So, fertig jetzt. Diese unsägliche Zeitung hatte jetzt genug Aufmerksamkeit, ich äussere mich nicht mehr dazu.
schoso…
aber doch noch folgende gedanken:
in einem dieser blick filmli bezüglich des kokain konsums in den fan kurven werden folgende bemerkungen gemacht. sind ja mittlerweile einige filmli, selbst tuena durfte sich dazu äussern, zweifellos DER experte zu diesem thema…
:
- was machen die vereine für die prävention?
- die testergebnisse von den stadion wc‘s und wegen unseren persönlichen eindrücken aus den fankurven, müssen sich die clubs die frage gefallen lassen, ob sie genug im bereich drogenprävention machen.
dazu mal eine grundsätzliche frage im zusammenhang mit sportvereinen, hauptsächlich fussballclubs:
für was alles, und für welche gesellschaftlichen auswüchse überhaupt, sollen die fussballvereine eigentlich noch verantwortlich sein? es soll ja sogar leute geben, welche von den fussballvereinen selbst dann eine (mit-)verantwortung erwarten/verlangen, wenn krawalle ausserhalb von matchtagen und weit weg von den stadien stattfinden.
schon seit jahren besteht ja eine gewisse öffentliche tendenz/meinung, dass schulen/lehrer oder eben auch fussballclubs in die erziehungsverantwortung mit einzubeziehen oder gar alleine dafür verantwortlich sind. sie haben gefälligst moral und ethik zu vermitteln. ist in meinen augen ganz klar ein thema, welches in erster linie im elternhaus stattzufinden hat. aber selbst den intelligentesten, korrektesten, bemühtesten, besten und besonnensten eltern gelingt es nicht immer, ihre kinder auf den rechten weg zu bringen. spätestens ab dann sollen dann die schulen und fussballclubs übernehmen! nö…verstehe ich nicht! 
was macht übrigens die finanzindustrie gegen bzw. für ihre koksenden mitarbeiter? warum stellt blick diese frage nicht? vielleicht weil einige dieser leute an fussballspielen in der vip loge sitzen und auch an risikospielen alkohol konsumieren (dürfen) und einzelne sicher auch koksen während den spielen. alles leute, deren arbeitgeber einiges an sponsorengeldern generieren, ohne dass die clubs in der aktuellen form nicht finanzierbar wären. leute, welche an krawallen natürlich auch nicht beteiligt sind. sind das jetzt die "guten" oder zumindest gesellschaftlich akzeptierten kokser?
wenn irgendwann mal eine frau nach einem fussballspiel sexuell belästigt oder gar vergewaltigt wird von fussballfans, kommen unsere so korrekten, absolut fehlerfreien und selbstgerechten bürger sicher auch auf die idee, die fussballclubs dafür in die verantwortung zu nehmen!
zurück zum thema drogen in den fankurven: der signifikante zusammenhang zwischen kokainkonsum und krawallen bei fussballspielen ist sehr hypothetisch und von blick ziemlich konstruiert. auf jeden fall nicht durch irgendwelche studien oder erfahrungswerte gestützt. einmal mehr, eine rein mediale stimmungsmache! aber sie finden ein breites publikum, welches sofort zustimmt und jegliche, dementsprechende repressionen unterstützen und seien sie noch so wider den rechtsstaat. leider sind dass auch hier hauptsächlich leute, welche seit jahrzehnten - oder noch gar nie - in einem schweizer fussball- oder eishockeystadion waren.
und dass zürich, als grösste und wirtschaftlichste wichtigste schweizer stadt - und notabene finanzentrum - natürlich an der spitze der kokainkonsumenten steht ist eigentlich selbsterklärend. abgesehen von der stadt san galle, die stehen noch weiter oben im pro kopf kokain konsum. nicht im stadion, aber generell. aber da dürfte die hsg den grossteil dazu beitragen. eben, unsere wirtschaftselite und zukünftigen top banker/manager…
seit menschengedenken gab es noch nie eine drogenfreie gesellschaft. von irgendwoher hatten ja unsere vorfahren ihre göttlichen eingebungen. sogar bücher wurden darüber geschrieben und religionen erfunden nach deren gesetzen auch heute noch viele leute leben.
unten noch der blick beitrag mit tuena. für alle interessierten, 20 minuten die sich lohnen. aber natürlich nicht wegen mauro, sondern in erster linie (geiles wort im zusammenhang mit kokain...
) wegen dem sicherheitsexperten für hooliganismus maurice illi und auch ein wenig wegen frau glättli aka min li marti. die beiden gehen sehr sachlich an das thema. auch die ewige mär von «england und alles im griff» relativiert illi sehr schnell.
SVP-Nationalrat Mauro Tuena zu Prävention: «Ob Jugendarbeit reicht, da habe ich meine Zweifel»
aber selbstverständlich kann man in zukunft nur noch unbescholtene bürger, ohne strafregistereintrag und bestem leumundszeugnis, ins stadion lassen. im stadion hat man dann sicher die ruhe und stimmung wie bei rb leipzig. dafür noch mehr unruhe und lämpen im ausgang…ausser man sperrt die notorischen und unbelehrbaren querulanten für immer und ewig weg!
denn eines ist klar: man kann sehr wohl querulanten, krawallanten und drogenkonsumenten aus dem stadion, aber nicht aus der gesellschaft, verbannen!