Was mal gesagt sein muss:
Die Nomination von Ambühl hat hier zu einigen Sprüchen geführt, aber was dieser alte Mann zeigt ist eindrücklich! In der Linie, im Boxplay und auch im PP.
Chapeau
Was mal gesagt sein muss:
Die Nomination von Ambühl hat hier zu einigen Sprüchen geführt, aber was dieser alte Mann zeigt ist eindrücklich! In der Linie, im Boxplay und auch im PP.
Chapeau
Mängisch hilft‘s nöd immer alles us de eigene Perspektive aazluege 🤷🏻♂️😂
Churzfrischtigi oder längerfrischtigi Perschpektive?
Churfrischtig: Zueschauerzahle i 2-3 Schpiel.
Längerfrischtig, wänn GC weg wär; e klari, eidütigi Adrässe in Züri für Fans und vor allem: potänti Sponsore und evtl. Owner.
Klar pro GC weg ...
nur weil er ihn bereits letzten spätsommer aus dem ärmel geschüttelt hat, muss es jetzt nicht ein verzweilungsakt sein. entspricht er doch ziemlich genau dem gewünschten profil.
und nachdem kloppo abgesagt hat…
Als was wurde er "aus dem Ärmel geschüttelt? Und wann, als was, eingesetzt?
Wirkt schon reichlich improvisiert ...
Aber wenigstens einmal eine interne Lösung ohne grosse Geschichte. Hat ja alles immer nur ganz kurz gemacht (wie fast alles in seiner Karriere).
Kanns aber nachvollziehen und bin gespannt, ob das klappt.
so voll d‘überraschig…
Moniz am Ziel: Er bekommt beim FCZ einen Vertrag bis 2026
Was en guet vernetzte Sportchef mit Känntnis vo 100'000sende Dossiers so alles us em Ärmel schüttle chan; erschtuunlich ...
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Kanada: für mich der Wunschgegner der drei verbliebenen; und wir haben in der Vorrunde verloren; ein gutes Omen ...
Wer zahlt jetzt wem was? 🤷🏻♂️
Ich zall nüt ... ![]()
Seit ich schaue spielen nur die Deutschen
No en Grappa dezue? Upps; gits gar nöd i de Halle ... 🤷♂️😇
Eigentlich tragisch, dass jeweils ein Trainer, der sowieso in den meisten Fällen nur kurz bei einem Verein ist, solchen Einfluss nehmen und haben kann.
Nicht jetzt unbedingt auf diesen Fall bezogen, aber allgemein müsste die Vereinsführung in solchen Fällen mehr Rückgrat beweisen, wenn es um langfristen Erfolg gehen sollte.
Etwas sehr kurz gegriffen. Es war damals nicht falsch, sich von Simcity zu trennen; und er wäre nie geworden, was er nun ist, wenn er nicht gegangen wäre!
Klar machemer es Bierli wie immer
Verlürer zahlt
Bin dabei; en Hämbi würd i au no riskiere ... 😉
Alles anzeigen🤣 Du Holz, das ganz üble Kryptonit natürlich, nicht das Kindergarten Zeug!!!
Ich lueg jetzt chlie ufm Dütsche und losne schomal bim vorjuble zue
119x TschayyTschayy Peterkaaa und
G R U U U B A U E E E R ! ! !
Vorher wird Gotteron mal Meister bevor mir d Gummihäls schlönd
D Amis hettemer möge!!! Janu…
Ich ha nur zwei Hoffnige, di Dütsche nöd ganz so starch wie letscht Jahr und de Josi isch debi.Aber villicht stellt de lustig Baumumarmer dasjahr de Schmid is Goal, eifach so als Tschällansch und zum de Genoni fürs HF schone
Wetten? Ernsthaft, seriös und als Ehrenmann?
Mein absolut gewünschter Traumgegner!
Entweder, man ist "für höheres" geboren, und dann über windet man (den Angstgegner) Deutschland, oder man ist ein mentales Pussy!!!
Ich tippe für "Überwinden"! Wer will (seriös) wetten?
das geht ja noch! aber stell dir mal vor, dass alle frauen dem selben mann nachrennen und genau DU wärst dieser mann…
Frei nach Otto:
"Diese Begeisterung sollte man sexuell ausnützen; aber ich schaff sie nicht alle ..." 🤷♂️😇
Dass es auch bei dir offensichtlich wirkt: Nur lange genug immer die gleichen Müll bringen - dann schluckt man's und findet's irgendwann
gar nicht mal mehr so schlimm. Der momentane Goalsong ist und bleibt Scheisse.Gern geschehen.
Zum Glück sind Geschmäcker unterschiedlich; ansonsten würden wir alle derselben Frau nachrennen ...
Nach meiner Meinung passt der Song zum ZSC, wie die Faust auf's Auge; und seit dem Kabineneinsatz von Baltisberger mit seiner eigenen Trompete ist er schon fast legendär ...
Wenn du gegen Österreich 5 Kisten bekommst hast nicht allzuviel richtig gemacht. Konfuse Defensivleistung.
Nehme ich gerne so; viel lieber, als ein 6:1 wie die bisher hier hochgelobten Deutschen!
Das Turnier dauert noch lange und ist noch nie in den ersten Tagen entschieden worden ...
zum spiel wird hier alles gesagt, immerhin bleibt - bis jetzt zumindest - dem fcz die peinlichkeit erspart, dass der siebte der tabelle mehr punkte hat, als der sechste…
«Tore schiessen musst du – sonst wird es peinlich»
Was soll daran peinlich sein? Rein technisch/statistisch ist es hochwahrscheinlich, dass das, bei einem engen "Mittelfeld" eher die Regel sein wird, als umgekehrt. Die Ränge 4-6 haben es schwerer, in diesen 5 Spielen Punkte zu erzielen, als die Ränge 7-9 ...
wie ist das eigentlich wenn einzelne spieler pyros auf die tribünen werfen? müssten dann - zumindest nach schweizerischem kaskadenmodel - die zuschauer sich das nächste spiel ohne spieler ansehen, weil ja sämtliche spieler kollektiv gesperrt wurden?
Pyro-Eklat in Frankreich – dieses Mal werfen Spieler brennende Fackeln auf die Tribüne
Nicht wirklich durchdacht von dir. Hier funktioniert die Einzeltäterverfolgung problemlos. Die Werfer sind weder vermummt, noch werden sie vom Team vor einem Polizeizugriff geschützt.
Das Kaskadenmodell ist ein Versuch, gegen Massen vorzugehen, bei welchen ein Einzelzugriff in der Regel fast nicht möglich ist.
Das ist keine Wertung des Kaskadenmodells; nur dass du diesbezüglich nicht reagieren musst. ![]()
Angst, Kündigungen, Flucht: Beim FC Zürich geht es drunter und drüber
Der Sportchef Milos Malenovic wirbelt durch den Klub und installiert Gefolgsleute. Die Besitzerfamilie Canepa lässt den ehemaligen Spieleragenten gewähren. Kann das gut kommen?
Danke; Larry
Könnten "schwierige Zeiten" werden; es scheint da ganz viel Ego konzentrierte Macht zu erhalten und auch einzusetzen ...


Inzwischen kommt Pyrotechnik auch in England auf. Ollie Watkins von Aston Villa und eine Rauchfackel.
Foto: Mike Hewitt (Getty Images)
Beim Cupspiel Winterthur gegen Servette werfen zwei Genfer am letzten Sonntag Seenotfackeln in Richtung friedlicher Menschen. SRF überträgt die wirkmächtigen Bilder live in die Schweizer Haushalte.
Seither stellt sich die Schweiz mal wieder die Frage: Warum bekommt man bei uns die Gewalt rund um Fussballspiele nicht in den Griff? In anderen Ländern geht es doch auch. Oder?
Hoffnungsfroher Anruf bei einem, der es wissen müsste. Alain Brechbühl leitet die Forschungsstelle Gewalt bei Sportveranstaltungen der Universität Bern. Wo in Westeuropa ist das Problem der Fangewalt gelöst worden – und mit welchen Mitteln? Leider beginnt der Experte das Gespräch gleich mit einem Dämpfer: «Vielleicht gibt es irgendwo ein Zauberrezept. Aber ich bezweifle es stark.»
Aber Brechbühl sagt immerhin: «Es gibt immer wieder Teilbereiche, in denen man feststellen kann: Das hilft.» Ein Blick quer durch Europa. Mit einem Silberstreif am Ende.

Bei einem Angriff auf den Teambus verletzt: Lyons Trainer Fabio Grosso mit Stichen über dem linken Auge.
Foto: Olivier Chassignole (AFP)
Wie es nicht geht, zeigt Frankreich. Im Oktober gehen die Bilder eines blutenden Fabio Grosso um die Welt. Der Trainer von Lyon wird in Marseille bei einem Angriff auf den Teambus verletzt. Anfang Dezember stirbt ein Fan des FC Nantes bei Ausschreitungen vor einem Spiel gegen den OGC Nizza. Das sind nur die krassesten Beispiele der letzten Monate.
Frankreich ist auch das Land, über das Brechbühl den schlechtesten Überblick hat, wie er zugibt. Der Final Real Madrid gegen Liverpool der Champions League 2022 weist darauf hin, dass der Umgang der Ordnungskräfte mit Fussballfans nicht unproblematisch ist. Ein unabhängiger Bericht kam damals zum Schluss, dass die Pariser Polizei massgeblich Schuld daran trug, dass es nur mit Glück keine Toten gab.
Die Politik reagiert auf die Fankrawalle derzeit vor allem mit Repression. Mehrere Verbote für Auswärtsfans wurden zuletzt aber wegen der Einschränkung von Grundrechten von einem Gericht wieder gekippt.

Brennendes Polizeiauto in Neapel im März 2023. Obwohl die Stadt keine Auswärtsfans im Stadion zulässt, eskaliert das Auswärtsspiel von Eintracht Frankfurt.
Foto: Ciro Fusco (Keystone)
Im italienischen Profifussball sind flächendeckend personalisierte Tickets vorgeschrieben. Ob die Personalien aber auch immer kontrolliert werden, ist eine andere Frage.
Die Polizei berichtet, dass die Massnahme die Situation in den Stadien beruhigt habe. Brechbühl ist da «etwas skeptisch», wie er sagt: «Italien ist zuletzt vor allem in Bezug auf Rassismus immer wieder sehr negativ aufgefallen.»
Zuletzt macht der Fall von Mike Maignan Schlagzeilen. Der Goalie der AC Milan wurde in Udine schwer rassistisch beleidigt. Das Spiel wurde nach einem Unterbruch zu Ende gespielt.
Und die körperliche Gewalt? Hat sich laut nationaler Beobachtungsstelle vom Stadion in die Städte, aber auch auf die Reisestrecke der Auswärtsfans verschoben. Im Bericht 2023 sind unter anderem Bilder von Bussen zu sehen, die von gegnerischen Fans in Brand gesetzt wurden.
Im Januar 2023 kommt es bei Arezzo zu 15 Kilometern Stau auf der Autobahn, weil sich Napoli- und Roma-Anhänger fernab aller Stadien eine Massenschlägerei liefern. Im März 2023 gibt es in Neapel Strassenschlachten mit Frankfurtern, obwohl die Stadt keine Gästefans für das Spiel zugelassen hat.
Ein neues Problem laut Brechbühl: «Potenzielle Risiko-Fans sollen immer häufiger mit Privatautos statt mit Bussen anreisen. Sie sind so für die Polizei kaum mehr zu greifen.»

Spieler von Valladolid und Barcelona hinter einem Banner gegen Rassismus im Mai 2023.
Foto: Manu Fernandez (AP Photo)
In Spanien ging der Staat nach einem Todesfall 2014 massiv gegen rechtsnationalistische Ultra-Gruppierungen vor, die mit der organisierten Kriminalität verbandelt waren. «Inzwischen gibt es Berichte, dass diese Ultras wieder stärker in Erscheinung treten», sagt Brechbühl, «aber es fehlen Zahlen, um die Situation gesamtheitlich zu erfassen.»
Im April prügelten sich Anhänger von Bilbao und Mallorca vor dem Cupfinal in den Strassen von Sevilla. Trotzdem sagt Brechbühl: «Subjektiv wahrgenommen, ist es ruhiger als in anderen Ligen. Allerdings scheinen die Fans in Spanien auch weniger zu Auswärtsspielen zu reisen als in anderen Ländern.»
Ein grosses Problem bleibt der Rassismus, dem Spieler und Trainer ausgesetzt sind. Vinicius Junior von Real Madrid war mehrfach Opfer. Eben hat die spanische Liga Atlético Madrid für rassistische Gesänge mit einer Teilsperrung des Stadions bestraft.

Die Fanszene gleicht sich langsam Kontinentaleuropa an: Anhänger von Newcastle United lassen den Schweizer Nationalspieler Fabian Schär hochleben.
Foto: Stu Forster (Getty Images)
Das Land, das nicht nur den modernen Fussball, sondern auch den Hooliganismus erfunden hat, gilt vielen als leuchtendes Beispiel mit befriedeten Stadien. Doch Brechbühl sagt mit Verweis auf die aktuellen Zahlen der britischen Regierung: «Das muss ich schon relativieren.» 2023 wurden in England so viele Massnahmen gegen gewalttätige Fans verhängt wie nie mehr seit 2011.
Als ruhig gilt vor allem die höchste Liga. Die reduzierte Gewalt in der Premier League habe einerseits mit «gezielt eingesetzten Fernhaltemassnahmen für gewalttätige Personen» zu tun, sagt Brechbühl. Ein Mittel, das auch die Schweiz kennt.
Andererseits haben in England auch die hohen Ticketpreise ihren Einfluss. Allerdings verschwindet die Gewalt deswegen nicht einfach so: «Die Forschung stellt eine Verschiebung in tiefere Ligen fest.»
Wobei an den neusten Zahlen auffällt: Am meisten Massnahmen sind gegen Fans von Manchester United ausgesprochen worden. Danach folgen vier weitere Clubs aus den höchsten beiden Ligen.
Etwas macht den Vergleich zwischen England und Kontinentaleuropa schwierig: Auf der Insel gibt es bislang keine Ultra-Kultur. Neuerdings werden allerdings auch hier jüngere, gewalttätige Personen an Spielen beobachtet, die mit ähnlichen Verhaltensweisen auffallen. Etwa mit der Verwendung von Pyrotechnik oder einheitlichen schwarzen Kleidern.
Brechbühl sagt: «Ultras bringen ihre Kreativität ein. Aber sie bringen auch Herausforderungen mit sich.» Ihre Vorliebe für Pyrotechnik zum Beispiel. Und ihre Fähigkeit, gezielt gegen ungeliebte Massnahmen zu protestieren – oder sie zu umgehen.
Einen «vielversprechenden Ansatz» sieht Brechbühl in England: «Polizeieinsätze werden vermehrt von ‹Spottern› geführt, die die Szene gut kennen – und ein gutes Gespür für die Situation haben.» Solche «Spotter» werden auch von Polizeikorps in der Schweiz eingesetzt.

Frankfurter Fans verlassen das Stadion, nachdem die Polizei den Block gestürmt hat. Im November 2023 kommt es zu über 200 Verletzten beim Spiel gegen Stuttgart.
Foto: Arne Dedert (Keystone)
Über 200 Verletzte bei Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei im Stadion beim Spiel Frankfurt gegen Stuttgart im November. Im selben Monat rund 30 Verletzte, als die Polizei auf St. Pauli im Block der Hannover-Fans eingreift. In Deutschland verhärten sich gerade die Fronten. Und es gibt Wissenschaftler, die den Fehler nicht nur bei den Fans sehen, sondern auch im repressiveren Auftreten der Staatsgewalt.
Trotzdem sieht Forscher Brechbühl in Deutschland viele gute Ansätze. Zum Beispiel die sogenannten Stadionallianzen, die nun auch in der Schweiz eingeführt werden. Das Rezept: Polizei, Clubs und Fans – meist vertreten durch einen Fanbeauftragten oder eine Fanarbeit – reden miteinander. Sie treffen klare Absprachen für die einzelnen Spiele. Passieren Fehler, werden diese als Chance genutzt, Dinge zu verbessern.
Klingt simpel. Und kann laut Brechbühl doch so wirkungsvoll sein: «In Baden-Württemberg sah man äusserst positive Folgen: weniger eingesetzte Polizeikräfte, sinkende Einsatzkosten.» Die Wirksamkeit der Massnahmen ist wissenschaftlich belegt und wird auch von der Polizei bestätigt.
Für Brechbühl steht fest: «Mit klaren Absprachen vor den Spielen könnten viele Zwischenfälle verhindert werden. Aber eine Garantie für friedliche Spiele gibt es nicht.»
Könnte es sein, dass da mit Präsi, Sportchef und Trainer etwas gar viel Ego aufeinanderprallt; oder sich vereint?
FCZ-Trainer Ricardo Moniz
Der Neue sprudelt vor Enthusiasmus- und hat riesige Ambitionen
Tages-Anzeiger
Thomas Schifferle
Publiziert: 03.05.2024, 19:16
Fussball kann manchmal so einfach sein. Warum es beim FCZ jetzt mit ihm klappt, wird Ricardo Moniz gefragt. «Weil es klappt!»
Im Juni wird er 60, der Körper ist drahtig, das Haar schwarz, der Teint dunkel. Das Alter sieht man ihm fast nicht an. «Ich bin fit», meldet er, als er sich an diesem Freitag als neuer Trainer vorstellt. Dass er Enthusiast ist, müsste er nicht einmal sagen, der Enthusiasmus sprudelt regelrecht aus ihm heraus.
Mit ihm ist der FCZ wieder auf der Spur von Bo Henriksen, nachdem es mit dem ziemlich stillen Duo Murat Ural / Umberto Romano so gar nicht geklappt hat. Er braucht wieder Leben, damit er diese Saison noch auf einem europäischen Platz beenden kann. Die letzten Wochen sind ertragsarm gewesen, mit nur sieben Punkten aus neun Spielen und dazu mit der Niederlage im Cup-Viertelfinal.
Darum trägt Moniz für die fünf Aufgaben in der Meisterrunde die Verantwortung. Platz 5 ist das Ziel, «mindestens!», betont er. «Wir müssen für alles rennen, wir sind potenzielle Giants», Riesen also. Offensichtlich hält er nichts davon, sich unnötig klein zu machen.
Das passt zu einem, der für sich in Anspruch nimmt, die Sache auf den Punkt zu bringen. Er will kein Politiker sein, «in der Politik kann man schauspielern», sagt er, «im Fussball nicht». Darum will er so sein, wie er einfach ist: direkt und klar. Und dann kann es einen «Clash» geben mit jemandem, einen Zusammenprall. Zumindest ihn stört das nicht.
«Ich brenne jeden Tag»
Im Training ist er laut. Die Spieler sollen verstehen, was er will. Englisch ist auch bei ihm die Amtssprache, obschon sein Deutsch tadellos ist. Er redet schnell und unmissverständlich. Das macht er auch, wenn es um seine Ambitionen geht. Die fünf ausstehenden Spiele will er als Bewerbung nehmen, um auch in der neuen Saison der verantwortliche Trainer zu sein. Frage: Wie gross sind seine Ambitionen? «Riesig, natürlich!», antwortet er, «ich brenne jeden Tag.»
Moniz, gebürtiger Rotterdamer, spielte in seiner Heimat für kleine Clubs wie Waalwijk, Helmond oder Haarlem. Eine seiner ersten Stationen als Trainer führte ihn 2001 für vier Jahre in die Schweiz, wo er bei GC zuerst den Nachwuchs leitete und mit der Zeit in den Stab von Marcel Koller nachrückte. Er war Techniktrainer bei Tottenham und beim Hamburger SV, bei dem er im Frühjahr 2010 für die letzten drei Spiele auch die erste Mannschaft betreute.
Für Red Bull verantwortete er den internationalen Nachwuchs, von Salzburg über Ghana bis New York, bevor er zum Cheftrainer aufstieg und mit Niko Kovac als Assistent 2012 das Double gewann. Danach trat er unter anderem zurück, weil ihm die Rückendeckung im Verein fehlte.
Bald begannen seine Wanderjahre, die ihn innerhalb von zehn Jahren zu elf Vereinen in neun Ländern gebracht haben. Der Reihe nach sind das Polen, Deutschland zweimal, England, die Niederlande zweimal, Dänemark, die Slowakei, Ungarn, Kroatien und jetzt also die Schweiz.
«Sie können nicht sagen, dass ich faul bin», sagt Moniz, «ich bin viel gereist und habe immer aus dem Koffer gelebt.» Zwölf Stück sollen es sein, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Auch in Zürich lebt er im Hotel. Er macht keine grosse Geschichte aus seinem unsteten Leben. Die Frage danach versteht er wohl. «Aber Sie müssen nichts suchen, wo nichts ist. Ich bin kein komplizierter Mensch.»
Manchmal passe es zwischen Club und Trainer, manchmal eben nicht. Wichtig sei, dass man immer wieder aufstehe, um das Beste rauszuholen. Nur eine Andeutung noch, wieso es für ihn nicht überall gepasst hat: «Es wird nicht einfach, wenn andere Leute nicht meinen Enthusiasmus, meine Ambition und Passion haben.»
Mit Malenovics Hilfe
Seit Oktober versucht er seine Art zum Wohl des FCZ einzubringen. Er kam als Leiter Spielerentwicklung und als Coach der Coachs, bevor er im Januar die U-21 übernahm. Milos Malenovic, der Sportchef, der einst bei GC auch sein Spieler war, sieht ihn als Mischung aus Felix Magath und Pep Guardiola, weil er wie Magath hart und wie Guardiola «positiv verrückt» sein könne.
«Hat Milos das gesagt?», fragt er. Irgendwie scheint ihm das zu gefallen. «Aber nein», sagt er dann, «ich will mich nicht vergleichen. Jeder ist er selbst. Sie sind Sie. Ich bin ich.» Immerhin hat er ein Vorbild, das ist Johan Cruyff, die Überfigur des niederländischen Fussballs.
Zehn Tage hat er jetzt Zeit gehabt, die Mannschaft auf den Match vom Sonntag gegen die Young Boys vorzubereiten. Er hat gespürt, dass die Souveränität vom Herbst «ein wenig» weg ist und mit ihr das Selbstvertrauen. «Das muss ich jetzt mit meiner Erfahrung reparieren», sagt er. «Ich will der Mannschaft Energie geben.» Und er will eine Mannschaft, die aktiv ist, den Druck auf den Gegner hoch hält und defensiv nicht naiv ist. Kurz, sie muss ein Spiel dominieren.
Moniz redet immer wieder davon, wie gross die Ehre für ihn ist, den FCZ trainieren zu können, aber auch von der grossen Verantwortung der Aufgabe. Malenovic wird bei den Spielen neben ihm auf der Bank sitzen, der Malenovic, der mit seinem forschen Vorgehen nicht allen passt, von dem Moniz aber gerade wegen seiner kompromisslosen Art sehr angetan ist. «Warum soll Milos nicht auf der Bank sitzen?», sagt er. «Zusammen sind wir stark.»
Nachspiel nach der Meisterparty: ZSC, Liga und Polizei machen Jagd auf die Pyro-Störenfriede
Da können sich evtl. ein paar auf der Warteliste für Saisonkarten freuen ...