• Hast du natürlich völlig Recht. Alle Titel der Lions haben auch mit Geld zu tun, gar keine Frage.
    Aber nur weil Zug den Poker um Ghetto verloren hat, werden sie nun zum armen Kämpfer Team das kein Geld in den Versuch den Titel zu holen investiert hat. Genoni und Hoffmann spielen immer noch dort.


  • Der Zürcher Königstransfer

    Darum kann Andrighetto den ZSC zum Meister machen

    Der 27-jährige Nationalstürmer unterschrieb für fünf Jahre. Was ihn auszeichnet, weshalb er sich für die ZSC Lions entschied – und was das für die Konkurrenz bedeutet.


    Simon Graf (TA)



    Wieso entschied er sich für die ZSC Lions?

    Nebst den Zürchern bemühten sich auch der EV Zug und Lausanne ernsthaft um den Nationalstürmer. Ein lukratives Angebot dürften ihm alle drei Clubs gemacht haben, die ZSC Lions hatten aber einen entscheidenden Vorteil: Hier lernte er das Hockey-Abc. «Für mich gab es immer nur einen Club in der Schweiz: den ZSC», sagt Andrighetto. «Zudem habe ich hier noch viele gute Kollegen.» Mit Reto Schäppi und Chris Baltisberger spielte er noch bei den GCK Lions zusammen, mit Verteidiger Christian Marti ist er gut befreundet. In diesem Jahr wurde er Götti von dessen jüngsten Sohn Dion, der gerade mal 17 Wochen alt ist.

    Zudem liebe er die Stadt Zürich, «für mich die schönste der Welt». Als Hommage liess er sich vor vier Jahren das Grossmünster auf den linken Oberschenkel tätowieren. Mit 18 brach Andrighetto auf ins kanadische Junioreneishockey, danach spielte er in der AHL, NHL und zuletzt bei Omsk in Russland. Nun ist er nach neun Jahren im Ausland zurück. Im Sommer war er jeweils nur ein, zwei Monate in der Schweiz und hauste da bei seinen Eltern in Wermatswil. Jetzt sucht er sich eine Wohnung im Raum Zürich.


    Was sind seine Stärken?

    Weil er so früh auszog, kennen ihn die Schweizer Eishockeyfans nur vom Fernsehen. Andrighetto bestritt drei A-Weltmeisterschaften: 2016 in Moskau, 2018 in Kopenhagen und 2019 in Bratislava. Da skorte er in 22 Spielen 19 Punkte und zeigte, dass er fürs offensiv orientierte Eishockey in der Schweiz wie geschaffen ist: Mit seinem Speed kommen ihm die grösseren Felder entgegen, er mag kreative Freiräume und weiss sie zu nutzen. «Er ist ein Vollblutstürmer, der offensiv immer etwas bewegen will», sagt ZSC-Sportchef Sven Leuenberger. «Und er kann nicht nur Tore schiessen, sondern ist auch ein guter Vorbereiter. Das macht ihn unberechenbar.»

    Der Ustermer sagt selbst über sich: «Ich bin ein spielerischer Typ, kreativ, ein guter Läufer. Da ich nicht der Grösste bin, lege ich viel Wert auf Schnelligkeit und Beweglichkeit. Ich fighte um jeden Puck und habe mich in den letzten Jahren auch im defensiven Spiel entwickelt.» Andrighetto punktete überall wo er spielte regelmässig – auch in der NHL, wo er in 227 Spielen 84 Punkte erzielte. In der Schweiz ist ihm wie Pius Suter ein Punkt pro Spiel zuzutrauen. Oder mehr.


    Wieso die Rückkehr in die Schweiz?

    Von 2014 bis 2019 spielte er mehrheitlich in der NHL, zuerst bei Montréal, dann in Colorado. In Denver kam er zuletzt aber nicht über die vierte Linie heraus, weshalb seine Skorerwerte nicht mehr so gut waren und er keinen neuen NHL-Vertrag erhielt. Auch nicht anderswo. Er wechselte mit einem gut dotierten Zweijahreskontrakt zu Omsk und Bob Hartley, dem ZSC-Meistertrainer 2012. Letzte Woche wurde Andrighettos Vertrag aber aufgelöst. «Ich fühlte mich da nie richtig wohl», sagt er. «Sei es von der Sprache und der Kultur her, aber auch vom Eishockey. Es gibt da nicht viel Freiraum, um kreativ zu spielen. Für mich war es mehr ein Arbeiten als ein Spielen.»

    Bei den ZSC Lions unterschrieb er nun gleich für fünf Jahre – auch auf seinen Wunsch. Er würde hier gern (wieder) sesshaft werden. Seine Verlobte ist Amerikanerin, ihre Hochzeit war auf den 22. Juni geplant, in Florida, wegen des Coronavirus verschoben sie diese auf 2021. Die NHL ist noch nicht ganz aus dem Kopf Andrighettos verschwunden. «Wenn sich nochmals eine Möglichkeit ergäbe, müsste ich es anschauen», sagt er. Da die National League mit der NHL neu ein Abkommen hat, könnte er nach jeder Saison in die NHL wechseln. Bis zum 15. Juli müsste er jeweils den Vertrag bei den Zürchern kündigen.


    Was bedeutet das für die Konkurrenz?

    Die Verpflichtung Andrighettos ist eine Kampfansage der ZSC Lions an die Konkurrenz. Mit Pius Suter, der in die NHL wechselt, haben die Zürcher ja den Liga-Topskorer verloren. Andrighetto ist ein valabler Ersatz. Nicht ganz so komplett wie Suter, dafür noch etwas spektakulärer. Und die Zürcher haben durch den Abgang Suters, der ihnen eine Entschädigung von 230’000 Franken eintrug, die Möglichkeit, in der Meisterschaft fünf statt nur vier Ausländer einzusetzen.

    Diese Option dürften sie anfangs noch nicht ausschöpfen. Doch im Playoff, wenn sich ohnehin alle Teams mit zusätzlichen Ausländern als Absicherung bestückt haben, könnte dies zum entscheidenden Trumpf werden. Der EV Zug sicherte sich 2019 mit Leonardo Genoni und Grégory Hofmann die begehrtesten Schweizer Spieler auf dem Markt, nun machten bei Andrighetto die ZSC Lions das Rennen. Die Zuger dürften dann wieder in der Poleposition sein, wenn Sven Bärtschi aus Übersee in die Schweiz zurückkehrt. EVZ-Sportchef Reto Kläy war dessen Ziehvater beim SC Langenthal.


  • Bei aller Euphorie: Ghetto ist "nur" der Ersatz für Suter, und Suter war Top Skorer in der letzten Saison in der Schweiz! 30 (!) Tore schiesst nicht einfach so jeder! Von da her liegt die Latte für Ghetto ziemlich hoch. Aber um Suter zu ersetzten war es wohl der beste mögliche Deal.

    Der ZSC-Stürmer im Interview über seine Unterschrift, seinen Lohn und seine Ziele

    Sven Andrighetto: "Scorerpunkte sind mir egal, ich will Meister werden"

    Die ZSC Lions haben am Dienstagmorgen den zu erwartenden Transfercoup bekanntgegeben. Sven Andrighetto wird in Zukunft das Logo vom "Zett" auf der Brust tragen. Der Stürmer hat in Zürich für fünf Jahre unterschrieben und hat mit uns über seinen neuen Vertrag gesprochen.


    Was hat schlussendlich den Ausschlag für eine Unterschrift bei den ZSC Lions gegeben?

    Ich hatte natürlich mehrere Angebote und habe mit verschiedenen Teams gesprochen, aber schlussendlich war es für mich eine relativ einfache Entscheidung. Ich hatte sehr gute Gespräche mit Sven Leuenberger und Rikard Grönborg. Sie haben mir die Philosophie der gesamten Organisation vorgestellt, welche mir sehr gut gefällt. Ich meine, ich bin in Zürich aufgewachsen, habe bei den Lions die Nachwuchsabteilungen durchlaufen und bin da gross geworden. Es ist mein Zuhause, mein Herz ist Zürich. Die ZSC Lions sind für mich eine Top-Destination in ganz Europa.

    Schlussendlich habe ich mir auch den Kader angeschaut und in Zürich haben wir bereits eine hervorragende Mannschaft beisammen, welche schon viel erreicht hat. Ich will meinen Beitrag dazu leisten, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Ich freue mich auch darauf, ehemalige Teamkollegen wieder zu sehen. Mit Reto Schäppi und Chris Baltisberger habe ich beispielsweise schon für die GCK Lions gespielt. Auch Christian Marti ist ein sehr guter Freund von mir. Ich bin auch "Götti" von seinem Sohn. Die Mannschaft hat also auch einen Ausschlag gegeben und ich freue mich wirklich sehr, Teil davon zu sein.


    Hattest du auch noch Angebote aus dem Ausland?

    Nein, für mich war nach Russland klar, dass ich in die Schweiz will. In Russland hätte ich ja noch einen Vertrag über ein Jahr gehabt, war aber froh, als ich diesen auflösen konnte. Für mich persönlich ist die Schweiz ein super Hockeyland, das riesige Fortschritte gemacht hat. Ich denke es ist nach der NHL eine der besten Destinationen, vor allem auf spielerischer Ebene.


    Ein Fünfjahresvertrag ist eine Hausnummer, da gibt es in der Schweiz nicht viele Spieler, welche einen solchen Kontrakt aufweisen können...

    ...Ich freue mich natürlich sehr, in den nächsten fünf Jahren den Löwen auf der Brust zu tragen. Für mich ist der ZSC keine Zwischendestination, ich will hier etwas bewegen. Da kommt in zwei Jahren auch noch das neue Stadion hinzu. Es hat für beide Seiten so gestimmt und darüber freue ich mich sehr.

    Ist die NHL überhaupt noch ein Ziel?

    Das ist schwierig zu sagen, zum heutigen Zeitpunkt ist mein Fokus voll und ganz auf Zürich gerichtet. Klar, jeder Eishockeyspieler will in der NHL spielen und jetzt wo es das neue NHL-Agreement gibt, benötigt man ja keine Ausstiegsklausel mehr. Wenn diese Türe wieder aufgehen würde, dann wäre dies sicherlich interessant und ich würde es mir überlegen. Mit dem will ich nicht abschliessen, aber wie erwähnt, mein Fokus liegt auf Zürich.


    Deine Vorschusslorbeeren in der Schweiz sind sehr gross, wenn nicht riesig. Spürst du schon einen gewissen Druck?

    Nein überhaupt nicht, ich nehme die Vorschusslorbeeren als Motivation. Schlussendlich ist es mir aber egal, wie viele Tore ich erziele, ich will mit den Lions einfach Meister werden und Titel gewinnen, aber ich will natürlich helfen, wo ich kann.

    In Russland hätte ich sicher doppelt so viel verdienen können.

    Die National League passt sehr gut zu deinem Spielstil (schnell, offensiv, technisch), also auf deine Punkte solltest du ja eigentlich kommen. In den letzten beiden Jahren fehlte dir aber genau in diesem Punkt etwas die Konstanz.

    Für mich ist dies schwierig zu sagen, da ich noch nie in der National League gespielt habe. Schon zwischen der NHL und der KHL gibt es sehr grosse Unterschiede, darum bin ich gespannt, was mich erwartet. Die Konstanz ist immer das wichtigste für einen professionellen Athleten, in allen Sportarten. Jeden Abend die beste Leistung abzurufen, ist die grösste Challenge. Ich habe sicher noch an vielen Orten ein grosses Potenzial und glaube ich bin noch nicht auf meinem Top-Level angekommen.


    Wenn wir das Kader der Lions betrachten, mit wem würdest du am liebsten in der Linie spielen?

    Das musst du Rikard Grönborg fragen [lacht], aber ich habe natürlich bereits mit Reto Schäppi zusammengespielt. Er war an der WM 2016 und teilweise auch 2018 mein Center. Das gilt auch für Dennis Hollenstein. Schlussendlich kommt es aber nicht darauf an, da alles sehr gute Spieler sind, mit welchen man hervorragend zusammenspielen kann.

    Und jetzt mal ehrlich, verdienst du eine Million?

    Zu Zahlen werde ich nicht sprechen, aber es ist sicher keine Million. Das kann man während der Corona-Pandemie auch nicht erwarten. Mein Entscheid hat Nullkommanull mit dem Geld zu tun. Wäre ich dem Geld nachgerannt, dann wäre ich sicherlich in Russland geblieben. Dort hätte ich sicher doppelt so viel verdienen können. Ich habe aber vor allem im letzten Jahr gemerkt: Geld ist nicht alles im Leben. Das Geld hat in meiner Entscheidung keine Rolle gespielt, viel wichtiger war für mich die Lebensqualität.

  • ghetto ist ein top transfer! bin neidisch :nick:

    was mich aber, "es bitzeli närvt", ;),

    dass der pius jetzt noch mit einem 5.ausländer ersetzt werden darf......

    ihr könnt ja mongo beat in die nhl schicken. dann dürft ihr auch einen 5. ausländer einsetzen! :mrgreen:



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    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein

  • Noch was zu Ghetto: Er kann jedes Jahr zurück in die NHL falls ihn jemand dort verpflichten will und er sagt auch das für ihn die NHL nicht abgeschlossen ist.

  • Noch was zu Ghetto: Er kann jedes Jahr zurück in die NHL falls ihn jemand dort verpflichten will und er sagt auch das für ihn die NHL nicht abgeschlossen ist.

    Dann kann Sven aber wieder einen zusätzlichen Ausländer verpflichten.

  • Noch was zu Ghetto: Er kann jedes Jahr zurück in die NHL falls ihn jemand dort verpflichten will und er sagt auch das für ihn die NHL nicht abgeschlossen ist.

    Jeder in seinem Alter würde bei einem Angebot aus der NHL überlegen zu gehen..

  • In der "Geld-Liga" Premier League zum Beispiel: Leicester City.
    Aber das ist wohl die goldene Ausnahme, klar.

    Ausnahmen bestätigen die Regel! Habe mich damals sehr gefreut! Leider passiert das viel zu wenig! Wer will schon jedes Jahr Bayern als Meister ausser den Bayern Fans.....

  • Die Zürcher wollen mit vier Import-Spielern in die Saison starten

    Die ZSC Lions verzichten vorerst auf das Privileg des 5. Ausländers

    Die ZSC Lions sind nach der Verpflichtung von Nationalstürmer Sven Andrighetto (27) in einer so komfortablen Position, dass sie noch keinen 5. Ausländer verpflichten. Nun gilt: Nie mehr seit dem «Grande Lugano» war eine Mannschaft in einer so klaren Favoritenrolle.


    Eine Besonderheit des neuen, auf die kommende Saison gültigen Transferabkommens mit der NHList die Möglichkeit, einen Spieler, der aus einem laufenden Vertrag in die NHL wechselt durch einen zusätzlichen Ausländer zu ersetzen

    «Wir werden die Saison mit vier Ausländern beginnen und dann je nach Situation entscheiden.»
    Sven Leuenberger, Sportchef ZSC Lions

    Weiter:

    https://www.watson.ch/sport/ei…rivileg-des-5-auslaenders

  • Heisst das in dem Fall, dieser fünfte Ausländer dürfte dann auch in den Spielen gleichzeitit mit vier anderen eingesetzt werden oder erhöht sich einfach die maximal einsetzbare Ausländerzahl über die Saison?

  • [quote='Reto','https://forum.zscfans.ch/thread/2081-zsc-kader/?postID=125914#post125914']

    Heisst das in dem Fall, dieser fünfte Ausländer dürfte dann auch in den Spielen gleichzeitit mit vier anderen eingesetzt werden oder erhöht sich einfach die maximal einsetzbare Ausländerzahl über die Saison?

    [/quote]

    Nein, wir dürften in jedem Spiel mit 5 Ausländern spielen.



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  • Heisst das in dem Fall, dieser fünfte Ausländer dürfte dann auch in den Spielen gleichzeitit mit vier anderen eingesetzt werden oder erhöht sich einfach die maximal einsetzbare Ausländerzahl über die Saison?

    Er darf/dürfte spielen, d.h. 5 Ausländer auf dem Matchblatt.

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