Beiträge von snowcat

    Aber - anders als Snowcat - bin ich schon der Ansicht, dass die Vereine eine Mitverantwortung für dieses "gesellschaftliche Problem" haben, und sich nicht hinter irgendwelchen, bequemen "Grundhaltungen" verstecken sollten.

    niemand versteckt sich hinter grundhaltungen. wenn, dann höchstens hinter dem rechtsstaat. und das ist auch gut und richtig so.

    aber nimmt mich mal wunder, wie so eine mitverantwortung aussehen soll, wenn ausserhalb vom matchtag sich 100 komplett in schwarz gekleidete, vermummte in der weihermatt tummeln und die s-bahn mit den insekten drin aufmischen? da bist du als verein so machtlos wie mcdonalds gegen das littering. in dem moment als die sirenen dröhnten, waren sie auf und davon! das gelände in der weihermatt ist ideal dazu, nach allen seiten offen und sehr schnell kann man sich in siedlungen oder dem einfamilienhausquartier verschlaufen. identifizieren kann man sie auch nicht auf grund des gleichen outfits und der vemummung. auch mit den besten kameras nicht.

    da du ja die lösung kennst, beantworte doch einfach mal die fragen von sbornaja. bin echt gespannt, auch cillo wird es dir danken. à propos cillo: dass er sich zu wenig oder zu defensiv zum thema äussert wird nicht wahrer, nur weil man es ständig wiederholt. siehe posting von ari, dem könnte man noch dutzende aussagen von canepa hinzufügen.

    Doch im Livestream SRF 😏. Für jeden wunderbar Online Live. Aber klar. Das ist für den simplen FCZ Fan schon zu kompliziert. 😂😂😂

    ob dus glaubst oder nicht, habe es genau in diesem livestream geschaut! :rofl:

    musste aber meinen nachbarn fragen wie das geht, er ist fan von wuhan niederhasli! ist natürlich gelogen, ich wohne mitten in der stadt zürich, da gibts natürlich keine fans von diesem verein! :mrgreen:


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Nur 5347 Nasen.

    finde ich noch ziemlich viel! unter der woche, 19 uhr eine gute zeit für ein heimspiel, aber viel zu früh für ein auswärtsheimspiel. mir reichte es zeitlich auch nicht.

    diverse medien erwähnen übrigens die zahl von 7958 zuschauern…welche stimmt? aber egal, „heimspiele“ 80km von zu hause sind immer scheisse. da füllst du den kessel wirklich nur in der tschämpiänslig (-quali) und wenn die bayern kommen.

    ps. es soll vereine ganz in der nähe geben, welche froh wären, einmal über 5000 zuschauer in einem ligaheimspiel zu haben…:mrgreen:


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    gemäss, noch unbestätigten, gerüchten, stand heute breitenreiter mit foda maske an der linie! :nick:

    war endlich mal ganz ansehnlich, vor allem die 1. hz, die war sogar richtig gut vom fcz. aber ich vermute/befürchte, dieses 2:1 wird nicht reichen für die europaleague quali.


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Nöd mal meh ganz aktuell, aber mag mich nöd erinnere, dass das da öpper gschriebe hät.

    Kei Fake-News, oder?


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Immer e schpezielli Figur gsi, de Gabet!

    hani gar nöd mit übercho! ha vill erlebt mit ihm vor +/- 40 jahr! i de halle und im letzi!


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    es gibt für mich nicht wirklich allzu viel zu analysieren. die hauptschuld liegt ganz klar bei foda! nein, nicht bei fehlender fachkompetenz. er ist ein ausgewiesener fachmann. aber bei seinem charakter, um es mal ganz banal auszudrücken: er ist ein arschloch! das der fcz so jemanden holt, bei dem das arschlochsein programm und vor allem allen in der fussballszene allgemein bekannt ist, ist der grösste (trainer-) fehlgriff von canepa seit hyppiä!

    der fcz wäre, vermutlich, auch unter breitenreiter nicht so glorios in die saison gestartet wie die letzte. aber mit einem trainer der nicht nur sich selber, sondern auch die spieler spürt, wären wir im vorderen mittelfeld dabei. wir können im moment noch 100 transfers tätigen, ändert sportlich nichts, solange foda an der linie steht.

    bin mal gespannt auf den auftritt heute gegen mitteldings aus schottland.

    Ja, die zweitletzte Reihe. Wie gesagt, wir wollten einfach 5 Karten nebeneinander und dies möglichst mittig. Ausserdem waren wir früher im 3. Rang und dies ist wohl bei der Zuteilung der Plätze auch noch ein Thema gewesen. Ihr kennt es ja, vorgesehen ist der 3.Rang hinter dem Tor.

    mein photo ist von hier fotografiert:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    war vor 1 stunde in der halle! ein kurzes fazit:

    - die sicht von den plätzen, phänomenal
    - der zugang zu den plätzen, phänomenal
    - die gänge mit food/bierständen etc. etwa doppelt so breit wie im hallenstadion, phänomenal
    - oberhalb der sitzplätze, wie im letzi eine begehbare fläche und mit freier sicht aufs ganze eisfeld, phänomenal
    - der videowürfel, phänomenal

    - steilheit der tribünen, phänomenal
    - unsere persönlichen plätze, 15 meter vom foodstand, 15 meter von der terrassentüre, direkt über dem pub, phänomenal

    - akkustik der lautsprecher, phänomenal
    - lage der halle in zürich, phänomenal

    der vergleich hallenstadion zu swisslife arena ist auf den ersten blick derjeniege von einem opel astra zu einem bentley continental gt…ich hoffe, der zweite blick wird diesen eindruck bestätigen! falls ja, muss colin damit rechnen, dass ich ihm life bedeutend mehr auf den sack gehen werde, als die letzten jahre! :rofl:

    grösse des videowürfels (im moment noch auf dem eis), vergleich mit stapler und bauarbeiter:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    blick von zuoberst (sitze nur für halbwegs schwindelfreie, mehr oder weniger nüchterne und nicht voll verkaterte! :mrgreen:)

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Aber wie an der Börse ist diese Blase mit der neuen Saison wieder geplatzt und ich gehe auch davon aus, dass er jetzt nicht gerade die tragende Säule von Italiens neuer Generation wird...

    etwas muss ich willy schon in schutz nehmen. die gesamte mannschaft tritt derart verunsichert und lustlos auf, dass hat sich natürlich auch auf willy abgefärbt. ich behaupte jetzt einfach mal, dass selbst lewandowski in diesem verunsicherten team, und vor allem unter diesem trainer (!), kaum mehr als 10 tore pro saison schiessen würde. und wenn, dann nur darum, weil die gegnerischen verteidiger zu schlecht sind oder vor erfurcht erstarren…:rofl:

    hey cillo, so macht man das in fällen, welche für jeden sichtbar zum scheitern verurteilt sind:

    Fußball, 2. Bundesliga: Nach Fehlstart: Arminia Bielefeld entlässt Trainer Uli Forte
    Nach vier Niederlagen in den ersten vier Ligaspielen hat Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld Trainer Uli Forte entlassen. Der Italiener hatte das Team erst…
    www1.wdr.de


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    <p>Deine Frage ist nicht unberechtigt! Er hatte letzte Saison - irrtum vorbehalten - deutlich weniger als 40 % Einsatzzeit und vor allem, wenn er beginnen durfte, kaum ke überzeugt.</p><p><br></p><p>5 Mio? Danke und weg!</p>

    ein guter verkäufer holt mind. 8 millionen raus! beim gnonto mache ich dir einen dvd zusammenschnitt (oder mit/auf welchem speichermedium man das heutzutage auch immer macht), in welchem du das gefühl hast, einen der weltweit besten 19-jährigen zu sehen!

    dumm einfach, wenn der käufer leute im team hat, welche gnonto x-mal live beobachtet haben. aber pokern ist das a und o im fussball transferbusiness!


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    https://weltwoche.ch/story/berliner-die-urs-fischer-lieben/


    BASIEREND AUF WAHREN BEGEBENHEITEN

    Berliner, die Urs Fischer lieben


    Der Schweizer Fussballtrainer hat aus dem 1. FC Union Berlin ein Spitzenteam geformt. In der Köpenicker Heimat des Kultvereins entdecken gestandene Anhänger tiefste Gefühle.

    Von was reden wir eigentlich, wenn wir von Liebe reden?» Herausfordernd schaut Hans-Günther in die Runde. Er betreibt eine Autowerkstatt in Köpenick, einem Viertel in Berlins Südosten. Einen kurzen Fussmarsch entfernt steht das Stadion Alte Försterei, die Heimat des Fussballvereins 1. FC Union Berlin. Trainer Urs Fischer aus Zürich hat Hans-Günther kürzlich seinen Wagen zur Inspektion anvertraut. Seither nimmt sich dieser immer öfter das Recht dazu, das Wort zu ergreifen. «Ich frage euch: Was unterscheidet eigentlich Menschenliebe von Trainerliebe? Ihr dürft es ruhig weitererzählen: Ich liebe diesen Schweizer.»

    Hans-Günther, seine Frau Helga, sein Kumpel Schmidti und dessen Frau Conny sitzen an einem heissen Sommerabend am Küchentisch in Köpenick, trinken Bier mit Korn und überlegen, was es auf sich hat mit dieser Liebe zum Fussballverein 1. FC Union Berlin, zur Alten Försterei und besonders zu Urs Fischer, dem Schweizer, der ihr Leben verändert hat.

    Mörderischer Druck
    Union Berlin, das Provinzteam aus der deutschen Hauptstadt, gehört neuerdings zu den Grossen im europäischen Fussball. Das ist Urs Fischers Verdienst. Aber kann Union die hohen Erwartungen erfüllen? Oder herrscht auch hier bald der mörderische Druck, an dem schon so viele Teams zerbrochen sind? Ist ja bekannt, was daraus wird: zu viel Liebe, zu hohe Erwartungen, zu grosses Chaos. Wie früher bei Schalke 04. Oder jetzt beim HSV.

    Conny hält Schmidtis Hand und streichelt ihn. «Ihr wisst, was beim HSV passiert ist, oder? Wahnsinn! Da schiesst sich ein Fan selbst in den Mund, vor Liebe und Enttäuschung.»

    Schmidti befreit seinen Arm aus Connys Hand. «Der Bursche war doch übergeschnappt. Der wäre imstande gewesen, eine Bombe in der HSV-Kabine hochgeh’n zu lassen oder sonst was. Nur weil die den Aufstieg verpasst haben.»

    «Klingt wie ein Albtraum», sagt Conny. «Aber das kann bei uns nicht passieren. Wir haben den Urs Fischer.»

    Auf dem Tisch stehen vier Flaschen Berliner Kindl und ein Kornschnaps der Marke Berliner Brandstifter. Hinter dem geöffneten Fenster beginnt der Wald, dahinter erhebt sich die Alte Försterei. Nachts, wenn gespielt wird, leuchtet das Stadion wie ein Ufo, wirft Licht gegen die Wolken und zurück auf Köpenick.

    Hans-Günther hebt das Glas. «Wisst ihr, echte Liebe ist immer geistige Liebe! Aber das mit dem Urs Fischer ist etwas anderes, kommt von tiefer unten. Das habe ich so noch nie erlebt.»

    «Klar ist das was Besonderes», sagt Schmidti. «Aber was, wenn es auch mit dem Fischer zu Niederlagen und Enttäuschungen kommt? Wie lange hält dann die Liebe, Hans-Günther? Ist doch so in der Liebe, da kommt immer irgendwann die grosse Enttäuschung.»

    Auch Helga ist skeptisch. «Wer von uns weiss denn schon wirklich was von der Liebe? Mir kommt es schon länger so vor, als wären wir alle bloss Anfänger auf diesem Gebiet. Und ich geh jetzt auf die Fünfzig zu.»

    Unbeeindruckt hebt Hans-Günther wieder sein Glas. «Auf die Liebe, auf Urs Fischer.» Zögerlich tun es ihm die andern nach.

    Im Garten hinter dem Haus bellt ein Hund. Hans-Günther geht hinunter und nimmt Bessie an die Leine. Er führt sie auf die Hämmerlingstrasse, dann bei der Union-Fankneipe «Abseitsfalle» rechts rein, auf einen Waldweg direkt an der Wuhlheide, flankiert von Scheinwerferlampen wie im Todesstreifen zu DDR-Zeiten. Die Lampen sollen an Spieltagen für Sicherheit sorgen, wenn sich Tausende Fans über diesen naturbelassenen Waldweg von der S-Bahn-Station Köpenick der Alten Försterei nähern.

    Bald taucht das Stadion vor uns auf. Zäune, Gitterstäbe, Stacheldraht, Fan-Graffiti an alten Mauern. «Weisst du, die grössten Unterschiede zu anderen Vereinen merkt man erst im Stadion drin», sagt Hans-Günther. «Hier gibt’s keine Show vor dem Spiel. Wir sind keine Show-Leute, wir sind eiserne Schlosserjungs.»

    22 000 Zuschauer fasst die Alte Försterei offiziell. Manchmal sind es sehr viele mehr. Fans steigen hier auch mal über den Zaun, was keinen kümmert. Bald soll die Kapazität des Stadions erweitert werden, auf 37 000 Plätze, davon 29 000 altmodische Stehplätze.

    Plage aus England
    Hans-Günther legt seinen Arm um meine Schultern. «Weisst du, der Aufstieg dreissig Jahre nach dem Mauerfall war für uns eine Wiedervereinigung im Kleinen. Wir stehen für den Osten, das Widerspenstige. Wir mussten schon in der DDR immer gegen Widerstände von oben ankämpfen. Nun gehören wir zur Elite des deutschen Fussballs. Aber den Spielstand lassen wir uns immer noch über Steckschilder anzeigen.»

    Bessie kläfft sich das Maul heiser. Vor uns stehen englische Touristen. «Während der Saison kommen sie zu Tausenden, ist echt eine Plage geworden», sagt Hans-Günther. «Sie kommen wegen der billigen Stehplätze und weil es hier im Stadion noch richtig abgeht. Sie können hier ihre Körper testen. Wie viel kann man auf der Stehplatztribüne einstecken? Kotzt man sich vor Angst auf die Hose, oder hüpft man mit wackelnden Knien einfach immer weiter?» Er spuckt auf die Erde.

    «Kommen die Engländer wirklich, weil sie vom durchkommerzialisierten Fussballzirkus auf der Insel die Nase voll haben?», frage ich.

    «Ja, klar!», sagt Hans-Günther.

    «Kommen die nicht vor allem, weil sie in deutschen Stadien so viel Bier trinken dürfen, wie sie wollen?», hake ich nach.

    «Glaube ich nicht, nein. Das ist Fussball-Liebe, echte Liebe», sagt Hans Günter. Er hat sein Lieblingswort wieder entdeckt.

    Unvermittelt wendet er sich zu einem Baum, pinkelt, dreht dazu den Kopf in meine Richtung und redet weiter. «Hier werden Sachen halt anders gemacht. Die Alte Försterei ist das Stadion der Unioner. Es gibt keine privaten Grossaktionäre, keine Abhängigkeit von privaten Unternehmen. Die Verantwortung für das Stadion tragen die Menschen, die hier eine Heimat gefunden haben und denen es am Herzen liegt.» Bessie kläfft den Engländern nach. Langsam gehen wir zurück zur Autowerkstatt.

    «Wir stehen für das Widerspenstige. Wir mussten schon in der DDR gegen Widerstände ankämpfen.»

    «Hans-Günther, ich muss es dir jetzt doch sagen, obwohl ich zuerst nicht wollte: Eure Loblieder auf die ‹eisernen Schlosserjungs›, auf eure ‹Trainerliebe›, auf Urs Fischer – diese ganze Union-Romantik wirkt auf mich ein bisschen, wie soll ich sagen, überstrapaziert, wenn du weisst, was ich meine . . .»

    Hans-Günther schaut mich verdutzt an. Dann wendet er den Blick auf Bessie. Die schnuppert den Waldboden ab, wo an Spieltagen Tausende Fans in die Wuhlheide pissen.

    Ich versuche mich zu erklären. «Also, ich verstehe es schon irgendwie. Man will seine Wurzeln nicht verlieren, das Image des unbequemen Underdogs bewahren. Aber was passiert, wenn hier alles zur profitorientierten Folklore verkommt. Wie bei Schalke 04?»

    Hans-Günther packt meinen rechten Arm, hält mich fest und schaut mir in die Augen. «Kein Scheiss jetzt, ja?! Wir sind ein Bundesligaverein! Ein europäischer Spitzenverein! Aber mit Union-Atmosphäre! Daran wird sich nichts ändern!»

    «Und wenn ihr euch was vorlügt?»

    «Verrückt geworden?! Anderswo sind die Anhänger nur Kunden, wir verstehen uns als Familie. Man hilft sich, wenn’s einem dreckig geht!»

    Über die Autowerkstatt kehren wir zurück in die Küche. Conny raucht am Fenster eine Zigarette. Schmidti studiert die Sport-Bild. Helga bestreicht Brötchen mit «Hackepeter».

    Arbeiter, Punks, Künstler
    Mein scheuer Einwand lässt Hans-Günther keine Ruhe. «Weisst du, als unser Verein 2004 zu finanzschwach war, um eine Lizenz für die Regionalliga zu bekommen, da spendeten die Fans Blut. Herzblut. Darum geht’s! Wenn ein Union-Mitglied stirbt, wird das beim nächsten Spiel durchgesagt – dafür bleibt die Halbzeitpause frei von Werbung. Auf Dauerbespassung und Stimmungsmusik verzichten wir. Stattdessen haben wir uns Regeln gegeben. Die eigene Mannschaft wird nie ausgepfiffen. Und keiner verlässt vor dem Schlusspfiff das Stadion.»

    «Und ihr glaubt wirklich, das könnt ihr durchhalten?»

    «Weisst du», sagt Hans-Günther, «wir waren immer schon anders, schon zu DDR-Zeiten. Das Stadion war gefüllt mit Arbeitern, dazwischen Hippies, Punks, Künstler, Oppositionelle. Man sagte: ‹Nicht jeder Staatsfeind ist ein Unioner, aber jeder Unioner ist ein Staatsfeind.›»

    Schmidti ruft dazwischen: «Bei Freistössen schrie mein Vater: ‹Die Mauer muss weg!›»

    «Natürlich gefiel das der Stasi nicht», fährt Hans-Günther fort. «Aber ein ganzes Stadion konnten sie ja nicht verhaften. Weisst du, wir Unioner gehen mit unseren Schwächen ironisch um. Wir haben, wie sagt man . . . wir haben einfach . . .»

    «. . .Kultur. Wir haben Kultur», sagt Helga mit spöttischem Unterton.

    «Ja, Kultur! Genau! Wir haben Kultur!»

    Helga lacht laut heraus. «Was weisst denn du von Kultur?»

    «Leck mich am Arsch, Helga! Natürlich haben wir Kultur», sagt Hans-Günther. «Sonst wäre der Urs Fischer nicht nach Berlin gekommen, sondern in seinem feinen Zürich oder Basel geblieben. Was will der bei uns in Berlin, wenn es ihm nicht auch um Kultur geht?! Schliesslich gibt es hier vier Opernhäuser. Ehrlich jetzt, ich will nicht, dass man mich in der Schweiz falsch versteht: Es geht um eine Fussballkultur, die Menschen verbindet, so unterschiedlich sie auch sein mögen. Fans erzeugen einen Zusammenhalt, der nicht nur symbolisch ist . . .»

    «Symbolisch? Was soll das jetzt wieder heissen, Hans-Günther?», fragt Schmidti.

    «Die Stadionerfahrung, Schmidti! Kapierst du’s echt nicht? Es ist die rauschhafte Erfahrung beim gemeinsamen Zuschauen. Und dabei die Grenzen des eigenen Körpers zu überschreiten. Es ist wie bei der Liebe. Genau wie bei der Liebe!»

    Helga krümmt sich vor Lachen. «Was redest du da?! Wann hast denn du bei der Liebe zuletzt die Grenzen deines Körpers überschritten?»

    «Mach mich nicht an!», sagt Hans-Günther. «Ich wollte nur einen Vergleich ziehen. Mir geht es darum, unserem Schweizer Gast zu erklären, wie sehr wir es schätzen, dass uns sein Land den Urs Fischer ausgeliehen hat.»

    «Ausgeliehen? Der gehört jetzt uns», sagt Helga. «Wem sonst? Den lassen wir nie mehr ziehen. Manchmal bist du wirklich nicht zu retten. Aber ich liebe dich trotzdem, Schätzchen. Du bist mein Urs.»

    Schmidti dreht sich zu Conny um. «Von was reden die eigentlich, wenn sie von Liebe reden?»

    Sie nimmt seine Hände, stützt ihre Stirn an die seine und schliesst ihre Augen. «Vielleicht können wir es ja auch hören, was Helga und Hans-Günther gerade hören», sagt Conny sanft.

    «Was denn?», fragt Schmidti.

    «Wie so ein Schweizer Herz schlägt. Ticktack, ticktack. Hörst du es? Unser Herz, mein Schatz!»


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Die Erwartungen waren total übersteigert.

    eigentlich nur bei canepa(s). die meisten zuschauer/fans konnten die letzte saison sehr wohl richtig einschätzen. ich kenne jedenfalls niemanden der dem fcz diese saison die titelverteidigung zugetraut hat. die meisten gingen sogar davon aus, dass wir von anfang an nicht um die plätze 1-2 spielen werden.

    aber das was jetzt abgeht auf dem spielfeld, war wohl auch in keiner vorschau drin, nicht mal in der pessimistischten. und das foda das volle fett abkriegt ist mehr als logisch. tritt er doch als sturer, arroganter, unsympathischer, von sich total überzeugter, empathieloser und unbelehrbarer sack auf, welcher sich auch nicht selten mit spielern verkracht. auf jeden fall hat sich ALLES bestätigt zu seiner person, was die warner aus österreich berichtet haben im vorfeld. aber wirklich alles! und das nach kaum einem monat!