Das ist die Altersmilde vieler Schreiberlinge hier! 😂😂
Ganz sicher. Plus viele kennen sich persönlich, zum Teil seit über 20 Jahren. Wir sind doch total aus der Zeit gefallen, ein Anachronismus! ![]()
Das ist die Altersmilde vieler Schreiberlinge hier! 😂😂
Ganz sicher. Plus viele kennen sich persönlich, zum Teil seit über 20 Jahren. Wir sind doch total aus der Zeit gefallen, ein Anachronismus! ![]()
Gewinnt der ZSC den Titel (wer zweifelt daran?) schiebt er sich mit Titel Nummer 10 an Arosa vorbei auf Platz 3 hinter HCD (31) und SCB (16).
Bei Titel in Playoffs (seit 1986) liegen wir dann hinter dem SCB (10) zusammen mit Lugano (7) auf Platz 2 vor Davos (6).
Leonardo Genoni hat beschlossen nicht Schweizer Meister zu werden! ![]()
Fakt: Genoni wurde noch nie in einem geraden Jahr Meister!
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Bitte im Titel analog anderen Spiele anpassen. Wir sind minimal abergläubisch hier. Danke.
Besser so?
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Scheinbar ist der Letzi im Sommer so verbucht, dass der FCZ seine europäischen Spiele nicht alle dort durchführen kann (und scheinbar müssten alle Gruppenspiele im selben Heimstadion angesetzt werden). Das würde heissen: ab ins Exil (Vanepa spricht von SG und LU.
Echt jetzt? Quelle?
Wenn die Spieler früher im Hallenstadion das Eis verliessen, rochen sie nach Rauch und Bier statt nach Schweiss, denn das Publikum paffte, trank auf den Rängen ohne Hemmungen. Nach 72 Jahren läuft für den ZSC die Zeit in der Arena aus, in der er am Ende nur noch geduldet war.
Daniel Germann (NZZ)
Vor dem Hallenstadion an einem schmucklosen grauen Kandelaber hängt ein blaues Schild. In weissen Buchstaben steht auf diesem: «ZSC-Lions-Platz – Schweizer-Eishockeymeister 1934, 1949, 1961, 2000, 2001, 2008, 2012, 2014, 2018.» Es ist keine offizielle geografische Adresse. Das Schild war von Anhängern des Klubs in einer wilden Aktion montiert worden. Die Stadt duldet es bis heute.
Dieses Dulden ist neben einem Zeichen der Anerkennung auch eine Art Symbol für eine über 70-jährige Zweckverbindung geblieben, die in der kommenden Woche zu Ende geht und nie frei von Spannungen gewesen war. Noch ein, maximal zwei Spiele. Dann endet der gemeinsame Weg des ZSC mit dem Hallenstadion. Im Herbst zieht der Klub von Oerlikon in die neue Arena in den Westen der Stadt nach Altstetten um.
Das Hallenstadion wurde in den 1930er Jahren als grösste Mehrzweckarena der Schweiz gebaut. In ihm fanden unter anderem zwei Eishockey-Weltmeisterschaften, mehrere Pferdesportveranstaltungen, Rad- und Motocross-Rennen und Tennis-Turniere statt. Am Stephanstag 1971 erschien Muhammad Ali trotz allen Widerständen im Hallenstadion und schlug den Deutschen Jürgen Blin k. o. Seit 1955 war die Arena Bühne von fast 2000 Konzerten. Am 14. April 1967 endete der erste Schweizer Auftritt der Rolling Stones im Hallenstadion mit zerbrochenem Mobiliar, ramponierten Stühlen und einem Polizeieinsatz, der bis heute legendär ist.
Und inmitten dieses Kaleidoskops von Veranstaltungen jeglicher Couleur wurde der ZSC zur eigentlichen Konstante im Veranstaltungsprogramm. Der ZSC und das Hallenstadion gehören in der öffentlichen Wahrnehmung zusammen. Im Herbst 1950 zog der Klub von der offenen Eisbahn auf dem Dolder in die Arena um. Der Publizist Werner Schweizer, ein langjähriger und intimer Kenner von Klub und Arena, schreibt im Buch «Löwenherz», vor dem ersten Match am 18. November, einem 5:5 gegen den EHC Arosa, sei der Vorstand des ZSC vor der Arena gestanden und habe daran gezweifelt, dass tatsächlich Zuschauer kommen würden. Es kamen 8000.
Der Match gegen Arosa wurde zum ersten von vielen emotionalen Abenden des Zürcher SC in jener Arena. Manchmal gewann der ZSC, viel öfter aber verlor er. Es wurde getrunken, geraucht, gekifft, gefeiert, gejubelt, oft aber auch gelitten. Beat D’Altri, ein langjähriger Anhänger des Klubs, sagte der NZZ jüngst: «Das Hallenstadion war eine Art rechtsfreier Raum. Hier wurde geduldet, was in jedem anderen Stadion der Schweiz umgehend einen massiven Polizeieinsatz ausgelöst hätte. Die Spieler rochen nach dem Match mehr nach Rauch und Bier als nach Schweiss.»

Keystone

Keystone
Den Höhepunkt der Ekstase erreichte die Stimmung im Hallenstadion im Frühjahr 1992, als der ZSC als krasser Aussenseiter das «grande Lugano» des John Slettvoll in den Viertelfinals aus den Play-offs warf. Acht Jahre später und nur drei Jahre nach der Fusion mit der Eishockeysektion des Grasshopper-Clubs feierten die neuen ZSC Lions dort ihren ersten Titel nach 39 Jahren lähmender Erfolglosigkeit, vier Auf-, aber auch drei Abstiegen und mehr als einem Beinahekonkurs.
Der ZSC hat im Hallenstadion nicht nur rauschende Siege gefeiert. Viel öfter musste er auch bittere Niederlagen hinnehmen. Oft spielte er vor gut gezählten 800 Zuschauern in der klirrenden Kälte des Ovals und verlor Schlüsselspiele gegen den SC Herisau oder den HC Ajoie. Der 1992 verstorbene Hallenstadiondirektor Sepp Vögeli drohte mit Bevormundung, erwog die Verbannung des Klubs aus seiner Arena, ehe er sich seiner doch wieder erbarmte. Wahrscheinlich war es ein Akt der Wiedergutmachung, dass Vögeli kurz vor seinem Tod noch den glorreichen Play-off-Erfolg des ZSC über Lugano miterleben durfte.
Es würde Vögeli heute wohl das Herz brechen, wenn er miterleben müsste, wie sein Klub nach der laufenden Play-off-Serie den Schlüssel der Arena abgibt und nach Altstetten in die neue Swiss-Life-Arena weiterzieht. Die Wirtschaftlichkeit diktiert den Tapetenwechsel. Im Hallenstadion sind den ZSC Lions die Hände gebunden. Obwohl er der regelmässigste Mieter war, genoss er in der Planung der Arena nie oberste Priorität.
Als der Klub 1998 (falsch! 2009) aus dem Nichts die Champions Hockey League gewann, musste er sowohl den Halbfinal als auch den Final gegen das russische Topteam Metallurg Magnitogorsk im Exil in Rapperswil-Jona bestreiten. Das Hallenstadion wurde für Art on Ice umgebaut. Solche traute man dem ZSC offensichtlich nicht zu.
Das Hallenstadion gehört zu den populärsten Arenen der Welt. Vier Jahre in Folge war es in seinem Zuschauersegment die bestgebuchte Lokalität. Vor dem sechsten Finalspiel der ZSC Lions 2008 gegen Genf/Servette beschied das Management der Arena der Klubführung, das Stadion müsse bis spätestens 23 Uhr geräumt sein, weil die Arena für ein Konzert des Dire-Straits-Gitarristen Mark Knopfler umgebaut werden müsse.
Der Match ging in die Verlängerung, danach ins Penaltyschiessen. Als der dritte Titel der Lions nach der Fusion feststand, war es bereits 23 Uhr 20. Noch während der neue Meister den Pokal und die Medaillen erhielt, begann die Stadion-Crew mit der Demontage von Tornetzen und Banden. Ein euphorisierter Anhänger schnappte sich eine Bandentür und machte sich mit dem exklusiven Play-off-Souvenir auf den Heimweg, ehe ihn ein Ordner abfing.
Chaotische Szenen wie jene gehörten zum ZSC und seiner Zeit im Hallenstadion. Arno Del Curto, der unter dem Zürcher Anhang bis heute Kultstatus geniesst und in den ersten Wochen als Coach in Zürich in einer Radfahrer-Kajüte des Sechstagerennens nächtigte, pflegt bis heute eine innige Beziehung zu der Arena.
Vor dem Beginn der diesjährigen Play-offs sagte er der NZZ, er habe einen eigenen Hallenschlüssel besessen und damit freien Zugang zu allen Konzerten gehabt. «Ich war hier zu Hause, sah jedes Konzert. Wer nie mit einem Bier und einer Bratwurst in der Hand im dritten Rang sass und die Sprüche dieses leidensfähigen Publikums hörte, wird die Seele des ZSC nicht verstehen.»
Im Winter 2008 reiften die Pläne der ZSC-Führung um den Präsidenten Walter Frey, in Altstetten am anderen Ende der Stadt eine neue, eigene Arena bauen zu lassen. Das neue Heim der ZSC Lions kostet rund 200 Millionen Franken und fasst 12 000 Zuschauer. Es soll helfen, den Klub von den Zuwendungen seiner spendablen Gönner unabhängiger zu machen.
Der Einzug verzögert sich, weil es bei der Dachkonstruktion zu baulichen Mängeln gekommen ist. Im Rahmen von Qualitätskontrollen wurden in der Woche vor Weihnachten 2021 Unregelmässigkeiten bei der Montage und am Material einzelner Schrauben der Dachträger festgestellt. Die Bauarbeiten wurden aus Sicherheitsüberlegungen vorübergehend gestoppt.
Statt wie vorgesehen beim Meisterschaftsstart im September werden die ZSC Lions den ersten Match in ihrer neuen Arena nun irgendwann im Oktober bestreiten. Vorübergehend ins Hallenstadion zurückkehren können sie nicht. Die Kompressoren für die Eisaufbereitung werden nach dem letzten Play-off-Match demontiert, die Banden sind bereits nach Herzogenbuchsee verkauft.
Vielleicht ist das die letzte Rache des Hallenstadion-Geistes, der im Umfeld dieses Klubs so lange sein Unwesen getrieben hat. Die wilde Zeit der 1980er und 90er Jahre ist nur noch Erinnerung. Mit dem Umbau im Winter 2004/2005 hat die alte, verruchte Arena mit ihren Holzbänken und der Radrennbahn einiges vom ursprünglichen Charme verloren. Selbst der Präsident Walter Frey sagte jüngst, den alten Groove, der das Hallenstadion so einzigartig gemacht habe, gebe es nicht mehr.
Deshalb ziehen die Lions nun weiter. Im besten Fall verabschieden sie sich mit einem Meistertitel aus der Arena, von der sie geprägt wurden, die sie aber mindestens ebenso sehr geprägt haben. Der Klub verliert ein Stück seiner ursprünglichen Identität, das Hallenstadion und Oerlikon aber verlieren drei Buchstaben, die für immer eng mit ihnen verbunden bleiben werden. Zurück bleibt das illegale Schild des «ZSC-Lions-Platzes». Es wird auch künftig daran erinnern: Da war doch einmal etwas.
Uf em Sofa Meischter werde, isch chli schtier...
Fussball ohne Playoffs ist stier! Kein Vergleich zum Hockey! Bayern zum 10. mal in Folge Meister
und ob der FCZ heute, in einer Woche oder in zwei Wochen Meister wird spielt doch auch absolut keine Rolle: Er wird früher oder später Meister, spannend ist das Ganze aber nicht!
Züri Bueb im TV in Slow Motion (MySports), der ist doch total im Delirium. Sein ZSC schlägt den EVZ im Final, besser als Weihnachten und Geburtstag zusammen!
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Unglaublich! Wieder das Trio Grande! Jeden Stutz sind die drei wert! Alle Statistiken waren auch am Schluss gegen uns, aber eine alte Wahrheit schlug wieder einmal zu: Wer sie nicht macht der kriegt sie!
Grande Malgin! ![]()
Jetzt am Sechseläuten (!) den Pott zum letzten mal (!) ins Hallenstadion holen!
Besser könnte es gar nicht sein!
PS: MySports alles ok, ich bin Andreas Hänni Fan geworden! ![]()
unser letztes Powerplay war lächerlich....
PP Nr. 2 war schwach! Der Falsche Block auf dem Eis vertrödelte praktisch die ganze Zeit, für den ersten Block blieben noch 30 Sekunden. PP Nr. 3 mit dem richtigen Block leider nicht viel besser.
Vorteil: Es steht nur 1:0
Schiris pfeifen kleinlich, sollten mehr laufen lassen! Kein Fingerspitzengefühl als wir schon in Unterzahl waren und sie uns in eine 5:3 Situation schickten wo prompt das Tor fiel. Auch Andreas Hänni meinte es ist Playoff und das wird normalerweise nicht gepfiffen.
Die Zürcher führen vor dem dritten Spiel in Zug bereits 2:0. Geht es in diesem Stil weiter – oder kehrt der Favorit zurück? Was bislang auffiel.

Kristian Kapp
Publiziert heute um 11:00 Uhr

Enges Duell: ZSC-Stürmer Denis Malgin wird vom Zuger Topskorer Jan Kovar bedrängt.
Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)
Statistik-Nerds mögen monieren, dass zwei Spiele eine viel zu kleine Stichprobengrösse sind, doch der ZSC hat im Final bislang aus sieben Powerplays drei Tore erzielt. Und es geht ja nicht bloss um die Tore. Die Lions zelebrieren ihr Überzahlspiel bisweilen, zumindest dann, wenn die erste Formation auf dem Eis steht.
Dann wird entlang der blauen Linie gezaubert, Maxim Noreau, Sven Andrighetto und Denis Malgin sind die Steuermänner, die exzellent schiessen und passen können und damit für den Gegner äusserst unberechenbar sind. Ein Denis Hollenstein hat hier «bloss» den Part des zentralen Stürmers, der den Puck ablenken und hin und wieder zum magischen Trio zurückspielen soll. Marco Pedretti schliesslich übernimmt die «Drecksarbeit», er soll Zug-Goalie Leonardo Genoni die Sicht nehmen. Volume 90%
Die 1. Powerplay-Formation der Lions ist schwer zu lesen: Mit Maxim Noreau (#56) auf der blauen Linie, Linksschütze Sven Andrighetto (Topskorer) auf der rechten, sowie Rechtsschütze Denis Malgin (#62) auf der linken Seite verfügen die Zürcher über drei Spieler, die genauso gute Direktschützen wie auch Passeure sind.
Video: Mysports
Und ja, das mag dann und wann zu verspielt wirken, Kunst um der Kunst willen. So wie die folgenden 30 Sekunden ungeschnittenen Katz-und-Maus-Spiels. Aber versetzen Sie sich kurz in die Haut der Zuger. Zum Beispiel in jene von Topskorer Jan Kovar oder Verteidiger Dominik Schlumpf: Nein, das kann keinen Spass machen. Volume 90%
Aus Spiel wird Gefahr: Mit Denis Hollenstein (#91) ist ein ebenfalls exzellenter Stürmer bereit für Ablenker vor dem Tor.
Video: Mysports
Und dann gibt es ja noch die 2. Formation, die ZSC-Coach Rikard Grönborg fast gleich oft aufs Eis schickt. Im Vergleich zu Malgin und Co mag ihr Spiel wie Hausmannskost wirken, torgefährlich sind sie dennoch, aber auf ganz andere Weise. Justin Azevedo und Marcus Krüger ziehen die Fäden hinter dem Tor, gesucht wird der Direktpass auf Simon Bodenmann und Dominic Diem im Slot oder Patrick Geering an der blauen Linie. Das Zuger Boxplay muss also mit mehreren Varianten zweier unterschiedlicher Formationen zurechtkommen. Mehr Variabilität geht nicht. Volume 90%
Varianten der 2. Powerplay-Formation: Hier ziehen Marcus Krüger (#16) und Justin Azevedo (#51) hinter dem Tor die Fäden, die Gefahr kommt aus dem Slot durch Simon Bodenmann (#26).
Video: Mysports
Wie gut ist bislang eigentlich Zugs Powerplay im Final? Das wissen wir nicht so genau, da der EVZ erst zweimal überhaupt in Überzahl spielen konnte. Das ZSC-Boxplay war davor im Playoff vor allem gegen Gottéron stark, noch besser ist natürlich, wenn man fast keine Strafen kassiert …
Wir haben es hier während der Regular Season immer wieder moniert: Der ZSC hätte die Spieler und damit die Möglichkeit, die Gegner auch mit schnellen Gegenstössen zu ärgern. Mit langen Pässen und schnellen Abschlüssen. Schnelle Gegenstösse? Das waren bei den Lions bislang meist Rushes ihres flinksten Stürmers Malgin. Aber Rikard Grönborg bevorzugt nun einmal die Scheibenkontrolle. Und ein Coach, der im Final mit 2:0 vorne liegt, hat immer recht.
Doch was wir plötzlich bereits in den Serien gegen Biel und Fribourg sahen, findet im Final seine Fortsetzung. Nicht, dass die Zürcher plötzlich auf diese langen Pässe im Spielaufbau setzen würden, doch der EVZ muss sich dennoch vorsehen, denn immer wieder wird auch diese Variante nun eingestreut: Volume 90%
Langer Pass, schneller Abschluss: Normalerweise nicht die Priorität im ZSC-Spiel, nun gegen Zug dennoch mehrfach gesehen.
Video: Mysports
Das Siegestor Malgins in Spiel 2 hatte genau so einen Spielzug als Ursprung. Christian Marti lancierte Hollenstein mit einem langen Pass, dieser schoss zwar nicht schnell, setzte aber mit seinem Rückpass auf Torschütze Malgin den ganzen EVZ-Block schachmatt. Volume 90%
Das entscheidende Tor in Spiel 2: Verteidiger Christian Marti spielt den langen Pass, Denis Hollenstein wird zum Vorbereiter des Treffers von Denis Malgin.
Video: Mysports

Einmal mehr ist er plötzlich Zugs vorderster Spieler: EVZ-Verteidiger Christian Djoos wird von ZSC-Abwehrspieler Yannick Weber und Goalie Jakub Kovar beäugt.
Foto: Christian Merz (Keystone)
Wenn eine Serie derart eng ist wie dieser Final, können wir natürlich nicht nur den ZSC loben. Der EVZ verlor 2:3 (nach 2:0-Führung) und 1:2 (nach 1:0), könnte also genauso gut 2:0 in Führung liegen. Ja, er ist bei normalem 5-gegen-5-Hockey sogar gefährlicher als der ZSC, kreiert mehr Torchancen, die er aber bislang noch und noch ungenutzt lässt.
Ein Grund für die vielen Zuger Torchancen: Kein anderes NL-Team integriert bei Gegenstössen seine Verteidiger so effizient in den Angriff. Alle beteiligen sich, selbst Haudegen wie Claudio Cadonau. Doch vor allem ein Zuger Abwehrspieler bereitet den Zürchern diesbezüglich Kopfschmerzen: Christian Djoos. Der Schwede findet immer wieder Wege vors ZSC-Tor. Mit etwas Abschlussglück und ohne die überragende Leistung von ZSC-Goalie Jakub Kovar hätte sich Djoos problemlos zum Topskorer der ersten beiden Spiele machen können.
Djoos spielt schlau und variantenreich. Er ist gefährlich, wenn er zu seinen Sprints ansetzt: Volume 90%
Christian Djoos, der Sprinter: Er startet zuhinterst und kommt zuvorderst zum Abschluss.
Video: Mysports
Er kann auch Roman Josi imitieren, wenn er die Rolle des Scheibenträgers übernimmt: Volume 90%
Christian Djoos macht den Roman Josi: Von ganz hinten nach ganz vorne, hier aber als Puckverteiler.
Video: Mysports
Und er hat auch das feine Gespür, wann er nach Druckphasen in der ZSC-Zone vors Tor stechen muss: Volume 90%
Christian Djoos, die «Schlange»: Auch nach einer Druckphase in der ZSC-Zone weiss der Schwede, wann er zubeissen respektive vors Tor stechen muss.
Video: Mysports
All das hier war nur eine Auswahl von Djoos’ Offensivaktionen. Lange kann das so nicht gut gehen für den ZSC, er muss für Djoos eine Lösung finden, am besten schon in Spiel 3.

Die Coachs im Final: Der eine (Rikard Grönborg) lacht mit seinem überragenden Goalie (Jakub Kovar) …
Foto: Walter Bieri (Keystone)
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Es wurde da und dort auch ein «Eis-Schach» zwischen den Skandinaviern Rikard Grönborg (ZSC) und Dan Tangnes (Zug) befürchtet. Bislang vorwiegend zu Unrecht. Zwei kleine Müsterchen gab es dennoch: Tangnes griff in Spiel 1, als er als Heim-Coach das Recht des letzten Wechsels hatte, in einem Fall tatsächlich zum «Line-Matching», also dem taktischen Stilmittel, die immer gleiche Formation auf eine bestimmte gegnerische Linie zu setzen. Und so verbrachte Zugs Defensiv-Center Anton Lander 14 seiner 18 Shifts bei 5-gegen-5 gegen die Zürcher Toplinie Andrighetto/Malgin/Hollenstein. Wiederholt sich das am Samstag in Spiel 3?
Grönborg seinerseits hielt am Mittwoch in Zürich in Game 2 nichts von solchen Spielchen. Eines liess er sich aber nicht nehmen: Azevedo und Krüger, die beiden wohl besten Bullyspieler der Liga, hat er nicht nur in einer Linie vereint. Er brachte sie in Spiel 2 kaum mit fliegenden Wechseln aufs Eis, sondern fast nur nach Spielunterbrüchen, dafür exzessiv. Damit sie Bullys spielen (und gewinnen) können: Vor allem Krüger dominiert mit bislang 74 Prozent gewonnener Anspiele – als gut gelten bereits 55 …
Sehen wir Änderungen in Spiel 3? Angesichts der Torflaute würde sich bei Zug der erstmalige Einsatz von Flügelstürmer Carl Klingberg anbieten. Doch welchen anderen Import würde Tangnes dann rausnehmen? Da sein Topskorer und Captain Jan Kovar wohl genauso gesetzt ist wie die beiden Verteidiger Djoos und Niklas Hansson, würde es wohl Lander treffen. Ohne ihn würde Tangnes dann aber jener defensive Stürmer fehlen, den er in Spiel 1 auf die Malgin-Linie ansetzte. Was also wird der EVZ-Coach tun? Die Antwort gibt es am Samstag um 20 Uhr.
Bin auch gespannt wie sie's heute vor dem Gästeblock organisieren wollen, so ein "kleines Public Viewing". Wenn 20 Leute kommen, kein Problem. Wenn 80 Leute kommen wird's schon schwieriger. Bei 150? So von wegen Gruppendynamik. Und auch interessant zu sehen wird sein, in welcher Form das vorher mit den Clubverantwortlichen und der Zuger Polizei vorbesprochen wurde dann und umgesetzt wird.
Kann mir nicht vorstellen das dies nicht mit Zug abgesprochen wurde. Falls nicht könnte das schnell zu Ende sein.
Der ZSC-Trainer Rikard Grönborg sagt: «Er (Malgin) ist definitiv gut genug, um in der NHL zu spielen. Er hat alles. Das Tempo, die Technik, die Spielintelligenz. Es geht nur darum, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.
Bei Toronto und den Panthers waren zu viele gute Spieler im Weg um eine Top 6 Position zu besetzen, aber in einem Team aus den hinteren Regionen würde ich ihn schon wieder in der NHL sehen. Werden wir Meister und er Playoff Topskorer könnte das wieder eine Türe öffnen, in dem Fall auch für Grönborg.
der zürcher geldadel, welcher gcn nahe steht, auch langsam aber sicher ausstirbt.
Das Geld wird vererbt und die Kinder deren sind normalerweise auch GC Fans bzw. Sympathisanten. Sie halten sich aber im Moment im Hintergrund, solange irgendwer zahlt. Die Frage ist was passiert wenn niemand mehr bezahlt, kommen sie dann aus der Deckung und retten GC? Auf jeden Fall dürfte das neue Stadion (das kommt auf jeden Fall, man muss einfach durch alle Instanzen) GC neuen Schub geben, denn viele GC Fans gehen partout nicht in den Letzi. Aber ja, gross ist die Fanbase nicht, war sie noch nie bzw. schon lange nicht mehr.
Die erste ZSC-Offensivlinie mit Denis Malgin, Sven Andrighetto und Denis Hollenstein macht im Play-off-Final bis jetzt den Unterschied aus. Nicht überall in der Liga sind die teuersten Spieler aber auch die besten.
Nicola Berger (NZZ)
Christian Merz / Keystone
Die Investitionsfreudigkeit im Schweizer Eishockey ist ungebrochen, auch eine Pandemie konnte sie nicht stoppen. Manager ziehen ihren Verwaltungsräten oder Mäzenen Geld aus der Tasche, um auf dem Transfermarkt Prestigeerfolge zu realisieren – und sei es nur, um den eigenen Job zu sichern.
Es gibt Verträge, bei denen schon bei der Unterzeichnung klar ist, dass sie problematisch sind. Der Stürmer Benjamin Baumgartner ist so ein Fall; er wechselte 2021 von Davos nach Lausanne, verdiente dort im ersten Jahr 450 000 Franken und wird in der nächsten Saison noch 50 000 mehr erhalten.
Baumgartner, 22, produzierte in dieser Saison nur 15 Skorerpunkte, war unterdessen der 13. Stürmer; sein Vertrag führt eine Liste von Übereinkünften mit spektakulär schlechten Preis-Leistungs-Verhältnissen an. Auf ihr stehen auch Spieler wie Yannick Herren (bei Gottéron mit einem Lohn von einer halben Million Franken, zuletzt an Lugano weitergereicht), Gilles Senn (in Davos nur Ersatzgoalie), Calle Andersson und Vincent Praplan (beide für den gescheiterten SC Bern tätig).
Es ist ohnehin eine Definitionsfrage, ob sich die Aufwendungen rechnen. Ob das nur dann der Fall ist, wenn das ultimative Ziel erreicht wird: der Meistertitel. Aber eigentlich ist die Rechnung einfach: In einem Kollektiv müssen die teuersten Spieler die besten sein.
Bei den ZSC Lions ist das zurzeit der Fall. Das ist vielleicht der Hauptgrund dafür, dass den Zürchern nur noch zwei Siege zum zehnten Meistertitel der Klubgeschichte fehlen. Die Stürmer Sven Andrighetto, Denis Malgin und Denis Hollenstein bilden die womöglich teuerste Sturmlinie, welche das Schweizer Eishockey je gesehen hat. Und sie ist im bisherigen Play-off die produktivste: Andrighetto ist mit 15 Skorerpunkten ligaweit der beste Skorer, Malgin (14) und Hollenstein (8) gehören ebenfalls zu den Top Ten.
Sie waren alle Prestigetransfers des ZSC, der auf dem Transfermarkt die Muskeln spielen liess und sich finanziell streckte. Hollenstein warben die Zürcher 2018 vom Kantonsrivalen Kloten ab, Andrighetto kehrte 2020 von einem unbefriedigenden Abenteuer in Russland zurück, Malgin unterschrieb erst kurz vor dem Start der laufenden Saison in Zürich.
Malgin, 25, ist so etwas wie der Königstransfer. Er hat den ZSC auf ein neues Level gehoben – und die Abhängigkeit des Teams von Andrighetto reduziert. Malgin spielte schon bei den Junioren im ZSC, ehe er 2016 nach Nordamerika wechselte und den Sprung in die NHL schaffte. 2020 fanden die Toronto Maple Leafs keine Verwendung mehr für ihn, worauf er leihweise in die Schweiz zurückkehrte.
Malgin schloss sich allerdings zunächst Lausanne an, dem Klub, der von Petr Svoboda gemanagt wird. Svoboda ist jener Mann, der in Nordamerika Malgins Agent war. Der Wechsel in die Waadt kam vor allem deshalb zustande, weil es für Malgin in Zürich noch keinen Platz gab. Lange war damals unklar, wann die NHL-Saison beginnen würde, und dem Sportchef Sven Leuenberger war seinerzeit das Risiko zu gross, neben Marco Rossi (heute Minnesota Wild) und Pius Suter (Detroit Red Wings) einen dritten Stürmer aufzunehmen, der nur temporär zur Verfügung steht.
Leuenberger sagt: «Die Kommunikation war offen und ehrlich. Wir blieben im regen Austausch und haben ihm klar signalisiert, dass wir ihn für 2021 gerne verpflichten würden.» Der Transfer wurde zwar Tatsache, er entwickelte sich jedoch zu einer Geduldsprobe. Weil lange nicht klar war, ob sich Malgin sogar eine weitere Chance in der NHL bieten würde. 192 Partien hat der Künstler in dieser Liga schon bestritten, und es ist nicht ausgeschlossen, dass er sein Palmarès dort irgendwann erweitern kann.
Der ZSC-Trainer Rikard Grönborg sagt: «Er ist definitiv gut genug, um in der NHL zu spielen. Er hat alles. Das Tempo, die Technik, die Spielintelligenz. Es geht nur darum, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Ich habe in meiner Karriere schon Weltklasse-Spieler coachen dürfen. Er befindet sich in dieser Kategorie.»
Christian Merz / Keystone
Malgins Vertrag im ZSC ist bis ins Jahr 2025 gültig, aber vor einem Abgang schützt das den Klub nicht. Leuenberger sagt: «Natürlich hoffen wir, dass er bleibt. Der Faktor Spass ist nicht zu unterschätzen. Es ist wahrscheinlich erfüllender, hier mit einer sehr wichtigen Rolle 20 Minuten pro Spiel zu kriegen, als irgendwo mit 7 Minuten Eiszeit zu versauern.»
Die Spielfreude ist Malgin, dem zurzeit besten und kreativsten Spieler der Liga, anzumerken; sie ist Teil seines Charmes, seiner Unwiderstehlichkeit. Mit den Linienkollegen Andrighetto und Hollenstein harmoniert er prächtig – zumal gemessen am Umstand, dass Grönborg sie erst in der Viertelfinalserie gegen Biel vereinte, in der Stunde der Not, als der ZSC vor dem vorzeitigen Ausscheiden stand.
Grönborg sagt: «Wir brauchten eine offensive Linie, die uns tragen kann. Da haben wir das versucht. Und es hat schnell funktioniert. Sie ergänzen sich gut. Malgin mit seinem Speed, Andrighetto mit seiner Klasse und Hollenstein mit seiner Schusskraft. Es hilft, dass alle drei über sehr viel Qualität verfügen.» Hollenstein sagt: «Wir haben uns schnell gefunden und wissen genau, wo der andere steht.»
Vielleicht sind es auch die gegensätzlichen Persönlichkeiten, die diesen Mix so kraftvoll machen: hier der hyperehrgeizige Andrighetto, da der Stoiker Hollenstein, dort der sensible Künstler Malgin. Andrighetto sagt: «Wir verstehen uns auf und neben dem Eis sehr gut. Und es war nicht schlecht, dass wir gegen Biel das Messer am Hals hatten. Das hat uns noch enger zusammengeschweisst.»
Der erste Block hat auch in den ersten zwei Partien der Finalserie gegen Zug den Unterschied ausgemacht. Als der ZSC im ersten Vergleich ein 0:2 in ein 3:2 verwandelte, stand Andrighetto mit zwei Assists am Ursprung der Wende. Und beim hart erkämpften 2:1-Sieg vom Mittwoch im Hallenstadion hiessen die Torschützen Malgin und Andrighetto.
Salopp gesagt: Die teuersten Profis des ZSC sind bis jetzt besser und produktiver als diejenigen des EVZ, bei dem Grégory Hofmann noch keine Entfaltung gefunden hat und der Goalie Leonardo Genoni nicht so unüberwindbar wirkt wie auch schon. Die Investitionen in Hofmann und Genoni, die teuersten Zuger Profis der Klubgeschichte, haben sich für den EVZ mit dem Titel von 2021, dem ersten nach 23 Jahren, dennoch bereits gelohnt – unabhängig vom Ausgang dieser Finalserie.
In Zürich hoffen sie, dass sich über Malgin und Andrighetto in wenigen Tagen selbiges sagen lässt. Und der Rest der Liga hofft, dass die nächste sündhaft teure Transferversuchung 2023 Rendite in Form eines Titels abwirft. Die Zürcher Traumfabrik um Malgin und Andrighetto befeuert auch die Phantasie der Konkurrenz.