Tja, ein komisches Spiel, bei welchem Glanz und Elend nahe beieinander lagen. Im 2en Drittel der SCB mit einem Absturz, der schier unrettbar wirkte. Im letzten Drittel dann verkehrte Welt. Spielerisch liess der EVZ seine Qualitäten aufblitzen, konnte aber nicht durchziehen, der SCB hielt mit Kampf dagegen. Soweit also nicht viel neues.
Beiträge von Iceman
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Etwas unklar, wie sich der ZSC oder der SCB der Offenlegung der Zahlen entziehen sollten.
Ausser natürlich im einzureichenden Jahresabschluss bzw. Budget zuhanden der Liga wäre die Erfolgsrechnung soweit "eingedampft", dass kaum ein Schluss über den Personalaufwand gezogen werden könnte. Aufgrund der Buchführungsvorschriften sind dem aber Grenzen gesetzt. Wenn etwa in einer Position "Aufwand erste Mannschaft" neben dem Lohnaufwand noch zig anderes enthalten ist, kann man trotzdem davon ausgehen, dass die Löhne den grössten Teil ausmachen. Man kann daher die Sache höchstens etwas "intransparent" machen, mit halbwegs gesundem Menschenverstand sind aber Rückschlüsse für mit der Materie vertraute Personen trotzdem möglich.
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Viele Journalisten und "Chronisten" sehen in Ambri, Langnau, Kloten etc. eine heile Welt, welche der Kundschaft verkauft werden kann wie ein beruhigendes "Guetnachtgschichtli". Vor lauter Rührung darüber, dass in den besagten Orten und Klubs die Welt noch (vermeintlich...) in Ordnung ist, geht ab und an die kritische Distanz etwas verloren. Trotz der gegen aussen gezeigten "gallisches Dorf" Haltung werden sich Cereda / Duca plus der eine oder andere hochgelobte und nicht billige Spieler (Pestoni, Heim etc.) kritische Fragen gefallen lassen müssen. Selbst wenn die bekannten Limiten entlastend einbezogen werden.
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Die Bieler haben wieder etwas von der spielerischen Leichtigkeit versprüht, die sie im Vorjahr weit getragen hat. Habe ihnen den Sieg gegen Servette nicht zugetraut, aber in Genf hat man die Saison offenbar schon vor längerem abgehakt. Das soll aber die Leistung des EHCB nicht schmälern. Und Ambri musste in den letzten Wochen und Monaten zu vieles mit generösen Efforts wettmachen - irgendwann sind die Tanks dann halt leer. In den Spielen gegen Biel häuften sich die Fehler und die unnötigen Scheibenverluste, was den Bielern regelmässig Konter und Grosschancen eröffnete.
Da im berühmten "flow" und erlöst vom Anti-Antti, sind die Bieler nicht zu unterschätzen. Nehme aber nicht an, dass der "Z" so abgelöscht wie Genf oder so ausgelaugt wie Ambri auf's Eis kommen wird. Dauert es, bis der Z den Flugrost abgeschüttelt hat und gelingen den Bielern frühe Tore, könnten sie allenfalls für Nervosität sorgen. Die souverän gespielte Saison des "Z" lässt jedoch nicht viel Spielraum für Spekulationen im 1/4-Final.
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Biel hätte mit den Chancen den Sieg holen müssen - und die 3 Imports in der Ambri-Defensive waren kaum einem grossen strategischen Geistesblitz geschuldet, sondern der banalen Tatsache, dass Cereda - ausser Fohrler - kaum einen halbwegs NLA-tauglichen Verteidiger mehr hat. In der Abwägung hat man einem ausländischen Verteidiger mehr auch den Vorzug vor dem ausländischen Goali gegeben. Immerhin, Conz hat dicht gehalten, so dass die Sache für Ambri weitgehend aufgegangen ist.
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Verletzungspech bei Servette ist das Eine, dazu kann man auch noch etwas für die zusätzliche Beanspruchung durch die CHL rechnen. Dass es so allenfalls nicht gerade für die Top 3 oder 4 reicht, wäre verständlich. Wenn ein meisterliches und entsprechend teures Team als Sieger der CHL allerdings die Quali mit 3 Punkten mehr als die SCL Tigers abschliesst, so wird es etwas schwierig mit den Argumenten. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Tigers eine gute Saison gespielt haben. Es scheint eher so, als habe es verschiedentlich auch an der Motivation gefehlt, in der Meisterschaft den Ausfall von wichtigen Spielern - etwa Winnik - durch Extraschichten von anderen, ebenfalls hochbezahlten Akteuren wettzumachen.
Wenn ich mir vorstelle, was der "Chronist" schon alles an Kritik rausgehauen hätte, wenn es um andere Klubs ginge...
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Genf gibt schon Rätsel auf - natürlich ist die CHL eine zusätzliche Belastung, aber dass man mit einem solchen Team über eine ganze Saison lang so auftritt, dass man sich am Ende mit 3 Punkte Vorsprung auf die Ilfis-Tigers in's Play-In rettet, kann nicht der CHL-Teilnahme angelastet werden. Beim EHC Biel ist man auch wie ausgewechselt, nachdem man den strengen Finnen losgeworden ist, obwohl nicht 6 verletzte Leistungsträger ins Line-up zurückgekehrt sind, oder Stoney die Linien verändert hätte. Mal schauen, wie weit die Euphorie die Bieler trägt, oder ob sich die Laune ebenso schnell wieder dreht.
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Für's Militär fehlt aber noch ein "Merkspruch", so à la GABI, damit nicht nur jeder AdA (Angehöriger der Armee), sondern auch die dAdA (dumme Angehörige der Armee) nix falsch machen. Bezogen auf die Befehlsausgabe in Fribourg wäre das dann so etwa TISID (T ragen sie... / I mmer mit... / S ingen... / I n die Hände... / D as Handy...)
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Auch hier wieder steht, dass der ZSC der eigentliche Krösus der Liga sei was die Saläre betrifft.
Ich finde, solange niemand konkrete Zahlen nennen kann, ist dies alles nur Wunschdenken des Journalisten. Facts bitte!Aus meiner Sicht geht es im Artikel weniger darum, wer genau nun das höchste Lohnbudget hat, sondern dass relativ viel Kohle "von aussen" in die Liga fliesst. Damit wird die stete Kostensteigerung begründet, welche jenseits dessen liege, was die Klubs auch unter optimalsten Bedingungen selber erwirtschaften könnten. Aber eben, bislang brummt das Geschäft, wobei man gewisse Entwicklungen (Swiss League) und deren mittel- bis langfristige Folgen schon etwas auszublenden scheint.
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Was mir in den Spielen von Bern gegen Genf und Lausanne aufgefallen ist, ist die Physis, mit der die beiden welschen Teams ausgestattet sind, und mit der sie wortwörtlich "ungebremst" auf den Gegner losgehen. In einer Play-off Serie dürfte dies noch zunehmen, und ich erwarte deshalb in den entsprechenden Serien eine ordentliche Holzerei. Natürlich zieht man sich mit zu vielen Strafen eher früher als später selbst den Stecker, aber die Gegner benötigen eine genügende Kadertiefe, um die "Verluste" auszugleichen. Würde mich beispielsweise wundern, wenn Damien Brunner mehr als 2 Spiele gegen Genf verletzungsfrei überstehen würde.
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Die Wundertüte ist Servette, wo man sich trotz nach wie vor starkem Kader offenbar nie so recht motivieren konnte für die Meisterschaft. Evtl. geht's nun mit erhöhtem Druck besser. Physisch gehen sie ganz schön ran, da sind verletzungsanfällige Spieler wie etwa Brunner bei Biel gefährdet. Dort scheint man die spielerische Leichtigkeit wieder gefunden zu haben, nachdem man den bärbeissigen Finnen doch noch losgeworden ist.
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Es müsste noch andere Möglichkeiten geben, Spieler in Erinnerung zu behalten, als dass man die Trikots gleich unter's Dach ziehen und die Nummern nicht mehr vergeben würde. Etwa in einer Art "Klub-Museum", mit Photos und einem kurzen, hockeymässigen "Lebenslauf". Weiss nicht, ob es im neuen Stadion in Zürich (geeigneten) Platz dafür gäbe, in Bern fehlt dieser vorläufig. Aber so könnte man das Hallendach für die wenigen Auserwählten reservieren, welche den üblicherweise strengen Kriterien genügen. Nehme mal an, in der NHL ist dies ähnlich, obwohl dort die Erinnerungskultur weitaus ausgeprägter ist als hierzulande. Trotzdem dürften dort kaum inflationäre Tendenzen herrschen unter den Hallendächern. Das müssten aber die NHL-Kenner ausführen.
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Da muss ich wohl etwas dazu sagen, bzw. die aus meiner Sicht verzerrte Optik der NZZ zurecht rücken:
Kann sein, dass ein paar Hardcore-Fans es dem Phippu Furrer nie verziehen haben, ausgerechnet zu Gottéron gewechselt zu haben. Die grosse Mehrheit der Fans hat(te) damit jedoch kein derart grosses Problem. Es gehört in der heutigen Hockeywelt einfach dazu, und Spieler wie Seeger, Bidu Gerber etc. sind zunehmend exotische Ausnahmen.
Das Problem ist die Ehrung bzw. das Hochziehen des Leibchens unter das Stadiondach. Dafür gibt es bestimmte, relativ strenge Voraussetzungen. Nicht dass man beim SCB diese in der Vergangenheit nicht das eine oder andere Mal "geritzt" hätte. Aber wenn ein Spieler nicht bloss eine letzte Saison "auswärts" absolviert, sondern in Lugano wie auch bei Gottéron eine geraume Zeit seiner Karriere verbringt, so ist das ganze Brimborium eines Abschiedsspiels vor dem Publikum in Bern völlig grotesk, vom Hochziehen des Leibchens unter's Dach gar nicht zu reden.
Das Gros der Fans hat keine Probleme mit Furrer als Person, oder wenn der beispielsweise eine Funktion im Klub übernehmen würde. Hassbotschaften sind ein Unding und abzulehnen. Man kann aber nicht einmal von fehlendem "Fingespitzengefühl" reden bei Furrer oder bei den SCB-Oberen, derart holzhammermässig daneben ist das Ansinnen, unter den gegebenen Umständen diese Ehrungen durchzuziehen.
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Der mit dem Stadion in Genf dürfte mit Unterstützung der "Stiftung" auch einfacher werden. Und bei den Imports haben sie schon echte "Kracher" verpflichtet, und gleichzeitig ist auch beim CH-Personal Qualität vorhanden. Warum es aber vornehmlich in der CHL hinhaute, und in der Meisterschaft nicht, ist wohl ein mentales Problem. Zwar wirken die Genfer physisch und spielerisch oft überlegen, machen aber zu wenig daraus, oder verblöden durch individuelle Fehler und geistig vorzeitiges unter die Dusche schlurfen schon fast sicher geglaubte Siege. Allerdings: Sollten sie es in die PO's schaffen + würde ein Titel winken, so wären wohl die "Motivationsprobleme" beseitigt.
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Sehe ich ähnlich - man ist extrem auf Exploits von einzelnen Spielern angewiesen. Sehr oft ist dies der Goali Reideborn, dann schiesst mal einer einen Hattrick oder Kahun macht 4 Punkte in einem Spiel. Ausgeglichen ist das Ganze nicht. Aber man hat wenigstens wieder einen Trainer, der die Defensive organisieren kann. Ohne das würden auch die individuellen Highlights nicht reichen.
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Zuerst 14 Penaltyschiessen en suite verloren, und nun 2 hintereinander gewonnen. Für den SCB sind die Spiele gegen den ZSC oder den EVZ derzeit aber nicht der Massstab, denn Punkte gibt's dort nur mit einer (fast) fehlerlosen Leistung, dem Glück der Tüchtigen, und etwas "Beihilfe" des Gegners.
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Rapperswil-Jona findet weiter nicht in die Spur – 5. Niederlage in Folge
Während die Lakers nicht aus der Krise finden, ist der SC Bern nach wie vor auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze.
Der Trainerverschleiss in den letzten Jahren lag vor allem an einer fragwürdigen Auswahl der Coaches. Der Posten in Bern ist kaum geeignet als Start einer Trainerkarriere, selbst wenn am Ende natürlich alle nur mit Wasser kochen. Anders als Lundskog versucht Tapola nicht, ein "modernes" Hockey zu spielen, für das er das Personal gar nicht hat. Sondern er passt die Taktik dem Spielermaterial an, und das heisst dann halt wieder eher "safety 1st". Denn in der Offensive tut man sich schwer, wenn nicht gerade einer einen Anfall hat wie Baumgartner gestern. Ist Kahun verletzt wie derzeit, ist es mit der Kreativität nicht mehr weit her.
Bern profitiert von Reideborn im Tor, der vieles gerade biegt, was die Kollegen vor ihm verbocken. Das ermöglicht Punkte, selbst wenn die Offensive lahmt. Dazu kommt Nemeth, welcher in der Defense eine (unspektakuläre) Bank ist.
Die alten Schlachtrösser kommen in die Jahre, die jüngeren sind noch nicht ganz so weit - das Ungleichgewicht muss mit Disziplin und Solidität wettgemacht werden. Das gelingt bis jetzt nicht schlecht, selbst wenn aktuell 6 Spieler ausfallen. Da der Trainer 2-3 Nachwuchkräfte regelmässig einsetzt, ist auch das Geschrei diesbezüglich etwas verstummt. Tabellenmässig steht man wohl besser da, als man wirklich ist - aber solange Servette den Meisterblues einzieht und Rappi + Biel kriseln, profitiert der SCB trotz seiner Schwächen und Abhängigkeit von wenigen Einzelmasken.
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Insgesamt gesehen hält es sich mit den erfüllten und enttäuschten Erwartungen bei den Ausländern in den bereits aus der Vergangenheit bekannten Grenzen. Die Mär, die finanziell besser gestellten Klubs hätten dann 6 Superstars unter Vertrag, und die anderen halt bloss Durchschnitt und seien deshalb noch mehr im Nachteil, ist bisher nicht derart ausgeprägt eingetroffen. Jedenfalls sind die Klubs, die mit schmalem Budget haushalten müssen, ohne die zusätzlichen Ausländer nicht besser dran, denn überdurchschnittliche Schweizer sind kaum finanzierbar, mal abgesehen davon, dass nur die wenigsten freiwillig in der Ajoie oder in Langnau spielen wollen. Selbst wenn dort irgend ein Gönner einen Batzen aufwerfen würde, und die Lohneinbusse nicht allzu gross wäre.
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Wobei die "Müdigkeit" eine etwas komische Begründung ist, und eigentlich auch nicht nötig wäre. Die Genfer waren schlichtweg besser als der EVZ im entscheidenden Moment. Natürlich hatten die starken Ausländer einen wesentlichen Anteil, aber in meiner Erinnerung war eben auch die "Business Class" der CH-Spieler bei Servette besser als diejenige in Zug.
PS: Wäre Genf NICHT Meister geworden, würden uns die Ohren dröhnen bzw. die Augen flimmern ob all den Statements vom Klaus, wie es ohne grossen Goali nicht gehen würde, und der Robert Mayer halt wie seinerzeit der Dino Stecher etc. etc. etc.
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Selbst wenn es Leo noch reizen würde, und er beim Z nicht mehr als in Zug verdienen würde, fände er keinen Glauben damit. Ihm würde unterstellt, nur des Geldes wegen gewechselt zu haben (...was übrigens auch kein Verbrechen darstellt...) - will er sich wahrscheinlich nicht mehr antun.