Alles anzeigenMit dieser Aussage kommt er nach einem 0-4 in Langnau ;D.
Naja nicht gerade Ideal, aber für mich zählen Genf, Lugano, Lausanne, Fribourg und auch der SCB zum Favoritenkreis. Alle mehr oder weniger auf Augenhöhe mit ein paar Vor- und Nachteilen.
Auch Davos oder Ambri muss man dann zuerst mal schlagen....
Somit habe ich glaub alle ausser Rappi und Langnau aufgezählt ;p und ehrlich gesagt würde ich es allen genannten zutrauen den Pott zu holen.Wenn der Titel nicht von uns geholt wird, würde ich mir wirklich mal einen welschen Meister wünschen. Würde der Region mal gut tun. Aber klar, Wayne, numme Züri und kein Wunschkonzert!
Thomas Roost zählt die Westschweizer zu den Titelfavoriten
Zug oder der ZSC? Wie wär’s mit Servette Genf?In den meisten Vorschauen wurde der ZSC als Meisterschaftsfavorit Nummer 1 gehandelt, Zug gilt als aussichtsreicher Herausforderer und dann gab es auch noch einzelne Nennungen für andere Teams, z.B. Lausanne. Ich wundere mich ein wenig, dass Genf kaum jemand auf der Rechnung zu haben scheint.
Genf ist auf dem Eis und auf dem Papier seit dem Abgang von Chris McSorley nur noch besser geworden. An dieser Stelle will ich die unglaublichen Verdienste von Chris McSorley um das Genfer Eishockey keinesfalls schmälern. Er verdient eine Medaille als Stadtheiliger und eine grosse Vitrine im Genfer Museum für Kunst und Geschichte.
Nüchtern betrachtet stehe ich aber zur Aussage, dass es seit dem Abgang von McSorley nur noch besser geworden ist. Ähnliches hat sich in Davos zugetragen, auch dort gab es mit Arno Del Curto einen Stadtheiligen der sich ums Davoser Eishockey unglaublich verdient gemacht hat. Auch Del Curto verdient eine grosse Vitrine, vielleicht nicht im eher schwermütig stimmenden Ernst Ludwig Kirchner Museum, dafür aber in der Chämi-Bar oder im Bolgen Plaza.
Die Parallelen zwischen den beiden Eisheiligen sind unverkennbar. Beide waren Helden in ihrer Zeit, aber vermutlich keine Helden der Gegenwart und der Zukunft.
Zurück zu Servette: In welchen Bereichen hat sich Servette Genf in den letzten zwei Jahren entwickelt? Im letzten Jahr setzte die Integration von jungen, teilweise Eigengewächsen ein und dies sehr erfolgreich. Gepaart mit einem überdurchschnittlich guten Import-Spieler-Paket (dies darf sich teilweise noch Chris McSorley gutschreiben lassen) und einem Coach der die Spieler auch spielen lässt, haben sie bereits in der letzten Saison die Hockeyschweiz mit erfrischendem und erfolgreichem Eishockey erfrischt und dies, obwohl sie vor der Saison mehrheitlich als ein Nichtplayoffteam eingeschätzt wurden.
Auch in dieser Saison wurde Servette Genf in den Vorschauen auf die Saison erneut etwas unterschätzt. Die Entwicklung in dieser Saison ist dieses Mal weniger dem erfolgreichen Einbau von Eigengewächsen geschuldet, vielmehr hat sich Servette als klarer Transfersieger entpuppt.
Die Verpflichtung von Linus Omark hat Wellen geschlagen, eine echte Ligaattraktion und dann das Meisterstück der Genfer Teppichetage: Die Trades mit Lausanne. In der NHL hätte ein solcher «Steal» höchste Wellen geschlagen. Ich weiss nicht welcher Teufel die Lausanne Verantwortlichen bei den Tyler Moy und Joel Vermin-Trades geritten hat. Vermutlich war es die Arroganz des Geldes, denn in unserer Liga kann man solche Trades mit viel Geld locker korrigieren.
Ich will aber hier Lausanne nicht übergebührend kritisieren, denn auch sie haben sich vorerst souverän im Kreis der Tabellenspitze etabliert und dies, obwohl ich nicht nur die Trainerverpflichtung von Don Nachbaur sondern auch diejenige von Craig McTavish vor Saisonbeginn als bizarr eingeschätzt habe.
Es geht um Lob. Das Lob gebührt Servette Genf, das mit magistraler Gelassenheit, Geduld und mit geringem Gegenwert die Schlüsselspieler Joel Vermin und Tyler Moy in die Calvin-Stadt getradet hat. Beide haben bisher nicht enttäuscht und sind mitverantwortlich dafür, dass ich Genf in dieser Saison zu den absoluten Topfavoriten auf den Titel zähle.
Für diese Einschätzung ebenfalls mitverantwortlich ist der heisse Saisonstart des Goalies Gauthier Descloux, seine schnellen Beine machen ihn im unteren Bereich des Tors nur schwer bezwingbar. Falls Gleiches auch für die hohen Ecken des Tors gelten würde, hätten wir einen neuen NHL-Goalie, hierfür steht ihm aber die unterdurchschnittliche Körpergrösse etwas im Weg.
Neben den ebenfalls gut gestarteten Wüthrich und Hollenstein ein weiteres Indiz dafür, dass sich die Verpflichtung von ausländischen Goalies kaum lohnt. Descloux hat Robert Mayer bisher vergessen gemacht, Wüthrich hat – zugegebenermassen nach nur kleinem «Sample-Size» - dem Finnen Karhunen in Bern den vorläufigen Rang abgelaufen und der EVZ spielt mit Hollenstein ähnlich erfolgreich wie mit Genoni.
Zurück zu Servette: Sie gehören auf dem Papier zu den Titelfavoriten. Ein sehr gutes Goalietandem mit Descloux und dem soliden Manzato als Backup. Die Verteidigung ist – bisher allerdings nur auf dem Papier - so etwas wie die Schwachstelle der Genfer. Aber mit LeCoultre und Karrer stehen zwei talentierte Junge zur Verfügung und mit Marco Maurer und Jonathan Mercier werden sie von erfahrenen Spielern gestützt.
Das Sahnehäubchen in der Genfer Defense ist der Schwede Henrik Tömmernes, vielleicht der beste Import-Verteidiger in unserer Liga. Kommen wir zu den Forwards: Ich sehe bei keinem anderen Team eine derart hohe Qualität bei den Top9-Forwards: Fehr, Omark, Winnik, Richard, Vermin, Moy, Rod, Riat, Smirnovs, das ist auf dem Papier allererste Sahne.
Servette Genf wird den beiden Z noch kräftige Kopfschmerzen bereiten und auch das gefühlt budgetlose Lausanne darf die Genfer nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mag sein, dass bei Genf die Spielerpipeline bei Verletzungen nicht so gross ist wie anderswo, aber ein gesundes Servette-Kader ist das Beste was unsere Liga zu bieten hat.
Kann durchaus nachvollziehen, warum Thomas Roost dies so sieht. Aber: Auch wenn er ziemlich klar herausstreicht, dass Servettes Importspieler (früher sagten wir noch Ausländer, ha-ha-ha....) allererste Sahne sind - ohne sie ist Servette fast nichts Wert, wenn es meiner Meinung nach um Titelambitionen geht.
Also um es deutlicher zu sagen: Wenn sich nur schon 1 Ausländer verletzt während den Playoffs, dann gute Nacht. Klar haben sie gute Schweizer Ergänzungsspieler. Aber eben, aus meiner Sicht sind es dann eben "nur" Ergänzungsspieler. Und mit solchen Jungs gewinnst du keinen Blumentopf! Was ich absolut identisch sehe ist die Stärke auf der Goaliposition bei ihnen. Wer hätte dies vor 1 - 2 Jahren gedacht. Aber auf der wichtigsten Position im Hockey ist Servette gut, wirklich gut!
Also, wenn alle Ausländer verletzungsfrei bleiben in den PO's, dann könnte es tatsächlich klappen für die Genfer. Denn die Schweizer Spieler
sind sicher alles in allem besser als in früheren Jahren. Was auch bedeutet, dass man die Ausländer nicht immer und jederzeit über Gebühr forcieren muss. Trotzdem, es wäre schon eine ziemliche Überraschung, wenn Genf den Titel holen würde.