Beiträge von snowcat

    Mannmannmann......

    Wer sagt denn das "irgendwelche Sport Fred's" mehr Gewicht haben als andere Stammtischthemen (wie zum Beispiel Corona oder den von dir sehr wohl akzeptierten R.I.P-Fred)? Das ist allein DEINE Interpretation. Schon mal eine Sekunde daran gedacht, dass diese Meinung vielleicht nicht alle teilen? Leben und leben lassen, schon mal gehört?

    Schlussendlich ist es ein ZSC-Forum. Wenn dir also Stammtischdiskussionen nicht passen, dann schliess den Stammtisch statt immer rumzujaulen. Ich würde dich darin sogar unterstützen, denn dann müsste ICH mich nicht mehr mit dem NFL, Bundesliga, FCZ und was weiss ich noch alles für Freds rumschlagen.

    Ich entschuldige mich jetzt schon für diesen Post, aber du beharrst ja auch darauf, dass keine Fremden Fötzel in "deinen" NFL-Fred reinposaunen wie langweilig dieser Sport doch sei. Machs wie ich, markiere die unerwünschten Freds als gelesen und lass die daran interessierten Personen weiterdiskutieren.

    schön gseit! :applaus:


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    wäre omikron nur 5-10 % gefährlicher, wären wir im arsch mit den aktuellen zahlen und es wusste ausser roli niemand in den ersten wochen, dass omikron wirklich MEHRHEITLICH (und MIR tun alle fälle sehr leid bei denen es nicht so ist) grippe-ähnlich ist und somit zumindest für die nächsten monate wohl enspannung bringen dürfte

    ja, wenn…wenn meine grossmutter räder hätte, wär sie ein züri tram! aber ja, wäre omikron 5-10% gefährlicher, hätten wir jetzt tatsächlich ein problem! wenn…

    ABER: nicht nur ich konnte die tatsächliche gefährlichkeit von omikron vorhersagen, auch der bundesrat kann scheinbar lesen, sich informieren und interpretieren. und er hat darum wie ich (und alle anderen, welche das wollten) mitbekommen, dass keine 2 wochen nach der sequenzierung der omikron variante, aus südafrika, entwarnung kam. die infektionszahlen schnellten zwar in die höhe, aber die spitaleinweisungen sind parallel dazu massiv zurück gegangen. jeder der das recherchieren wollte, konnte es auch. der br hat das scheinbar auch getan und deshalb richtigerweise abgewartet/beobachtet. ich machte ja meine omikron prognosen auch nicht aus der kristallkugel, sondern aus genau diesen studien/meldungen aus südafrika.

    sollte aber nochmals eine gefährlichere mutation kommen also omikron wäre ich dann gespannt was unser hobbyprophet und blabberi dann blubbert

    sollte/könnte kommen, ein weiterer konjunktiv…aber wenns dann so ist: kommt auf die gefährlichkeit der variante an. wie schon erwähnt, falls nicht gefährlicher als die letzten 22 monate, kein problem, braucht keine neuen massnahmen, bis dann haben wir herden- und kreuzimmunität.

    zum glück gibts roli, aufrecht schweiz, bündnis der urkantone, freunde der verfassung welche dann aber abstimmungsresultate nicht akzeptieren usw...die wissen wie der hase läuft und was uns wirklich gut tut...

    nö, mit denen habe ich nichts am hut. gar nix, maximum so viel wie mit wuhan niederhasli. aber dafür mit ganz vielen experten, welche sehr sachlich, genau analysierend und somit pragmatisch unterwegs sind. experten, welche von allem anfang an aus dem diskurs ausgeschlossen wurden. und dass nur aus dem grund, weil sie die panikmache und lockdown strategie nicht bedingungslos unterstützten, sondern es gewagt haben, das ganze zu hinterfragen. hervorheben möchte ich hier vor allem john ioannidis, professor für medizin und professor für epidemiologie und bevölkerungsgesundheit an der stanford university. ioannidis gehört zu den meistzitierten wissenschaftlern unserer zeit und er gilt ausserdem als DER führende epidemiologe weltweit. im märz 2020 kritisierte ioannidis in einem editorial auf der website STAT den mangel an empirischen belegen bei der politischen entscheidungsfindung in der globalen reaktion auf die covid-19-pandemie und nannte sie ein „evidenz-fiasko, wie es in einem jahrhundert nur einmal vorkommt“.

    ab dann wurde ioannidis in den mainstream medien nicht mehr erwähnt. und wenn, höchstens negativ, als schwurbler wissenschaftler. lieber hörte man fortan auf komiker wie lauterbach oder drosten, welcher schon in 2 „pandemien“ mit seinen vorhersagen komplett daneben lag.

    wenn ich bild, nau, weltwoche oder auch inside paradeplatz zitiere, dann nicht deren redaktionellen teil, sondern artikel, welche ursprünglich zb. von ioannidis oder anderen koriphäen stammen. weil sie aber nicht dem offiziellen narrativ entsprechen, bekommen sie in den mainstream medien kein gehör und keinen platz mehr und werden eben nur noch in eigentlich „fragwürdigen“ medien publiziert.

    ein weiterer grund, warum sich die zeugen coronas im kreis drehen. sie akzeptieren nur artikel aus medien, welche ihnen genehm sind und verpassen so den nötigen diskurs. ich lese alles über corona, egal welches medium der absender ist. mich interessiert nur der inhalt. nur so bekommt man den gesamten überblick und kann sich eine objektive meinung bilden. wenn ich nur das lese, was meinen narrativ und meiner meinung entspricht, kann ich das lesen auch sein lassen.


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    Nicht zu fest aus dem Fenster lehnen, als Beobachter sehr einfach, jedoch als Verantwortungsträger, wo alle von dir ein Entscheid bzw. eine Vorhersage wollen und klare Fakten fehlen, kannst du eigentlich nur verlieren. Hinzu kommen noch alle die unbeirrt ihre Interessen vertreten und versuchen zu beeinflussen. Genau genommen ist es ein Verteilungskampf mit vielen Verlierern.

    ein verantwortungsträger muss auch verantwortung übernehmen. sonst müsste man ihn selbstredend nicht so nennen. mir ist aber nicht bekannt, dass die taskforce mitglieder für ihre massiven fehleinschätzungen, und den daraus resultierenden falschen/teuren massnahmen, je zur kasse gebeten wurden oder mindestens zurückgetreten sind von ihren ämtern!

    ist die ähnliche verantwortung, wie die eines ceo‘s, welcher eine firma an die wand fährt, sich mit x millionen auszahlen lässt, hunderte/tausende mitarbeiter dem staat/rav überlässt, einen abgang macht um einige zeit später dasselbe schlamassel an einem anderen ort anzurichten. womit wir beim verteilkampf mit vielen verlierern sind.

    <woltlab-quote data-author="Reto" data-link="RE: Corona Fred II"><p>und long covid, ein möglicher Schrumpf-Penis und all die vielen Kinder im Spital und eigentlich sollten wir alle den Rest des Lebens zu Hause bleiben, damit uns nichts passiert.</p></woltlab-quote><p>das mit dem schrumpfpenis habe ich gestern auch gelesen. waren die ersten 2 sekunden seit 22 monaten, als mir covid wirklich sorgen/angst machte! <img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/rofl.gif" class="smiley" alt=":rofl:" height="15" width="39"></p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    us em tagi:

    «Alter Held? Ich möchte ein neuer Held werden»

    Seit 19 Jahren ist Blerim Dzemaili (35) Profi. Er möchte sein Fussballer-Leben nicht noch einmal durchmachen, aber seinen FCZ noch einmal erbeben lassen.

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    Ueli Kägi, Florian Raz

    Publiziert am 28. Januar 2022 um 20:00 Uhr

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    Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Clubs: Blerim Dzemaili vor dem neuen FCZ-Campus im Schwamendinger Heerenschürli.

    Foto: Urs Jaudas

    Endet alles so, wie es begonnen hat? 2006 Ihr erster Meistertitel mit dem FC Zürich als junger Spieler. Und jetzt, 16 Jahre später …

    An den Meistertitel dürfen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal zu denken wagen.

    Aber es hat sich doch nichts verändert seither: 2007, als Sie zum zweiten Mal Meister wurden und den Club dann verliessen, kämpfte der FCZ wieder mit Basel um den Titel. Und nun stehen die beiden Rivalen erneut an der Spitze.

    (Lacht.) Doch, vieles hat sich verändert. Und ich habe in dieser Saison von Anfang an gesagt, dass YB die individuell stärksten Spieler hat. Als wir YB 1:0 besiegen konnten, war der Gegner aus meiner Sicht die bessere Mannschaft. Aber unser Erfolg zeigt, was für einen Teamgeist wir haben.

    Denken Sie nie daran, welche Wahnsinnsgeschichte es wäre, wenn Sie Ihre Rückkehr mit dem Titel krönen könnten?

    Damit werde ich täglich konfrontiert, weil mich Leute darauf ansprechen. Anfang Saison haben allerdings viele gesagt: «Du, wenn ihr nicht noch zwei, drei Spieler holt, seid ihr Abstiegskandidat Nummer 1.» Und jetzt sollen wir Meisterkandidat Nummer 1 sein? Ich bin seit 19 Jahren Profi. Ich weiss, wie schnell sich alles ändern kann. Darum: Mit den Füssen auf dem Boden bleiben und unsere Spielfreude auf den Platz bringen. Und wenn wir im Frühling noch immer dort stehen, wo wir jetzt sind, können wir vom Titel reden.

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    Jüngling, Publikumsliebling, Meister: Der 20-jährige Dzemaili mit Alhassane Keita bei der Meisterfeier 2006.

    Foto: Walter Bieri (Keystone)

    In der vergangenen Saison war der FCZ Abstiegskandidat, jetzt steht er auf Platz 1. Dazwischen liegt ein Trainerwechsel. Was macht André Breitenreiter so besonders?

    Er ist eine der wichtigsten Personen im Verein. Er strahlt eine Ruhe aus, die den Druck wegnimmt. Und er hat seine Spielphilosophie. Er will, dass wir jeden Gegner hoch angreifen. Und wenn einer so viel Erfahrung hat wie er, hören die Spieler auch auf ihn und sagen: Okay, von dem kann ich was lernen. Er spürt die Spieler und weiss, wie er ihnen Selbstvertrauen geben kann. Und mit Selbstvertrauen bist du ein ganz anderer Spieler als ohne.

    Das gilt auch für Sie. Sie waren vergangene Saison in einem tiefen Loch. Jetzt sind Sie Leaderfigur.

    Nach seiner Ankunft kam Breitenreiter gleich nach dem ersten Training zu mir und sagte: «Du hattest eine schwierige letzte Saison. Aber ich will, dass du einen würdigen Abgang hast. Du bist eine Clublegende.» Er findet oft den richtigen Ton – auch bei mir.

    Hätten Sie letzte Saison jemanden gebraucht, der Sie nach 14 Monaten ohne Ernstkampf gebremst hätte? Sie haben sich doch zu viel aufgeladen.

    Ich habe etwas getan, das ich wahrscheinlich bei keinem anderen Club getan hätte: Ich habe gespielt, obwohl ich nicht fit war. Ich hatte Schmerzen, konnte nicht sprinten. Aber ich habe gespürt, dass die Mannschaft mich braucht. Da gehst du auch mal ein Risiko ein. Aber es war schwierig, bei uns hat vergangene Saison nicht alles gepasst. Und ich bin keiner, der eine Partie im Alleingang entscheiden kann.

    2006 waren Sie der Jungstar beim FCZ. Jetzt sind Sie als Doyen zurückgekehrt. Welche Rolle ist schöner?

    Meine Karriere war lang. Ich hatte Verletzungen, ich musste wieder von null beginnen. Wenn ich ganz ehrlich bin: Das möchte ich nicht noch einmal alles durchmachen. 14 Jahre im Ausland, weg, weit weg von der Familie: Auch das raubt Kraft. Ich bin froh, dass ich heute mit bald 36 Jahren hier bin. Ich fühle mich in meiner jetzigen Rolle viel entspannter als damals, als ich 19, 20 Jahre alt war und die ganze Karriere vor mir hatte. Ich war ja auch nicht sicher, was die Zukunft bringt. Mein Kreuzbandriss (im April 2007, kurz vor dem zweiten Titelgewinn) hätte auch das Karrierenende bedeuten können.

    Entspannter also – auch zufrieden?

    Absolut. Mir war immer klar, dass ich kein riesiges Talent bin. Aber ich habe täglich an mir gearbeitet. Nach dem Kreuzbandriss hatte ich diese Angst, nicht mehr zurückzukehren. Dass ich später bei Napoli, an vielen anderen Orten in Italien oder bei Galatasaray in Istanbul spielen würde, hätte ich damals nie gedacht.

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    Sportlich auf dem Höhepunkt: Dzemaili im März 2013 beim 1:1 im Serie-A-Spitzenspiel mit Napoli gegen Juventus und Claudio Marchisio.

    Foto: Federico Tardito (Freshfocus)

    Was bedeutete Ihnen die Rückkehr zum FCZ vor einem Jahr?

    Sehr viel. Der FCZ hat mir alles ermöglicht. Als ich zurückkam, sind wir zweimal zusammengesessen, dann hatten wir den Vertrag. Ich wollte einem Verein helfen, der in den vergangenen Jahren Probleme hatte.

    Als Sie gekommen sind, haben Sie nicht nur eine Liebeserklärung an den FCZ abgegeben, sondern auch an die Stadt Zürich. Ist es so schön, wie Sie es sich vorgestellt haben?

    Fast noch schöner. Wenn du viel umherziehst, merkst du gar nicht, wo du hingehörst. Ich hatte einmal die Idee, dass ich später in Mailand leben könnte. Das ist nahe an der Schweiz und nahe bei meinem Sohn (Dzemaili ist geschieden, sein Sohn Luan lebt mit der Mutter in Norditalien). Aber dann habe ich mir überlegt: Moment mal. Aufgewachsen bin ich in Zürich. Hier fühle ich mich daheim! Und als ich aus China zurückgekehrt bin, war für mich klar: Ich will in Zürich sein. Hier habe ich den Respekt der Leute, hier fühle ich mich wohl.

    Wie ist es denn, als alter Held durch die Heimatstadt zu wandeln?

    Klar schauen mich viele Leute an. Doch während hier nur geschaut wird, kommen im Ausland die Leute sofort zu dir. In Zürich kann ich gut abschalten, ohne Problem in ein Café gehen. Was ich aber zum alten Helden noch sagen möchte: Viel lieber würde ich ein neuer Held werden (lacht).

    Werden Sie in der Stadt darauf angesprochen, dass der FCZ Meister werden könnte?

    Sehr oft. Im Moment ist eine unglaubliche Euphorie da. Wir hingegen versuchen, das Feuer eher etwas einzudämmen. Und es dann vielleicht im Mai …

    … wieder zu entfachen. Wo bewegen Sie sich denn in der Stadt?

    Ich bin viel am See, viel in der Stadt. Ich bin ein Stadtzürcher, in Oerlikon aufgewachsen. Und ich habe Mühe mit dem Gedanken, ich müsste mal ausserhalb der Stadt leben. Zürich bietet so viel und ist so viel lebendiger geworden. Früher ging man unter der Woche um neun Uhr nach Hause. Weil alle immer nur an die Arbeit gedacht haben. Obwohl Zürich klein ist: Heute fühlt es sich für mich wie eine Grossstadt an.

    Sie sind als Kind von Mazedonien nach Zürich gekommen. Haben Sie sich sofort zu Hause gefühlt?

    Es war für mich wirklich immer einfach. Ich bin hierhergekommen, weil mein Vater hier gearbeitet hat. Ich habe ihn in den ersten Jahren meines Lebens wenig gesehen. Dass ich zu ihm kommen konnte, war das Schönste. Und dann hier leben zu dürfen! Wenn du jung bist, merkst du gar nicht, welch ein Privileg du hast. Ein Kollege von mir, der aus Kosovo stammt, sagt seinen Kindern jedes Mal, wenn sie in die Schweiz zurückkommen: «Küsst den Boden, es gibt keinen besseren.» Ich würde meinen Sohn sofort hier aufwachsen lassen.

    Sie waren als Kind von Ihrem Vater getrennt. Jetzt sind Sie von Ihrem Sohn getrennt, weil er in Italien bei der Mutter lebt. Wie gehen Sie damit um?

    Im Moment ist es schwierig. Ich nutze die Nationalmannschaftspausen und die Ferien, um Zeit mit ihm zu verbringen. Er ist mir extrem wichtig, und ich merke, wie sehr er mich braucht. Wir telefonieren täglich. Er ist der Hauptgrund, warum ich nicht sicher bin, ob ich noch eine Saison anhänge. Wäre er in meiner Nähe, würde ich spielen, bis der Körper sagt: Es ist vorbei, du kannst nicht mehr.

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    Und über allem steht Sohn Luan: Dzemaili an der Euro 2016 in Frankreich nach dem 1:0 gegen Albanien.

    Foto: Reto Oeschger

    Zehn Clubs in sechs Ländern – wo war es am schönsten?

    Ganz klar in Italien. Die Lebensweise entspricht mir total, sie hat eine gewisse Nähe zu Mazedonien. Bevor ich zu Bolton bin, hätte ich auch zu Juventus oder zu Milan gehen können. Aber ich war total auf die Premier League fixiert. Ich sass bei Milans Sportchef Ariedo Braida im Büro, er wollte mich unbedingt, doch ich dachte: Nein, nein. 2007 war ich dann mit Krücken im Stadion, als Milan die Champions League gewann, und dachte: «Du Blödmann. Bei diesem Team könntest du ab Sommer spielen!» Der Wechsel nach England war im Nachhinein ein Fehler. Als ich dann später doch noch nach Italien ging, wollte ich nicht mehr weg.

    Die Clubs in Italien also waren für Sie der Höhepunkt Ihrer Karriere. Und Bolton der Tiefpunkt?

    Nein, das war die Nationalmannschaft – bis Vladimir Petkovic Trainer wurde. Mit 19 erhielt ich mein erstes Aufgebot. Ich dachte: Wow! Mein Weg zum Stammspieler schien vorgezeichnet, es war wie im Traum. Dann erlitt ich 2007 meine Verletzung und rannte dem Nationalmannschafts-Zug ständig hinterher, ohne dass ich ihn einholen konnte. Der Pfostenschuss im WM-Achtelfinal gegen Argentinien 2014 steht als Sinnbild für meine Ära in der Nationalmannschaft unter Hitzfeld.

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    Was für ein Drama: Blerim Dzemaili köpfelt den Ball in der 121. Minute zuerst an den Pfosten und lenkt ihn danach mit dem Schienbein am Tor vorbei. Die Schweiz verliert den WM-Achtelfinal 2014 gegen Argentinien 0:1.

    Foto: Reto Oeschger

    Vor Ihrer Rückkehr haben Sie bei Shenzhen kein einziges Spiel gemacht. Hat es in China wirklich nur wegen Corona nicht funktioniert?

    Als das Virus richtig ausbrach, waren wir gerade in Europa im Trainingslager. Danach konnten wir monatelang nicht nach China einreisen. Und als wir endlich dort waren, fragte mich der General Manager: «Willst du nicht noch etwas Pause machen?» Ich verstand gar nicht, was er wollte. Dann war Trainer Donadoni, der mich verpflichtet hatte, nach drei Spielen bereits entlassen. Und nach zwei Monaten schickten sie mich hinterher.

    Das Geld haben Sie trotzdem erhalten?

    Ja, einen grossen Teil davon.

    Hatte der Entscheid, nach China zu gehen, vor allem finanzielle Gründe?

    Ich bin zwar ein neugieriger Typ und freute mich auf China. Aber natürlich: Die finanzielle Seite war wichtig. Ich war 33 und hatte die Chance auf einen Zweijahresvertrag. Es war für mich klar, dass ich unterzeichne.

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    Eine Karriere, 21 Trikots: Blerim Dzemaili nach seiner Rückkehr zum FCZ.

    Foto: Toto Marti (Freshfocus)

    Als Sie nach Zürich zurückkehrten, redeten Sie von Ausbildungen, die Sie neben dem Fussball absolvieren. Wo stehen Sie?

    Ich habe mein Fernstudium in Sportmanagement abgeschlossen und sehe in diesem Bereich auch meine Zukunft. Trainer möchte ich nicht werden. Wenn man selbst eine gute Karriere gemacht hat, verlangt man von Spielern vielleicht Dinge, die diese vielleicht nicht umsetzen können.

    Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Steigen Sie dann auf dem FCZ-Campus gleich von der Garderobe aus einen Stock höher?

    Nein, nein. Ich will nach der Karriere fünf, sechs Monate den Kopf durchlüften.

    Aber das Ziel, dass Sie einmal FCZ-Sportchef sein möchten, haben Sie doch schon als junger Fussballer ausgerufen.

    (Lacht.) Es hat sich vieles verändert seither. Die Situation mit meinem Sohn wird mir viel Flexibilität abverlangen. Darum kann ich mir auch vorstellen, eine eigene Managementfirma zu eröffnen.

    Das heisst: Spielerberater.

    Ja. Im Moment aber schaue ich nur auf das Hier und Jetzt – und darauf, ob ich hier als Spieler weitermachen will. Jeder sagt: «Hänge noch ein Jahr an, hänge noch ein Jahr an.» Und dann sagt jeder: «Aber wenn ihr Meister werdet, wäre es schon … »

    … ein perfekter Abgang.

    Und darum: Keine Ahnung (lacht).

    <woltlab-quote data-author="Reto" data-link="RE: Corona Fred II"><p>Ist doch OK. Einfach auf freiwilliger Basis, so lange es die Belastung des Gesundheitswesens zulässt, was immer als Massstab genannt wurde.</p></woltlab-quote><p></p><p>meine vielen worte perfekt zusammen gefasst! <img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/nick.gif" class="smiley" alt=":nick:" height="15" width="15"></p><p><br></p><p><br></p><p>Gesendet von iPhone mit Tapatalk</p>

    <woltlab-quote data-author="Ari" data-link="RE: Corona Fred II"><p>"darf man jederzeit maske tragen. aber dies alles muss, rational gesehen ab sofort, auf freiwilligkeit basieren."</p><p><br></p><p>das kommt ja jetzt dann bald...dann ist dieser thread HOFFENTLICH tod...aber rationelle denkweisen gibt es verschiedene lieber roli-alleswisser</p><p><br></p><p>Aber wenn sie die Lage extrem ändert, kann es sein, dass leute welche ein bisschen anders denken RATIONAL entscheiden, dass sich die spielregeln wieder ändern..dann kann roli wieder toibelen--&gt;du solltest lieber mal dankbar sein, dass wir in der schweiz meist eine vernünftige mittelweg gefahren sind verglichen mi den meisten anderen ländern und eigentlich nicht sooo schlecht weggekommen sind...übrigens auch wirtschaftlich in der summe</p><p><br></p><p><img src="https://forum.zscfans.ch/cms/images/smilies/kotz.gif" alt=":kotz:" class="smiley" height="32" width="64">thread</p></woltlab-quote><p>wenn du jeweils nicht nur die ersten drei zeilen meiner posts lesen würdest, hättest du schon lange gesehen, dass der br bei mir mittlerweile sehr gut weg kommt in der bewertung. selbst bei der dschibuti variante. dankbarkeit muss es ja nicht gerade sein, da es noch bessere optionen gegeben hätte.</p><p><br></p><p>sollten sich die spielregeln tatsächlich noch einmal ändern/verschärfen, aber das virus in gefährlichkeit max. dem der letzten 22 monate entsprechen, werde ich wieder toibelen! ich denke aber, dass ich dann einer unter sehr vielen sein werde und nochmals spielregeln wie die letzten 22 monate nur schwer einzuführen bzw. durchzusetzen sein werden.</p><p><br></p><p>aber genau hier liegt ja auch der ganz grosse denkfehler der gemeinde der zeugen coronas. warum haben wir eine gespaltene gesellschaft, warum diesen fred hier?</p><p><br></p><p>würden wir seit 22 monaten über leichensäcke laufen, krankenwagenstaus vor den spitäler beobachten, würden einem kollegen und verwandte, egal welchen alters und gesundheitszustandes wegsterben oder zumindest viele davon ips hospitalisiert werden, bräuchte es keine massnahmen und schon gar keinen zwang! alle würden sich freiwillig entsprechend verhalten. aber bis heute war dieses virus hauptsächlich für angestellte aus dem gesundheitswesen spür- und sichtbar. für die meisten anderen nur, weil sie medial damit zugemüllt wurden.</p><p><br></p><p>aber scheinbar kann man leute derart einschüchtern, dass sie selbst heute noch so drauf sind, tagi<span> kommentar zum oben geposteten text betreffend corona und europa: </span></p><p><span><br></span></p><p><span><woltlab-metacode data-name="attach" data-attributes="WzQ0MCwibm9uZSIsZmFsc2Vd"></woltlab-metacode><br></span></p>

    zur psyche mal noch eine provokation meinerseits und völlig ohne beleg:

    ich würde wetten, dass eine prozentuale mehrheit der kinder mit problemen in der pandemie als eltern massnahmen gegner hat die dauer wetter.n und aus jedem pieks oder maske einen aufstand machen

    je lockererlustiger man dem umgang vorlebt desto lockerer gehen die kids damit um..seh ich zumindest in meinem umfeld so häufig

    aber klar vereinssportverbot etc ist stand heute bicht rechtfertigbar

    ob du’s glaubst oder nicht. 100% einverstanden! noch ein zusatz dazu: kinder aus eher schwierigem umfeld, dürften auch eher mit dem kinderpsychiater wegen den covid massnahmen in kontakt kommen, als kinder aus intakterem umfeld.

    [quote='snowcat','RE: Corona Fred II']Was mich nervt: ihr fasled vo Gripp und händ long COVID total nöd uf em Radar! Villicht sind da ja em Omi Kron sini Uuswürkige verheerender? Aber das weisch Du sicher?

    nein, dass weiss niemand, wie sich long covid tatsächlich auswirken wird, egal mit welcher variante man infiziert wurde. nicht mal der konjunktiv kann hier helfen. exakt weiss man dass erst in einigen jahren, darum heisst es ja long covid.

    long covid kann und darf man genau darum nicht auf dem massnahmenradar haben. denn solange die auswirkungen nicht absehbar sind, müssten sämtliche massnahmen aufrechterhalten, ja gar noch verschärft werden. und das noch während mehreren jahren. wie gesagt long covid…

    mit dem konjunktiv wurde jetzt während 2 jahren genügend begründet, was nie eingetroffen ist. ich für meinen teil habe definitiv genug davon!

    roli weiss nicht nur was kommen wird, roli weiss auch wie sich viren vor milliarden!!! jahren verhalten haben...und das geile ist noch er bestätigt sich selbst als rechthaber/experte :applaus: :applaus: :kopfschlag:

    ev. merksch au mal no, dass covid nöd ganz sgliche isch wie anderi vire und mer darum sich au mit vorhersage schwer tuet und nöd sehr einig isch

    während sich viele aus lauter panik hinter dem sofa versteckten die letzten 2 jahre, habe ich die zeit produktiv genutzt! lesen gedährdet ihre dummheit! da staunste, gäll! :)

    wieso soll an diesem virus etwas anders sein als an anderen viren? :nixwiss:

    die asiatische- und die hongkong grippe haben sich auch schon so wie covid 19 verhalten. prozentual, und gemessen an viel geringerem reiseverhalten der menschen, gab es gleich viele tote. das einzige was anders war, war das verhalten der medien und menschen. niemand hat panik geschoben, niemandem ist es in den sinn gekommen, soziale kontakte per gesetz zu kappen oder gar läden zu schliessen. und es war auch nach 1-2 jahren vorbei. ohne lockdowns und masken. jetzt ist es auch nach 2 jahren vorbei, mit lockdowns und masken! finde den fehler!

    Was ich mich frage, was passiert im nächsten Winter, bzw. Wie können die Spitäler sich vorbereiten? Über den Sommer wird freiwillig kaum mehr gross geimpft denke ich, jedoch werden die 2. Und Boosterimpfungen ordentlich lange zurückliegen, was dafür sprechen würde dass Hospitalisierungen auch bei Omikron ansteigen können. Wird die aktuelle Durchseuchung für nächste Saison genung Immunität bieten?

    wenn das virus das macht, was es seit milliarden jahren so macht, dann sind wir durch. wie bei der grippe auch wird es zwar immer wieder neue unter- und kreuzvarianten geben, welche aber kaum gefährlicher sind als omikron. und wenn, dann nur für sehr alte und/oder höchstvulnerable menschen. und die werden sich, wie seit jahren mit der grippeimpfung, jeden herbst neben der grippe- noch eine coronaimpfung gönnen.

    zur immunität: es gab nach der hongkong grippe (1968-1970) studien, welche untersuchten, warum viele ältere leute kaum von der honkgkong grippe betroffen waren. das ergebnis: weil sich diese, als sie noch einiges jünger und resistenter waren, 1957 bei der weltweit grassierenden asiatischen grippe, eine (kreuz-) immunität aufgebaut haben. ein immunsystem ist also jahrelang in der lage, das gelernte anzuwenden.

    wer der ruhe nicht traut, dem steht es im übrigen frei, sich für den rest des lebens freiwillig sozial zu isolieren. niemand muss an grossveranstaltungen teilnehmen oder ins restaurant zum essen. und falls man doch mal in menschenansammlungen muss, darf man jederzeit maske tragen. aber dies alles muss, rational gesehen ab sofort, auf freiwilligkeit basieren.

    …und was morgen kommt bei covid weiss leider ausser roli nieman. .aber egal was der experte sagen wird, du und roli werdet es eh besser wissen…

    über die letzten 2 jahre, waren meine vorhersagen tatsächlich näher an der realität, als die vorhersagen der experten. muss ich mich nun schämen deswegen? :nixwiss:

    «Hören wir auf, gesunde Menschen mit leichten Symptomen zu testen, hören wir auf, ihre Kontakte zu verfolgen, geben wir die Isolation und Quarantäne auf», forderten die 19’000 Ärztinnen und Ärzte des Verbands SemFYC.

    us em tagi:

    Abo Länder beenden Pandemie

    Europa sagt Hallo zum Leben vor Corona
    Erste Länder in Europa lockern die Massnahmen oder behandeln Covid nur noch wie eine Grippe. Andernorts überfährt Omikron Gesellschaften komplett. Ein Überblick.

    Andreas Frei
    Publiziert heute um 16:09 Uhr

    Fussgängerinnen und Fussgänger auf der London Bridge: Die Maskenpflicht wird in England weitgehend aufgehoben, und es wird auf die Eigenverantwortung gesetzt.
    Foto: Andy Rain (Keystone/EPA)
    Omikron sorgt in der Schweiz und anderen Ländern derzeit für Rekordfallzahlen. Trotzdem wird vielerorts in Europa nicht mehr verschärft, sondern gelockert. US-Medien berichten fast schon neidisch über den Umgang mit der neuen Corona-Variante. Und selbst in früher sehr strikten Nationen wie Australien oder Neuseeland bereiten sich die Menschen auf ein normalisiertes Leben mit hoher Virusaktivität vor. Ein Überblick.

    England und Dänemark

    «Hallo zum Leben, das wir vor Corona kannten»: Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen hat Covid verabschiedet.
    Foto: Mads Claus Rasmussen (Keystone/EPA)
    Die jüngsten Beispiele der neuen Omikron-Lockerheit sind England und Dänemark. Die Maskenpflicht wird aufgehoben, Corona-Massnahmen soll es praktisch keine mehr geben. Trotz Zehntausenden Neuinfektionen pro Tag seien die meisten Menschen mittlerweile vor schweren Verläufen geschützt, argumentieren die dänische Premierministerin Mette Frederiksen und ihr britischer Kollege Boris Johnson.

    Aufhebung von Corona-Massnahmen
    In Dänemark fallen die Masken

    Kommentar zu Dänemark
    Kopenhagen wagt neue Corona-Wette

    Frederiksen sagte «Auf Wiedersehen» zu Einschränkungen und «Hallo zum Leben, das wir vor Corona kannten» und bezeichnete den Entscheid als Meilenstein in der Pandemie. Wie in England ist der Impfpass nur noch für Einreisende relevant, im Land selber kommt er nicht mehr zur Anwendung.


    Deutschland und Österreich
    Österreichs Lockdown für Ungeimpfte endet nach elf Wochen am nächsten Montag. Dies trotz einem neuen Rekord an Neuinfektionen, 34’000 waren es am Mittwoch. Die Lage in den Spitälern lasse aber Lockerungen zu, sagt Kanzler Karl Nehammer. Es sei aber weiterhin Achtung geboten.

    Ab dem 4. Februar gilt eine Impfpflicht für alle Erwachsenen. Ungeimpfte dürfen nun zwar wieder raus, doch 2-G wird aufrechterhalten, Restaurants, Hotels, Kinos, Sportanlässe und Skigebiete bleiben für sie also weiterhin verboten.

    In Deutschland überschritt die Zahl der täglichen Neuinfektionen diese Woche erstmals die Marke von 200’000, weshalb die Regierung Lockerungen derzeit noch ablehnt.

    Niederlande und Frankreich

    Seit Mittwoch dürfen Restaurants in Holland wieder Gäste empfangen. Es gilt 3-G, auch für Touristinnen und Touristen.
    Foto: Rob Engelaar (Keystone/EPA)
    Frankreich lockert – und verschärft. Letzteres ist aus Schweizer Sicht allerdings kein wirkliches Anziehen der Schraube, denn das Nachbarland führt nun 2-G ein. Für Ungeimpfte gibt es keinen Zugang mehr zu Restaurants, Kultur- oder Sportveranstaltungen. Und auch in die Fernverkehrszüge dürfen sie nicht mehr. Im Gegenzug gibt es für Geimpfte und Genesene Erleichterungen, so ist in den Zügen das Essen wieder erlaubt, die Homeoffice-Pflicht wird aufgehoben, und Nachtclubs öffnen wieder.

    AboStarker Anstieg in Dänemark
    BA.2 – ein neuer Omikron-Subtyp gibt Rätsel auf

    In Holland gilt nach dem Weihnachts-Lockdown nun 3-G, seit Mittwoch darf die Gastronomie wieder bis 22 Uhr offen sein, auch Kinos, Theater und Sportanlässe können wieder besucht werden, von Geimpften, Genesenen oder Getesteten. Regierungschef Mark Rutte sagte, dass man mit den Lockerungen «bewusst die Grenzen des Möglichen» auslote, denn eigentlich erscheine das in Anbetracht der Fallzahlen «widersprüchlich». Der Gesundheitsminister mahnte derweil auch weiterhin zur Vorsicht: «Omikron ist keine kleine Grippe.»


    Spanien
    In Spanien sieht man das etwas anders, dort soll Covid nur noch wie eine normale Grippe betrachtet werden. Die Regierung spricht von Endemie, die Menschen könnten nun mit den saisonalen Corona-Ausbrüchen leben, das Gesundheitssystem werde nicht überlastet. Die Gesundheitsministerin nannte diese neue Denkweise «an der Zeit und notwendig».

    AboWeniger Covid-Patienten im Spital
    Es läuft noch besser als im Best-Case-Szenario

    Während Fachleute und die WHO den Schritt für verfrüht halten, unterstützen in Spanien Expertinnen und Ärzte die Regierung. «Hören wir auf, gesunde Menschen mit leichten Symptomen zu testen, hören wir auf, ihre Kontakte zu verfolgen, geben wir die Isolation und Quarantäne auf», forderten die 19’000 Ärztinnen und Ärzte des Verbands SemFYC. Diese Massnahmen seien «mit der erworbenen Immunität – sowohl durch Infektion als auch Impfung – und der Ankunft von Omikron sinnlos geworden».

    Massnahmen gibt es allerdings immer noch, beispielsweise ist für Einreisende aus gewissen Ländern ein Impfnachweis erforderlich.


    Auch in Spanien wird noch gegen Corona-Massnahmen protestiert, die Menschen stören sich am «Covid-Pass», der das Leben für Ungeimpfte einschränkt.
    Foto: Enric Fontcuberta (Keystone/EPA)
    Israel
    Der Impfweltmeister hat sich selber von diesem Thron bugsiert, denn als vollständig geimpft gelten nur noch Personen, denen vor weniger als sechs Monaten eine Dosis verabreicht wurde. Somit kommt der ehemalige Vorreiter nun noch auf eine Quote von 63 Prozent. Bei 8 Prozent ist die Impfung mittlerweile abgelaufen und nicht erneuert worden. Viele Israelis sind weiterhin gar nicht geimpft, dafür haben schon über 600’000 Personen eine vierte Dosis erhalten.

    Das alles hat in einer massiven Omikron-Welle geendet, die das Gesundheitssystem allerdings nicht stark belastet hat. Trotz Rekordzahlen von bis zu 83’000 Neuinfektionen pro Tag. Für Probleme sorgt höchstens die Quarantäne, denn derzeit gelten über 500’000 Personen als angesteckt. In den Spitälern gibt es somit nicht wegen zu vieler Erkrankter Engpässe, sondern wegen fehlenden Personals, dies aber nur punktuell. Die Regierung hat deshalb nicht wie früher Massnahmen verschärft, sondern gelockert, insbesondere die Quarantäneregeln verkürzt.


    USA
    Die USA wünschen sich sehnlichst eine Rückkehr zum Vor-Corona-Leben, wie CNN beschreibt, doch die Lage sei dort noch teilweise ausser Kontrolle. Die Impfquote entspricht zwar mit 63 Prozent nun derjenigen von Israel, wenn auch die Zählweise nicht unbedingt dieselbe ist. Und CNN schreibt, dass in einigen Südstaaten wie Alabama und Mississippi oder auch im ländlichen Nordwesten von Wyoming noch nicht mal die Hälfte der Bevölkerung geimpft sei.

    Mut dürfte den USA eine neue Studie der Gesundheitsbehörde CDC machen, welche frühere Untersuchungen aus Kalifornien oder Schottland bestätigt: Omikron verursacht weniger schwere Verläufe, weniger Spitalaufenthalte und weniger Todesfälle. Aufgrund der schieren Menge an neuen Fällen und der vielen Ungeimpften sind die Gesundheitssysteme im Westen und im Süden des Landes aber weiterhin überlastet, wie CNN schreibt.

    Australien und Neuseeland

    In Australien ist Omikron wieder auf dem Rückzug, es gibt keine Staus mehr vor dem Drive-in-Testzentrum. In Neuseeland bereitet man sich derweil auf die grosse Omikron-Welle vor.
    Foto: Keystone/EPA
    In Down Under galt lange Zeit die «Zero Covid»-Strategie, die Grenzen waren dicht, und die Neuinfektionen waren wochenlang auf null. Schlich sich das Virus doch ins Land, wurden umfassende Lockdowns verhängt. Das Ende dieser Strategie wurde an die Impfquote geknüpft, und die Menschen liessen sich dafür gerne piksen. Omikron liess man vielerorts in Australien nun laufen, und das sorgte für Erlebnisse, die wir schon seit geraumer Zeit kennen – oder schlimmer.

    Der Kontinent sieht erstmals eine massive Corona-Welle, es gibt Panikkäufe, viele Arbeitnehmende fallen aus, die Lieferketten sind teilweise unterbrochen und gewisse Produkte nicht mehr verfügbar. Die Belastung auf das Gesundheitswesen nimmt zu, Schulschliessungen werden diskutiert. Westaustralien liess seine Grenzen zu, schottete sich vom Rest des Landes ab – trotzdem beginnen die Fallzahlen dort jetzt zu steigen. Es sind Szenen, vor denen die Australierinnen und Australier bisher verschont blieben.

    Eine Kolumnistin beschreibt für den «Guardian Australia», wie sie die ganze Corona-Sache eigentlich nur aus dem Fernsehen kannte, von den Bildern aus Wuhan, Bergamo, New York. Auch die wenigen Fälle im Land waren weit weg. Nun melde sich die Covid-App plötzlich mit möglichen Kontakten, täglich gebe es mehr Meldungen, schreibt sie in einem Artikel, der die Nachbarn in Neuseeland auf deren bevorstehende Omikron-Welle vorbereiten soll. Bald mal seien Freunde und Bekannte infiziert, dann spüre man selber ein Kratzen im Hals.

    Die nächste Stufe sei dann, dass die vielen Ansteckungen eine Auswirkung auf die Gesellschaft hätten, Menschen blieben freiwillig wochenlang zu Hause, das öffentliche Leben stehe teilweise still, obwohl es keine Lockdowns gebe. Omikron führe zwar zu weniger schweren Verläufen, aber nicht bei allen sei es schnell vorbei, mahnt die Kolumnistin. Mit der Zeit weiche die Angst aber, man gewöhne sich daran. Ihr Rat an die neuseeländischen Nachbarn: Bleibt ruhig, seid nett miteinander und versucht nicht in Panik zu verfallen. Auch diese Welle gehe vorbei.

    In Neuseeland muss sie aber erst einmal beginnen. Omikron ist zwar im Land und es wird erwartet, dass die Situation bald eskaliert, noch steigen die Fallzahlen aber nicht. Dabei schauen einige Bewohnerinnen und Bewohner sogar verhalten positiv auf die Ankunft der neuen Variante. Man habe schon befürchtet, eines der letzten Länder mit Delta zu sein, das mehr schwere Verläufe verursache. Und eine Neuseeländerin in London, die seit über zwei Jahren nicht mehr ihre Familie besuchen durfte, sagte dem «Guardian», dass Omikron der Regierung nun keine Wahl mehr lasse, als die Welle durchzustehen. Sie sei froh, wenn es dann durch sei und wieder Normalität einkehre.


    Asien
    Während China weiterhin felsenfest an «Zero Covid» festhält und alle Cluster auszumerzen versucht, lockern andere Länder langsam. So gibt es immer mehr «Bubbles», Zonen, in welchen Touristinnen und Touristen mit Impf- und Testnachweis, aber ohne Quarantäne Ferien machen können, dazu gehören beliebte thailändische Inseln wie Phuket und Koh Samui oder die malaysische Insel Langkawi. Thailand wolle Corona bis Ende Jahr als endemisch erklären, egal was die WHO dazu meine, hiess es kürzlich von der Regierung. Dazu brauche es aber 80 Prozent Geimpfte, weniger als 10’000 Fälle pro Tag und eine Sterblichkeit von unter 0,1 Prozent.


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    Ich habe nicht geschrieben dass ich einen Sinn dahinter sehe. Ich habe nur Reto widersprochen.

    stimmt! :nick:

    aber ist doch ein weiteres beispiel von massnahmenaktionismus. einzig und allein der massnahmen willen und ohne jeglichen einfluss auf das pandemiegeschehen.

    2G-Veranstaltungen sind schon gar nicht mehr begründbar, wenn man schaut, mit welcher Argumentation (Überlastung des Gesundheitswesens verhindern) das Zertifikat einmal eingeführt wurde!!!

    rational betrachtet, rechtfertigt sich keine einzige massnahme mehr. aber berset hat heute lockerungen bereits für nächste woche angekündigt.

    leider nur lockerungen, nicht ganz die aufhebung sämtlicher massnahmen. zumindest ist die aufhebung der mittlerweile komplett sinnlosen quarantänepflicht dabei, kommt auch den meisterschaften im sport zugut.