Beiträge von snowcat

    19 Millionen Marktwert trotz Abstieg: FCZ wäre in der Super League noch immer Vierter

    http://blick.ch/5254994?utm_so…n=blick_app_iOS

    wobei der wert noch etwas sinken wird, wenn buff, sadiku und grgic auch weg sind...

    aus watson heute:

    FCZ-Grgic wohl zu Stuttgart
    Der VfB Stuttgart möchte die Mission «Wiederaufstieg» in die 1. Bundesliga mit einem jungen Schweizer angehen. Der 19-jährige Mittelfeldspieler Anto Grgic vom FC Zürich soll kommen, die Gespräche seien schon weit fortgeschritten, heisst es. (ram)

    Zitat von ZSC/DEGShanahan

    Und die Gerechtigkeit hat wenigstens etwas gesiegt. Gewinnt man mal nicht wie gegen Rumänien mit einem Weitschuss oder gegen Albanien mit Glück und dann noch gegen Irland mit einem knappen Ergebnis sowie bleiben die Elfmeter und ein Fehler von einem Torwart aus, dann gibt es die längst verdiente Niederlage der Franzosen. Aber auf der anderen Seite, dem Modus geschuldet ist jetzt der Vorrunden Dritte einer schwachen Gruppe mit Nullnummern und schwachen Ländern Europameister.

    Ich kann mich dem Journalisten nur anschliessen mit dem Bericht dort oben. Ganz ganz schwaches Turnier.

    ZSC/DEGShanahan


    sehe ich in etwa so wie du. ausser vielleicht den franzman penalty gegen deutschland. dieser gehört ja klar in die kategorie "kann man geben". die hand war am ball...und penalties aus dieser kategorie sind nun mal nicht vom schiri erfunden, sondern vom spieler - ob gewollt oder nicht - provoziert oder zumindest (mit-)verschuldet!

    womit wir bei meinem persönlichen highlight dieser spiele sind: die schieds- und linienrichter. schlicht überragend! mit einer derart tiefen fehlerquote die kein einziger fussballer auch nur annähernd erreicht!

    mein zweites highlight: oliver kahn! während seiner aktivzeit einer meiner grössten feindbilder im fussball, als analytiker aber ebenso überragend wie die schiris. und seine selbstironie mit der er die spiele analysiert, isch schlicht und einfach sympathisch. hilft natürlich sicher, einen comedian an der seite zu haben.

    aber es mutet schon sehr speziell an, wenn eine mannschaft in einem turnier von 7 spielen gerade mal ein einziges spiel nach 90 minuten, aber trotzdem das turnier gewinnt!

    aber ich könnte nicht mal sagen, dass die portugiesen den titel nicht verdient haben. ich kann allerdings auch nicht von einem verdienten titel sprechen. wahrscheinlich ist es einfach der sieger, der so einem turnier würdig ist! der sieger, den dieses turnier verdient hat!

    aber solche antifussballer wie die griechen 2004 sind dann die portugiesen glücklicherweise doch nicht.


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    Zitat von Mushu

    Vielversprechende Talente wurden unter dem ehemaligen Nachwuchstrainer, der dann die erste Mannschaft übernehmen durfte, systematisch vergrault und vertrieben. Erst unter dem wenig geliebten/geschätzten Finnen wurden wieder Nachwuchstalente integriert und gefördert


    dieses tatsächlich vorhandene problem wurde definitiv erkannt:

    http://www.fcz.ch/de/profis/news.htm?id=3760

    wie lösen es allerdings ohne das finnische trainertalent... :nixwiss:


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    Zitat von ZSC/DEGShanahan

    Wenn das nicht an die Wand spielen ist, wann dann ?


    heute ist dein glückstag, nicht nur favre auch die nzz am sonntag ist auf deiner seite! :wink:

    "Und es gab die neunzig Minuten von Marseille, als der Weltmeister den Gastgeber teilweise an die Wand spielte und trotzdem verlor".


    Aufgeblasenes Turnier

    Diese EM war eine der schwächsten überhaupt. Das hat mit dem Modus zu tun, der die Vorrunde zur verlängerten Qualifikation macht.

    Ein Monat ist vergangen, seit das Turnier angepfiffen wurde; ein Monat, in dem der Fussball seine Schlagzeilen selbst dann bekam, als die Briten sich entschieden, nicht mehr zu Europa zu gehören. In diesen vier Wochen wurden mehr als 50 Spiele ausgetragen, es war ein Turnier, das die Dimensionen im europäischen Fussball einmal mehr verschob.

    Die EM umfasst ziemlich genau die Zeitspanne einer Weltmeisterschaft. Man mag darin einen Zufall oder Absicht erkennen – sicher ist, dass die sportliche Substanz auf dem Kontinent nicht genügt, um ein Turnier auf hohem Niveau zu garantieren, vielmehr ist die Endrunde des Jahres 2016 eine der schwächsten in der Geschichte des Wettbewerbs. Zwar gefiel sich die Uefa darin, von einem Turnier mit gutem Fussball zu sprechen, doch wenn dies hochklassiger Fussball gewesen sein soll, dann möge die Technische Kommission darlegen, wie mittelmässiger Fussball aussieht.

    Man muss kein Purist sein, kein Nostalgiker und erst recht kein Reaktionär, um sich den Status quo ante mit 16 Teams zurückzuwünschen – jene Grösse, die für den europäischen Fussball genau richtig ist. Klein genug, um einen harten Wettbewerb zu garantieren, aber noch gross genug, dass auch ein guter Aussenseiter den Weg an die Endrunde findet. So wurde die EM zum attraktivsten Fussballturnier, und deshalb genügt es, einfach nur guten Fussball zu mögen, um den Wunsch nach Rückkehr zum alten Modus zu rechtfertigen.

    Man blicke einmal zurück auf jene Spiele, die von der EM 2016 in Erinnerung bleiben werden. Da gab es den Match von Belgiern und Italienern; den der Italiener gegen die Spanier. Sie waren intensiv, sie hatten Thrill, Finesse und Klasse. Da gab es das Elfmeterverschiessen der Deutschen und der Italiener, eine Darbietung, die in ihrer Melange aus Tragik und Komik Erinnerungswert weit über das Turnier hinaus haben wird. Und es gab die neunzig Minuten von Marseille, als der Weltmeister den Gastgeber teilweise an die Wand spielte und trotzdem verlor. Ein paar wenige Augenblicke von einem Turnier, das berechenbarer war als jedes zuvor. Selten war es einfacher, einem Gastgeberteam die Favoritenrolle zuzuschieben, selten lag dies aber weniger an der sportlichen Qualität einer Equipe als am Modus: Der Weg in den Final über Aussenseiter und mit nur einer ernsten Prüfung war gewissermassen vorgezeichnet.

    Den Favoriten war ein frühes Ausscheiden so gut wie unmöglich. Selbst ein Fehlstart war wegen der Qualifikation von vier Gruppendritten für den Achtelfinal mühelos reparierbar. Die Vorrunde wurde deshalb zur verlängerten Qualifikation. So gehörten die Momente des Zitterns den Aussenseitern. Es gibt jene Fussballfreunde, die die Endrunde als ein Partizipationsmodell sehen. Stellt man allerdings die Frage, für wen dieses Modell gedacht sein soll, dann gerät die Gegenseite plötzlich in Erklärungsnot.

    Auch gibt es Verfechter, die einwenden, dass hier wenigstens noch Aussenseiter für Überraschungen sorgen können, anders als in der Champions League. Wenn aber so argumentiert wird, dann ist es kein Fussballturnier mehr, sondern eine Folklore-Veranstaltung. Und man könnte sich auch fragen, ob nicht einmal über die Champions League nachgedacht werden sollte – und was deren Dominanz für nationale Ligen und somit die Substanz des europäischen Fussballs bedeutet. Eine EM sollte mehr sein als ein Heilmittel für einen langweilig gewordenen Klubwettbewerb.

    Manchmal verdeutlichen Anekdoten, wie es um eine Sache bestellt ist. So empörte sich neulich im Pressezelt ein Journalist, die Kollegen sollten endlich einmal kritisch an die Franzosen herangehen. Es könne doch nicht sein, dass diese den Isländern in einer Halbzeit vier Tore einschenkten, wo die Nordmänner doch so viel für das Image dieser EM getan hätten. Das Netz sei empört darüber, wie die Gastgeber mit den Isländern umgesprungen seien. Man muss nur einen Augenblick innehalten, um zu verstehen: Es muss weit gekommen sein, dass so etwas passieren kann.

    Zitat von ZSC/DEGShanahan

    Tja, ganz groß aufgespielt und doch verloren. Eine Niederlage für den Fussball und die Krönung für die äußerst schwache Euro. Wenn sich Teams wie Nordirland etc. hinten rein stellen, überhaupt kein Problem. Wenn ich aber die Italiener oder gestern die Franzosen sah, außer in den ersten 10 und in der 2. Hälfte in den ersten 5 Minuten, die sich nur noch hinten reinstellen mit den Stars, da frage ich mich, ist das die Zukunft des Fussballs


    auch dir lieber deg/shanahan gibt favre recht! und lulu als referenz ist wirklich nicht ohne... :nick:

    aus dem spiegel interview:

    Favre: Aber sie haben immer versucht, Fußball zu spielen, haben sich Chancen herausgearbeitet. Was hat denn Frankreich gespielt? Es hat nur in den ersten zehn Minuten versucht zu attackieren, danach habe ich nur noch Deutschland am Ball gesehen. Frankreich hat einen sehr realistischen Fußball gespielt, ohne viel Glamour.


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    Zitat von larlf

    Wasi nöd chan ernst neh, sorry Rolli, dass es au nur 1 einzelne Star git, wo nöd EM/WM wett gwünne!!!


    de favre gsehts au eso. aber villicht hät er mich au eifach zitiert. mis post isch ja vor sim interview erschiene! :floet:

    favre:

    Diese Motivation haben viele Spieler aus den Topteams nicht aufbringen können.


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    Zitat von larlf

    als zueschauer isch spektakel logisch besser, aber wänn wähle muesch zwüsched:
    schön spiele, gägner dominiere + defür verlüre oder hine ine stah + defür gwünne, dänn entscheid ich mich immer für gwünne.
    wie en titel gwunne häsch, das interessiert bald mal nüme...


    de favre und ich gsehnd das anders...und ganz vill anderi (au profitrainer, lienen äusserte sich ja bereits letzte woche) au!

    https://youtu.be/yKbmQyn5-jE

    wie ich ja scho letscht wuche gschribe han: e fürchterlichi em! und sie isch käs gramm besser worde i de ko rundi! aber das hät gründ!

    und de final fra-por löst bi mier in etwa die gliche emotione us wie darmstadt-leverkusen oder thun-vaduz. aber luege wird ich en natürli glich...

    us em spiegel:

    Lucien Favre über die EM

    "Das war ein Horror"

    Die meisten Spiele der Fußball-EM waren unfassbar langweilig, schimpft Ex-Bundesligatrainer Lucien Favre im SPIEGEL-Interview. Er sagt einen "großen Knall" voraus - weil die Fans bald die Nase voll haben. Ein Interview von Rafael Buschmann

    AFP
    Lucien Favre , ein Trainer mit Hang zum Offensivfußball, führte Borussia Mönchengladbach 2015 in die Champions League. In der kommenden Saison betreut der 58 Jahre alte Schweizer den französischen Erstligisten OGC Nizza.

    SPIEGEL: Herr Favre, wenn Sie es sich hätten aussuchen dürfen: Welche Mannschaft hätten Sie gern bei diesem Turnier trainiert?

    Favre: Diese Frage habe ich mir nie gestellt. Und ich muss ehrlich sagen: So reizvoll fand ich das Turnier nicht.

    SPIEGEL: Haben Sie sich etwa gelangweilt?

    Favre: Ich habe alle Spiele von Frankreich, Deutschland und der Schweiz in voller Länge gesehen, aber bei vielen anderen Partien habe ich erst zur Halbzeit eingeschaltet. Das hat gereicht. Die Qualität war einfach zu schlecht. Vor allem die Gruppenphase war unfassbar langweilig, ein Horror.

    SPIEGEL: Was genau hat Sie so gestört?

    Favre: Die Flut an Spielen, zu vieles, was sich wiederholte, und zu wenig, was Begeisterung und Spannung erzeugte. Wenn die Uefa eine EM mit 24 Mannschaften spielen lässt, hat das bestimmt wirtschaftliche Vorteile. Aber dem Spiel schadet es.

    SPIEGEL: Warum?


    DPA
    Halbfinalspiel Portugal gegen Wales: "Den Mangel an Qualität durch Athletik ausgeglichen"

    Favre: Das Turnier dauert noch eine Woche länger, dabei haben die meisten Spieler schon eine lange Saison hinter sich. Viele von ihnen haben in der Champions League gespielt, dazu Meisterschaft, Pokal, jetzt sollen sie nach nur ein paar freien Tagen direkt bei einem großen Turnier funktionieren. Die Spieler sind an ihrem Limit. Vor allem mental.

    SPIEGEL: Wäre die Uefa gut beraten, die Zahl der Mannschaften wieder auf 16 zu reduzieren?

    Favre: Das wird sie nicht tun. Es geht ja seit Jahren nicht mehr um das Spiel, sondern nur noch um Business, Business, Business! Und unter diesem Gesichtspunkt hat die Uefa auch mit diesem Turnier großen Erfolg. In Ländern wie Albanien, Rumänien, Ungarn und all den anderen kleinen Staaten ist nach der EM bestimmt eine große Begeisterung für Fußball ausgebrochen. Die Frage bleibt trotzdem: Auf wessen Kosten passiert das?

    SPIEGEL: Sehen Sie eine Lösung?

    Favre: Ich prognostiziere Ihnen: Es wird irgendwann zu einem großen Kampf zwischen den Vereinen und den Verbänden kommen. Ich lese, dass die Weltmeisterschaft auf 40 Teams aufgestockt werden soll. Sind die denn alle verrückt? Die Zuschauer sind doch nicht dumm! Und spätestens dann, wenn sie die Nase so voll haben von langweiligen Partien, die kein Tempo und keinen Esprit haben, wird es einen großen Knall geben. Das wird nicht mehr lange dauern.

    SPIEGEL: Aber Überraschungsmannschaften wie Wales oder Island haben dem Turnier doch auch gutgetan.

    Favre: Natürlich. Und ich will ihre Leistung gar nicht schmälern. Sie sind frisch, viele der Spieler spielen in ihren Klubs nicht international oder sogar nur in einer zweiten Liga. Sie haben hier zudem das Momentum sehr gut ausgenutzt. Sie waren von der ersten Minute an hoch motiviert, sie wollten es allen zeigen. Diese Motivation haben viele Spieler aus den Topteams nicht aufbringen können. Und natürlich hing das bei Mannschaften wie Italien, England oder Spanien auch nicht nur mit der Übermüdung zusammen. Diese drei Teams sind für mich hier übrigens die größten Enttäuschungen.

    SPIEGEL: Italien? Die Mannschaft wurde gefeiert für ihre starke Defensivorganisation.

    Phrasomat zur EM

    SPIEGEL ONLINE
    So werden Sie Stammtisch-Europameister!
    Favre: Wissen Sie, warum Italien mit drei Innenverteidigern in einer Fünferkette spielt? Weil sie mit ihren Spielern unfähig sind, in einer Viererkette zu verteidigen. Giorgio Chiellini und Andrea Barzagli sind dafür einfach nicht gut genug, zu langsam, sie haben ein schlechtes Stellungsspiel. Zu Beginn der Saison probierten sie mit Juventus Turin die Viererkette aus: Katastrophe! Nur Gegentore. Danach stellten sie um auf Fünferkette, seither war der Raum zum Verteidigen für jeden einzelnen kleiner. So agierten sie auch im Nationalteam.

    SPIEGEL: Warum tat sich Deutschland dann so schwer gegen Italien?

    Favre: Sie sind schwer zu bespielen, weil sie eine sehr disziplinierte Grundordnung haben. Aber fußballerisch hat Italien keine Qualität. Weil sie einfach keine guten Spieler mehr haben. Wo sind denn dort die Talente? Die jungen, kreativen Spieler? Keiner zu sehen. Italien ist in seiner Jugendausbildung katastrophal, nur Marco Verratti von Paris Saint-Germain kann man herausheben. Ansonsten ist das nur Durchschnitt, sehr arm.


    DPA
    Überraschungsmannschaft Island

    SPIEGEL: Und Spanien? Dort gibt es eine großartige Talentförderung, und trotzdem schied der Titelverteidiger gegen Italien aus.

    Favre: Spanien ist nicht mehr das alte Spanien. Schauen Sie sich Sergio Ramos an. Er war so unfassbar schlecht. Er hat sich die ganzen vergangenen Monate nur darauf konzentriert, mit Real Madrid die Champions League zu gewinnen. Er war im Kopf nicht mehr frei, um jetzt auch noch seine Leistung bei der EM abzurufen. Zudem fehlte der Mannschaft ein Leader in der Abwehr, wie es früher Carles Puyol war. Im Mittelfeld hat Xavi eine riesige Lücke hinterlassen, und im Angriff gab es auch nichts Herausragendes. Spanien wird noch einige Zeit brauchen, um den Umbruch zu schaffen.

    SPIEGEL: Wie kommt es, dass die großen Namen bei dieser EM so weit unter ihren Möglichkeiten blieben?

    Favre: Kein Spieler beherrschte das Turnier, Superstars wie Cristiano Ronaldo oder Gareth Bale stellten sich eher in den Dienst der Mannschaft. Ein Grund dafür ist, dass sie bei der EM Spieler anderer Qualität um sich haben. Hier waren sie es, die ihre Kollegen in Szene setzen mussten. Im Mittelfeld von Real Madrid lassen Könner wie Toni Kroos oder Luka Modri sie glänzen. Das ist eine andere Welt.

    SPIEGEL: Sind die Zeiten vorbei, in denen die EM die Leistungsschau des europäischen Fußballs war?

    Favre: Mannschaften wie Real Madrid, der FC Barcelona oder Bayern München sind Lichtjahre von jeder Nationalmannschaft entfernt. Sie haben viel größere sportliche Qualitäten. Die K.-o.-Phase der Champions League ist im Weltfußball der sportlich beste Contest.

    SPIEGEL: Hätte der Sieger dieser EM eine Chance gegen den Sieger der Champions League?

    Favre: Nein, keine Chance. Barcelona kauft sich mit Messi, Neymar und Suárez die weltbeste Offensive, alle drei spielen für unterschiedliche Nationalteams. Und dann kann Barça auch noch jeden Tag mit ihnen arbeiten, Laufwege, Spielzüge einstudieren. Nationalmannschaften sind da natürliche Grenzen gesetzt, sie haben nicht die Zeit, nicht die Möglichkeiten einer Klubmannschaft.

    SPIEGEL: War deshalb das defensive, das zerstörende Spiel bei dieser Europameisterschaft so ausgeprägt?


    AP/dpa
    Lautstark: Trainer Favre

    Favre: Absolut. Das Zerstören ist viel leichter zu erlernen als das schöne, attraktive Offensivspiel. Für fast alle kleineren Mannschaften war dieser Spielstil die einzige Chance, bei diesem Turnier zu überleben. Sie haben den Mangel an Qualität durch Athletik ausgeglichen. So konnten sie kompakt und tief stehen und anschließend scharf kontern. Wales hat das exzellent gemacht.

    SPIEGEL: Was fehlte den anderen Teams, um mit diesem Stil ähnlich erfolgreich zu sein?

    Favre: Je länger das Turnier dauerte, vor allem die Kraft. Ungarn und Rumänen haben das am Anfang zwar richtig gut gemacht. Aber du rennst ja die ganze Zeit dem Ball hinterher, und irgendwann machst du einen halben Schritt weniger, weil du müde bist. Das nutzen dann Spieler wie Kroos, Paul Pogba oder auch Renato Sanches gnadenlos aus. Deshalb dauerte es am Anfang des Turniers auch immer so lange, bis Tore fielen.

    SPIEGEL: Gab es für Sie bei diesem Turnier irgendeine taktische Neuheit, die Sie überrascht hat?

    Favre: Es gibt keine taktischen Geheimnisse mehr, der Fußball ist entschlüsselt. Das Einzige, was aber immer deutlicher wird: Je mehr die Taktik dechiffriert ist, desto mehr rückt die Flexibilität einzelner Spieler in den Vordergrund. Darf ich Ihnen eine Anekdote erzählen?

    SPIEGEL: Nur zu.

    Favre: Als ich Spieler von Servette Genf war, vor 25 Jahren, traf ich einen Kollegen, der gerade seine Trainerlizenz bekommen hatte. Er sagte mir, dass es in Zukunft nur noch eine Taktik geben werde: das 5-5-System. Kein 3-4-3, kein 4-4-2, nichts Statisches mehr. Nur noch zwei zentrale Linien, aus denen sich die Spieler je nach Angriffsverhalten des Gegners lösen und in den Angriff oder die Abwehr einschalten müssen. Der Mann war ein Genie! Der Fußball entwickelt sich genau dorthin.

    SPIEGEL: Welchen Eindruck hat das deutsche Team auf Sie gemacht?

    Favre: Alle Spieler bewegen sich auf unglaublich hohem Niveau, sie verteidigen gut und achten im Offensivspiel auf viele Details. Sie haben eine sehr gute Balance im Team, sie verstehen, dass man heute nicht mehr 90 Minuten pressen kann. Das wäre dumm. Man braucht Geduld, Disziplin, Geschlossenheit - Deutschland setzte das alles sehr intelligent um.

    SPIEGEL: Trotzdem haben die Deutschen im Halbfinale 0:2 gegen Frankreich verloren.

    Favre: Aber sie haben immer versucht, Fußball zu spielen, haben sich Chancen herausgearbeitet. Was hat denn Frankreich gespielt? Es hat nur in den ersten zehn Minuten versucht zu attackieren, danach habe ich nur noch Deutschland am Ball gesehen. Frankreich hat einen sehr realistischen Fußball gespielt, ohne viel Glamour.

    SPIEGEL: Warum sind die Deutschen denn dann ausgeschieden?

    Favre: Weil zu viele wichtige Spieler ausgefallen sind: Sami Khedira, Mats Hummels, Mario Gomez und während des Spiels auch noch Jérôme Boateng. Das ist zu viel. Im Angriff fehlte ihnen zudem die Durchschlagskraft. Deutschland hat ein gutes Turnier gespielt, aber für den Sieg haben einfach diese Details gefehlt.

    SPIEGEL: Sie haben einmal gesagt, dass jeder Trainer nur ein paar Jahre bei einer Mannschaft bleiben sollte. Wer zu lange bleibe, nutze sich zu sehr ab. Was glauben Sie, wie lange die Ära Löw noch andauern wird?

    Favre: Bei der Nationalmannschaft ist das anders. Man hat keine täglichen Berührungspunkte, man kann den Kader häufiger auswechseln. Da verschleißt man sich nicht so schnell.


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    Zitat von Mushu

    Vielversprechende Talente wurden unter dem ehemaligen Nachwuchstrainer, der dann die erste Mannschaft übernehmen durfte, systematisch vergrault und vertrieben.

    korrekt, was die saison 2014/2015 betrifft. vorher war das allerdings nicht so.

    Zitat von Mushu

    Erst unter dem wenig geliebten/geschätzten Finnen wurden wieder Nachwuchstalente integriert und gefördert (dafür mussten viele "externe, überflüssige Kaderspieler mühsam "entsorgt" und "abgeschrieben" werden ...

    falsch! es lief umgekehrt! der finne hat zuerst kaderspieler entsorgt und mangels personal MUSSTE er auf nachwuchsspieler zurückgreifen. was wollte er auch anderes tun? auf einzelnen positionen war nach kartensperren oder verletzungen schlicht kein personal mehr vorhanden. ausser eben im nachwuchs!


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    Zitat von Champs-de-Mars

    Bin gespannt wie lange es noch geht, bis die ersten gewichtigen Abgänge kommuniziert werden. Da das Transferfenster noch länger offen ist, können solche Abgänge natürlich auch erst nach Start in die neue Saison erfolgen. Das lässt sich leider nie ganz verhindern.


    gleichzeitig lässt dieses transferfenster aber auch zuzüge im ersten meisterschaftsviertel zu!

    und dass buff, bua und grgic bleiben ist doch reines wunschdenken. aber sie werden bis spätestens dem weihnachtstransfer fenster ersetzt werden. garantiert. wie adäquat das gelingt, werden wir sehen.

    Zitat von snowcat


    - wenn niederhasli statt 2x gegen den fcz zu hause, 2x gegen lausanne spielen muss, sinkt ihr zuschauerschnitt von heute (sehr grosszügig gezählten) 6'547 auf ca. 5700. diesen schnitt gilt es im b zu schlagen. und das werden wir!
    - in den entscheidenden spielen gegen ende saison spielt der fcz vor mehr zuschauern als niederhasli in zürich gegen basel


    noch was zu den zuschauerzahlen: ich war vorher im fanshop um das neue trikot zu kaufen. im moment gibts dieses noch ohne werbung... :razz:

    der langjährige fanshop verantwortliche meinte, dass man bis jetzt gleich viele saisonkarten wie letzte saison verkaufte und dass es daher eher nach mehr sk aussieht als letztes jahr. und es waren doch knapp 5000...


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    Zitat von Mushu

    Das hast du von Mike Shiva; gibs zu!

    Was hast du dafür bezahlt?


    irrtum! ich argumentiere mit fakten. übrigens lässt sich shiva von mir beraten - nicht umgekehrt! :razz:

    vergleiche einfach die beiden leistungsausweise, ich mag sie nicht mehr aufzählen, sie sind hinglänglich bekannt. nur soviel:

    meier wurde mit dem fcz 2013 vierter / 2014 fünfter und cupsieger und 2015 dritter. natürlich stimmte die letzten monate vieles nicht mehr. aber derartige desolate, desorientierte, kaputte, orientierungslose, kraftlose, ideenlose etc. auftritte wie diejenigen des fcz beim 0:5 gegen niederhasli, 0:4 in thun, 0:4 gegen lugano etc. sah man unter meier nie! auch nicht die letzten monate, als wirklich vieles nicht mehr passte.

    ja, es wäre eine schlechte saison geworden mit meier, aber wir wären niemals abgestiegen! auch mit hütter, saibene etc. nicht! aber mit sämi sind wir es, das ist ein fact, welcher sich nicht schönreden lässt. und darum ist für mich sämi - neben cillo natürlich - auch der haupverantwortliche, dass es ist wie es ist!

    aber eigentlich ist das vergessen, da die richtigen lehren gezogen wurden. einiges wurde schon umgesetzt, einiges wird noch umgesetzt. hoffen wir noch auf die positive wirkung im sportlichen. aber es kommt gut! ich weiss es, schliesslich berate ich ja mike shiva! :razz:


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    Zitat von ZSColin

    Naja, Italien isch '82 a de WM genau so wiiter cho - und nachher händ's d'WM gunne ....... Nix Neues.


    aber dänn wenigschtens mit begeisterndem offensivfussball! nöd, wie portugiese im 1/4 das jahr.

    geil gsi, wie italie damals s'grosse brasilie usenand gnoh hät! 3 paolo rossi goal...das spiel gilt bis hüt als eis vo de beschte anere wm überhaupt.


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    Zitat von Mushu

    Ja, da kann ich dir vollumfänglich zustimmen! Werde nie verstehen, weshalb man solange an Meier/Rizzo festhalten konnte ...


    im gegenteil, man hätte sogar bis ende saison an ihnen festhalten sollen! dann hätte es zwar für fcz ansprüche eine sehr schlechte saison gegeben, aber man hätte sie mindestens auf dem neunten platz abgeschlossen...


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    mit den spielern habe ich auch kein mitleid, aber mit mir und den anderen zuschauern. den die alleine bezahlen die zeche, indem sie sich eine em wie diese antun (müssen). klar, ich muss ja nicht schauen. aber dafür liebe ich diesen sport zu sehr und ich weiss, dass es mit ein paar wenigen änderungen anders wäre.


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    Zitat von gringo

    Er chan nöd verstah, wie die Mannschaft hät chöne abstiige!


    das kann eigentlich niemand...

    aber trotz aller fehler die canepa machte, das reichte noch nicht zum abstieg. es brauchte noch den schlechtesten trainer, welcher jemals eine nla mannschaft coachte. auch wenn dieser mann über fussball schon mehr vergessen hat, als ich jemals wissen werde, war er als trainer eine totale katastrophe.


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    es geht ja nur darum, dass die topspieler ausgebrannt sind und ihre leistung nicht abrufen können oder wollen. und das mindert die qualität der spiele.

    und natürlich stehen nicht nur amateure auf dem platz, wenn ronaldo nur die haare schön hat, sonst aber (abgesehen von wenigen highlights) eher bescheiden spielt.

    das ist so ähnlich wie eine eishockey wm. das sind (fast) alles gute spieler, trotzdem fehlen die allerbesten, darum erreichen die einzelnen spiele auch nicht das level und die attraktivität wie bei einer olympiade.


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