Beiträge von snowcat

    <woltlab-quote data-author="Mirko" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>Ja, wenn man natürlich nur die Berichte, Fakten und Zahlen anschaut die einem selber in den Kram passen...</p><p><br></p><p>Fakt ist aber, es gibt Dutzende Virologen und hoch angesehene Wissenschaftler, welche es ganz anders sehen. Und die haben auch Zahlen zur Verfügung und können die womöglich sogar noch besser deuten. Und vor allem gibt es fast täglich irgendwelche neuen Erkenntnisse, weil das Virus noch immer ziemlich unbekannt ist.</p><p><br></p><p>Wenn man hier immer mit Schweden argumentiert, die haben eine Einwohnerdichte von 23 Personen / km2. Die Schweiz hat 207 / km2. Lässt sich eher vergleichen mit Grossbritannien (273 / km2), die haben ja bei Corona auch den Schweden-Weg probiert und sind gewaltig auf die Fresse gefallen...</p><p><br></p><p>Ich bin auch für eine gewisse Lockerung, auch in Restaurants. Dort könnte man z.B. eine Reservationspflicht einführen und die Daten der Gäste aufnehmen, im Sinne eines Contact Tracings oder so. Dass es im Sommer keine Konzerte und Fussball gibt, denke ich auch. Aber das ist mir eigentlich egal, ich gehe im Sommer sowieso lieber alleine in die Berge als an irgendwelche Massenveranstaltungen.</p></woltlab-quote><p>ist natürlich schoso. vor allem hat niemand alle zahlen, dafür müsste die ganze bevölkerung getestet und jeder tote obduziert werden. natürlich unmöglich.</p><p><br></p><p>daher nehme ich auch die ganz offiziellen zahlen von bag, bund, kantonen etc. also wenn diese gefakt sind, dann von offizieller stelle. und wenn sie es wären, müssten sie ja viel dramatischer daher kommen um die ganzen massnahmen zu rechtfertigen.</p><p><br></p><p>nochmals: diese zahlen stehen nämlich in einem krassen missverhältnis zu den ergriffenen und noch geplanten massnahmen!

    wenn das medikament mehr schaden anrichtet als die krankheit, dann stimmt einiges nicht. und diesen punkt haben wir schon längstens erreicht bzw. überschritten.</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    meine zahlen sind fakten, weil sie existenz und jederzeit überprüfbar sind. real existierende zahlen, also fakten. sie sind nicht fakten, weil sie meiner meinung entsprechen! nein umgekehrt, meine meinung habe ich, weil ich mir diese auf grund real existierender und jederzeit überprüfbaren zahlen gebildet habe. also auf grund von fakten.

    zahlen welche die zukunft und/oder eventualitäten betreffen sind IMMER annahmen. also (noch) keine fakten! egal von wem sie stammen!

    ist eigentlich ganz einfach! :nick:


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    <woltlab-quote data-author="Larry" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>Am Schluss sind wir dann schlauer. Ich hoffe heute wird der Laden wieder aufgemacht, aber richtig! Restaurants können nicht bis im Sommer warten, dann sind alle Konkurs! Für Sportveranstaltungen sehe ich aber weiterhin schwarz.</p></woltlab-quote><p>diejeniegen, welche wollen, sprich sich im netz informieren, die zahlen (welche überprüfbar sind, nicht irgendwelche vielleicht- evt.-oder gar phantasiezahlen eines immunologen!) selber interpretieren und nicht interpretieren lassen, sind jetzt schon schlauer...</p><p><br></p><p>sportveranstaltungen/konzerte werden leider noch monate, wenn nicht sogar das ganze jahr, tabu sein für zuschauer vor ort. restaurants werden wahrscheinlich frühestens anfang juni wieder öffnen.</p><p><br></p><p>wie gesagt, ist falsch! am 27.4. den laden wieder öffnen. zumindest so, wie es die letzten tage vor dem lockdown war bzw. wie es die ganze zeit in schweden war und ist! nochmals: die sterblichkeit und infektionsrate in schweden ist nicht tiefer, aber auch nicht höher als in der schweiz!</p>

    Höchste Todesrate in 24 Stunden

    Im Gegensatz zu seinen skandinavischen Nachbar hat Schweden auf einen vollständigen Lockdown verzichtet. Man darf im Land weiter in Restaurants und Cafés gehen, Schulen und Kindergärten sind ebenfalls nach wie vor offen. Öffentliche Versammlungen sind erst ab mehr als 50 Personen untersagt. Mittlerweile verzeichnet das Land aber über 1200 Todesfälle wegen des Coronavirus, allein in den letzten 24 Stunden starben 170 Menschen, was einer Rekordzahl entspricht. Schweden liegt damit deutlich über den Zahlen seiner Nachbarn. Norwegen zählt 150 Tote, Finnland 72 und Dänemark 309.

    Anders Wallensten, der stellvertretende Chefepidemiologe, sagte laut «Guardian», dass die Zahl der neuen Covid-19-Fälle jedoch allmählich abnehme und er «vorsichtig zuversichtlich» sei, dass Schweden sich dem Höhepunkt nähere.

    Schwedens Regierung appellierte bei den Bürgern an Eigenverantwortung. Gerade an Schulen und in Kinderkrippen wurde deswegen Kritik laut. Betroffene Familien und Schulmitarbeiter haben offene Briefe verfasst, in denen die Politik der Regierung als «inakzeptabel» beschrieben wird. Man würde das «Leben von Kindern, Verwandten und Mitarbeiter gefährden», hiess es.

    Bei einer Bevölkerung von 10,3 Millionen Menschen ist das eine fast dreimal höhere Sterblichkeit pro 100.000 Einwohnern als in Deutschland und liegt eher in einer Kategorie mit den USA oder der Schweiz. Allerdings ist diese Kennzahl wiederum deutlich niedriger als in Ländern wie Frankreich, Großbritannien, Spanien oder Italien.


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    <woltlab-quote data-author="Mushu" data-link="Corona und anderi Biersorte"><p>Gerade auf dem deutschen TV einen Imunologen gehört. Der erklärte, dass man das vergessen kann. Man darf in Deutschland mit einer Million Erkrankungen innert Jahresfrist rechnen. Sollte man sich um den Faktor 10 verschätzt haben, wäre man bei 10 Mio. <br>Es braucht aber 50 Mio, bis die Herdenimmunität erreicht wird ...<br>Und ob man nur 1x erkranken kann, ist auch noch nicht gesichert.</p><p><br></p><p>Und ob Schweden das grosse Los gezogen hat; werden wir noch sehen. Bin da noch skeptisch. Immerhin haben sie heute schon die meisten Toten der skandinavischen Staaten.</p><p><br></p><p>Aber trotzdem; bin auch für raschere und breitere Rückkehr in normalere Zeiten. Aber Profi-Fussball, -Eishockey, Konzerte usw. werden wir noch monatelang nicht live sehen können. Und Sommerferien auf Malle werden wohl auch nicht ...</p></woltlab-quote><p>das sind doch genau die panikmacherzahlen, welche sich nicht mal ansatzweise belegen lassen. sind reine spekulationen.</p><p><br></p><p>was sich aber sehr wohl belegen lässt, sind die bisherige anzahl und art der toten. prozential ist es im 0,0x bereich. ALLE, AUSNAHMSLOS sind risikopatienten, die meisten sogar ü80. kein einziger gesunder ist am virus gestorben. keiner! unsere spitäler sind leerer als zur vorcorona zeit. aber schon wird panisch vor der zweiten welle gewarnt, welche noch schlimmer werden soll!</p><p><br></p><p>und das sind die fakten, seit wir vom virus wissen. hat sich nicht geändert seither, auch nicht tendenziell. da musst du dich nicht wundern, wenn ich solche millionenzahlen nicht mehr ernst nehme. zumindest solange nicht, bis sich auch nur ansatzweise ein trend in diese richtung zeigt oder gar gesunde und junge leute am virus sterben werden!</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Mirko" data-link="RE: Corona und anderi Biersorte"><p>Man glaubt immer dem Experten und sucht einen, der die eigene Meinung vertritt... Andere Experten sehen es ganz anders:</p><p><br></p><p><a href="https://www.n-tv.de/politik/Virolo…le21710079.html">https://www.n-tv.de/politik/Virolo…le21710079.html</a></p><p><br></p><p>Ich weiss auch nicht, welcher Weg der richtige ist. In Schweden klappt es offenbar, aber Grossbritannien hat es ja auch mit Herdenimmunität versucht, das Resultat ist bekannt...</p></woltlab-quote><p>das ist irgendwann sicher so. aber zu beginn lese ich mich intensiv durch ein thema, durch die unterschiedlichsten meinungen. langsam aber sicher kristallisieren sich dann fakten heraus, welche nachvollziehbarer, logischer und vor allem überprüfbarer sind, als alles andere was man sonst liest/hört/sieht.</p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <p>talk täglich heute sackstarck!</p><p><br></p><p>beda stalder, prof. immunologie sagt dass, was ich schon seit 2 wochen sage: risikopatienten noch unter quarantäne halten, alle anderen raus, schnell, sofort! herdenimmunität ist das stichwort. dann sind wir in wenigen wochen/monaten durch! machen wir weiter wie bis jetzt geht die ganze scheisse noch bis zu drei jahren!</p><p><br></p><p>auch klare worte von professor eichenberger, ökonom: wir haben das grösste politikversagen seit 1945, weltweit. hat damit zu tun, dass die regierungen mit den statistiken nicht ehrlich waren. die statistiken, welche sie brauchen sind schlicht unbrauchbar und deshalb auch völlig untauglich als entscheidungsgrundlage!</p><p><br></p><p>ja, ich fühle mich immer noch verarscht, je länger, desto mehr!

    auch interessant:</p><p><br></p><p><a href="

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    </a></p><p><br></p><p><br></p><p>ps. ich verurteile jetzt nicht im nachhinein den bundesrat. nachher ist jeder schlauer. aber ich verurteile die momentane politik, welche in die völlig falsche richtung geht. heute weiss man bedeutend mehr als noch vor 1-2 monaten.

    die gewinner werden die schweden sein. nicht mehr tote, aber der wirtschaftliche schaden massiv geringer als unserer! wobei gewinner in dieser situation natürlich das falsche wort ist. sagen wir so: sie werden bedeutend weniger verlieren!</p>

    <woltlab-quote data-author="Mushu" data-link="Re: Der GC-Fred"><p><a href="">http:// https://welovefootball.news.raiffeisen.ch/grasshoppers/5…-gc-dna-spueren</a></p>
    <p><br></p>
    <p>Was ist die GC-DNA?</p></woltlab-quote><p>welche meinst du? die vor 2003 dna oder die nach 2003 dna?</p>
    <p><br></p>
    <p>die vorher war: arrogante geldsäcke</p>
    <p><br></p>
    <p>die nachher: chaos und loser dna, welche sie selber aber nie akzeptierten und all die jahre im irrtum lebten, es gelte immer noch die vor 2003 dna</p>
    <p><br></p>
    <p>ab 2020: siehe vor 2003...<img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/rofl.gif" class="smiley" alt=":rofl:" height="15"></p>
    <p><br></p>
    <p><br></p>
    <p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    NZZ am sunntig:

    Einmal Heugümper, bitte

    Die Grasshoppers sind zu einem Investment der Chinesin Jenny Wang geworden. Die Frau war bisher vor allem als Kunstliebhaberin bekannt; was sie nun im Fussball will, bleibt wie so manches an diesem Deal im Dunkeln. Doch GC soll zu alter Grösse zurückfinden. Von Stephan Ramming

    Wo liegt Schanghai? Wo ist Hongkong? Irgendwo auf einer Landkarte, weit weg. Der GC-Campus aber liegt in Niederhasli, auf der äussersten Parzelle des Gemeindegebietes zu Dielsdorf. Ein dünnes Rinnsal namens Furtbach bildet die natürliche Grenze zwischen den zwei Gemeinden am Fusse von Regensberg. Wer von Dielsdorf den Furtbach entlang spaziert, kommt direkt zum GC-Campus. Hongkong, Schanghai, alles weit weg vom Campus und dem Zürcher Grasshopper Club. Wegen der Corona-Pandemie gibt es zurzeit keine Flugverbindung nach Hongkong oder Schanghai, es könnten Orte auf dem Mond sein in diesen Tagen. Einerseits.
    Andererseits ist Hongkong ganz nah, seit am Gründonnerstag András Gurovits den ­Verkauf der Grasshoppers an eine Firma in Hongkong bekanntgegeben hat. Die Firma trägt den Namen Champions Union HK Holdings Limited. Das tönt seriös und gleichzeitig verlockend, nach Fussball, nach Champions League. Champions ist Englisch und ­bedeutet Sieger, die Wurzel des Wortes liegt im lateinischen Campus, das offene Feld, der Kampfplatz. Campus, so heisst auch die Trainingsanlage von GC.
    Wörter sind global, die Wirtschaft ist global, Pandemien sind es. Fussball ist schon lange global, von Niederhasli bis Hongkong.

    Im Bett in Schanghai

    In Schanghai wohnt Frau Jenny Wang Jinyuan. Frau Wang ist die Besitzerin der Firma Champions Union HK Holdings Limited. Die Firma ist in Hongkong eingeschrieben. Gerne wäre Frau Wang in die Schweiz gereist, aber das geht gerade nicht. Frau Wang kann deshalb nicht erklären, weshalb sie die Grasshoppers gekauft hat, was sie für Ideen hat, was der Sinn und was der Zweck ist, in Schanghai zu leben, in Hongkong eine Firma zu gründen und in der Schweiz einen Fussballklub zu besitzen. Bekannt ist aber: Wenn Frau Wang am Morgen in ihrem Bett in Schanghai die Augen aufmacht, sieht sie eine kleine Fotografie von Wolfgang Tillmans. Das hat sie in einem Interview mit dem Kunstsammler-Portal «Larry’s List» erzählt. Die Fotografien von Wolfgang Tillmans gehören zum Teuersten, was es in der Kunst zu kaufen gibt.
    Frau Wang soll den alten GC-Geldgebern Peter Stüber und Stephan Anliker für ihre Aktien einen einstelligen Millionenbetrag ­gezahlt haben, 90 Prozent der Aktien gehören nun ihr. Von den übrigen 10 Prozent liegt ein Teil in einer Stiftung, der Gurovits vorsteht. Der Stiftungszweck besteht darin, die Namensrechte und Geldflüsse zu kontrollieren und ein Vorzugsrecht bei einem Weiterverkauf zu sichern. GC solle GC bleiben, sagt Gurovits. Er hat Frau Wang noch nie gesehen, noch nie gesprochen. Er ist froh, dass GC die finanziellen Sorgen los ist, gerade jetzt, in diesen schwierigen Zeiten. Die neue Besitzerin hat ein Papier unterschrieben, in dem sie sich für zehn Jahre verpflichtet, Gutes zu tun. Gurovits wird als Vizepräsident im dreiköpfigen Verwaltungsrat Einsitz nehmen. Er will achtgeben, dass das Geld fliesst, wenn es fliessen muss. So ist es abgemacht.

    Wohlfahrt, Bildung, Kultur

    Jenny Wang hat drei Kinder. Früher war sie in Schanghai eine bekannte TV-Nachrichtensprecherin, dann hat sie geheiratet. Seither ist Guo Guangchang ihr Gatte. Guangchang ist Geschäftsmann und hat im Laufe seiner Karriere nicht nur die Nachrichtensprecherin Jenny Wang geehelicht, sondern ein riesiges Geschäftsimperium aufgebaut und viele Milliarden Dollar verdient. Fosun heisst Guangchangs mächtige Firma, die in der ganzen Welt investiert und Beteiligungen hält. Wer aber in China grosse Geschäfte macht, muss sich mit der Regierung auf guten Fuss stellen.
    Guo Guangchang sass einmal während vier Tagen bei der Polizei unter Arrest. Als er wieder freikam, schrieben die Zeitungen, dass der Ehemann von Jenny Wang den Untersuchungsbehörden geholfen habe, eine ­Korruptionsaffäre aufzudecken. Auch wer in China viel Geld besitzt, tut besser Gutes. ­Guangchang hat eine Stiftung gegründet, die Fosun Foundation. Die Vorsitzende ist Jenny Wang. Die Stiftung unterstützt Projekte in der Bildung, in der Wohlfahrt, in Kultur und Kunst. Frau Wang liess in Schanghai ein prächtiges Kulturzentrum an bester Lage erbauen, in Madrid, New York, Mailand oder Hongkong gehören der Fosun Foundation Immobilien. In Niederhasli besitzt Frau Wang seit kurzem die Fussballfelder und den Grasshopper Club Zürich.
    «Gutes tun» kann in China unter vielem auch bedeuten, Fussballklubs zu kaufen. Der Präsident Xi Jinping hat gesagt, sein Land werde bald, sicher aber in der ersten Hälfte des Jahrhunderts Fussballweltmeister. Dieser Vision gilt es zu folgen in China. In den ­Schulen üben die Kinder fleissig. Und grosse Konzerne kaufen auf der ganzen Welt Fussballvereine. Inter Mailand, Atlético Madrid, Southampton und viele mehr gehören reichen ­Chinesen. Guo Guangchang gehören die ­Wolverhampton Wanderers in der englischen Premier League. Seiner Frau gehört nun GC in der Schweizer Challenge League.
    Weshalb GC? Weshalb kein anderer Klub, in England, Österreich, Liechtenstein oder anderswo? Shqiprim Berisha ist ein grosser Bewunderer der Grasshoppers. Berisha war früher selber Fussballer, für den FC Luzern hat er gespielt, und wenn er gegen die Grasshoppers antreten durfte, dann zitterten ihm jeweils die Knie vor Ehrfurcht. Shqiprim Berisha, den die Kollegen der Einfachheit halber «Jimmy» nennen, ist der neue Managing Director der Grasshoppers. Berisha erzählt am Telefon, dass er schon lange innig mit GC verbunden sei. Er war Spielervermittler, und so kam es, dass er sich manchmal auch mit Jorge Mendes unterhielt, dem grössten Spielervermittler der Welt. Mendes wiederum ist eng verbunden mit Guangchang, viele Spieler in Wolverhampton sind seine Klienten, und ­Guangchangs Firma Fosun ist umgekehrt Teilhaberin an Mendes’ Firma Gestifute.
    Also holte Shqiprim «Jimmy» Berisha Erkundigungen ein, er nahm Samuel Haas ins Boot, einen ehemaligen GC-Junioren, der nun der neue GC-Generalsekretär ist. Berisha knüpfte Kontakte, hinauf bis zu Guangchang und seiner Ehefrau Jenny Wang. Im letzten Oktober stellte Heinz Spross, ein alter GC-Geldgeber, Berisha und Haas dem GC-Anwalt Gurovits vor. Ein knappes halbes Jahr später ist Berisha am Ziel, der Deal steht. Erich Vogel, das 81-jährige GC-Urgestein, hat für seinen alten Schulkameraden Peter Stüber ein dickes Dossier verfasst, in dem Vogel die Vorteile des Geschäftes lobt, damit Stüber seine Aktien hergibt. Stüber, der 81-jährige Autohändler und Mäzen der Tonhalle, ist einverstanden. Stephan Anliker, der Architekt aus Langenthal, ebenfalls. Erich Vogel sei eine Legende im Schweizer Fussball, sagt Berisha, und Heinz Spross sei ein Ehrenmann.
    Berisha hielt am Donnerstag im Café des GC-Campus eine Ansprache vor den Angestellten. Neben ihm stand Haas, auch der neue Marketing- und Kommunikationschef Adrian Fetscherin war da, erst vor zwei Wochen verpflichtet. Am Ende seiner Ansprache klatschte Berisha in die Hände, die Versammelten klatschten mit. Wahrscheinlich rief einer «Hopp GC!», als wären sie eine Fussballmannschaft vor einem Spiel. Nur der neue Präsident war nicht anwesend.

    GC aus dem Hintergrund führen

    Es hätte ihm gefallen. Er spielt selber Fussball. Sky Sun heisst der neue GC-Präsident. Sun weiss wahrscheinlich noch wenig über den Furtbach oder den schönen Spaziergang den Grenzverlauf entlang hinauf nach Dielsdorf. Sky Sun hält sich wie Jenny Wang derzeit in Schanghai auf, Corona. Sun wird aber baldmöglichst in der Schweiz eintreffen. Er sagt, er wolle sein Amt aus dem Hintergrund führen. Ob er in Zürich oder in Niederhasli wohnen wird, hat er noch nicht entschieden.
    Sun war bis vor kurzem Vizepräsident in Wolverhampton. Nun sagt er, dass Wolverhampton für GC ein Klub sei wie jeder andere in Europa. Eigentlich verbietet die Uefa, dass einem Besitzer mehr als ein Klub gehören darf. Frau Jenny Wang und Herr Guo Guangchang sind zwei verschiedene Besitzer, auch wenn sie möglicherweise im gleichen Bett die Augen aufmachen und an der Wand die kleine Fotografie von Wolfgang Tillmans sehen.
    FC Aarau heisst der nächste Gegner der Grasshoppers. Auf dem Papier zumindest, aber vielleicht kommt die Zeit, dass dieses Spiel stattfinden wird. Der FC Aarau ist der Klub aus der Hauptstadt des Kantons Aargau, die Partie wird voraussichtlich im Stadion Letzigrund in Zürich ausgetragen, die Adresse lautet Badenerstrasse 500, Stadtkreis 3. Sollten Frau Jenny Wang oder Herr Sky Sun oder Guo Guangchang dies alles nicht bereits wissen, werden sie es spätestens dann in Erfahrung gebracht haben. Man kann es jetzt schon nachschauen, irgendwo auf der Welt, auf einer Landkarte, in Hongkong, in Schanghai.


    Der GC-Verkauf spiegelt den Zustand der Schweizer Wirtschaft. Die Schweiz im Ausverkauf. Eine Schadenskizze

    «Ach, ein historischer Moment mit dem GC», ruft Klaus J. Stöhlker ins Telefon. «Das ist der Notverkauf eines Vereins, den die Kraft verlassen hat.» Sein halbes Leben lang beriet der heute fast achtzigjährige Stöhlker die heimische Elite in Public Relations. Er war das papageifarbige Einstecktuch im dunklen Anzug der Schweizer Wirtschaft. Jetzt hält er die heiter-melancholische Grabrede: «Die alte Elite gibt es nicht mehr. Der eine Teil ist ­aufgestiegen in die globalisierte Welt. Das ist die A-Schweiz. Der andere Teil ist abgestiegen ins Gewerbliche. Entschuldigen Sie, ich nenne das die B-Schweiz.»
    GC war der Sportklub der alten Schweizer Miliz-Elite. Bürgerliche Männer, aktiv im Freisinn, im Militär und in der Wirtschaft, setzten sich auf die Tribüne des Hardturms, trafen sich in den Gönnervereinigungen und pflegten über den Mitgliederbeitrag ihr persönliches Netzwerk. GC war kein klassischer Fussballklub, sondern ein Serviceklub, in dem zufällig Fussball gespielt wurde.
    Das Modell funktionierte so lange, bis sich das Land globalisierte. Nach dem Ende des Kalten Krieges begann die Schweizer Wirtschaft, die neuen, internationalen Möglichkeiten zu nutzen. Nationale Institutionen verloren dabei an Bedeutung. Die alte freisinnige Elite implodierte um die Jahrtausendwende bei dem Versuch, die Swissair zu globalisieren. Und im Grasshopper-Club übernahmen zur gleichen Zeit mit Fritz Gerber (Roche, Zürich Versicherung) und Rainer E. Gut (Credit Suisse, Nestlé) zwar noch einmal die Männer der alten Ordnung. Aber das war nur der Schwanengesang. Eine neue Zeit hatte begonnen.
    Um im Bild zu bleiben: GC hatte jetzt zwei Möglichkeiten, aber es wurde nicht ein A-GC, sondern ein B-GC. Die folgenden Präsidenten stammten aus der lokalen Baubranche oder aus dem mittleren Bankkader, zu­letzt kannte niemand mehr ihre Namen. Im vergangenen Jahr stieg GC in die Zweitklassigkeit ab, aber der Präsident sprach von der Champions League.
    Klaus J. Stöhlker sagt: «Ich sehe doch die Tragödie. Das Schweizervolk glaubt bis heute, die Welt zu sein. Das ist unser Herrenwesen. Aber es stimmt nicht mehr.» Dann zitiert er aus dem Leitbild des Klubs: «Die langfristige Optik ermöglicht GC, (…) Vorreiter zu sein für künftige Strukturen und Lösungen.» Ach, habe er gelacht, sagt Stöhlker. «Das sind sie jetzt völlig unverhofft wieder – mit China.»
    Die Übernahme von GC scheint den Zustand der Schweizer Wirtschaft ziemlich präzis zu spiegeln. Zu diesem Schluss kommt, wer mit Tobias Straumann spricht, Wirtschaftshistoriker an der Universität Zürich und Kolumnist der «NZZ am Sonntag». Er nimmt die Bankenbranche als Beispiel und sagt: «In unseren Regionalbanken arbeiten fast nur Schweizer. Und in unseren internationalen Grossbanken dominieren in den obersten Chargen die Zugewanderten. Es sind zwei verschiedene Welten entstanden.» Straumann beobachtet an der Universität, wie auffällig viele Schweizer etwa Jura studieren oder nachher in die Verwaltung wechseln, um sich vor der internationalen Konkurrenz zu schützen.
    Und so sind viele Institutionen der alten Schweiz heute entweder raiffeisisiert, geführt von einheimischen Regionalfürsten, oder globalisiert, ge­führt von ehrgeizigen Ausländern. Chinesische Investoren etwa suchen gezielt nach Einfluss in der Welt. Sie kauften zuletzt allein in der Schweiz: Agrarkonzerne (Syngenta), Maschinenhersteller (Saurer), Hotels (Palace, Luzern), kurzum: Infrastruktur. Ein Fussballklub ergänzt das Portfolio. Er ist eine emotionale Infrastruktur.
    Die Gefahr dieser neuen, zweigeteilten Schweiz, ist eine zunehmende Verständnislosigkeit für die jeweils andere Seite: Bekanntestes Beispiel dafür ist die Masseneinwanderungsinitiative der SVP, die im Februar 2014 angenommen wurde. Tobias Straumann sagt: «Hier handelte es sich – zumindest teilweise – um eine Revanche der einheimischen Mittelschichten an der neuen, globalisierten Elite.»
    Wenn schon in der Wirtschaft das nationale Verständnis für globale Unternehmen abnimmt, wird interessant zu beobachten sein, was im Sport passiert. Für einen Fussballklub ist die lokale Identität alles – so lange er die fehlende Identität nicht durch globalen Erfolg kompensieren kann. Bei den Grasshoppers erachtete man es lange als Problem, dass einer der Eigentümer nicht aus Zürich, sondern aus Langenthal kommt. Er hiess Stephan Anliker. Jetzt kommt die Eigentümerin aus Hongkong. Sie heisst Jenny Wang.
    Zum ersten Indikator wird die erneute Abstimmung über das neue Hardturmstadion, die we­gen des Coronavirus nicht im Mai stattfindet, sondern später. Roger Schawinski, der grosse Schweizer Medienpionier, setzte sich bei der letzten Abstimmung in der ersten Reihe für das Stadion ein. Jetzt sagt er: «Dieser Notverkauf ist tragisch. Und für die Abstimmung sicher kontraproduktiv. Der Ruf der Chinesen hat sich in den vergangenen Wochen ja nicht verbessert.»
    Schawinski war Sponsor von GC, als man sich von dem Klub noch etwas erhoffte. Inzwischen glaubt er nicht mehr an dessen Ausstrahlung. «Die gesellschaftliche Bedeutung hat massiv ab­genommen», sagt er.
    Der Grasshopper-Club hat die alte Schweiz verlassen, er kann nicht mehr zurück. Und was die neue Welt bringt, weiss er noch nicht.
    Samuel Tanner

    Jetzt, wo es nur noch einen Zürcher Verein gibt könnten sich ja die Banken oder Versicherungen auf ein Sponsoring einlassen. Oder es kommt der FC RB Zürich ...

    Mit Canepa gebe ich dir recht. Da gibt es kein Vorwärtskommen mehr. Knappes Mittelmass ist das Höchste der Gefühle; Tendenz sinkend.

    Aber mehr will man ja in Zürich gar nicht ...

    Upps; wir müssen in ein anderes Kapitel wechseln ...


    doch, doch! aber wir sind halt bezüglich (möglichen) zuschauerzahlen realisten, keine phantasten...:nick:

    zurück zum thema: selbst wenn die chinesen ihr ding in zürich durchziehen, selbst wenn niedelhasli wieder an die nationale spitze kommt, selbst dann wird der club in der stadt zürich keine begeisterungsstürme auslösen oder gar die massen bewegen. auch nicht in einem neuen stadion. auch die chinesen werden schnell merken dass niedelhasli eine reine geldvernichtungsmaschine ist. da kommt genau nix zurück!
    und dann bin ich mal gespannt!

    Zitat von rouge+jaune-1939

    1. spiel nach dem wiederaufstieg, oder so.... :winke:


    das war DIE ausnahme und man musste mich doch eine zeit bearbeiten! hat sich aber gelohnt. zum ersten mal im sektor d, 2:0 züri, 20‘000 zuschauer, mind. 13‘000 davon fczler! :geil:


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    Zitat von Larry

    Chum jetzt Roli....auf eine Büchse Bier mit Biitli und anderen GC Fans in der "entmilitarisierten Zone" zwischen Schlachthof und Kiosk :bier: . :mrgreen:


    ich kann dort auch bier trinken ohne derby! dann einfach nicht mit bitli, aber das mach ich vor der lions bar! :rofl:

    ausserdem gehe ich nie, wenn niedelhasli das heimrecht hat. bringe denen garantiert kein geld...:mrgreen:


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    Zitat von Larry

    Wie ich es schon immer gesagt habe.....

    Freue mich auf jeden Fall bereits wieder auf Derbys auf Augenhöhe, denn kein Spiel bringt mehr Emotionen als das Stadtrivalenderby!


    mir wären armenische oder tschadschickische investoren auch lieber gewesen fürs pack. aber kann man sich halt nicht aussuchen.

    und das derby brauch ich so wie das coronavirus...:mrgreen:


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Zitat von Reto

    Das heisst, ich muss Mitleid mit den Leuten haben, weil sie mal ein paar Wochen!!! so leben müssen wie ich? [emoji23]


    exakt erfasst!

    aber du wirst - im gegensatz zu uns - glänzend von deiner family unterhalten! sonstiges social life daher komplett unnötig bzw. sogar stressig und deinem lebensrhythmus total kontraproduktiv. du brauchst bestenfalls ruhe und schlaf am abend! :rofl:


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk


    Was ich noch sagen wollte, zu einem Beitrag von dir ganz am Anfang:

    Was denkst du, ist momentan weniger stressig?
    Das Leben mit vier Kindern (zwar mit Haus und Garten) oder die traute Zweisamkeit, mit weniger Ausflügen und Partys? Dafür mir allen Möglichkeiten, die man heute von zu Hause aus hat.


    keine frage! schon beim schreiben meiner zeilen habe ich mir deine situation vorgestellt: 4 kinder in homeschooling und 2 eltern in homeoffice...:rofl:

    nö, danke! möchte nicht tauschen! häsch gunne! :rofl:


    Zitat von Reto


    Der wichtigste Unterschied ist wohl, dass ich mein Leben weniger einschränken muss, weil ich auch sonst (momentan) keine Zeit für viele dieser Freizeitveranstaltungen habe ;)


    eben, DAS ist wohl genau der unterschied von dir zu mir und dein unverständnis für leute, welche ihr social life brutal vermissen! social life, nicht party und saufen...:rofl: