Spiele wie das in Rappi über die letzten paar Jahre sind der Grund weshalb der Saisonkartenverkauf eben nicht läuft wie gewünscht. Es gibt zwar beim Z relativ viele Hardcore Fans (wir hier!) aber den Rest müsste man mit Leistung über Jahre (!) überzeugen. Sonst bleiben sie TV Konsumenten & Playoff Touristen.
Beiträge von Larry
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Eher unverbesserlich?
Kann ja nur besser werden! Grüss mir das Land meiner Vorfahren, ich war nur ein Mal dort, da hat Roger Geiger noch gespielt.....natürlich haben wir verloren! Für ein gutes, währschaftes Nachtessen wird es hoffentlich auch noch reichen!
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Auf Wut und Unverständnis folgen Trotz und Fatalismus – wie der FCZ am Trainer Franco Foda festhält
Der FC Zürich steckt in einer tiefen Krise. Und die Frage ist: Was macht das mit der Mannschaft? Der Captain Yanick Brecher überzeugt als eine Art Aussenminister – doch auch aus dem Team werden böse Geschichten über den Trainer gestreut.
Fabian Ruch15.09.2022, 05.00 Uhr (NZZ)
Yanick Brecher hat sich daran gewöhnen müssen, Rückschläge zu erklären – und wie er das tut, sagt einiges über den Wandel aus, den der FCZ durchlebt hat.
Gian Ehrenzeller / Keystone
Womöglich wird man schon in ein paar Tagen sagen: Der FC Zürich und Franco Foda – das hat einfach nicht gepasst. Es sind jedenfalls alle Begleitumstände vorhanden, die zur Geschichte eines Trainerwechsels passen würden: tiefe Krise, miserable Bilanz, späte Gegentore, dilettantische Abwehrfehler, fehlender Goalgetter, umstrittene Massnahmen des Trainers, offene und versteckte Kritik an ebendiesem, Treueschwüre der Vorgesetzten.
Zwei Punkte aus acht Spielen hat der FCZ in der Super League geholt. Am Donnerstagabend tritt er in der Europa League in Norwegen gegen Bodø/Glimt an, am Sonntag im Cup beim Challenge-League-Spitzenklub Lausanne – zweimal ungeliebter Kunstrasen, zweimal Alarm, weil man stolpern könnte, zweimal die Gefahr, auch in anderen Wettbewerben früh alle Ambitionen zu verlieren.
Der FC Zürich hat sich offenbar dazu entschlossen, einem aus seiner Branche bekannten Reflex zu widerstehen. Der Präsident Ancillo Canepa und der Sportchef Marinko Jurendic haben sich hinter Franco Foda gestellt. Sie loben die Arbeit des deutschen Trainers, nehmen die Spieler in die Pflicht, sprechen von einer unglücklichen Entwicklung.
Captain Brecher erledigt seine undankbare Aufgabe mit Geschick
Zuletzt verlor der FCZ in der Meisterschaft zweimal nach einem Gegentor kurz vor Spielende: 1:2 gegen Lugano, 2:3 bei Servette. Und selbst wenn die Darbietungen ordentlich gerieten, ist der FCZ in einer Abwärtsspirale gefangen. Auch das Servette-Tor in der 95. Minute am Sonntag lieferte symbolhafte Bilder vom FCZ-Trainer: Franco Foda stand gebückt an der Seitenlinie, die Hände auf den Knien, er schüttelte fassungslos den Kopf und hinterliess den Eindruck, traurig und einsam zu sein.
ZitatUnser Spielbericht nach der Auswärtsniederlage gegen den Servette FC ist nun online:
👉🏼 https://t.co/q9DtYsxkTV#SFCFCZ #fcz #stadtclub #NieUsenandGah pic.twitter.com/lQDE5vKudG
— FC Zürich (@fc_zuerich) September 11, 2022Eine Frage ist, was dieser kaum für möglich gehaltene Niedergang mit der Mannschaft macht? Yanick Brecher ist als Captain der Krisenkommunikator, nach jeder Partie gibt er tapfer Auskunft bei den Medien. Der Goalie erledigt diese undankbare Aufgabe mit Geschick, er findet den Ton, weicht keiner Frage aus, bleibt sachlich, spricht die wunden Punkte an. Brecher hat sich in den letzten Wochen daran gewöhnen müssen, Rückschläge zu erklären – und wie er das tut, sagt einiges über den Wandel aus, den der FCZ durchlebt hat.
Am Anfang waren Wut und Unverständnis zu spüren, zum Beispiel nach dem enttäuschenden 1:1 in Winterthur Mitte August. Brecher sagte damals: «Wir haben komplett alles vermissen lassen. Uns fehlte es an Herz und Leidenschaft. Ein Grossteil der Mannschaft hat nicht verstanden, worum es geht.» Mittlerweile dominieren Trotz und Fatalismus, nach dem 2:3 in Genf vor ein paar Tagen meinte Brecher, man habe stark gekämpft, irgendwann werde das Glück zurückkehren.
Sowohl in Winterthur als auch in Genf sagte der Captain, einige Spieler müssten sich an der eigenen Nase nehmen. Vor einem Monat war das als ausdrückliche Kritik an der Einstellung einiger Teamkollegen zu verstehen. Am Sonntag dagegen war es Brecher ein Anliegen, das als Aufforderung zu betrachten, weniger Fehler zu begehen.
Wie der FC Winterthur – und doch ganz anders
Der FC Zürich hat sich, so seltsam das klingen mag, etwas stabilisiert. Der Trainer Foda rotiert weniger, es ist Leben in der Mannschaft, Zerfallserscheinungen sind nicht zu erkennen. Und doch gibt es Anzeichen für interne Probleme.
So werden Geschichten kolportiert über Franco Foda, einige sind böse, andere absurd, die meisten vielsagend. Der Trainer soll beim Trainingsauftakt schlecht vorbereitet gewesen sein, heisst es, er habe die Spieler nicht gekannt, nicht einmal Brecher und den Teamleader Blerim Dzemaili. Und Foda grüsse seine Mitarbeiter kaum, habe sich noch immer nicht bei allen auf der Geschäftsstelle vorgestellt.
Die Verantwortlichen wehren sich vehement gegen diese Vorwürfe. Auch Yanick Brecher sagt, darüber könne er nur lachen. Er habe mit Foda gleich am ersten Tag ein 20-minütiges Gespräch geführt. «Wir können diese Geschichte einordnen, da bleibt nichts hängen.» Offensichtlich ist jedoch, dass die bösen Gerüchte auch aus der Mannschaft gestreut werden, viele Spieler sind nicht einverstanden mit Fodas Auftreten und seiner Arbeit. Sie trauern dem Vorgänger André Breitenreiter nach.
Zitat💬 "Wir werden kämpfen und alles geben, um für die Fans zu gewinnen."
Bohdan Viunnyk und Mirlind Kryeziu blicken auf das Auswärtsspiel in der @EuropaLeague gegen @Glimt voraus.#BODFCZ #FCZüriÜberall #fcz #stadtclub #NieUsenandGah pic.twitter.com/3TI48wT8Cy
— FC Zürich (@fc_zuerich) September 14, 2022Franco Foda ist nicht ein Sympathieträger à la Breitenreiter. Und Foda äusserte sich in den ersten Wochen dieser Saison mehrmals bemerkenswert kritisch über sein Team. Das hat Spuren hinterlassen. Der Eindruck ist so: Hier der Trainer, dort die Mannschaft – so direkt sagt das kein Spieler, schon gar nicht öffentlich. Doch die sportliche Bilanz zeugt auch von fehlendem Vertrauen in der Kabine.
Der FC Winterthur hat in der Meisterschaft ebenfalls erst zwei Punkte gewonnen, aber der Aufsteiger tritt mit einer Challenge-League-Mannschaft an, die Ansprüche sind bescheiden. Der Winterthur-Trainer Bruno Berner sagte am Wochenende nach dem 0:6 gegen Luzern beinahe philosophisch: «Es ist so, wie es ist. Wir sind die, die wir sind. Wir haben das, was wir haben. Jetzt gehen wir durch diesen Sturm hindurch.»
Der FC Zürich weiss im schweren Sturm gerade nicht, wie es ist, wer er ist, was er hat. Und man fragt sich, was André Breitenreiter in dieser Situation machen und sagen und vorleben würde. Dieser Trainer bereitet gerade in der Bundesliga sein neues Team Hoffenheim auf den Spitzenkampf gegen Freiburg vor.
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Werde in Langnau dabei sein (nach längerem Abwägen gehen wir trotzdem).

Mutig!
Das ist noch ein Fan! 
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Neue Arena, neue Stars – aber aufgepasst, ZSC Lions!
Die Zürcher haben sich weiter verstärkt, der Titel muss das Ziel sein. Die Saison nach ihrem letzten Umzug wurde allerdings zum Desaster. Und die Vorzeichen sind verblüffend ähnlich.

Simon Graf
Publiziert: 14.09.2022, 16:30

Eines der schönsten Hockeystadien Europas: Am 18. Oktober debütieren die ZSC Lions in der Swiss-Life-Arena. Foto: Ennio Leanza (Keystone)Bei den ZSC Lions herrscht Aufbruchstimmung. Sie haben ihr Kader mit mehreren europäischen Topausländern wie Lucas Wallmark, Mikko Lehtonen und Alexandre Texier sowie NHL-Rückkehrer Dean Kukan weiter veredelt und trainieren bereits in ihrem neuen Heim in Altstetten. Heute Mittwochabend (19.45 Uhr) starten sie in Rapperswil-Jona in die Saison, nach einer Tour de Suisse mit acht Auswärtsspielen eröffnen sie die Swiss-Life-Arena am 18. Oktober gegen Fribourg. Die Vorfreude ist gross. Die ersten Einblicke zeigen, dass es eine der schönsten Hockeyarenen in Europa ist.
Doch ein Stadion schiesst keine Tore. Die SCL Tigers stiegen 2012/13 in der umgebauten, modernisierten Ilfishalle ab. Der EHC Biel landete 2015/16 in der Premierensaison in der Tissot-Arena auf dem letzten Platz. Und die ZSC Lions retteten sich 2005/06 in der ersten Spielzeit im neuen Hallenstadion erst im Playout-Final gegen Fribourg vor dem Abstieg. Nach diversen Trainerwechseln war Ambris Leihgabe Hnat Domenichelli der Retter.

Das neue Reich der ZSC Lions: Die Spielerkabine. Foto: Ennio Leanza (Keystone)
Auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt: Die Sportsbar in der Swiss-Life-Arena. Foto: Andy Müller (Freshfocus)
Loungebereich in der Swiss-Life-Arena. Foto: Andy Müller (Freshfocus)Hatten die SCL Tigers und die Bieler keine Topteams, so hatten sich die ZSC Lions damals fürs neue Heim massiv verstärkt – unter anderem mit den Nationalspielern Blindenbacher, Forster und Wichser sowie dem kanadischen Powerflügel McTavish. In der Saison zuvor waren sie erst im Playoff-Final gescheitert, analog nun zu den Zürchern im vergangenen Frühjahr. Ihr bester Schweizer Spieler (Mark Streit) wanderte damals in die NHL ab (wie nun Denis Malgin). Die Erwartungen waren trotzdem so hoch, sie konnten fast nur enttäuscht werden. So schlitterten die ZSC Lions immer tiefer ins Schlamassel. Man muss ja nicht schwarzmalen, aber die Vorzeichen sind verblüffend ähnlich.
Trotz des Abgangs von Topskorer Malgin: Dass die ZSC Lions mit dem aktuellen Kader nicht auf den Spitzenplätzen landen, scheint fast unvorstellbar. Doch auch die Konkurrenz hat sich allenthalben verstärkt. Und wie gut die Zürcher die verspielte 3:0-Führung im Final verdaut haben, wird sich erst weisen, wenn die neue Meisterschaft unterwegs ist. Zumal vieles neu ist, nicht aber der Coach.
Rikard Grönborg hätte bei einem Viertelfinal-Aus gegen Biel seinen Posten räumen müssen. Doch der überragende Jakub Kovar im Tor und Goalgetter Denis Hollenstein bewahrten ihn davor. Fast hätte es danach noch zum Titel gereicht, doch Grönborg presste seinen Paradesturm mit Hollenstein, Malgin und Andrighetto so sehr aus, dass das Team kurz vor der Ziellinie mit leerem Tank stehen blieb.

Eine neue Arena, aber kein neuer Coach: Rikard Grönborg in der Trainingshalle in der Swiss-Life-Arena. Foto: Ennio Leanza (Keystone)Es ist allen klar, dass dies für Grönborg die letzte ZSC-Saison sein wird – unabhängig von deren Ausgang. Eines kann man ihm sicher nicht vorwerfen: dass er sich nicht hundertprozentig einsetzt. Grönborg ist jeden Tag als Erster im Büro, er tut alles für den Erfolg. Was ihm indes etwas abgeht, ist das Gespür für die weniger prominenten Spieler und deren Rollen. Die ZSC Lions verloren den Final primär deshalb, weil sie nicht über vier Linien Tore produzierten. In ihren Meisterjahren war ihre Ausgeglichenheit stets ihre Stärke gewesen.
ZitatNach dem so knapp verlorenen Final kann nur eines das Ziel sein: den verpassten Meistertitel nachzuholen.
Das Problem war nicht die fehlende Kadertiefe, sondern, dass es Grönborg nicht gelang, alle genügend zu integrieren. Ein Team zu bauen, das auch in den kritischen Momenten als solches funktioniert, ist seine grosse Herausforderung. Nur dann können die ZSC Lions die hohen Erwartungen, die ihr neues Stadion weckt, auch sportlich erfüllen und Topfavorit EV Zug aus der Bahn werfen. Denn nach dem so knapp verlorenen Final und angesichts des exzellent bestückten Teams kann nur eines das Ziel sein: den verpassten Meistertitel nachzuholen.
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habe das spiel heute übrigens im 1930 geschaut.
Werde ich gegen Langnau machen mit Sohnemann.

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Zurück aus Rappi. Masslose Enttäuschung! Was haben die bis jetzt trainiert? PP z.B.?

Positiv: Mit Sohnemann am Spiel gewesen, viele Leute getroffen.

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Eishockey: Die ZSC Lions bleiben zum Meisterschaftsauftakt in Rapperswil chancenlos und bangen um ihre neue Attraktion

Vor knapp 5000 Zuschauern ohne Chance: Die ZSC Lions um den Torschützen Garrett Roe.
Patrick B. Kraemer / KEYSTONE
nbr. Rapperswil. · Die neue Saison hat für die ZSC Lions so begonnen wie die alte am 1. Mai im Play-off-Final geendet hatte: mit einer Enttäuschung und einer Niederlage. Die favorisierten Zürcher verloren am Mittwochabend bei den Rapperswil-Jona Lakers 1:4. Nach ansprechendem Beginn fand der ZSC gegen einen dynamischen, angriffslustigen und leidenschaftlichen Widersacher kein Rezept mehr und hätte sich nicht beklagen dürfen, wäre er schon im Mitteldrittel deutlicher in Rückstand geraten. Der Doppeltorschütze Lammer, Eggenberger sowie der magistrale Topskorer Cervenka trafen für die Lakers, für den ZSC einzig der Mittelstürmer Garrett Roe.
Besorgniserregender als die Niederlage gegen einen starken Gegner war für die Zürcher der Ausfall des hochkarätigen Zuzugs Alexandre Texier. Der 23-jährige Franzose wurde von Jeremy Wick in der elften Minute in die Bande gecheckt und verletzte sich am linken Handgelenk. Noch ist nicht klar, ob er am Freitag gegen die SCL Tigers eingesetzt werden kann – eine Röntgenuntersuchung wird am Donnerstag Aufschluss darüber geben, wie gravierend die Blessur ist. Schon bei den Lakers trat der ZSC aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Justin Azevedo mit nur fünf Ausländern an.
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Chancenlos gegen die Lakers
Die ZSC Lions prallen hart auf in der Meisterschaft
Beim Saisonstart läuft für die Zürcher alles schief: Sie verlieren gegen die beschwingten Lakers 1:4 und schon früh ihren NHL-Jungstar Alexandre Texier.

Simon Graf
Publiziert heute um 22:56 Uhr
Ein schmerzhafter Auftakt für die ZSC Lions: Goalie Hrubec wird von Lakers-Stürmer Lammer zu Fall gebracht Foto: Patrick B. Kraemer (Keystone)Draussen herrschen noch sommerliche Temperaturen. Doch die neue Eiszeit hat für die ZSC Lions frostig begonnen. Nicht nur waren sie im Auftaktspiel gegen beschwingte Lakers beim 1:4 chancenlos, sie verloren auch ihren NHL-Jungstar Alexandre Texier. Der Franzose wurde in der 11. Minute von Wick von hinten in die Bande gestossen und bestritt danach nur noch drei Einsätze, ehe er abbrach. Ob und wie lange er ausfällt, wissen die ZSC Lions noch nicht.
Beide Teams liefen mit insgesamt acht neuen Ausländern auf, doch es war wieder einmal der letztjährige Liga-Topskorer Cervenka, der alle überragte. Der Tscheche, neu auch Captain der Lakers, leitete schon in der 1. Minute den Gegenstoss ein, der zum 1:0 Lammers führte. Das 3:1 kurz vor der zweiten Pause schoss er selber, aus der Drehung ins Lattenkreuz. Das 4:1 Lammers (51.) bereitete er mit einem seiner berüchtigten Querpässe vor.
Roman Cervenka
Der Tscheche führt die Lakers magistral zum Sieg, ist an drei der vier Tore beteiligt. Die ZSC Lions bekommen ihn nicht in den Griff.
Simon Hrubec
Der neue ZSC-Goalie ist an allen Gegentore schuldlos. Viel zu oft wird er von seiner Vorderleuten im Stich gelassen. Willkommen in der National League!
Alexandre Texier
Der Franzose deutet seine Offensivqualitäten in seinen fünf Minuten Netto-Eiszeit an, trifft einmal den Pfosten. Dann muss er verletzt kapitulieren.
Das war es dann mit den Hoffnungen der ZSC Lions auf eine Wende. Sie waren vor 5000 Zuschauern erstaunlich chancenlos und zuweilen überfordert vom Tempo der Lakers. Vielleicht, weil sich diese mit Red Bull München und Tappara Tampere als Gegner in der Champions League trotz der vier Niederlagen schon eine höhere Kadenz gewöhnt waren als die Zürcher, die sich gegen die Underdogs Fehervar und Katovice immerhin schon für den Achtelfinal qualifiziert haben.
Doch die Lakers sind von ganz anderer Qualität. Vergangene Saison mit Rang 4 das Überraschungsteam, wollen sie sich in diesem Winter bestätigen. Dabei setzt Coach Stefan Hedlund weiter auf viel Intensität in allen Zonen. Die bekam den ZSC Lions gar nicht gut. Schon im Startdrittel gestanden sie den Rapperswilern vier, fünf Topchancen zu, und in diesem Takt ging es weiter. Die Defensive, auf dem Papier das Prunkstück der Zürcher, steht noch gar nicht stabil.

Es war zum Verzweifeln für die Zürcher: Sven Andrighetto schreit seinen Ärger hinaus. Foto: Patrick B. Kraemer (Keystone)Auch das Powerplay der ZSC Lions funktionierte noch nicht richtig. Selbst die Fünfminuten-Strafe gegen Wick führte zu nichts, Roe (21.) glich dann immerhin zu Beginn des Mittelabschnitts aus. Doch bis zur zweiten Pause wurden die Zürcher dann dominiert – das 1:3 nach 40 Minuten schmeichelte ihnen noch. Wer eine Reaktion im dritten Abschnitt erwartet hatte, wurde enttäuscht. Es kam kaum mehr Torgefahr auf vor Nyffeler.
Coach Rikard Grönborg versuchte, seine offensiven Elemente auf drei Linien zu verteilen. Doch so richtig harmonierte noch keine Sturmreihe. Und natürlich half der frühe Ausfall Texiers nicht. Der einzige ZSC-Torschütze Roe wirkt sehr bemüht, sich wieder in eine Schlüsselrolle zu kämpfen, spielte die Partie aber ebenfalls nicht zu Ende. Wallmark zeigte einige Male seine Qualitäten im Spiel nach hinten. Der hochgelobte Lehtonen blieb beim Meisterschaftsauftakt noch vieles schuldig.
Das Gute für die ZSC Lions: Sie haben noch 51 Spiele, um es besser zu machen. Und der Spielraum dafür ist beträchtlich.
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Zeit zum gehen….
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Falls das 3:2 kommt sehe ich noch eine Chance….bin schon beim Prinzip Hoffnung…..
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Auch deshalb, gerade auch für die Jungen, müssen zu Beginn zwingend möglichst viele Punkte her.
Richtig! Marc Crawfort konnte Junge bringen weil wir mit zig Punkten Vorsprung an der Spitze standen.
Gelingt der Start wieder nicht wie letztes Jahr verstehe ich Gröni wenn er um der Punkte willen auf die bewährten Kräfte setzt. Er geht auch um seine Zukunft!
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So, heute gehts also los.

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Wir müssen zwingend mit positivem Resultat in die neue Saison starten.
Daher müssen einfach 5-6 Punkte nach den ersten beiden Spielen auf dem Konto sein.
Es muss und wird ziemlich sicher keine Gala, aber am Schluss benötigen wir einfach die 6 Punkte.Sehe ich auch so.
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Klaus noch zum ZSC, wie immer ganz ohne Polemik......
Die Eismeister-Vorschau – beim ZSC ist der teuerste Trainer nach wie vor ein VerliererDer watson-Eismeister blickt auf die neue National-League-Saison voraus, die am 14. September beginnt. Heute die letzte von 14 Prognosen – die ZSC Lions.www.watson.ch -
ZSC-Neuzuzug Lucas Wallmark
Das Zeichen gegen Putins Krieg war ihm eine Million wert
Als Russland die Ukraine überfiel, wollte der Schwede nur noch eines: weg aus Moskau. Nun bereichert er den ZSC, weil er viel mehr ist als nur ein begnadeter Eishockeystürmer.

Kristian Kapp (TA)
Publiziert heute um 20:10 Uhr
«Mir sind Züri» statt Russland: Lucas Wallmark steht bis 2025 beim ZSC unter Vertrag. Foto: Sabina BobstLucas Wallmark war erst gerade zurück in Moskau von den Olympischen Spielen in Peking. Doch dann, am 24. Februar, als Russland die Ukraine überfiel, wollte er nur noch eines: wieder weg. Für immer. Eishockey spielte für ihn keine Rolle mehr. Auch nicht, dass sein Club ZSKA in ein paar Tagen als einer der Favoriten ins Playoff starten würde.
«Es gingen mir nur noch alle möglichen Dinge durch den Kopf, so kannst du dich auch nicht mehr auf deinen Sport fokussieren», sagt Wallmark. «Natürlich war ich nur zum Eishockeyspielen dort. Doch ich wollte kein Teil dieses Ganzen sein, ich fühlte mich nicht mehr glücklich.»
Zitat«Was in der Ukraine passiert, ist so traurig. Ich wollte in keiner Weise mehr irgendetwas damit zu tun haben.»
Lucas Wallmark, Stürmer ZSC LionsEs war natürlich bloss ein kleiner Nebenaspekt des Krieges. Doch plötzlich stand ausserhalb Russlands auch die ganze Liga im Fokus als Propagandavehikel Wladimir Putins – und damit auch alle im Playoff involvierten Spieler. Wallmarks Situation mit seinem Arbeitgeber erhielt noch eine weitere symbolische, aber unangenehme Dimension: ZSKA Moskau, das ist mit 32 Titeln nicht nur der frühere Rekordmeister der Sowjetunion, es ist auch der ehemalige Armeeclub der UdSSR mit dem Kult-Jersey und dem grossen roten Stern auf der Brust.
Der Vorwurf aus der Heimat an die Verbliebenen
Wallmark wurde beim Club vorstellig, mithilfe seines Agenten verhandelte er die Auflösung seines Vertrags, der auch noch für 2022/23 gültig gewesen wäre. Es ging um eine Millionensumme. «Ich musste dennoch nicht nachdenken», sagt der Schwede. «Was in der Ukraine passiert, ist so traurig. All die Sorgen der Leute kann man nicht vergleichen mit mir und wo ich Eishockey spiele. Ich wollte in keiner Weise mehr irgendetwas damit zu tun haben.»
Nach zwei Playoff-Spielen war man sich einig: ZSKA liess ihn ziehen. «Der Club zeigte Verständnis für meine Situation, dafür bin ich dankbar.» Wallmark hatte zwar einen «Komplizen» unter den Teamkollegen: Joakim Nordström, der mittlerweile in Davos spielt, verliess ZSKA zusammen mit ihm. Es war aber Wallmark, der schon bald öffentlich über seine Geschichte sprach und sich als einer der ersten Eishockeyspieler gegen ein Engagement in der KHL stellte.
Das ist bis heute nicht selbstverständlich. Wallmark und Nordström verliessen Russland, diverse skandinavische Spieler (wie auch viele Nordamerikaner) blieben in der KHL, spielten die Saison zu Ende. Finnen und Schweden bekamen den Druck aus der Heimat zu spüren: Wie kann man nur? Es gibt aber auch Spieler, die sich gegen solche Vorwürfe wehren. Man hörte zum Beispiel aus Minsk, dass auf die Dinamo-Spieler massiver Druck ausgeübt worden sei und sie auch nach dem Saisonende für Trainings zum Bleiben gezwungen worden seien.

Im mittlerweile eher berüchtigten Kult-Jersey des früheren Sowjet-Armeeclubs: Lucas Wallmark feiert am 29. September 2021 als Spieler von ZSKA Moskau einen Treffer gegen Sibir Nowosibirsk. Foto: Sergey Guneev (Imago Images)Mikko Lehtonen, wie Wallmark ebenfalls neu beim ZSC, sagt es so: «Es war nicht überall gleich. Bei SKA war es fast unmöglich, einfach so zu gehen.» Der finnische Verteidiger blieb bei seinem Team aus St. Petersburg, er verlor den Playoff-Final gegen ZSKA – Wallmark verzichtete also nebst viel Geld auch auf Meisterehren.
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Und Wallmark machte sich wohl auch nicht nur Freunde in der Eishockeyszene mit seiner klaren und öffentlichen Meinung zum Abgang. In der kürzlich gestarteten neuen KHL-Saison finden sich nach wie vor knapp 100 Spieler, die nicht aus Russland oder anderen früheren Sowjetstaaten stammen – darunter zwar nur noch sechs Schweden und ein Finne, dafür aber 44 Kanadier. Erhält Wallmark darum auch negative Reaktionen? «Ich habe mir darüber keine Gedanken gemacht», sagt er. «Jeder denkt da anders, aber für mich persönlich war meine Entscheidung die beste.»

Der Saisonstart naht: Lucas Wallmark im Abschlusstraining des ZSC vor dem ersten NL-Spiel in Rapperswil-Jona am Mittwoch. Foto: Sabina BobstWallmark gilt in Schweden nun als jener Spieler, der als Erster seine Stimme gegen Russland erhob. Dabei ist er gar kein Lautsprecher. Seine Geschichte erzählt er in Zürich vor dem Saisonstart der ZSC Lions mit ruhiger und sanfter Stimme. Und für einen Eishockeyspieler ist er auch keine imposante Erscheinung. Mit seinen 1,80 Metern und 80 Kilogramm verkörpert er in diesem physischen Sport höchstens Durchschnitt.
Dass er sich von 2016 bis 2021 dennoch fünf Jahre lang im rauen nordamerikanischen Eishockey festsetzen konnte, lag an seiner bemerkenswerten Spielintelligenz – in seiner schwedischen Heimat nennen sie den Mittelstürmer auch den «Hockey-Denker». Gedanken, das hat sein Abgang aus Moskau gezeigt, macht sich der 27-Jährige auch über das Geschehen ausserhalb des Eishockey-Rinks.
Die Vorzüge der Schweiz
Seither ist mehr als ein halbes Jahr vergangen. Wallmark hat in der Zwischenzeit bei den ZSC Lions einen Vertrag bis 2025 unterschrieben. Natürlich war eine Rückkehr in die KHL kein Thema mehr für ihn – wie auch für Lehtonen nicht. Nun ist all das Vergangenheit, Wallmark lebt in Zürich, gemeinsam mit Ehefrau Matilda und Mops Lovis. Als er in Moskau spielte, wohnte er allein.
Er erlebt auch andere Vorzüge in der Schweiz. Nach jedem Auswärtsspiel im eigenen Bett schlafen statt im Hotel oder im Flugzeug? Das konnte er weder in Nordamerika oder Russland noch früher in Schweden, wo er im hohen Norden in Skelleftea und Lulea spielte und darum alle Gegner weit weg waren.
Der ZSC hat Wallmark als Leader geholt, er soll seinen nach Schweden zurückgekehrten Landsmann Marcus Krüger ersetzen – auf dem Eis, aber auch in der Kabine. Dass dies keine leere Phrase ist, hat er bewiesen: «Auch ich erhebe meine Stimme in der Garderobe.» Er sei immer jemand gewesen, der seine Meinung preisgebe. «Ich will auch, dass sich alle Teamkollegen an den Diskussionen beteiligen, dass sich dann auch jeder gut fühlt. Das war in jeder erfolgreichen Mannschaft, in der ich spielte, der Fall.»
Die ZSC Lions haben zwar keinen Lautsprecher geholt. Aber einen Spielmacher und Leader, auf den alle hören werden.
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Wer wird Meister? 2x EVZ, 1x ZSC, Lugano, Servette, Fribourg
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Meister? Topskorer? Strafenkönig? watson tippt die National LeagueMorgen geht die neue National-League-Saison mit dem Duell zwischen den Lakers und dem ZSC los. Die watson-Redaktion verrät ihre Tipps für die Meisterschaft.www.watson.ch
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Ein französischer Künstler und ein Goalie, der für einen guten Zweck hext: Die ZSC Lions haben interessante Spieler verpflichtet
Der Abgang von Denis Malgin in die NHL schmerzt den ZSC. Doch der Sportchef Sven Leuenberger hat vier aufregende Ausländer verpflichten können. Auch dank ihnen gehören die Zürcher abermals zu den Titelfavoriten.
Nicola Berger13.09.2022, 16.30 Uhr (NZZ)
Neue Attraktion im ZSC: der Franzose Alexandre Texier, hier im Januar 2022 noch im Tenu der Columbus Blue Jackets.
Matt Slocum / AP
Wenn die ZSC Lions am Mittwoch in Rapperswil-Jona gegen die Lakers in die Saison starten, ist das für sie ein Vorgeschmack auf die kommenden Wochen. Weil in der neuen Swiss-Life-Arena in Altstetten noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind, bestreitet der ZSC die ersten acht Partien allesamt auswärts. Die Heimpremiere findet am 18. Oktober gegen Gottéron statt.
Auch am Kader wurde fleissig gewerkelt. Der ZSC steigt mit einem neuen Schweizer Abwehrchef aus der NHL (Dean Kukan) und vier neuen Ausländern in die Saison. Das Quartett besteht aus dem tschechischen Torhüter Simon Hrubec, dem finnischen Verteidiger Mikko Lehtonen, dem schwedischen Stürmer Lucas Wallmark sowie dem französischen Angreifer Alexandre Texier.
Die Ende August finalisierte Verpflichtung von Texier, 23, ist ein Coup. Der Franzose hat sich in den letzten drei Jahren bei Columbus etabliert (123 Spiele / 49 Skorerpunkte) und wäre dort auch weiterhin als Stammkraft eingeplant gewesen. Doch nach zwei Todesfällen in der Familie drängte der läuferisch starke Flügelstürmer auf einen leihweisen Wechsel nach Europa; die Heimatstadt Grenoble ist von Zürich aus in knapp viereinhalb Autostunden zu erreichen.
Die neue Nummer 1 des ZSC stoppt Pucks für einen guten Zweck
Bei den übrigen Zuzügen handelt es sich um Spieler, die aufgrund des russischen Angriffskriegs ihre Verträge in der KHL auflösten. Der Goalie Hrubec ersetzt die aus familiären Gründen in die Heimat zurückgekehrte Nummer 1 Jakub Kovar. Hrubec, 31, gewann 2021 mit Omsk den Titel, er gilt als sehr fleissig und hat seine Bestleistungen oft in den Play-offs abgerufen. Hrubec unterschrieb mit dem ZSC einen Zweijahresvertrag.
Die erste Torhüterausrüstung hatte sich Hrubec als Knirps finanziert, indem er die geliebte Playstation verkaufte. Sein Vater Stanislav hatte ihm diese einst unter ungeklärten Umständen von der Arbeit mitgebracht – er war zu diesem Zeitpunkt als Grenzbeamter tätig. Weil sich niemand anderes als Goalietrainer fand, nahm sich der Vater der Aufgabe an. Heute ist er Torhütertrainer beim tschechischen Erstligisten Ceske Budejovice. Sein Sohn hat derweil die Organisation «Saves help» ins Leben gerufen, bei welcher Eishockey- und Fussballgoalies für jede Parade einen fixen Betrag für einen guten Zweck spenden. Im Fussballbereich wird Hrubec dabei unter anderem vom früheren Weltklassegoalie Petr Cech unterstützt.
Operationen bei Sven Andrighetto
Das ausländische Personal ist von allererster Güte, auch deshalb gehört der ZSC trotz dem Abgang des wichtigsten Einzelspielers, Denis Malgin, zum NHL-Klub Toronto Maple Leafs zu den Titelfavoriten. Ohne Malgin dürfte es in der Offensive mehr Varianz geben – und zudem dürfte wieder mehr Verantwortung auf den Schultern von Sven Andrighetto liegen.
Andrighetto, 29, war 2020/21 der beste Schweizer Stürmer der Liga. Im letzten Winter war der Zürcher noch immer produktiv, doch ihn handicapierten Verletzungen. Er musste sich an der Hüfte und der Nase operieren lassen. Die Nase brach in der Play-off-Halbfinalserie gegen Gottéron, zum dritten Mal in den letzten vier Jahren. Andrighetto sagt: «Der verlorene Final war bitter. Aber ich habe die Enttäuschung als Motivation genommen und im Sommer sehr hart gearbeitet.»
In der Vorbereitung gewann der ZSC acht von neun Partien, die einzige Niederlage kassierte er in der Champions Hockey League in Katowice (1:2 nach Verlängerung). Die Qualifikation für die K.-o.-Phase schaffte das Team trotzdem souverän. Die Rapperswil-Jona Lakers dagegen, das Überraschungsteam der letzten Saison, scheiterten vorzeitig. Vor dem Saisonauftakt spiegelt das die Stärkeverhältnisse durchaus präzise.