Posts by Thomi

    Ganz schwach finde ich wenn Stimmen kommen "wenn es das gibt was ich nicht will, dann verlasse ich das Forum". Das ist wie im echten Leben am Stammtisch wenn Leute jeweils auf Biegen und Brechen die eigene Meinung vertreten, und wenn die Mehrheit da nicht abnickt, dann stehen sie auf und wollen einfach davonlaufen. In der Hoffnung dass die anderen dann "Bittibätti" machen und Honig ums Maul schmieren (bleib doch, du bist sooo wichtig für diesen Stammtisch und deine Meinung ist natürlich seeeehr gefragt) damit er wieder absitzt. Ganz schwache Diskussionskultur (aka Erpressung light)...

    Grundsätzlich ist es mir egal was du stark und was du schwach findest, denn du bist mir egal und zwar total. Das ist eine "nichtwertende", sachliche Aussage. Man könnte sagen es ist ein Fakt!

    In meinem Leben entscheide ich selber darüber, was oder mit wem ich diskutieren will, meine Zeit ist mir zu kostbar um mit Leuten die mich nerven oder über Themen die ich nicht mag zu diskutieren. Ich will weder ein Bittibätti (und schon gar nicht von jemandem wie dir, wo das Gefühl hat er entscheidet was Leute machen sollen und was nicht) noch erpresse ich irgendjemanden mit meiner Aussage. Ganz im Gegenteil, ich bin tolerant und sage, wenn die Mehrheit etwas will, soll sie es haben, auch wenn ich anderer Meinung bin. Und ich bin konsequent, das zu sein, bringt mein Beruf so mit sich.

    Ich bin da ganz pragmatisch, wenn ich in einem Forum mitlese oder -schreibe und ich mich mehr ärgere, über Nasen wie dich oder über die Themen die da besprochen werden, als dass ich Freude daran empfinde, dann hat dieses Forum keinen Mehrwert für mich und ich bin weg. Ich würde übrigens auch nie an einen Stammtisch sitzen mit solchen Personen.

    All die Personen aus diesem Forum, die für mich wichtig sind, weil ich sie mag und nicht weil sie der gleichen Meinung sind wie ich (das deckt sich selten zu 100%) mit denen habe ich auch andere Kanäle um in Verbindung zu bleiben.

    Du brauchst mir übrigens nicht zu antworten, da ich es nicht mehr lesen werde. Geniesse deine Covid-Diskussionen und sei froh, dass einer weniger da ist, den du "schwach" findest. ;)

    An alle Anderen, ihr wisst wo ihr mich erreicht, meine Covid-Müdigkeit hat einen Grad erreicht, bei welchem ich keine Lust mehr habe, darüber zu lesen oder diskutieren. Bis der Scheiss vorbei ist, bin ich dann mal weg und freue mich über den Z in der Halle oder am TV.

    Gruess
    Thomi


    edit: p.s. Kei Angst, sobald d'HM-Saison fertig isch, werd ich dä Gwünn a die richtige Persone uszahle, ich hau mit em Pott nöd ab uf Canada :D

    Ich auch.


    An all jene die sagen "man muss es ja nicht lesen": Ständig eine rote Nummer zu sehen um dann nur herauszufinden das es wieder nur der Corona Fred war nervt! Leider kann man im Forum kein Thema unterdrücken! Wer den Seich nach zwei Jahren immer noch kommentieren will kann dies bei Blick, 20 Minuten, Tagi, NZZ, etc. pp. jeden Tag machen!

    Das ist genau mein Punkt und der Grund weshalb ich den Covid-Fred dazumal zu haben wollte! Wer noch nicht genug Covid hat, neben den täglichen Meldungen in den Online- oder Printmedien oder im Radio oder TV der findet genug Foren, in denen er darüber mitdiskutieren kann!

    Und wenn ihr euch dazu entscheidet, dies hier drinn auf biegen und brechen auch noch zu tode quatschen zu wollen, bin ich halt auch einfach weg. Ich werd damit leben können.

    Gruess Thomi

    Hahahaaaaaaaa, sorry :S bi dir chunt würkli alles zämä die saison

    Easy, wie heissts so schön? "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen" ;)
    Fun fact, han i dä letschte Rundi genau +71 Pünkt gmacht und i dere -71 sozäge es Nullsummespiel i zwei Rundene ;)
    Ja, die Saison isch definitiv nöd "miini"!



    Das muess mir zerscht mal öpper nahmache!! Scheiss Manager!! Wänn din Usländer als Captain setzisch und de Tubel e Matchstraf kassiert und i dä gliiche Rundi en zweite spieler au e Matchstraf kassiert und dä nominal besser vo zwei goali 5 Rähme kassiert!!! F U C K

    ich finds momentan au no schwer, zum uf em Transfermärt es Schnäppchen chöne mache, im Verglich zum Afang oder au letscht Jahr.

    Das isch mir au ufgfalle! Es git so guet wie kei Spieler meh wo günstiger sind als ihri Statistik-Rangierig wür vermuete!
    Letscht Jahr han ich z.B. dä Klingberg vom EVZ für sage und schreibe 1Mio. kauft! und das nöd vor Saisonstart. Au suscht häsch immer mal wieder en Spieler gfunde wo günstiger gsii isch als sin tatsächlich Wert ahand vo sine Scorerpünkt. Find ich eigentlich schad! Git kei Rolexe meh vom Wüehltisch ;(

    Haha, "chli anecho" isch guet! Mags ihre aber gönne!


    Ich han d'regular abgschlosse und muess jetzt alles uf Playoff setze! Scheissgame! :D

    Und wow! 3. Platz bi fascht 10000 Nase 8) Hammer!
    Aber isch sie nöd scho letscht Saison mal under dä Top 10 gsii? Mir häts nur uf Rang 27 glanged aber definitv nöd i dere Saison :suff:

    Richtig geiles Spiel und auch gegen Ajoie muss man gut spielen, da hat sich auch schon der EVZ einen Schuh geholt!

    Das war Hockey vom feinsten, welches man mit unserem Kader eigentlich häufiger so sehen müsste und ich hoffe, das war nun eine Art Befreiungsschlag!

    Haha, als Gegner gegen die Malgin / Ghetto Linie zu spielen muss ab und an so "WTF?" sein! ;) Da fährt dir erst der Eine um die Ohren bis du nicht mehr weisst wo oben und unten ist, dann passt dieser zum Anderen und das Spiel geht von vorne los ;) Und endlich war dies mal nicht brotlos sondern mit dem verdienten Erfolg gekrönt. Dazu noch der Kampfgeist aller und das druckvolle forechecking! Wenn wir so spielen ist auch in dieser - bis anhin - verknorzten Saison wieder alles möglich.

    Ja das kann sehr wohl passieren. Ich fand einfach die Schlagzeile lustig, dass Noreau die Abwehr stabiliseren soll. Das hat er doch noch bei keinem Team wirklich gemacht. Die hätten schreiben müssen dass Rappi einen offensiven Verteidiger geholt hat, der auch oft punktet. Und das kann er auch unbestritten.

    Auch wenn ich hier drin alleine dastehe mit der Meinung, dass unsere Nr. 56 mehr Tore geschossen und vorbereitet als verschuldet hat, werde ich ihn vermissen! ;(

    Bin gespannt, ob wir ihn gleichwertig ersetzen können, in Bezug auf seine Offensiv-Qualitäten? Jemanden zu finden, der etwas weniger Fehler macht, ist sicher einfacher aber ich behaupte weiterhin, dass uns seine Punkte fehlen werden. We'll see....

    Warum. Dachte wir wollen endlich Leistungsprinzip. Noreau hat ca. 2 Jahre einen guten Job gemacht. War letzte Saison schon nicht mehr so stark und ist aktuell schwach wie der Rest. Zudem 34ig. Gibt keinen neuen Vertrag und er geht zu Rappi. Doch alles gut. Zeit für beide ein neues Kapitel aufzuschlagen.

    Er ist wegen dem weder ein Verräter noch wird er extra noch schwächer spielen. Hoffe er wird sich nochmals steigern.

    Das sehe ich genau gleich wie du! Ich störe mich nur daran, wenn einem solchen Spieler, dem man mal zugejubelt hat, als er gut genug war für uns, am Schluss einfach ein "gut dass er endlich weg ist" etc. mit auf den Weg gibt, anstelle eines "Danke, dass du alles für uns gegeben hast" und "viel Erfolg am neuen Ort" zumindest dann, wenn es kein Abgang, wie der eines Forsters und Konsorte, war.

    Ich finde einfach, dass die Spieler Respekt verdienen und zwar bis zum Schluss. Es geht mir mehr darum. Ich bin auch dafür, dass einem Spieler, welcher seine Leistung nicht mehr bringt, kein neuer Vertrag angeboten mehr wird.

    Weisst du wie ich das meine?

    Hier drin wird immer wieder verlangt, dass die Spieler unabdingbare Loyalität für ihren bzw. unseren Club zeigen. Aber unsere Loyalität hört offenbar in dem Moment auf, in dem der Spieler nicht mehr das zu leisten vermag, was er auf seinem Peak einmal zu leisten vermochte.

    Einen Wechsel zu einem anderen Club wird als Frevel gesehen, obschon vermutlich jeder von euch bei einem deutlich besseren Angebot einer anderen Firma, seine Stelle wechseln würde oder dies bereits einmal getan hat.

    Ein Pettersson war so lange gern gesehen, wie er Tor um Tor für uns schoss. In dem Moment, als ihm dies nicht mehr gelang war (Pflaumen)Freddy nicht mehr erwünscht.

    Noreau hat vier Saison lang alles für den Z gegeben und ich bin der Meinung das verdient mehr Respekt als er hier gerade erhält.

    Aber dies ist nur meine bescheidene Meinung.

    Eine vo de zurächt meischtghasste Spieler im Hallestadion gsi! Trotzdem hani mit ihm emal es Bierchen trunke nach sinere Spielerkarriere.

    Das würd ich hüt nonig mache mit dem R. von Arx. Seit alles.

    Haha, da chan ich nahfühle und gaht mir gliich!

    Bi mir häts dämit ztue, dass ich dä Fige ghasst han, will er eifach so guet gsii isch und en Klöötener! Bim VonArx ischs gsii, will ich ihn eifach en Weichbächer durch und durch gfunde han! Han ihm mal Supechasper grüeft i dä Halle in Davos und dänn häter i Kurve ufeglueget :D

    Schoso.

    Aber er verhinderet au nöd, dass de Noreau (mehrmals), Malgin, Weber hine Katastrophe-Päss spielet oder Fehler machet.

    Ich weiss aber was du meinsch. Isch e Mentalitäts-Frag. Und i dere Beziehig schiint de Tanner ja scho sit eh und je eifach

    nur Top z'sie.

    Da häsch scho rächt, find ihn eifach - unabhängig vo eusne glön - en geile Siech und hetten gern i eusem Team. Glaub er wür guet inepasse, chli en badboy aber vo dene hämmer ja nöd grad im übermass.

    Isch ja vermuetlich eh nöd realistisch aber hey, han dänkt, so vor Wiehnachte chan mer sich ja mal wünsche :)

    !! Liebe Fige, Du bisch jederziit herzlich i dä Halle und au i dä SwissLifeArena willkomme !!

    Hockey-Legende Felix Hollenstein über seine Krebserkrankung: «Ab sofort kämpfst du um dein Leben»

    Vor zwei Jahren hat Felix Hollenstein die Diagnose Knochenmarkkrebs erhalten. Was folgte, war eine Tortur, die dem Eishockeytrainer mehr abverlangt hat als alles zuvor im Leben.

    Interview: Daniel Germann11.12.2021, 21.45 Uhr

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    Teilen «Das Bild des harten, wilden Hundes, das mein Image als Spieler geprägt hat, ist nur eine Seite von mir»: Felix Hollenstein. (Kloten, 6. 12. 1986)

    «Das Bild des harten, wilden Hundes, das mein Image als Spieler geprägt hat, ist nur eine Seite von mir»: Felix Hollenstein. (Kloten, 6. 12. 1986)

    Foto-Net / Kurt Schorrer

    NZZ am Sonntag: Bei Ihnen wurde vor zwei Jahren Knochenmarkkrebs diagnostiziert. Wie haben Sie die Erkrankung entdeckt?

    Felix Hollenstein: Ganz zufällig. Im November 2019 brach ich mir beim Heben einer schweren Hundehütte einen Rückenwirbel. Ich ging zuerst zum Physiotherapeuten, dann zu meinem Hausarzt Ulrich Brunner. Der schickte mich ins MRI, und dort entdeckte man den Bruch eines Wirbelkörpers. Ein paar Millimeter näher am Wirbelkanal, und ich sässe heute im Rollstuhl.

    Und der Wirbelbruch war eine Konsequenz Ihrer Erkrankung?

    Ja, die Leukozyten haben meine Knochen zu zersetzen begonnen. Ulrich Brunner begriff sofort, dass da etwas nicht stimmte. Einen Wirbel bricht man sich üblicherweise nicht einfach so. Er nahm Kontakt mit der Hirslanden-Klinik auf, um weitere Abklärungen vorzunehmen. Dann sagte er mir zum ersten Mal, er befürchte, dass ich an Knochenmarkkrebs erkrankt sein könnte. Am 7. Januar hatte ich den Abklärungstermin in der Klinik, der die Vermutung bestätigte.

    Wie geht man mit einer solchen Diagnose um?

    Sie war ein Schock. Hätte ich nicht ein so gutes Umfeld, wäre es schwierig geworden, mit all dem umzugehen, was auf mich einstürzte. Meine Frau, die Söhne, Bruder, Schwester, Oma, die ganze Familie, die Freunde, aber auch ein Teil der früheren Mitspieler und die Anhänger des Klubs haben mir Mut zugesprochen und mich getragen. Der Zuspruch war überwältigend. Dazu fühlte ich mich auch medizinisch sehr gut betreut.

    Waren Sie erblich vorbelastet?

    Diese Frage habe ich natürlich auch sofort gestellt. Doch die Ärzte haben das verneint.

    Die Welt muss über Ihnen zusammengestürzt sein.

    Noch vor fünfzehn Jahren wäre eine solche Diagnose einem Todesurteil gleichgekommen. Als man mir eröffnete, dass ich an einem multiplen Myelom erkrankt sei, fragte ich: Wie lange habe ich noch? Drei Monate? Sechs Monate? Man hat mich beruhigt. Heute ist diese Krankheit relativ gut behandelbar. Aber natürlich: Ein Restrisiko bleibt. Aber das hat man immer, wenn man morgens aufsteht.

    Eishockey-Legende

    Felix Hollenstein

    Felix Hollenstein

    Der EHC Kloten hat seit seiner Gründung 1934 einige grosse Spieler gehabt. Keiner aber prägte sein Image und die Erfolge stärker als Felix Hollenstein. 1985 vom EHC Bülach zum Klub gestossen, war er zuerst als Spieler, dann auch als Trainer und Sportchef seit mehr als 30 Jahren der Dreh- und Angelpunkt im Verein. Hollenstein gehört wie der ehemalige Berner Torhüter Renato Tosio, der Davoser Center Reto von Arx oder der Zürcher Verteidiger Mathias Seger zu jenen raren Spielern, welche die Eishockey-Anhänger weit über den eigenen Klub hinaus begeisterten und mitrissen. Seine Krebsdiagnose Anfang 2020 war deshalb für die gesamte Schweizer Eishockeyszene ein Schock. (gen.)

    Und doch ist eine solche Behandlung eine Tortur. War für Sie vom ersten Augenblick klar, dass Sie sich dieser stellen wollen?

    Ja, natürlich. Das war für mich keine Frage. Es gab ja auch keine Alternative. Ich fühle mich noch zu jung, um zu gehen. Ich habe zwei Enkeltöchter, die ich geniessen will. Ich habe von Anfang an gesagt: «Wenn es nur einen Schimmer Hoffnung gibt, dann unterziehe ich mich allem, was nötig ist, um wieder gesund zu werden.» Aber gleichzeitig war mir auch bewusst: Ab sofort kämpfst du um dein Leben. Trotzdem bin ich von Anfang an positiv und optimistisch in die ganze Behandlung gestiegen.

    Hat Ihre Karriere als Sportler, in der Sie sich immer wieder gegen Widerstände durchsetzen mussten, dabei geholfen?

    Vielleicht ein wenig. Ich war es gewohnt, zu kämpfen. Doch im Prinzip kann man nicht vergleichen. Eishockey ist ein Spiel. In der Situation, in der ich auf einmal steckte, kannst du dir nur selber helfen. Ob Journalist, kaufmännischer Angestellter oder Profisportler: Da setzt bei jedem der Überlebenstrieb ein. Ich sprach zuerst schlecht auf die Therapie an. Das war der nächste Hammer. Dann hat man die Chemotherapie geändert und ein anderes Medikament eingesetzt. Und das hat dann gewirkt. Ich habe es richtiggehend gespürt, wie es in meinem Körper zu arbeiten begann. Sofort verbesserten sich auch die Blutwerte.

    Wie lief die Behandlung ab?

    Schon am Tag, als man mir den Befund eröffnete, unterzog ich mich der ersten Chemotherapie. Wir sassen im Besprechungszimmer des Arztes, und der wollte mit uns den Start der Therapie festlegen. Da sagte meine Frau: «Wir sind hier. Warum nicht gleich jetzt?» Kurz darauf lag ich bereits auf dem Behandlungsstuhl, und die erste Infusion lief in meinen Körper.

    In welchem Rhythmus wurden Sie therapiert?

    Ich hatte jeweils drei Tage Therapie, dann folgten zwei, drei Tage Pause, ehe das Ganze wieder von vorne losging. Ich weiss heute nicht mehr genau, wie viele Infusionen ich erhalten habe. Meine Frau hat Buch darüber geführt. Gefühlsmässig waren es unzählige.

    Wie verkrafteten Sie das Ganze körperlich?

    Es war eine enorm fordernde Zeit. Zu den Behandlungen kamen die Rückenschmerzen. Ohne Stöcke konnte ich nicht gehen. Danach folgte die Bestrahlung, und am Ende noch die Stammzellentransplantation, die wirklich eine Tortur war. Bevor sie dem Körper zugeführt werden, erhält man eine hochdosierte Chemo. Das Immunsystem ist danach völlig am Boden. Ich war nicht einmal mehr imstande, fernzusehen, zu telefonieren, Zeitung zu lesen. Ich lag zweieinhalb Wochen auf einer isolierten Station und wartete darauf, dass es mir endlich wieder besser geht. Auch später, nach der Rückkehr nach Hause, war ich wochenlang müde und antriebslos, konnte mich zu nichts mehr aufraffen. Die Muskulatur war praktisch vollständig verschwunden. Am Ende wog ich noch 75 Kilogramm. Begonnen habe ich die Therapie mit 95 Kilogramm.

    Und nun gelten Sie als geheilt?

    Ich gelte als krebsfrei. Ich muss alle drei Monate zu einer Blutkontrolle. Die Werte sind bis jetzt immer gut. Dazu nehme ich weiterhin täglich ein Medikament, das ich aber glücklicherweise problemlos vertrage. Ich spüre praktisch keine Nebenwirkungen. Ich erinnere mich noch genau. Es war im September, da rief mich der behandelnde Arzt Doktor Albert von Rohr von der Hirslanden-Klinik nach einer weiteren Knochenmarkuntersuchung ins Sprechzimmer. Ich dachte: «Was kommt jetzt?» Dann sagte er: «Herr Hollenstein, Sie sind gesund.» Da konnte ich die Tränen nicht mehr zurückhalten.

    Sie waren im Sport ständig Emotionen ausgesetzt. Aber ich nehme an, die lassen sich nicht mit dem vergleichen, was Sie in diesem Moment empfunden haben.

    In keiner Weise. So starke Gefühle habe ich zuvor höchstens bei der Geburt meiner beiden Söhne empfunden. Es war eine grosse innere Befreiung. Eine Riesenlast fiel von mir ab. Natürlich: Ich bin mir bewusst, dass die Krankheit jederzeit zurückkehren kann. Doch ich gehe jeweils mit einem guten Gefühl zu den periodischen Blutuntersuchungen.

    Wie geht es Ihnen heute? Fühlen Sie sich wieder gesund?

    Grundsätzlich ja. Den Rücken spüre ich täglich. Mein Skelett ist geschädigt. Die Wirbel haben sich zusammengeschoben. Vor kurzem bin ich zu einem Mittagessen mit ehemaligen Wegbegleitern aus der Eishockeyszene gegangen. Man hat mich zuerst etwas ratlos angeschaut. Ich merkte, zumindest ein Teil von ihnen wusste anfänglich nicht, wer da gekommen ist. Dann rief einer: «Ah, das ist ja der Fige.» Ich bin noch da, und es geht mir grundsätzlich gut.

    Trotzdem müssen solche Erlebnisse schockierend sein.

    Natürlich, es erinnert dich daran, woher du kommst. Es gibt auch Tage, an denen ich niemanden sehen kann, mir alles zu viel ist. Dann ziehe ich mich zurück.

    Sie waren als Spieler auf dem Eis ein Kämpfer, der sich von nichts und niemandem stoppen liess. Sie nahmen die Scheibe und räumten aus dem Weg, was sich Ihnen entgegenstellte. Wie geht man damit um, wenn man plötzlich ein Patient und mehr oder weniger machtlos ist?

    Es war eine spezielle Erfahrung. Ich war mir schnell bewusst, dass ich nun nicht mehr alles in den eigenen Händen habe. Ich war angewiesen auf die Ärzte, angewiesen auf die Medikamente, die sie mir verordneten. Ich blieb positiv, verlor den Mut nie. Das war zentral. Aber natürlich hatte ich am Anfang auch Angst. Auch wenn einem der Arzt versichert, dass man den Knochenmarkkrebs heute gut behandeln kann, fragt man sich: Kommt das alles wirklich wieder gut? Nimmt mein Körper die Medikamente an? Es ist schwierig, rückblickend zu erklären, was einem alles durch den Kopf schiesst. Ich habe einiges auch verdrängt.

    Wie hat sich Ihr Leben durch die Krankheit verändert?

    Man setzt die Prioritäten sicher etwas anders. Doch vor allem entdeckt man den Wert der Familie und von echten Freunden. Meine Erkrankung fiel praktisch mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie zusammen. Das hat die ganze Situation noch zusätzlich erschwert. Ich musste mich isolieren, auch von der Familie. Ich hatte mein eigenes Zimmer, ass an einem anderen Ort als der Rest der Familie.

    Es war also eine Art Läuterung?

    Gewissermassen. Man nimmt sich vor, anders zu werden, sich nicht mehr über Nebensächlichkeiten aufzuregen. Doch ich gebe zu: Ich ertappe mich heute gelegentlich dabei, wie ich ins alte Fahrwasser zurückfalle, mich der alte Ehrgeiz übermannt. Dann muss ich mir in Erinnerung rufen, was ich erlebt habe und dass ich zufrieden sein sollte, überhaupt noch da zu sein. Ich versuche, nicht mehr zu weit in die Zukunft zu blicken. Doch ganz ehrlich: Es ist so einfach gesagt, aber es gelingt mir nicht immer. Man wird ungeduldig. Dann müssen mich die Ärzte wieder daran erinnern, wie viele Chemotherapien ich über mich habe ergehen lassen müssen. Es dauert lange, bis der Körper die alle verarbeitet hat.

    Sie sind bis heute eine öffentliche Figur. Man erkennt Sie auf der Strasse. Sie haben uns gebeten, Sie beim Termin nicht zu fotografieren. Wie schwierig ist es für Sie, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen?

    Ich bin zurückhaltender geworden. Wenn ich das Haus verlasse, ziehe ich eine Kappe über und die Maske an. Ich bin froh, wenn man mich nicht erkennt. Ich bin nicht menschenscheu. Das wäre ein zu starker Ausdruck. Aber es passt mir eigentlich ganz gut, etwas mehr in der Anonymität zu leben. Ich bin auch sehr zurückhaltend, Interviews wie dieses zu geben.

    Sie müssen heute eine Seite von sich zeigen, die man zuvor nicht von Ihnen gekannt hat: Verletzlichkeit. Wie viel Überwindung braucht das?

    Ich habe wie jeder andere Mensch auch eine sensible Seite. Das war bereits vor meiner Erkrankung so, aber ich habe es in der Öffentlichkeit nicht gezeigt. Das Bild des harten, wilden Hundes, das mein Image als Eishockeyspieler geprägt hat, ist nur eine Seite von mir. Doch mir kam es ganz gelegen, dass man mich so sah.

    Wie schwer ist es, in einem Geschäft wie dem Profisport Schwächen zu zeigen?

    Es gibt nur einen Augenblick, an den ich mich erinnern kann, in dem ich gezeigt habe, wie es in meinem Innern aussah: Als Anders Eldebrink (Klotens langjähriger schwedischer Verteidiger, die Red.) den Klub verliess. Nach dem letzten gemeinsamen Match sass ich in der Kabine neben ihm und weinte hemmungslos. Das Fernsehen übertrug die Bilder in alle Haushalte. Heute fällt es mir leichter, zu diesen Emotionen zu stehen. Ich finde, auch Momente wie diese müssen Platz haben im Sport. Roger Federer, der vielleicht grösste Sportler der Geschichte, scheut sich nicht, offen zu zeigen, wie es ihm geht. Tränen der Freude, aber auch Tränen der Trauer oder Enttäuschung gehören zum Leben.

    Sie sind nicht nur in Kloten, sondern im gesamten Schweizer Eishockey eine Institution. Sie waren mit dem Klub viermal in Folge Schweizer Meister, nahmen mit der Nationalmannschaft an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teil. Schliesslich wurden Sie zuerst Trainer in Kloten, dann Sportchef, waren gemeinsam mit Reto von Arx Assistent des Nationaltrainers Patrick Fischer. Wie sehr hat Ihnen das Eishockey gefehlt?

    Natürlich sehr. Das Eishockey war seit meiner Jugend ein wichtiger Teil in meinem Leben und wird es immer bleiben. Gleichzeitig hat mir der Sport in der schwierigen Phase auch geholfen. Ich bin während meiner Therapie regelmässig an Spiele gegangen, habe Trainings besucht. Das alles waren willkommene Ablenkungen.

    Waren Sie seit Ihrer Erkrankung wieder einmal zurück auf dem Eis?

    Ja. Ich hatte immer im Kopf: Sobald ich einigermassen normal gehen kann und die Schmerzen nachlassen, will ich wieder Eis unter den Füssen spüren. Ich war einmal über Mittag ganz allein in der Halle. Da holte ich meine Schlittschuhe und den Stock aus dem Wagen, schnappte mir einen Puck und ging aufs Eis. Schon nach 15 Minuten war ich schweissgebadet. Ich spürte Muskeln, die ich schon lange nicht mehr gespürt hatte. Doch es tat meiner Seele gut.

    Sie haben auch durch Ihre Söhne weiterhin Kontakt zum Eishockey. Ihr älterer Sohn Denis spielt bei den ZSC Lions.

    Ich gehe von Zeit zu Zeit ins Hallenstadion. Dort hat man mich ja als Spieler des EHC Kloten nicht so gerne gesehen. Natürlich freut es mich, wie gut Denis Eishockey spielt, wie sich seine Sportkarriere entwickelt hat. Mein jüngerer Sohn Marc hat lange in der Erstliga gespielt. Jetzt ist er noch bei Embrach in der dritten Liga und führt eine Autospenglerei. Doch auch er ist dem Eishockey verbunden geblieben.

    Der EHC Kloten war über Jahrzehnte auch ein Stück Felix Hollenstein. Man kann sich den Klub kaum ohne Sie vorstellen. Werden Sie wieder eine Funktion in ihm übernehmen?

    Der Kontakt zum Verwaltungsratspräsidenten Mike Schälchli und zum ehemaligen CEO Pascal Signer ist nie abgebrochen. Sie waren mir in der schweren Zeit immer Stützen. Ich bin noch bis zum 1. Mai krankgeschrieben. Doch ganz ehrlich: Seit 36 Jahrein bin ich ein Teil dieses Klubs. Ich werde dem EHC Kloten immer verbunden bleiben, in welcher Form und Funktion auch immer. Aber ich nehme mir nun zuerst einmal Zeit. Im Augenblick mache ich mir noch keine Gedanken darüber, wie es weitergehen wird.

    Wieviel Millionen sitzen bei euch so im Lazaret? Bei mir sind es aktuell 20.5Mio.

    Dann habe ich noch 2 Defense von Servette, welche je 1Mio. Wert haben und zusammen 3 Mal gespielt haben. Das ist totes Kapital, welches ich nie auswechseln werde weil die Transfers zu kostbar sind.

    Habt ihr sowas auch?

    Grad dä aktuelli PuckOff Podcast glosed mit em Tanner Richard.

    Dä wünsch ich mir liebe SL!

    Geili Iistellig gueti Härti und genau soviel Dräck zum jedem Gägner under d'Huut fahre ohni zu viel Strafe z'kassiere 8)

    Mein Fazit: Wenn Grönborg gehen muss dann auch SL. Auch ER steht in der Verantwortung. ER hat dieses Team zusammengestellt.

    ER hat den Trainer geholt. Auch ER wird gemessen am Erfolg. Und bis jetzt steht da nur ein Hans Kossmann auf der Habenseite.....

    Bin mit allem einverstanden bis auf dein Fazit. Soll SL dann gehen so quasi zur Strafe? Oder hast du wirklich das Gefühl, dass da draussen einer verfügbar ist, der objektiv einen besseren Job machen und uns weiterbringen würde? Ok, Florence würde vielleicht nochmals einen Versuch wagen! :mrgreen:

    Nein, im Ernst, ich bin der Meinung, dass SL einen guten Job macht! Bei vielen Entscheidungen, welche er treffen muss, sieht man halt erst im Nachhinein, obs die Richtige war. 90% hier drin hätten Grönborg ebenso genommen und das selbe mit Weber, Malgin, Ghetto etc. Jetzt seinen Kopf zu fordern, weil dies scheinbar nicht die richtige Mischung ist/war finde ich nicht ok. (Ja Colin, ich weiss du hast seinen Kopf nicht gefordert, sondern gesagt, wenn a geht, soll auch b gehen müssen).

    Zudem weiss hier drin niemand, ob SL nicht jetzt oder gar schon vor einiger Zeit Grönborg ersetzen wollte! Er kann das beim Z nicht alleine entscheiden und nach aussen muss er die Meinung des Clubs vertreten.

    Es bleibt spannend.

    Was geil isch, han scho vor Monate mitem Kolleg abgmacht, dass mir nächst So. uf Davos gönd :D hahaha, nöd das ich momentan Luscht het aber abgmacht isch abgmacht und viellicht treffemer ja genau das Spiel wo sich dä Z endlich befreit :S

    Und alle haben bei den Transfers gejubelt, keine kritische Stimme, nicht eine….

    Und jetzt ein wochenlanges bashing, so als gäbe es in der Organisation nur Idioten.

    Es gehört zum Sport dass es solche phasen gibt, aber die Ansprüche in Zürich sind wohl doch anders..

    Abgesehen von Azevedo und Quenneville fand ich alle Transfers gut und finde auch das der Sportchef grundsätzlich einen guten job gemacht hat. Weshalb es Grönborg nicht gelingt mit diesem Team mehr Konstanz oder eine klare Linie zu erreichen, bleibt mir ein Rätsel! Hab noch nie verstanden, wie auf einmal ein ganzes Team alles verlernen kann, was es eigentlich mal gekonnt hat.....

    was ist das denn bitte für eine armselige reaktion? bist du 12 oder hast du einfach nie gelernt respekt zu haben?

    Was bisch du für en Komiker? Zerscht seisch mir ich söll Klappe hebe will mit minere ussag - wo ich genau nüt persönlichs gäg dich gseit han - nöd häsch chöne umga und wänn dänn e retourkutsche chunt, machsch eine uf beleidigti läberwurscht? lass guet sii, werd mit dir demfall nüme rede, will du offesichtlich nöd weisch wiemer kommuniziert ohni ander müesse zbeleidige....