Beiträge von Larry

    ZSC: Wie steht es ums Powerplay?

    (sg.)


    Wieso sah der ZSC gegen Zug in der Qualifikation so gut aus?

    Kein Team schnitt gegen die Nummer 1 so gut ab (8 von 12 Punkten). Vorwärtsgerichtetes Eishockey des Gegners kommt dem ZSC entgegen, der Probleme hat, selber das Spiel zu gestalten.

    Wie steht es ums ZSC-Powerplay?

    Nach einer miserablen Quote in der Qualifikation (10,16 %) war es im Viertelfinal etwas besser (16,67 %). Zwei der drei Überzahltore waren aber Davoser Eigentore. Eine weitere Steigerung ist nötig.

    Ist es ein Vorteil, dass fünf von sechs ZSC-Ausländern auslaufende Verträge haben?

    Durchaus. McCarthy, Pittis und Kolnik würden sich gerne für neue Engagements aufdrängen – in Zürich oder anderswo. Die überzähligen Murphy und Down allerdings wissen, dass sie gehen müssen.

    Wo liegen die Zürcher Vorteile?

    In der Ausgeglichenheit und der Disziplin. Hartley hat eine gute Mischung gefunden, lässt vier Linien durchspielen. Und im Viertelfinal handelte sich sein Team nur sieben Zweiminutenstrafen (plus den Ausschluss gegen Pittis) ein.

    Wer hat noch Steigerungspotenzial?

    Kolnik blieb abgesehen von seinem Geniestreich zum Playoff-Auftakt diskret, er könnte vor allem im Powerplay noch eine wichtige Rolle spielen. Dem flinken Cunti dürften die hüftsteifen EVZ-Verteidiger mehr entgegenkommen als HCDAbwehrchef Forster.

    Sind die Offensivprobleme gelöst?

    Die Torquote stieg im Playoff von 2,72 auf 3,25 Tore. Doch zuletzt gewannen die Zürcher 2:1 und 1:0. Ihr Weg zum Erfolg führt weiter nicht über ein offensives Feuerwerk, sondern über eine stabile Defensive.

    Ist Bob Hartley ein Playoff-Coach?

    Dafür gibt es gute Argumente. Bei elf Playoff-Teilnahmen wurde er in drei Ligen (QMJHL, AHL und NHL) je einmal Meister. Mit Colorado gewann er in vier Jahren 10 von 13 Serien. Insgesamt scheiterte er nur einmal in Runde 1.

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    FC Zürich Die Trennung von Urs Fischer erfolgte zu spät. Von Peter Bühler

    Verpatzter Neubeginn

    Am 1. Mai 2011 lag der FCZ nach einem 1:0 in Bellinzona an der Spitze der Super League. Er brachte seinen Vorsprung in den restlichen fünf Runden nicht ins Ziel. Am 25. Mai hiess der Meister Basel, die Zürcher hatten den Titel um einen Punkt verpasst. Sie trösteten sich damit, den schönsten Fussball aller Mannschaften gespielt zu haben. Der Tenor im Stadtclub lautete: Es war trotz allem eine tolle Saison!

    Die (Selbst-)Zufriedenheit verleitete die Verantwortlichen um Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Fredy Bickel im Sommer zu falschen Entscheidungen. Sie hielten das Kader mit vielen über die Jahre satt gewordenen Spielern zusammen, sie realisierten keinen einzigen Zuzug und verpassten die Blutauffrischung. Ganz nach dem Motto: Was in der Saison 2010/11 stimmte, ist auch für 2011/12 gut. Der FCZ stürzte im Herbst immer tiefer, er lag zwischenzeitlich auf einem Abstiegsplatz. Im Winter, als schon alle Ziele verpasst waren, machte die Führung endlich den personellen Schnitt, trennte sich von fünf Stammspielern. Sie konnte sich das nur leisten, weil ein Abstieg nach dem Konkurs von Xamax und dem Punkteabzug für Sion nicht mehr möglich war.

    Kasse statt Klasse

    Die Verantwortlichen nahmen einen Substanzverlust in Kauf. Die fünf Neuverpflichtungen des Winters haben (noch) nicht die Qualität der Abgänge oder sind verletzt. Dafür verdiente der FCZ viel Geld, gegen 13 Millionen Franken werden nach Eingang aller Zahlungen auf dem Konto liegen. Der nächste Fehler liess aber nicht auf sich warten: Anstatt sich auch von Fischer zu trennen und einen wirklichen Neubeginn zu realisieren, wurde der Trainer im Amt bestätigt – dabei hatte er sich längst verbraucht, seine Frische und Souveränität verloren.
    Als die Leistungen in der Rückrunde nicht besser wurden, wuchs der Druck nicht nur auf Fischer, sondern auch auf Canepa und Bickel. Jahrelang hatten sie – in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Trainer – die Personalpolitik im Alleingang bestimmt. Mittlerweile aber sitzen neben Canepa (und auf seinen ausdrücklichen Wunsch) Personen im Verwaltungsrat, die nicht nur Entscheidungen abnicken, sondern mitreden wollen. Leute wie Gregor Greber und Philipp Hoch, beide in der Finanzbranche tätig, oder der Sanierer Hans Ziegler, waren es vorab, die sich für die Entlassung von Fischer starkmachten. Dazu kam der Druck aus Gönnervereinigungen wie dem einflussreichen Business-Club. Schliesslich willigte Canepa ein, weil auch ihn die Arbeit des Trainers seit geraumer Zeit nicht mehr überzeugt hatte.

    Trainersuche: Zeit drängt

    So wurde Fischer am Montag entlassen, zur Unzeit: nach sechs Spielen und einem Sieg in Lausanne. Dass die Trennung dilettantisch in einem abends um halb neun verbreiteten Communiqué verbreitet wurde und sich die Verantwortlichen danach über 30 Stunden hinter einer Nachrichtensperre verschanzten, passte ins Bild. Ebenso, dass sie Fischers Nachfolge in keiner Weise vorbereitet hatten. Interimistisch betreut mit Harald Gämperle ein Trainer die Mannschaft, dem die erforderlichen Papiere fehlen, um länger als 20 Tage im Amt zu bleiben.

    Spätestens jetzt sind auch Canepa und Bickel angeschlagen. Sie wollen sich Zeit geben, um den neuen Trainer zu suchen. Das klingt zwar vernünftig, birgt aber Risiken. Der neue Trainer sollte in die Planung der neuen Saison involviert werden, er sollte über die Zusammenstellung der Mannschaft mit entscheiden können. Die Zeit drängt für den ziemlich ins Schlingern geratenen FCZ.

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    Ich bin nie Canepa Fan gsi und wird au nie eine!

    Und da bin ich nöd allei, im Gägeteil!

    Unqualifiziert isch höchstens de chli mediegeil Siech! :twisted: :mrgreen:

    Nei er trifft sehr oft Entscheid wo ich nöd sinere Meinig bin, und für das wird er au sehr oft i de Medie kritisiert.

    Aber ich chan demit läbe, guet oder sehr guet sogar! :cool:

    Und jetzt: Weltfriede! :winke:

    Der Quälgeist mit dem Lächeln

    Zugs Thomas Rüfenacht provoziert für sein Leben gern. Das wird auch der ZSC zu spüren bekommen.

    Von Silvan Schweizer, Zug

    Wenn ab morgen im Playoff-Halbfinal EVZ und ZSC Lions aufeinandertreffen, wird gemeinhin eine enge, umkämpfte, ja wilde Serie erwartet. Es tönt nach einer Affiche, wie geschaffen für Thomas Rüfenacht. Der Zuger Stürmer gilt als einer der grössten Provokateure und Bösewichte der Liga: Mit 112 kassierte er in der Qualifikation am meisten Strafminuten. Überall auswärts schlägt ihm eine Welle der Abneigung entgegen.

    Der «Blick» fragte auch schon: «Herr Rüfenacht, sind Sie ein Psycho?» Rüfenacht lacht, als er darauf angesprochen wird. Er lacht oft und gern. «Das kann ich nicht ernst nehmen. Wer mich kennt, weiss, dass ich sonst easy drauf bin. Ich hatte abseits des Eises auch noch nie eine Schlägerei», sagt er. «Aber ich provoziere halt einfach gern. So bin ich.»

    Kein Wunder, Rüfenacht musste sich einst gegen drei Brüder behaupten. Er wurde 1985 im luzernischen Meggen geboren, die Familie wanderte aber nur ein halbes Jahr später in die USA aus. Der Vater sollte in Wisconsin eine Firma für Glasschichten aufbauen. «Meine Eltern sprachen damals kein Englisch. Sie lernten es mit uns Kindern. Wir schauten gemeinsam die Sesamstrasse», erzählt Rüfenacht. Als er elf war, zogen die Rüfenachts weiter nach Minnesota. Der begabte Eishockeyaner kam auf die bekannte Shattuck-St.-Mary’s-School, die später auch NHL-Star Sidney Crosby besuchte. Hier erlebte er nach zwei schweren Verletzungen den Konkurrenzkampf, der sein Spiel entscheidend prägte: «Wenn du da nicht parat bist, gehört dein Platz jemand anderem.» Und hier entstand auch der Kontakt zu Coach Andy Murray, der ihn dank seiner Schweizer Beziehungen 2003 als 18-Jährigen nach Langnau vermittelte.

    Legendäre Prügelei mit Nüssli

    Es war das erste Mal, dass Rüfenacht seine alte Heimat richtig kennen lernte. Vom Emmental nahm er auch seinen Berner Dialekt mit, ein amerikanischer Einschlag ist indes geblieben. Nach Langnau verdiente er sich seine Sporen in Visp ab, bevor er bei Lausanne zwei Saisons mit über einem Punkt pro Match hatte. Es dürfte EVZ-Coach Doug Shedden dabei besonders gefallen haben, wie Rüfenacht nebenbei auch immer wieder Emotionen ins Spiel brachte. In der LigaQualifikation gegen Biel versetzte er Topskorer Nüssli einmal so in Rage, dass sich dieser zu einer Prügelei hinreissen liess und einen Restausschluss kassierte.

    Jetzt in Zug definiert Rüfenacht seinen Aufgabenbereich so: «Ich muss mit viel Energie auftreten, provozieren, hart arbeiten. Ich muss in den Pulk gehen, die Pucks herauskratzen und Platz schaffen für meine Sturmpartner – und vielleicht kann ich vor dem Tor auch einmal einen Abpraller verwerten.»

    Die Arbeit klingt undankbar, findet sie doch im Schatten der Magie von Künstlern wie Brunner oder Metropolit statt. Rüfenacht aber erzählt: «Es kommen immer wieder Fans zu mir, die sagen: ‹Toll, wie du für das Team schuftest.›» Und die Anhänger haben auch schon einen Song für ihr Raubein kreiert: «Rüfi, hau en um!» Dem versucht er nachzukommen wie früher sein Vorbild Esa Tikkanen, der bullige Finne und Beschützer Wayne Gretzkys bei Edmonton. «Er fuhr einen Gegenspieler über den Haufen – und lachte einfach», schwärmt Rüfenacht. Er habe kein Grundrezept, wie er einen Gegner aus der Reserve locken könne. «Er muss einfach spüren, dass ich immer da bin», sagt er. «Ich kann ihn jedes Mal touchieren, wenn ich an ihm vorbeifahre. Oder ich schubse ihn ständig. Oder wenn es ihm nicht läuft, gehe ich dicht heran und lache ihn aus.»

    Die Ruhepause als Drohung

    Auch vor üblen Schimpfworten schreckt Rüfenacht nicht zurück. «Ich bin emotional und spiele hart», sagt er, «aber ich schlage nie jemanden hinterhältig nieder.» Trotzdem ist es ein schmaler Grat, auf dem er sich bewegt. Das ist sich der 27-Jährige bewusst: «Es gibt Schiedsrichter, die mich viel schneller bestrafen als andere. Ich habe mir einen gewissen Ruf geschaffen. Damit muss ich leben.»

    Rüfenacht ist nur einer von zahlreichen Zuger Haudegen. Auch Helbling, Holden oder Chiesa wissen Körper und Provokationen einzusetzen, und Coach Shedden gilt ebenfalls als Hitzkopf. «Unser Team braucht diese Typen und ihre Emotionen», sagt Rüfenacht. «Aber es ist auch anstrengend, in jedem Match die Energie für diese Heissblütigkeit zu haben.» Nach dem Viertelfinal gegen Biel sei er völlig ausgelegt gewesen. Nun hatten die Zuger eine Woche Pause. «Ich bin ausgeruht», sagt Rüfenacht. Die ZSC Lions können sich auf einige Scharmützel gefasst machen.

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    Zitat von snowcat

    Canepa hat wie Bickel von der Ära Favre gelebt!

    Und nur weil in der Schweizer Süper Trümmer Lig alles Idioten am Ruder sind und wir nur einen kleinen Idioten haben ist das noch lange kein Grund ihn toll zu finden.

    Für mich war und ist er Spadaro II!

    Aufgeblasenes Budget, aufgeblasene Administration!

    Aber beim zahlen den Schwanz einziehen! :roll:

    Zitat von Reto


    wenn die Halle sowieso voll sein wird.

    Zitat ZSC Website:

    Ausverkauftes Stadion

    Für die Partie am Samstag sind sämtliche 7'015 Tickets vergriffen. Die ZSC Lions tragen ihren ersten Halbfinal also unter anderem auch vor einem vollen Gästesektor aus. Cool!

    Zitat von virus


    Oder i dä lässige Musig vom DJ. :fight:

    De Steiziit Virus :roll:

    Läck Du häsch in Zug ja en Kulturschock! :shock:

    De DJ gfallt der sicher au guet!

    Ich find die Halle geil, nur echli z chlii für de ZSC, aber susch Geil! :cool:

    Wenn ich den NZZ Artikel lese, von dessen Inhalt ich überzeugt bin, kommt einmal mehr an den Tag dass Canepa ein kleiner Gernegross ist, der sich nicht mal im eigenen Verein durchsetzen kann.

    Selber will oder kann er kein Geld aufbringen für den FCZ, darum geht er in die Knie wenn eine Sponsorengruppe Druck macht.

    Ich hätte wirklich gar kein Problem wenn sich dieser penetrante Selbstdarsteller verabschieden würde.

    Wir wurden vom Monopolisten in die Knie gezwungen»

    Peter Zahner, der CEO der ZSC Lions, beklagt die Situation im Hallenstadion, die das Team zu Playoff-Auftritten im Exil zwingen könnte.

    Mit Peter Zahner sprach Simon Graf

    «Die Bedingungen im Hallenstadion haben sich für uns durch den Umbau noch deutlich verschlechtert.»

    Wo tragen die ZSC Lions ihr mögliches sechstes Halbfinalspiel gegen Zug aus? In Kloten oder Rapperswil?

    Mit grosser Wahrscheinlichkeit in Kloten. Als wir für den Champions-LeagueFinal sondierten, verlangte Kloten von uns so viel Miete, 150 000 Franken, dass wir absagen und nach Rapperswil mussten. Der Klotener Stadtpräsident René Huber sagte mir danach, ich solle das nächste Mal direkt mit ihm Kontakt aufnehmen. Das habe ich gemacht. Und nun sind wir auf guten Wegen.

    Wie hoch ist die Miete diesmal?

    Das ist noch Verhandlungssache. Aber ich denke, dass wir uns zu akzeptablen Konditionen finden werden.

    Hatte Kloten Priorität?

    Ja, aus zwei Gründen: Erstens ist die Kapazität höher, zweitens ist es näher. So müssen die Spieler nach dem Warm-up nicht in einem Hotel Zeit überbrücken, sondern können nochmals nach Hause.

    Was hätten Sie gemacht, wenn Kloten und Rapperswil noch spielen würden?

    Dann wäre Bern ein Thema geworden.

    Was machen Sie mit den gut 5700 Saisonkartenbesitzern, die Anrecht auf einen Sitzplatz haben?

    Jene vom dritten Rang haben uns schon signalisiert, dass sie mit den Stehplätzen hinter dem Tor gut leben können. Aber natürlich ist das Ganze eine grosse Übung für uns. Und wir wissen ja nicht einmal, ob das Spiel stattfindet oder nicht. Wir müssen Tickets drucken, verpacken, verschicken. Eiswerbung, Bandenwerbung produzieren. Selbst wenn es kein sechstes Spiel gibt, haben wir rund 50 000 Franken Ausgaben.

    Und wenn es stattfindet?

    Wenn wir davon ausgehen, dass ein sechstes Halbfinalspiel ausverkauft wäre, so fehlen uns rund 3600 Zuschauer. Wir rechnen also mit etwa 360 000 Franken weniger Einnahmen. Und wenn man die Organisationskosten dazurechnet, kommen wir auf gegen 500 000 Franken.

    Wären schon in den vergangenen Jahren solche Übungen nötig geworden, wenn die ZSC Lions im Playoff Erfolg gehabt hätten?

    Wenn wir den Viertelfinal überstehen, sind solche Überschneidungen leider ein Dauerthema. Ja, es hätte auch in den letzten Jahren Probleme gegeben, wenn wir weitergekommen wären. Und auch in den nächsten Jahren dürfte es nicht besser aussehen. Denn GV-Termine werden über mehrere Jahre im Voraus geplant.

    Hat sich die Situation durch den Umbau des Hallenstadions, das nun polyvalenter ist und schneller umgerüstet werden kann, verschärft?

    Natürlich. Das Hallenstadion ist für Veranstalter viel attraktiver geworden. Vorher war es eine Eis- und Sporthalle, hatte es etwas Verruchtes im positiven Sinne. Heute ist es eine edle Eventarena, die viel Komfort bietet, aber leider für Eishockey ungenügend ist. Weil sie flach abfallend ist, die Zuschauer weit weg sind, die vielen Polstersessel die Akustik schlucken.

    In Spiel 4 gegen Davos war die Stimmung aber gut, oder nicht?

    Ja, sehr gut. Ab 8000 bis 9000 Zuschauern beginnt es zu kippen. Aber wenn weniger da sind, ist es schwierig, Stimmung zu kreieren. Die Rufe vom dritten Rang verhallen irgendwo, wenn es nicht voll ist.

    Der Vertrag mit dem Hallenstadion sieht vor, dass dieses zwei PlayoffDaten auskaufen kann. Da sind doch Konflikte programmiert. Wieso haben Sie einer solchen Abmachung zugestimmt?

    Es stimmt Folgendes: Vertraglich ist festgemacht, dass das Hallenstadion einen Playofftermin anderweitig vergeben kann und einen zweiten nach Absprache. Dieser Passus war schon drin, als wir 2008 über den neuen Vertrag verhandelten. Natürlich wollte ich ihn streichen, deshalb dauerten unsere Verhandlungen damals auch fast neun Monate. Und sie drohten zu scheitern.

    Wieso haben Sie den Passus trotzdem wieder akzeptiert?

    Was hätten wir tun sollen? Uns aus der National League A zurückziehen? Wir hätten ja sonst keine Spielstätte gehabt. Wenn man mit einem Verhandlungspartner am Tisch sitzt, der eine Monopolstellung hat, diktiert der die kritischen Punkte. Und der kritische Punkt war dieser Auskauftermin. Darüber haben wir monatelang diskutiert. Wir wurden vom Monopolisten in die Knie gezwungen.

    Wenn die Halbfinals in fünf Spielen fertig wären und der Final vorgezogen werden müsste, könnten die ZSC Lions die Spiele 2 und 6 nicht im Hallenstadion austragen.

    Wenn es so weit käme, wäre das so. Und im Final wäre es für uns noch schwieriger, ein Stadion zu finden, das noch Eis hat.

    Hätte das Hallenstadion dann nicht die Abmachung von höchstens zwei Sperrdaten im Playoff verletzt?

    Wenn es so weit kommen würde, hätten wir ein schwerwiegendes rechtliches Problem.

    Spekuliert das Hallenstadion darauf, dass die ZSC Lions im Playoff früh scheitern?

    Es scheint so. Und diese Spekulation ging in den letzten drei Jahren auf.

    Der Vertrag mit dem Hallenstadion läuft bis 2013. Sind die Fronten verhärtet?

    Der Dialog ist grundsätzlich konstruktiv. So setzte sich Felix Frei etwa dafür ein, dass die Garderoben fürs Eishockey vergrössert wurden. Aber bei der Terminproblematik liegen unsere Interessen einfach diametral auseinander. Das Hallenstadion will auch während des Playoffs Geld verdienen, unter anderem mit Generalversammlungen, die noch einen zweitägigen Aufbau bedingen und sehr langfristig geplant werden müssen. Dieser Konflikt lässt sich nicht lösen. Die aktuelle Situation zeigt wieder einmal deutlich: Wir brauchen eine eigene Halle. All die Romantiker, die glauben, wir hätten im Hallenstadion gute Bedingungen, verkennen die Realität. Die Rahmenbedingungen haben sich für uns gegenüber der Zeit vor dem Umbau noch deutlich verschlechtert.

    Die für 2017 geplante Eishockeyarena in Altstetten kostet 193 Millionen Franken. Wäre ein kleineres Projekt nicht einfacher zu realisieren gewesen?

    193 Millionen kostet das Gesamtprojekt, nicht nur das Eishockey. Die Hockeyhalle ist mit 110 Millionen veranschlagt. Das kostet eine Arena dieser Grösse einfach.

    Über das 149-Millionen-Darlehen der Stadt muss im Gemeinderat befunden werden. Es gibt Signale, dass ein Referendum ergriffen wird und eine Volksabstimmung nötig würde.

    Welche Argumente haben Sie da?

    Viele. Wir haben die Machbarkeitsstudie selber bezahlt, für den Wettbewerb kommen wir gemeinsam mit Volero auf. Und das Darlehen ist kein Geschenk der Stadt, es wird verzinst und amortisiert. Die Stadt hilft uns einfach mit ihrer Bonität. Konkret heisst das: All das kostet den Steuerzahler nichts.

    Aber der jährliche Betriebszuschuss von bis zu 2,5 Millionen Franken belastet den Steuerzahler.

    Nur, falls er nötig wird. Und daran gekoppelt ist, dass wir mit unserem Sportunternehmen einen sozialen Auftrag übernehmen. Nur schon in unserem engeren Kreis bewirtschaften wir über 700 Spielerinnen und Spieler, wir engagieren uns stark bei den Junioren und im Fraueneishockey. Eigentlich müsste man es so sehen: Wir finanzieren auf privater Basis eine Sportstätte, die der Allgemeinheit nützt.

    Wäre eine Volksabstimmung nicht ein Risiko?

    Noch ist ja nicht sicher, dass es dazu kommt. Wenn der Gemeinderat unserem Stadionprojekt zustimmt, gibt es keine Volksabstimmung. Ich habe bei Aussagen von Gemeinderäten gemerkt, dass sie noch nicht lückenlos informiert sind. In den nächsten Monaten wollen wir das ändern, sie für unser Projekt gewinnen. Ich bin überzeugt davon, dass man in Zürich mit einem Eishockeyclub vernünftig wirtschaften kann, wenn man über alle Geschäftsfelder verfügt. Aber im Hallenstadion gibt es einfach zu viele Faktoren, die nicht stimmen. Und es kann ja nicht sein, dass es jedes Mal ein Theater gibt, wenn wir erfolgreich spielen.

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    Die Replik von Felix Frei

    Das Hallenstadion kann auf GVs nicht verzichten

    (sg.)


    Er könne sich nicht erinnern, dass die Klausel zum Auskaufen von Playoff-Terminen bei den Verhandlungen speziell umstritten gewesen sei, sagt HallenstadionCEO Felix Frei. Zumal diese schon im Vorgängervertrag gewesen sei: «Es ging generell um die finanziellen Bedingungen. Wenn wir im Playoff keine GVs veranstalten könnten, würden wir massive Verluste einfahren. Dafür müssten wir entschädigt werden. Wir planen so gut wie möglich um die Playoff-Termine herum. Aber wenn sich kurzfristig Daten ändern, eine Serie vorgezogen wird, liegt das nicht in unserer Macht. Und wenn der ZSC früh scheitert, wir eine leere Halle haben, jammern wir auch nicht. Damit entgehen uns jedes Mal Einnahmen in sechsstelliger Höhe.»

    Das Hallenstadion erzielte 2010 einen Reingewinn von 1,38 Millionen Franken. «Den brauchen wir auch», so Frei. «Denn jährlich müssen wir rund eine Million in den Unterhalt und in die Erneuerung stecken. Und das ohne die Neuinvestitionen, die laufend zunehmen.» Der Fünfjahresvertrag mit dem ZSC verlängert sich 2013 automatisch bis 2018, wenn ihn keine Partei vorzeitig kündigt. «Die ZSC Lions können das natürlich tun. Aber dann müssen wir wieder über alles reden. Auch über die Leistungen, bei denen es aus unserer Sicht nicht stimmt», sagt Frei.

    Schubiger

    Rostbratwürste und Präsidententausch


    «O’zapft is», sagte Schubiger, hob mit der linken Hand eine Flasche Paulaner und mit der rechten den Deckel des Grills. Auf dem Rost lagen Original UliHoeness-Nürnberger-Rostbratwürste, die Schneider aus seinem Lieblings-Discounter mitgebracht hatte. Neben ihnen hatte sich Stevie G. in Position gebracht. Wachsam, wie der Kater war, wenn ihm der Duft von Würsten, Fischen, Koteletts oder Mäusen durch die Nase zog. Man wusste ja nie.

    Schneider hatte viele gute Charakterzüge. Und an diesem Abend war Schubiger gar bereit, Schneiders einzige grosse Schwäche als Stärke zu sehen: Schneider war Bayern-Fan und hatte in seiner Funktion als Götti des kleinen Schubigers unter wiederholtem Einsatz von Pommes Chips, Wienerli, Eistee und feurigen Erklärungen über Robben, Jean-Marie Pfaff und Kaiser Franz dafür gesorgt, dass die gesamte Schubiger-Jungmannschaft auf die bayrische Seite kippte und Schubigers heftige Proteste einfach weglächelte.

    Ohne Rücksicht auf die Moral

    Nach den Nürnberger Würsten sassen sie leicht angeschlagen auf dem Sofa für das Spiel der Bayern gegen Basel. Schubiger fragte sich, ob er sich nach dem moralischen Gesetzbuch nicht strafbar machte, die Bayern für einen Abend zu mögen, nur um den FCB fallen zu sehen. Müsste er nicht wie früher grundsätzlich gegen beide sein und das Spiel ignorieren?

    Doch er konnte jetzt auf moralische Fragen keine Rücksicht nehmen. Seit dem Montagabend und der Entlassung von Trainer Fischer war ihm klar, dass der FCZ keinen Plan hatte und ihm nur noch das Glück helfen konnte. Also wollte Schubiger die Basler verlieren sehen. Möglichst hoch. Nach dem 4:0 war er in seiner Meinung bestärkt. Nach dem 6:0 glaubte er tatsächlich an den Meistertitel. Und nach dem 7:0 fasste er seine Gedanken gegenüber Schneider in Worten: «Bei Basel kommt jetzt die Krise. Drei Runden noch, dann entlassen die den Trainer. Den holen wir dann und starten die fulminanteste Aufholjagd seit Liverpools 0:3-Rückstand in Istanbul.»

    Schneider schaute ihn an und sagte: «Vogel zum FCZ? Bin dabei. Und dazu nehmen wir Basels Präsidenten mit, den Heusler. Im Tausch gegen Canepa.»

    schubiger@tagesanzeiger.ch

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    Zitat von snowcat


    Petkovic lässt attraktiven Fussball spielen. Ok, bei YB hat er nicht reüssiert.

    Ja und leider!

    Wenn ich aber die anderen Namen sehe, z.B.

    Fringer :haare: :haare: :haare: :haare:

    nehme ich den mit Handkuss!

    Man darf keine Freude haben!

    Div. "Persönlichkeiten" (Köbi bisch en Tubel!) haben gesagt, die ganze Schweiz muss Basel Fan sein!

    Der unterbelichtete Roger Wehrli hat gesagt, jeder der nicht Basel helfe sei ein Idiot.

    usw. pp.

    Als ob sich die Schweiz je einig ist! Die Linken Städter drücken den Berglern unbeliebte Gesetzte aufs Auge und umgekehrt.

    Ich bin FCZ Fan, werde nie Basel helfen und Basel vertritt nie den Schweizer Fussball sondern immer nur Basel!

    Wir haben hier Champagner gesoffen nach dem Spiel!

    Super wars!

    PS: Es geht zu und her wie zu übelsten Spadaro Zeiten!

    Zitat von Gysino

    boston dopplet soviel schüss gha rofl.


    Hu kärs! :razz:

    Ha, ha...wänn das keis Kick Goal gsi isch! rofl!

    Stammer mit em 50. Goal, und de Bärtschi häd scho wieder bueched! :cool:

    Und Panthers wiiterhin uf PO Kurs! :cool: