Dä FCZ-Fred

  • Hmmm.......

    Je mehr Berichte in Deutschland über ihn erscheinen, desto wahrscheinlicher wird es, dass er richtig gute Angebote aus der Buli erhalten wird.

    das ist so! meine hoffnung, dass er nicht gleich das erste angebot annimmt ist folgende:


    1. sein charakter, der will hier wirklich was reissen! ist auch kein wortbrüchiger

    2. er war schon in der buli. auch ist er kein gescheiterter buli trainer, sondern einer, welcher bewiesen hat, was er drauff hat.

    3. weil ich das so will! :rofl:


    aber kommt sicher darauf an, welcher club ruft! augsburg gibst du sicher eher einen korb als den bauern.

  • Hmmm.......

    Je mehr Berichte in Deutschland über ihn erscheinen, desto wahrscheinlicher wird es, dass er richtig gute Angebote aus der Buli erhalten wird.

    Die wird AB so oder so erhalten. Ich meine wenn man als Buli (und da meine ich alle 3 Ligen) schon U17 Spieler weltweit auf dem Radar hat, wird man auch alle ehem. Buli Trainer auf dem Schirm haben.


    Ausserdem habe es gemäss AB nie an Angeboten für Ihn gemangelt, was er in jedem Interview auch erwähnt. Familiäre Auszeit, FCZ fand ich sofort spannend usw..


    Ich befürchte, dass AB nicht länger als im Sommer 2022 bei uns bleibt, danach wird er dann Werder, HSV, Gladbach, Wolfsburg oder dergleichen übernehmen.
    AC hat nun genügend Zeit einen würdigen deutschen Nachfolger zu suchen. Ich hoffe die Versuche eigenen Juniorentrainer die 1. Mannschaft zuzumuten, ist vorab mal Geschichte. Alain Nef soll noch 2-4 Jahre unter 1-2 "gestandenen" Trainer lernen und danach erst einmal ein Challengeleague Team übernehmen, ansonsten wird auch dieser verheizt und macht die Faust im Sack.

  • Zbinden: Ich habe mich gestern mit seinem Nationaltrainer Thomas Häberli ausgetauscht. Karol ist unter ihm gesetzt. Häberli schwärmt: Er sei zweikampfstark, gross, schnell - und er habe einen guten linken Fuss. Karol Mets passe perfekt in die FCZ-Dreier-Abwehr.


    Wettstein: Und Karol ist auch menschlich top, ein super Typ. Ich bin ihm per Zufall in Zürich begegnet. Er hat einen perfekten langen Ball auf Lager. Darauf darf man sich beim FCZ freuen. Übrigens: Gestern ist er mit seinen Teamkollegen ins Trainingslager nach Belek geflogen.


    schaumer mal!


    YB: «Sorgt Nsame-Comeback für unzufriedene Mitspieler?»
    YB-Topskorer Nsame meldet sich mit einem Tor zurück, der FC Basel fährt Zug und der FCZ hat sich geschickt verstärkt. Hier kommt der Nau.ch-Fussballtalk.
    www.nau.ch

  • Von François Schmid-Bechtel - Aargauer-Zeitung


    Haben Sie den Helvetiaplatz schon für die Meisterfeier gebucht?
    Ancillo Canepa: (lacht) Darauf antworte ich nicht. Natürlich kommen immer wieder schöne Erinnerungen hoch, wenn ich am Helvetiaplatz vorbeifahre. Ich denke dann daran, wie wir dort zusammen mit 15'000 Fans Titel gefeiert haben. Oder als wir um 2 Uhr morgens als frischgebackene Meister von einem Auswärtsspiel in Zürich ankamen und von 5000 Leuten auf dem Helvetiaplatz empfangen wurden. Etwas in der Art noch einmal erleben zu dürfen, wäre schon traumhaft. Aber ich bin kein Träumer.


    Wer weiss, ob Sie als FCZ-Präsident jemals wieder als Leader in die Rückrunde starten werden?
    Das stimmt. Deshalb bin ich auch sehr zufrieden. Wir haben nur zwei Punkte weniger als zum Rückrundenstart im Jahr 2009, als wir letztmals Meister geworden sind. Aber ich betone: Wir sind erst bei Halbzeit und es gibt ein paar ambitionierte Gegner, die in vielerlei Hinsicht besser aufgestellt sind als wir. Wir nehmen Spiel für Spiel.


    Das sagen alle. Egal. Der FCZ profitiert auch von schwächelnden Gegnern. YB, das lange nicht auf Touren kam. Und Basel, das die PS auch nicht auf den Rasen bringt.
    Das will ich weder beurteilen noch kommentieren. Natürlich haben Basel und YB hervorragende Einzelspieler. Aber wir haben als Mannschaft am besten performt. Und stehen deshalb zurecht auf dem ersten Platz.


    Erkennen Sie Parallelen zu früheren, erfolgreichen FCZ-Teams?
    Auch das Meisterteam von 2006 hatte einen überragenden Teamgeist. Und wir hatten auch damals mit Lucien Favre einen Trainer, der sehr akribisch arbeitet. Wie 2006 haben wir auch heute nicht den Superstar, der alles alleine entscheidet. Das macht es vielleicht etwas einfacher, als Team zusammenzuwachsen. Einen Spirit, wie ihn die aktuelle Equipe hat, habe ich kaum je erlebt.


    Die aktuelle Mannschaft ist punkto Teamgeist mindestens so stark wie jene von 2006?
    Absolut. Erstaunlich an dieser Mannschaft ist, wie schnell sie das Spielkonzept des Trainers adaptiert hat. Was mich früher jeweils genervt hat war dieses verhaltene Spiel in die Breite und nach hinten. Das sieht man heute nicht mehr. Heute spielen wir nach vorne, bedingungslos.


    Was lief den in den letzten Jahren falsch? Hatten die Trainer ein falsches Konzept oder waren die Spieler schwer von Begriff?
    André Breitenreiter lässt kein Nachlassen zu und beharrt darauf, dass die Spieler diszipliniert ihre Aufgaben auf dem Platz wahrnehmen. Er verlangt höchste Laufbereitschaft. Deshalb laufen die Spieler auch mehr als früher.


    Ist Breitenreiter der beste FCZ-Trainer seit Lucien Favre?
    Ich will keine Vergleiche anstellen. André Breitenreiter ist aber mit Sicherheit ein Trainer, der sehr viel von einem Top-Trainer-Profil erfüllt. Er ist einer, der die Stimmung im Team sehr schnell aufnimmt und dementsprechend reagiert. Und er ist ein Fussballlehrer. Einer, der die Spieler besser macht. In dieser Hinsicht ist er ähnlich wie Lucien Favre.


    Auf einer Liste der 50 weltbesten Trainer würde kaum jemand Breitenreiter aufführen?
    Das sehe ich anders. Ich verfolge ihn seit bald zehn Jahren und war immer beeindruckt, wie er seine Teams spielen liess. Als Vorbereitung auf unser Europa-League-Spiel gegen Leverkusen schaute ich zum Beispiel deren Partie gegen Breitenreiters Hannover. Und es war der Aussenseiter Hannover, der die Partie dominierte. Dass wir unseren Wunschtrainer verpflichten konnten, war sicherlich ein Glücksfall für den FCZ.


    Alles wunderbar beim FCZ. Wagen Sie wenigstens die Prognose, dass der FCZ bis zuletzt im Titelrennen involviert ist?
    Ich will mich nicht auf die Äste wagen. Es ist auch kein Thema, das mich täglich beschäftigt. Ich bin einfach sehr dankbar, dass wir nach hinten keine Probleme haben. Viele entgegnen nun: «Hey Canepa, was spinnst du, von Klassenerhalt zu reden.» Aber ich habe dieses Zittern im Tabellenkeller ein paar Jahre mitgemacht. Dass wir nach hinten endlich mal Luft haben, ist eine grosse Befriedigung. Natürlich wollen wir das Bestmögliche aus der Situation machen, weil wir ambitioniert sind.


    Es ist ja nicht so, dass Sie Ronaldo verpflichtet haben. Im Gegenteil: Der FCZ steht mit der fast identischen Mannschaft, die letztes Jahr im Abstiegskampf involviert war, an der Tabellenspitze.
    Einerseits gebe ich Ihnen recht. Häufig stehen acht Spieler in der Startaufstellung, die schon letzte Saison bei uns waren. Andererseits haben wir im Sommer 2021 mit Sportchef Marinko Jurendic eine sehr sachliche, objektive und gründliche Kaderanalyse gemacht und konsequenterweise 28 Mutationen vorgenommen. Wir wussten zum Beispiel, dass wir zwei Aussenläufer mit grossem Volumen brauchen. Das war zentral. Die haben wir in Nikola Boranijasevic und Adrian Guerrero gefunden. Und wir haben einen Assan Ceesay, der plötzlich Tore schiesst.


    Ceesay ist aber kein Neuzugang.
    Ja, aber er hat letzte Saison die Tore nicht geschossen. Dass es bei ihm nun viel besser läuft, ist das grosse Verdienst des Trainers. André Breitenreiter kam nicht mit einer vorgefassten Meinung, sondern hat erst mal beobachtet, Gespräche mit den Spielern geführt und dann erst hat er korrigierend eingegriffen. Ausserdem war Breitenreiter früher selber Stürmer in der Bundesliga, was für die Zusammenarbeit mit Ceesay von grossem Vorteil ist. Da habe ich übrigens erstmals auch realisiert, dass alle unsere früheren Trainer als Fussballer Defensivspieler waren.


    Viele Menschen haben das Bild vom Alleinherrscher Canepa. Warum sind Sie früher nicht eingeschritten, als Sie mitansehen mussten, wie ihre Trainer das 1,8 Millionen Investment Assan Ceesay nicht auf Touren bringen?
    Sportliche und wirtschaftliche Aspekte trenne ich strikt. Sicher haben meine Frau und ich mit einigen Millionen das Fortbestehen des Klubs sichergestellt. Aber Heliane und ich haben das nie aus Investitionsgründen gemacht. Es ging uns einzig darum, die Liquidität und die Fortführung des Klubs sicherzustellen. Nie habe ich von einem Trainer oder Sportchef gefordert, dieser oder jener Spieler müsse forciert werden, weil der FC Zürich einiges in ihn investiert hat. Das sind Themen, die wir nie diskutieren. Klar haben wir Freude, wenn der Marktwert eines FCZ-Spielers steigt. Aber das war noch nie eine Zielvorgabe an einen Trainer oder Sportchef.


    Aber Sie sagen immer wieder, der FCZ brauche ausserordentliche Einnahmen…
    ...das stimmt leider. Ohne ausserordentliche Einnahmen starten wir mit einem strukturellen Defizit in die Saison. Und diese Einnahmen sind abhängig vom sportlichen Erfolg. Wenn der FCZ erfolgreich ist, finanziert er sich selbst.


    Auch wenn keine Transfereinnahmen fliessen?
    Ja, falls wir eine Europacup-Gruppenphase erreichen. Ausserdem: Transfereinnahmen werden in der Regel reinvestiert.


    Aber nicht 1 zu 1?
    Den grössten Teil schon.


    Ceesays Vertrag läuft zum Ende der Saison aus…
    …seine Absicht ist deckungsgleich mit unserer. Wir wollen verlängern. Und er will bei uns bleiben.


    Sind Sie zuversichtlich, dass es noch zur Verlängerung kommt? Schliesslich könnte Ceesay ein sattes Handgeld kassieren, wenn er im Sommer ablösefrei wechselt.
    Es gibt Spieler, die integer und loyal sind und es gibt andere Spieler. Ceesay gehört in die erste Kategorie. Es gibt Spieler, die bei uns ausgebildet worden sind und irgendwann den Vertrag auslaufen liessen, um ablösefrei ins Ausland zu wechseln. Solche Spieler werden nie mehr zum FCZ zurückkehren können, solange wir etwas zu sagen haben. Es gab aber auch Spieler, die im Wissen um einen bevorstehenden Auslandtransfer den Vertrag mit dem FCZ verlängerten, so dass alle Parteien vom Wechsel profitieren konnten. Rüegg und Sohm waren solche Beispiele.


    Sie garantieren, dass Ceesay seinen Vertrag verlängert.
    Nichts ist garantiert. Aber die Signale, die er sendet, deuten stark in Richtung Vertragsverlängerung. Dazu eine Episode: Nach dem Auftaktsieg beim Africa Cup mit Gambia schickte er eine Videobotschaft aus der Kabine und skandierte: «FCZ, FCZ, FCZ!» Ceesay ist ein hochanständiger Mann.


    Ein anderer Vertrag, der im Sommer ausläuft, ist jener des bald 36-jährigen Blerim Dzemaili.
    Da stehen Fragen wie Fitness und Wille im Zentrum. In den letzten Monaten hat er hervorragende Leistungen gezeigt. Er ist ein sehr wichtiger Spieler geworden.


    Wer sind die Spieler, für die die Türe beim FCZ für immer geschlossen ist?
    Toni Domgjoni hat uns letztes Jahr ablösefrei verlassen. Früher auch Brunner, Buff und Koch. Sie scheinen offenbar vergessen zu haben, wem sie ihre Profikarriere verdankten und wer in all den Jahren sehr viel in sie investiert hat.


    Sie werden nächstes Jahr 70.
    Echt? Ich spüre das Alter weder physisch noch psychisch. Und auf die Frage, wie lange Heliane und ich beim FC Zürich noch auf der Kommandobrücke stehen: Keine Ahnung. Wir machen es so lange, wie wir denken, etwas bewirken zu können.


    Und Sie sind seit 2006 Präsident beim FCZ.
    Ich fühle mich jedenfalls nicht amtsmüde. Ich war zuvor ja auch 30 Jahre für Ernst & Young tätig. In verschieden Funktionen. Ich denke, ich habe auch dort einiges bewegen können. Mein Grundsatz lautete stets: Wenn mir etwas nicht mehr gefällt, ändere ich entweder etwas an mir, an der Situation oder ich gehe.


    Aber im Gegensatz zu Ihrer Zeit bei Ernst & Young tragen Sie beim FCZ eine Last.
    Natürlich könnte ich mir ein einfacheres Leben vorstellen. Bei Ernst & Young war ich Teil einer weltweit tätigen und einflussreichen Organisation. Da war man nie alleine. Beim FCZ ist die Verantwortung und die Belastung, die wir praktisch im Alleingang tragen, phasenweise schon sehr gross. Ich denke nur schon an den Abstieg 2016.


    Wieso tun Sie und Ihre Frau es sich weiterhin an, die alleinige Verantwortung für den FCZ zu tragen?
    Der FCZ ist ein KMU, vergleichbar mit einem Familienunternehmen in der «normalen» Wirtschaft.


    Auch dort sind Firmen oft deshalb erfolgreich, weil Führung und Aktionariat sich nicht ständig mit externen Einflüssen herumschlagen müssen. Auch hört man von Politikern oder Wirtschaftskapitänen nach einem Misserfolg: «Ich übernehme die Verantwortung und trete zurück.»
    Das hat doch nichts mit Verantwortung übernehmen zu tun. Im Gegenteil. Deshalb haben wir auch nach dem Abstieg unsere Verantwortung so definiert, dass wir möglichst alles für den Wiederaufstieg unternehmen wollten. Wenn Heliane und ich irgendwann mal gehen, dann machen wir das geordnet. Wir wollen dannzumal ein gesundes Baby weitergeben.


    Ist es denkbar, wie bei GC das Baby in ausländische Hände zu geben?
    Dass wir unsere Aktien nicht mit ins Grab nehmen wollen, ist ja klar. Irgendwann kommt die konkrete Frage nach der Nachfolgeregelung. Wie auch immer, wir wollen eine nachhaltige Lösung. Eine Lösung, die für den Klub, für die Fans und auch für die Stadt stimmt. Mit Sicherheit werden wir den FC Zürich nicht zu einem Farmklub verkommen lassen.


    Schliessen Sie sich auch eine Kooperation aus?
    Das käme nur infrage, wenn wir auf Augenhöhe operieren könnten.


    Und wenn der Kooperationspartner sehr viel grösser ist?
    Es geht nicht primär um die Grösse. Es geht um Integrität, um Vertrauen. Nur Befehlsempfänger zu sein wäre für uns persönlich niemals eine Option.


    Entpuppt sich die chinesische Übernahme bei GC zu Ungunsten des Vereins? Sind die Hoppers lediglich Befehlsempfänger der Wolverhampton Wanderers, die den selben Besitzer haben?
    Das will ich nicht kommentieren.


    Nach dem Derby vom 23. Oktober warfen FCZ-Ultras brennende Fackeln Richtung GC-Sektor. Im Nachgang wurden zwei Delinquenten identifiziert. Ist das eine zufriedenstellende Bilanz?
    Eine gute Bilanz wäre es dann, wenn 50 hätten identifiziert werden können. Aber die Identifizierung ist enorm schwierig, wenn alle vermummt sind. Jetzt hat man mal zwei, immerhin. Das ist positiv. In vielen anderen Fällen kommen die Chaoten ungeschoren davon. Nun werden auch wir reagieren.


    In welcher Form?
    Wir werden die zwei identifizierten auf Schadenersatz verklagen.


    Können Sie quantifizieren, wie viel es den FCZ neben den 20'000 Franken Busse insgesamt gekostet hat?
    Das will ich nicht. Aber die beiden Chaoten werden das noch zu spüren bekommen, das garantiere ich. Das war schon in anderen Fällen so.


    Werden die beiden jemals wieder Zutritt zu einem FCZ-Heimspiel haben?
    Nie wieder. Denen werden wir ein lebenslanges Stadionverbot aufbrummen. Auch wenn das von Rechtsexperten wahrscheinlich wieder kritisiert wird.


    Was macht Sie so sicher, dass die beiden nie mehr an einem FCZ-Heimspiel aufkreuzen werden?
    Die Sicherheits-Infrastruktur im Letzigrund ist tatsächlich suboptimal. Deshalb gibt es keine Garantie.


    Was hat die Identifizierung der beiden in der Fankurve ausgelöst?
    Mit den Capos tauschen wir uns regelmässig aus. Das sind vernünftige und sehr intelligente Leute, die jegliche Gewalt strikte ablehnen.


    Ich bitte Sie: Wenn die Capos derart gegen Gewalt sind, warum kriegen Sie die Kurve nicht in den Griff?
    Das sind 5000 Leute in der Kurve.


    Aber wir reden von den Chefs und Anführern der Hardcore-Fans.
    Aber die Kurve ist sehr unübersichtlich, weil immer wieder neue Leute dazu kommen, die die Anonymität suchen, vollgeladen mit irgendwelchen Substanzen und deshalb nicht zu kontrollieren sind. Das ist kein FCZ-, sondern ein gesellschaftliches Problem. Und ein Problem von Eltern, die erziehungsmässig versagen. Die sollten mit 20'000 Fanken gebüsst werden.


    Die Folge: Nach dem Derby schrie alles nach personalisierten Tickets.
    Das ist das Üble dieser Geschichte. Jahrelang hatten wir im Stadion kein Problem mehr. Und dann kommen ein paar Vollidioten und spielen mit ihrer hirnlosen Aktion den selbsternannten Experten in die Karten, was diese für ihre Forderung nutzen, eine unausgegorene Idee sofort in die Praxis umzusetzen.


    Irgendetwas muss doch geschehen.
    Ach, da wollen wieder ein paar Politiker und Behörden auf dem Rücken des Fussballs Wahlkampf und PR betreiben. Personalisierte Tickets sind nicht die Lösung des Problems. Im Gegenteil. Es kostet jetzt nur wieder Zeit und Energie, wiederholt zu erklären, weshalb personalisierte Tickets in der Schweiz in der vorgesehenen Form nicht funktionieren.


    Was ist denn so falsch an personalisierten Tickets?
    Die nützen nichts, so lange wir Stehplätze haben. Auch wenn wir nur noch Sitzplätze im Stadion hätten, würden die Fans stehen und sich auf den Rängen bewegen.


    Beispiel England: Dort funktioniert es mit Sitzplätzen und personalisierten Tickets.
    Aber in vielen anderen Ländern, auch in England, herrscht ein anderes Polizeiregime. Dort ist die Polizei im oder beim Stadion und bereit, sofort einzugreifen. Damit will ich aber nicht fordern, dass man das in der Schweiz auch so handhaben soll. Ausserdem würden dazu gemäss eigenen Aussagen der Polizei die Ressourcen und diesbezügliche Ausbildung fehlen. Es ist auch eine Frage von Angebot und Nachfrage. In England reissen sich die Menschen um Fussball-Tickets. Da will keiner riskieren, dass er wegen schlechtem Benehmen mit einem Stadionverbot belegt wird. Wenn wir für jedes Spiel 50'000 Ticketanfragen hätten, wäre vielleicht vieles auch einfacher.


    Sind personalisierte Tickets also untauglich?
    Ja.


    Die nächste Forderung war jene nach der Schliessung der Gästefansektoren.
    Wir leben immer noch in einem freiheitlichen Gesellschaftssystem. Wenn jemand in diesem Land ein Fussballspiel schauen darf, soll er diese Möglichkeit haben. Einer ganzen Gruppe von Personen den Stadionbesuch zu verbieten, ist auch eine Form von Rassismus. Etwas will ich zu diesem Thema noch loswerden.


    Bitte.
    Wenn die Polizei die Gästefans schon am Bahnhof in Vollmontur und mit Wasserwerfern empfängt, kann das eine Gegenreaktion provozieren. Vielleicht ist es Zeit, sich auch mal darüber Gedanken zu machen.


    Fordern Sie etwa den Abzug der Polizei?
    Nein, aber sie könnte sich vielleicht auch etwas diskreter verhalten, zumindest so lange nichts passiert. Wie das zum Beispiel in Deutschland gehandhabt wird.


    Neben dem Sicherheits-Thema beschäftig Sie auch der Bau eines Fussballstadions seit der Amtsübernahme vor 15 Jahren.
    Oh ja. Und es ist bisweilen sehr absurd.


    Was meinen Sie?
    Zuletzt wurde eine Stimmrechtsbeschwerde abgewiesen. Aber das Organ war nicht in Vollbesetzung. Statt sechs waren nur fünf Mitglieder anwesend. Diese fünf haben zwar einstimmig beschlossen, die Beschwerde abzuweisen. Aber weil das Organ nicht vollzählig war, haben die anderen wieder Einspruch erhoben. Also ist die Stimmrechtsbeschwerde immer noch hängig, auch wenn sie keine Chance hat auf Erfolg.


    Den nächsten Meistertitel feiern Sie wohl vor dem Umzug ins neue Stadion.
    Das weiss ich nicht. Was ich aber weiss: Das Stadion kommt. Die Frage ist nur: Wann? 2025 ist realistisch. Nach Erhalt der Baubewilligung dauert es nur noch zwei Jahre, bis das Stadion steht.


    Bizarr war die Einsprache, weil in der Stimmrechtszeitung nichts von einer geplanten Schule in einem der Hochhäuser erwähnt war.
    Der Stadt Zürich sucht dringendst Schulraum. Irgendwann kam man auf die gute Idee, man könnte in einem der Hochhäuser eine Schule einrichten. Wer in der Stadt Zürich neuen Schulraum verhindern will, ist definitiv geisteskrank.

  • Spannendes Interview.

  • Ancillo Canepa, wie gross ist Ihre Genugtuung, dass der FCZ wieder ein Spitzenklub ist? «Ich bin zu alt für solche Gefühle»


    Der FC Zürich startet als Leader in die Rückrunde der Super League. Von einer Favoritenrolle will Präsident Ancillo Canepa nichts wissen. Die Champions League möchte er aber gern noch einmal erleben.


    Fabian Ruch, NZZ
    22.01.2022, 21.45 Uhr


    NZZ am Sonntag: Ancillo Canepa, wir stellen uns als Titel dieses Gesprächs vor: «Jetzt wollen wir Meister werden!»


    Ancillo Canepa: Wehe! Dann bekommen Sie Probleme mit mir.


    Sie wollen weiterhin Spiel für Spiel nehmen. Ist das nicht langweilig?


    Überhaupt nicht. Es ist die Realität. Wir sind gut damit gefahren in dieser Saison. Zudem: Es gibt YB, es gibt den FC Basel. Und vergessen Sie nicht, woher wir kommen.


    Sie sagten im Herbst nach den schwierigen Saisons, sie wollten stets den Rückspiegel im Blick behalten, also das Tabellenende. Der Abstieg dürfte verhindert sein.


    Davon gehe ich aus. Aber warum sollten wir etwas an unserem Motto ändern? Wir holten in der Vorrunde 40 Punkte, aber das ist keine Garantie auf 80 am Ende. Ich habe in rund sechzehn Jahren an der Spitze dieses Vereins so viel erlebt. Allein mit forscher Kommunikation gewinnt man keine Punkte.


    Was wäre denn eigentlich das Problem, wenn Sie angesichts von sieben und mehr Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz den Titel als Ziel ausriefen?


    Ich will uns öffentlich nicht unter Druck setzen, gespielt wird auf dem Rasen. Aber wir können die Tabelle auch lesen und diskutieren intern differenziert über unsere Aussichten. Übrigens sind wir ja sowieso kein Spitzenklub, wie mir Journalisten regelmässig um die Ohren gehauen haben. Das habe ich auch in den Medien immer wieder lesen dürfen.


    Der FCZ dümpelte jahrelang im hinteren Mittelfeld herum, obwohl Sie betont hatten, ein Spitzenklub zu sein.


    Diesen Satz habe ich proaktiv in dieser Form nie gesagt, ich bin darauf angesprochen worden, ob wir noch ein Spitzenverein seien. Ich nehme nun aber gern zur Kenntnis, dass die gleichen Journalisten und Medien mich fast nötigen wollen, den FCZ als Meisterkandidaten zu bezeichnen.


    Wie gross ist Ihre Genugtuung, dass der FCZ wieder ein Spitzenklub ist?


    Ach, Genugtuung! Ich bin zu alt für solche Gefühle. Natürlich freue ich mich, dass wir wieder oben mitspielen. Das ist für uns als Verein sehr wichtig, für die Stimmung, für den wirtschaftlichen Erfolg. Wir sind als Unternehmen attraktiver geworden, verschiedene Türen gehen auf, wir sind auf einem sehr guten Weg.


    Wie überrascht sind eigentlich Sie von der hervorragenden Vorrunde Zürichs?


    Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte das so erwartet. Wir hatten im Sommer personelle Anpassungen vorgenommen, von denen wir überzeugt waren, dass sie uns weiterbringen. Wir konnten mit André Breitenreiter einen Trainer verpflichten, von dem wir uns sehr viel erhofften. Wie schnell wir aber Stabilität entwickelten und eine positive Mentalität, das war überraschend und auch faszinierend.


    War das 1:0 gegen YB das Schlüsselspiel auf dem Weg zur Wintermeisterschaft?


    Es war ein wichtiges Spiel. YB war jahrelang unser Angstgegner gewesen, wir verloren immer wieder hoch. Wir zwangen in diesem Match auch das notwendige Glück auf unsere Seite. Wie übrigens auch in einigen anderen Spielen. Etwa gegen Basel, als wir das 2:4 erhielten, das Tor aberkannt wurde und wir wenige Sekunden später mit der letzten Aktion der Begegnung noch das 3:3 erzielten. Das war für mich der emotionalste Moment in der Vorrunde. Und es bewies, wie sehr die Mannschaft die absolute Leistungsbereitschaft, die der Trainer fordert, verinnerlicht hat.


    Erzählen Sie uns, wie Sie den Trainer André Breitenreiter erleben.


    Man spürt jeden Tag, dass er grosse Erfahrung hat und viele Situationen schon erlebt hat. Er hat eine klare Philosophie, fordert Disziplin, ist konsequent und in der Vorbereitung enorm akribisch. Sein Umgang mit den Spielern ist geprägt von Respekt und Sozialkompetenz. Und er findet die richtigen Worte. Dafür ist unser Stürmer Assan Ceesay das beste Beispiel, weil es André Breitenreiter gelungen ist, die Qualitäten von Ceesay endlich offenzulegen.


    Welches sind die grössten Unterschiede zu Breitenreiters gescheiterten Vorgängern?


    Alle unsere Trainer hatten auch ihre Stärken, ich möchte das nicht vergleichen. Ich sage es so: André Breitenreiter erfüllt sehr viele Punkte eines Trainer-Wunschprofils. Am beeindruckendsten war für mich, dass es ihm sofort gelungen ist, Ordnung und System zu vermitteln mit effektiven Flügelspielern. Und das alles mit einer attraktiven, ausbalancierten Spielweise.


    Was ist Ihr Anteil an der Auferstehung?


    Sportlich ist unser Hebel das Treffen von Personalentscheidungen. Angefangen bei der Ernennung des Sportchefs, bei der Wahl des Cheftrainers und natürlich im Rahmen der Kaderplanung. Ich denke, da haben wir gute Lösungen gefunden. Aber ich betone: Wir entscheiden im Team, das ist kein Canepa-Alleingang.


    In der Vergangenheit gab es diesbezüglich die eine und andere glücklose Entscheidung. Wann kam für Sie der Moment der Einsicht, dass es grundlegende Veränderungen braucht, um aus der Krise zu kommen?


    Wir hatten einigen Trainern aus dem eigenen Nachwuchs den Schritt in den Profifussball ermöglicht. Nach der letzten Saison wollten wir wieder einmal Erfahrung und Kompetenz von aussen holen. Und es war ja immer ein Wunsch von mir gewesen, mit einem deutschen Trainer mit Bundesliga-Erfahrung zusammenzuarbeiten. In all den Jahren hatten sich viele, auch sehr bekannte Trainer aus der Bundesliga bei uns gemeldet. Bei André Breitenreiter hat einfach alles gestimmt.


    Breitenreiters Erfolg ist in Deutschland nicht unbemerkt geblieben. Wie gross ist die Gefahr, dass er von der Ausstiegsklausel Gebrauch macht und zurück in die Bundesliga wechselt?


    Da habe ich keine Bedenken. Breitenreiter gefällt es in Zürich, seine Arbeit hat gerade erst begonnen, er ist loyal und integer. Und er möchte mit dem FCZ sicherlich das eine und andere erreichen. Wenn er dann irgendwann wieder in die Bundesliga zurückkehren möchte, wäre dies ein legitimer Wunsch.


    Sie wurden mit dem FC Zürich dreimal Meister. Lassen sich diese Titelsaisons mit der laufenden Spielzeit vergleichen?


    Sie lassen nichts unversucht, um mich zu einer fahrlässigen Aussage zu verleiten, was? Was mir spontan in den Sinn kommt: 2006 wurden wir überraschend Meister, obwohl wir zur Winterpause noch acht Punkte hinter Basel lagen. Aber das waren andere Zeiten, das Niveau ist heute bedeutend höher. Es gibt keine klaren Aussenseiter mehr, alle zehn Mannschaften sind kompetitiv.


    Bei den Titeln 2006, 2007 und 2009 waren Sie noch nicht lange im Verein. Wie prägend waren diese Zeiten für Ihr Selbstverständnis, dass der FCZ ein Spitzenklub sei?


    Seither triumphierten nur noch Basel und YB. Aber logischerweise waren das Erfahrungen, die mir gezeigt haben, was für uns möglich ist. Und auch damals war unser Budget deutlich tiefer als das von anderen Klubs an der Spitze. Wir hatten zuerst mit Lucien Favre einen Trainer, der ebenfalls sehr akribisch arbeitete. Und 2009 war es mit Bernard Challandes ein sehr erfahrener Trainer, der das Team antrieb. So gesehen ist André Breitenreiter vielleicht eine Art Mix aus Lucien Favre und Bernard Challandes.


    Das wäre eine schöne Aussage für den Titel dieses Interviews.


    Sie und Ihr Titel! Schreiben Sie einfach: «Wir sehen uns nicht als Favorit.»


    Sie haben mehrmals gesagt, dass Sie als Präsident unbedingt noch einmal die Ambiance in der Champions League erleben möchten. Es gibt die Geschichte, dass Sie 2009 beim Abschlusstraining vor dem Spiel in San Siro gegen Milan ins Tor standen. Wie kam das?


    Ich erinnere mich spontan an eine Wette gegen unseren Torhüter Andrea Guatelli. Er sagte, wenn ich drei von fünf Elfmetern verwandle, komme er einen Tag in den Fanshop arbeiten, sonst müsse ich das ganze Team in ein schönes Restaurant in Zürich einladen. Mir war eigentlich klar, dass ich chancenlos war, zumal ich Anzug und Halbschuhe trug. Also war mir nur wichtig, ein schönes Tor zu erzielen. Und dann: Erster Schuss ins Lattenkreuz. Zweiter Schuss ins Lattenkreuz. Dritter Schuss mit einem Panenka-Heber in die Mitte. Wette gewonnen. Die Spieler schauten alle zu und verstanden die Welt nicht mehr. Das schon geplante Nachtessen war futsch.


    Sie haben auch einmal im Anzug Schüsse abgewehrt. Wie kam das?


    Unser Stürmer Johan Vonlanthen forderte mich beim Abschlusstraining auf, ins Tor zu stehen. Er schoss von der Strafraumgrenze aus. Und ich hechtete im Anzug ganz schön herum und liess kein Tor zu, so ist zumindest meine Erinnerung. Aber das sind alte Räubergeschichten.


    Welches ist Ihr schönstes Andenken an die Champions League?


    Das erste Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte gegen Real Madrid, ausverkaufter Letzigrund, 400 Journalisten, das Spiel wurde in 70 Ländern übertragen mit über 100 Millionen Zuschauern. Und alle waren natürlich wegen des FCZ vor dem Bildschirm, nicht wegen Cristiano Ronaldo. Ich weiss noch, wie ich dem arabischen Sender Al Jazeera vor dem Spiel ein Interview gab. Der Journalist fragte aufgeregt auf Arabisch, ich antwortete in Englisch, er übersetzte ins Arabische, ich nickte ständig, als ob ich seine Übersetzung bestätigen würde.


    Sie hatten in Ihrem ersten Interview als FCZ-Präsident die Teilnahme an der Champions League angekündigt. Damals klappte es auch mit einer kühnen Prognose.


    Heute bin ich mehr als fünfzehn Jahre älter und hoffentlich etwas gelassener geworden. Und es ist auch nicht so, dass ich jeden Tag daran denke, wie es sein könnte, wieder mit dem Meisterpokal auf dem Helvetiaplatz zu stehen. Hinter mir liegen nicht nur wegen Corona intensive Jahre, ich war lange im Liga-Komitee aktiv. Mit dem FCZ war es ein Auf und Ab. 2014, 2016 und 2018 Cup-Sieg, 2016 Abstieg. Die ständigen Debatten um Sicherheit und Fans. 2021 das 125-Jahre-Jubiläum. Seit Jahren treiben wir das Stadionprojekt voran. Anfang Januar haben wir unser neues, wunderbares Trainingszentrum im Heerenschürli in Betrieb genommen. Das ist ein Meilenstein für den gesamten Verein. Zudem beschäftigt uns die Pandemie immer noch stark.


    Wie viel Geld hat der FCZ in den letzten zwei Jahren verloren?


    Eine genaue Summe ist schwierig zu beziffern. Wir waren zu Beginn vor bald zwei Jahren sicher jenes Super-League-Team, das sportlich wegen Corona am meisten litt. Wir waren in der Winterpause relativ weit vorne, stürzten dann ab. Unter anderem traten wir damals mit einer U-18-Mannschaft in Basel an. Unbestritten ist: Ohne die Unterstützung des Staates wären wir und die meisten anderen Klubs Bankrott gegangen.


    Welche Zahlungen erhielt Ihr Verein?


    Die à-fonds-perdu-Beiträge beliefen sich auf rund drei Millionen Franken, zinslose Darlehen erhielten wir etwa vier Millionen.


    Erwarten Sie nun angesichts der ansteckenden Omikron-Variante wieder Beschränkungen?


    Es ist ein emotionales Thema, und auch ich bin kein Spezialist. Es sieht aber so aus, dass Omikron weniger gefährlich ist. Ich hatte bisher für die meisten Massnahmen Verständnis, aber ich würde es nicht begreifen, wenn es nun wieder Geisterspiele oder andere Auflagen gäbe. Und mich ärgert es sehr, dass die Impfverweigerer keine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und damit vielen anderen Menschen schaden.


    Welche Entspannungsmethoden haben Sie, um mit dem stressigen Alltag umzugehen?


    Nichts Besonderes, ich betreibe kein Yoga, habe keinen Mental-Coach. Zu Hause hätten wir zwar einen Fitnessraum, aber der setzt Staub an. Ich bin jeden Tag mit unseren Hunden unterwegs, da kann ich perfekt den Kopf lüften. Und einmal in der Woche findet unser internes Fussballspiel «Cheftrainer» gegen «Präsident» statt. Leider war ich zuletzt an der Wade lädiert, es war die gleiche Verletzung, wie sie Blerim Dzemaili hatte. Das passiert halt routinierten Fussballern.



    Canepa empfängt prächtig gelaunt zum Gespräch. Der 68-Jährige war wie immer im Winter, im Gegensatz zu seiner Frau Heliane, nicht im Trainingslager in Belek dabei. Er blieb zu Hause bei den beiden Hunden. Als einziger Verein der Super League sagte der FCZ den Trip an die Wärme nicht ab. Canepa sagt, es habe sich gelohnt. «Die Gefahr war grösser, in der Schweiz an Covid zu erkranken, wir hatten ein gutes Sicherheitsdispositiv.» Vor der Abreise in die Türkei seien zwei von 38 Tests der Reisegruppe positiv gewesen, vor dem Heimflug drei. Am nächsten Samstag lanciert der FC Zürich als Leader gegen Servette die Rückrunde.


    Fragen nach Titelambitionen blockt Canepa ab. «Es ist sinnlos, in der Winterpause vom Titel zu fabulieren», sagt Canepa. «YB zum Beispiel wird stark sein, mit einem sehr guten Kader, mit dem Kunstrasen als Vorteil, ohne die Belastung im Europacup.» Im FCZ-Kader hat sich in der Winterpause wenig verändert, einzig der 28-jährige Karol Mets, 75-facher estnischer Nationalspieler, wurde von ZSKA Sofia geholt, um in der Innenverteidigung eine Option mehr zu haben. Mit Admir Mehmedi steht man in Kontakt, er soll irgendwann zurückkehren. Im Januar wechselte der 30-Jährige vorerst von Wolfsburg zu Antalyaspor.


    Das Team ist ohnehin breit besetzt. Mit dem vielleicht besten Stürmer Aiyegun Tosin, der lange verletzt gewesen war, und mit Blerim Dzemaili, Moritz Leitner, Akaki Gogia, Ante Coric sowie auch Salim Khelifi, Vasilije Janjicic und Rodrigo Pollero gibt es mehrere Fussballer, die ihr Potenzial in dieser Saison noch nicht ausgeschöpft haben. Assan Ceesay hat derweil seinen auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert. Canepa geht davon aus, dass es nach dessen Rückkehr vom Afrika-Cup zu einer Einigung kommen wird. «Wir spüren auch beim Spieler den Wunsch nach einer weiteren Zusammenarbeit.» Ceesay werde wie der talentierte, umworbene Abwehrspieler Becir Omeragic sicher nicht noch im Januar verkauft.


    Abseits des Rasens ist beim FCZ vieles in Bewegung. So wurde das neue Trainingszentrum im Heerenschürli Anfang Jahr bezogen, kommende Woche soll ein neuer Hauptsponsor präsentiert werden. Canepa rechnet damit, dass das neue Stadion frühestens 2025 gebaut sein wird. Noch ist eine Stimmrechtsbeschwerde hängig. Danach folgt der Gestaltungsplan, gegen den wieder Beschwerden erhoben werden dürften.


    Immer noch verärgert ist Canepa über jene «idiotischen Fans», die im letzten Derby im Letzigrund für wüste Szenen sorgten, als sie den Sektor der GC-Supporter attackierten. Die zwei bisher identifizierten Anhänger werde der FCZ auf Schadenersatz verklagen, sagt der Präsident, zudem sollen sie ein lebenslanges Stadionverbot erhalten. «Aber man darf nicht vergessen, dass es zuvor in den Schweizer Stadien lange keine Ausschreitungen gegeben hatte.» Populistische Forderungen wie personalisierte Tickets seien nicht zielführend.


    Ancillo Canepa betont zudem, er sei nicht unglücklich, nach vielen Jahren Tätigkeit im LigaKomitee Ende letzten Jahres nicht mehr gewählt worden zu sein. «Der Wunsch nach neuen Gesichtern ist nachvollziehbar.» So könne er sich noch stärker auf seine Aufgaben beim FCZ konzentrieren. An einen Verkauf des Klubs denken der Besitzer sowie seine Frau trotz regelmässigen Interessenten nicht.

  • vermutlich/hoffentlich/nein garantiert eine gute nachricht für den fcz. darum auch in diesem fred gepostet:


    Millionen-Transfer ist fix: FCB-Cabral wechselt zur Fiorentina


    Fussball: Arthur Cabral vor einem Transfer von Basel zur Fiorentina - Blick
    Der Transfer von Arthur Cabral in die Serie A nach Florenz ist durch. Es steht eine Ablöse bis zu 16 Millionen Franken im Raum. Basel darf sich über das Geld…
    www.blick.ch

  • Denke für Ebay ist es gelaufen, der Trainer war ein Griff ins Klo. Wir werden vermutlich Basel zum Titel verhelfen falls die Cabral nicht abgeben. Aber Platz 2 wäre ja auch gut!:mrgreen:

    in demfall hast du ja eine ruhige rückrunde. yb schon ende november abgeschrieben, basel heute, bleibt nur noch der fcz! :nick:


    leider wird uns yb noch überholen. kader wieder komplett, keine zusätzlichen europacupsiele diese rückrunde.


    wir können nur hoffen, dass wagner, nach einer überragenden vorrunde auf schalke, gleich performt wie in der rückrunde auf schalke. ohne die punkte aus der vorrunde, wäre schalke schon 1 jahr vorher (oder warens zwei?) sang- und klanglos abgestiegen, mit wagner.

  • Ich glaube (noch) nicht an YB. Müssen mir erst beweisen das es nun plötzlich wieder gut läuft. An den Trainer glaub ich eh nicht. Basel ohne die Tore von Cabral....sehe die nicht mehr als Titelanwärter. Könnte tatsächlich sein das der FCZ das durch zieht.

    auf jeden fall ist die gelegenheit beinahe einmalig und selten so gut. mit einem 1/3 budget von yb und basel kommt die jetzige konstellation max. alle 10 jahre mal vor.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!