Beiträge von snowcat
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Zitat von Ali Bengali
macht ja auch Sinn den Fàbregas zuerst durch die Juniorenabteilung laufen zu lassen (kostete bestimmt nichts) um ihn dann für nur 42.5 Mio CHF zurück zu holen.
ach ja und Villa für 50 Mio war ja da auch noch.
was wohl Henry und Zlatan gekostet haben.....
und nach diesen 4 spielern muss man schon grübeln oder googeln um auf weitere zu kommen. bei real fallen mir beinahe 4 topshots jährlich ein die letzten 10 jahre... -
Zitat von Larry
Interessant wird es, wenn GC und St. Gallen mal ein, zwei Spiele verlieren - was passiert dann?
Ich hoffe sehr, wir können am SO Basel noch mehr ins Elend stossen, vor allem weil sie noch ein EL Spiel in den Beinen haben werden.
Schaun mer mal, werde noch einmal vor Ort sein.
niederhasli hat potential, die verkraften dieses jahr auch eine kleine baisse. st. gallen gewinnt (noch) trotz mittlerweile schlechtem fussball. aber sie strapazieren das glück seit einigen runden über gebühr. nach 2 niederlagen in serie werden die einbrechen. und ja, ich bleibe dabei, der fcz wird ende saison vor st. gallen stehen in der tabelle. -
Zitat von Ali Bengali
naja so derbe ist die Nachwuchsförderung ja auch nicht. Barca versucht Jahr für Jahr einen Top Shot zu holen.
Geben ja immer wieder zig Millionen für irgendwelche Stars aus.
vom aktuellen 25 mann kader liefen 14 durch die eigene juniorenabteilung. -
Zitat von Larry
Das Projekt in Zürich wurde 2003 vorgestellt, im September 2003 wurde abgestimmt und angenommen, 2009 beerdigt.
Das war vor 9 (!) Jahren, und falls die (voraussichtliche) Abstimmung im nächsten Jahr durchkommt, falls keine Einsprachen kommen (...) wird das neue Stadion dann (voraussichtlich) 2017 stehen - 14 Jahre später!
Falls, wenn, aber... :roll:
schon klar gehts in zürich noch länger.aber nochmals: ich bin froh lebe ich in einer direkten demokratie. mit allen vor-, aber natürlich auch nachteilen. wobei die vorteile bei weitem überwiegen. manchmal wird der demokratie gedanke halt wirklich arg strapaziert. aber im falle vom zürcher fussballstadion müssen wir doch alle froh sein, dass das damals geplante 32'000-er, in jeder beziehung völlig überdimensionierte, stadion nie gebaut wurde. wir hätten nur ein wenig bessere verhältnisse als servette. und wer will denn das schon?
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hat zwar nichts mit dem zürcher stadion zu tun. aber ein text für alle die meinen nur in zürich werden stadien, welche vom volk in abstimmungen gutgeheissen wurden, nicht gebaut. auch in st. gallen dauerte es übrigens über 10 jahre bis nach dem vorstellen des projektes mit dem bau endlich begonnen wurde.
aus dem heutigen limmattaler, bzw. nordwestschweiz:
Führungsduo trotz Stadiondebakel weiter unter Strom
Von Markus Brütsch, Lausanne
Fussball Der Traum vomStadion am See ist geplatzt. Noch aber haben Alain Joseph und Jean-François Collet die Energie, um hart an der Zukunft von Lausanne-Sport zu arbeiten.
Nur gut, können sich die Leute beim FC Lausanne-Sport aufeinander verlassen. «Bin ich in einem Tief, dann holt er mich wieder raus. Ist er im Loch, dann helfe ich ihm», sagt Vizepräsident Alain Joseph. «Er», das ist Jean-François Collet, der Präsident. 2007 sind die beiden angetreten, um den Verein vor dem Konkurs zu retten, ihm neues Leben einzuhauchen und in bessere Zeiten zu führen. Es ist ihnen gelungen. Sie haben geackert und gekämpft, sind mit Teilnahmen am Cupfinal und im Europacup sowie dem Aufstieg in die Super League belohnt worden. Und weil unten am See das neue Stade des Près-de-Vidy mit dem Segen des Stimmvolkes aufgegleist war, schien die Zukunft des Tra ditionsvereins so rosig wie lange nicht.
Bis vor einem Monat. Wie ein Hammerschlag muss es sich für die Chrampfer von Lausanne-Sport angefühlt haben, als die Stadt bekannt gab, das Stadionprojekt sei gestorben. Die Zeitung «24 heures» schrieb von einem Umsturz bei «Métamorphose», einem Projekt, das die Entwicklung der Gemeinde vorantreiben soll. Mit einem Schlag war alles anders. Statt eines Stadions wird nun an diesem Standort aus finanziellen Gründen ein Wohnquartier erstellt. Für einmal mussten sich Collet und Joseph gemeinsam aufmuntern.
Man ist wieder bei null im Herbst 2012. Die Verantwortlichen sind bemüht, im Frust keine falschen Worte zu gebrauchen. Statt von einem Skandal sprechen sie von einer grossen Ungerechtigkeit. Mit viel Herzblut haben sie und viele andere Mitarbeiter den Klub auf eine solide Basis gestellt. «Mit einem Budget von 7,3 Millionen Franken, davon 4 Millionen für die erste Mannschaft, sind keine grossen Sprünge möglich», sagt Joseph. Um in einer Liga mit meist bedeutend finanzkräftigeren Vereinen mitzuhalten, muss schlauer und intelligenter gearbeitet werden. Der frühere Internationale Marc Hottiger steht an der Spitze einer feinen Nachwuchsabteilung. Mit Guillaume Katz, dem von Xamax zurückgekehrten Mickaël Facchinetti und Salim Khelifi stehen drei Eigengewächse im Fanionteam und vier sind nahe dran.
Kein Sportdirektor
«Man sagt uns immer, dass wir einen Sportdirektor brauchen», sagt Joseph. «Vielleicht werden wir auch mal einen haben, wenn das Geld dafür vorhanden ist.» Der 48-Jährige schildert, weshalb es für den früheren Spieler Fabio Celestini bei Lausanne keine Zukunft als Sportdirektor gegeben hat. «Er wird vermutlich mal ein sehr guter Trainer sein», sagt Joseph, «doch als Sportchef darf man nicht nur immer das sehen, was auf dem Rasen passiert, sondern muss alle Aspekte des Vereins im Auge haben. Er hat das vergessen.»
Offenbar schaffen es die früheren Amateurfussballer Collet und Joseph, die beide erfolgreiche Unternehmer sind, das Vakuum dank ihrer wirtschaftlichen und auch sportlichen Kompetenz auszufüllen. Sie wissen, dass sie sich angesichts der knappen Kasse keine Fehler erlauben dürfen. «Wir haben an Trainer Martin Rueda in der letzten Saison trotz langer Zeit schwacher Punkteausbeute festgehalten», sagt Joseph, «und es hat sich gelohnt.» Auch bei der Wahl von Nachfolger Laurent Roussey wurde ein gutes Händchen bewiesen.
Nach einem Drittel der Saison hat Lausanne 12 Punkte auf dem Konto und belegt Rang 7. Joseph ist mit der Zwischenbilanz zufrieden: «Unser Ziel ist der Ligaerhalt. Mir gefällt aber nicht nur das Punktekonto, sondern auch der praktizierte Stil.»
Der Inhaber einer Baufirma und Vater von vier Kindern nennt den FC Thun als Beispiel, was auch für einen kleinen Verein mit einer klugen Vereinspolitik machbar ist. Mit dem Unterschied allerdings, dass dieser bereits in einem neuen Stadion tätig sein darf. «Er hat damit einen Vorsprung auf uns von etwa drei Millionen Franken pro Jahr», sagt Joseph.
Neues Projekt
Doch unterkriegen vom Lausanner Stadiondebakel lassen sich weder er noch Collet. Beide stehen weiter unter Strom. Das Szenario sieht jetzt vor, dass das 1953 für die WM auf der Pontaise gebaute Stade Olympique für sechs Millionen Franken so weit renoviert wird, dass die Auflagen der Liga erfüllt werden und der Spielbetrieb für die nächsten sieben Jahre ebenso gewährleistet ist wie die Durchführung der «Athletissima». «Parallel dazu werden neue Projekte ausgearbeitet», sagt Joseph. Eines davon sieht vor, dass bis 2019 mit dem Stade de la Tuilière, nur drei Autominuten von der Pontaise entfernt, eine Arena mit 13 000 Plätzen gebaut wird. «Wir wären lieber unten am See», sagt Joseph, «hier oben aber hätte es den Vorteil, dass das Trainingsgelände zum Areal gehörte.»
Allerdings geistert die Idee herum, das neue Stadion sei so zu konzipieren, dass auch das berühmte Leichtathletikmeeting darin stattfinden könne. «Dagegen wehren wir uns mit allen Mitteln», sagt Joseph. Er sagt auch, dass sie, selbst nach dem geplatzten Traum vom Stadion am See, nie ans Aufgeben gedacht hätten. Es aber so weit kommen könnte, sollte nun kein reines Fussballstadion gebaut werden. «Irgendwann würde uns die Energie ausgehen, um hier weiterzumachen», sagt Joseph.
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Zitat von Larry
http://www.nzz.ch/aktuell/sport/…n-tv-1.17677822
Dort werden die Lichter bald ausgehen, auch für Barca und Real!
Das TV kann das Geld nicht mehr aufbringen, und dann ist Ende mit Superstars in Spanien!
wenn real und barca dann wirklich kürzer treten müssen, wird das zum grossen vorteil für barca. natürlich zahlen auch sie - bis jetzt - exorbitante löhne. das werden sie nicht mehr und so auch nicht mehr alle superstars halten können. die werden sich dann wohl mit englischem oder pariser ölgeld bezahlen lassen. aber mit dem über 3 jahrzehnte aufgebauten juniorenkonzept halten sie immer noch einen entscheidenden trumpf in den händen. real konnte in den letzten jahren nur dank hunderten von millionen transferinvestitionen (einigermassen) mithalten. was sich bis jetzt sportlich für barca ausbezahlt hat, wird sich in naher zukunft auch finanziell auszahlen.mucho barca!

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Zitat von Lolo
wobi au die beide ex Bisler im Moment viel Wünsch offe lönd i de Nati und au de Barnetta leider ussert em Goal sini alt Form wieder gfunde hät. Bin ja gspannt bis sich de Hitzfeld mal getraut de Xhaka uszwechsle.....
Gruss Lolo
ich han eigentlich gmeint bim fcz hämer es zentrals mittelfeld und inneverteidiger problem, d'schwizer nati interessiert mich nöd bsunders... -
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de gavra und drmic schüsset i de natis pauselos goal. bestätigt eigentli mini meinig, dass mier käs stürmer, sondern es zentrals mittelfeld und inneverteidiger problem händ...

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Zitat von larlf
was ich nöd verstahn: wieso nähmed ihr das Thema so ernst & reged eu über so Seich uf?
Ihr händ aber nöd öppe Angst vo eusnä übernoh z'werdä?!?
definitiv nöd! wege 6 guete spiel i de letschte 10 jahr, sinder nonig grad i dere lag und position! bevor aber so öppis passiert, gangi lieber mit em fcz id 1. liga und in utogrund go luege!Zitat von larlfich bin de Meinig, dass ich sone Fusion in Züri nöd wird erläbe & falls scho:
dänn gahni sicher nüme go Züri-was-au-immer luege (git ja zum Glück no Hockey und anderi Ligene rund um d'Schwiiz ume)
ebe... -
Zitat von sloggi
während internet und telefonie bei upc spitze sind, ist das digitale tv eine katastrophe. habe in 30 jahren arbeiten auf der branche noch nie so miese soft- resp hardware gesehen! und ausser vertröstung auf bessere zeiten, die typischerweise immer etwa 1/2 jahr in der zukunft liegen, passiert auch nix.
vielleicht löst sich wenigstens dieses problem...
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Zitat von Larry
De Spross selig häd au so e gueti Idee gha:
De neu Name wär "Grasshopper Club Zürich", da chömed beid Clubs drin vor.....
und ebe genau das dörf nöd si!zeigt aber sehr guet d'arroganz vom zürcher geldadel uf und wer binere fusion damals s'diktat übernoh hetti...und hüt gäbts de fcz nüme, aber die us niederhasli immer noh!
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hammeridee...!


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bis jetzt isch für mich de fcb es bizz es vorbild gsi, wie me en club sött füehre! bis jetzt...

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nzz heute:
Die grosse NHL zu Gast in der Schweizer Provinz (darum auch nicht in zürich...
)Der Lockout in Nordamerika beschert dem hiesigen Eishockey viele Spieler aus der besten Liga der Welt - auf Besuch bei vier Kanadiern in Kloten, Biel und Langnau. Von Christoph Fisch
Wir warten auf Brooks Laich, die NHL-Verstärkung der Kloten Flyers, am Montag in der Kolping-Arena. Wir wollen ihn nach dem Eistraining abfangen. Als einer der Letzten stakst Laich den Gang runter. «Hi guys», er lächelt. Klar, die «Amis», immer mit «big smile» und immer mediengeil.
Doch halt, Eishockey ist ein bisschen komplizierter. Obwohl die National Hockey League wirtschaftlich heute amerikanisch geprägt ist, ihre Seele ist noch immer kanadisch. Über 50 Prozent der Spieler stammen aus dem Eishockey-Mutterland, weil aber nur 7 von 30 Teams in Kanada zu Hause sind, spielt die grosse Mehrheit im Ausland, in den USA. Laich ist ein «Cap», ein Spieler der Washington Capitals. Jedenfalls dann, wenn die NHL die Spieler nicht ausgeschlossen hat («Lockout»).
Und Laich ist auch nach sieben Saisons in der US-Hauptstadt ein waschechter Kanadier geblieben. Einer, der Sätze sagt wie: «Ich bin in Eishockey verliebt, nicht in die NHL.» Oder: «Ich denke Eishockey, ich spreche Eishockey, ich spiele Eishockey.» Dazu grinst er, und man denkt, wie ein Hinterwäldler. Was nicht etwa abschätzig ist, der Ausdruck «hinterwald» ist in Nordamerika so geläufig wie «kindergarten» und «muesli». Trotzdem passt Hinterwäldler nur bedingt: «Wo ich aufgewachsen bin, gibt's keine Berge, keine Wälder, nur Steppe, meist schneebedeckt.» Wawota, «tiefer Schnee», nannten die Dakota-Indianer das Fleckchen Erde in Saskatchewan, wo Brooks am 23. Juni 1983 auf die Welt kam, als 592. oder 593. Einwohner. Mit fünf Monaten stand er erstmals auf Eis, noch ohne Schlittschuhe, die gab's erst im darauffolgenden Winter.
«Noch am Tag seiner Ankunft wollte er ins Training kommen», erinnert sich Klotens Trainer Tamfal. Es sei alles unkompliziert und spontan abgelaufen mit ihm, «keine Extrawünsche, keine Fragen nach der Wohnung, kein Hund im Schlepptau». Vor zwei Wochen stand Laich einfach plötzlich da, mit einer (grossen) Hockeytasche, einer (kleinen) Reisetasche und (vielen) Stöcken. An der Arbeit sehen wir ihn am Dienstag, im Spiel gegen Biel. Ein Gegner, der Kloten in den letzten Jahren viel Freude, das heisst viele Punkte bescherte: Seit 2008, seit dem Wiederaufstieg der Bieler in die Nationalliga A, blieben alle Punkte tief im Klotener Wald, in der Kolping-Arena. Doch die Ausgangslage präsentiert sich diesmal anders. Kloten weist nach dem Beinahe-Konkurs im Sommer nicht mehr die gleiche spielerische Substanz auf, und beim Gegner spielt Tyler Seguin, wie Laich ein Lockout-Spieler. Zudem sind beide Teams punktgleich.
Trotz der spannenden Affiche machen sich relativ wenige Zuschauer auf den Weg im Dauerregen zur Wald-Arena. Als ob die Zuhausegebliebenen es geahnt hätten: Kloten zeigt eine schwache Leistung, fast nichts passt zusammen bei den Flyers, deren Spiel in besseren Zeiten auch Eisballett genannt wurde. Spiegelbildlich dafür die Performance von Laich: Ein Puck prallt ihm an den Oberschenkel und von dort ins eigene Tor, der Versuch der Wiedergutmachung führt ihn mehrmals auf die Strafbank. Nach dem Spiel treffen wir einen anderen Laich: ohne sein «big smile». «Wie soll ich dem Team helfen, wenn ich 16 Minuten auf der Strafbank sitze?», erhebt er Selbstvorwürfe, verteidigt sich aber gleich selber ein wenig: «Ich muss noch herausfinden, wie weit die Schiedsrichter hier mein physisches Spiel tolerieren.»
Das Eisballett findet auf Bieler Seite statt. Seguin gleitet übers Eis, graziös wie einst Stéphane Lambiel, an den der 20 Jahre junge Kanadier auch mit seinen feinen Gesichtszügen erinnert; doch der NHL-Bieler vergisst ob der Kür die Pflicht nicht - vom Gleiten wechselt er ansatzlos in den Speedbereich, wie früher Didier Cuche, wenn er sich auf seine unvergleichliche Art in den Steilhang der Kitzbüheler Streiff stürzte. Zwei seiner Rushes schliesst Seguin mit einem Traumpass auf seinen Sturmpartner Jacob Micflikier ab, der die Vorlagen zu Toren veredelt. «Hauptsache, wir gewannen», sagt Seguin hinterher, als er aus der Garderobe zum Kurzinterview schlurft, bescheiden, cool, abgeklärt, als hätte er das mindestens schon eintausend Mal gemacht. Und so höflich, als erschiene er zu einem Bewerbungsgespräch. Bewerben muss er sich längst nicht mehr, seit zwei Jahren spielt er bei den Boston Bruins und hat in seiner ersten Saison gleich den Stanley-Cup gewonnen. Tyler Seguin wird die zweite Station sein auf unserer NHL-Tour in der Schweizer Provinz.
«Gut geschlafen, Brooks?» Wir sind wieder in Kloten, am Tag nach dem misslungenen Auftritt der Flyers und insbesondere Laichs. «Nein, aber was soll's, ich bekomme meine Wohnung heute. Kommt ihr mit, guys?» Was wie eine Frage tönt, ist eine Aufforderung. Er ist so froh, nach zwei Wochen im Hotel endlich seine eigenen vier Wände zu bekommen, dass er die Freude gerne teilt; beim gemeinsamen Lunch besteht er darauf, die Sandwiches zu bezahlen. Wir sprechen ihn nochmals auf das missratene Spiel gegen Biel an, wollen wissen, ob ein Spieler wie er, mit der Erfahrung von über 600 NHL-Spielen, eine eigene Routine zur Verarbeitung von Niederlagen hat. «Das Wichtigste ist ein Work-out nach dem Spiel, um das Adrenalin aus dem Kreislauf zu bringen.» Nachher schlafe er normalerweise gut. Aber letzte Nacht sei wohl noch die Aufregung über die neue Wohnung hinzugekommen. «Sie wartet, let's go!»
Er stellt seine zwei Taschen in die komplett möblierte Wohnung und schraubt im nächsten Augenblick eine defekte Glühbirne raus, wundert sich über deren Form und wendet sich schon wieder uns zu: «Was wollt ihr noch wissen?» - «Erzählen Sie uns Ihre beste Tat neben dem Eis», fordern wir ihn auf, denn wir wissen, dass Laich viel gemeinnützige Arbeit leistet und 2010 für seine spontanen Helferdienste mitten in der Nacht bei einer Reifenpanne viel Aufmerksamkeit erhaschte. Doch er erzählt uns eine ganz andere Geschichte, die seines grössten Fans in Wawota, der autistisch ist. «Als ich im Februar 2003 mein NHL-Debüt mit Ottawa gab, wollte er sein Schlafzimmer ganz mit Senators-Fan-Artikeln ausstaffiert haben, von der Bettwäsche über Tapeten, Teppiche, Poster und was weiss ich. Natürlich habe ich ihm das ermöglicht.» Doch Laich wurde nur einen Monat später von Ottawa nach Washington transferiert. «Selbstverständlich wollte er dann nicht mehr in seinem Zimmer schlafen, und ich musste sofort eine Ladung Capitals-Sachen nach Wawota schicken.»
Der Uhren-Fan in Watch City
Bevor wir nach Biel aufbrechen, stellen wir ihm eine letzte Frage. «Was wollten Sie schon immer von Tyler Seguin erfahren?» - «Hm, besser ist, ihr richtet ihm einfach aus, er sei ein richtiger Glückspilz. Ich meine, er gewinnt den Stanley-Cup in seiner ersten Saison. What a lucky dude!»
Den «dude» treffen wir am Mittwochabend im Hotel Elite. Seguin empfängt uns im Art-déco-Bau mit der gleichen Lässigkeit wie am Vorabend im Kabinengang in Kloten. Sein Blick verrät Neugierde und eine Spur Reserviertheit, überstrahlt vom Schalk in den Augen. Ein 20-Jähriger halt. «A kid», wie sie drüben sagen. «A dude», wie Laich sagt. «Und Tyler, sind Sie ein lucky dude?» Seguin lacht, und statt Heldentaten hervorzukramen - von denen es in seiner kurzen Profikarriere schon einige gibt -, gibt er seinem Landsmann erst mal recht. «Ich hatte das Glück, in ein gutes Team zu kommen.» Glück war insofern im Spiel, als die besten Junioren normalerweise von mediokren bis miserablen Teams verpflichtet werden, so will es das Draft-System, zugunsten einer grösseren Chancengleichheit in der NHL. Seguin war als Topskorer der unteren Liga OHL einer der gefragtesten Junioren. Und damit beinahe bei den Toronto Maple Leafs gelandet, dem seit Jahren notorisch erfolglosen Traditionsteam. Doch die Leafs luchsten Boston einen «fertigen» Spieler ab und überliessen den Bruins ihr Recht, als zweite Mannschaft einen Junior zu ziehen - und schon war Tyler Seguin, 18-jährig aus Hampton im Grossraum Toronto, ein Boston Bruin. «Im Team der big bad Bruins», sagt er zwei Jahre später immer noch fast ungläubig.
Statt Bruins nun Biel, statt ruhmreicher «Boston Garden» die baufällige Bieler Eishalle, statt dem 2,06-m-Captain Zdeno Chara der 1,73-m-Captain Mathieu Tschantré. Kurz: statt in einer der sportverrücktesten Städte der Welt in der Provinz. «Es ist schon anders hier, sehr anders», gesteht Seguin, der nichts von Biel wusste, als er hierher kam. Nicht einmal, dass es die Uhrenstadt, die Watch City of Switzerland, ist. Dabei ist er wie viele Sportler vernarrt in Uhren, er trägt ein Schweizer Modell, leicht protzig und unübersehbar. «Ich kaufte sie mit meinem ersten NHL-Lohn.» In Biel will er sich nach einer weiteren umsehen. Dafür wird sein Lohn nicht reichen, denn wie alle Lockout-Spieler ist er nicht des Geldes wegen in die Schweiz gekommen, sondern um Spielpraxis zu bekommen. In seinem Fall erhält man immerhin eine Vorstellung davon, was für Rechnungen die von den meisten Klubs offerierte «Kost und Logis» verursachen kann. Denn er lässt uns auf sein Hotelzimmer, obwohl er sich nicht vorstellen kann, was es für uns da zu entdecken gibt. «Und es ist unordentlich.»
Das ist es. Wir sehen, was wohl jeder Elternteil sieht, wenn er ins Zimmer des mit dem Erwachsenenlebens flirtenden Juniors blickt. Und dabei denkt: Wohnt hier unser Sohn oder ein Rockstar? Nun, bei Tyler ist eher Letzteres der Fall. Die Fans, vor allem die weiblichen, lieben ihn. Und er liebt die Fans, vor allem die weiblichen. Auf Twitter hat er fast 200 000 Follower, für einen Eishockeyspieler eine stolze Zahl. Mit ihnen verkehrt Seguin offen, ohne Berührungsängste, ja fast intim. Ein Tweet-Bild seiner Schwester zeigt, wie die beiden skypen - er leicht bekleidet im Bett. «Die Fans sind schliesslich der Grund, dass wir diese guten Jobs haben. Auf Twitter kann ich ihnen etwas zurückgeben.» Er schreibt aber auch Sätze wie: «Was dich nicht umbringt, macht dich stärker - daran glaube ich nicht. Stärke kommt von guten Dingen, Familie, Freunde, Zufriedenheit.» Und Eishockey natürlich: Seine Eltern spielten beide Eishockey, sein Vater war zehn Jahre lang sein Coach, und seine beiden jüngeren Schwestern versuchen, übers Eishockey ein Stipendium an einer guten Uni zu bekommen.
Tylers «Stipendium» ist wie gesagt ein «Sackgeld» in Biel. Doch er hat praktisch schon ausgesorgt: Sein Vertrag mit Boston wurde im Sommer aufgrund seiner phänomenalen Leistung in der zweiten Saison (Topskorer der Bruins) verlängert, ab nächster Saison verdient er 4,5 Millionen Dollar, und das sechs Jahre lang. So kann er den Fokus unbesorgt ganz auf den Sport richten, und da gibt's im Leben eines NHL-Spielers nur das eine Ziel: den Gewinn des Stanley-Cups, in seinem Fall den Gewinn des nächsten Cups. Und damit das Erleben der nächsten Stanley-Cup-Sieger-Party, die bei den big bad Bruins 2011 big und expensive war, Champagner im Wert von über 150 000 Dollar soll geflossen sein. Mitten drin: Tyler Seguin, 19-jährig, «under age», das heisst offiziell zu jung, um überhaupt in einem Nachtklub anwesend zu sein.
Champagner ist für eine Nacht, der Champions-Ring für die Ewigkeit. Diesen Ring, der in allen nordamerikanischen Profi-Ligen die Sieger von den Verlierern trennt, bewahrt Seguin sicher in einem Safe auf. «Ich habe ihn vielleicht dreimal getragen, einmal zur Graduation-Feier meiner Schwester.» Den Ring liebe er über alles, «ich würde ihn nicht für zwei Millionen Dollar hergeben». Wo denn der Safe sei?, fragen wir ohne Hintergedanken. «Glaubt nicht, dass ich das verrate!»
Zesiger und seine Zwillinge
Wir spüren nicht Tylers grössten Schatz auf, sondern ziehen am Donnerstag weiter ins Emmental. In Langnau warten gleich zwei Lockout-Spieler, standesgemäss im «Hirschen». Wir haben uns gut vorbereitet, denn die Begegnung ist ein Sprung ins kalte Wasser - Jared Spurgeon und Tyler Ennis haben wir seit ihrer Ankunft in der Schweiz weder getroffen noch spielen gesehen. Kommt erschwerend hinzu, dass die beiden wie Zwillinge sind: gleich alt (23), gleiche Herkunft (Edmonton), gleiche Teams (11 Jahre lang), gleiche Grösse (1,75 m), gleiches Auftreten (Baseballmütze). Die Liste kann beliebig verlängert werden. Beide mussten aufgrund ihrer Grösse lange unten durch, obwohl sie eigentlich immer besser waren als ihre grösseren Altersgenossen. Als 14-Jährige wurden sie deswegen beide aus ihrem damaligen Team geworfen. «Da mussten wir uns neuen Mut zusprechen, aber wir wussten, dass wir das Zeug für die NHL hatten», sagt Ennis. Und Spurgeon: «Viele Grossgewachsene haben Angst auf dem Eis. Wir nicht. Unser Spiel ist quick und smart.»
Eine klare Message. Bei den Minnesota Wild (Spurgeon) und den Buffalo Sabres (Ennis) ist sie angekommen, in zwei Saisons haben sie sich einen Stammplatz als Verteidiger bzw. Stürmer erkämpft. Und nun sind sie in Langnau - natürlich als «Doppelpack», so wie während ihrer Kindheit in Edmonton. Das passt allen Involvierten - den Tigers, weil sie so nur eine Wohnung zur Verfügung stellen müssen, den Spielern, weil sie alte Zeiten aufleben lassen können. Alte Zeiten mit Extras: Spurgeon hat mittlerweile Frau und Kind, beide sind ebenfalls in Langnau. «Ich bin ihr zweites Kid», scherzt Ennis, «und lasse mich durchfüttern.»
Sie passen ins Emmental, keine Frage. Obwohl sie drüben in stattlichen Städten spielen, fühlen sie sich noch als Kids aus Alberta - «unsere Provinz ist sehr rural, genau wie das Emmental, nur hat's hier ein paar Hügel mehr als in Edmonton», sagt der eine, und wir wissen einen Moment lang nicht, ob Tyler oder Jared. Wie bei Zwillingen halt. «Jared ist der mit der grünen Jacke», hilft uns Ruedi Zesiger, der Geschäftsführer und Sportchef der Tigers, auf die Sprünge. Und der mit der grünen Mütze also Tyler. Wir kommen uns vor wie Greenhorns im Tal der vielen Kühe. Zesiger hat's einfacher, er hat ja auch Erfahrung mit Zwillingen - mit Claudio und Sandro Moggi spielen sogar eineiige bei den Langnauern. Zesiger kümmert sich rührend um das neue «Doppelpack» (und uns), er begleitet sie (und uns) durch den ganzen Nachmittag, inklusive Vorbesichtigung der neuen Ilfishalle, die heute in einer Woche eröffnet wird.
Die Spieler zeigen sich beeindruckt von der Halle, obwohl sie viel grössere und modernere Stadien gewohnt sind. Doch sie scheinen zu spüren, dass in Langnau etwas nicht Alltägliches passiert dieser Tage. Und dass sie ein Teil davon sind. Vor allem auf die Heimspiele vor den eigenen Fans freuen sie sich, denn wegen des Umbaus treten die Tigers erst am 20. Oktober erstmals zu Hause an. Ennis und Spurgeon sind auch so angetan von der hiesigen Fankultur; dass viele ihre Mannschaft sogar an Auswärtsspiele begleiten, ist für sie eine neue Erfahrung.
Omen im Doppelpack
Neue Erfahrungen machen die beiden am Laufmeter. Erstmals in der Schweiz, erstmals auf den breiteren Eisfeldern, aber auf eine Premiere hätte Ennis gerne verzichtet: In Ambri am letzten Samstag schoss er aufs Tor, der Puck wurde abgelenkt und traf den Teamkollegen Lukas Haas voll im Gesicht, flog von da Joël Genazzi vor den Stock, der das Tor zum 1:0-Sieg erzielte. «Ich sah Lukas blutüberströmt am Boden, den Puck im Tor - und war hin und her gerissen zwischen Freude und Schock», erinnert sich Ennis, und noch immer steht ihm der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Da wusste er noch nicht, wie gravierend sich Haas verletzt hatte: Kieferbruch und drei Zähne ausgeschlagen. «Und das alles an meinem Geburtstag. Es tut mir so leid für Lukas.»
Er findet sein Lachen wieder und erzählt, dass er schon als Junior in einem Tigers-Team spielte. «Mit den Medicine Hat Tigers gewann ich die Western Hockey League. Ich hoffe, das ist ein gutes Omen.» Wir liefern noch ein gutes Omen nach, eines genügt nicht für ein Doppelpack. «Wusstet ihr, dass der Urgrossvater des Quarterbacks Ben Roethlisberger hier aufwuchs?» Beide schauen verwundert drein. «Ja, in Lauperswil», ergänzt Zesiger. «Das Ortsschild habe ich gesehen», sagt der eine, «cool», der andere. Tyler und Jared oder war's erst Jared und dann Tyler? Wir versprechen Besserung - bei einem der nächsten Tigers-Spiele wird die unverzeihliche Wissenslücke geschlossen.
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nzz heute:
Kein erbaulicher Abend in der Arena des Leaders
Die ZSC Lions unterliegen Genf/Servette 2:4
Die Zürcher finden kein Mittel, den Gegner dauerhaft unter Kontrolle zu bringen. Genf/Servette glänzt nicht mit feiner Klinge, bleibt aber souveräner Leader.
Ulrich Pickel, Genf
Der HC Genf/Servette meistert auch die Hürde ZSC Lions und festigt seine Position als souveräner Leader der Tabelle. Dabei hätte noch bei Saisonbeginn vor einem Monat kaum jemand darauf gewettet, dass die Affiche Genf/Servette - ZSC Lions nach einem Fünftel der Qualifikation der Spitzenkampf in der NLA sein würde. Im Falle der Zürcher ist dies weniger überraschend, der Meister hat auf dem Papier noch einmal etwas an Talent und Ausgeglichenheit zugelegt.
Wuchtiger Genfer Sturm
Die Servettiens hingegen zeigen einen in dieser Intensität überraschenden Höhenflug. Sie wurden in der letzten Saison zum zweiten Mal seit dem Aufstieg 2002 in die Play-outs verbannt. Seither hat die Equipe von Chris McSorley ihr Gesicht verändert - und der Kanadier hat einmal mehr sein Geschick in Sachen Personalpolitik bewiesen.
Besonders der im Vorjahr zahnlose Sturm ist wie verwandelt. Die zusätzliche Muskelmasse und Spielintelligenz zahlen sich aus. Kevin Romy, Cody Almond und Julian Walker haben sich bestens integriert, dazu hinterlässt der Lockout als willkommenes Supplément seine Spuren (Logan Couture, Yannick Weber). McSorleys Gemisch repräsentiert nicht die hohe Schule der Eishockey-Ästhetik, dafür umso mehr das zupackende Handwerk nach traditioneller nordamerikanischer Sitte.
Doch auch damit lassen sich Punkte gewinnen, was diesen Herbst zum ersten Mal auch die ZSC Lions erfahren mussten. Sie hatten Mühe, ins Spiel zu kommen, und kassierten bereits nach elf Sekunden mittels Penalty das 0:1. Danach erarbeiteten sie sich dank zwei Powerplay-Toren bis zur Spielmitte eine 2:1-Führung und schienen die Partie immer besser in den Griff zu bekommen. Mit etwas Pech (Eigentor Seger zum 2:2), unnötigen Strafen (Maurer vor dem Genfer 3:2) und ein paar Unkonzentriertheiten brachten sie dann aber den Gegner ins Spiel zurück und sich selber um den Erfolg. Dank Coutures 4:2 in der 47. Minute nach sattem Schuss, den er im Slot abgeben konnte, war der Erfolg des Leaders in trockenen Tüchern, auch wenn die Gäste danach enormen Druck aufsetzten.
Am Bauchgefühl kann es nicht gelegen haben, dass die Zürcher den Spitzenkampf verloren. Sie waren vielmehr mit guten Erinnerungen an die Rhone gereist. Das hatte mit ihrem letzten Besuch zu tun. Am 23. Dezember kamen sie zu einem Erfolgserlebnis, wie es selbst in der Weihnachtszeit nicht alltäglich ist: Sie gewannen 4:3 nach Penaltys, nachdem sie weniger als zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit beim Stand von 2:3 noch zu dritt gegen fünf Genfer auf dem Eis gestanden waren. Seger hatte damals mehr Glück, ihm gelang das 3:3 in doppelter Unterzahl.
Am Sonntag im Retro-Look
Im kommenden Dezember werden wohl weder Genfer noch Stadtzürcher den Strichkampf hautnah erleben. Dies war aber so ziemlich der einzige Trost, den die Lions diesmal mit nach Hause nehmen konnten. Am Sonntag haben sie immerhin bereits die nächste Gelegenheit zur Rehabilitation - und sie können erst noch einem ihrer treuesten Anhänger ein Geschenk in Form von drei Punkten machen. Die Partie gegen den EHC Biel nehmen sie zum Anlass, mit Retro-Shirts den 80. Geburtstag der noch immer aktiven Zürcher Radio-Legende Walter Scheibli zu feiern.
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Zitat von virus
transportiert mich die bahn jetzt nicht mehr, wenn ich mit meinem 1. klass ga in der 1. klasse sitzend (mit fcz shirt und 10-pack) an ein auswärtsspiel des fcz fahre?
voll durchdacht, das ganze!

