Dä FCZ-Fred

  • ja, der herr canepa, er polarisiert. aber grundsätzlich bin ich da ganz nahe bei sbornaja. und ja, der cillo meint es wirklich gut mit dem fcz. da bin ich mir sicher! auch finde ich ihn und heliane, wenn privat und nicht gerade in einem interview mit einem kritischen interviewer, sehr sympathische und sozialkompetente zeitgenossen.


    aber eben, seine beratungsresistenz nervt fürchterlich! noch mehr nervt, dass er am schluss alleine entscheidet. für ihn spricht wiederum, dass er ALLE fehlentscheide selber finanzieren muss und, wie er dass nach dem abstieg gezeigt hat, auch macht und die volle packung verantwortung auch tatsächlich übernimmt! warum er alleine entscheidet? meine meinung:


    1. es ist sein geld und 2. die bekannte story halt zum x-ten mal hier niedergeschrieben: weil er 2011 derart frustriert war, dass ihn der restliche vr überstimmte und er darum urs fischer entlassen musste. ab dann begann er alles rauszuekeln, was nicht permanent mit dem kopf nickte. das ging soweit, dass kurz vor dem abstieg bei +/- 90% der wichtigsten positionen im fcz organigramm nur noch der name canepa stand.


    trotzdem bin ich sicher, ihm werden oft brauchbare spieler präsentiert von seinem staff. aber er entscheidet dann halt für die günstigste variante, sprich ablösefrei. würde mancher von uns vielleicht ja auch machen, wenn er das portemonnaie des clubs wäre…:nixwiss:


    obwohl ich glaube, dass er unter dem strich die letzten 15 jahre kein grosses minus in seiner persönlichen kasse hatte. dasselbe sagt man übrigens auch von sven hotz. ah ja, noch was: canepa hat den geldhahn nach 2011 nicht zugedreht, er ging die budgetspirale mit basel und yb einfach nicht mit. der fcz hat schon seit x jahren ein budget von +/- 20 millionen, selbst in der nlb. wäre er den anderen zwei konsequent gefolgt, wären wir heute bei 40-60 millionen jährlich. wer soll das bezahlen? das macht jemand frühestens dann, wenn man in einem eigenen und reinen fussballstadion spielen kann...oder wenn man spadaro heisst und eigentlich keine ahnung hat, woher man das geld nehmen soll! :mrgreen:


    zu den leuten aus den finanzkreisen: nein, sbornaja, dass sind keine abzocker (also im beruf ziemlich sicher schon, sind ja managementetage banker und sonstige finanzschonglöre…:mrgreen:), aber fcz technisch garantiert nicht! im gegenteil, sind von kindesbeinen an fcz fans. die wollen nichts anderes als einen erfolgreichen fcz. ausserdem ist es mittlerweile ein offenes geheimnis, dass ein ch fussballclub eine äussert schlechte geldanlage oder gar gelddruckmaschine ist! dazu muss man jedes jahr ein bis mehrere spieler verkaufen können und mind. alle 2 jahre in der tschämpiänslig spielen. und zweiteres ist mittlerweile wunschdenken für einen schweizer verein. ausser jemand investiert jedes jahr 100 millionen. aber mit unseren lächerlichen tv geldern wird dann eine refinanzierung oder gar fette gewinne unmöglich.


    noch etwas vergangenheit: ich staune immer wieder wie sich einige cillo basher nach sven hotz sehnen! sicher, ein gentleman vom scheitel bis zur sohle. aber in 20 hotz jahren, 1986-2006, gab es genau drei titel. 2000, 2005 cupsieg, 2006 meistertitel. ausserdem gabs noch das kurze hoch +/-1998 mit nonda, shorumnu, uefacup etc. aber auch da: titellos. und sonst unter hotz? tristesse pur! spiele vor wenigen hundert zuschauern im letzi, komplett leerer züri egge, dieser füllte sich erst wieder, als sich die boys 1996 gründeten und gleichzeitig die südkurve ins leben ruften und somit den züri egge unter anderem namen reaktivierten. was wir sven hotz vor allem verdanken: der fcz existierert noch als profifussballverein! ohne ihn wären die lichter wahrscheinlich irgendwann in den 90-ern ausgegangen und der fcz wäre heute was red stars oder yf sind. mit der verpflichtung von favre hatte er damals riesiges glück! aber diese verpflichtung ging nicht auf seine, sondern auf strittmatters kappe! auch dass favre an weihnachten 2004 (an letzter stelle stehend) nicht entlassen wurde, haben wir strittmatter zu verdanken. ah ja, und jogi löw! war er sich doch mit dem fcz bereits einig, da bekam er das angebot als asi des deutschen bundestrainers und sagte dem fcz ab.


    noch weniger verständnis habe ich für diejenigen, welche sich nach edi nägeli selig sehnen. diese haben entweder die letzten 40 jahre geschlafen, einfach nichts begriffen oder sind sonst halt etwas doof…:rofl:


    nur ein beispiel: nägeli holte klaus stürmer vom hsv. es war allgemein bekannt, dass stürmers frau gerne viel geld ausgab und dem luxus frönte. heute würde man sie wahrscheinlich tussi oder influencerin nennen. jedenfalls nahm man über eine geschäftliche verbindung kontakt mit dem hsv und klaus stürmer auf. für ein fettes handgeld und deutlich mehr lohn als beim hsv, wechselte er zum fcz! oder als köbi kuhn zu (t)schii sii wechseln wollte, verweigerte nägeli einfach die freigabe. alles heute unmöglich!


    aber ja, ich bin auch froh, durfte ich den schluss der nägeli ära noch live erleben. ich war 1968/1969 zum ersten mal im letzi, damals allerdings noch ohne fussball bewusstsein. mein vater, welcher mich mitschleppte, meinte, ich hätte mich hauptsächlich mit schneebällen formen und diese rumzuschmeissen befasst! die ersten erkennbaren züge eines hooligans halt! :mrgreen:


    aber spätestens ab der wm 1974 war ich wirklich bewusster fussball fan. auch war ich 1977 im meistercuphalbfinal gegen liverpool als bub im züri egge live dabei. :geil:


    noch was:


    fcz forever - fusion never!

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein

    Edited 15 times, last by snowcat ().

  • Aha, auch einer der ganz alten Gilde.....Meine damaligen Feindbilder waren Rene Deck (Goali bei GC), Ove Grahn (Mitfielder bei GC) Atom Otto Luttrop (Lugano) und logisch Karli Odermatt (Club hab ich vergessen). Klaus Stürmer hab ich nie gesehen, jedoch den Georg Volkert ....und klar die unvergessenen Matches gegen Liverpool, Dynamo Dresden usw.

  • Post by rouge+jaune-1939 ().

    This post was deleted by the author themselves ().
  • zu den leuten aus den finanzkreisen: nein, sbornaja, dass sind keine abzocker (also im beruf ziemlich sicher schon, sind ja managementetage banker und sonstige finanzschonglöre…:mrgreen:), aber fcz technisch garantiert nicht! im gegenteil, sind von kindesbeinen an fcz fans. die wollen nichts anderes als einen erfolgreichen fcz. ausserdem ist es mittlerweile ein offenes geheimnis, dass ein ch fussballclub eine äussert schlechte geldanlage oder gar gelddruckmaschine ist! dazu muss man jedes jahr ein bis mehrere spieler verkaufen können und mind. alle 2 jahre in der tschämpiänslig spielen. und zweiteres ist mittlerweile wunschdenken für einen schweizer verein. ausser jemand investiert jedes jahr 100 millionen. aber mit unseren lächerlichen tv geldern wird dann eine refinanzierung oder gar fette gewinne unmöglich.

    Alles perfekt geschrieben, da kann ich nichts widersprechen, ausser halt zu den bereitstehenden Leuten aus den Finanzkreisen.

    Hier lasse ich mich gerne eines besseren belehren und hoffe sogar dass ich total falsch liege! Du darfst mir dies dann auch gerne sagen!!

    Mein Bauchgefühl sieht aber nach kurzem Aufschwung unter neuer finanzstarker Führung und dem ausfallendem Erfolg, schwarz für den FCZ.


    Zu Nägeli`s Verteidigung: Fehleinkäufe wie K. Stürmer unter Nägeli, kann jeder Vereinspräsident vorweisen. Ich fange gar nicht erst an aufzuzählen.

  • Alles perfekt geschrieben, da kann ich nichts widersprechen, ausser halt zu den bereitstehenden Leuten aus den Finanzkreisen.

    Hier lasse ich mich gerne eines besseren belehren und hoffe sogar dass ich total falsch liege! Du darfst mir dies dann auch gerne sagen!!

    Mein Bauchgefühl sieht aber nach kurzem Aufschwung unter neuer finanzstarker Führung und dem ausfallendem Erfolg, schwarz für den FCZ.


    Zu Nägeli`s Verteidigung: Fehleinkäufe wie K. Stürmer unter Nägeli, kann jeder Vereinspräsident vorweisen. Ich fange gar nicht erst an aufzuzählen.

    klaus stürmer ein fehleinkauf? er schoss in 96 fcz spielen 57 tore und wurde mit dem fcz 1963 und 1966 meister. er starb bereits 1971 an hodenkrebs. jahrelang gab es darauf im letzi noch ein klaus-stürmer-gedenk-turnier. und dass, obwohl er die letzen 2 profijahre in winti verbrachte...


    mit dieser story wollte ich nur sagen, was damals einem fcz möglich war und darum nägeli mit nichts heutigem in der ch verglichen werden kann und vor allem sollte, da komplett andere voraussetzungen herrschen! ja, ein vergleich ist sogar einfach nur idiotisch! und die sprüche „der hat noch“ „da war noch ordnung“ etc. blabla reines stammtischgeplapper ist!


    banker: wenn der übernehmen würde den ich meine, dann kannst du mir glauben, dass die gleiche fcz leidenschaft vorhanden wäre wie jetzt bei cillo. aber halt etwas weniger fanbrille, dafür mehr professionalität und (andere) starke leute im vr und staff. und vielleicht auch ein um ein paar franken erhöhtes budget.



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  • Hoppla Schorsch, sorry nöd mini Zit :mrgreen:

    Hab dich falsch verstanden, kannte die Scores von ihm nicht..

  • Meine 18 Jahre mit dem FCZ und GC: Abschied von den grossen Kindern

    Unser Autor blickt zurück auf fast zwei Jahrzehnte Berichterstattung über den FC Zürich und die Grasshoppers. Was bleibt? Die Beziehungen zu den Menschen. Sie verraten mehr über den Fussball als alles, was auf dem Platz passiert.


    Flurin Clalüna (NZZ)


    «Fragen Sie doch den Clalüna, der hat diesen Mist geschrieben», sagte Ancillo Canepa. Es war Anfang 2007, Canepa war erst seit ein paar Monaten Präsident des FC Zürich. Wir standen in der Zürcher Saalsporthalle in einer grossen Journalistenrunde zusammen, und Canepa war mit meiner Berichterstattung nicht zufrieden. Als alle anderen gegangen waren, setzten wir uns auf Klappstühle und redeten, ein paar Minuten später bot er mir das Du an: «Ich bin der Cillo.» Cillo ist der Mann im Schweizer Fussball, den ich am längsten begleitet habe. Mochten wir uns? Wahrscheinlich schon. Hatten wir Konflikte? Immer wieder. So ist das als Journalist im Sport. Es ist eine kleine Welt, es menschelt, man kennt sich, man hält Distanz und sucht Nähe. Man schafft Vertrauen und verspielt es wieder.

    Achtzehn Jahre lang habe ich mich als Sportjournalist um den FC Zürich und den Grasshopper-Club gekümmert und ihre Titel, Abstiege, Siege und Niederlagen miterlebt. Aber was am Ende bleibt, sind nicht die Zahlen, es sind die Beziehungen, die guten und die weniger guten. Sie verraten mehr über den Fussball als alles, was auf dem Platz passiert. Sie zeigen die Verrücktheiten dieses Geschäfts, die versuchten Einflussnahmen, die Abhängigkeiten, die schwierige Balance zwischen Nähe und Distanz, manchmal die Verlogenheit. Immer wieder aber auch, wie liebenswürdig die Menschen sein können, die das Spiel auf dem Rasen spielen oder es von ihren Büros aus steuern, wie grosse Kinder.

    Ohne Unvernunft geht es nicht.

    Am Anfang war der alte FCZ-Präsident Sven Hotz, der hinter seinem Bürotisch zwischen Unmengen von Papier hervorguckte und zum Abschied immer sagte: «Schreiben Sie gut über den FC Zürich.» Das war und ist das Verständnis der Fussballklubpräsidenten: Journalisten und Vereine sitzen im gleichen Boot. Dass dem nicht so ist, haben die meisten nicht verstanden. Hotz hatte damals bloss charmanter und unschuldiger formuliert, was bis heute erwartet wird: eine wohlwollende Berichterstattung. «Positivität» nennt es der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic. Nachdem Canepa vor ein paar Jahren in einen Machtkampf im Verwaltungsrat des FCZ verwickelt gewesen war, sagte er, ich (also die NZZ) hätte nichts getan, um ihm zu helfen.


    Tollhaus GC

    «Wenn Sie so weiterschreiben, sind Sie der Totengräber von GC», hatte der frühere GC-Präsident Urs Linsi zu einem meiner Redaktionskollegen gesagt. Der gleiche Linsi, der mich einmal spätabends anrief und meinte, ich schriebe so, als sei GC ein Irrenhaus. Aber das interessiere ihn gar nicht. Es sei für ihn nicht wichtig, was in der Zeitung stehe. Das war die Spannweite: Als Journalist konnte man in seinen Augen einen Klub zerstören. Oder was man schrieb, war irrelevant. Beides stimmt nicht. Der GC-Funktionär Adrian Fetscherin fragte mich kürzlich, was eigentlich unsere «Agenda» sei, weil er einen Artikel für rufschädigend hielt. Es gibt keine Agenda. Er hat mir nicht geglaubt.

    Linsi hat übrigens ein paar Tage nach seinem Rücktritt als GC-Präsident noch einmal angerufen und gemeint, GC sei tatsächlich ein Tollhaus gewesen. Manchmal bekommt man als Journalist erst im Nachhinein recht. Oder gar nicht. Es kam immer wieder vor, dass eine Analyse nicht richtig oder sogar anmassend war. Über Erich Vogel, den langjährigen GC-Manager, hatte ich 2009 geschrieben, er habe seinen Instinkt verloren und werde im Fussball wohl keine Rolle mehr spielen. Vogel ist immer noch da und hat weiterhin Einfluss. Vor ihm wurde ich als junger Journalist von vielen Kollegen gewarnt. Er werde mich anlügen und manipulieren. Soweit ich es habe nachprüfen können, ist das nie passiert. Oder ich habe es nicht gemerkt.


    Und es gab die Trainer, die ich falsch einschätzte, allen voran Urs Fischer. Als er FCZ-Chefcoach wurde, schrieb ich ein wenig vorteilhaftes Porträt über ihn, in dem ich ihm fehlendes Gespür für Menschen unterstellte. Auch den damaligen GC-Trainer Ciriaco Sforza kritisierte ich einmal zu hart, er sei nicht authentisch. Ich merkte erst viel später, was sich dahinter verbarg und was für ein sensibler Mensch er ist. Fischer stauchte mich nach der Veröffentlichung des Porträts im persönlichen Gespräch zusammen, wir sassen auf einer Treppe, er fluchte und sagte dann: «So, und jetzt ist alles wieder gut. Jetzt fangen wir von vorne an.» Fischer hat viel mehr erreicht, als ich ihm zugetraut hatte. Und er ist der uneitelste und ehrlichste Trainer, dem ich begegnet bin. Kurz nach seiner Entlassung beim FC Zürich tranken wir in einer Autobahnraststätte einen Kaffee. Er sagte, er habe Angst, keinen Job mehr zu finden, «mein Telefon klingelt nie».


    Andere waren selbstbezogener und unsicherer, als man es vielleicht erwartet hätte. Der frühere FCZ-Trainer Lucien Favre rief mich einmal in meinen Ferien an. Christian Gross war am gleichen Tag beim VfB Stuttgart entlassen worden. Favre meldete sich, um zu sagen, wenn ich etwas über diese Entlassung schriebe, dürfe ich sie keinesfalls mit ihm und seiner Zeit bei Hertha Berlin vergleichen. Man könne Gross nicht in den gleichen Topf werfen wie ihn. Favre ist der spannendste Trainer, den ich kennenlernen durfte. Ganz verstanden habe ich ihn nie. Er war offen und verschlossen zugleich, einmal sassen wir mit ihm in seinem Haus in Saint-Barthélemy im Waadtland, lernten seine Frau kennen und tranken Tee. Ein paar Tage später nahm er das Telefon nicht mehr ab, als wir ihn nochmals erreichen wollten. Es war wieder wie damals, als er den FC Zürich trainierte, interessante Dinge sagte und dann doch immer anfügte: «Aber das schreiben Sie nicht.»


    Andere wollten dagegen unbedingt, dass man etwas schreibt, Einflüsterer, bei denen ich erst später merkte, worum es ihnen wirklich ging. Es gibt dazu eine Episode. Sie ist auch viele Jahre später noch so heikel, dass sie nur anonymisiert wiedergegeben werden kann. Aber sie zeigt, wie das Geschäft manchmal funktioniert. Ein Manager hatte mir erzählt, seinem Klub fehle es an ein paar Millionen Franken, «aber das haben Sie nicht von mir». Ich rief beim Präsidenten und beim Medienchef an, und sie sagten, wir müssten uns sofort am Flughafen treffen. Dort sassen wir dann, der Präsident, der Medienchef und der Manager, der mir diese Information vom fehlenden Geld überhaupt erst zugetragen hatte. Er sagte an mich gewandt: «Woher haben Sie das bloss? Was machen wir denn jetzt?» Am Ende stand es in der Zeitung, und ein reicher Mäzen beglich den Fehlbetrag. Es war das, was der Manager gewollt hatte: öffentlich Druck auf den Geldgeber zu machen.

    Druckversuche erlebt man als Journalist im Fussball immer wieder, einige sind charmant, andere weniger. Der frühere GC-Präsident Stephan Anliker hatte mir einmal geraten, einen Wirtschaftskurs zu besuchen, damit ich endlich verstünde, wie gut es eigentlich um die Finanzen seines Klubs stehe. Und der ehemalige FCZ- und GC-Coach Uli Forte fragte mich 2016 am Telefon verärgert, ob ich selber eigentlich auch Fussball gespielt hätte. «B-Junioren, höchstens B-Junioren», meinte er. Wir lachen inzwischen darüber.


    Was ist wahr?

    Es kam auch vor, dass sich jemand für einen Artikel bedankte. Fredy Bickel, der Manager, der für Journalisten immer erreichbar ist, schrieb mir einmal als FCZ-Sportchef, er habe sich über ein Porträt über ihn gefreut. Das wunderte mich, weil es nicht nur freundlich war. Bickel ist der menschlichste Funktionär, den ich im Schweizer Fussball erlebt habe. Aber man sagt allerlei böse Dinge über ihn, auch kürzlich wieder, als er bei GC entlassen wurde. Man weiss im Fussballgeschäft nie recht, was wahr ist und was nicht. Man sagt, eine Krähe hacke der anderen kein Auge aus. Im Fussball schon.


    Es wird oft schlecht übereinander gesprochen. Und im Fussball wird gemacht, was anderswo schon längst verboten ist, verdeckte Zahlungen, Hinterzimmergeschäfte unter Komplizen. Einmal sass ich mit dem Agenten eines früheren GC-Trainers in einem Flughafenhotel. Er erzählte mir, wie Vertragsverhandlungen ablaufen, es klang wie eine Geschichte aus dem Milieu. Schliesslich sagte der Agent zu seinem Trainer: «Hör zu, wir haben jetzt jahrelang die Leute über den Tisch gezogen. Jetzt machen wir einmal etwas Gutes und unterschreiben für weniger Geld.»

    Die Hochstaplergeschichte rund um GC und Volker Eckel aus dem Jahr 2009 zeigt vielleicht am besten, wie anfällig der Schweizer Fussball für merkwürdige Geschäfte ist. Wir sassen damals im Hotel Dolder hoch über Zürich und warteten in der Bar auf den vermeintlichen Geldgeber, der den Grasshoppers Hunderte von Millionen Franken versprochen hatte. Eckel kam nicht, und das Geld kam auch nie. Es war ein Geldversprechen gegen jede Wahrscheinlichkeit, aber bei GC hatte man daran geglaubt, ein kleines bisschen wenigstens, ein «Millimü», hatte Erich Vogel damals gesagt.

    Es wird getrickst, auf dem Platz und daneben.

    Es gibt auch die Seriösen, und vielleicht sind sie in den letzten Jahren mehr geworden, weil die Kontrollen schärfer sind. Aber es gibt immer noch Raum für die, die das Geld versickern lassen und sich bereichern. Als Journalist weiss man zum Teil davon, aber beweisen kann man es fast nie. GC gehörte eine Zeitlang zu den Klubs, bei denen solche Geschichten herumgeboten wurden, beim FCZ unter Canepa gab es solche Gerüchte kaum. Canepa ist neben Christian Constantin vom FC Sion vielleicht die schillerndste Figur im Schweizer Fussball, er ist emotional, im Umgang manchmal schwierig, er macht Fehler, aber er ist seriös, wenn es um das Geschäftsgebaren geht. Auch er hat schon zu viel Geld für einen Spieler ausgegeben, aber das waren emotionale, keine unredlichen Geschäfte.


    Einmal sass ich mit dem Ehepaar Canepa in ihrer Loge des Letzigrundstadions, der FCZ war in der Saison zuvor abgestiegen. Es herrschte eine eisige Atmosphäre, ich hätte mich mit meiner Berichterstattung mitschuldig gemacht, sagte Heliane Canepa, «wir sind uns vorgekommen wie Mörder». Heliane Canepa, die oft so freundlich gewesen war, war unversöhnlich. Bis Ancillo sagte: «Komm, lass gut sein.» Wir liessen es in all den Jahren immer wieder einmal gut sein, beim FCZ und auch bei GC. Irgendwie ging es immer weiter.

  • Ich weiss da nicht so recht, was ich denken soll....Hoppers Vergangenheit, ok, schon länger her, aber....Ich lass mich gern eines besseren belehren. Kenne seine Stats bei der Eintracht und Everton nicht.

  • ziemlich überschaubare, bescheidene statistik...


    2011–2014
    Grasshopper Club Zürich II
    32 spiele (9 tore)


    2014–2015
    Grasshopper Club Zürich
    37 (9)


    2016–
    FC Everton
    0 (0)


    2016
    → Grasshopper Club Zürich (Leihe)
    15 (3)


    2016–2017
    → Eintracht Frankfurt (Leihe)
    13 (1)


    2018–
    FC Everton U23
    2 (0)


    2018–2019
    → Grasshopper Club Zürich (Leihe)
    3 (0)


    2019–2021
    → FC Emmen (Leihe)
    0 (0)



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    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein

  • Ich weiss da nicht so recht, was ich denken soll....Hoppers Vergangenheit, ok, schon länger her, aber....Ich lass mich gern eines besseren belehren. Kenne seine Stats bei der Eintracht und Everton nicht.

    Vorerst ist er mal für die U21 vorgesehen, wenn er da einschlagen sollte wäre er eine Option für die 1. Mannschaft.


    Er ist definitiv nicht mein Wunschtransfer, schon gar nicht mit dem Hopper-Stallgeruch den er mitbringt. ABER das dachte ich damals 2004 auch von Mihai Tararache. Im Nachhinein war er für mich ein Königstransfers und ja ich gebs zu, ich fand den unheimlich gut! Der einzige Hopper dem ich je mit Freude zujubeln konnte. Wahnsinn was dieser Mittelfeldmotor für ein Füsschen, Auge und Zweikampfverhalten hatte und immer bodenständig!


    Wenn sich Tarashaj über Jahre mit uns identifizieren sollte, kann auch sein Stallgeruch etwas schwächer werden. Aber die Jubelorgien damals mit Ritschi Cabanas (chlie Respekt vor em Rekordmeister) & Zuber vor der Südkurve werde ich ihm nie verzeihen, N I E!

  • Das isch de, wo vor de Südkurve de Chaschper gmacht hät, wänn er gäge de FCz troffe hät; oder?


    Ouw; de hät Potential. Immer eine vo eus ... ;o))

    das isch genau das arschloch! söll sich uf niederhasli verpisse. de platzwart dete schafft nuno 20%, er chönt ja de rescht mache! :cursing:



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  • ah, du würdest lieber in italien auf der ersatzbank versauern, statt dich in der rückrunde auf schalke für höhere aufgaben zu empfehlen? in einem team, in welchem der trainer deine sprache spricht und auf dich setzt?


    jedem das seine! :rofl:



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