Wenn der Minister mit dem Umschlag vorbeischaut: Beim Afrikacup geht es um weit mehr als Fussball Beim Turnier in Côte d’Ivoire zeigt sich Afrika von seiner besten Seite. Manchmal auch von seiner klischierten. Ein Besuch im Stadion.
Samuel Misteli, Abidjan 01.02.2024, 05.30 Uhr 7 min
Unten auf dem Rasen rennt sich einer der teuersten Fussballer der Welt die Seele aus dem Leib. Oben auf der Tribüne, Sektor B12, trötet der Nigeria-Fan-Block, was das Zeug hält. Unten: Victor Osimhen, Stürmer von Napoli, Star von Nigeria, Transferwert über 100 Millionen Euro. Oben: die Fans Nigerias, grün-weiss gekleidet, mit Trompeten und Trommeln, die nur in der Halbzeitpause verstummen. Es ist heiss, im Fan-Block tanzen viele trotzdem während neunzig Minuten durch, man teilt sich das Wasser.
Es ist Afrikacup, Afrikas Kontinentalmeisterschaft. Bis zum 11. Februar messen sich Afrikas Nationalmannschaften in Côte d’Ivoire, um die beste unter ihnen zu küren. Am Freitag beginnen die Viertelfinals. Die meisten Favoriten sind ausgeschieden, Nigeria ist noch dabei. Dank diesem Sieg gegen Kamerun im Achtelfinal. Nigeria - Kamerun ist ein Klassiker des afrikanischen Fussballs, «Super-Adler» gegen «unzähmbare Löwen», an diesem Abend: 2:0. Auch dank Victor Osimhen, der zwar kein Tor schiesst, aber rennt und dribbelt, immer wieder zu Fall gebracht wird und für ständige Unruhe in Kameruns Defensive sorgt.
Nach Spielende tanzt Osimhen vor der Kurve, die während Minuten seinen Namen skandiert, wie sie das schon während des Spiels getan hat. Der Stürmer, vor kurzem zu Afrikas Fussballer des Jahres gewählt, sei ein Mann auf einer Mission, schreibt eine Journalistin auf dem Nachrichtendienst X. Sie lautet: Afrika-Meister.
Der Südafrikaner schunkelt bei den Nigerianern mit
Der Afrikacup ist besonders. Das liegt nicht nur am Sport. Das Turnier bringt einen Kontinent zusammen, der in mehr als fünfzig Länder zersplittert ist, von denen viele kaum etwas gemeinsam haben. Doch alle zwei Jahre kleben in Townships in Südafrika, in hochpreisigen Bars in Nairobi und vor Garküchen in Abidjan Menschentrauben vor Bildschirmen und jubeln und leiden mit der eigenen Nationalmannschaft – oder auch mit der eines anderen Landes.
Man sieht es auf der Tribüne bei Nigeria - Kamerun. 22 000 Zuschauer sind ins Félix-Houphouët-Boigny-Stadion gekommen, benannt nach einem Präsidenten, der zu lange im Amt blieb wie viele afrikanische Präsidenten. Im Nigeria-Block schunkelt zwischen den grün-weiss gewandeten Trompetern ein Fan mit, der sich einen Anzug aus der südafrikanischen Flagge hat schneidern lassen. Ein paar Meter weiter sitzt eine junge Frau in einem Trikot von Côte d’Ivoire, in ihrem Haar steckt eine kleine nigerianische Flagge. Manche Fans, die Osimhens Namen am lautesten schreien, haben die ivoirische Flagge umgebunden.
Der Topskorer aus der dritten spanischen Liga
Der Afrikacup ist auch deshalb besonders, weil Stars wie Victor Osimhen gegen Nobodys antreten. Und die Nobodys die Stars häufig ausstechen. Der gegenwärtige Topskorer zum Beispiel heisst Emilio Nsue, er ist 34, spielt in der dritthöchsten spanischen Liga und am Afrikacup für Äquatorialguinea. Nsue (Marktwert drei Nullen weniger als Osimhen) hat fünf Tore geschossen, das sind vier mehr als Osimhen.
Das Turnier ist auch sonst voller irrwitziger Überraschungen und Wendungen. Schon in den Gruppenspielen schieden Schwergewichte wie Ghana, Algerien und Tunesien aus. In den Achtelfinals erwischte es die Turnierfavoriten Senegal, Ägypten und Marokko – das sich an der letzten Weltmeisterschaft in Katar als erste afrikanische Mannschaft für die Halbfinals qualifiziert hatte.
Dafür wuchsen vermeintliche Zwerge über sich hinaus: Allen voran die Kapverden, ein kleiner Inselstaat vor der westafrikanischen Küste. Sie gewannen ihre Gruppe souverän, räumten im Achtelfinal Mauretanien zur Seite, eine andere Überraschungsmannschaft. Im Viertelfinal treffen sie auf das alles andere als unbezwingbare Südafrika.
Dabei hatten sich Experten vor Turnierbeginn besorgt gezeigt, dass die Aufstockung von 16 auf 24 Teams der sportlichen Qualität schaden könnte. Davon spricht niemand mehr. Stattdessen sprechen viele vom besten Afrikacup aller Zeiten.
Die verrückte Geschichte des Gastgeberlands
Eine der verrücktesten Geschichten schreibt bis anhin das Gastgeberland. Côte d’Ivoire war praktisch ausgeschieden, nachdem sich die Mannschaft mit 0:4 gegen Äquatorialguinea blamiert hatte. Sie tat das vor den Augen des Premier- und des Aussenministers. Diese hatten den amerikanischen Aussenminister Antony Blinken mitgebracht, der zu Besuch weilte. Das vergrösserte die Schmach noch.
Die Stimmung in den darauffolgenden Tagen war seltsam in Abidjan, der ivoirischen Küstenmetropole und einer der modernsten Städte auf dem Kontinent. Abidjan hatte sich für die Spiele herausgeputzt. Die Stadt war orange geschmückt, der Stürmerstar Sébastien Haller lachte von allen Plakaten, doch sonst lachte niemand mehr, wenn das Gespräch auf die Nationalmannschaft kam. Taxifahrer und Barbesucher raunten Verschwörungstheorien; der nationale Fussballverband sei schuld, die Politik auch, die dafür gesorgt habe, dass nicht die besten Spieler aufgeboten worden seien, sondern die politisch genehmen. Zeitungen formulierten Durchhalteparolen: «Nach dem Schmerz – weshalb wir weiter glauben müssen.»
Und dann tatsächlich die Wiederauferstehung. Dank einem Sieg von Marokko gegen Sambia war Côte d’Ivoire plötzlich einer der besten Gruppendritten und damit doch noch Achtelfinalist. In Abidjan knallte Feuerwerk im Nachthimmel, Fans rannten mit Nationalflaggen durch die Strassen und feierten vor dem Hotel ihrer Nationalspieler, die nichts getan hatten, ausser wie der Rest der Nation vor dem Fernseher mitzuleiden. Noch im Morgengrauen gingen die Gebetsrufe der Muezzins im Lärm Vuvuzela-trötender Fans unter.
Wenige Tage später dann das nächste Delirium. Côte d’Ivoire warf im Penaltyschiessen den Favoriten und Titelverteidiger Senegal aus dem Turnier, der bis dahin den besten Fussball aller Teams gespielt hatte. Côte d’Ivoire siegte notabene ohne Trainer, denn den bisherigen hatte man nach der 0:4-Schmach entlassen. Das Team führt nun einer der Assistenten, der sich unsterblich machen könnte. Am Samstag geht es im Viertelfinal gegen Mali.
Neue Stadien, Strassen, Brücken und Tunnel
Der Afrikacup ist oft Afrika von seiner besten Seite, manchmal auch von seiner klischierten. Während der Gruppenspiele verunfallte ein Bus, der Journalisten transportierte. Mehrere von ihnen mussten verletzt ins Spital. Einer von ihnen erzählte ein paar Tage später in einer Hotelbar, gleich mehrere ivoirische Minister seien im Spital aufgetaucht. Offenbar seien diese um das Image des Gastgeberlandes mindestens so besorgt gewesen wie um die Gesundheit der verunfallten Journalisten. Ein Minister habe einem verletzten Kollegen einen Umschlag in die Hand gedrückt, mit der Bitte, doch zurückhaltend zu berichten. Darin: 100 000 CFA-Francs, umgerechnet 140 Franken.
Die Sorge der Regierung ist verständlich, sie hat für den Afrikacup viel aufs Spiel gesetzt. Sie hat für über eine Milliarde Franken neue Stadien, Strassen, Brücken und Tunnel bauen lassen. Das Ziel: Côte d’Ivoire dem Kontinent und der Welt als afrikanisches Vorzeigeland zu präsentieren. Als wenige Monate vor Beginn des Turniers ein Testspiel im neuen Nationalstadion abgebrochen werden musste, weil der Rasen überflutete, kostete das den Sportminister seinen Job.
Deshalb hat die Regierung wenig Verwendung für ausländische Journalisten, die Negatives schreiben, und eine Nationalmannschaft, die versagt. Man kann davon ausgehen, dass Präsident und Minister nach der unerwarteten Achtelfinalqualifikation so laut jubelten wie die Fans in den Strassen.
Der Trainer aus der Kolonialmacht ist weg
Auch sonst ist der Afrikacup nicht von Politik zu trennen. In Kamerun haben anglofone Separatisten die Fussballfans zu Feinden ihres Unabhängigkeitskampfs erklärt. Sie haben Fernseher und Radios gestohlen und mehrere Fans entführt und getötet. In Côte d’Ivoire war der entlassene Nationaltrainer ein Franzose; nach seiner Absetzung sagten manche: «Es konnte ja nicht gut kommen mit einem aus der ehemaligen Kolonialmacht. Höchste Zeit, dass wir uns von ihm befreit haben.» Im Viertelfinal trifft Côte d’Ivoire auf Mali, ein Nachbarland, das von Putschisten regiert wird, die gerade ihren Austritt aus der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) bekanntgegeben haben und so mit der ivoirischen Regierung brachen.
Der Afrikacup ist auch Geopolitik. Der Matchbesuch des amerikanischen Aussenministers Blinken fand in einem Stadion statt, das mit chinesischem Geld gebaut worden war – wie viele Stadien auf dem Kontinent. Bei Blinkens diplomatischer Reise ging es denn auch darum, Boden wieder gutzumachen, den die USA in Afrika an China, Russland und andere Mächte verloren haben. Blinken sprach in Côte d’Ivoire über Fussball und über islamistischen Terrorismus, der sich in der Region ausbreitet.
Es steht also viel auf dem Spiel an diesem Afrikacup. Doch der Stimmung tut dies keinen Abbruch seit der wundersamen Wiederauferstehung der Gastgeber. Nach dem Achtelfinal zwischen Nigeria und Kamerun weigern sich Fans auch eine halbe Stunde nach Spielschluss, das Stadion zu verlassen. Manche filmen sich selber mit dem Handy, andere, mit bemaltem Körper, brüllen den Namen von Victor Osimhen in die Mikrofone von Hobbyreportern, die auf Youtube streamen.
Vor dem Stadion sinkt wenig später ein Fan in Nigeria-Trikot und -Mütze auf den Asphalt und jubelt sich die Lunge aus dem Leib: «Deux-zéro, deux-zéro», jauchzt er. Weshalb er es auf Französisch tut, eine Sprache, die im englischsprachigen Nigeria kaum jemand beherrscht, ist unklar. Aber es spielt keine Rolle am Afrikacup, einem verrückten Turnier, das einen zersplitterten Kontinent zusammenbringt.
Nach den gewaltsamen Vorkommnissen im Gästesektor und dem daraus resultierenden Wasserschaden beim Heimspiel der ZSC Lions gegen den HC Ambri-Piotta vom 25. November 2023, haben die ZSC Lions gegen zwei Ambri-Fans je ein zweijähriges Stadionverbot ausgesprochen.
Die beiden Täter konnten dank den hochauflösenden Kameras im Gästesektor der topmodernen Swiss Life Arena identifiziert werden. Sie betrieben Vandalismus in und an den sanitären Anlagen: Beleuchtungen wurden heruntergerissen und die Lavabo-Armaturen abgerissen. Abgebrochene Wasserhähne führten zudem zu einem Wasserschaden, da 10'000 Liter Wasser austraten und die Wandelhalle unter Wasser setzten.
Die beiden betroffenen Personen waren bereits nach Vorfällen im Spiel zwischen Lugano und Ambri vom 29. September 2023 identifiziert und im Anschluss an die Untersuchungen je mit einem dreijährigen Stadionverbot belegt worden. Diese Untersuchungen wurden aber erst nach dem Vorfall in der Swiss Life Arena abgeschlossen. Beide Entscheide zusammengezählt ergeben für die beiden Täter insgesamt ein fünfjähriges Stadionverbot bis und mit September 2028. Die Stadionverbote gelten gesamtschweizerisch für alle Eishockey- und Fussballspiele in allen Ligen und Spielkategorien.
Die ZSC Lions haben den Gästesektor in der Swiss Life Arena inzwischen mit zusätzlichen Kameras ausgerüstet, damit der komplette Sektor kameratechnisch abgedeckt ist.
Big brother is watching you ...... tja. War zu erwarten.
liegt evt. daran, dass das (ur-)design aus dem letzten jahrtausend stammt!
Und ja, man muss mit der Zeit gehen und die Designs den heutigen Befürfnissen und Begebenheiten anpassen. Ist wichtig. Man kann es aber auch "verschlimmbessern". Ausserdem, ein bisschen Nostalgie tut in unserer heutigen Zeit auch mal gut. Plus: Ich gewinne noch immer jedes Mal gegen meinen Sohn, wenn es darum geht die Tabelle der BuLi, die Tabelle der SL und die NL Hockey Tabelle aufzurufen. Bis er das alles in seinen Apps aufgerufen hat, habe ich die wichtigsten Kurzmeldungen des Tages bereits - auch in der TXT App - gelesen. Aber ja, auch er findet diese App brutal "sonderbar" und veraltet. Keine Frage.
Offtopic: Obschon mehrheitlich der Limmatblock den alten ZSC gar nicht mehr kennt… unser Verein resp auch das Merchandise lebt dann halt schon von den Sagas, von Krutow, dem verrauchten Hasta, dem Liftklub - alles was wir seit 1997 nicht mehr sind. Und das sich wohl das Retro Zeug auch sehr gut verkauft - ansonsten würde es kaum produziert. Und wie immer wird es wie an der Klassenzusammenkunft der ehemaligen Schule, der RS, der Konzerte, der Street Parde, generell der Zeit wie es früher mal war, romantischer und glorreicher dargestellt als es wirklich war.
Warum theshadow gespannt auf meine Antwort wartet kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Deine Aussagen sind zu 100% korrekt.
Und Dagobert: Ja, früher war es auch geiler - aber auch beschissener. Man denkt nur an die geilen Spiele, volle Hütte, Halle verraucht, geile Stimmung. Gab aber fast genau so viele Spiele die eine totale Tristess gewesen sind, vor knapp 2500 Zuschauer in der grossen leeren Halle. Ausserdem waren wir damals mehr 30 Jahre jünger! Weiss nicht ob ich heute mit 52 noch 26 Qualispiele auf einen Holzbank sitzen möchte, in dem alle rauchen, irgendwelche Nazis mich belästigen, eine Niederlage nach der anderen sehen will, die ersten 7 - 8 Spiele nur Auswärts sehen muss, Kloten immer wieder Meister wird und ich gefühlte 15 Min. anstehen muss um zu pinkeln wenn die Halle zur Hälfte gefüllt ist.
Klar, Lions und so, aber "est. 1997" finde ich für unseren Verein schon ein bisschen, sag jetzt mal "gewöhnungsbedürftig".....
Da bin ich auch vollkommen bei dir. Auch wenn es nüchtern betrachtet natürlich stimmt so wie sie's aufdrucken. Aber eben, unser ZSC war, ist und wird nie "nüchtern" sein. Sondern voller EMOTIONEN! Yeah!
Wir sind auch ohne mathematischen Berechnungen schon in den direkten Playoffs.
Lugano kann uns nämlich neben Genf auch nicht mehr überholen. Sie können unseren Vorsprung nur egalisieren. Und da wir in den Direktbegegnungen besser sind als sie, sind wir auch ohne Berechnungen schon in den direkten Playoffs. Es müsste daher trotzdem schon announced werden, dass der ZSC in den direkten Playoffs ist. Ist aber wohl noch niemandem aufgefallen.
Solange wir im Teletext nicht "grün" sind ........
Aber ja, in der MySports Tabelle werden wir als für die Playoffs qualifiziert angezeigt.
Balcers hatte seit November eine ziemliche Baisse. Kaum Tore, extrem viel Abspielfehler/Packverluste, fahrig. Hat uns das eine oder andere Tor gekostet. Fröden war ziemlich abgetaucht und oft unsichtbar. Und Lammiko seit seiner Krankheit nicht mehr der alte, damals seit November ohne Tor und ich finde bis heute nicht mit dieser Ueberzeugung, die er auch schon hatte. Das war schon so als wir Spiele noch gewannen. Die Niederlagen kamen erst schleichend dazu. Natürlich ist auch Frust dabei. Aber der Leistungsabfall war schon extrem. Und ich finde, das darf schon etwas mehr kommen. Natürlich hat es die Mannschaft dann aufgefangen. Mal mehr, mal weniger. Deshalb finde ich die Kritik so durchaus berechtigt.
Okay, dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich habe damit mit nichten gemeint, dass man Spieler und deren Leistung nicht kritisieren darf. Mache ich ja auch. Siehe meine damalige Kritik an Kukan, für dass ich hier schon fast gekreuzigt wurde .
Nur eben, es macht aus meiner Sicht schon sehr viel aus, ob wir die Ausländer kritisieren und auf dem 1. oder 2. Platz stehen. Oder ob wir irgendwo im Mittelfeld herumdümpeln. Wie so so oft geschrieben finde ich das sogar Klasse, dass wir eben NICHT immer zwingend auf alle unsere Ausländer- leistungen angewiesen sind. Nochmals: WENN wir oben mitspielen. Und nur darum habe ich das Ganze Tra-ra nicht so ganz verstanden - that's all.
Schlimmer als der Instagram oder TikTik-Auftritt ist das auch nicht
TikTok kann ich nicht beurteilen. Aber Insta? Finde ich ganz okay. Manchmal sind die Beiträge sogar echt geil. Die PreGame Reels z.B. finde ich meisten sogar geil. Klar, gibt immer Verbesserungspotential - aber ist manchmal auch Geschmackssache. Was man persönlich gut findet, finden andere zum Teil echt übel. Nicht?
Wieso ein Flughafencode Shirt? Der ZRH ist in Kloten und HKY – ist der Flughafen Hickory Regional Airport…
sollte wohl für Zürich Hockey stehen aber warum diese Sommerfarben im Shirt bei einer Wintersportart?
Finde ich jetzt nicht sooooo schlimm. Klar, wenn man das so sehen will mit ZRH Flughafen Kloten - dann sieht man es auch so. Nix für mich, aber auch kein echter Faux-pas. Naja, Geschmackssache.
Kaum war Malgin verletzt ging es zurück auf die Siegerstrasse. Ganz so abwegig sind diese Gedanken nicht. Aber ich glaube kaum dass irgendjemand die individuelle Klasse von ihm abstreitet.
"Die Leute" sind ein paar wenige Nasen, welche das mal geschrieben haben. Aber easy, wir haben ja auch gem. einigen hier wieder ziemlich miese ausländische Feldspieler ausser Grant. Man verliert ein paar Spiele und schon ist man - verständlicherweise - frustriert. Nur eben, so lange wir oben in der Tabelle mitmischen habe ich diese Kritik nicht ganz verstanden.
Von mir aus kann Lugano sogar 8 von 10 Spieler in den Top 10 der Ligascorer haben - solange wir ALS TEAM erfolgreich(er) sind - tiiiiiiiiiptop
Die Entscheidung: Denis Malgin trifft ins verlassene Lugano-Tor zum 4:2.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)
Die erbitterte Rivalität, die zwischen den ZSC Lions und Lugano jahrelang herrschte, ist es nicht mehr. Aber die Duelle der beiden Clubs bieten immer noch viel Unterhaltung. Weil beide eine Kultur des spielerischen Eishockeys pflegen. Mit Vorkämpfer Thürkauf und Zauberkünstler Joly haben die Tessiner zwei Stürmer gefunden, die ihr Angriffsspiel vorantreiben. Bei den ZSC Lions gibt Topskorer Malgin den Takt vor. Manchmal übertreibt er es mit seinen Dribblings. Aber er ist dann eben doch immer wieder an vielen gelungenen Offensivaktionen beteiligt.
Wie diesmal beim schmeichelhaften 5:2 der Zürcher gegen ein engagiertes Lugano. 40 Minuten werden sie von den Tessinern, die sich einen Platz in den Top 6 sichern wollen, mehrheitlich dominiert. Angeführt von Thürkauf, der so viel Selbstvertrauen gesammelt hat, dass er fast jeden Zweikampf gewinnt. Und der Captain leitet dann auch das 1:0 Luganos durch Joly (12.) ein, indem er Lammikko den Puck abluchst wie einem Junioren. Trotzdem steht es nach zwei Dritteln 2:2. Weil Malgin in der 19. Minute das 1:1 von Balcers vorbereitet und zwei Sekunden vor der zweiten Pause das 2:2 schiesst.
Das Telegramm
Im Schlussabschnitt besinnen sich die ZSC Lions dann ihrer offensiven Qualitäten. Balcers (46.) tanzt übers ganze Feld und erwischt Koskinen zum 3:2 zwischen den Beinen. Dann kommen die Zürcher praktisch im Minutentakt zu Chancen, doch Sigrist, Rohrer und Lammikko verpassen alle aus bester Position. Als Lugano den Goalie durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, kommt Thürkauf tatsächlich noch zur Ausgleichsmöglichkeit, doch Hrubec pariert. Im Gegenzug trifft Malgin ins verlassene Lugano-Tor zum 4:2, acht Sekunden vor Schluss reiht sich auch Andrighetto noch unter die Torschützen.
Parallelen zum 5:2 in Genf
Obschon Thürkauf einen weiteren exzellenten Match zeigt, wird er diesmal von Malgin ausgestochen. Die ersten 40 Minuten seien nicht gar nichts gewesen, stellt der ZSC-Topskorer korrekt fest. Aber momentan finden die Zürcher wieder einen Weg zum Sieg, ohne so richtig zu überzeugen. In Genf waren sie dominiert worden (29:45 Torschüsse) und hatten 5:2 gewonnen, auch gegen Lugano rächt sich ihre anfängliche Passivität nicht. Natürlich auch dank des erneut überragenden Hrubec.
Mit dem vierten Sieg in Folge bauen die ZSC Lions ihren Vorsprung auf Gottéron, das das Verfolgerduell gegen Zug 3:4 verliert, auf fünf Punkte aus. Im Playoff müssen sie punkto Intensität aber schon noch ein, zwei Gänge hochschalten.
Alles anzeigen
Zusammengefasst, in einem Satz: Wie schon gegen Genf, hatte der ZSC ganz einfach den viel besseren Goalie.
Der (hier) ziemlich lange gebashte Balcers in Topform! Und auch Malgin bringt seine PS endlich richtig auf den Boden.
Thürkauf/Joly/Carr wer? Wo? Wann? Wie? ....... Antwort: Malgin/Balcers/Ghetto !!! Hinten sind wir doch einige Male geschwommen, aber Horst und Glück bewahren uns vor einem grösseren Rückstand.
Es scheinen sich unsere 3 Linien gefunden zu haben mit Ghetto/Malgin/Balzers Fröden/Hollenstein/Lammikko Zehnder/Grant/Rohrer
Wobei bei Zehnder noch ein kleines Fragezeichen bestehen dürfte. Und durch die Absenz von Kukan, spielt Phil fix mit Weber. Und auch Schwendeler scheint Ustinkov klar überholt zu haben.
Aber es sind doch noch einige Games bis zu den Playoffs und Verletzungen und Formschwankungen wird es wohl noch geben.
Wäre gerne im Stadion. Aber leider, LongCovit strikes back - tja. Wird sicher ein intensives Game. Und ja, Q ist ja auch bei den Luganesi. Werde mir das Game leider wieder am TV gönnen müssen, mal schauen.
Danke für's posten - geiler Artikel! Und auch wenn er bereits 27 Jahre auf dem Buckel hat, er sieht trotz Bärtchen noch immer wie 19 aus, unglaublich .........
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Auch noch spannend.....
Absolut. Dies wird nicht nur im Sport, sondern in allen Lebensbereichen zu massiven Änderungen führen.
Heute eine Vollrunde mit aus unserer Sicht zwei geilen Games. Natürlich unseres gegen den 5. Lugano. Die sind z.Z. gut im Strumpf und scheinen die Top 6 dieses Jahr klar zu machen. Thürkauf/Joly/Carr werden sicher wieder ein offensives Feuerwerk (versuchen zu) zünden. Wir haben 2 der 3 Duelle gegen sie diese Saison gewonnen. Schaun mer mal, ob unser Trend anhält und unsere Offensive auch gegen Lugano produzieren wird. Ich hoffe sehr, dass Kukan bald wieder ins Lineup zurückkehrt damit er zum Start der Playoffs bereit ist. Auch wenn wir hinten alles in allem gut aussehen, er ist schon ein Asset. Er bringt v.a. auch in der Offensive und im speziellen im Powerplay viel Drive und Gefahr. We will see ........
Das zweite interessante Game wird sicherlich Fribourg gegen den EVZ sein. Wollen die Zuger noch Plätze gut machen in der Tabelle für die Playoffs müssen sie dieses Game zwingend gewinnen.
Deine Sicht der Dinge, Segi sah das ein bisschen anders...
Und das war auch gut so! Trotzdem erklärt es nicht den "hate" den er v.a. aus Zürich abbekommt. Egal, ich mag ihn und hoffe er macht keinen einzigen Scorerpunkt gegen uns in Zukunft.
Übrigens: Ich finde jede Schwalbe und liegen bleiben schlimmer als was Brunner damals gemacht hat. Remember Roe beim EVZ gegen den SCB?