Beiträge von Danny

    Haha, Danny , da kannst du nichts dafür. Aber es nervt mich schon etwas, wenn im MySports-Studio bei Direktkonkurrenten immer vom „6-Punkte-Spiel“ gesprochen wird. Klar, zwischen Best- und Worst-Case-Szenario kann man theoretisch von einer Differenz von 6 Punkten sprechen, respektive 3 in jede Richtung. De facto hat der Gewinner jedoch genau 3 Punkte mehr als der Verlierer, da es keine Minuspunkte und somit keine tatsächliche 6-Punkte-Differenz gibt. Zudem wissen wir gar nicht, ob Rappi am Ende der Saison überhaupt noch unser Tabellennachbar sein wird - eher nicht. Insofern kann man sich die mathematische Belegbarkeit auch sparen. ;)

    Und wenn du von „Fakt“ sprichst, dann sind es 6 Punkte und nicht 9. :)

    Nicht ganz, in diesem Fall geht es um das Verteidigen vom 6. Tabellen Rang, damit verschaffen wir genau 6 Punkte mehr Abstand zum drohenden PrePO. Natürlich, sollten wir es zu den ersten vier schaffen, sieht es anders aus (wissen wir noch nicht). Ist eben doch ein Fakt, und entspricht einem anderen realistischen Kalkulationsmodell.

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    Nein. „Viel Pech“ bedeutet in diesem Kontext, dass wir gemäss Expected Goals mehrere dieser acht Niederlagen hätten gewinnen müssen und diese Serie im Vorhinein betrachtet statistisch sehr unwahrscheinlich war. Die entsprechenden Spiele kann ich dir gerne aufzeigen…

    Was bleibt sind Tore des Gegners die zu einfach reingingen (zum Teil aus dem Nichts). Natürlich hat der ZSC insgesamt wenige Tore erhalten, wenn dann die Offensive zuwenig reinbringt, kommt die Niederlage bei dieser Konstellation. Gegen Kloten im letzten Spiel positiverweise komplett umgekehrtes Auftreten. Was inzwischen ersischtlich ist, dass MB entschlossener coacht, er hat am Demokratie Regler etwas zurückgeschraubt und verlangt mehr von den Spielern (so ist meine Wahrnehmung).

    Im Vergleich dazu wurden wir während der wettbewerbsübergreifenden Acht-Niederlagen-Serie nie derart abgeschlachtet. Fast alle dieser Spiele (ausser gegen Lugano) gingen sehr knapp verloren und waren auch von viel Pech geprägt…

    "Viel Pech": klingt für mich nach Hilflosigkeit, oder "was nicht sein darf, kann nicht sein".

    Schon erstaunlich, wir sind mit ca. 13 Noch verbleibenden Spielen nach Verlustpunkten 5 Punkte hinter Platz 2.

    Bashen auf ganz hohem Niveau…..

    Nichtsdestotrotz ist offensichtlich, dass der ZSC bereits die Reserve für Durchänger aufgebraucht hat, sicherlich auch für MB und SL inzwischen klar. Ebenso ist klar, dass der Demokratie Regler für die PO noch etwas mehr zurückzuschrauben ist, daran wird MB nicht vorbeikommen, sonst wird es schwierig die Mannschaft erfolgreich zu stabilisieren.

    Der ist mir egal, wenn er bzw. seine Spieler sein System erfolgreich umsetzen können. Das können sie offensichtlich nicht.

    Dito, bin dann gespannt auf den PO, wo dann die gewieften Strategen an der Bande ihre Taktik u.a. auf die Schwäche(n) des Gegners ausrichten, insbesondere wie dann eine ausgeprägt demokratisch orientierte Mannschaft (20 Spieler+ mit verschiedenen Ansichten, Wahrnehmungen) sich (langsam) auf ein erfolgreiches Spielsystem einigen und es ihnen dann noch gelingt über alle Linien durchzuziehen. Wäre dann für mich ein Novum. Bin mir jedoch sicher die Verantwortlichen wissen das und arbeiten mit MB daran, insofern wird er dann die zügeln anziehen, es ist ja zu offensichtlich.

    Interessant, wie viel Gewissheit du aus deinen Aussagen ableitest. Wenn unter der Bayer-Kultur offenbar weder Motivation noch die Bereitschaft zu Topleistungen vorhanden sind, stellt sich für mich schon die Frage, worauf diese Annahme basiert…

    Es ist NICHT die rede von "weder Motivation noch die Bereitschaft zu Topleistungen vorhanden sind", SONDERN "dass die Spieler mit dieser neuen Situation sehr motiviert sind und eine Topleistung abliefern können bzw. wollen". Die aktuell instabile Mannschaftsleistung reflektiert diesen Umstand für mich sehr gut.

    Ja, aber welches System gespielt wird und wie geführt und gecoacht wird, fliessen meiner Meinung nach ineinander. Aktives Coaching und Führungsstil ist Teil des Systems, weil die Spieler nicht einfach das machen können, was sie wollen oder was ihnen am liebsten ist, sondern weil der Trainer durch sein Coaching aktiv Einfluss darauf nimmt.

    Wie kommt es dann heraus, wenn die Spieler mit ihrer (feel free) individuellen Spielweise nicht wirklich abgeglichen sind? Eine andere Kultur bedingt auch, dass die Spieler mit dieser neuen Situation sehr motiviert sind und eine Topleistung abliefern können bzw. wollen. Die Mannschaft hat mit einer anderen Kultur Titel geholt, insofern ein gewagtes Experiment wenn radikal umgestellt wird.

    Wenn du jemanden in die Verantwortung nehmen willst, dann eher SL + Führung. Sie haben MB vor Saisonbeginn verlängert und wussten genau, dass er einen völlig anderen Führungsstil mitbringt. Wird wohl auch der Grund gewesen sein, weshalb RC gehen musste trotz erfolgreicher Zeit bei uns. Einen Assistenzcoach, der jahrelang in einem autoritären Umfeld gearbeitet hat, kann man nicht einfach langristig neben einen Trainer stellen, der demokratisch bis partizipativ führt

    Und auch wenn ich hier teils als Bayer Verehrer abgestempelt werde. Grundsätzlich hätte auch ich lieber einen erfahrenen NHL-Bandengeneral als einen NL-Neuling an der Bande. Aber MB hat sich diese Chance jetzt verdient. Jetzt sollte man auch an ihm festhalten, vertrauen geben, gerade weil er diese Saison unter schwierigen und nicht optimalen Voraussetzungen gearbeitet hat, die ich schon mehrfach erwähnt habe. Und nicht nach jeder Niederlage ihn hinterfragen

    Letzter Saison wurde MB Meister mit RC unter dem von MC gelegten Fundment. Dieser Saison Coachingkultur (System?) umgekrempelt (zu radikal?) Gibt es dann Evidenzen, dass dieser Typus Coach mit dieser Coaching Kultur MS Titel holt, oder ist es ein Experiment (POC)?

    Und noch etwas: Nur weil es früher beim ZSC mit autoritären Coachs besser lief, heisst das nicht, dass dies auch künftig so sein wird. Die Gesellschaft wandelt sich stetig. Ich kenne viele junge Leute aus der Gen Z und beobachte selbst, wie die jungen immer sensibler werden. Ob ein autoritärer Führungsstil im Eishockey in 10-15 Jahren noch denselben Erfolg bringt wie heute, ist mMn alles andere als sicher…

    Ganz so einfach ist es mit der GenZ nicht, d.h. einfach ein bisschen demokratischer und dann sind sie abgeholt ist kein Erfolgsgarant. Die Schwierigkeit sehe ich eher in der einfachen klaren Kommunikation jedoch im Softmodus. Auch die GenZ braucht Struktur und Vorgaben, aber eben nicht nach alter Schule.

    Ich glaube nicht dass Bayer innerhalb des Teams als Problem angesehen wird. Wie kommt es dann dass Riedi, Lehtonen,Balcers,Weber usw. alle verlängert haben im Wisen dass wahrscheinlich Bayer immer noch ihr Trainer sein wird

    Die Schlussfogerung der Vertragsverlängerung is kein Fakt sondern eine Mutmassung. Ich gehe eher davon aus, dass die Spieler überzeugt sind mit MB ist Ende Saison Schluss.

    Fazit: neues Jahr, dasselbe Geknorze bis 10 Minuten vor Schluss. So wie es (gestern) für mich aussah, spielt die Mannschaft aber nicht „gegen“ MB, sonst wäre der Steigerungslauf nicht erfolgt.

    So wie ich die Körpersprache der Akteuren interpretiere, sind Mannschaft und MB zwei fremdkörper bzw. passen nicht zusammen. Und ja sie können gewinnen wenn sie das Messer am Hals haben, aber nicht wegen MB, sondern wegen den spielerischen Qualitäten der Leaderfiguren. Bin überzeugt, genauso wie MB kurzfristig den abrupten Abgang von MC kompensieren konnte, kann der ZSC kurzfristig ohne MB die gleichen Resultate abliefern.