Beiträge von Larry

    ZSC Lions: Gobbi für Blindenbacher Im Spitzenkampf gegen Leader Servette rückt der am Dienstag überzählige John Gobbi für Blindenbacher (Fussbruch) ins Team. Blindenbacher zog sich den Haarriss bereits im Mitteldrittel gegen den EVZ zu, spielte aber zu Ende.

    Kolumne Werner Schweizer

    Das Paralleluniversum tagt

    Zwischen genervt und fassungslos nimmt die Eishockeywelt die spärlichen Meldungen über die seit mehr als zwei Monaten dauernden Verhandlungen um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag in der NHL zur Kenntnis. So oder ähnlich könnte in diesen Wochen des Wartens eine Runde zwischen den beiden Parteien um NHL-Commissioner Gary Bettman und Gewerkschaftsdirektor Donald Fehr ablaufen. Es wird vor allem über die neue Verteilung des Kuchens gestritten, der letzte Saison 3,3 Milliarden gross war.

    Bettman: Schön, dass wir nach der längeren Pause einen Termin hier in Manhattan gefunden haben. Für das Catering des Lunchs ist diesmal die Kantine des Madison Square Garden besorgt, eine hervorragende Adresse. Fehr: Ich schlage vor, dass die NHL zwei Drittel der Kosten übernimmt. Das Dessert bezahlen wir, wenn es 30 Dollar nicht übersteigt, aus unserem Kafikässeli. B: Ich bin wie überall für eine 50:50-Lösung. Ich denke, dass wir uns darüber bis zum Ende der Sitzung in einer Kommission einigen können. F: Wenn wir halbieren müssen, bestelle ich nur Wasser und ein Sandwich. B: Zur Tagesordnung: Ich muss mich um 16 Uhr verabschieden. Wenn ich heute für die Weihnachtseinkäufe nicht verfügbar bin, erlebe ich zu Hause einen Lockout. Alle lachen. F: Das trifft sich gut. Wir sind an eine Broadway-Premiere eingeladen. Zuhanden der Traktandenliste: Ich denke, dass es gerecht wäre, wenn wir uns nächstes Mal in Toronto treffen. B: Aber an einem geheimen Ort. Sonst löchert uns danach die kanadische Medienmeute wieder. Das braucht so viel Energie. F: In der kommenden Woche bin ich nicht verfügbar. Ich informiere einige Spieler in Europa über den aktuellen Stand persönlich. Ausserdem waren die letzten Verhandlungen kräftezehrend. Kein Vergleich mit denen im Baseball in den 80er-Jahren. B: Das kann ich bestätigen. Wollen wir zu den wichtigsten Themen kommen: Ihr kennt die Position der NHL. Daran hat sich nichts geändert. Wir haben genügend Kompromisse angeboten. F: Wir sind mit einem 50:50-Split einverstanden, wenn die NHL die bestehenden Verträge garantiert. B: Im Klartext: Ihr wollt knapp 2 Milliarden – nach bisher 1,8. F: Die Verträge habt ihr verteilt. Wir machen die Show. Abgesehen davon muss ich jetzt telefonieren. Man tafelt. Längeres Schweigen. F: Ein Gruss an alle von Henrik Zetterberg. Ich habe ihn vor dem Morgentraining in Zug erreicht. Er hat das grosse Los gezogen. Eine Traumdestination mit einem Topclub mit See und herrlichem Panorama. Ein Steuerparadies. Und das Eishockey ist nicht zu verachten. Die Clubs verteilen im Schnitt über 75 Prozent ihrer Einnahmen an die Spielergehälter. Grosses Hallo am Tisch. B: Zug würde mich auch einmal reizen. Viel mehr als die bescheuerte KHL. Wo logiert man am besten und günstigsten? F: Wer zahlt hier eigentlich die Tickets für das Parkhaus? Murren in der Runde. B: Ein Gewerkschaftsauto ist eingeladen, die andern nicht. F: Nun müssen wir uns nur noch auf ein Communiqué einigen. B: Ich schlage vor: Nach zähen Verhandlungen erzielten die beiden Parteien Fortschritte in weniger wichtigen Belangen. Bis zu einem Deal ist es noch ein langer, steiniger Weg mit viel Arbeit. F: Dazu gehört auch: Wir bleiben optimistisch, dass wir die Saison retten können. B: Allerdings stellt sich langsam die Frage, wie der Schaden verteilt wird, der mit der Streichung eines Teils der Spiele angerichtet ist. F: Klarer Fall. Das ist Sache der NHL. Sie hat uns ausgesperrt. B: Typisch Gewerkschaft. Wir verzichten auf eine gemeinsame Medienmitteilung. Vielleicht streichen wir euch dann bald die ganze Saison. Dann habt ihr gar nichts. Das Paralleluniversum löst sich auf. Das Volk wartet weiter.

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    Zitat von Sbornaja


    Da staht zum Glück nix vom Z. Haha 1,7 Mio für en Hollestei, stell der emal vor :!: Verruckti Wält :mrgreen: :

    Nur will nüt staht heisst das nöd dass de Z nöd au Interesse häd :floet:

    Zitat von Reto

    Und ich muess no säge, dass ich de Brunner no en geile Schpieler finde.

    Macht scho fascht so vill Schpass, wie wo de Fige no i de Halle ufgloffe isch ;o)

    Kann mir noch jemand erklären warum der in der Halle immer ausgepfiffen wird? :nixwiss:

    Ich lese da was von den letzten Playoffs? Was war da?

    Zitat von Messier


    Aso hine simmer nöd über all Zwifel erhabe. Segi i.O., Geering i.O., Gobbi hätmi bis jetzt positiv überrascht, Schnyder~, Maurer~, Laschoff-, Stoffel-, Blindi-

    Flüeler gestern mit nur 85.71 % Fangquote, da gewinnst du keine Spiele!

    Neben Geering (+14, Nr. 3 in der CH!), Segi (+11), Maurer (+6), Gobbi (+4), Stoffel und Schnyder bei 0 bzw. -1 haben wir eben auch Lashoff (-5!) oder Blindi (-7!!!!).

    Generell wird im Moment, auch wegen dem Lockout, in der ganzen CH Zirkushockey gespielt, nur nach vorne, nur die Show zählt.

    Der Z wollte gestern nach dem 3:1 die grosse Show zeigen, etwas was ja auch hier jahrelang gefordert wurde, und jetzt ist es halt in die Hose gegangen.

    Mund abwischen und gegen Servette drei Punkte einfahren!

    Ich hoffe sehr, im Januar beginnt die NHL!

    Letsch Jahr hani die ganze Playoffs glueged, mit Schwiizer IP Nummere und Teleclub via Swisscom Air.

    Das isch über en Kolleg gloffe, jetzt hanis nonig installiert, ich lueg dänn d Zämefassig uf de Siite vo SF und verfolge de Live Ticker am Pool, genau wie Du Dir das vorstellsch!

    :bier:

    «Als Leader muss man Haltung zeigen»

    Dustin Brown, der ZSC-Stürmer und Captain des Stanley-Cup-Gewinners Los Angeles, über die Entwicklung seines Rollenverständnisses und das Leben als dreifacher Vater.

    Mit Dustin Brown sprach Philipp Muschg, Zürich

    Der 20. Lockout-Spieler in der NLA war zuletzt der erfolgreichste. Im Juni führte Dustin Brown (28) die Los Angeles Kings zum ersten Stanley-Cup-Gewinn ihrer Geschichte, er selbst war bester PlayoffSkorer. Der Amerikaner ist seit 2008 Captain der Kings und Vater von drei Söhnen im Alter von 7 Monaten bis 4 Jahren. Seine Frau Nicole lernte er in seiner Heimatstadt Ithaca kennen, als beide 15-jährig waren.

    Sie sind seit ein paar Tagen in Zürich. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

    Im Moment kenne ich erst das Nötigste: den Weg zum Stadion und den nach Hause. Am Samstag hatten wir ein Sponsorendinner, aber wo das genau war: keine Ahnung. Ich bin einfach dort, wo man mich will.

    Ihr letzter Ernstkampf liegt fünf Monate zurück. Wie war es, wieder auf Schlittschuhen zu stehen?

    Es war gut, doch auf dem Eis ist die Umstellung nicht so gross – Eishockey ist überall auf der Welt etwa gleich. Ich bin ja auch nicht völlig aus der Übung: In den letzten Wochen habe ich mit ein paar Teamkollegen einen Rink gemietet. Und ZSC-Trainer Marc Crawford war ja schon in Los Angeles mein Coach – seine Übungen sind noch dieselben wie vor sechs Jahren, ich kannte praktisch alle.

    Hat sich Crawford selbst verändert?

    Bei den Kings war er ziemlich intensiv, jetzt scheint er mir sanfter zu sein, vielleicht ist das ein Altersphänomen. Anderseits hatte er schon früher zwei Seiten. Wir waren ja damals Nachbarn, und er war innerhalb des Stadions ein völlig anderer Mensch als ausserhalb.

    Sie sind Captain des Stanley-CupChampions. Welche Rolle haben Sie beim ZSC?

    Darüber haben wir noch nicht gesprochen, aber meine Rolle war eigentlich bei jedem Team die gleiche: Ich bin ein offensiver Flügelstürmer, der hart auf den Körper spielt, ein Powerforward. Wo genau mein Platz ist, entscheidet Marc. Ich will einfach helfen.

    Hat sich Ihr Rollenverständnis geändert, seit Sie Captain sind?

    Ja, ich achte viel mehr auf mein Verhalten. Als Leader wird man anders wahrgenommen, und ich bin immer noch dabei, mich in diesem Bereich zu verbessern. Das ist nichts, was man über Nacht lernt. Leadership ist sicher etwas, was ich beim ZSC einbringen kann.

    Sie wurden im Herbst 2008 jüngster Captain in der Geschichte der Kings. Was geschah im Januar 2011?

    Das war ein ziemlich entscheidender Moment in meiner Karriere. Ich wurde zu einem Meeting gerufen und hatte keine Ahnung, worum es ging. Ich kam in den Raum, und da sassen unser General Manager, sein Assistent und unser Coach. Das Meeting dauerte eine Stunde und war ziemlich unangenehm. Thema war meine Rolle als Captain: Es wurden wenig schmeichelhafte Vergleiche gemacht, und mir wurde meine schlechte Körpersprache vorgehalten.

    Was war schlecht daran?

    Es war nicht so, dass ich mich über Mitspieler aufgeregt hätte. Aber wenn die Dinge nicht liefen, wie ich wollte, zeigte ich das. Wenn ich mit mir unzufrieden war, wirkte sich das auf mein Spiel aus. Die Mitspieler aber schauen immer auf einen Leader – und wenn der Frust zeigt, ist es für sie leicht, das auch zu tun.

    Wie sind Sie aus diesem Meeting hinausgegangen?

    Ich bin ein ziemlich analytischer Typ und habe über das nachgedacht, was sie gesagt haben. Am nächsten Tag ging ich zum General Manager, dankte ihm für die Hinweise und machte deutlich, dass ich mit einigen der Vorwürfe überhaupt nicht einverstanden war. Aber der wichtigste Kritikpunkt, der mit der Körpersprache, leuchtete mir ein. Als Leader muss man Haltung zeigen.

    Halten Sie auch Kabinenreden?

    Dafür bin ich nicht der Typ – ich gehe eher mit dem Beispiel voran. Die Körpersprache ist aber wichtig, wenn doch einmal etwas gesagt werden muss – man kann nur glaubhaft vermitteln, was man vorlebt. Bei den Kings haben wir fünf oder sechs solche Leader im Team.

    Sie gelten auch in Sachen Einsatz als Vorbild. Sind die vielen Narben in Ihrem Gesicht Berufsrisiko?

    Sie zeigen die Mentalität eines Hockeyspielers. Man kommt immer zurück, selbst wenn man von einem Puck im Mund getroffen wurde. Meine Schmerzgrenze ist ziemlich hoch, ich hatte ein paar üble Verletzungen – besonders an den Zähnen. Anfang Saison sieht man am besten aus, und wenn man auf die richtige Weise spielt, hat man danach fast immer irgendwo ein Problem.

    Sie haben drei Söhne. Was sagen die zum lädierten Vater?

    Im Moment geht es mir gut, darum ist es für sie nicht so spannend. Aber wenn ich während der Saison nach Hause komme, untersuchen mich meine Söhne auf neue Verletzungen. Sie finden das interessant.

    Wissen Sie bei jeder Narbe, woher sie kommt?

    In meinem Gesicht schon, dort waren die Verletzungen zum Teil erheblich. Am Rest des Körpers verliert man mit der Zeit die Übersicht.

    Sie sind in eine grosse Zahl von Wohltätigkeitsprojekten involviert – wie kommt das?

    Weil ich die Möglichkeit habe, für Menschen in schwieriger Lage einen Unterschied zu machen. Meist engagiere ich mich für Dinge, die etwas mit meinem eigenen Leben oder meiner Familie zu tun haben. Es fing an mit Krebshilfe; als wir dann Kinder bekamen, war es ein Kinderkrankenhaus; und seit im Frühjahr der Cousin meiner Frau bei einem Selbstmordattentat in Afghanistan ums Leben kam, arbeiten wir mit einer Organisation zusammen, die sich um die Familien von Armeeangehörigen kümmert.

    Als Sie den Stanley-Cup heim nach Ithaca brachten, nutzten Sie auch das für eine Spendenaktion.

    Ich wollte etwas für die Öffentlichkeit tun, aber es war nicht so, dass wir den ganzen Tag nur Geld gesammelt hätten. Der Anlass dauerte nur drei Stunden, daneben war ich mit dem Cup einkaufen, im Feuerwehrhaus, bei der Polizei, der Grundschule und meiner Tante.

    Hört sich an wie ein typisch amerikanisches Idyll . . .

    . . . ein bisschen, ja. Ithaca ist eine Kleinstadt im Staat New York, wo jeder jeden kennt. Viele haben mir auf meinem Weg geholfen, und darum war es auch besonders schön, den Cup-Gewinn mit der ganzen Gemeinschaft zu teilen.

    Stimmt es, dass Sie vor dem Wechsel nach Los Angeles noch nie westlich von Detroit waren?

    Ja, das stimmt. Die Umstellung war riesig: Ich kam aus einer Stadt mit 40 000 Einwohnern in eine Metropole von 20 Millionen. Anfangs sind wir ein paar Mal umgezogen, aber seit sechs Jahren wohne ich wie die meisten meiner Teamkollegen in Manhattan Beach . . .

    . . . einem Stadtteil, den CNN vor ein paar Jahren zu «Amerikas bestem Ort für reiche Singles» kürte.

    Heute leben die meisten Singles in unserem Team etwas südlich in Hermosa, die Verheirateten in Manhattan.

    Sie sind 28, dreifacher Vater und mit Ihrer Jugendliebe verheiratet. Empfinden Sie das als ungewöhnlich für einen Profisportler?

    Nicht unbedingt. Bei den Kings haben wir einen guten Mix zwischen jungen Singles und Familienvätern.

    Hatten Sie nie das Gefühl, mit Ihrem frühen Entscheid für eine Familie etwas verpasst zu haben?

    Nein, das war ein bewusster Schritt. Nicole und ich wollten Kinder, während wir selbst noch jung sind, sodass sie nach meiner Karriere schon alt genug sind, dass wir gemeinsam Dinge unternehmen und reisen können.

    Ihre Frau war selbst eine gute Eishockeyspielerin – sprechen Sie miteinander über Ihre Leistungen?

    Ja, sie sagt mir nach den Spielen jeweils, wie sie mich fand. Manchmal möchte ich es zwar nicht hören, aber sie sagt es trotzdem.

    Sie haben drei Söhne: Würden Sie sie ermutigen, selbst Eishockey zu spielen?

    Meine Frau und ich würden Sie unterstützen, wo wir können. Ich gehöre aber nicht zu jenen Eltern, die ihre Kinder zu etwas pushen – auch wenn ich natürlich etwas mehr von Eishockey weiss als von anderen Dingen. Aber wer Eishockeyspieler werden will, muss sich selbst pushen.

    Kalifornien erlebte zuletzt einen Eishockeyboom. Für die Kings muss der Lockout zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kommen.

    Aus Sicht des Clubs ist das Timing miserabel, keine Frage. Die Konkurrenz in Los Angeles ist immens: die Basketballer der Lakers, Kinos, Konzerte und die ganze Entertainment-Industrie. Abheben kann man sich nur mit Siegen, und wir haben das getan – eine Viertelmillion Menschen kamen zu unserer Parade mit dem Stanley-Cup. Dieser ganze Schwung geht jetzt verloren.

    Wie viele Spieler waren bei der Siegesparade nüchtern?

    Null. Sie fand drei Tage nach dem entscheidenden Sieg statt, und wir hatten ein paar ziemlich gute Partys hinter uns.

    Zurück nach Zürich. Wissen Sie schon, wann Ihre Familie kommt?

    Anfang Dezember. Zu Thanksgiving (22. November, die Red.) geht sie heim nach Ithaca, anschliessend fliegt sie hierher – vorausgesetzt, der Lockout hält an. Ich möchte, dass sie so schnell wie möglich kommt, aber für meine Frau ist es natürlich sehr aufwendig, allein mit drei Kindern so weit zu reisen.

    Waren Ihre Söhne ein Grund dafür, dass Sie sich für die Schweiz als Arbeitsort entschieden?

    Auf jeden Fall. Wir haben eine Montessori-Schule gefunden, die lediglich hundert Meter vor unserer Haustür liegt. Ich kann überall Eishockey spielen, aber die Kinder sind in einem Alter, in dem es wichtig ist, dass sie nicht den ganzen Tag nur zu Hause herumsitzen. Sie sollen auch herkommen und etwas Neues erleben.

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    Zitat von Messier


    und i de Play offs chunsch ja sicher wieder, oder ?

    Was heisst wieder?

    Hans scho letsch Jahr verpasst und au Ziit vo de nächste PO's isch scho verplanet: Route 66 zum dritte! :cool:

    Nei, vorderhand gnüss ich die ganze 180 Täg wo mir zugestande werded, aber i 10 Jahr oder so :razz: gseht das ev. andersch us!

    Zitat von Lolo

    ich freu mich wie es chlises Chind uf de Zischtig, de Brown gfallt mir als Typ und jetzt chann er au no bime Victoriacup-Sieger spiele......... ZSC sucht gar nüt.

    Gruss Lolo

    Ich wünsch Eu viieel Spass :cool: :geil: :applaus: und bin es bitzeli niidisch..... :nick:

    Der neue King kommt an

    Von Philipp Muschg, Kloten

    Nach elfstündigem Flug landete Dustin Brown in Kloten. Der Captain des Stanley-Cup-Gewinners und neue ZSC-Stürmer wurde zahlreich erwartet.

    Einer hat den blassen Ausdruck eines Fotos dabei, das Dustin Brown im Dress der Los Angeles Kings zeigt. Auf das Foto ist ein gelber «Post-it»-Zettel geklebt mit der Anweisung «To Jonas». Andere wollen keine Autogramme, sondern den Moment per Handy festhalten. Und immer wieder fragt jemand aus dem Strom jener, die im Terminal 2 des Flughafens Zürich gerade den Zoll passiert haben, warum so viele Kameras und Fotolampen da sind.

    «Ein berühmter Eishockeyspieler, Dustin Brown», antwortet dann einer. Und die aus Tokio oder Los Angeles Kommenden, die doch selbst eine anstrengende Reise hinter sich haben, ziehen anerkennend die Augenbrauen hoch, sagen leise «Ah» oder gehen wortlos weiter, weil sie vielleicht enttäuscht sind, dass es eben doch kein Filmstar ist, mit dem sie das Flugzeug teilten.

    Ein Star aber ist Dustin Brown durchaus. Im Juni führte der Stürmer aus Ithaca, New York, die Los Angeles Kings als Captain zu ihrem ersten Stanley-CupGewinn. Er wurde Playoff-Topscorer und steht mit 28 Jahren auf dem Gipfel seines Sports. Als Profilbild auf Twitter dient ihm ein schlichtes Foto des Cups.

    Mit 28 schon drei Söhne

    Es ist kurz vor vier, als das Warten ein Ende hat. Dutzende Hälse recken sich und Fotoapparate werden gezückt, als ein junger Mann mit vollem Gepäckwagen um die Ecke nach der Zollkontrolle biegt. Dustin Brown trägt schwarze Jeans, T-Shirt, Kapuzenpulli und Rucksack. Wie ein Star wirkt er nicht, eher wie ein reifer Student, der seine Garderobe ganz den Anforderungen des Alltags angepasst hat. Als die ersten Blitzlichter zucken, bleibt Brown kurz stehen und dreht sich um, als müsse jemand anders gemeint sein oder als habe er etwas fallen lassen. ZSC-Sportchef Edgar Salis geht auf seinen neuen Spieler zu und heisst ihn willkommen. Als der Amerikaner lächelt, entblösst er eine Lücke, wo die oberen Schaufelzähne sein sollten.

    Am Mittwochabend hat Brown Los Angeles verlassen, nach elf Stunden Flug und der Begrüssung erfüllt er geduldig die Wünsche der Anwesenden. Er unterschreibt Fotos, posiert mit Fans und gibt Auskunft über seine Reise, seine Vergangenheit, seine Pläne.

    Er habe unterwegs geschlafen («Das bin ich gewohnt»), er habe am Dienstag gewählt («Für wen, behalte ich für mich»), und ja, ZSC-Trainer Marc Crawford sei in Los Angeles nicht nur sein Coach, sondern auch sein Nachbar gewesen («Er wohnte vier Häuser weiter, ich konnte einen Football zu ihm hinüberwerfen»).

    Brown ist ein untypischer NHL-Spieler. Mit 28 ist er bereits dreifacher Vater, seine Frau Nicole, die er seit Teenagertagen kennt, soll mit den drei Söhnen nachkommen, falls der NHL-Arbeitskampf nicht bald ein Ende hat. In Zürich finden sich bessere Vorschulen für die Kinder, und auch Browns Erinnerungen sprachen für die Schweiz. An der WM 2009 war er zweitbester Scorer für die USA, die in Bern spielte. «Es hat mir sehr gut gefallen», blickt Brown zurück, «traurig war nur, dass damals im Bärengraben ein Bär eingeschläfert wurde, das war das grosse Thema.»

    Brown spricht mit sanfter Stimme, er lispelt leicht. In jeder seiner drei Saisons auf höchster Juniorenstufe gewann er die Trophäe für den Spieler, der schulische und sportliche Leistungen am besten kombiniert. Da fällt es schwer, sich vorzustellen, dass dieser intelligente, fast schüchterne Familienvater auf dem Eis so ganz anders auftritt. Playoff-Topskorer Brown ist kein Filigrantechniker, sondern vor allem gefürchtet für seine Härte. In den letzten fünf Jahren hat niemand in der NHL mehr Checks ausgeteilt als er. «Ich ziehe Aufmerksamkeit auf mich», sagte Brown im Playoff-Final, «vielleicht nicht von der Torgefährlichkeit her, aber von einem Gesichtspunkt ‹Ich will dich vernichten› aus.»

    Am Dienstag Premiere gegen Zug

    Brown blickt ein letztes Mal in die Runde. Alle Autogramm- und sonstigen Wünsche sind erfüllt, Stöcke und Gepäck ins Auto verladen. Brown lächelt, dann verlässt er mit der ZSC-Delegation die Flughafenhalle. Am Dienstag im Hallenstadion gibt es ein Wiedersehen mit Fans und Medien. Weniger angenehm dürfte es für die Spieler von Gegner Zug werden: Sie bekommen auf dem Eis einen ganz anderen Brown zu spüren.

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