Beiträge von Larry

    Zurück nach Toronto: Die ZSC Lions verlieren ihr Aushängeschild Denis Malgin

    Denis Malgin war der in der abgelaufenen Saison eine der grossen Attraktionen der National League. Und an der WM in Helsinki der Schweizer Topskorer. Nun nehmen die Toronto Maple Leafs den Stürmer offenbar für eine Saison unter Vertrag. Für den ZSC ist sein Abgang ein schwerer Schlag.

    Nicola Berger (NZZ)


    Adieu, Zürich: Denis Malgin kehrt nach Toronto zurück.

    Adieu, Zürich: Denis Malgin kehrt nach Toronto zurück.

    Imago/Andreas Haas / Imago Images / http://www.imago-images.de / IMAGO/Andreas Haas

    Im Herbst werden die ZSC Lions ihr neues Stadion einweihen: Die Swiss-Life-Arena in Zürich-Altstetten. Es wird ein Aufbruch in eine neue Ära, doch der ZSC wird sie ohne ihren wichtigsten Spieler beginnen müssen: Nach nordamerikanischen Medienberichten hat Denis Malgin bei den Toronto Maple Leafs einen neuen Einjahresvertrag unterschrieben. Für den Zürcher ist es eine Rückkehr: 2019/20 hatte er acht Spiele für Toronto bestritten, ehe er in den Planungen des Managements keine Rolle mehr spielte und in die National League wechselte: Erst nach Lausanne, dann nach Zürich.

    Malgin war der einzige Schweizer in den Top-10 der Skorerliste

    Seinem Ausbildungsklub ZSC hatte sich Malgin, 25, im September angeschlossen, kurz vor Saisonstart. Und schwang sich dann in atemberaubenden Tempo zum wichtigsten Einzelspieler auf. In 48 Qualifikationsspielen gelangen ihm 21 Tore und 31 Assists, er war der einzige Schweizer in der Top-10 der Skorerliste. Seine Darbietungen in der Liga hatten etwas Unwiderstehliches – und er brillierte auch an der WM in Helsinki, wo er in einem starken Schweizer Team der produktivste Akteur war. Dass er nach dieser Saison eine neue Chance in der NHL erhält, erstaunt wenig, es wäre seltsam gewesen, wäre Malgin nicht berücksichtigt worden. Zumal er für NHL-Verhältnisse sehr wenig Geld kostet und seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.

    Für den ZSC, wo Malgin noch bis 2025 unter Vertrag gestanden wäre, macht das den Abgang nicht weniger schmerzhaft. Ein Schweizer Center von der Klasse Malgins ist auf dem Markt nicht zu ersetzen, schon gar nicht Mitte Juli, zwei Monate vor dem Saisonstart. Und im Gegensatz zu den letzten beiden Spielzeiten können Abgänge von Spielern mit weiterlaufenden Verträgen in Richtung NHL nicht mit einer zusätzlichen Ausländerlizenz kompensiert werden. Malgin ist nach Angreifer Pius Suter im Sommer 2020 und dem Verteidiger Tim Berni 2021 der dritte ZSC-Stammspieler in drei Jahren, der nach Nordamerika wechselt.

    Fünf der sechs verfügbaren Ausländerlizenzen hat der ZSC bereits vergeben, zu den beiden nordamerikanischen Stürmern Justin Azevedo und Garrett Roe stösst ein Trio aus der KHL: Der tschechische Torhüter Simon Hrubec (31, Awangard Omsk), der finnische Weltmeisterverteidiger Mikko Lehtonen (28, Ska St. Petersburg) und der schwedische Center Lucas Wallmark (26, Zska Moskau). Es sind allesamt hochklassige Zuzüge – ebenso wie der Schweizer Nationalverteidiger Dean Kukan (29, Columbus Blue Jackets), der nach zwölf Jahren zu seinem Stammklub zurückkehrt. Der Sportchef Sven Leuenberger setzte mit den Transfers ein deutlich Zeichen, er hat den Zürcher Luxuskader noch einmal hochgerüstet. Und das aus gutem Grund: Nach dem der ZSC unter dem Coach Rikard Grönborg als erstes Team der Geschichte im Play-off-Final eine 3:0-Führung verspielte und erneut dem EV Zug gratulieren musste, ist der Druck auf das Kollektiv nicht kleiner geworden. Seit 2015 hat das Team nur einen Titel gewonnen, die Meisterschaft von 2018, es ist eine Bilanz, die den sehr hohen Ansprüchen rund um den ZSC nicht genügt. Zumal die neue Arena mit ihren 12000 Plätzen möglichst oft gefüllt werden soll.

    Die Eröffnung des neuen ZSC-Stadions ist für den 18. Oktober geplant

    Der Abgang Malgins bedeutet für den ambitionierten Klub einen herben Rückschlag. Wobei auch gesagt sei: Es ist nicht ausgeschlossen, dass Malgin im Verlauf des Winters plötzlich wieder vor der Türe steht. Der Konkurrenzkampf bei den Maple Leafs ist gross und trotz all seinen Qualitäten gibt es für Malgin keine Garantie, dass er sich durchsetzen kann. Planen wird der ZSC jedoch ohne spielstarken Mittelstürmer müssen. Die Saison beginnt für die Zürcher am 14. September mit einem Auswärtsspiel in Rapperswil – dem aufgrund von Bauverzögerungen ersten von deren acht in Serie zum Auftakt. Die Heimpremiere ist für den 18. Oktober gegen Gottéron geplant. Dann wird jemand anderes als Denis Malgin für die Musik sorgen müssen.

    Die negative Reaktion der Leafs Fans ist wahrscheinlich eher auf die (eher fragwürdigen und risikohaften) Entscheide auf der Torhüterposition zurückzuführen.

    Nein, die hat direkt mit Malgin zu tun. Er ist für die Fans halt ganz einfach keine Verstärkung, ausserdem sind die Fans drüben (nicht nur die Leafs Fans) ganz grausam im kritisieren, dagegen ist das Nörgelforum hier ein Ponyhof!

    PS: Ein herber Verlust für uns!

    Der Ticket-Zweitmarkt wird ebenfalls aktiviert. Jeder Abonnent kann seinen Steh- oder Sitzplatz auf der Ticketcorner-Website zum Verkauf anbieten. Er gibt dadurch anderen Fans die Möglichkeit, ein Spiel besuchen und zur großartigen Stimmung in der BCF Arena beitragen zu können.


    :applaus: :applaus: :applaus: :applaus: :applaus: :applaus:

    Gottéron-Fans sorgen für einen neuen Rekord
    Noch nie konnte der Verein mehr Saisonkarten verkaufen
    sport.ch

    Im NHL-Draft könnte der Solothurner Lian Bichsel früh gezogen werden – die Zeiten regelmässiger Erstrundendrafts von Schweizer Spielern sind aber vorbei

    Am Donnerstag beginnt in Montreal der Entry-Draft 2022 der NHL. Die Zahl ausserordentlicher Schweizer Talente ist in den letzten Jahren gesunken. Welches sind die Gründe?

    Matthias Müller (NZZ)


    Lian Bichsel, hier bei einem Spiel zwischen Leksand und Malmö, könnte der erste Schweizer Erstrundendraft seit Nico Hischier werden.

    Lian Bichsel, hier bei einem Spiel zwischen Leksand und Malmö, könnte der erste Schweizer Erstrundendraft seit Nico Hischier werden.

    Daniel Eriksson / Imago

    Es war ein kurzes, aber grosses Stück Geschichte, das am 23. Juni 2017 in Chicago geschrieben wurde. Als erster Schweizer Eishockeyspieler wurde Nico Hischier am Entry-Draft der NHL an erster Stelle gezogen. Die New Jersey Devils hatten mit ihrer Wahl den Stürmer aus Naters zum besten Junior der Welt erkoren. Ein Ereignis, von dem in der Schweiz auch die weniger sportaffine Öffentlichkeit Notiz nahm.

    Es war der Höhepunkt einer Entwicklung, die fast zehn Jahre lang nur in eine Richtung gezeigt hatte: nach oben. Das Schweizer Eishockey hatte in der Ausbildung bemerkenswerte Fortschritte erzielt, aus der Generation, die in den 1990er Jahren zur Welt gekommen war, wurden sieben Spieler in der ersten Runde gezogen. Weitere drei in der zweiten.

    Alle Schweizer Draftpicks in der ersten und der zweiten Runde

    • 1997: Michel Riesen (Edmonton, 1. Runde, 14. Stelle). Stürmer, 2014 zurückgetreten, 12 NHL-Spiele, 1 Skorerpunkt.
    • 1999: Luca Cereda (Toronto, 1. Runde, 24. Stelle). Stürmer, 2007 zurückgetreten, kein NHL-Spiel.
    • 2002: Tobias Stephan (Dallas, 2. Runde, 34. Stelle). Goalie, aktiv bei Lausanne, 11 NHL-Spiele.
    • 2003: Tim Ramholt (Calgary, 2. Runde, 39. Stelle). Verteidiger, 2018 zurückgetreten, 1 NHL-Spiel.
    • 2008: Luca Sbisa (Philadelphia, 1. Runde, 19. Stelle). Verteidiger, 2021 zurückgetreten, 781 NHL-Spiele, 121 Skorerpunkte.
    • 2008: Roman Josi (Nashville, 2. Runde, 38. Stelle). Verteidiger, aktiv bei Nashville, 845 NHL-Spiele, 584 Skorerpunkte.
    • 2010: Nino Niederreiter (New York Islanders, 1. Runde, 5. Stelle). Stürmer, aktiv, in Vertragsverhandlungen, 814 NHL-Spiele, 398 Skorerpunkte.
    • 2011: Sven Bärtschi (Calgary, 1. Runde, 13. Stelle). Stürmer, aktiv bei Bern, 294 NHL-Spiele, 138 Skorerpunkte.
    • 2013: Mirco Müller (San Jose, 1. Runde, 18. Stelle). Verteidiger, aktiv bei Lugano, 188 NHL-Spiele, 28 Skorerpunkte.
    • 2014: Kevin Fiala (Nashville, 1. Runde, 11. Stelle). Stürmer, aktiv bei Los Angeles, 454 NHL-Spiele, 298 Skorerpunkte.
    • 2014: Noah Rod (San Jose, 2. Runde, 53. Stelle). Stürmer, aktiv bei Genf/Servette, kein NHL-Spiel.
    • 2015: Timo Meier (San Jose, 1. Runde, 9. Stelle). Stürmer, aktiv bei San Jose, 429 NHL-Spiele, 284 Skorerpunkte.
    • 2015: Jonas Siegenthaler (Washington, 2. Runde, 57. Stelle). Verteidiger, aktiv bei New Jersey, 186 NHL-Spiele, 27 Skorerpunkte.
    • 2017: Nico Hischier (New Jersey, 1. Runde, 1. Stelle). Stürmer, aktiv bei New Jersey, 305 NHL-Spiele, 207 Skorerpunkte.
    • 2021: Janis Moser (Arizona, 2. Runde, 60. Stelle). Verteidiger, aktiv bei Arizona, 43 NHL-Spiele, 15 Skorerpunkte.

    Fünf Jahre später scheinen diese glorreichen Draft-Nächte weit entfernt. Aus Kevin Fiala, Timo Meier und Nico Hischier sind zwar Stars der Szene geworden. Doch der Talentauswurf ist ins Stocken geraten. Im Herbst 2020 wurde erstmals seit 15 Jahren überhaupt kein Schweizer mehr gezogen.

    Der Abstecher nach Schweden hat sich ausgezahlt

    All das muss Lian Bichsel wenig interessieren. Der 18-jährige Solothurner hat im vergangenen Sommer seinen Klub, den EHC Biel, in Richtung Schweden verlassen, weil er glaubte, sich in der Organisation von Leksand besser entwickeln zu können. Die Rechnung ist aufgegangen: Bichsel spielte über weite Strecken in der ersten Mannschaft in der höchsten schwedischen Liga.

    Und jetzt darf sich der bereits in jungem Alter ausserordentlich grosse und schwere Verteidiger (198 cm, 102 kg) Chancen ausrechnen, in dem am Donnerstag beginnenden Entry-Draft 2022 der zehnte Schweizer Erstrundendraft zu werden. Bichsel ist zwar kein neuer Roman Josi. Dafür aber komplett, robust und defensiv verlässlich. Das Gros der Experten sieht ihn irgendwo zwischen Platz 16 und 48 – also in der zweiten Hälfte der ersten oder der ersten Hälfte der zweiten Runde.

    Für den Eishockey-Ausbildungsplatz Schweiz sind das erfreuliche Perspektiven. Allerdings ist Lian Bichsel inzwischen eine Ausnahme, die die Regel bestätigt. Auf absehbare Zeit ist kein weiteres vergleichbares Talent in Sicht. Und damit auch keine Rückkehr zur Tradition regelmässiger Erstrundendrafts.

    Lian Bichsel hat den EHC Biel verlassen, um sich bei Leksand zu versuchen.

    MySports

    Es ist eine Erkenntnis, die mit dem Selbstverständnis kontrastiert. Noch Mitte des letzten Jahrzehnts hatte man im Schweizer Eishockey geglaubt, sich als erster Verfolger der Top-6-Nationen Kanada, Schweden, Finnland, Russland, USA und Tschechien etabliert zu haben. Man genoss die Anerkennung der Deutschen und der Slowaken, die jüngst gleich mehrere Spitzenjunioren hervorbrachten. Den Verteidiger Moritz Seider etwa, der kürzlich zum NHL-Rookie des Jahres gewählt wurde.

    Die Zeichen der Stagnation sind schon länger zu erkennen

    Die Suche nach Erklärungen führt fast zwangsläufig über Thomas Roost. Der Zürcher beobachtet seit einem Vierteljahrhundert für das NHL Central Scouting Bureau Spieler aus der Schweiz und aus Deutschland. Auch er stellt fest: «Es gibt bessere und schwächere Jahrgänge. Doch im grossen Bild kann es keinen Zweifel daran geben, dass die Schweizer Junioren im internationalen Vergleich wieder leicht zurückgefallen sind.»

    Tatsächlich sind die Zeichen einer Stagnation schon länger zu erkennen. Auf der U-18-Stufe, der wichtigsten im Programm der NHL-Talentschau, spielen die Schweizer an der WM seit Jahren eine Aussenseiterrolle. 2015, an der Heim-WM in Zug und Luzern, beendeten sie das Turnier im 4. Rang. Seither waren sie dem Abstieg jedes Jahr viel näher als dem Kampf um die Medaillen.

    Die Hauptursache dafür sieht Roost in der Grundausbildung. Seine Beobachtung: «Je jünger die Spieler, desto grösser der Rückstand auf die Gleichaltrigen der grossen Nationen.» Diesem Problem könne entgegengewirkt werden, indem man die Trainer auf den untersten Stufen, die nicht selten Fronarbeit leisteten, besser ausbilde. «Der Verband müsste die fähigsten Leute zu den Klubs schicken und sie fördern und instruieren.»

    Fundamentalkritik will Roost indessen nicht üben. Der Stellenwert des Eishockeysports, das duale Bildungssystem, das starke Konkurrenzdenken zwischen den Klubs: An all diesen Parametern lässt sich nicht oder zumindest nur wenig schrauben. Sie machen die gern bemühten Vergleiche mit Ländern wie Schweden oder Finnland müssig.

    Für Fortschritte ist es nie zu spät

    Stattdessen gelte es, die Vorteile zu erkennen. So würden Schweizer ab dem 16. Lebensjahr grössere Fortschritte als die Konkurrenz machen – und zwar noch bis ins Erwachsenenalter. Der hohe Aufwand in der Kombination von Schule und Sport erschwere zwar die Entwicklung, fördere aber die Belastungsfähigkeit. «Unsere NHL-Spieler gelten als überdurchschnittlich lernfähig. Diese Rückmeldung habe ich oft erhalten.» Hat sich in seiner vierten NHL-Saison zum Spitzenverteidiger entwickelt: der 24-jährige Zürcher Jonas Siegenthaler (rechts).

    Hat sich in seiner vierten NHL-Saison zum Spitzenverteidiger entwickelt: der 24-jährige Zürcher Jonas Siegenthaler (rechts).

    Ed Mulholland / Reuters

    Die Einschätzung kann mit Beispielen untermauert werden. Der Detroit-Stürmer Pius Suter hat den Sprung von den ZSC Lions in die NHL mit 24 Jahren geschafft. Janis Moser hatte sich drei Saisons bei Biel in der National League bewiesen, ehe ihn Arizona im vergangenen Sommer mit bereits 21 Jahren in der zweiten Runde draftete. Und der 24-jährige Jonas Siegenthaler hat sich jüngst bei New Jersey zu einem Spitzenverteidiger entwickelt.

    Generell stellt Thomas Roost sowohl den Klubs, in denen der Löwenanteil der Arbeit geleistet wird, als auch den Programmen der Juniorennationalmannschaften ein ordentliches Zeugnis aus. In der Breite sei man besser aufgestellt als etwa Deutschland oder die Slowakei. Einzig etwas stört ihn seit je: «Wir sind in unserer Ausbildung stärker darauf fokussiert, Schwächen auszumerzen, statt individuelle Stärken zu fördern.»

    Markus Graf nimmt diesen Puck auf. Der Berner ist seit 16 Jahren Ausbildungschef der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF). Er sagt: «Wir müssen unser Kollektiv stärken und gleichzeitig das Talent individuell so fördern, dass es den Sprung auf die nächste Leistungsebene schafft. Die Spitze bedarf einer Breite – und umgekehrt.»

    Die Aussage verdeutlicht das Spannungsfeld, in dem sich die SIHF befindet. Einerseits muss sie für ihre Stakeholder, die konkurrierenden Klubs, ein sportliches und organisatorisches Dach bieten, anderseits muss sie darunter alle Interessen vereinen. Das erfordert viel diplomatisches Geschick. Es hat seine Logik, dass Graf das Adjektiv «politisch» oft benutzt.

    Die Beschaffung der finanziellen Mittel wird in Zukunft allerdings nicht einfacher. Die National League hat sich im Sommer 2020 vom Verband losgelöst und ihren neuen, ab dieser Saison laufenden TV-Vertrag selber ausgehandelt. Im Nachwuchs wird ein Finanzausgleich zwischen Liga und Verband nötig.

    Graf gibt sich pragmatisch: «Im Nachwuchs könnte man immer mehr Geld brauchen. Wir wollen mit dem, was wir bekommen, das Beste machen.» An Ideen und Programmen fehlt es nicht, schon seit Jahren werden die Klubs über verschiedene Zertifizierungen, sogenannte Labels, beraten und finanziell unterstützt – auch auf der Erfassungsstufe.

    Ein dezentrales Projekt namens «Umbrella» verdeutlicht die Relationen. Es sieht vor, dass ungefähr zehn regionale Instruktoren die Klubs in ihrer Region betreuen. Das Stellenprofil ist umfassend, auch die Trainerausbildung gehört dazu. Das vorgesehene Pensum pro Instruktor: 20 Prozent.

    Der Eishockey-Föderalismus erlaubt kaum grosse Sprünge

    Das Beispiel steht sinnbildlich für die kleinen Schritte, die im Schweizer Eishockey-Föderalismus genommen werden müssen. Grössere Sprünge wie etwa die einst angedachte Rookie-Meisterschaft mit acht Auswahlteams aus den Regionen sind bis heute «politisch» nicht realisierbar, musste Graf erkennen.

    Stattdessen werden die Meisterschaften der nationalen Spitzenligen U-20- und U-17-Elit mit je 13 Teams bestritten – obschon deren Qualität offen kritisiert wird, weil die besten Junioren ins Ausland ziehen oder in Farmteams zum Einsatz kommen. Künftig soll die Möglichkeit, pro Team vier sogenannte Overager-Spieler einzusetzen, eine Hebung des Niveaus bewirken.

    Umgekehrt, so findet Markus Graf, sei es wenig zielführend, das Glas immer nur halb leer zu sehen. «Es passt doch zu unserem Land, dass uns der Wettbewerb antreibt.» Diverse Organisationen investieren grosse Summen in ihre Nachwuchsarbeit, dem EV Zug steht seit 2020 mit dem Sportkomplex OYM eine superbe Infrastruktur zur Verfügung, die ihm auch in der Talentförderung neue Horizonte eröffnet.

    «Wir können immer noch Hischiers, Fialas und Meiers produzieren, wir tun es auch immer mehr», sagt Markus Graf überzeugt. Dieses Jahr könnte ihm Lian Bichsel recht geben.

    Und ganz nebenbei, ob die Swiss League die beste 2. Liga sei, dass würde ich doch äusserst stark hinterfragen. K.Z.-Phrase at it's worst!

    Typischer KZ Mist. Die AHL mit all ihren NHL Spielern die dort parkiert sind ist schon mal besser. Was in Schweden und Finnland läuft weiss ich nicht dürfte aber wohl auch besser sein.

    Der nächste Schweizer in der NHL und wieder einer der kaum in der NLA (4 Spiele mit Biel) gespielt hat:

    Was ich damit sagen will: Das Schweizer Hockey geht nicht unter weil nun mehr Ausländer spielen! Die Schweizer die keinen Platz mehr erhalten bringen das CH Hockey eh nicht weiter, werden nie in der Nati stehen. Dort stehen die NHL Spieler plus die besten aus der NLA. Qualität wird sich durchsetzen, der Rest ist egal. Die besten Junioren wechseln schon früh nach NA oder gehen nach Schweden/Finnland. Daran wird sich auch nichts ändern.

    Einziger negativer Punkt: PP und BP werden vermutlich vermehrt von Ausländern gespielt, aber das übernehmen in der Nati dann eh die NHL Spieler, also eigentlich auch egal.

    Wir haben im 1. Jahr v.a. dank Pius Suter brilliert und im 3. Jahr v.a. dank Denis Malgin. SOLCHE Spieler machen den Unterschied.

    Bin da klar bei Colin. Wir haben den Titel nicht geholt weil eben die NICHT STARS nicht geliefert haben! Wie sollte er denen mehr Eiszeit geben wenn sie Spiel für Spiel nicht abliefern? Er musste auf die Stars setzen, ob er wollte oder nicht! Mal die Statistik von Colorado studieren im letzten Spiel, wer über 20 Minuten Eiszeit erhielt und wer unter 10 Minuten blieb! Ist überall gleich: Niemand verteilt die Eiszeit gleichmässig! Schon gar nicht Sieger!

    die bisherigen 4 vermeldeten zuzüge scheinen die abgänge (inkl. denjeniegen von willy) mehr oder weniger adäquat ersetzen zu können.

    Werden wir sehen wenn die Saison beginnt. Schiesst wirklich einer Tore wie Ceesay? Hat einer Einfluss wie Doumbia?

    Bin allerdings auch ahnungslos wie stark Basel und Bern sind.

    In Sachen Infrastruktur hat der FCZ mit dem neuen Campus in Schwamendingen auf jeden Fall eine Schippe zugelegt. Davon können sie in Bern nur träumen! Von da her sind die Chancen gut ab jetzt wieder ein Spitzenclub zu sein, etwas was Cillo ja schon seit 10 Jahren erzählt..... :mrgreen:

    Jetzt ist Eishockey wirklich fertig. In 1 1/2 Monaten geht's dann wieder los mit dem ZSC - GCK Game in Reinach/AG - YEAH!

    Kurze Sommerpause. Am 16. Juli hat der FCZ sein erstes Spiel, dann dürfte es im zumindest im "Stammtisch" wieder los gehen.