Das isch also de Grund, wieso mer nur wenigi Mönet spöter d‘UBS het müesse rette. 😁

    Danke für den Beitrag :thumbup:

    Aber war das früher anders? Und dennoch haben wir alle diese Topspieler herausgebracht.

    Nein, war es nicht.

    Aber ziemlich alle derzeitigen Schweizer NHL-Spieler (ausser Siegenthaler meinte ich) der aktuellen Generation - ja, sogar Suter - sind früher oder später im Juniorenalter ins Ausland gewechselt. Und das ist heute logischerweise nicht anders. Die grössten Talente gehen irgendwann in eine starke ausländische Juniorenliga, um den nächsten Step zu machen.

    Deshalb mache ich mir - im Gegensatz zu vielen anderen - auch weniger Sorgen darüber, ob die Schweiz künftig wieder NHL-Spieler hervorbringen wird. Die werden kommen, keine Frage. Die spannendere Frage ist vielmehr, wie viele es in der Anzahl schaffen und vor allem, welches Niveau sie innerhalb der NHL erreichen werden. Was die aktuelle Generation besonders macht, ist, dass wir nicht nur NHL-„Mitläufer“-Spieler haben, sondern richtig gute. Josi zählt nach wie vor zu den besten Verteidigern der Welt. Fiala, Hischier, Meier und mittlerweile auch JJ Moser sind klar überdurchschnittlich in der NHL. Und auch die übrigen Schweizer Akteure sind sehr solide und allesamt etablierte NHL-Spieler (mit Ausnahme von Akira Schmid).

    Ich persönlich sehe die Situation nicht ganz so dramatisch wie manche andere. Bei einem Jonah Neuenschwander bspw. ist es m. E. eine Frage der Zeit, bis er NHL spielt. Die U20 hat an der letzten WM im Dezember/Januar ebenfalls überzeugt und gegen Topnationen wie die USA und Schweden nur sehr knapp verloren und auch super Hockey gezeigt. Auch das war nicht immer so!

    Und bei den noch jüngeren gibt es wie auch schonmal erwähnt weitere sehr spannende Talente: Lionel Dedial gilt aktuell als einer der fünf besten Spieler seines Jahrgangs weltweit, und auch Leo Ulrich ist auf bestem Weg und ist derzeit auf Rang 16 over all für den Draft 2028 vertreten.

    Letztlich bleibt vieles Spekulation. Heute kann niemand mit Sicherheit sagen, wie viele der aktuellen Junioren den Durchbruch schaffen werden und wie gut sie tatsächlich sein werden. Was man aber sagen kann, ist, dass die heutige Generation Schweizer NHL-Spieler aussergewöhnlich stark ist. Eine solche Nati wie jetzt in Zukunft wieder zu bekommen, was die Qualität der Spieler und vor allem den Team-Zusammenhalt betrifft, wird natürlich sehr schwierig. Die Chancen dafür sind vermutlich etwas kleiner, aber eben: wer weiss…

    Was falsch läuft kann ich nicht sagen, bin schon zu lange weg vom Nachwuchsbereich.

    Es kommt im Moment nicht viel Gutes nach, das sieht auch einer wie Segi so:

    "Nicht selbstverständlich, welche goldene Generation gerade am Werk ist. Die Zukunft sieht Seger nicht ganz so rosig." (NZZ)

    Gemäss Helfenstein liegt ein zentrales Problem des Schweizer Eishockeys darin, dass im Gegensatz zu führenden Nationen nicht auf allen Nachwuchsstufen professionelle Trainer eingesetzt werden.. Teilweise übernehmen noch immer Eltern Traineraufgaben, weil es an Ressourcen fehlt. Dadurch werden junge Talente nicht von Beginn an optimal gefördert.

    Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Mangel an Eisflächen. Gleichzeitig wird die vorhandene Eiszeit oft nicht optimal genutzt. Gehe darauf gleich noch ein..

    Der wohl grösste Unterschied liegt jedoch in der Mentalität gegenüber dem Leistungssport. In Ländern wie Schweden hat Eishockey bei Top-Talenten Vorrang vor der Schule. Das Schulsystem wird an die sportlichen Bedürfnisse angepasst, sodass Trainings am Morgen, Mittag oder Abend möglich sind. Dadurch kann die vorhandene Infrastruktur deutlich besser ausgelastet werden.

    In der Schweiz ist die Priorität meist umgekehrt: Schulabschluss und berufliche Absicherung stehen im Vordergrund, falls der Weg zum Profi nicht gelingt. Selbst an Sportschulen finden die meisten Trainings erst am späten Nachmittag oder Abend statt, allenfalls ergänzt durch Einheiten am frühen Morgen. Das gesamte System ist darauf ausgelegt, dass Jugendliche vor allem abends trainieren.

    Genau daraus ergibt sich das eingangs erwähnte Problem: Die Eisflächen sind zu Spitzenzeiten überlastet, während sie tagsüber oft nicht vollständig genutzt werden. Weil am Abend zu wenig Eiszeit zur Verfügung steht, müssen Trainings gekürzt oder reduziert werden. Statt 5-7 Trainingseinheiten pro Woche, wie bei Topnationen, sind häufig nur 3-5 möglich. Über Jahre hinweg macht dies einen gewaltigen Unterschied in der Entwicklung von Nachwuchsspielern aus..

    Naja, wenn man am Vorabend zwischen 20-22 Uhr vor einer wichtigen Prüfung nur noch lernen muss, dann hat man ja einiges falsch gemacht…

    Es gibt auch tausende andere Leute, die das Spiel definitiv nicht schauen können, weil sie wie Krankenpfleger, Lokführer, etc. arbeiten müssen.

    Haha, ja, in der Theorie hast du natürlich recht. In der Praxis ist es aber so, dass ein Teil der Lernenden prokrastiniert, während ein anderer Teil eigentlich genug gelernt hätte, vor den grossen Prüfungen aber so nervös ist, dass trotzdem am Vorabend noch einmal alles durchgegangen wird. Der Anteil derjenigen, die das Spiel völlig unbeschwert und sorgenfrei schauen können, dürfte daher eher klein sein.

    Und klar: Es gibt auch viele Menschen, die das Spiel aus beruflichen Gründen nicht verfolgen können. Allerdings lassen sich Arbeitsschichten in den meisten Berufen bis zu einem gewissen Grad planen oder tauschen, sodass man während des Spiels frei hat. Eine LAP hingegen lässt sich nicht einfach verschieben..