... vor allem mit der frage aller fragen: wie lange gehts noch, bis wir unser leben wieder bekommen und was braucht es dazu?
Liebe Mitmenschen
Ich hab da mal eine Frage.
Irgendwie komm ich nicht mehr so ganz mit.
Wann beginnen wir denn jetzt mit der sanften Durchseuchung, von der immer die Rede war?
Oder geht es inzwischen um was anderes? Ich hab so ein Durcheinander in meinem Kopf, es ist furchtbar.
Vor ein paar Monaten ging es doch darum, die Alten und Schwachen zu schützen. Die haben wir dann ja erfolgreich weggesperrt, isoliert und praktischerweise vergessen.
Diese Sache können wir zum Glück schon mal abhaken.
Dann kam der flatten-the-curve-Hype. Wir Schlauen haben nämlich eingesehen, dass ein Virus nicht einfach verschwindet, sondern dass man die Ausbreitung lediglich bremsen kann, indem man den zwischenmenschlichen Kontakt beschränkt. Es ging darum, das Gesundheitswesen vor Überlastung zu schützen. Hat so gut geklappt, dass viele Krankenhäuser Kurzarbeit anmelden mussten. Wir sind eben Genies, was soll man da sagen. Echte AlltagsheldInnen, zusammengeschweisst durch Solidarität inmitten einer globalen Katastrophe.
Also, jetzt, wo das geschafft ist: Wann gehen wir über zum nächsten Schritt?
Wann beginnen wir denn jetzt endlich mit der sanften Durchseuchung?
Meiner bescheidenen Meinung nach wäre jetzt ein guter Zeitpunkt. Wir sind super vorbereitet, die Kurve ist trotz massiv erhöhter Testung nur minimal gestiegen, wir wissen jetzt wie’s geht. Wir haben auch aus unseren Fehlern gelernt und würden jetzt nicht mehr so viele Leben durch zu frühe Beatmung und falsche Medikamentierung verlieren. Wir haben auch gerade genügend Sonne und frische, regionale Lebensmittel zur Verfügung, so dass unsere Vitamin-Spiegel erhöht sind und damit auch die Chancen, dass eine Erkrankung eher milde verläuft.
Also: Achtung, fertig, lo… was, doch nicht?
Nein, doch nicht.
Anscheinend wird es jetzt wieder richtig, richtig gefährlich. Vielleicht verfügt der Bundesrat über geheime Statistiken, die sich dem Auge der Normalsterblichen entziehen. Menschenmüde sitzt er da bei der letzten Pressekonferenz und verkündet missbilligend, dass er nach dem Lockdown doch auf die Eigenverantwortung der BürgerInnen gesetzt hatte und jetzt leider feststellen müsse, dass das einfach nicht funktioniert hat. Darum gibts jetzt als Strafe, äh, logische Konsequenz, die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr.
Wahrscheinlich haben alle beim Zuschauen schuldbewusst den Kopf gesenkt, wie immer, wenn sie Schimpfe bekommen.
Wir haben es nicht gut gemacht.
Und wie immer, wenn wir etwas nicht gut gemacht haben, tun wir alles, um unsere Schuldigkeit zu tilgen.
Wir tragen die Maske bereitwillig und machen lustige Selfies damit.
Wir sehen grosszügig darüber hinweg, dass das BAG in den letzten Monaten mehrfach fast schon genervt wiederholt hat, dass Masken nichts nützen.
Ich hab da trotzdem noch eine Frage…
Durchseuchen wir uns jetzt doch nicht?
Verschwindet das Virus jetzt also doch, wenn wir nur lange genug keine Fremden anatmen?
Wann dürfen wir die Masken genau wieder zu Hause lassen?
Wann dürfen wir die Alten wieder besuchen?
Wann reden wir über den sprunghaften Anstieg von Suiziden und häuslicher Gewalt?
Wann dürfen wir wieder frei atmen, Kunst und Kultur geniessen, einander auf der Strasse mit offenen Gesichtern begegegen?
Wann dürfen wir wieder berührbar sein?
Wann dürfen wir das Gefühl der kollektiven Kontaminierung endlich hinter uns lassen?
Wann?
Und bitte, kommt mir jetzt nicht mit Verschwörungstheorien. Ein Impfobligatorium ist ausgeschlossen, das hat der Bund betont. Dass das jetzt plötzlich in der Vernehmlassung zum neuen Covid-19-Gesetz steht, das ist wirklich nur Kleingedrucktes, also bitte einfach überlesen.
Es gibt auch keine Gesundheitsmafia. Die Pharmaindustrie ist eine rechtschaffene Branche, die ihr Geld damit verdient, die Menschen GESUND zu machen und nicht krank zu halten. Das ist ja wohl logisch.
Und unsere PolitikerInnen betreiben auch keinen Lobbyismus. Die Milliarden (Steuergelder), die der Bund der Impfallianz sowie diversen Stiftungen und Grosskonzernen in den bereits steuerbefreiten Popo steckt, während viele unserer Selbständigen und KMUs nun vollends vor dem finanziellen Aus stehen, das müssen wir nun wirklich nicht krumm nehmen.
Das hat bestimmt alles seine Richtigkeit.
Die Welt ist schliesslich gerecht.
Also, jetzt wo auch das geklärt ist:
Wenn wir keine Durchseuchung anstreben, worum geht es dann eigentlich noch?
Hoffnungsvoll auf Antworten wartend,
ein Nachdenklicher
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