Beiträge von Larry

    Die ZSC Lions auf neuer, alter Mission Meistertitel

    Mit zwei Testspielen innert zwei Tagen starten die ZSC Lions am Donnerstag in die Saisonvorbereitung. Der Trainer Rikard Grönborg glaubt sein Team deutlich weiter als im Vorjahr. Und beim verletzten Verteidiger Severin Blindenbacher ist ungewiss, ob er noch einmal zurückkehrt.

    Nicola Berger (NZZ)

    So ganz haben sie im ZSC immer noch nicht überwunden, dass ihre Wiedergutmachungstour für die miserable Saison 2018/19 im März ein jähes Ende fand. Und sie nach dem Qualifikationssieg nicht nach dem Meistertitel greifen konnten. Der Trainer Rikard Grönborg sagt: «Der Saisonabbruch war bitter. Ich will nicht jammern, es war für alle Teams gleich. Aber wir hatten eine gute Ausgangslage, wir fühlten uns bereit für die Play-offs.» Die neue, alte Mission Meistertitel wurde einfach vertagt, um ein ganzes Jahr.

    Seit der ZSC im März letztmals ein Pflichtspiel bestritt, verlebte er bewegte Monate. Er verlängerte den Vertrag mit dem umworbenen Coach Grönborg vorzeitig um zwei Jahre. Er verlor den Topskorer Pius Suter und das Abwehrtalent Tim Berni in die NHL. Und er engagierte den Flügelstürmer Sven Andrighetto als Ersatz. Es ist ein Paradoxon, dass in vielen Vereinen im Schweizer Eishockey aufgrund der Corona-Pandemie derzeit ein Einstellungsstopp herrscht – und trotzdem einer der lukrativsten Verträge in der Geschichte der Liga unterschrieben worden ist.

    Der Unterschrift des zuletzt in der KHL engagierten Andrighetto unter seinen üppigen Fünfjahresvertrag beim ZSC ging ein umkämpftes Transfer-Play-off voraus, bei welchem auch der EV Zug und der HC Lausanne mitboten. Andrighetto entschied sich für Zürich, seine Heimatstadt, das kolportierte Jahressalär bewegt sich in der Grössenordnung von 800 000 Franken.

    Der Nationalspieler Andrighetto ist ein Hauptgrund dafür, dass der Trainer Grönborg sagt, er schätze sein Team nicht schwächer ein als im Vorjahr. «Ich glaube an diese Gruppe», sagte er am Montag – und fügte an: «Letztes Jahr war alles unklar. Ich und die Mannschaft, wir mussten uns zuerst aneinander gewöhnen. Jetzt konnten wir von Anfang an sehr gezielt arbeiten. Wir hatten hervorragende Trainings, wir sind viel weiter als 2019.»

    Am Donnerstag und Freitag absolviert der ZSC seine ersten zwei von insgesamt acht Testspielen. Gegner sind am Donnerstag die Rapperswil-Jona Lakers, am Freitag der Rekordmeister Davos. Nicht dabei sein wird auf Zürcher Seite der Verteidiger Severin Blindenbacher, der während mehr als einer Dekade zu den Allerbesten seiner Zunft zählte. Der 37-Jährige mit Vertrag bis 2021 kämpft nicht zum ersten Mal mit den Folgen einer Gehirnerschütterung. Nach heutigem Stand ist der Rücktritt realistischer als eine Rückkehr. Im Juli musste Blindenbacher geplante Hockey-Nachwuchscamps absagen. Im letzten Winter hatte der ZSC mit Robert Nilsson bereits eine andere Koryphäe aufgrund von Spätfolgen von Gehirnerschütterungen vorzeitig verabschieden müssen.

    Ok, Larry, man kann das im Endeffekt so sehen. Allerdings konnte ich nicht verstehen, warum im Spiel der Preds praktisch alles auf Josi ausgerichtet war. Man hatte das Gefühl, er sei stets auf dem Eis!

    Benny der mit Josi war natürlich reine Provokation! Das Problem bei den Preds liegt im Management! GM Poile ist eine Pfeife, und als Coach hat er den bei NJ gefeuerten Hynes angestellt! Die Transfers der letzten Zeit sowie die Verträge die gemacht wurden sind scheisse. Die Preds haben keine Zukunft, werden den Cup nie gewinnen! In Toronto setzen sie auf das Duo Dubas/Keefe weil die beiden im Farmteam erfolgreich waren. GM Dubas vertraut dabei extrem auf Statistik Tools. Dubas als GM hat nun zwei Saisons lang nichts geliefert, hat Star Coach Babcock gefeuert und seinen Buddy Keefe installiert. Dieser hat nun ein erstes Mal auch nicht geliefert. Da liegt das Problem begraben! Nicht bei Josi oder Matthews. Die sind nur zwei von 40 Leuten auf dem Eis.

    Zürcher Stadionprojekt unter Druck

    Überraschende Wende: SP sagt doch Nein zum Stadion

    Obwohl sie Stimmfreigabe angekündigt hatte, empfiehlt die SP die Ablehnung des neuen Fussballstadions. Trotzdem beklagen sich die Stadiongegner über mangelnde linke Unterstützung.

    Beat Metzler (TA)

    Die SP will sich trotz Nein-Parole im Abstimmungskampf nicht engagieren. Diese mangelnde Unterstützung von linker Seite enttäuscht die Stadiongegner.

    Linker Slalomkurs

    Dabei hatte für sie alles gut angefangen. Anfang März beschlossen die Mitglieder der Stadtzürcher AL die Nein-Parole, als erste linke Partei. Die AL-Stadtparlamentarier hatten noch Ja gesagt zum Stadion. Die Parteimitglieder hingegen vermochte das Projekt Ensemble mit zwei Hochhäusern, einer Genossenschaftssiedlung und einem Fussballstadion nicht zu überzeugen.

    Nur ist die frühe Positionierung ohne Wirkung geblieben. Während die Logos der Grünen, der jungen Grünen und der Juso das Werbematerial der Gegner zieren, fehlt das AL-Signet. Die Partei enthält sich im Abstimmungskampf.

    Beim Referendumskomitee, das vor allem aus Anwohnerinnen und Nutzern der Stadionbrache besteht, kommt das schlecht an. «Die AL-Parteileitung hat uns verboten, das Logo zu verwenden. Und das, obwohl die Basis mit grosser Mehrheit auf unserer Seite steht. Das scheint mir nicht sehr demokratisch», sagt Komitee-Sprecherin Lisa Kromer.

    Die zweite Abstimmung zum gleichen Projekt

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    Kromer führt das Verbot auf den Einfluss der beiden Fraktionspräsidenten im Gemeinderat und Kantonsrat zurück. Andreas Kirstein und Markus Bischoff sitzen im fünfköpfigen Parteivorstand und befürworten das Ensemble-Projekt. Kirstein ist zudem Vizepräsident der Genossenschaft ABZ, welche die gemeinnützigen Wohnungen für rund 500 Menschen auf dem Areal bauen würde.


    AL geht auf Distanz

    Andreas Kirstein weist die Kritik zurück. «Die Vollversammlung hat nur die Parole festgelegt. Über die Unterstützung des Nein-Komitees haben wir nicht gesprochen.» Die Parteileitung habe den Gegnern auch nicht verboten, das Partei-Logo zu verwenden. Die AL beteilige sich einfach nicht an den Aktivitäten des Nein-Komitees.


    Diese Zurückhaltung sei in der Partei akzeptiert, auch unter den Ensemble-Gegnern, sagt Andreas Kirstein. «Die Begeisterung für das Vorgehen und die Argumente des Referendumkomitees sind nicht mehr so gross.» Kirstein spielt auf einen Facebook-Beitrag an, in dem dieses den Fussball als «Corona-verseucht» bezeichnete. Die Kritikerinnen innerhalb der AL verfolgten zwar das gleiche Ziel wie das Referendumskomitee, sagt Kirstein. «Aber sie tun dies aus anderen Gründen.»

    AL-Gemeinderätin Andrea Leitner, die das Ensemble-Projekt skeptisch beurteilt, versteht diese Zurückhaltung. «Beim Stadion gehen in der AL die Meinungen weit auseinander.» Ein einseitiges Engagement würde diese Vielfalt nicht widerspiegeln.

    Die SP tut sich schwer

    Enttäuscht zeigt sich das Referendumskomitee auch vom Vorgehen der SP. Diese hat sich lange nicht festgelegt, auf der Website wurde die Stadionfrage bis anhin nicht erwähnt. «Die Sache scheint der SP unangenehm geworden zu sein», sagt Lisa Kromer. Von der grössten Partei in der Stadt dürfe man aber eine klare Haltung erwarten.

    Grund für die späte Positionierung seien die Einschränkungen wegen des Coronavirus, sagt der städtische SP-Co-Präsident Oliver Heimgartner. Diese hätten eine Delegiertenversammlung mit richtiger Debatte verhindert. Anstelle der Delegierten entschied deshalb der Parteivorstand in Eigenregie. Die SP macht es nun ähnlich wie die AL. Sie empfiehlt ein Nein, beteiligt sich aber nicht an der Abstimmungsdebatte. «Wir finden das Projekt nach wie vor schlecht. Aber der Kampf ist geführt», sagt Heimgartner.

    Vor der ersten Ensemble-Abstimmung versuchte die SP mit grossem Einsatz, das Stadion zu verhindern. Nach der Niederlage vom November 2018 kündigten Parteivertreterinnen an, das Volks-Ja zu akzeptieren. Bei der Diskussion über den Gestaltungsplan im Gemeinderat enthielt sich die SP-Fraktion.

    Aus der Partei kam aber Druck für eine Nein-Parole. Das Referendumskomitee zitiert auf seiner Facebook-Seite Auszüge aus einem Schreiben, in dem Juso- und SP-Mitglieder von der Parteileitung eine Ablehnung fordern.

    «Linker Flügel» fürs Stadion

    In allen linken Parteien gibt es neben den Stadiongegnerinnen auch Befürworter. Diese haben sich zu einem eigenen Pro-Komitee namens «linker Flügel» zusammengetan. Gerade hat diese Gruppe mit einer Pressekonferenz für das Stadion geworben. Das Hauptargument: Fussball sei der «Integrationsmotor schlechthin» und brauche daher ein «echtes Zuhause». Die Gegner finden, dass «wahre Integration» auf der Stadionbrache stattfinde

    Entscheid des Bunderates
    Verbot für Grossveranstaltungen wird um einen Monat verlängert

    Wo ist die einheitliche Lösung?

    «Das Verbot ist aufgehoben, das ist die Botschaft des Tages», sagt Peter Zahner, CEO der ZSC Lions. Es sei jetzt nicht angebracht zu jammern. Die Clubs hätten ihre Hausaufgaben erledigt und passende Schutzkonzepte für ihre Halle erstellt, sagt auch Marc Lüthi, CEO des Ligakonkurrenten SC Bern. «Nun liegt es an den Behörden, eine grundsätzliche Regelung zu schaffen.»

    Etliche Fragezeichen würden allerdings auch nach dem Entscheid noch bleiben, sagt Lüthi. «26, wenn Sie so wollen – weil die Bewilligungspflicht bei den Kantonen liegt. Es kann nicht sein, dass im einen Kanton dieses gilt und im anderen jenes. Wir sind eine nationale Meisterschaft, wir spielen im selben Land – entsprechend brauchen wir eine nationale Lösung.» (TA)

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    Mein Senf: Im Kanton Zürich mit seinen hohen Zahlen von neuen Ansteckungen sieht es für FCZ und ZSC dann eher mau aus wenn die Regeln Kantonal gemacht werden.

    Wenn ich eine Liste erstellen soll mit allen Spielern die noch beweisen müssen das sie ein Team zum Erfolg führen können bin ich morgen noch dran!

    Aber ich beginne mal:

    Roman Josi!

    wie damals: heimspiel im usland! :geil:

    aber chasch vergässe bi eusere hyperventilierende corona fraktion...:nixwiss:

    Edit: Ah ja....keine Auswärtsfans....ja das dürfte noch dauern! Bis dann sind sie ev. bereits wieder unten....! War cool damals....Fussball wie früher! Kleinstadion, Bratwurst, Bier.....darum würde ich sofort nochmals gehen!

    Ziemlich hart für Thun. Aber so ist halt Sport und das ist auch gut so. Hoffentlich gehen sie nicht pleite! Von Vaduz erwarte ich wie in der Vergangenheit nicht viel aber falls möglich den Besuch eines Spiels gegen den FCZ.:bier:

    Tatsache ist die beiden Teams, Montreal und Chicago, sind je auf Platz 12 der Conference gestanden bei Abbruch und hätten die Playoffs zu 99% nicht geschafft!

    Es begann quasi eine neue Meisterschaft/Playoffs und wenn du da nicht sofort bereit bist ist halt Ende Gelände!

    Habe per Mail reklamiert. Habe nun nicht weniger als drei Mails bekommen, angeblich sei das Geld nun ausbezahlt worden. Schaun mer mal. Wer reklamiert wird bevorzugt behandelt?:nixwiss:

    Bei einem Club der seit 53 (!) Jahren den Cup nicht mehr gewonnen hat liegt es kaum an Auston Matthews! Ausserdem waren und sind die Leafs eh kein Kandidat auf den Titel!

    https://www.watson.ch/sport/eishocke…en-pre-playoffs

    "Nach einer so langen Pause haben die Resultate der Regular Season kaum mehr Bedeutung. Teams mit kaum mehr realistischen Playoff-Chancen wie Chicago und Montreal warfen vermeintliche Schwergewichte wie Edmonton und Pittsburgh raus. Gerade in einer kurzen Serie über fünf Spiele, wie es die Play-In-Runde war, schien es viel wichtiger, dass wichtige Einzelspieler sofort gut in Form waren – insbesondere die Torhüter. "

    Jep!:nick:

    https://www.tagesanzeiger.ch/josi-wollte-zu…en-701484391114


    https://www.watson.ch/schweiz/sport/…-saison-starten

    Lengwiler will alle Sitzplätze besetzen....

    "Wir vertreten die Haltung, dass Panikmacherei fehl am Platz ist, wie sie heute in der Schweiz betrieben wird. Wir müssen noch lange mit dem Virus leben und lernen, mit ihm umzugehen. Es soll Normalität in den Alltag kommen. Wir können uns diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Schockstarre nicht länger leisten."

    Da gebe ich ihm Recht! Denke aber nicht das so viele Leute zugelassen werden, einfach aus Prinzip nicht....

    Sport ohne Publikum – Der ZSC-CEO Peter Zahner warnt vor Schäden in Milliardenhöhe und sagt: «Betroffen sind nicht nur wir, sondern auch andere Unternehmer, die von uns abhängig sind»

    Sollte der Bundesrat am Mittwoch am Veranstaltungsverbot mit über 1000 Zuschauern festhalten, werde es im Schweizer Mannschaftssport zu einer Konkurswelle kommen, sagt Peter Zahner. Der volkswirtschaftliche Schaden wäre gemäss dem ZSC-CEO immens.

    Daniel Germann (NZZ)

    Peter Zahner, am Mittwoch soll der Bundesrat entscheiden, ob ab Anfang September wieder Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern erlaubt sind oder nicht. Welche Konsequenzen hätte die Verlängerung des Verbots für Eishockey- und Fussballklubs?

    Verheerende. Es käme zu einer Konkurswelle. Der volkswirtschaftliche Schaden wäre immens. Ich rechne mit mehreren Milliarden Franken, die die Aufrechterhaltung des Veranstaltungsverbots die Schweiz kosten würde.

    Ist das nicht ein wenig schwarzgemalt?

    Keineswegs. Allein im Eishockey drohen rund 4000 Arbeitsplätze verloren zu gehen. Ich spreche da nicht nur vom Profibetrieb, sondern auch von den verschiedenen Nachwuchsabteilungen, die über diesen mitfinanziert werden und deshalb von ihm abhängen. Doch betroffen sind nicht nur wir, sondern auch eine ganze Reihe andere Unternehmer, die von uns abhängig sind: Hallenvermieter, Bühnenbauer, Werbeagenturen, Sicherheitsunternehmen, Bäcker, Metzger, Getränkelieferanten. Natürlich spielt es eine Rolle, wie lange das Veranstaltungsverbot aufrechterhalten wird. Eine ganze Saison mit nur 1000 Zuschauern pro Match kann sich kein Klub in der Schweiz leisten.

    Wie viel würde die ZSC Lions eine Saison ohne Zuschauer kosten?

    Unser Geschäftsmodell fusst auf fünf Säulen. Drei davon würden ganz wegbrechen: die Einnahmen von Zuschauern, Gönnern und aus der Gastronomie. Die Sponsorenverträge sind zum Teil an Zuschauerzahlen gebunden und wären auch tangiert. Keinen Einfluss hätte eine solche Situation einzig bei den TV-Einnahmen. Ich habe es überschlagsmässig hochgerechnet und rechne mit einem Schaden von gegen 15 Millionen Franken. Und weil wir im Hallenstadion eingemietet sind und die Gastronomie nicht selber betreiben, gehören wir in dieser Hinsicht eher noch zu den kleineren Klubs. Andere trifft das viel härter.

    Eishockey und Fussball haben ähnliche Schutzkonzepte ausgearbeitet. Maskenpflicht im Stadion, nur Sitzplätze und keine Gästesektoren, um zusätzliche Reiseströme zu verhindern und die Bedürfnisse des eigenen Anhangs so weit wie möglich zu befriedigen. Reicht das?

    Ich denke schon. Wir haben Dutzende von Massnahmen definiert. Ihre Akzeptanz und Notwendigkeit haben sich mittlerweile im Bewusstsein der Menschen festgesetzt. Ich erwarte keine Opposition dagegen. Und sollte sich jemand dagegen sträuben, soll er zu Hause bleiben.

    Die Gesundheitsdirektoren der Kantone möchten das Verbot für Grossveranstaltungen bis Ende März 2021 aufrechterhalten. Was geschieht dann? Würden die Saisons im Eishockey und im Fussball in diesem Fall überhaupt begonnen?

    Ich kann nur für das Eishockey sprechen. Sollte der Bundesrat am Mittwoch so entscheiden, dann werden die Telefonleitungen am Donnerstag heisslaufen. Wir haben am Freitag eine ausserordentliche Nationalligaversammlung, an der wir entscheiden müssen, wann und wie wir die Saison beginnen. Viel Zeit bleibt uns nicht. Im Prinzip wollen wir am 18. September beginnen. Ich weiss, dass eine Mehrzahl der Klubs nicht ohne Zuschauer in die Saison starten möchten. Doch wir haben Verträge mit Spielern und Mitarbeitern, mit Hallen und Zulieferern, die trotzdem weiterlaufen. Selbst wenn wir nicht spielen, bleiben die fixen Kosten hoch.

    Für was werden die Lions votieren?

    Das entscheidet der Verwaltungsrat. Letztlich hängt unser Entscheid von zwei Faktoren ab. Erstens: Vor wie vielen Zuschauern dürfen wir spielen? Und zweitens: Wie lange gelten die Limitierungen? Sollte der Bundesrat etwa entscheiden, dass wir die Stadionkapazität bis Ende Dezember nur zu 50 Prozent ausschöpfen dürfen und dass die Lage dann neu beurteilt wird, wäre das ein zwar kostspieliger, aber allenfalls noch verkraftbarer Weg. Aber noch einmal: Eine ganze Saison ohne Zuschauer kann sich niemand leisten.

    Wir haben bisher nur von dem Ausfall von Einnahmen gesprochen. Ist es nicht auch möglich, Kosten zu senken?

    Es gibt einen gewissen Spielraum. Doch der ist beschränkt. Die ZSC und GCK Lions haben inklusive Nachwuchs 125 festangestellte Mitarbeiter. Nur 46 davon sind professionelle Eishockeyspieler. Und auch die verdienen längst nicht alle Topsaläre. Der Grossteil unserer Mitarbeiter bezieht einen ganz normalen Lohn, den man nicht einfach von einem Tag auf den anderen um 80 Prozent kürzen kann.

    Die Fussball-Super-League hat am Freitag entschieden, den Darlehensvertrag für die Bundeshilfe nicht zu unterschreiben. Werden Sie in der National League dem Beispiel folgen?

    Für mich ist klar: Man kann dieses Hilfspaket nicht unterschreiben. Die Bedingungen und Sicherheiten wie die Solidarhaftung, die wir im Gegenzug leisten müssten, sind unerfüllbar. Niemand haftet für einen anderen: nicht die UBS für die CS, nicht die Allianz-Versicherung für die Mobiliar, und auch nicht Sie für mich.

    Der Absichtserklärung haben Sie aber zugestimmt.

    Wir wurden damals unter grossen Druck gesetzt. Wir hatten zehn Minuten, um den Entwurf durchzulesen und ihm zuzustimmen. Ich habe bereits da die Bedenken der ZSC und GCK Lions deponiert, ihm dann aber zugestimmt, um ein Zeichen der Solidarität gegenüber der Politik zu setzen. Doch es war nur eine Absichtserklärung.

    «Selbst wenn wir nicht spielen, bleiben die fixen kosten hoch.»

    Der Fussball setzt auf eine Neuverhandlung des Vertrags.

    Darauf hoffen natürlich auch wir. Auch wenn man uns gesagt hat, das Paket sei nicht mehr weiter verhandelbar. Doch was heisst verhandelbar? Wir, die Direktbetroffenen, wurden ja gar nie angehört. Man hat uns etwas vorgelegt und gesagt: Unterschreibt oder geht unter.

    Fühlen Sie sich von der Politik im Stich gelassen?

    Wir stören uns im professionellen Mannschaftssport an einer gewissen Ungleichbehandlung. Die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens funktionieren heute mit Auflagen wieder fast normal. Wir setzen uns beispielsweise mit Masken in öffentliche Verkehrsmittel und pendeln in engen Viererabteilen eine Stunde von Bern nach Zürich. Weshalb soll es nicht möglich sein, mit einer Maske in einem Fussball- oder einem Eishockeystadion zu sitzen, in dem ganz andere räumliche Verhältnisse herrschen und wo die Sicherheitsabstände weitgehend eingehalten werden können?

    Sie sind auch Mitglied des Exekutivrats von Swiss Olympic. Der übrige Sport erhält Direkthilfe vom Bund. Weshalb die Fussball- und die Eishockey-Liga nicht?

    Swiss Olympic und auch das Bundesamt für Sport haben sich ehrlich bemüht, dem Sport zu helfen. Das Problem war: Man richtete den Blick zu sehr auf den Breitensport. Man hat unterschätzt, wie wichtig der Profisport auch für die Breitenbewegung ist. Wir im Fussball und im Eishockey litten von Anfang an unter dem Klischee, dass wir überhöhte Löhne zahlen und alle im Geld schwimmen. Das ist grundfalsch. Ja: Es gibt in den Profiligen einige Topverdiener. Doch es sind nur wenige. Und ja: Der grösste Kostenpunkt eines professionellen Sportklubs sind die Personalkosten. Aber das ist auch in jedem anderen Unternehmen nicht anders.

    Das heisst: Das Eishockey und der Fussball können nicht ohne Staatshilfe überleben?

    Wenn man uns die Zuschauerzahl weiterhin so drastisch reduziert, dann nein. Wir dürfen trainieren, wir dürfen spielen, und wenn wir das tun, ist es uns nicht möglich, Kurzarbeitsentschädigungen zu beantragen. Restaurants oder Hotels haben sich teilweise entschieden, ihren Betrieb weiterhin ruhen zu lassen, weil die Einnahmemöglichkeiten mit den Schutzmassnahmen zu gering sind und der Schaden kleiner ist, wenn das Personal weiterhin auf Kurzarbeit gesetzt ist. Wir haben diese Möglichkeit nicHt.