EVZ - ZSC, 7. Finalspiel, Sonntag, 1. Mai 2022

  • [quote='Vladi19','https://forum.zscfans.ch/thread/2830-evz-zsc-7-finalspiel-sonntag-1-mai-2022/?postID=145259#post145259']

    Spiel 7 isch eus. 🔵⚪️🔴✨💪🏼

    [/quote]

    Genau DAS isch die richtig Istellig! Hüt uf Zug und dänn i d‘Halle !!



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

  • Und das weiss auch Zug ...

    Auch wissen die Zuger, dass die Leistung vom letzten Spiel nicht reichen wird und dass der ZSC drei Spiele mehr Erfahrung hat bezüglich Matchpuck! Mental neue Situation für Zug. Die nach Spiel 3 von DT zusäzlich mobilisierte Energie, könnte heute zur Entgleisung führen.

  • Aus der NZZ am Sonntag


    Nur einer kann gewinnen
    Zugs Goalie Leonardo Genoni und der ZSC-Stürmer Denis Malgin sind die herausragenden Spieler ihrer Teams. Beide hätten es verdient, den Meistertitel zu erringen. Doch im 7. Spiel des Play-off-Finals von heute Sonntag wird einer von ihnen als Verlierer vom Eis gehen. Von Nicola Berger

    Genoni der Hexer

    Es lag etwas Schwärmerisches in der Stimme von Dan Tangnes, dem norwegischen Trainer des EV Zug, als er sagte: «Ich freue mich für das Schweizer Eishockey, dass es am Sonntag zu diesem siebten Spiel kommt. Das Land hat das verdient.» Darüber kann man sich streiten. Die ZSC Lions haben es eigentlich nicht verdient, am Tag der Arbeit noch einmal die Schlittschuhe schnüren zu müssen. Sie waren in Spiel 6 am Freitag, der Dernière nach 72 Jahren Hallenstadion, das bessere Team.

    Aber die Zürcher schafften es einfach nicht, den EVZ-Goalie Leonardo Genoni zu überwinden – nach drei Niederlagen in Folge droht ihnen die Serie jetzt noch zu entgleiten. Kein Team hat in einem National-League-Final je eine 3:0-Führung verspielt. In der NHL ist es erst einmal passiert, vor exakt 80 Jahren, zu einer Zeit, als selbst die Torhüter noch ohne Helm spielten.

    Wenn es am Sonntagabend in Zug zur Belle kommt, geht es neben dem Titel darum auch um Eishockeygeschichte – oder um den Versuch, sie zu verhindern. Noch nie hat Genoni, der beste Schweizer Torhüter der Neuzeit, einen Play-off-Final verloren. Dreimal war er Meister mit dem HC Davos, zweimal mit dem SC Bern – und 2021 auch mit dem EV Zug. Vermag er den Nimbus zu konservieren, egalisiert er heute Abend die Bestmarke des siebenfachen Champions Gérald Rigolet, der in den 1970ern mit La Chaux-de-Fonds und Villars von Titel zu Titel eilte.

    Gegen seinen einstigen Ausbildungsverein ZSC wackelte Genoni, der inzwischen 34 Jahre alte Sohn eines Kardiologen, kurz; er kassierte haltbare Gegentreffer, wie man das von ihm im Play-off eigentlich nicht kennt. Doch am Ende hat sich der EV Zug vor allem auch dank ihm in die 7. Partie gerettet. Sein Auftritt beim 2:0 vom Freitag war eine der besten Darbietungen der Karriere. Irgendwie schafft er es, die Gegner im Play-off mit seiner Aura reihenweise zu entmutigen, fast wie ein Dementor bei Harry Potter. Er zieht Kraft daraus, im Play-off in seiner eigenen Welt zu leben, Interviews gibt er während dieser Zeit seit Jahren nicht. Tangnes sagt über ihn: «Er ist nicht der Typ, mit dem man Smalltalk betreibt, während der Play-offs schon gar nicht. Ich versuche mich zu erkundigen, ob er etwas braucht, einen freien Tag. Aber es ist ihm lieber, wenn man ihn nicht stört. Am Spieltag hat er diesen Tunnelblick.»

    Genoni, der seit einigen Jahren mit einem Hörgerät lebt, ist ein Perfektionist – und eignet sich in fast jeder Hinsicht zum Idol, denn er ist nicht nur ein atemberaubend erfolgreicher Torhüter, sondern auch: ein Familienvater, der seinen Bachelor und Master in Wirtschaft längst in der Tasche hat, obwohl er es sich locker leisten könnte, nach der Karriere erst einmal das Leben zu geniessen. Als der EV Zug ihn 2019 mit einem Fünfjahresvertrag verpflichtete, machte der Klub ihn zum bestbezahlten Torhüter in der Geschichte der National League. Es war ein kostspieliges Investment, aber es trägt immer noch Zinsen. Am Sonntagabend womöglich im zweiten Titel in Serie für eine Organisation, die zuvor ab dem letzten Titelgewinn von 1998 auch viele desillusionierende Winter erlebte. Es würde nicht überraschen, sollte Genoni dafür sorgen, dass das Frühlingserwachen des EVZ erneut im Konfettiregen endet.

    Malgin der Zauberer

    Neun Treffer sind den ZSC Lions in sechs Finalspielen gelungen. Acht davon entsprangen der Schaffenskraft der Paradelinie um Denis Malgin, Sven Andrighetto und Denis Hollenstein. Die Abhängigkeit des ZSC von ihren besten und teuersten Spielern ist enorm. Und bei Malgin, 25, ist sie besonders hoch. Der Denker und Lenker der Zürcher Offensive spielt eine Saison von solch erstklassiger Güte, dass er sich zurück in die NHL katapultieren könnte. Mit vier Toren und drei Assists ist der Nationalstürmer der produktivste Akteur der Finalserie.

    Malgins Kreativität, Spielfreude und Tempofestigkeit sind für jeden Beobachter ein Genuss. Sein Auge ist fabelhaft, und der Gegenspieler, den er in einem Laufduell nicht an der Richtigkeit der Berufswahl zweifeln lässt, muss sich erst noch finden. Schwingt er sich über die Bande aufs Eis, bedeutet das für den EVZ fast immer Alarmstufe Rot, es kommt vor, dass die Zuger sich dann lange nicht mehr aus der Defensivzone befreien können. Es liegt so viel Aufmerksamkeit auf Malgin und seinem Gefolge, dass das eigentlich Freiraum für andere Offensivkräfte schaffen müsste. Doch in ihrer Produktion seit Jahren verlässliche Angreifer wie Simon Bodenmann oder Marco Pedretti sind im Final auch nach sechs Spielen noch ohne Skorerpunkt.

    Die Frage ist, wer den Bann brechen kann, sollte Malgin, der in diesem Play-off mit fünf Siegtreffern einen Ligarekord eingestellt hat, die Entscheidung nicht noch einmal selbst herbeiführen können. Eine Option ist Chris Baltisberger, der Ur-Zürcher, dem das horrende Tempo manchmal Mühe bereitet, der aber ein Flair für die grossen, dramatischen Momente hat. Das hat er auch im laufenden Play-off bereits bewiesen: Hätte er im dritten Viertelfinalspiel gegen Biel in der zweiten Verlängerung nicht den ersten ZSC-Sieg sichergestellt: Er und seine Teamkollegen wären längst auf einem Golfplatz oder würden sich in Mexiko sonnen und müssten den Final in einem ruckeligen Stream verfolgen.

    Auch der Coach Rikard Grönborg hat am Freitag noch einmal an diesen Umstand erinnert, er sagte: «Wir waren gegen Biel so knapp vor dem Out, dass alles, was jetzt noch kommt, wie ein Bonus ist. Wir haben damals an uns geglaubt. Und wir tun es auch jetzt nach drei Niederlagen noch.» Auch Grönborg, 53, weiss jedoch um die Bedeutung der Belle. Es wäre für seine NHL-Aspirationen bestimmt ein arger Dämpfer, würde sein CV mit der historischen Schmach besudelt, eine 3:0-Führung verspielt zu haben.

    Der Schwede zählt darum auf die Magie Malgins. Sollte dieser sie heute Sonntag nicht wiederfinden, wäre es auch nicht verboten, wenn einer der ausländischen Stürmer ausnahmsweise einmal träfe: Justin Azevedo kommt in sechs Spielen auf zwei Punkte und leitete am Freitag mit einem Eigentor die Niederlage ein. Der bullystarke Marcus Krüger (5 Spiele / null Punkte) ist angeschlagen, Garrett Roe blieb bei seinem Finaldebüt in Spiel 6 gänzlich ohne Einfluss. Ob Trainer Grönborg den bisher stets überzähligen Kanadier John Quenneville aus dem Hut zaubert? Es ist einerlei, wer es letztlich ist, aber Malgin hätte es sich mit seiner Brillanz verdient, dass ihm irgendwoher die Kavallerie zur Seite springt.

  • Noch was ganz anderes spricht für uns: Der Z kann doch nur, wenn keiner mehr an ihn glaubt. Mehrere Titel von Platz 6-7, gegen Lugano ein 3:1 im Final verspielt und doch noch geholt, dieses Jahr gegen Biel schon fast die Badehose eingepackt, jetzt ein 3:0 verspielt. Eigentlich ist genau jetzt unsere Zeit. Immer, wenn man zuvor die Erwartungen erfüllt hatte, kam wenig dabei raus.


    Bin heute in Zug, freue mich drauf. Auch bei einer Niederlage gibts nicht viel vorzuwerfen, es ist eine hochstehende Finalserie. Aber ich bin sicher, das Glück der Zugerli mit lucky bounces und einfachen Toren ist aufgebraucht. Allez!

    • Official Post

    Back from Warm Up. Weber und Krüger nicht auf dem Eis. Rest hätte ich gesagt wie gehabt. Luki mit coolem Abschied der Fans

    Sehr schön! Ein "kleiner" Abschied von unserer Nr. 30 - Respekt! Schön das so viele gekommen sind.


    Nun freuen wir uns auf das alles entscheidende 7. Spiel in dieser Finalserie. Hätte man mir dies beim Start der Playoffs angeboten, ich hätte SOFORT

    und mit Begeisterung unterschrieben - ohne zu zögern, keine Frage.


    Jetzt noch die letzten Körner zusammenkratzen und alles, wirklich alles für den Sieg geben! So oder so, habe grossen Respekt vor dem Team. Was für

    eine geile Reise diese Playoffs gewesen sind. Bin zwar ca. 5 Jahre älter geworden während den Duellen gegen Biel, Fribourg und Zug. Aber ich habe

    wieder wunderbare Geschichten er- und durchlebt. Wieder viele neue Leute kennen gelernt, alte Gesichter getroffen, gelitten, gejubelt und mich von der

    72-jährigen Heimstätte des ZSC verabschiedet. Wie es sich für den Z gehört, nicht mit einem Sieg, sondern mit einer Niederlage. Um dann zu erleben,

    zu spüren, dass die Leute - alt und jung - sich noch ein einziges Mal "gebührend" vom Hallenstadion verabschiedet haben.


    Freue mich unheimlich auf das heutige Spiel. Die Zuger - auch alle ihre Fans - werden vor Selbstvertrauen strotzen. Nun muss das Team noch ein einziges

    Mal alles menschenmöglich versuchen den "Butterbrot"-Spielern vom EVZ zu zeigen:


    MIR SIND ZÜRI !!!

  • Bei mir ziehen die Kollegen aus Angst vor der Schmach alle den Schwanz ein. Ich habe noch ein Ticket (Erwachsen, Preis 60 und paar zerquetschte) für heute Abend in Zug. PN an mich, wer noch eins möchte.


    Edit: ist weg

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!