Beiträge von Larry

    ich habe so ziemlich das Spiel verschlafen & bin pünktlich zum Schluss wieder wach geworden… danke für die Infos & fröhliche Rückreise!

    Erster Drive, erster TD! Wie ein heisses Messer durch Butter! Ohne den INT von Brady hätten die Giants gar keinen TD zu Stande gebracht. So wurde das Spiel souverän zu Ende gespielt, Mike Evans ist neuer Rekordhalter für TD's bei den Bucs, es geht weiter. Wir konnten so etwas früher gehen, haben dem Verkehr ein Schnippchen geschlagen und waren früher als erwartet wieder zu Hause. War gut wieder einmal im Stadion gewesen zu sein! Fire the cannons!:geil:

    Mein Senf zum Artikel und zu den vielen Gehirnerschütterungen die in der Schweiz passieren, auch im Unterschied zur NHL: In der Schweiz wird dreckig gespielt und niemand stoppt das! Es fehlt der Respekt vor der Gesundheit des Gegners!

    Rikard Grönborg vs. John Fust

    «Kopfjäger!» – diese Fehde begann bereits vor sechs Jahren

    Die Trainer der ZSC Lions und des Lausanne HC gerieten am Sonntag heftig aneinander – schon wieder. Ihre Geschichte reicht zurück bis auf die U-20-WM in Finnland.

    Kristian Kapp
    Kristian Kapp

    Hätten Sie ihn erkannt? Rikard Grönborg vor fast sechs Jahren, damals noch in Diensten des schwedischen Eishockeyverbands.


    Hätten Sie ihn erkannt? Rikard Grönborg vor fast sechs Jahren, damals noch in Diensten des schwedischen Eishockeyverbands. Foto: Stuart Franklin (Getty Images)

    Ein Trainerstab mit Headcoach Rikard Grönborg, der Zeter und Mordio schreit wegen eines gegnerischen Staffs mit Chef John Fust an der Bande: Das sahen wir am Sonntag nach ZSC - Lausanne, dem neuesten «Hassduell» im Schweizer Eishockey. Die Playoff-Serie zwischen den beiden Teams war schon im April aus dem Ruder gelaufen, nachdem Lausannes Mark Barberio Sven Andrighetto kopfvoran in die Bande befördert hatte, dafür sechs Spielsperren kassierte und auch der ZSC-Stürmer für einen Crosscheck gegen den Kopf von LHC-Stürmer Charles Hudon für ein Spiel aussetzen musste.

    Nun stand am Sonntag beim 1:0-Sieg der Lions in Zürich erneut Barberio im Mittelpunkt. Sein Crosscheck ins Gesicht von ZSC-Stürmer Garrett Roe hatte doppelt Folgen: Roe wird wegen eines Kieferbruchs wochenlang ausfallen, gegen Lausannes Captain wurde ein Verfahren eingeleitet. Für noch mehr Wirbel sorgte indes ZSC-Headcoach Grönborg, der nach dem Spiel zusammen mit seinem Assistenten Peter Popovic Fust und dessen Staff sowie den LHC als Ganzes beschimpfte und auch später in Interviews, als er sich wieder beruhigt hatte, zum verbalen Rundumschlag gegen die Waadtländer ansetzte.

    Tatort U-20-WM in Helsinki

    Und damit zurück zum Trainerstab mit Headcoach Rikard Grönborg, der Zeter und Mordio schreit wegen eines gegnerischen Staffs mit Chef John Fust an der Bande. Am 26. Dezember 2015 war da schon mal was, und das zog noch viel weitere Kreise als der aktuelle Vorfall. An der U-20-WM in Helsinki geriet das Duell zwischen Schweden und der Schweiz (8:3) aus den Fugen. Headcoach der Schweden? Grönborg. Cheftrainer der Schweiz? Na klar: Fust.

    Das Politikum: William Nylander, kommender Superstar der Schweden und vor allem der Toronto Maple Leafs. Die Tat: ein Check des Schweizers Chris Egli, bei dem Nylander k. o. ging. Als würde das nicht reichen, kamen noch mehr Vergehen dazu: jene von Fabian Heldner und Calvin Thürkauf, die zwei weitere verletzte Schweden sowie ebenfalls Restausschlüsse für die beiden Schweizer zur Folge hatten. Ebenfalls sechs Jahre her, aber unverkennbar: Der heutige Lausanne-Trainer John Fust an der Schweizer Bande.


    Ebenfalls sechs Jahre her, aber unverkennbar: Der heutige Lausanne-Trainer John Fust an der Schweizer Bande. Foto: Alexander Hassenstein (Getty Images)

    Schweizer und Schweden logierten während der WM im selben Hotel, man lief sich also noch gleichentags und für den Rest des Turniers über den Weg. Wie damalige Teilnehmer der Schweizer Delegation belegen können, konnten zumindest dort die Wogen sehr schnell wieder geglättet werden. Doch via Zeitungen und soziale Medien liessen der schwedische Staff und auch die Fans die Schweizer klar und deutlich wissen, was sie von ihnen hielten: «Kopfjäger» seien Fust und sein Team. Das brachte die Eishockeywelten Schwedens und von Toronto auf die Palme: Der Check von Chris Egli gegen William Nylander. Video: TSN/Youtube

    Das mediale Interesse am Turnier war enorm in Kanada, dem Mutterland des Eishockeys, denn es war eine unfassbar gut besetzte U-20-WM: Jesse Puljujärvi, Sebastian Aho, Mikko Rantanen, Patrik Laine, Auston Matthews, Mitch Marner, Matt Barzal, Brock Boeser, Matthew Tkachuk, Zach Werenski, Kirill Kaprizov, Thomas Chabot, Joel Eriksson Ek, Ilja Samsonow, Mackenzie Blackwood und noch einige weitere heutige NHL-Topspieler waren nebst Nylander dabei. Im Schweizer Kader standen zudem der damals erst 16-jährige Nico Hischier und der heutige ZSC-Stürmer Denis Malgin.

    Aus kanadischer und schwedischer Sicht spielte aber vor allem dies eine grosse Rolle: Der kommende Superstar Nylander wird von einem unbekannten und ungedrafteten Schweizer ins Spital gecheckt. Vorwürfe an Egli und die Schweizer kamen auch vom kanadischen TV-Sender TSN.

    Teenager Egli am Pranger

    Was folgte, war vor allem für Egli ein riesengrosser Shitstorm via soziale Medien, der damals 19-Jährige wurde von kanadischen und schwedischen «Fans» rund um die Uhr übelst beschimpft. Egli wurde für drei Spiele gesperrt, für Nylander war das Turnier nach dem ersten Spiel vorbei, seine Karriere als Junioren-Nationalspieler Schwedens ebenfalls, nie mehr lief er für die U-20 auf.

    Wenn also Grönborg am Sonntag gegenüber Fust die Contenance verlor und ihm auch die grundsätzliche Berechtigung als Coach absprach, weil er seine Spieler nicht im Griff habe, dürften tief im Innern des Schweden auch Erinnerungen an 2015 wach geworden sein.

    weisst Du per Zufall, ob es wirklich so wenig Pullover für Kids gibt?
    Im Online Shop hatte es eine riesige Auswahl für Erwachsene, wo ich zugeschlagen habe, aber leider nur sehr wenig für Kinder.
    Fire the cannons & pirates wäre der Renner für meinen Kleinen :)

    Hm....hab schnell reingeschaut....scheint im Moment vieles ausverkauft zu sein. Tampa ist SB Champion, da kommen viele Bandwagon Fans dazu. Dann haben wir bald Weihnachten.....plus Lieferengpässe.....

    Geld, ein Stadion und Know-how: Der Lausanne HC hätte alles, um Erfolg zu haben – nur die Ruhe will er nicht finden

    Seit der ehemalige NHL-Profi und Spieleragent Petr Svoboda in Lausanne das Sagen hat, geht es wie auf dem Basar zu und her. Spieler werden in der Liga herumgeboten. Das führt zu Verunsicherung und Vertrauensverlust – ob das der Nährboden ist für den ersehnten Titelgewinn?

    Ulrich Pickel (NZZ) John Fust ist der dritte Lausanne-Trainer in drei Jahren – der Klub bewegt sich weit weg von seinen Ansprüchen.

    John Fust ist der dritte Lausanne-Trainer in drei Jahren – der Klub bewegt sich weit weg von seinen Ansprüchen.

    Michael Buholzer / Keystone

    Seit Ende Mai 2020 ist in Lausanne alles auf Erfolg getrimmt. Mit dem russisch-amerikanischen Geschäftsmann Gregory Finger und den Tschechen Zdenek Bakala und Petr Svoboda übernahm ein finanziell potentes Trio den ambitionierten Klub, um im nagelneuen Stadion den Traum vom Meistertitel zu realisieren. Finger und Bakala bleiben im Hintergrund. Nach aussen sichtbar ist nur Svoboda.

    Und dieser hat es geschafft, zu einer Reizfigur zu werden. Zweifel an der Kompetenz gibt es keine, bringt er doch als langjähriger NHL-Spieler und erfolgreicher Spieleragent massenhaft Erfahrung mit. Aber fragwürdig ist der Führungsstil des 55-Jährigen.

    Joel Genazzi: ein typischer Fall

    In bester NHL-Manier bietet er Spieler anderen Klubs an, in der Absicht, Tauschgeschäfte abzuwickeln. Doch anders als in der NHL gilt hierzulande das Schweizer Arbeitsgesetz, und das erlaubt keinen Stellenwechsel ohne Plazet des Arbeitnehmers. Seit Svoboda das Sagen hat, wurden wahrscheinlich trotzdem etwa drei Viertel der Mannschaft in der Liga anderen Klubs offeriert.

    Das jüngste Beispiel: Joel Genazzi, 33-jähriger Verteidiger, Gewinner von WM-Silber 2018, ein Mann, der in jedem Kader der Liga einen Platz auf sicher hätte. Im Herbst fiel er in Ungnade, er war zeitweise überzählig. Genazzi wurde anderen Klubs angeboten, dann erhielt er einen Anruf von Svoboda – und was geschah? Ihm wurde nicht wie erwartet der Abschied mitgeteilt. Stattdessen erhielt er wie aus dem Nichts einen Dreijahresvertrag, den er unterschrieb. Ein nagelneues Stadion, doch der Erfolg fehlt: die Vaudoise aréna wurde 2019 eröffnet.

    Ein nagelneues Stadion, doch der Erfolg fehlt: die Vaudoise aréna wurde 2019 eröffnet.

    Laurent Gillieron / Keystone

    Die Kehrtwende zeigt, wie Lausanne mit Svoboda funktioniert. Es geht um Kommunikation, Wertschätzung und Wankelmütigkeit – Ruhe kommt so keine auf. Wird einem Spieler mitgeteilt, dass man ihn loswerden will, erzeugt dies Verunsicherung. Kommt dann kein Deal zustande, ist die Folge ein Vertrauensverlust. Ein solcher kann mit einem neuen und gut dotierten Kontrakt vielleicht übertüncht werden – aber ob dies der Nährboden für Erfolg ist?

    Chaotisch ging es Ende Oktober auch auf dem Lausanner Eis zu und her. Der EVZ-Stürmer Dario Simion wurde von einer Schlittschuhkufe am Unterschenkel getroffen und zog sich eine Schnittwunde zu. Für solche Fälle gibt die Liga klare Regeln vor, für die Umsetzung ist der Platzklub zuständig. Doch bis Simion medizinisch betreut wurde, verstrichen Minuten, weil Lausannes Arzt zunächst nicht erreichbar war. Schliesslich wurde Simion mit einem Material-Bus ins Spital gefahren. Der EV Zug protestierte, die Liga-Führung forderte Lausanne auf, das Konzept anzupassen. Petr Svoboda, Mitbesitzer und der starke Mann des Lausanne HC.

    Petr Svoboda, Mitbesitzer und der starke Mann des Lausanne HC.

    Jean-Christophe Bott / Keystone

    Vorfälle wie jene mit Genazzi und Simion kontrastieren mit den Ambitionen der Westschweizer. Auf die Frage, wie er sich nach einem Jahr in der hiesigen Liga zurechtfinde, sagte Svoboda in einem NZZ-Interview Mitte April selbstsicher: «Wir sind relativ neu hier. Es ist ein Lernprozess. Manche Dinge versteht man, manche nicht. Aber wir hören zu und finden uns immer besser zurecht.»

    John Fust: wie lange noch?

    Da sind Zweifel angebracht, auch den Trainer betreffend. Er heisst John Fust und ist nach Ville Peltonen und Craig MacTavish der dritte Coach innert drei Jahren. Fust, 49, wirkt in Lausanne seit vier Jahren in diversen Funktionen und kennt die Verhältnisse. Ob er der richtige Mann ist, um die Meisterträume zu verwirklichen, steht hingegen auf einem anderen Blatt. Als grösster Erfolg in seinem Trainer-Palmarès steht die erstmalige Play-off-Qualifikation mit den SCL Tigers 2011.

    Der Erfolg im bisherigen Meisterschaftsverlauf fällt bescheiden aus, in der letzten Saison war schon im Viertelfinal gegen die ZSC Lions Schluss – eine Enttäuschung. Bringt Fust die Equipe nicht weiter, dürfte auch seine Ära von kurzer Dauer sein.

    Am Sonntag spielte Lausanne im Hallenstadion. Die gehässige Partie gegen den ZSC zeigte, wie sehr da wie dort die Nerven angespannt sind – vom eigenen Anspruch ist man in Zürich genauso weit entfernt wie in Lausanne. Die Lions gewannen 1:0; Fust ist mit sechs Niederlagen in den letzten zehn Spielen im Elend. Der ZSC-Coach Rikard Grönborg kann kurz durchatmen. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Heute nach Tampa ans Monday Night Football Spiel Bucs vs Giants. Werde mein Jersey mit der Nummer 40 zu Ehren von Mike Alstott (A-Train) tragen, denn heute könnte WR Mike Evans einen neuen Bucs TD Rekord aufstellen. Alstott und Evans teilen sich den mit je 71 TD's. Alstott wird auch im Stadion sein um zu sehen ob er einen Nachfolger bekommt. "Alstott up the gut" war über Jahre der Spruch der TV Kommentatoren wenn die 40 wieder mal wie ein Güterzug durch die gegnerischen Linien pflügte.

    Fire the cannons!

    Na ja, es ist Ende November, wir sollten jetzt einen grossen Ausländer suchen der uns auch in den PO wertvoll ist,

    einer der vor die Kiste geht und am liebsten auch noch etwas Emotionen reinbringt und Baltisberger unterstützt.

    Wenn sie wieder Ende Dezember oder Januar suchen, heisst es wieder der Markt ist ausgetrocknet !

    Die Worte hör ich wohl, allein es fehlt der Glaube!

    Ich denke es läuft wie immer in letzter Zeit: Der GCK Ausländer wird hochgeholt, obwohl dort immer mässiges Personal eingekauft wird. Roe wird zurück kommen und darum werden sie nichts unternehmen. Ob sie auf die PO's hin noch jemanden verpflichten? Wäre wünschenswert, denke sie sollten sich auch absichern falls mal einer ausfällt. Aber nicht jetzt. Aber vielleicht überraschen sie mich ja!

    Arbeitsrechtlich sind gewisse Grenzen gesetzt

    Das mit dem Arbeitsrecht kann man getrost vergessen! Erst mal sperren und wenn es dem Spieler bzw. dem Club nicht passt muss er klagen. Dann verzögert man das Ganze (weiter ziehen) und in der Zeit bleibt die Sperre bestehen. Ob ein Spieler/Club Recht bekäme steht dann noch auf einem anderen Blatt Papier. Züri Bueb wüsste da Bescheid. Ihr könnte ja mal Fringer fragen wie lange er auf das Geld von Canepa warten "durfte", und am Schluss hat man sich auf einen Vergleich geeinigt.

    SERIE

    «Eishockey-Legende der Woche»: Meisterheld statt «Lachnummer»: Wie sich Steve McCarthy im ZSC unsterblich machte

    Als Steve McCarthy vor zehn Jahren zu den ZSC Lions kommt, sind die Erwartungen an ihn tief. Sieben Monate später ist alles anders. Heute arbeitet der Kanadier als Coach.

    Nicola Berger (NZZ) Er schoss das entscheidende Tor im siebenten Play-off-Finalspiel: Steve McCarthy stemmt den Meisterpokal in die Höhe.

    Er schoss das entscheidende Tor im siebenten Play-off-Finalspiel: Steve McCarthy stemmt den Meisterpokal in die Höhe.

    Peter Klaunzer / Keystone

    Im Oktober 2011 schreibt «20 Minuten online»: «Holt der ZSC den langsamsten Verteidiger? Kann dieses Experiment mehr sein als eine Lachnummer?»

    Zehn Jahre später steht Steve McCarthy in den Katakomben der Nationwide Arena in Columbus, lacht und sagt: «Zum Glück verstand ich kein Deutsch, aber ich kann mich schon noch erinnern, dass die Leute fanden: Wen zum Teufel holen die da? Und es stimmt, wahrscheinlich war ich wirklich der langsamste Verteidiger der Liga. Ist aber trotzdem alles ganz gut aufgegangen.»

    McCarthy, heute 40, ist mit dem ZSC zwei Mal Meister geworden – und er hat eines der unvergesslichsten Tore der Klubgeschichte erzielt. Am 17. April 2012 trifft der Kanadier im entscheidenden siebenten Spiel der Play-off-Finalserie gegen den SC Bern 2,5 Sekunden vor Schluss zum 2:1 und sichert dem ZSC den Titel. Der Berner Torhüter Marco Bührer monierte, behindert worden zu sein – die Schiedsrichter anerkennen den Treffer erst nach minutenlangem Videostudium.

    Doch was hat der strikte Defensivverteidiger McCarthy eigentlich überhaupt in Abschlussposition gemacht? Der Trainer Bob Hartley erzählte nach dem Titelgewinn stolz diese Geschichte: «Ich habe ihn gefragt, weshalb er sich so weit vor dem gegnerischen Tor befand. Und er sagte: ‹Coach, du hast uns doch gesagt, wir sollen vor nichts Angst haben.›»

    Der Entertainer Hartley, der ungekrönte König der Backhand-Komplimente an die eigene Adresse. Von dieser Unterhaltung weiss McCarthy nichts mehr, er sagt dafür: «Ich habe einfach auf die Uhr geschaut. Es war klar, dass es zu keinem Gegenstoss mehr reichen würde, selbst wenn wir den Puck sofort verlieren sollten. Es war ein bisschen eine Verzweiflungstat, denn wir waren nach langen, harten Play-offs mit den Energiereserven ziemlich am Ende. Und dann habe ich tatsächlich getroffen, niemand war mehr überrascht als ich.»

    McCarthy machte sich an jenem Abend unsterblich – und der ZSC verpflichtete ihn auch aus Dank noch zwei weitere Male. 2014 wurde er mit dem Coach Marc Crawford erneut Meister, doch wegen Schulteroperationen verpasste er zahlreiche Spiele. McCarthy sagt: «Ich habe die Zeit in Zürich enorm genossen. Eine wunderbare Stadt. Meine Kinder schwärmen noch heute davon. Wenn mich Spieler heute fragen, ob sie in die Schweiz wechseln sollen, dann sage ich immer: Aber ganz bestimmt. Mach es. Sei einfach gewarnt: Du wirst nicht mehr zurückkommen wollen, so wunderbar ist es dort.»

    Kontakt zu den Kollegen von einst hat McCarthy kaum noch, einzig mit dem damaligen Sportchef Edgar Salis tauscht er sich hin und wieder aus. McCarthy arbeitet inzwischen als Coach, nach fünf Jahren als Assistent beim AHL-Farmteam Cleveland Monsters wurde er im September zum Assistenzcoach bei den Columbus Blue Jackets befördert. Das war so nicht geplant, doch weil der eigentlich für die Abwehr verpflichtete Assistent Sylvain Lefebvre, als Verteidiger einst im SC Bern engagiert, die Covid-19-Impfung verweigerte und deshalb freigestellt wurde, wurde ein Platz frei. McCarthy profitierte und sagt: «Es ist eine wundervolle Erfahrung, die ich gerade machen darf.»

    Ob man ihn dereinst als Trainer in der Schweiz sieht? Warum nicht, sagt McCarthy, doch: «Mit meinem aktuellen CV würde es wahrscheinlich schwierig, in der Schweiz werden eher erfahrene Coachs eingestellt. Aber ich bin noch jung. Wenn es irgendwann klappt, dann wäre das grossartig.»