Posts by Reto

    Einziger Vorteil ist evt. die bisher höhere Durchseuchung - falls das etwas nützt.

    Und langfristig gesehen, haben sie evt. bei der Altersvorsorge noch etwas gespart, wenn man es nur von der finanziellen Seite her betrachtet, was teilweise erschreckend gerne gemacht wird, bei all den Diskussionen.


    Egal wo. Man wird im Nachhinein viele Fehler feststellen und in den wenigsten Fällen sollte das Konsequenzen für die haben, die sie (nach bestem Wissen und Gewissen) begangen haben.


    Nur idiotische Verschwörungstheoretiker, die jetzt versuchen, die Massen für ihre abstrusen Ideen zu mobilisieren, sollten da meiner Meinung nach ausgenommen werden.

    Würde jetzt nicht grad so weit gehen, wie du mit dem Lotto-Sechser, aber mittlerweile denke ich, dass man es wohl mit einer Katze vergleichen kann, die die Wahl hat, ihr Leben lang in der Wohnung zu verbringen oder halt nach draussen zu gehen, mit dem Risiko, an der einigermassen nahe gelegenen Hauptstrasse mal überfahren zu werden.

    Die Katze würde, wenn sie wählen könnte, wohl immer die Variante "draussen" nehmen.


    Ich bin mal gespannt, wie sich das nun alles entwickelt. Es geht ja einzig darum, die Fallzahlen so tief zu halten, damit unsere Gesundheitseinrichtungen damit noch zurecht kommen. Hätte es Norditalien nicht in diesem Ausmass erwischt, wäre man bei uns evt. gar nie so weit gegangen, wie es nun der Fall war. Geholfen hätte es der Wirtschaft aber wohl auch nicht, wie man jetzt an den Zahlen in Schweden (wenn das stimmt, was man liest) entnehmen kann.


    Die ganze Welt ist ein Dorf (nicht nur Kloten) und das führt halt zu diesen Abhängigkeiten und auch die lokalen Betriebe hätten wohl genau so gelitten unter dem Umsatzrückgang und gleichzeitig hätten sie keine Kurzarbeitsgelder beziehen können.


    Ich weiss trotz allem nicht, was wir in der Schweiz gross zu jammern haben, im internationalen Vergleich!


    Und zu deinem Hochrisikopatienten: Der muss sich halt an die Partei-Linie halten!

    Findi no en guete Bricht vo https://www.schwatzgelb.de/


    Es ist nun also beschlossene Sache, die Bundesliga geht wieder los. Da selbstverständlich noch keine Zuschauer in die Stadien gelassen werden können, beginnen wir erstmal mit Geisterspielen und die sind nicht nur ziemlich gruslig, sondern bergen auch einen Beschleuniger, der für den Fußball nach Corona eine gravierende Veränderung bringen könnte.

    Es sind an dieser und anderer Stelle in den letzten Tagen und Wochen bestimmt schon hunderte Artikel erschienen, auch aus der Ultraszene, warum der Start der Bundesliga zu früh kommen könnte und was am Fußball grundsätzlich und im Moment ganz besonders alles nicht so toll ist. Darum soll es hier aber nicht gehen. Vielmehr beschäftigt mich eine ganz andere Frage: was macht den Fußball für mich aus? Und gibt es diesen Fußball in der Zukunft noch?

    Hintergrund meiner Überlegungen war eine Bemerkung, die ich, glaube ich, bei Twitter gelesen hatte. Es ging darum, dass der Verfasser des Tweets der Meinung war, dass die Ablehnung der Geisterspiele durch die aktive Fanszene ein Beweis dafür wäre, dass es ihnen nicht um Fußball geht. Dabei hat er nicht nur (wie die meisten) die aktive Fanszene mit der Ultraszene gleichgesetzt, sondern natürlich auf das gerne gehörte Klischee angespielt, dass Letztere nur zur Selbstdarstellung im Stadion seien. Da er es aber nicht so offen und direkt formuliert hat, schrieb er dabei einen Satz, der mich zum Nachdenken gebracht hat. In meinen Worten: die aktive Fanszene geht nicht ausschließlich für das Spiel ins Stadion. Was sich im ersten Moment wie eine große Beleidigung anhört, könnte bei näherer Betrachtung sehr nah an der Wahrheit sein. Das Spielgeschehen lässt sich im Fernseher besser ansehen und größtenteils auch besser beurteilen. Man hat Nahaufnahmen, Wiederholungen, Zeitlupen. Damit können Künste und Tricks, Fouls und Tacklings wahrgenommen werden, die im Stadion aufgrund der Distanz unmöglich zu sehen sind. Im Stadion selbst lässt sich das Geschehen auf dem Rasen am Besten von Höhe der Mittellinie, etwas über das Spielfeld erhöht, betrachten. Da, wo die Sportjournalisten und die Vereinsverantwortlichen sitzen. Aber definitiv nicht von einer Stehplatztribüne aus, wo Fahnen und Menschen die Sicht behindern. Oder gar aus einem - im schlimmsten Fall mit Plexiglas - umzäunten Gästeblock.


    Den besten Blick auf das Spiel hat man nicht von einer Stehplatztribüne aus, wo Fahnen und Menschen die Sicht verhindern.

    Es ist also durchaus anzunehmen, dass Menschen, die regelmäßig Auswärtsspiele besuchen oder bei Heimspielen hauptsächlich auf Stehtribünen unterwegs sind, nicht (nur) wegen des Fußballs ins Stadion gehen. Warum aber sonst? Selbstdarstellung ist es in der absoluten Mehrheit der Fälle auch nicht, das nehme ich jetzt einfach mal vorweg. Für mich ist es eindeutig die Atmosphäre. Und damit meine ich einerseits das Gefühl, eng nebeneinander mit Gleichgesinnten seine Emotionen zu teilen. Emotionen, die stark an das Spielgeschehen angelehnt und von ihm abhängig sind, aber eben doch vor allem neben ihm stattfinden. Andererseits aber auch die direkte Stimmung und das Gefühl, einen gewissen Einfluss auf das zu haben, was auf dem Feld stattfindet und daher aktiver Bestandteil des Spiels zu sein. Vor dem Fernseher ist dieses Element des Fußballs nur ein Rauschen, das mal lauter und mal leiser im Hintergrund mitläuft, im Stadion ist es hingegen für mich und wahrscheinlich noch sehr viele andere Menschen der Sinn und Zweck ihres Besuches.

    Dass es gerade die Gruppe Menschen ist, die die meiste Zeit in den Fußball steckt und ihm daher wohl auch am tiefsten verbunden ist, die Geisterspiele am vehementesten abzulehnen scheint, wäre vor diesem Hintergrund keine große Überraschung mehr, sondern eher ein Paradox, das sich erklären lässt. Es gibt aber in der gleichen Gruppe ein weiteres Paradox und das könnte durchaus, von diesen Geisterspielen beschleunigt, zu einer Entwicklung führen, die das Stadionerlebnis in Deutschland nachhaltig verändert. Erstaunlicherweise scheint nämlich bei den Menschen, die am meisten Zeit und viel Geld in das Spiel investieren, auch der Verdruss und die Konsternation über die Entwicklung des Fußballs in den letzten Jahrzehnten am grössten. Er ist für viele von uns nicht mehr die große Liebe, sondern eine Hassliebe geworden. Ein Teil von uns sitzt auf einem bis zum Rande gefüllten Fass, das nur auf den letzten Tropfen wartet, der es zum überlaufen bringt. Und überlaufen bedeutete dann, dem Fußball endgültig den Rücken zu kehren.


    Abstinenz ist besonders dann schwer, wenn einer den man kennt, an diesem Tag in Augsburg ist und von einer tollen Auswärtsfahrt berichtet.

    Fußball ist eine Sucht. Stadionerlebnisse und Auswärtsfahrten ziehen einen in einen Sog, immer weiter hinein, zu immer mehr Spielen und Engagement. Beim (Auswärts-)Spiel lernt man Leute kennen, die haben dann wiederum ab und an ne Karte frei, wodurch man häufiger auswärts fährt, noch mehr Leute kennenlernt und dadurch mehr Gelegenheiten bekommt, zu weiteren Spielen überredet zu werden. Dazu kommen all die Emotionen, die so viel intensiver sind als zuhause auf der Couch und die man immer wieder haben möchte. Es kommen Leute dazu, die sich außerhalb des Geschehens auf dem Rasen engagieren, von deren Aktivitäten man ein Teil sein oder denen man einfach nur helfen möchte. Raus kommt man aus diesem Sog nur durch radikale Abstinenz. Meistens verursacht von der privaten Situation um Familie, Beziehung oder Job - oder eben genau jetzt durch Corona, für alle gleichzeitig. Natürlich ist die Sehnsucht nach Stadionbesuchen da, aber sie ist nicht so nah, wenn man Spiele nicht besuchen kann. Wenn keiner den man kennt, an diesem Tag in Augsburg ist und von einer tollen Auswärtsstimmung oder einer herrlichen Reise mit Freunden berichtet.

    Für wie Viele die oben bewusst nicht erwähnten Verfehlungen des Fußballs in dieser schweren Zeit zusammen mit der kalten Abstinenz genau der letzte Tropfen in das Fass sein werden, kann ich nicht einschätzen. Aber es werden einige sein, vielleicht sogar viele. Die Verantwortlichen in den Gremien würde es freuen, wären sie doch damit endlich ein paar Problemfälle los. Und auch viele von den Fans, die weiter weg von der aktiven Szene sind, werden sich anfangs vielleicht denken, dass es so endlich wieder werden kann wie früher. Dabei würde genau das Element fehlen, dass die Entwicklung Richtung morgen noch am ehesten aufhalten kann. Wie viel dem Fußball dadurch fehlen würde, könnte erst die Zeit zeigen. Falls es zu einem Dominoeffekt käme, wäre für mich jedoch allerspätestens der Wegbruch eines Großteils der aktiven Fanszene der letzte Tropfen ins Fass. Die Geisterspiele könnten im schlimmsten Fall somit ein sehr grusliger Blick in die Zukunft sein. Pappmarionetten statt Emotionen. Vorerst hoffe ich aber noch, dass es nicht so weit kommen wird - und dass der Spuk bald ein Ende hat.

    Was mached die andere, während de Pre-Playoffs?
    En private Lockdown?

    13 Teams isch grad au no Schwachsinn, aber mal luege, weles Team sich bis dänn no en Ufschtieg chan leischte.

    I dere Hütte in Dietike?

    Au e Idee!
    Mal abwarte...


    Und wäg de Beiz: Ich hole eifach paar Pizzas da im Dorf zur Unterschtützig und dete wo mer ab und zue gönd, hani paar Guetschii bschtellt im März.
    Bin nöd wahnsinnig scharf druf, ines Resti z'hocke so und sobald d'Chind i d'Schuel gönd, bin sowieso ich dänn d'Vire-Schlüüdere ;)

    Back to Topic:


    Habe am Montag in einer meiner Lieblingsbeizen reserviert, freue mich auf Dinner out!8)

    Warum überrascht mich das keis Bitzli?

    Häsch mit em Roli abgmacht?

    Ich dänke, Gartebeize werdet im Momänt klari Vorteil ha.
    Alles andere schtell ich mir chli verchrampft vor.
    Aber ich bin ja au suscht nöd würklich de Beize-Gänger.

    Läck!
    E.T. hani nanig gseh.
    Jetzt chan mer de Film demfal au schpare.

    Und no ernscht:
    Hett mer de Film au suscht schpare söle.

    Ich finde das mit em Han au en Spoiler und hetti de Film nanig gseh, het mich das au ufgregt. Aber da reagiert jede andersch druf.


    Und no weniger ernscht:

    Ihr zwei Globis würdet eu "live" wahrschinlich no guet verträge.
    Chan eu grad nöd s'Gägeteil bewiise, aber ich dänke, es wär dänn wieder mal Ziit für es richtigs PW-Träffe, wänn de Corona-Seich dure isch.

    Bin eigentlich auch dieser Meinung, denke aber, dass sich das Verhalten der meisten Leute seither deutlich geändert haben dürfte.

    Sogar in der Bundesliga erwarte ich keine Fanaufmärsche mehr vor den Stadien oder in der Innenstadt.


    Denke aber, es wäre doch recht uncool, bei einem Tor ganz ruhig auf dem Stühlchen sitzen zu bleiben, anstatt mit den Kollegen, die alle schön mit Abstand im Stadion sitzen, zu jubeln.

    Nix Verschiebung!
    Ende Juni laufen so viele Spielerverträge aus, dass die Saison deshalb bis dann fertig sei muss. Und die letzten Spiele sind glaube ich am 28.6. geplant momentan.

    In der Bundesliga versuchen sie es nun tatsächlich, ab Mitte Mai.

    Mal schauen, wie toll wir das finden, so ganz ohne Stimmung im Stadion usw.

    Am Schluss bange ich vielleicht doch wieder mit, auch wenn ich das ganze Unterfangen für ein ziemliches Gemurkse halte und mir eigentlich gewünscht hätte, dass sich im Fussball etwas ändern würde für die Zukunft.

    Der Hüppi und der Sutter sind da eher auf meiner Wellenlänge und ich bewundere ziemlich, wie die beiden sich in den letzten Tagen geäussert haben.

    Am Samstag hat es tatsächlich viel mehr Leute in den Läden, als unter der Woche.

    Die ganze Übung mit nur einmal pro Woche den riesigen Einkauf zu tätigen haben wir in der Zwischenzeit auch etwas aufgegeben.

    Ich denke, dass man sich im Laden kaum ansteckt, auch wenn mal jemand etwas näher an einem vorbei geht. Auch, dass man sich den Virus auf irgend einer Oberfläche auflesen kann, halte ich für eher die Ausnahme, aber trotzdem schaue ich natürlich drauf, mir im Geschäft nicht ins Gesicht zu fassen (was wahrscheinlich trotzdem passiert, ohne dass ich es merke).


    Was ich eigentlich sagen will:

    In einem Restaurant zu viert an einem Tisch zu sitzen bedeutet bestimmt die deutlich grössere Ansteckungsgefahr, als im Migros oder Coop einkaufen zu gehen.
    Von daher bin ich auch gespannt, wie sich das auswirken wird.


    Die grösste Möglichkeit, mich anzustecken sehe ich aber natürlich in der Tatsache, dass alle Kinder ab Montag wieder in der Schule sind und ich mir nicht vorstellen kann, dass die Kinder, auch wenn sie es evt. nich mit Symptomen selber merken, dass sie das Virus eingefangen haben, das Virus nicht genau so weitergeben sollten, wie alle anderen. Und zu den eigenen Kindern hat man auch nicht die Distanz, die man an einem Vierertisch im Restaurant hat und die Kinder unter sich in der Schule haben das genau so wenig.


    Es wird aber nicht funktionieren, dass wir je wieder ein normales gesellschaftliches Leben führen können, wenn nicht genügend Leute das Virus mal durch haben. Von daher müssen wir wohl damit leben. Bleibt zu hoffen, dass es einen mit einem schwachen Verlauf erwischt und das ein solcher nicht doch Auswirkungen, bzw. bisher unbekannte längerfristige Folgen (z.B. für die Leistung der Lunge) haben wird.