Beiträge von Larry

    Die jetzt kommunizierte Regelung für 22/23 ist für persönlich irgendwie akzeptabel. Ausser dass man als Team so viele Ausländer einsetzen kann

    pro Saison wie man will. Wobei, rein egoistisch gesehen könnte es mich ja auch freuen, vielleicht den einen oder anderen NHL Spieler in den ZSC

    Farben zu sehen, welchen man für die PO's noch engagieren kann

    Die Qualität der Spiele wird steigen, den Fan wirds freuen! Es wird weiter Schweizer im Team haben. Für mich ist wichtig solche Leute wie Geering im Team zu haben der wie ich aus Schwamendingen kommt. Ob im 4. Block der Heiri Rüdisüli oder der Mike Smith spielt ist unerheblich. Die besten Schweizer (Suter, Malgin, Siegenthaler) laufen uns auch davon, da jammert auch keiner!

    Langsam könnte man aber meiner Meinung nach auch mit dem ganzen Zauber einen Gang runterschalten und ich staune immer mehr, wie ewig es gedauert hat, bis ich verstehe, dass snowcat seit nun bald einem Jahr gar nicht so daneben liegt, wie ich teilweise vermutet hatte ;)

    Aber ich glaube, dass man unnötig viel Schiss hat und riskiert, ganze Generationen nachhaltig und langfristig zu Schaden kommen zu lassen.

    Aha! Es dämmert langsam! Finde es geil wie meine Schweizer (und vor allem Deutschen!) Kollegen entsetzt sind das hier in Florida alles offen ist! Ich kann ins Restaurant, an Sportveranstaltungen, Autotreffen, etc. pp. Die "Fallzahlen" (Unwort des Jahres) sind moderat (so lange ich sie nicht auf die Grösse der Schweiz hochrechne...), die Spitäler nicht überfüllt, es werden keine Massengräber ausgehoben. Und dies im Altersheim der USA! In unserem Club (ca. 1600 Member) seit März (!) 19 Member positiv plus 5 Angestellte. Keiner im Spital, keiner Tod. Einige sind schon geimpft (Impfung ab 65 hier!), die meisten sind vorsichtig und bleiben im Club. Wir gehen in Restaurants wo man draussen Essen kann, ich geh an NHL/ECHL Spiele mit Maskenpflicht und 20% Kapazität, absolut kein Problem! Bin froh bin ich nicht in der Schweiz!

    Ich sehe es eigentlich wie Roost. Bei den Junioren wird praktisch nichts passieren wie er auch meint. Was ich nicht so sehe ist die Swiss League die angeblich profitieren wird. Also den SCB Fan der nun Olten gucken geht den gibt es nicht! Oder nur einmal! Wie er am Schluss sagt: Die Schweizer Hockey Szene zerfleischt sich selber, man fragt sich warum und kann nur machtlos zusehen.

    Ein grosses Knall bei den Rangers.

    Keine schöne Geschichte. Was meinst Du sonst zur Rangers Saison bis jetzt?

    Die Panthers mit dem besten Start der Clubgeschichte auf Platz 1 in der Central, nur einen Punkt abgegeben bis jetzt! Die Abgänge von Hoffman und Dadonov wurden kompensiert und hinten stehen wir besser als je in den letzten Jahren. Huberdeau spielt im Moment nicht mit Barkov zusammen, den Platz hat Duclair eingenommen. Aber so lange es so gut läuft muss man auch nichts ändern! Go Cats!:geil:

    PS: Pius mit seinem 4. Goal, Kurashev mit dem 3.! Im Goal bei den BJ stand Elvis.

    Rossi fällt länger aus:

    https://mobil.krone.at/2331278

    Die “Vorarlberger Nachrichten” hatten am Freitag berichtet, der 19-Jährige, der sich im Herbst mit dem Coronavirus infiziert hatte, werde voraussichtlich erst im März zum Club zurückkehren.

    Bisher hatte Minnesota als Grund für den längeren Ausfall des Stürmers eine nicht näher bezeichnete Oberkörperverletzung angegeben. Ob diese Verletzung ausgestanden ist oder Rossi zusätzlich zu den Covid-Nachwirkungen weiter behindert, ist nicht bekannt. “Die gesundheitlichen Probleme sind unter Kontrolle”, gab sein Vater Michael zuletzt gegenüber den VN an, ohne auf medizinische Details einzugehen.

    "Die Gesetze erlauben es nicht, die Anzahl Ausländer aus europäischen Ländern zu begrenzen (Personenfreizügigkeit). Im Eishockey wird es – anders als in den anderen Mannschaftsportarten – doch gemacht. Das Prinzip ist ein sog. Gentlemans-Agreement."

    Das ganze ist uralt und längst bekannt! Jeder Club könnte zu jeder Zeit 20 EU Ausländer auflaufen lassen und niemand könnte etwas dagegen machen! Dagegen sind 7 Ausländer geradezu vernünftig!

    Mit Blerim zwei Siege gegen Basel und St. Gallen, ohne Blerim Niederlage gegen Vaduz. Kaum (wieder) hier schon (wieder) unersetzlich! Kann man nur hoffen das er sich nicht verletzt! Kann so weiter gehen!:applaus:

    larry, das ist aber ein totschlag argument...so kann man jeden entscheid begründen...

    Ich muss nichts begründen! Ich führe nichts ein und kann nichts verhindern! Was soll ich mich gross aufregen? Ich lasse es auf mich zu kommen, alles andere bringt eh nichts.

    Die Journalisten werden sich weiter die Finger wund schreiben. Schaun mer mal wie es am Schluss raus kommt. Die Erde wird sich weiter drehen, oder wie Stepi sagen würde: Lebbe geht weider!

    Mein Senf:

    7 Ausländer: Habe kein Problem damit da die Hockeyschweizer verrechnet werden. Es hat nun mal zu wenig gute Schweizer!

    Geschlossene Liga: Eigentlich Scheisse aber das Problem hat sich längst von selber gelöst: Es will ja kaum einer rauf, Ausnahme Kloten!

    Leider wurde die Durchlässigkeit wie wir sie im Fussball haben längst praktisch verhindert.

    Financial Fairplay: Bin als ZSC Fan kein Freund davon. Die Liga ist ausgeglichen genug, es braucht keinen Meister aus Ambri, Langnau oder Rappi.

    Verband/Nati: Dem wird in Zukunft die Kohle massiv fehlen. Vollamtlicher Naticoach, schon heute ein Witz, wird es wohl nicht mehr geben, braucht es auch nicht. Talentierte Junioren werden halt noch mehr den Weg gehen wie Timo Meier, Niederreiter, etc. und im Juniorenalter nach NA wechseln. Der Erfolg der Nati steht und fällt mit der Anzahl NHL Spieler. Wir sind beim Nachwuchs längst in einer Stagnation, den Anschluss nach vorne an die grossen Nationen schaffen wir nicht. Es wird sich also nicht viel ändern! Sturm im Wasserglas!

    Die zwölf National-League-Klubs haben sich am Freitag mit einer Dreiviertelmehrheit für den ersten zentralen Punkt des Reformpakets ausgesprochen. Doch die Erhöhung der Ausländerzahl auf die Saison 22/23 tritt nur dann in Kraft, wenn auch die Lohnobergrenze eingeführt wird.:shock:Aha!

    Sieben statt vier Ausländer: Das Schweizer Eishockey öffnet Grenzen

    Die zwölf National-League-Klubs haben sich am Freitag mit einer Dreiviertelmehrheit für den ersten zentralen Punkt des Reformpakets ausgesprochen. Doch die Erhöhung der Ausländerzahl auf die Saison 22/23 tritt nur dann in Kraft, wenn auch die Lohnobergrenze eingeführt wird.

    Daniel Germann (NZZ)

    Am Freitag haben sich die Aktionäre der neu gegründeten National League AG auf einen der zentralen Punkte im umfassenden Reformpaket geeinigt: Ab der Saison 22/23 werden pro Team neu sieben statt bisher vier Ausländer spielberechtigt sein. Dafür wird der Sonderstatus der sogenannten Lizenz-Schweizer angepasst. Jene Spieler, die keinen Schweizer Pass besitzen, die erste Lizenz aber in der Schweiz gelöst haben, fallen mit dem Erreichen des 22. Altersjahrs ebenfalls unter das Ausländerkontingent. Der Vorschlag erreichte die nötige Dreiviertelmehrheit problemlos.

    Die angepasste Ausländerregel tritt allerdings nur dann in Kraft, wenn auch der Rest des Massnahmenpakets eine Mehrheit findet. Spätestens Ende März soll darüber abgestimmt werden. Zu den wichtigsten Elementen gehört neben der Frage der Durchlässigkeit der Liga auch das sogenannte Financial Fairplay, eine verbindliche Lohnobergrenze. Wer diese überschreitet, soll eine Busse zuhanden der anderen Klubs bezahlen.

    Diffuse Rolle der ZSC Lions

    Ursprünglich hatte im Raum gestanden, den Regeln der Personenfreizügigkeit zu folgen und die Ausländerbeschränkung ganz aufzuheben. Das war politisch allerdings nicht mehrheitsfähig. Der nun getroffene Kompromiss ist nicht ohne Gefahr: Bei nur drei zusätzlichen Ausländern dürfte die Verlockung für die finanziell starken Klubs wie die ZSC Lions, den Lausanne HC oder den EV Zug gross sein, die Plätze mit Topspielern mit entsprechend hohem Lohn zu füllen. Das eigentliche Ziel, Druck auf die Löhne der Schweizer Spieler zu machen, droht dabei bereits mit dem Beschluss der neuen Regeln verwässert zu werden.

    Marc Lüthi, der CEO des SC Bern und einer der treibenden Kräfte hinter dem Reformpaket, sagt: «Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir auch das Financial Fairplay beschliessen. Ohne dieses macht die Reform keinen Sinn.» Er sagt, momentan deute immer noch alles darauf hin, dass auch dieser zweite, zentrale Punkt des Massnahmenpakets eine Mehrheit finden werde.

    Zuletzt hatten vor allem die Spieler noch einmal versucht, Stimmung gegen die Erhöhung der Ausländerzahl zu machen. Die Spielervereinigung veröffentlichte am Donnerstag eine Umfrage unter 300 Spielern. 94 Prozent von ihnen sprachen sich gegen die Erhöhung der Ausländerzahl aus. Sukkurs erhielten sie von den NHL-Spielern Roman Josi und Gaëtan Haas, die sich in Videobotschaften gegen das Anliegen wandten.

    Das Resultat der Spielerbefragung war jedoch keine Überraschung. Mehr Ausländer bedeutet härtere Konkurrenz. Kaum geholfen hat den Gegnern, dass ausgerechnet die ZSC Lions mitten in der politischen Meinungsbildung und trotz breitem Kader sowie guter Tabellensituation mit Ryan Lasch einen fünften Ausländer verpflichtet haben, um die Verletzung von Chris Baltisberger und den Abgang von Pius Suter zu den Chicago Blackhawks zu kompensieren.

    Der Verband protestiert

    Der Zürcher CEO Peter Zahner ist der vehementeste Kritiker des Reformpakets. Er zieht im Frühjahr als Vertreter der Liga in den Verwaltungsrat von Swiss Ice Hockey ein. Von dort folgte am Freitagabend die erste Replik zur neuen Ausländerregelung. In einer Medienmitteilung schrieb der Verband: «Swiss Ice Hockey distanziert sich vom Entscheid der National League AG. Als Dachverband des Schweizer Eishockeys sprechen wir uns weiterhin klar gegen eine Erhöhung des Ausländerkontingents aus, weil wir durch diese Massnahme negative Konsequenzen für das gesamte Schweizer Eishockey, den Nachwuchs und unsere Schweizer Spieler befürchten.»

    Darüber hinaus bekundete der Verband sein Unverständnis dafür, nicht in entsprechende Diskussion involviert gewesen zu sein und keine Detailkenntnisse zum gefällten Entschluss zu haben. Es ist die nächste Eskalationsstufe im schwelenden Konflikt um die künftige Leaderrolle im Schweizer Eishockey. Die Liga hat sich im Sommer vom Verband emanzipiert und sich als Aktiengesellschaft neu organisiert. Die Festlegung der Anzahl Ausländer lag aber schon vorher in der Autonomie der Liga und ihrer Klubs. Der Kampf um die Macht im Schweizer Eishockey hat eben erst begonnen.

    Haha.

    Du bisch wie de Thomi. Chrampfhaft offe für Veränderige und so tuet, wie mer no kei alti Säck wäred, wo so Sache prinzipiell nöd guet findet!

    Falsch! Ausländer habe ich nichts dagegen, der Rest betrifft mich nicht mehr gross, die paar Spiele die ich noch sehe.

    Gem. Simon Graf sind es jetzt 6,33 Ausländer, nachher 7.

    Trotzdem schreibt er im Tagi "Das Schweizer Hockey schafft sich ab" und schwadroniert die Teams würden 7 Top Ausländer kaufen und auch keine jungen Schweizer Goalies mehr verpflichten......reine Panikmache!

    Graf und Zaugg werde ich nicht mehr posten bzw. verlinken!

    Nächste Saison gleich wie jetzt 4, dann 7 Ausländer pro Team. Schweizer Lizenz nur noch an ausländische Spieler unter 22 Jahren.

    Da die Ausländer mit CH Lizenz unter 22 sein müssen kann ich damit problemlos leben. So viele Ausländer haben div. Teams bereits jetzt.

    ZSC Lions – HC Ambri-Piotta und ZSC Lions – SCL Tigers: Wer den souveränen Leader EV Zug nach 0:4-, 1:5- und 2:6-Rückstand 7:6 in der Verlängerung niederringt, braucht sich vor niemandem zu fürchten. Nicht, dass dies für die Zürcher eine grundlegend neue Erkenntnis wäre. Aber was ihnen am Dienstag in der Bossard Arena gelang, war ein dickes Ausrufezeichen. Sie haben ihrem mutmasslich schärfsten Rivalen im Titelrennen nach zuvor drei Niederlagen klargemacht, dass er sich trotz noch immer elf Punkten Vorsprung in der Tabelle nicht zu sicher sein sollte.

    Jetzt allerdings stellt sich die Frage: Was war dieser Sieg wert? Denn in den nächsten zwei Spielen geht es nicht nur ums Prestige, sondern vor allem um die Knochenarbeit im grauen Alltag: Die ZSC Lions empfangen am Freitag Ambri-Piotta und am Sonntagnachmittag die SCL Tigers – genau jene beiden vermeintlichen Underdogs, gegen die der ZSC im Januar insgesamt drei Mal verlor und damit in der Tabelle viel Terrain gegenüber den Zugern einbüsste.

    Spiele gegen Mannschaften, die auf dem Papier klar schwächer sind, stellen für den Favoriten immer eine mentale Herausforderung dar. Er wähnt sich gerne auf der sorglosen Seite, die letzte Anspannung fehlt – und schon ist das Malheur passiert. Aber eigentlich sollten die Zürcher nun wissen, dass weder Ambri noch Langnau Gegner sind, gegen die man schnell im Vorbeigehen einen Sieg aus dem Ärmel schütteln kann. Gegen die Tigers brachten die Zürcher am 10. Januar im Hallenstadion (ähnlich wie Zug am Dienstag) das Kunststück fertig, eine 3:0-Führung aus den Händen zu geben. (pic.)

    Wichtig wäre, dass solche Personen wie Lüthi, Domenig oder Lengwiler nicht so eine grosse Macht haben, um solche Absurden Reformen "durchzuerpressen"!

    Haben sie gar nicht! Das sind nur 3 von 12! Der Z ist dagegen, bleiben also 8 (!) Bosse die dies verhindern könnten! Aber denen macht man eben Zugeständnisse wie keinen Abstieg (Ambri, Langnau, Rappi), etc. pp.

    Chris Baltisberger im Pech

    «Es ist völlig okay zu weinen»

    Eine blöde Bewegung – und vorbei war die Saison für den Stürmer der ZSC Lions. Wie geht der 29-Jährige damit um? Eine Verletzungs- und Liebesgeschichte.


    Simon Graf (TA)

    Es war eine harmlose Szene, wie es sie oft gibt im Eishockey: Der Puck kam in der eigenen Zone via Bande zu Chris Baltisberger, der spielte ihn direkt weiter. Weil Gegenspieler Marc-Antoine Pouliot zu ihm hinstürmte, drehte Baltisberger nach rechts ab, um sich zu schützen. Die beiden berührten sich kaum, doch beim Drehen blieb die Kufe des linken Schlittschuhs von Baltisberger am Eis hängen. Ein stechender Schmerz durchzuckte seinen Körper. «Ich wusste sofort, dass das gar nicht gut ist. So etwas hatte ich noch nie gefühlt.»


    Er fiel rücklings aufs Eis, drehte sich auf den Bauch und versuchte aufzustehen. Es ging nicht. «Ich hatte keine Kraft mehr in diesem Bein.» Kollege Maxim Noreau trug ihn auf die Spielerbank. Volume 90%

    Saisonende am 8. Januar: Chris Baltisberger verletzt sich bereits in seinem zweiten Shift im Spiel gegen Biel. Video: Mysports

    Als Baltisberger wenig später auf dem Bett im Doktorraum im Hallenstadion lag und sich Schmerz mit Enttäuschung mischte, liefen die Tränen über sein Gesicht. «Das war der härteste Moment. Ich wusste, es wird nichts mehr in dieser Saison.» Derweil das Spiel lief, wartete er auf seine Freundin und seine Schwester, die ihn mit dem Auto in die Schulthess-Klinik hoch über Zürich fuhren.

    Tausend Gedanken huschten durch seinen Kopf. Er haderte: Ach, hätte er sich doch anders gedreht! Weil wegen des Coronavirus keine Angehörigen im Spital erlaubt sind, verabschiedete sich seine Freundin Sabrina im Warteraum – er sass noch in den Hockeyhosen da. «Sie sagte, alles komme gut. Uns stünden ja wunderschöne Zeiten bevor. Sie ist schwanger, Mitte April kommt das Baby. Als ich daran dachte, ging es mir wieder besser.»

    Verletzungen und der Umgang damit gehören zum Alltag von Sportlern wie Siege und Niederlagen. Doch der 29-Jährige war davon bisher weitgehend verschont geblieben. «Als Teenager hatte ich zwei Adduktorenrisse, wegen derer ich mehrere Monate ausfiel. Aber dies war nun meine erste Verletzung, die eine Operation erforderte.» Er erlitt einen Spiralbruch am Schienbein, das von der Mitte des Unterschenkels bis zum Knöchel längs gespalten war. Das Schienbein wurde mit einer Platte fixiert und diese mit zehn Schrauben befestigt.

    Sein erstes Gefühl trog Baltisberger nicht: Die Saison ist für ihn gelaufen. Fünf Monate müsse er schon rechnen bis zum Comeback, sagt Teamarzt Gery Büsser. Dann ist Juni und das Eis abgetaut. Für Baltisberger ist dies besonders bitter, weil er gut in Schwung war, sich mit seinem kämpferischen Stil einen Fixplatz im Paradesturm mit Garrett Roe und Sven Andrighetto gesichert hatte. Mit neun Treffern war er der zweitbeste Torschütze des Teams, als er am 8. Januar ausfiel.


    Baltisberger hatte viel investiert im langem Corona-Sommer und auch während der beiden Quarantänen bis zu vier Stunden täglich zu Hause trainiert. Dabei hatte er nicht nur an der Fitness gearbeitet, sondern auch Spielsituationen im Kopf visualisiert und Konzentrationsübungen gemacht. «Während der Quarantänen hielt ich mir die entscheidenden Spiele vor Augen, motivierte ich mich so. Ich hatte das Gefühl, die Saison beginne erst richtig. Nun ist sie auf einen Schlag vorbei.»


    Und wie geht er damit um? «Für mich war es wichtig, dass ich meinen Gefühlen Raum gab. Du kannst nichts erzwingen. Ich sagte mir: Es ist völlig okay zu weinen. Aber irgendwann musst du es akzeptieren, abhaken und nach vorn schauen. Verletzungen sind ein Berufsrisiko. Und der Prozess zurück ist auch eine Chance, daran zu wachsen.» Statt ans Playoff denkt er nun an den Moment, in dem er wieder aufs Eis zurück und wieder alles tun kann, was er vorher tat. Jetzt gehe es darum, den Weg dorthin zu planen.

    Krücken mit Spikes

    Die ersten sechs Wochen darf Baltisberger sein linkes Bein gar nicht belasten und kann sich nur mit Krücken fortbewegen. Schon am Tag nach dem Spitalaustritt stattete er dem Team einen Besuch in der Garderobe ab. Es hatte stark geschneit, der Weg dorthin war für ihn ein Drahtseilakt. Er brauche keine Spikes für die Krücken, hatte er im Spital gesagt. Sie gaben sie ihm trotzdem mit. Nun war er froh darum. Inzwischen besucht er auch wieder die Heimspiele.

    Zu Hause richtet sich Baltisberger an kleinen Erfolgserlebnissen auf. Etwa, wenn es ihm gelingt, trotz der Stöcke den Kaffee ins Wohnzimmer zu tragen. Seine Freundin, mit der er ein kleines Business aufgebaut hat und Ingwer-Shots und Hanf-Öl vertreibt, unterstütze ihn aber sehr gut, fügt er sofort an. Und: «Es ist witzig: Jetzt haben wir vertauschte Rollen.»

    Als sie sich im Sommer 2019 beim Reisen in Kolumbien in einem Hostel kennenlernten, wollte er unbedingt mit ihr einen Reitausflug unternehmen. «Sie willigte ein, aber die Pferde waren leider sehr wild. Sie stürzte vom Pferd und erlitt einen dreifachen Beinbruch. Weil sonst niemand dort war ausser ihrer Kollegin, kümmerte ich mich um sie, trug sie herum, pflegte sie und schaute, dass alles klappte mit dem Transport in die Schweiz.»

    Jene turbulente Zeit habe auch ihr Gutes gehabt: «Dadurch wurde uns schnell klar, dass es Liebe ist.» Bald werden sie Eltern, im Sommer wollten sie heiraten. So schlecht meint es das Leben nicht mit Chris Baltisberger