Wenn man schon Jahrzehnte lang "jammert", dass die Gastronomie nicht dem Z zu Gute kommt an den Spielen, dann denke ich doch, dass es nun schon wichtig sein sollte, das gut zu meistern.
Beiträge von Reto
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Die Menscheit ist ja nicht erst neuerdings am Verblöden...
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Wer? Du und der Rest der Welt?
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Die WM nicht im TV zu schauen, mag wohl vielen schwerfallen.
Wer aber nach Qatar reist, um da live mit dabei zu sein, dem ist schon nicht mehr zu helfen.
OK. Der Ignazio ist sicher für ein paar coole Fötelis vor Ort zu haben. -
Weiss jemand, ob es vor dem Stadion "sichere" Veloständer hat, wo man seinen E-Scooter hinstellen könnte?
Frage für einen 14-Jährigen. Nein. Seich. Habe keine Lust, dorthin zu watscheln weil man wohl irgendwo weit weg parkieren muss.
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Tabelle kaputt: Bayern-Fans beschweren sich, weil sie ihren Verein nicht finden
https://www.der-postillon.com/2022/09/tabelle-kaputt.html
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Wird demfall erscht ab Rundi 12 wieder langwiilig. Mal öppis Neus!
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Kei Ahnig, wer das Bild baschtled hät. Isch imene whatsapp-Status vo Bekannte gsi.
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Nöd mal meh ganz aktuell, aber mag mich nöd erinnere, dass das da öpper gschriebe hät.
Kei Fake-News, oder?
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen. Immer e schpezielli Figur gsi, de Gabet!
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Letzte Woche fand offenbar die erste Bundesliga-Saisoneröffnung seit über 30 Jahren statt, die mich nicht interessiert hat. Habe ich dann irgendwann irgendwo in den News gelesen, dass die spielen und dass Bayern in der Pause 5:0 vorne liegt.
Gähn... Aber sehe es wir Ihr. Die Langeweile ist nicht mein Hauptproblem mit dem Fussball.
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Edge? Wie gseht's mit em Internet Explorer us?
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Suscht leert doch au s'Cüpli us, wänn immer ufschtahsch!
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Aus der NZZ a/S
Kann ein Fussballverein zu viel Erfolg haben?
Der FC Winterthur, bisher Klub der sympathischen Verlierer, ist in die Super League aufgestiegen. Die Euphorie ist gross. Doch alte Fans fragen sich, ob es überhaupt noch schöner werden kann. Beobachtungen eines Zaungasts. Von Linus SchöpferAls der Aufstieg feststand, die Stadt eine Freinacht ausrief und sich Tausende zur grossen Feier versammelten, brach für manchen alten Winti-Fan eine Welt zusammen. «Jetzt haben wir den Salat», mailte einer danach.
Ich wohne erst seit kurzem in der Stadt. Wie man einen Winterthurer erschreckt, lernte ich allerdings schon früh: indem man ihm sagt, sein Verein steige bald in die Super League auf. Dann sah ich irritierte Augen und hörte stammelnde Ausreden. Das Restprogramm sei tückisch, ein wichtiger Spieler verletzt, solche Sachen.
Der Klub war lange zweitklassig. Verständlich, dass die Einheimischen nicht zu früh hoffen wollten, dachte ich. Aber das war nur die halbe Wahrheit.
Die Bilanz der Stadt Winterthur der letzten hundert Jahre: eher so mittel. Die Industrie zerfiel, derweil man mit dem Sulzer-Hochhaus den höchsten Sanierungsfall der Schweiz hochzog. Erst leerten sich die Fabriken der Unternehmer, dann die Kassen der Politiker. Die Nachbarstadt Zürich, mit der man sich einst hatte messen wollen, ist längst enteilt.
Arroganz wäre da lächerlich – also versucht man es eben mit Freundlichkeit. Und so entstehen Soziotope wie die Schützenwiese gleich neben dem Sulzer-Hochhaus. Auf dem Gelände kicken Kindergärtler neben den Profis, Schülerinnen werfen sich Frisbees zu, und Rentner machen auf ihrem Spaziergang halt, um dem Training ein bisschen zuzuschauen. Irgendwo stürzt sich Torwarttrainer Stephan Lehmann – ehemaliger Nati-Goalie, 58 Jahre alt, der FC Winterthur hat ihn aus der Arbeitslosigkeit geholt – ins Gewühl und kickt mit.
Die Rückrunde war lange ein purer Spass, die Mannschaft spielte famos nach vorne, ist gespickt mit Zauberfüsschen und Dribblern. Dazu kam ein sehr ambitionierter Coach, der selbst nach Siegen aussah, als sei ihm ein Konfibrot auf den Fuss gefallen. Bald war klar: Es wäre eine Tragödie, würde diese Mannschaft nicht aufsteigen. Wann, wenn nicht jetzt?
Als der Aufstieg näher rückte, begann es unter den Fans zu rumoren. Die lokale Band Arsenal Stefanini veröffentlichte einen Song. Titel: «Super League». Refrain: «Ich will nöd id Super League.»
Dann geschah, was Hiesige erwartet hatten. Der Klub verfiel in eine Starre, schien von einem bösen ägyptischen Fluch befallen. Plötzlich konnte er nicht mehr gewinnen. Während des Spiels gegen Thun – ein weiteres quälendes Remis – fragte ich mich, wie man es hier aushalten soll. Wer war schlimmer dran: Der Winti-Fan, der seit Jahrzehnten durch diese Tortur ging? Oder der Sünder in Dantes siebtem Höllenkreis, der zu einem Strauch verdorrt und von Vögeln gepickt wird? So sei es immer schon gewesen, sagte man mir. Ich wunderte mich über den gelassenen Ton.
Schliesslich klappte es doch. Die Mannschaft war schlicht zu gut, und Vaduz wehrte sich am letzten Spieltag gegen den Tabellenführer aus Aarau, als ginge es um den Thron des Fürsten.
Also brach der Erfolg über Winterthur herein. Für viele wurde ein Traum, für andere aber ein Albtraum wahr. Denn auf der Schützenwiese tummelt sich eine Spezies, die der gängigen Vorstellung von Leistung und Erfolg misstrauisch gegenübersteht und Behaglichkeit aus Prinzip stärker gewichtet als Ambition. Charaktere, über die Sven Regener Romane schreiben könnte: mittelbekannte Künstler, findige Tüftlerinnen, angegraute Jeansjackenträger, störrische Altpunks, Philosophen an der Biertheke. Sie sind es, die aus dem grauen Nati-B-Klub mit Liebe, Zeit und Witz ein alternatives Projekt gemacht haben.
So befindet sich in einer Stadionecke eine kleine Kunstgalerie, der «Salon Erika». Zu ihren Objekten zählen ein grossflächiges Heiligenbild, eigentümliche Porträts früherer Spieler oder auch künstliche Enten. Die gegenwärtige Ausstellung trägt den Titel «Fuck Tactics», zu sehen gibt es verbeulte Taktiktafeln. Manchmal möchte sich ein Fan hier bloss rasch einen Schnaps abholen – und bleibt dann verdutzt vor den Exponaten stehen. Hinter der Salonbar hängt das Cover von «Bicycle Race» von Queen: kein Loblied auf Gewinner wie das gerne gegrölte «We Are The Champions», sondern ein Song für Aussteiger.
Im Salon sieht man den Aufstieg kritisch. Lieber hätte man, es bliebe wie bisher: bekannte Gesichter im Stadion, kurze Schlange vor dem Wurststand und ab und zu Gratis-Prosecco für alle – auch für die Gästefans. Das Team soll oben mitspielen, aber eben nicht ganz oben. «Ideal wäre es, wenn wir in der Challenge League blieben und den Schweizer Cup gewännen», meint einer.
Ob das nicht unfair und auch ziemlich elitär sei, den FC Winterthur so für sich behalten zu wollen, frage ich. «Es ist unfair von den anderen, die jetzt auch hierherkommen und uns die Stimmung kaputt machen», sagt ein anderer und lacht. Zugegeben, fügt er an, seine Haltung sei etwas paradox. Aber er frage sich halt, ob das ständige Streben nach Erfolg und Wachstum tatsächlich sinnvoll sei. Sein Kollege gibt zu bedenken, ob die Kultur im Stadion noch dieselbe sei, wenn der FCW dann wieder runterkommen, wieder absteigen müsse. «Ich habe meine Zweifel.»
Andreas Mösli war einmal Punk, Trotzkist und spielte in der Band Swinging Zombies. Heute gehört er zur Geschäftsleitung eines Super-League-Klubs. Mösli steht vor dem Salon Erika und diskutiert über die Frage, ob echte Zufriedenheit ohne Erfolg möglich ist. «Ich glaube nicht, dass das geht ... für einen Fussballklub jedenfalls geht das nicht. Da kommst du sofort in die Abwärtsspirale. Da bleiben dir die guten Spieler und die Sponsoren weg.»
Mösli gehört zu den Hardcore-Fans, deren Ideen zur Rettung des Klubs vor zwanzig Jahren beitrugen. Er erfand den Kindersektor «Sirupkurve» und den Slogan «Erstklassig zweiklassig», der zum Leitspruch jener wurde, die sich auf der Schützi einrichteten. Ein Problem, das gebe er zu, sei die Sektorentrennung, die sein Klub nun vornehmen müsse. Dass man künftig nicht mehr frei durchs Stadion streunen könne. Dass Bereiche wie der Salon Erika, die Sirupkurve oder die Fanbar nicht mehr so leicht zugänglich seien. «Aber der Salon muss doch nicht weg deswegen!»
Einer im Salon sagt, dass ihm der Erfolg auf dem Rasen egal sei: «Wichtig ist, was im Salon passiert.» Das sei eben eine andere Priorisierung, erwidert Mösli. «Damit habe ich kein Problem, auch wenn ich sie falsch finde. Unser Kerngeschäft ist der Fussball. Ansonsten sollen sich bei uns möglichst viele Leute zu Hause fühlen.»
Dann holt Mösli aus: Wer die Werte des Vereins – Toleranz, Vielfalt, Rücksicht auf sozial Schwächere – akzeptiere, sei willkommen. Egal, welcher Art und welchen Alters man sei. Mösli deutet mit dem Zeigefinger von Sektor zu Sektor: Die Schützenwiese sei wie der Kreislauf des Lebens. «Als Kind bist du in der Sirupkurve, dann kommst du in die Bierkurve, dann bist du auf der grossen Tribüne, dann kannst du nicht mehr richtig stehen und wechselst hinüber zu den Sitzplätzen, und dann ...» – Möslis Zeigefinger deutet auf die Treppe, die zum Stadion hinausführt – «... dann machst du den Abgang.»
Okay, interessant, aber was ist mit der Super League? «Die schauen wir uns jetzt mal an. Wir sind da ganz offen.»
Möslis spezieller Klub steigt nun eine Stufe höher in der Geldpyramide. An deren Spitze stehen Milliardäre wie der Emir von Katar oder Roman Abramowitsch, die um jeden Preis die Champions League gewinnen, sich so Anerkennung und Teilhabe an einer Gemeinschaft kaufen wollen.
Etwas, das sie auch billiger haben könnten. Ein Stehplatz auf der Schützenwiese kostete bisher 18 Franken. Und nächste Saison kostet er halt ein paar Franken mehr.
Wäre das etwas näher, würde ich wohl Winti-Fan werden. Nicht, weil ich alternder Trotzkist oder so bin, aber genau so sehe ich die Fussballwelt leider auch...
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warum?

"Kenne" ihn natürlich nur aus der Sportschau, aber für mich ist er ein Grossschwätzer und total unsympathisch.
Menschlich scheint der mir komisch drauf zu sein. -
Beierlorzer oder Stöger wäre top.
Slomka ist eine Schlaftablette, der Rest auf der Liste... naja.
Die finanziellen Aspekte dürften auch eine Rolle spielen.Beierlorzer? Ganz schlimm, sorry!
Stöger fände ich jetzt auch nicht wahnsinnig viel besser, aber Beierlorzer geht gar nicht.
Markus Gisdol war nie ein Thema? Finde ich persönlich sehr bieder, aber gäbe wohl Schlechtere.
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Mindestens, wenn man dem Liedchen glauben soll, dass einem durch den Kopf geistert, wenn man "Erdinger" liest.
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Lustig, wer gestern alles Tickets für das St. Gallen-Spiel loswerden wollte.

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Mir mached halt scho de Fähler, dass mer alles us "eusere" Sicht gsehd, das dänki au.
Anderersiits wär für Generation Z wohl am attraktivschte, wänn im Schtadion e Zämefassig würd zeiged werde und irgend en Infulenzer würd mis lässige Schprüch kommentiere. "Hallo Leute..."
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Freut mich, dass es für dich mit den Besuchen an den Spielen geklappt hat. Geiler Einsatz!!!
Doppelt schade natürlich, dass aus dem Meistertitel nichts wurde, aber so ist es halt im Sport. Es kann nur einer das Finale gewinnen.
Bis bald mal wieder!
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Das nennt man, die eigene Dummheit mit derjenigen der anderen zu rechtfertigen. Passt.

Leider wirklich beides bedenklich und bescheuert!