Beiträge von larlf

    bitte nicht auf die Tränendrüse drücken und Dich selber schlechter machen als Du mit dem FcZ schon bist, sonst bist Du bald auf meinem Niveau mit GC :haare:

    Nein, der Artikel ist nicht neu, er ist schon 2 Wochen alt und er muss ja auch nicht neuer sein: er trägt nur die von Dir so geliebten Zahlen anschaulich zusammen...

    wie bereits erwähnt, das Einzige was mich an Deinen Antworten wirklich nervt, ist die Tatsache, dass Du weisst, wie es sonst ausgegangen wäre oder zumindest mit den von Dir erwähnten "Tatsachen" (welche momentan eher Vermutungen aufgrund einiger wenigen Beobachtungen und Messergebnisse zustande gekommen sind, da eine grosse Feldstudie, in diesem Ausmass nicht möglich/sinnvoll ist) immer wieder darauf hinweist, dass alles gar nicht nötig gewesen wäre; Weil Du eben weisst, wie alles herausgekommen wäre, wenn...

    Was bedeuten die Hinweise aus dem (infekt) Blog genau?

    Aus meiner Sicht:

    - Man kann den Virus schon in sich tragen, bevor oder sogar ohne dass er ausbricht

    - auf dem Schiff, also sehr engem Raum, waren "nur" 80% betroffen

    da mag ich die Zahlen nicht auf die gesamte Bevölkerung in Menschenleben ausrechnen

    - wieso kann es sein, dass er nicht ausbricht?

    Das weiss wohl momentan noch niemand, es wäre möglich, dass diese Personen bereits mit einem älteren Covid eine gewisse Immunität erlangt haben?

    Aber es zeigt mir auch hier wieder deutlich, dass überall wo viele Menschen auf kleinem Raum sind, sich dieser (und auch jeder andere Tröpfchen) Virus schnell ausbreiten kann. Wie die Beispiele, Region Mailand, Belgien, England, NY bestätigen: in denen es sehr viele Leute mit Ansteckung gegeben hat.

    Da es auch viele Länder mit einer kleinerer Bevölkerungsdichte gibt, wird sich der Anteil dieser wenigen Region, prozentual auf die gesamte Welt natürlich verwässern.

    Anders geschrieben: wenn sich an wenigen Orten 20% anstecken und man diese Zahlen mit den weniger betroffenen Regionen vermischt, dann werden aus diesen 20% nur noch ein sehr kleiner Anteil der gesamten Bevölkerung. Was ja auch Deine 99,6% bestätigen.

    Wie hoch ist der Anteil in Stockholm (ist wohl der am dichtesten besiedelte Raum in Schweden)?

    Klar, das Ende des Lebens kommt mit jedem Jahr das man erlebt hat näher, aber wenn Leute an dem Virus (und nicht mit dem Virus) gestorben sind, welche ohne den Virus noch einige Jahre hätten leben können, dann wäre es auch schön, wenn sie diese Jahre auch wirklich noch erlebt hätten.

    Ü70 ist in der heutigen Zeit def. noch kein Alter, da sind viele noch sehr fit unterwegs!

    Zudem gibt es auch viele junge mit diversen chronischen Krankheiten, die würden eine Ansteckung je nachdem auch nicht überleben, aber ohne den Virus noch viele Jahre leben können. In Deinen Aussagen wäre das dann halt: dumm gelaufen, waren halt die Alten und die mit Vorerkrankungen...

    Kritisch soll und darf man sein, bin ich auch, aber deswegen falle ich nicht in mögliche Verschwörungstheorien, welche, wer weiss, sogar unter Umständen möglich sein könnten und zwar einzig und alleine aus dem Grund, weil mir schlicht die Lust und noch mehr die Zeit dazu fehlt; Auch darauf habe ich schon mehrmals hingewiesen, da lebe ich lieber in der rosa Welt, als dass ich mich auf die Suche der Matrix Programmierer mache...

    ...noch eine Bemerkung zur Wirtschaft: logisch, das ganze war das absolut schädlich für viele Firmen, aber hier könnte man Deine Theorie anwenden und sagen: 80% derjenigen welche es nicht überleben, waren schon vorher nahe am wirtschaftlichen Tod und die sind nicht wegen, sondern mit dem Lockdown gestorben.

    Aber Grundsätzlich hast Du schon recht, es ist langsam müssig, da momentan eher wenig neue Erkenntnisse zum Thema bekannt werden und eigentlich habe auch ich mir vorgenommen, hier nicht mehr gross zu schreiben. Aber manchmal kann ich es nicht lassen und "muss" einfach gewisse Beiträge kommentieren, weil ich es so nicht stehen lassen kann und auch gerne das letzte Wort habe.

    Würde mich überraschen, wenn dies bei Dir anders wäre :winke:

    so und jetzt widme ich mich dem Brief mit den schönen blauweissroten Farben, der heute im BK war und geniesse danach den 1. - 3. Liga Fussi Spieltag in Schland

    Du musst es immer positiv sehen: dank dem ganzen Lockdown können wir nun den geliebten Sport den ganzen Sommer über in komprimierter Form geniessen, in der sonst laaangweilige Sommerpause gewesen wäre :bier:

    bin zwar schon 40 Jahre lang Bayern Fan und habe doch schon viele schöne Reisen nach München gemacht (auch noch im Olympiastadion) und somit nicht wirklich der 60er Unterstützer, aber die "Geschichts Vereine" wären mir def. lieber in der BuLi, als gewisse Ballspielende Gebilde.

    Das ist ja auch das Schöne an den ersten 3 Ligen in DE: da war schon so ziemlich alles in der BuLi und hat dort ihre eigene Geschichte geschrieben!

    krass ist einfach, wie klein die Abstände nach 29 gespielten Runden sind.

    Mag mich nicht an sowas erinnern, könnte aber auch an meinem Erinnerungsvermögen liegen

    was mich halt am ganzen nervt: niemand weiss, wie es bei unserer Bevölkerungsdichte und Nähe zu dem Hotspot Norditalien ohne den Lockdown herausgekommen wäre und auch nicht, ob sich der Virus nach den ersten Wochen Lockdown wirklich schon am Ausbreiten hätte hindern lassen.

    Auch heute ist noch nicht klar, wie lange die Personen ansteckend bleiben und Covid verteilen können.

    Wenn ich den Blick Beitrag mit Russi lese, kommen mir Deine Fakten in den Sinn:

    3 Kollegen gestorben, 2 davon alt und mit Covid (nicht (nur) wegen) und einer davon 45 Jahre alt und sportlich, bis anhin Gesund!

    klar, da kann man schon Argumentieren: dumm gelaufen, für diese 33,33% welche nicht in das Ü80 und mit einem Bein im Grab Statistik fallen. Im Gesamtwert der CH-Bevölkerung ist der Prozentuale Anteil somit um ein Vielfaches kleiner....

    Frag mal einen Arzt, weshalb er Arzt geworden ist: die Meisten werden Antworten, dass sie helfen und evtl. Leben retten möchten! Unabhängig davon, wie Alt die Person ist und welche Gebrechen sie bereits hat.

    Ist es denn fair, wenn man die Ärzte und das restliche Pflegepersonal dem Risiko aussetzt und nicht versucht, es so gut als möglich zu minimieren, nur weil sie ihrem Job/Berufung nachkommen möchten?

    Oder lässt Du die Alten einfach in den Heimen, mit der Strategie: Wenn es euch erwischt, machen wir die Türe zu und holen euch dann in der Kiste ab?

    <p>nein, ich weiss es schon seit ende märz! <img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/nick.gif" class="smiley" alt=":nick:" height="15"></p><p><br></p><p>viele namhafte wissenschaftler, mediziner, virologen, epidemieologen, was weiss ich was für logen, nobeltreisträger etc. versuchten die politik ganz sachlich von ihrem irrtum zu überzeugen. allesamt würden überhört, in den (mainstream-)medien totgeschwiegen oder falls erwähnt lächerlich gemacht und/oder über nacht der verschwörungsecke zugeteilt. und das gilt bis heute!</p>

    nöd vom eigentliche Thema ablänke, Politiker, sondern uf die gfakte Zahle vom Mainstream Tagi Artikel antworte ;)
    gruess, Ralf

    Der irre Aufstiegskampf in der 3. Liga Original Bild Artikel

    Diese Zoff-Liga macht so richtig Spaß!

    Nach wochenlanger Streiterei, ob die Saison fortgesetzt oder abgebrochen werden soll, rollt seit zwei Spieltagen in der 3. Liga wieder der Ball. Und das zum Glück! Denn es gibt kaum eine spannendere Liga in Europa.

    Weil die beiden Top-Teams Unterhaching (1:2 gegen Ingolstadt) und Duisburg (1:1 gegen Schlusslicht Jena) zuletzt patzten, kämpfen noch zehn Teams um den Aufstieg. Bayern II (aktuell auf Rang 4) mischt zwar oben mit, darf aber nicht aufsteigen.

    Zwischen Platz 1 und 11 liegen nur sechs Punkte!

    106 Jahre Bundesliga-Geschichte kämpfen um die Rückkehr in die 2. Liga, allein der MSV hat 28 auf dem Buckel. Bei noch neun ausstehenden Spielen ist das Aufstiegsrennen komplett offen und es passt perfekt ins Drehbuch, dass Waldhof und Unterhaching aktuell tor- und punktgleich auf Platz zwei liegen.

    ....

    und morgen u.a. Braunschweig - Bayern II um 14 Uhr live auf NDR

    das ist so. die schweden sind ja auch durchaus sehr selbstkritisch. ändert aber immer noch nichts an der frage, ob der lockdown im gewesenen ausmass nötig und richtig war. und wie ich schon seit 2 monaten sage: die zahlen geben auf diese frage eine klare antwort.


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    ich hoffe, Du hast das Tagi Abo:

    Artikel vom 27. Mai, basierend auf Zahlen und Fakten: Schweiz Schweden im Lockdown Vergleich

    Während die Schweiz einen Lockdown durchsetzte, hofft Schweden, mit weniger strengen Massnahmen ans Ziel zu gelangen. Eine grafische Gegenüberstellung macht Unterschiede beim Epidemieverlauf und bei den Wirtschaftsfaktoren deutlich.

    zum Schluss steht noch:

    Es ist es noch zu früh, um über Erfolg oder Misserfolg der staatlichen Covid-Strategien zu urteilen. Dennoch lässt sich festhalten, dass der Schweizer Lockdown offenbar eine Eindämmung des Coronavirus bewirkt hat, und dass die mittelfristigen Aussichten für die Wirtschaft sich hierzulande nicht wesentlich von Schweden unterscheiden – dem Land, das auf einen Lockdown verzichtete.

    .....

    da frage ich mich halt immer wieder:

    wieso kann die Schweiz auf das Wissen von Dir verzichten?

    Du weisst es schon seit April und lässt den Rest der Bevölkerung, ausgenommen das private Nörgelforum, einfach so im Regen stehen??? :skandal:

    Vergleiche mit den Nachbarländern werden auch nicht akzeptiert, sondern auf die geringe prozentuale Anzahl verwiesen.

    Schon mal daran an die Folgen der Wirtschaft gedacht, wenn der Virus in einem flächenmässig kleinen Land sich ungebremst ausbreiten kann und die Leute mehrere Wochen nicht mehr arbeiten können?

    Sie müssen ja nicht gerade Sterben, aber so konnte ein grosser Teil Gesund bleiben und remote arbeiten. Auch die Restaurants/Bars etc. wären davon betroffen gewesen, wenn ein Grossteil krank ist. Zumindest ich gehe in solchen Zuständen eher nicht in den Ausgang oder ins Restaurant; Früher bin ich in solchen Zuständen vom Ausgang nach Hause gekommen, aber das ist ein anderes Thema :suff:

    Bei Schweden kommt mir auch immer wieder Pippi in den Sinn und der Text ist sooowas von passend:

    "2 x 3 macht 4 -

    Widdewiddewitt und 3 macht 9e!
    Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt .."

    die heutige Jugend informiert sich halt im FB, Twitter und Utube, nur da stehen die wirklichen Fakten, welche uns Alten in der Mainstream Presse vorenthalten bleibt, da wir jeglichen Fake News zum Opfer fallen :)

    aber lieber ein König, als ein Bettler (auch wenn der König nur einäugig ist ;)

    im Alleingang funktioniert in der heutigen Zeit wohl nichts mehr, da ist man zu fest verknüpft und abhängig von den anderen Staaten.

    Das wäre für mich, zumindest in Europa, mal einer der grossen Kritikpunkte, weil man krampfhaft am Euro festhalten möchte, statt die Währungsunion endlich aufzugeben! Wahrscheinlich befürchten die Politiker, dass ohne die gemeinsame Währung auch die EU auseinander fallen würde.

    Aus meiner Sicht war das einer der Gründe, weshalb seit dem letzten Crash grosse Schulden gemacht hat!

    Zu früheren Zeiten mussten die einzelnen Länder nach solchen Ereignissen ihre eigene Währung abwerten, seit min. 10 Jahren pumpt man aber sinnloses Geld in die Wirtschaft, nur damit der Euro am Leben bleibt.

    Auch wenn es für uns noch so bequem ist, die gemeinsame Währung kann so nicht funktionieren und man hinterlässt den kommenden Generationen einen unglaublich kranken Schuldenberg/Scherbenhaufen.

    Die Aussage der EZB wegen der aktuellen Geldpumpaktion war ja in etwa: "ein wenig wird geschenkt", den Rest müssen die einzelnen Staaten über die nächsten Jahrzente! zurückzahlen. Genau, hat ja schon in den letzten 10 Jahren funktioniert, dann wird das bestimmt noch besser, so ganz ohne Tourismus etc.

    Da auch China und USA sich fleissig verschulden, frage ich mich schon, wohin das führen soll.

    Wenn ich keine Kinder hätte, könnte ich easy sagen: wenigstens werde ich es nicht mehr (oder nur noch wenig davon) erleben...

    wieso nur 4-0? :blosswech:

    ist bestimmt für alle Teams nicht einfach, nach so einer Pause, ohne Spiele direkt in einen Ernstkampf einzusteigen.

    Wobei in der BuLi die meisten Mannschaften erstaunlicherweise ähnlich wie vor der Pause spielen, was den (Miss-)Erfolg betrifft.

    teil 2

    Was ist an einer besseren Vorsorge so schwierig?

    In der Krise rufen alle nach mehr Vorräten. Doch sobald sie vorbei ist, werden die gleichen Leute wieder fragen, ob das wirklich nötig ist und was es kostet.



    Die Corona-Krise hat offenbart, wie abhängig die Schweiz von Importen ist. Forderungen werden laut, dass wir Medikamente und andere kritische Güter wieder selber herstellen.

    Ich schliesse das in Einzelfällen nicht aus. Aber es ist völlig unrealistisch, dass die Schweiz alles selber herstellt, was wir brauchen. Der Bund kann nicht für Milliarden Pharmafirmen bauen. Und als international vernetztes Land haben wir grosses Interesse, dass die Märkte offen bleiben. Zudem hat gerade diese Krise gezeigt, dass die Globalisierung für uns viele Vorteile bringt.

    Nämlich?

    Gerade diese Pandemie hat gezeigt, dass es eben auch ein Vorteil sein kann, wenn Versorgungsketten in der Welt diversifiziert sind. Während der Krise hatte ich mit mehreren ausländischen Ministern Kontakt, welche sich Sorgen um Lieferungen von kritischen Gütern aus der Schweiz gemacht haben. Diese gegenseitigen Abhängigkeiten müssen wir als kleiner Staat mit wichtigen internationalen Unternehmen auch in unserem Interesse ausspielen. In der Krise entstehen dann plötzliche Allianzen und gemeinsame Interessen, welche Vertrauen für zukünftige Krisen schaffen können. Es wird doch in normalen Zeiten nie möglich sein für ein Schweizer Unternehmen, profitabel Schutzmasken herzustellen. Hingegen werden bei uns Hightech-Teile von Beatmungsgeräten hergestellt, welche auch andere Länder benötigen.

    Sie sind in der Pandemie gefordert als Bundesrat, mehrere Ihrer Familienmitglieder erkrankten an Covid-19. Wie hat die Krise Sie verändert?

    Es war nicht einfach. Normalerweise schlafe ich gut, doch in den letzten Wochen habe ich auch andere Nächte erlebt. Ich habe die Verwaltung als sehr dynamisch erlebt, die Leute kamen mit Ideen, um konkrete Probleme unter hohem Zeitdruck zu lösen. Auch die Kontakte mit der Industrie und den Sozialpartnern waren gut und konstruktiv. Die Schweiz erlebte eine Art «Union sacrée».

    Diese wird sich jetzt, da sich die Lage entspannt, auflösen. Sie als Wirtschaftsminister werden ins Kreuzfeuer geraten.

    Natürlich. Jetzt kommen die Forderungen, die Kritik, die Vorschläge von allen Seiten.



    Macht Ihnen das keine Angst? In der Hochkonjunktur ist es einfach, Wirtschaftsminister zu sein. Doch jetzt stehen Sie vor einer Rezession.

    Ich bin im Bundesrat, um Probleme zu lösen. Das ist mein Job.

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    Mal schauen ob/was alles kommt, aber das Interview finde ich überraschend gut!

    vom Tagi Abo mal was zur Wirtschaft:

    https://www.tagesanzeiger.ch/so-will-parmel…en-573065183034

    «Die Schweiz erlebte eine Art Union Sacrée»

    Der SVP-Bundesrat muss die Schweiz aus der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten führen. Jetzt sagt er, wie er die Probleme lösen will – und welche Rezepte für ihn des Teufels sind.

    Herr Parmelin, beneiden Sie Alain Berset?

    (lacht) Wir sind zum Glück ein Team im Bundesrat. In der Corona-Krise mussten wir in kurzer Zeit sehr schwierige Entscheidungen treffen. Für Alain Berset hatte die Gesundheit Priorität, ich hatte die wirtschaftlichen Folgen im Fokus. Wir haben viel diskutiert, um diese Aspekte abzuwägen.

    Für Gesundheitsminister Berset scheint die akute Phase bereits vorbei, während für Sie jetzt die Wirtschaftskrise beginnt.

    Ich bin überzeugt, dass wir die wirtschaftliche Krise bisher gut gemeistert haben. Wir haben die Löhne der Arbeitnehmenden und den Unternehmen die Liquidität gesichert – mit Beträgen von 40, 50, 60 Milliarden, die vor dieser Krise undenkbar waren.

    Trotzdem steht die Schweiz vor der grössten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten.

    Ja, seit dem Zweiten Weltkrieg waren wir wirtschaftlich nie stärker von einer Krise betroffen als heute. Es trifft fast alle Branchen, aber sehr unterschiedlich. Selbst innerhalb der Branchen gibt es grosse Unterschiede, etwa in der Landwirtschaft: Die Kälberzüchter und Weinbauern brauchen Unterstützung, weil die Restaurants geschlossen wurden. Der Ackerbau hingegen hat weniger Probleme. Dort war es manchmal eine Herausforderung, die Arbeitskräfte zu finden, zum Beispiel bei den Spargel- oder Gemüseproduzenten.

    Diese Krise macht Sie zum wichtigsten Politiker der Schweiz. Wie sieht der Parmelin-Plan aus, um das Land aus der Krise zu führen?

    So etwas wie ein Marshallplan funktioniert hier nicht. Das beste Konjunkturprogramm ist jetzt, die Wirtschaft wieder zu öffnen. Um die Zukunft der Schweizer Wirtschaft langfristig zu sichern, müssen wir auf unsere Trümpfe setzen, beispielsweise auf den herausragenden Bildungs-, Forschungs- und Innovationsplatz. Wir brauchen aber auch Freihandel, um bei weltweit schwächerer Konjunktur exportieren zu können.

    Die internationale Tendenz ist aber gegenläufig: Es gibt einen Trend zur Renationalisierung.

    Die Schweiz ist klein, wir sind hoch spezialisiert. Das ist unser Mehrwert innerhalb der internationalen Lieferketten und im Welthandel. Nur wenn wir international weiterhin wettbewerbsfähig bleiben, werden wir die Arbeitsplätze und die hohen Löhne behalten. Deshalb macht mir der Einbruch bei den Exporten im April um 10 Prozent grosse Sorgen. Der Aussenhandel ist für unser Land zentral.

    Die Message an Ihre Partei lautet also, dass wir uns jetzt nicht abschotten dürfen?

    Diese Botschaft richte ich nicht nur an meine Partei. Allgemein hat sich die Haltung des Parlaments in der neuen Legislatur verändert. Plötzlich ist der Freihandel des Teufels, nicht nur in der SVP. Mit Sorge sehe ich solche Tendenzen auch in der FDP. Und bei den Grünen sowieso. Ich erwarte von den Parlamentariern, dass sie uns helfen, die Freihandelsabkommen mit Indonesien oder später Mercosur auch beim Volk durchzubringen.

    Muss nicht auch die Kaufkraft der Konsumenten im Inland gestärkt werden?

    Um die Kaufkraft zu erhalten, dürfen wir keine neuen Abgaben und Steuern beschliessen. Deswegen hat der Bundesrat entschieden, wegen der zusätzlichen Lasten für die Kurzarbeitsentschädigung die Lohnabzüge nicht zu erhöhen. Zudem liegt die Abschaffung der Industriezölle im Parlament. Die Vorlage stammt von vor der Pandemie, erweist sich jetzt aber als Glücksfall.

    Dadurch entgehen dem Bund 500 Millionen Franken pro Jahr. Können wir uns das überhaupt leisten?

    Ja, es gibt Mindereinnahmen, aber die Kosten für die Industrie sinken, wodurch sie wettbewerbsfähiger wird. Weil so die Produkte billiger werden, bedeutet das für den Konsumenten mehr Kaufkraft, 350 Millionen Franken pro Jahr.

    Die Bauern leisten aber Widerstand, und auch die Konsumentenschützer sind skeptisch. Wie wollen Sie sie überzeugen?

    Den Bauern sage ich: Niemand will mit der Abschaffung der Industriezölle den Grenzschutz für die Landwirtschaft abbauen! Und den Konsumentenschützern antworte ich: Die Einsparungen werden an die Konsumenten weitergegeben, wir werden das mit einem Monitoring überwachen.

    Sie haben bereits milliardenschwere Rettungspakete geschnürt, für die KMU oder die Luftfahrt. Kommen noch weitere Hilfspakete dazu?

    Mit der Lockerung der gesundheitlichen Massnahmen steht die wirtschaftliche Soforthilfe weniger im Fokus. Es gibt aber noch Härtefälle, die wir derzeit analysieren. Ein Beispiel sind die Schausteller. Ihnen hat der Bund nicht verboten, zu arbeiten, aber sie haben wegen des Verbots von Grossanlässen trotzdem keine Arbeit.

    Für die Schausteller gibt es ein weiteres Hilfspaket?

    Wir schauen verschiedene Gruppen an, die bei den staatlichen Hilfspaketen teilweise durch die Maschen gefallen sind. Entschieden ist hier aber nichts. Allenfalls wäre dies auch eine Aufgabe der Kantone.

    Genau wegen solcher Aussagen befürchten viele, dass der Staat sich in der Wirtschaft immer weiter ausbreitet.

    Bis zu einem gewissen Grad sind solche Befürchtungen begründet. Es ist menschlich, dass man sich an staatliche Hilfen gewöhnen kann. Es ist für den Staat aber unmöglich, sich dauerhaft zu engagieren, seine Mittel sind limitiert. Wir dürfen den künftigen Generationen nicht untragbare Lasten auferlegen.

    Economiesuisse hat einen 8-Punkte-Plan publiziert. Unter anderem fordert der Verband mehr Geld für die Forschung.

    Ich habe in diesem Bereich schon vor der Corona-Krise zusätzliche Mittel vorgesehen. Die Finanzierungsbotschaft für Bildung, Forschung und Innovation liegt jetzt beim Parlament. Es nützt indes nichts, einfach noch mehr Geld zu fordern, es muss auch einen Mehrwert erzielen.

    Weiter fordert Economiesuisse, dass der Bund Regulierungen abbaut.

    Auch daran arbeiten wir bereits. Das Parlament hat zwei Motionen für den Abbau der administrativen Belastung für Unternehmen überwiesen. Diese setzen wir derzeit um, Ende Jahr werde ich dem Bundesrat eine Gesetzesbotschaft vorlegen.

    Der Verband verlangt zudem, dass der Bund auf die sogenannte Lex China verzichtet.

    Der Bundesrat muss hier den Willen des Parlaments umsetzen. Und dieses hat uns beauftragt, ein entsprechendes Gesetz auszuarbeiten, um kritische Infrastrukturen vor ausländischen Investoren besser zu schützen.

    Alle Prognosen sagen voraus, dass die Arbeitslosigkeit wegen der Corona-Krise steigen wird. Besonders bedroht sind über 55-Jährige. Was tun Sie für sie?

    Für ältere Arbeitslose hat der Bundesrat unter anderem bereits die neue Überbrückungsleistung für ausgesteuerte Arbeitnehmende über 60 Jahre vorgeschlagen. Die Vorlage liegt beim Parlament...

    … und wird von Ihrer Partei, der SVP, bekämpft.

    Die Parteien spielen ihre Rolle, der Bundesrat spielt seine Rolle.

    Von Arbeitslosigkeit akut bedroht sind auch Jugendliche, die keine Lehrstelle finden oder nach der Lehrstelle keinen Job.

    Dieses Problem haben wir angepackt. Ich habe dafür eine Taskforce eingesetzt.

    Eine Taskforce: Das sind einige Leute, die lange Sitzungen abhalten. Was tut der Staat konkret für Jugendliche, die keine Lehrstelle finden?

    Wir setzen unsere Finanzmittel dafür ein. Wir subventionieren damit nicht direkt Lehrstellen. Wir unterstützen aber Projekte von Kantonen und Wirtschaftsorganisationen, welche Lehrstellen fördern. Zum Beispiel mittels Coaching oder Mentoring. Das funktioniert.

    Experten sprechen von der Gefahr einer verlorenen Generation. Für wie gross halten Sie das Problem?

    In der Deutschschweiz waren per Ende April fast exakt gleich viele Lehrverträge abgeschlossen wie zur gleichen Zeit im Vorjahr. Ein Problem haben wir in der lateinischen Schweiz. Im Arc lémanique sind wir bei erst rund 40 Prozent der Vertragsabschlüsse gegenüber dem Vorjahr. Diese Unterschiede haben aber zum Teil auch damit zu tun, dass Lehrverträge in der Deutschschweiz jeweils früher abgeschlossen werden und schon vor der Corona-Krise unterschrieben waren.

    Wenn Firmen in Konkurs gehen, trifft das besonders die Lehrlinge.

    Diese Gefahr besteht tatsächlich. Darum haben wir bereits reagiert. Firmen in Kurzarbeit dürfen normalerweise kein zusätzliches Personal einstellen. Wir haben nun für Lehrabgänger eine Ausnahme von diesem Einstellungsstopp beschlossen. Sie können in ihrem Lehrbetrieb für ein Jahr weiterbeschäftigt werden. Die Neuerung tritt Anfang Juni in Kraft.

    Kritikern reicht das nicht. KV Schweiz fordert einen Fonds zur Unterstützung von Ausbildung und Weiterbeschäftigung.

    Ich denke, das ist falsch. Wir haben die Instrumente, im Budget stehen für die Berufsbildung pro Jahr 48 Millionen Franken zur Verfügung. Aber klar: Falls viele Unternehmen mit Lehrstellen in Konkurs gehen würden, müssten wir die Situation sehr genau anschauen.

    Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung in Ihrem Departement hat in der Pandemievorsorge teilweise versagt. Es hat die Pflichtlager für Ethanol aufgehoben, das nun für die Herstellung von Desinfektionsmitteln fehlte.

    Wir werden sauber analysieren müssen, was in der Krise funktioniert hat und was nicht. Für das BWL habe ich schon im Januar, vor der Krise, eine Administrativuntersuchung in Auftrag gegeben. Gestützt darauf werden wir dann entscheiden, ob die Organisation des Amts und die Vorratshaltung angepasst werden müssen. Das wird aber nicht einfach.

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    teil 1

    nun ist halt die Frage: wieso war es nicht flächendeckend?

    wie man gesehen hat, reichen ein paar "Schleudern" und dann ist es ganz schnell verteilt, könnte evtl. halt auch in Bezug auf Deinen Hinweis betreffend Belgien/NY ein Thema sein: die dichte Besiedelung?!?

    Schweden wird vor allem mit den Nachbarländern verglichen, welche geographisch und Flächenmässig auch eher mit ihnen verglichen werden könne; Was die Statistik betrifft.

    Schön finde ich auch, dass in eurer Statistik immer genau nur die 50-70% erwähnt werden, welche man in die Altersheime einschliessen kann.

    Schon mal an das ganze Pflegepersonal gedacht, welche in den wirklich betroffenen Regionen jung und ohne Vorerkrankung daran gestorben sind?

    Die ganze Diskussion dreht sich ziemlich im Kreis, eigentlich habe ich Snowcat zu 99% auf ein ganz anderes Thema geantwortet, aber schön, wenn der kleine "Seitenhieb" herausgepickt wird; Interessant wie Du Dich auf sowas "verteidigst"/reagierst, aber lassen wir das (um es in Deinen Worten zu schreiben).

    meine Meinung deckt sich in ganz vielem von diesem Beitrag, nur ist die Frage der Lösung halt das wichtige und grosse Problem:

    "Natür­lich, der unkon­trol­lierte Ein­sturz des Schul­den­bergs muss unbe­dingt ver­hin­dert werden. Zudem brau­chen vor allem klei­nere Betriebe, Selbst­stän­dige und jene Arbeits­kräfte, die nun unver­schuldet in die Krise schlit­tern, Hilfe. Doch wenn die Staaten nun mit Bil­lionen ein­greifen, dann sollten sie das nur unter klaren Bedin­gungen tun: Erstens müssen diesmal die Banken, Ver­mö­gens­ver­walter, Immo­bi­lie­nin­ves­to­rinnen und Gross­kon­zerne, die in den letzten Jahren Mil­li­arden an Gewinnen aus­ge­schüttet haben, ihre Ver­luste selber tragen – durch eine geord­nete Abschrei­bung der Schulden oder eine dras­ti­sche Erhö­hung der welt­weiten Steuern für Kon­zerne und Ver­mö­gende.

    "

    tönt in der Theorie einfach und gut, die Frage ist nur: kann es auch "geordnet Abgeschrieben" werden oder bricht dann nicht das ganze Kartenhaus zusammen?

    Wichtig fände ich, dass endlich, endlich die elenden Steuerschlupflöcher gestopft werden: dass Firmen nicht die Möglichkeit haben in Ländern Geld zu verdienen, aber über Konstrukte dann die Steuern dort "zahlen", wo der Steuerfreie Sitz ist...

    Bei den "reinen" Schweizer Grossfirmen, PK's, ist halt das Problem: auch da steckt "unser" Geld drin. Wenn die PK nun weniger Geld/Gewinn hat, dann leidet am Schluss der Bezüger und nicht der Beteiligte (oder CEO).

    "Zwei­tens: Wenn CO2-Schleudern wie Ener­gie­kon­zerne, Auto­her­steller oder Air­lines wie die Swiss Geld erhalten, dann unter der Bedin­gung, dass sie sich neu erfinden oder auf mitt­lere Frist ver­schwinden. Zudem muss das Geld von Kon­junk­tur­pa­keten an Firmen fliessen, die helfen, den CO2-Ausstoss zu senken."

    CO2-Schleudern finde ich immer dann cool, wenn man auf die altbekannten Branchen drauf haut und kein Schwein daran denkt, was die ganze Digitalisierung an Strom verbraucht.

    Ich denke, dass all die (youtube, streaming, etc) Server, BC Miner und was es halt sonst noch alles in diesem Bereich gibt:

    die werden alle von der Sonne und Wasser betrieben, die sind viel besser in Bezug auf das CO2 :rofl:

    ach ja, die Elektro-Batterie-Autos natürlich auch, die sind für die Umwelt auch viel besser als die Benziner, vor allem wenn man nun so südamerikanische Länder fragt, die vom Lithium-Abbau betroffen sind oder Ferien auf dem Kreuzfahrtschiff, welche brutal boomen!

    ....manchmal fehlt mir einfach ein wenig der breiter gefächerte Blick, weil es halt einfacher ist, auf das Altbekannte einzudreschen. dieses Vorgehen erinnert ein wenig an die von Dir geliebte Partei :D

    kritisieren ist immer einfach, aber es braucht auch Lösungsvorschläge, die auch umsetzbar sind und nicht nur das betreffen, worauf man selber am ehesten verzichten könnte!

    geht auch in die Richtung: wir in der Deutschschweiz sind vom Covid nur am Rande betroffen, im Tessin/Italien, Romandie gibt es schon viel mehr Leute, welche Personen kennen, die sich angesteckt haben.

    Ich denke nicht, dass sich stark betroffene Regionen über die "auf die ganze Welt bezogene" Statistik freuen, wenn diverse Freunde und Familienmitglieder dem Virus zum Opfer gefallen sind.

    Btw. von den Schweden und ihrer Strategie habe ich schon länger nichts mehr gehört :floet: