Ein Pflichtsieg gegen den Zweitletzten.
In Zürich interessieren zur Zeit zwei andere Clubs, der eine heisst ZSC und der andere hat gestern wieder gross aufgespielt.
Ob sich diese Saison daran noch was ändert? Ich glaube nicht.
Ein Pflichtsieg gegen den Zweitletzten.
In Zürich interessieren zur Zeit zwei andere Clubs, der eine heisst ZSC und der andere hat gestern wieder gross aufgespielt.
Ob sich diese Saison daran noch was ändert? Ich glaube nicht.
«Schön, dass der ZSC interessiert»
Captain Mathias Seger erlebt einen goldenen Herbst und freut sich über den Publikumsaufmarsch.
Mit Mathias Seger sprach Simon Graf
Sie schossen beim 3:2 in Bern Ihr 6. Tor, haben schon 15 Punkte erzielt. Hat dieser gelbe Topskorer-Helm eine magische Wirkung auf Sie?
(lacht) Nein, nein, das hat nichts mit dem Helm zu tun. Ich würde ihn gerne abgeben, wenn die Stürmer mehr Tore schiessen. Es gibt einfach Phasen wie jetzt, in denen die Pucks reinfallen. Und es funktioniert auch sehr gut mit Geering als Partner, ich profitiere von ihm. Aber ich kann noch einiges verbessern.
Der Kontrast zum letzten Herbst, als Sie den Start verletzt verpassten und danach um Ihre Form rangen, ist frappant. Was ist nun anders?
Es fällt sicher einfacher, wenn man gut in der Tabelle steht. Das nimmt extrem viel Druck weg. Und wir Verteidiger geniessen mehr offensive Freiheiten als im letzten Jahr. Das Spielsystem ist anders ausgerichtet. Letztes Jahr mussten wir immer hinten bleiben, jetzt können wir mehr in der Offensive agieren, dürfen uns den Angriffen anschliessen. Das macht uns als Mannschaft gefährlicher. Aber natürlich müssen wir auf die Balance achten.
Sie werden nicht gerne an den Punkten gemessen. Aber auch Sie schiessen gerne Tore, oder?
Logisch, jeder schiesst gerne Tore. Das hilft der Mannschaft. Man kann nur gewinnen, wenn man Tore schiesst. Aber das Wohl des Teams steht für mich immer im Vordergrund.
Mit bald 35 zählen Sie immer noch zu den besten Verteidigern der Liga. Spüren Sie das Alter nicht?
Ich spüre, dass ich länger brauche für die Erholung oder für die Genesung nach Verletzungen. Aber im Alter profitiert man von der Erfahrung. Ich weiss, wie ich meine Energie richtig einsetzen muss. Und fit fühle ich mich.
Letzten Winter waren Sie auch als Vermittler zwischen dem Team und Bob Hartley gefragt, als Psychologe. Haben Sie es nun ruhiger?
Als Psychologe würde ich mich nicht gerade bezeichnen (lacht). Aber natürlich ist es ein gutes Zeichen, wenn ein Captain nicht so gefragt ist. Marc Crawford macht einen sehr guten Job. Er hat eine gute Linie und versteht es, den Spielern Selbstvertrauen zu geben. Er wurde von der Mannschaft sehr gut aufgenommen, auch wenn er wie Hartley durchaus eine gewisse Härte zeigt.
Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden?
So weit liegen sie nicht auseinander. Sie denken ähnlich, verlangen viel. Das ist auch gut so. Aber charakterlich sind sie sicher verschieden. Für Hartley gab es nur seinen Weg und keinen anderen, Crawford geht mehr auf den Menschen ein, interessiert sich auch für unsere Kultur. Das schätzen wir Schweizer.
Von einem Meisterblues ist nichts zu spüren. Half es, dass die Mannschaft so stark verändert wurde?
Sicherlich war es wichtig, dass es frisches Blut gab. Das kann einen Meisterblues verhindern. Aber es wäre gefährlich, zu behaupten, wir seien dem Meisterblues schon entwischt. Er kann auch noch im November oder Dezember kommen. Wir müssen uns dieser Gefahr bewusst sein.
Hat sich die Hierarchie im Team durch die Zuzüge von Spielern wie Shannon oder Wick verändert?
Hierarchie ist ein blödes Wort, finde ich. Wir haben eine gesunde Struktur. Und wenn eine Mannschaft eine gute Struktur hat, ist es einfacher für einen Neuen, sich einzugliedern. Es sind wirklich auch gute Typen dazugekommen, auch Trachsler muss man erwähnen. Sie alle wollen eine gute Rolle spielen, wollen Leader sein. Das hilft uns.
Ist das Team besser besetzt als im Meisterjahr?
Ich würde sagen, ja. Wir haben ein sehr grosses Potenzial, vor allem offensiv. Aber das birgt auch Gefahren. Wenn man einen Lauf hat und nur noch von seinem offensiven Potenzial lebt, kann sich das im Hinblick aufs Playoff verheerend auswirken. Man darf seine kämpferischen Qualitäten nicht vernachlässigen. Denn im Playoff, wenn es nur über den Kampf geht, braucht man sie.
Wie ist es, Runde für Runde gegen NHL-Cracks zu spielen?
Mir gefällt es. Jene Spieler haben eine unbestrittene Klasse. Es ist schön, dass sie gekommen sind. Zum einen für die Zuschauer, denen mehr Spektakel geboten wird, zum anderen wird das Niveau in der Liga durch sie höher. Und davon können alle profitieren. Zumindest all jene, die spielen. Es gibt ja auch die, die deshalb ihren Platz eingebüsst haben.
Bedauern Sie, dass der ZSC noch keinen Lockout-Spieler hat?
Nein, überhaupt nicht. Unsere Mannschaft wurde zusammengestellt, als man noch nicht mit einem Lockout rechnete. Und ich finde es gut, dass man ihr Zeit zum Wachsen gibt. Wenn der Lockout die ganze Saison dauert, sind jene mit NHLCracks sicher im Vorteil. Aber wenn er aufhören sollte, wäre das ein Vorteil für uns. Denn es ist nicht einfach, wenn Eckpfeiler eines Teams plötzlich abreisen.
Die ZSC Lions haben in diesem Winter rund 1000 Zuschauer mehr. Spüren Sie das?
Es ist grossartig, natürlich merkt man, wenn 1000 mehr im Hallenstadion sind. Es ist schön, dass der ZSC in Zürich wieder interessiert. Aber man muss auch die Umstände sehen: Wir wurden Meister, Kloten hat viele Sympathien eingebüsst, und der FCZ hat Mühe. Deshalb kommen mehr Leute zu uns.
Werden Sie noch oft auf die Szene angesprochen, wie Sie nach der Meisternacht im Tram mit dem Pokal nach Hause fuhren?
Es ist immer wieder ein Thema. Jene Szene lässt mich wohl so bald nicht los. Aber ich hoffe schon, dass nach meiner Karriere nicht nur von diesem Foto geredet wird, sondern davon, was ich auf dem Eis geleistet habe.
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De Chlaus und de SCB:
ZSC Lions siegen in Bern 3:2
Fast wie einst im April
NZZ am Sonntag
Ulrich Pickel, Bern
Beinahe auf den Tag genau ein halbes Jahr nach dem denkwürdigen siebenten Finalspiel standen sich Stadtberner und Stadtzürcher zum ersten Mal in der Arena am Bärengraben wieder gegenüber. Die ZSC-Anhänger bemühten sich nach Kräften, mit Sprechchören und Plakaten die Erinnerung an das entscheidende Tor 2,5 Sekunden vor Schluss auf der Gegenseite wachzuhalten, doch das Berner Publikum hatte anderes zu tun, als sich mit Anspielungen auf die jüngste Vergangenheit provozieren zu lassen. Die Gegenwart bietet Gesprächsstoff genug.
Da sind zum Beispiel die Lockout-Attraktionen John Tavares, Mark Streit und Roman Josi. Ihnen gegenüber besteht eine Erwartungshaltung, die bisweilen in astronomische Höhen steigt. Wohl bringt ihr Einfluss Klasse und Substanz ins ohnehin breite Berner Kader, aber er war einmal mehr nicht entscheidend. Der SCB-Express will einfach nicht so ins Rollen kommen, wie sich das die zahlreiche Anhängerschaft in der Bundesstadt wünscht.
Immerhin: Nach 97 Sekunden gab Tavares ein eindrückliches Müsterchen seines Könnens ab. Keiner der Zürcher ging ihn konsequent an, worauf er tat, was er besonders gut kann. Er zog mit einem Handgelenkschuss ab, der eine Qualität hatte, wie sie ohne Lockout in der Schweizer Meisterschaft praktisch nie zu sehen ist. Das war dann aber auch fast alles, was die Berner zustande brachten. Ihr zweites und letztes Tor fiel erst nach 53 Minuten durch Vermin – zu spät, um das Spiel noch zu wenden.
Dazwischen wurde der grösste Teil der knapp 16 500 Zuschauer zunehmend ratloser. Was nach der frühen Führung noch wie ein vergnüglicher Abend ausgesehen hatte, verkehrte sich bald ins Gegenteil. Schäppi glich in der 6. Minute aus, danach erhöhten Seger (im Powerplay) und Maurer (mit seinem ersten Saisontor) bis zur Spielmitte auf 3:1 für die Gäste.
Mit der schieren Wut im Bauch versuchten die Berner wieder ins Spiel zu kommen, doch alle Druckphasen verpufften. Der SCB wirkte oft erstaunlich unbeholfen, hatte allerdings auch das Pech, auf ein Zürcher Team zu treffen, dem die bis dato beste kämpferische Leistung der Saison gelang. Fast wie einst im Play-off-Final im April strahlte Flüeler im Tor viel Ruhe aus, ein paar Mal hatte er auch das Glück des Tüchtigen. Seine Vorderleute wiederum wichen keinem Zweikampf aus, spielten selbstbewusst und clever und warfen sich bei Bedarf auch konsequent in die Berner Schüsse.
Damit brachte der Meister den Vorsprung relativ sicher über die Runden und revanchierte sich gleichzeitig auch für das 2:3 vom 20. September im Hallenstadion. Es wirkte sich auch nicht negativ aus, dass die Lions ohne den Kanadier Brulé antraten. Er fehle «aus persönlichen Gründen», sagte der ZSC-Sportchef Edgar Salis. Der Stürmer sei aber weder krank noch verletzt. Wann er wieder spiele, sei offen. Weitere Angaben hierzu waren von Zürcher Seite nicht zu vernehmen.
Zitat von snowcat
auch in st. gallen dauerte es übrigens über 10 jahre bis nach dem vorstellen des projektes mit dem bau endlich begonnen wurde.
Das Projekt in Zürich wurde 2003 vorgestellt, im September 2003 wurde abgestimmt und angenommen, 2009 beerdigt.
Das war vor 9 (!) Jahren, und falls die (voraussichtliche) Abstimmung im nächsten Jahr durchkommt, falls keine Einsprachen kommen (...) wird das neue Stadion dann (voraussichtlich) 2017 stehen - 14 Jahre später!
Falls, wenn, aber... :roll:
Ambühl meldet sich zurück
Der Bündner führte die ZSC Lions mit 2 Toren zum 3. Sieg in Serie, einem 3:2 in Overtime gegen Lugano.
Von Simon Graf, Zürich
Larry Huras machte seinen zweiten Abstecher ins Hallenstadion innert kurzer Zeit. Am Sonntag hatte er auf Einladung dem «Walter-Scheibli-Jubiläumsspiel» beigewohnt, nun musste er arbeiten. «Beides hat Spass gemacht», sagte er. «Ich kam gerne als Gast, weil Scheibli eine wichtige Figur in der ZSC-Geschichte ist. Und ich ja auch ein Teil dieser sein durfte.» Als Unbeteiligter hatte er das Zürcher 4:1 über Biel entspannt verfolgt. Welch ein Kontrast zu gestern, als er sich nach dem 2:3 mit Lugano masslos über die Strafe gegen McLean ärgerte, die zu einer doppelten Zürcher Überzahl und zum Ausgleich Shannons (45.) geführt hatte. Wohlgemerkt, sein Zorn galt nicht dem Schiedsrichter, sondern der Regel, die McLean zum Verhängnis wurde.
Der Kanadier hatte im Boxplay den Puck übers Plexiglas befördert, unabsichtlich, und war dafür korrekt bestraft worden. «Immer wieder werden Spiele durch diese völlig unnötige Regel entschieden», ereiferte sich Huras. «Auch die letzten beiden WM-Finals.» Er habe sich schon beim Internationalen Verband beklagt, erzählte der Lugano-Trainer. Und sogar bei dessen Präsidenten René Fasel. Aber leider habe es nichts genützt. Den ZSC Lions jedenfalls kam der Fauxpas von McLean zugute. Sie fanden so, nachdem ihnen die temporeiche Partie entglitten war, zum 2:2 und letztlich zum Sieg in der Overtime. Ambühl entschied diese mit seinem zweiten Tor des Abends nach nur 35 Sekunden Verlängerung und einem schönen Pass Tambellinis.
Im Derby vom Dienstag hatte der Davoser wegen einer Grippe gefehlt, gegen Lugano nun war er bei seiner Rückkehr der Matchwinner. Nein, besonders motiviert sei er wegen seiner Abwesenheit eigentlich nicht gewesen, sagte Ambühl in seiner gewohnten Art. «Denn motiviert bin ich immer.» In seinem dritten ZSC-Jahr erlebt der Antreiber erstmals einen ruhigen Herbst. «Es ist schön, einmal gut in die Saison zu starten», konstatierte er mit einem verschmitzten Lächeln. «Dann ist nicht alles so verkrampft.» Sein Vertrag läuft nach diesem Winter übrigens aus. Er selbst mag sich noch nicht festlegen und sagt: «Ich bin kein Fan davon, schon nach 12, 13 Spielen über die nächste Saison zu reden. Vor Dezember werde ich sicher keine Entscheidung fällen. Aber ich fühle mich wohl in Zürich.»
Defensive Stabilität gefunden
Dass sich der HCD, der seinen Kern verjüngen muss, um eine Rückkehr des 29-Jährigen bemüht, ist ein offenes Geheimnis. Aber die ZSC Lions dürften die finanzielle Schmerzgrenze bei Ambühl hoch ansetzen. Dieser hat spätestens im vergangenen Playoff bewiesen, wie wertvoll er ist. Die Ausgeglichenheit in der Offensive, wo noch längst nicht alle ihr Potenzial ausschöpfen, ist das Plus der ZSC-Ausgabe 2012/13 gegenüber der letzten Saison. Alle vier Linien können Spiele entscheiden. Zuletzt hat die Mannschaft aber auch zu der von Marc Crawford gewünschten defensiven Stabilität gefunden. Nur zwei Gegentore gegen ein Lugano, das zuvor in drei Spielen 18 Mal getroffen hatte, sind ein guter Wert. Nebst den gewohnt starken Seger und Geering gefielen gestern im Schatten des glänzenden Ambühl auch Blindenbacher und Lashoff.
ZSC Lions - Lugano 3:2 n.V. (1:0, 0:2, 1:0) Hallenstadion. – 8499 Zuschauer. – SR: Mandioni, Abegglen/Müller.– Tore: 2. (1:09)Ambühl (Seger) 1:0.33. Bergeron 1:1. 38. Morant (Metropolit) 1:2. 45. Shannon (Seger, Wick/Ausschlüsse Heikkinen, McLean) 2:2. 61. (60:35) Ambühl (Tambellini) 3:2. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5-mal 2 gegen Lugano.
ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Maurer; Seger, Geering; Blindenbacher, Lashoff; Schnyder; Bastl, Trachsler, Monnet; Kenins, Ambühl, Tambellini; Bärtschi, Shannon,Wick; Brulé, Schäppi, Cunti; Baltisberger.
Lugano: Manzato; Morant, Sbisa; Ulmer, Vauclair; Schlumpf, Heikkinen; Kienzle, Profico; Kostner, McLean, J. Murray; Bergeron, Metropolit, Rüfenacht; Steiner, Kamber, Domenichelli; Simion, Conne, Reuille.
Bemerkungen: Lugano ohne Hirschi, Blatter, Bednar, B.Murray (verletzt). – 34. Latte Lashoff, 58. Pfosten Rüfenacht. 49. Domenichelli mit Knöchelbruch ausgeschieden, er fällt einen Monat aus. 59:52 Timeout ZSC.
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http://www.20min.ch/sport/eishocke…aenger-17970910
Die Fronten sind nun gefährlich verhärtet und im schlimmsten Fall ist sogar die ganze NHL-Saison in Gefahr. Interessant wird sein, ob die Spieler weiterhin bereit sind, der harten Linie ihres Gewerkschaftsbosses Don Fehr zu folgen, oder ob sie ihn zu einer anderen Haltung zwingen werden. Die Spieler bekommen während des «Lockouts» keinen Lohn und können das Geld, das sie nun verlieren, nie mehr zurückholen.
Haben die Spieler nichts gelernt aus dem letzten Lockout? :roll:
Zitat von SimmsNichts neues über Italien.
In Spanien haben die Zuschauerzahlen in den letzten Jahren nicht so dramatisch abgenommen, wie in Italien oder?
http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…n-tv-1.17677822
Dort werden die Lichter bald ausgehen, auch für Barca und Real!
Das TV kann das Geld nicht mehr aufbringen, und dann ist Ende mit Superstars in Spanien!
"Es war wie ein ausgedehnter Schulausflug"
ZSC-Goalietrainer Andy Moog lobt Lukas Flüeler und schwärmt von Wayne Gretzky und seinen Zeiten mit den legendären Oilers.
Von Simon Graf, Zürich
Die ZSC Lions haben keine Lockout-Stars, dafür aber einen dreifachen Stanley-CupChampion als Goalietrainer. Andy Moog war dabei, als die Edmonton Oilers in den Achtzigerjahren mit ihrem Offensivstil die Liga dominierten und die Fans verzückten. Und der inzwischen 52-Jährige bekommt heute noch glänzende Augen, wenn er über jene Zeit spricht: «Unsere Saisons fühlten sich an wie ein ausgedehnter Schulausflug. Wir waren alle so jung. Wir reisten, spielten, assen zusammen, gingen ins Kino.» Und Coach Glen Sather sei smart genug gewesen, den Spielern ihre Unbeschwertheit zu lassen: «Er führte uns an der langen Leine. Auch wir hatten eine Sperrstunde. Aber sie war eher ein Richtwert.»
Mittendrin war der junge Wayne Gretzky, der, wie Moog sagt, mit seinem Enthusiasmus alle mitriss: «Ihm war es egal, ob es im Madison Square Garden war an einem Samstagabend oder Plauschhockey in Edmonton an einem Montagmorgen, er konnte es kaum erwarten, aufs Eis zu gehen.» Moog teilte sich den Goaliejob mit dem zwei Jahre jüngeren Grant Fuhr, war aber, als das Playoff anstand, jeweils die Nummer 2. Trotzdem sei die Beziehung zu seinem Konkurrenten gut gewesen: «Wir hatten niemanden, an dem wir uns anlehnen konnten. So waren wir die Goaliecoaches füreinander. Ich kann mich nicht beklagen. Schliesslich wurde ich auch dank ihm zum mehrfachen Cup-Sieger.»
Die Kunst des Loslassens
Doch Moog wollte der Mann sein, der sein Team zum Titel führt. So verliess er die Oilers mit 27 und war danach bei Boston, Dallas und Montreal einer der besten Goalies, ohne sich allerdings einen weiteren Cup-Ring zu verdienen. Mit 372 Siegen ist er in der NHL die Nummer 14 – trotzdem glaubt er, ihm habe etwas gefehlt: Er habe zu wenig gut loslassen können. Und das sei eine zentrale Komponente bei einem Torhüter: «Egal, ob man deklassiert wird oder im Torraum ausgerutscht ist. In dem Moment, in dem es passiert ist, ist es hinter uns. So muss man es behandeln. Die Körpersprache grosser Goalies verrät uns nie, was ihnen widerfahren ist. Sie wirken gleich, ob sie 2:1 gewonnen haben oder 0:5 verloren.»
Moog macht immer noch einen fitten Eindruck, macht bei den ZSC Lions rege von den Fitnessgeräten Gebrauch, wenn er hier ist. In Dallas wohnhaft, reist der Vater dreier erwachsener Kinder einmal pro Monat nach Zürich, um mit Lukas Flüeler und Tim Wolf zu arbeiten. Er sei kein Dogmatiker, hält er fest: «Es gibt zwei verschiedene Typen von Goaliecoaches. Jene, die an ein System glauben und dieses all ihren Goalies vermitteln. Und jene, die den Goalie bei seinem Stil unterstützen. Das ist meine Arbeitsweise.» Flüeler entspreche dem Prototypen des modernen Butterfly-Goalies, an ihm gefalle ihm die Athletik und die Grösse. Er vergleicht den bald 24-Jährigen mit Kari Lehtonen, der in Dallas zu einem der besten NHL-Torhüter reifte.
Moog hörte mit 38 auf, obschon er bei Montreal noch einen Vertrag hatte, der ihm nochmals 2,5 Millionen Dollar eingetragen hätte. All die Dinge, die er habe unternehmen müssen, um fit genug zu sein, um zu spielen, hätten ihm zuletzt den Spass am Spiel geraubt, erklärt er. Er trauert dem verpassten Salär nicht nach: «Es war keine schwierige Entscheidung. Es war Zeit. Ich hätte noch 25 Spiele spielen können und meinen Lohn einfahren. Aber das entsprach mir nicht.»
Dass die heutigen NHL-Stars ein Mehrfaches verdienen, missgönnt er ihnen nicht. Er habe genug erhalten. «Aber ich mache mir Sorgen um die Generation vor mir. Um jene Ex-Profis, die nicht die Möglichkeit hatten, etwas zur Seite zu legen. Zum Glück leben die meisten in Kanada, wo das Sozialsystem gut ist.» Den NHLLockout verfolgt Moog aufmerksam. Er war Vizepräsident der Spielergewerkschaft und erlebte die ersten Arbeitskämpfe an der Front mit.
Sorge um die ungleiche NHL
Der Spielerstreik von 1992, der kurz vor Playoff-Start stattfand und zehn Tage dauerte, habe die Gewerkschaft erst legitimiert, sagt er. Sorge macht ihm nicht die Verteilung der Gelder zwischen Clubs und Spielern, sondern das Ungleichgewicht in der Liga: «Wir haben eine Zweiklassengesellschaft. Zehn mächtige Clubs bestimmen, was läuft, sie haben das Ohr von (NHL-Commissioner) Gary Bettman.» Als «NHL-Dinosaurier» müsse er hoffen, dass die Saison in Nordamerika bald beginne. Aber er gesteht: «Mir gefällt das Spiel auf den grossen Eisflächen besser.» Wohl auch, weil es ihn an «seine» legendären Oilers erinnert.
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Der italienische Fussball liegt in Trümmern
Von Birgit Schönau, Rom
Lediglich zwei Teams in der Champions League, wenig Zuschauer, kaum Investoren aus dem Ausland – es fehlt an Jugend und Reformen.
Ganz Italien wird von Experten regiert. Ganz Italien? Nicht doch. Ein von unbeugsamen alten Männern und ihren Erben beherrschtes Feudalreich widersetzt sich allen Reformen. Es handelt sich um die Patriarchen des Fussballs, der letzten Bastion jener typisch italienischen Mischung aus Familienkapitalismus und Konsensmaschine, die Silvio Berlusconi auf die Spitze getrieben hat. Und die jetzt mit ihm geradewegs in den Untergang treibt. Denn während das Nationalteam des Reformers Cesare Prandelli Erfolge feiert, war die Serie A noch nie so unattraktiv wie in dieser Saison, da mit Juventus Turin und der AC Milan nur zwei Mannschaften in der Champions League spielen.
Durchschnittsalter: 63 Jahre
Ausser Spesen nichts gewesen, moniert die «Gazzetta dello Sport». Das rosa Blatt ist immer noch die meistgelesene Zeitung Italiens, doch wenn der Fussball weiter an Appeal verliert, dürfte das auch nicht ewig so bleiben. 2,5 Milliarden Euro hätten die zehn reichsten Fussballbosse in ihre Clubs investiert, rechnete die «Gazzetta» vor. Den Löwenanteil hält Inters Patron Massimo Moratti: 1,1 Milliarden Euro steckte er in die Internazionale, doppelt so viel wie Berlusconi in die AC. Die Summe ist beeindruckend, zumal jene Trophäen, die mit dem Geld ergattert wurden, inzwischen Patina angesetzt haben. Beeindruckend ist auch das Durchschnittsalter der Präsidenten (von AC, Inter, Juventus, Lazio, Genua, Sampdoria, Palermo, Udine, Napoli und AC Florenz): 63 Jahre, 7 Monate. Wobei der 36-jährige Juve-Chef Andrea Agnelli der einzige «Ausreisser» unter 40 ist.
Ganz Italien wird von alten Männern regiert, da macht der Fussball keine Ausnahme. Das Problem ist, dass diese verschnupft reagieren, wenn sie neuerdings als normale Unternehmer betrachtet werden, denen keine Extrawürste mehr zugestanden werden. Unter Berlusconi wurde der Calcio de facto staatlich subventioniert, dass Steuerschulden in dreistelliger Millionenhöhe über Jahrzehnte abgestottert werden konnten, war gesetzlich geregelt. Das grosse Geld für die Clubs kam von den TV-Anstalten – auch da hatte Berlusconi ein Wörtchen mitzureden. Der Fussball war ein geschütztes, ökonomisches Biotop.
Doch diese Zeiten sind unwiderruflich vorbei. Die Krise hat Italien erfasst. Und die Politik umwirbt den Fussball nicht mehr. Mario Monti traut sich nicht nur, öffentlich zu gestehen, dass er kein Fussballfan ist – ein Novum in einem Land, in dem früher sogar die Bischöfe einen Lieblingsverein haben mussten –, er regte sogar an, den Spielbetrieb für ein, zwei Jahre anzuhalten, auf dass sich der Fussball vom jüngsten Wettskandal erhole.
Der Premier ist mit der Überzeugung, es gäbe Wichtigeres als Fussball, in guter Gesellschaft. Die Italiener wenden sich zusehends ab von ihrem einstigen Lieblingssport, den Berlusconi zur Ideologie überhöhte. Und dass immer weniger Zuschauer in die Stadien kommen, ist für jene Präsidenten, denen das jahrelang egal war, plötzlich ein Problem.
Immer weniger Zuschauer
Denn mit leeren Stadien kann man keine Investoren locken. Seit Wochen umwirbt etwa Berlusconi Geschäftspartner aus dem Emirat Katar. Der 76-jährige Ex-Premier will den Staatsfonds Qatar Investment Authority mit ins Boot holen. Doch der Präsident verlangt zu viel – er hat den Wert seines Clubs auf 800 Millionen Euro festgesetzt, realistisch ist die Hälfte – und bietet zu wenig. Milan ist zurzeit nur Elfter, nach dem Verkauf von Ibrahimovic und Thiago Silva nach Paris ist das Team nicht mehr konkurrenzfähig. Sicher, in diesem Jahr wird erstmals in 26 Jahren an den Spielergehältern gespart. Aber das wird kaum reichen, um das Vorjahresminus von 67 Millionen auszugleichen. Dass Sparen nicht genug ist, kann sich Berlusconi eigentlich bei Monti abgucken.
Auch Moratti sucht Hilfe im Ausland. Im Sommer schien es, als habe Inter die chinesischen Eisenbahner am Wickel. Für 55 Millionen Euro wollten sie angeblich 15 Prozent der Anteile übernehmen. 55 Millionen – früher einmal, als Moratti in einem Sommer allein so viel Geld ausgab wie die gesamte Bundesliga, wären das Peanuts gewesen, etwa so viel wie ein halber Fussballer. Inzwischen ist der Holländer Wesley Sneijder bei Inter mit 13 Millionen Euro im Jahr der letzte Grossverdiener, von den Chinesen aber fehlt jede Spur.
Ausländische Investoren machen einen Bogen um Italien, 2011 zogen sie sogar 235 Milliarden Euro ab. Die Gründe sind einleuchtend: Italiens Infrastruktur ist unzureichend, die Bürokratie zu aufgeblasen und die Justiz zu langsam. Aus dem Fussball wurden die Ausländer sowieso systematisch herausgehalten, solange italienische Unternehmer sich als Präsident gesellschaftliche oder sogar politische Bedeutung sichern konnten. Die Ausnahmen waren Juventus Turin mit der allerdings auch nicht unproblematischen Beteiligung libyscher Staatsfonds sowie die AS Roma, die 2011 an USFinanciers verkauft wurde. Doch die Amerikaner sind zögerlich. Ihr Versprechen, Rom ein eigenes Stadion zu schenken, klingt nebulös. Juventus ist zurzeit der einzige Serie-A-Club mit eigenem Stadion – und die Konkurrenz aus Neapel, mit der sich Juve die Tabellenführung teilt, der einzige Verein mit positiver Geschäftsbilanz. Das drittplatzierte Lazio hat mit plus/minus null abgeschlossen.
Die Tugendhaften stehen also ganz oben, so ändern sich die Zeiten. Das Spitzenduell Juve - Napoli morgen ist ausverkauft, neuerdings gibt es nämlich auch noch den besten Fussball im modernsten Stadion. Aber noch verharren die alten Feudalherren auf ihren Trümmern.
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Und Spanien?
Au nur 60gi worde ![]()
1974 mit 17 quasi illegal im Kino Wellenberg mit rote Ohre (hüt würded Kids lache ab dem Streife)
R.I.P. Sylvia Kristel

Mit dem 2. November rechne ich auch nicht unbedingt!
Eigentlich reicht es mir wenn sie im Januar beginnen drüben, wäre der worst case für div. Teams! :twisted:
Ende des Lockout in der NHL nahe
(ws.)
Es ist wieder Bewegung im Arbeitskampf in der NHL: Commissioner Gary Bettman legte gestern Dienstag eine Vertragsofferte über sechs Jahre auf den Verhandlungstisch, die für die Gewerkschaft nur schwer abzulehnen sein wird. Sie beinhaltet eine 50:50-Verteilung der Einnahmen, die letzte Saison rund 3,3 Milliarden Dollar betrugen. Die Saison würde am 2. November mit dem gesamten Programm von 82 Spielen der Regular Season beginnen.
Ein wichtiger Punkt: Die Spieler müssten in der nächsten Spielzeit keine Reduktion ihrer bestehenden Verträge akzeptieren. Im letzten Jahr des ausgelaufenen Gesamtarbeitsvertrags hatten sie 57 Prozent der Einnahmen erhalten. Gewerkschaftsdirektor Donald Fehr taxierte den Vorschlag in einer ersten Stellungnahme als «exzellenten Start». Sollte man zu einer Einigung kommen, müssten die Lockout-Stars der NHL schon in der kommenden Woche aus Europa zu ihrem Club zurückkehren.
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Gönd hei! ![]()
Sieg nach 22 Penaltys
Die ZSC Lions ringen Kloten in einem epischen Derby 4:3 nach Penaltys nieder.
Von Philipp Muschg, Zürich
Roman Wick, der langjährige Klotener, verhinderte mit seinem Penalty, das sein früherer Club zum 100. Mal das Zürcher Derby gewann. Als es nach zwanzig Versuchen immer noch untenschieden stand, lief der 26-Jährige zum dritten Mal an. Einmal hatte er Ronnie Rüeger im Kampf Mann gegen Mann schon bezwungen, einmal war er gescheitert – doch die dritte Runde ging wieder an den Schützen. Weil Klotens Matthias Bieber den 22. Penalty nicht an Lukas Flüeler vorbeibrachte, verkürzte der ZSC die Derbybilanz nach einem aufwühlenden Eishockeyabend auf 61:99.
Es war ein Sieg, den sich die Stadtzürcher durchaus verdient hatten. Sie verfügten über vier Linien, die für Torgefahr sorgten; sie liessen sich vom frühen 0:1 durch Sannitz (9.) ebenso wenig irritieren wie vom späten 3:3 durch Bodenmann (59.); sie waren effizient im Powerplay und nützten die Klotener Fehler kaltschnäuzig aus. Sie konzentrierten sich geschickterweise darauf, die Kreise von Klotens Paradeblock zu stören, was mit Ausnahme einer kurzen Phase im Schlussdrittel gut gelang.
Und schliesslich demonstrierten sie ihren Kampfgeist im der fünfminütigen Verlängerung, wo sie nicht weniger als 3:30 Minuten lang mit drei gegen vier Feldspieler verteidigen mussten und dennoch kaum einen gefährlichen Abschlussversuch zuliessen.
Man könnte auch umgekehrt sagen: Das Überzahlspiel der Flyers, statistisch ohnehin das klar schlechteste der Liga, erreichte im 173. Zürcher Derby einen neuen Tiefpunkt. Es bewegte sich hart an der Grenze zum Slapstick, wie sich die Verteidiger in der Verlängerung darum drückten, den Puck Richtung Tor zu befördern. Immer und immer wieder wurde der Pass gesucht – gefunden wurde im besten Fall ein Mitspieler, der es nicht besser machte, oder der Stock eines ZSC-Verteidigers.
Nur eine Linie mit Akzenten
Trainer Tamfal hätte an seinem Geburtstag sicher lieber das vierte Überzahltor dieser Saison gesehen als weitere 10 Minuten, 12 Sekunden fruchtloses Powerplay. Nach dem Marathon-Penaltyschiessen ist die Bilanz seiner Flyers in dieser Disziplin mit je zwei Siegen und Niederlagen ausgeglichen. Die ersten Saisontore von Raffaele Sannitz und Tommi Santala sowie der eine Punkt kaschieren ausserdem, dass auch gestern nur die Linie mit Denis Hollenstein, Brooks Laich und Simon Bodenmann Akzente setzte.
Der ZSC dagegen hat allen Grund zur Freude. Er hat seinem Publikum einen packenden Abend mit fulminantem Finale beschert – nach je drei Penaltys lagen die Lions 0:2 zurück, dann glichen Wick und Tambellini noch aus. Gegen das schlechteste Powerplay der NLA liess der ZSC vergessen, dass bisher das Unterzahlspiel seine grosse Schäche war und ebenfalls das schlechteste in der NLA. Dazu hat das Team von Marc Crawford sein erstes Penaltyschiessen gewonnen und ist in der Tablle vom 6. auf den 2. Rang vorgerückt.
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Unterhaltungsfaktor nahe 100/100 ![]()
Segi in der Form seines Lebens.
Geering kommt, und wie!
Wick, Top Transfer.
Monnet bereits in Form?!
Wir haben keine NHL Stars und unsere Ausländer sind noch weit davon entfernt, Leistungsträger zu sein.
Trotzdem belegt der Z Platz 2, was zeigt, was für ein Potential in diesem Team steckt.
The Future is bright! ![]()
Zitat von snowcatbis jetzt isch für mich de fcb es bizz es vorbild gsi, wie me en club sött füehre! bis jetzt...
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ja läck mir......die händ meini schön d Hose voll! ![]()
De Spross selig häd au so e gueti Idee gha:
De neu Name wär "Grasshopper Club Zürich", da chömed beid Clubs drin vor.....
Good Job, Sandro!
Ein perfekter ZSC-Nachmittag für den Jubilar
Zum 80. Geburtstag von Radiolegende Walter Scheibli gab es ein 4:1 gegen Biel. Aber noch ist bei den Lions vieles nicht meisterlich.
Von Silvan Schweizer, Zürich
Der Mann in Gelb lachte herzhaft, lauschte zufrieden den Gratulationen. Immer wieder erhob er sich, streckte die Arme in die Luft und winkte ins Rund – so, wie er das immer tut, wenn die Zürcher Fans seinen Namen skandieren. Und in den Pausen plauderte er gewohnt leidenschaftlich in die Mikrofone. Walter Scheibli konnte seinen 80. Geburtstag unbeschwert geniessen. Sein ZSC machte der Radiolegende, dessen markante Stimme den Club seit 30 Jahren begleitet, das perfekte Geschenk: ein stilvolles Retrotrikot aus seiner ersten Saison 1982/83 mit allen Unterschriften und der Nummer 80 auf dem Rücken – eines, wie es die Spieler an diesem Nachmittag zu seinen Ehren trugen. Vor allem aber schenkten sie ihm einen 4:1-Heimsieg gegen Biel.
Und sie kontrollierten Spiel und Gegner schon so früh so klar, dass nach den Danksagungen vor dem ersten Bully auch während der Partie dem Publikum genügend Zeit für Huldigungen an Scheibli blieb. Die Lions erhöhten nach dem 2:1 zur ersten Pause im Mittelabschnitt innert 24 Sekunden auf 4:1. Von da an waren weder sie noch die Bieler gewillt, allzu viele Kräfte zu investieren. «Es war nicht viel, dass man heute nicht hätte mögen können», bilanzierte Coach Marc Crawford deshalb nach einem ungefährdeten Erfolg.
Der Kanadier sah «eine der besten Leistungen» in seiner noch jungen Amtszeit. Vor allem defensiv waren die Zürcher tatsächlich stabiler und konzentrierter als noch zuletzt gegen Fribourg (3:4 n. P.) und Servette (2:4), sie halfen Goalie Flüeler mit unzähligen blockierten Schüssen. Und im Angriff kreierten sie selbst genügend Chancen für einen noch höheren Sieg. «Es gibt sicher einige, die frustriert sind, weil sie keine Tore erzielen. Aber ich bin sicher, dass jeder Spieler etwas Positives für sich aus diesem Match ziehen kann», sagte Crawford.
Seger bereits mit dem 5. Tor
Nach zwölf Partien haben die ZSC Lions gegen alle NLA-Teams mindestens einmal gespielt; nur mit den Lakers gab es bereits zwei Duelle. Die Titelverteidiger befinden sich als Fünfte im Pulk jener fünf Mannschaften, die sich um Platz 2 hinter dem unangefochtenen Leader Servette streiten. Sie haben schon mehrmals angedeutet, dass vor allem in der Offensive gar noch mehr Talent und Potenzial da sind als in der letztjährigen Meistersaison. Abgesehen vom 4:0 in Rapperswil konnten sie bisher aber noch keines der Spitzenteams bezwingen.
Noch ist das Leistungsgefälle innerhalb des Teams zu stark, um auch in jenen Partien dominant auftreten zu können. Auf der einen Seite der Formskala sind die selbstbewussten Verteidiger Geering und vor allem Captain Seger, der gestern bereits sein fünftes Tor erzielte. Auch Wick setzte zuletzt an der Seite Cuntis wieder vermehrt Akzente. Und Monnet sammelte schon mehr als doppelt so viele Skorerpunkte (9) wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.
Brulés Nuller im Abschluss
Dafür haben die Ausländer noch nicht den Einfluss, der von ihnen zu erwarten ist. «Ein paar von ihnen bekundeten zu Beginn Mühe, ein paar sind auf dem grösseren Feld noch am Lernen», sagt Crawford vorsichtig. Verteidiger Lashoff etwa zeigt sich in seinem Stellungsspiel oft unbeholfen und eingeschränkt in seiner Angriffsauslösung. Tambellini ist noch längst nicht der Antreiber aus dem Playoff. Und Brulé, als Torjäger verpflichtet, scheint immer mehr an sich zu verzweifeln – gegen Biel verpasste er seinen ersten Treffer sogar, als er das offene Tor vor sich hatte. Weil Shannon zuletzt drei Partien wegen Adduktorenproblemen verpasste, sucht Crawford auch weiter nach den besten Linienkombinationen. Der Auftritt gegen Biel gab ihm zumindest die Gewissheit, dass er «auf dem richtigen Weg» sei. Der nächste Test folgt morgen im Derby gegen Kloten. Auch dann mit der Unterstützung des Manns in Gelb.
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