• Was ich schon auch gerne mal diskutieren möchte sind die Verletzungen.

    Genf fehlen 11 Spieler. Lugano 7. Kloten etwa 5 usw.

    Wir haben 0 Verletzte. Das kann ja eigentlich nicht nur Zufall sein. Machen wir irgend etwas anders und besser? Oder ist es evtl. die Tatsache dass wir die Spielerin Allgemeinen weniger forcieren wie andere Teams, da wir einfach in der Breite viel besser sind?

    Einmal editiert, zuletzt von Der Weise (26. Oktober 2026 um 18:07)

  • Wenn es in den hinteren Tabellenregionen so krass ausfällt, würde ich auch auf Überforcierung der paar wenigen Leistungsträger tippen. Aber einerseits füllte sich die Verletztenliste bereits nach ein paar Spielen in erstaunlichem Ausmass, und dies nicht nur mit "Key Playern", andererseits sind nicht nur Klubs betroffen, die mit wenig auskommen müssen. Trainingsmethoden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass heutzutage noch "falsch" trainiert wird, aber unmöglich ist natürlich nichts.

  • Wenn es in den hinteren Tabellenregionen so krass ausfällt, würde ich auch auf Überforcierung der paar wenigen Leistungsträger tippen. Aber einerseits füllte sich die Verletztenliste bereits nach ein paar Spielen in erstaunlichem Ausmass, und dies nicht nur mit "Key Playern", andererseits sind nicht nur Klubs betroffen, die mit wenig auskommen müssen. Trainingsmethoden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass heutzutage noch "falsch" trainiert wird, aber unmöglich ist natürlich nichts.

    Tendiere auch zu überforcierung, vor allem da bei vielen der Saisonstart nicht ideal war...

    Sicher nicht nur auf das zurückzuführen, aber durch die vermehrten Einsätze der Topleute wird deren Körper natürlich mehr belastet und somit automatisch angreifbarer für Verletzungen.

    Darum ist es so wichtig die Eiszeiten gut zu verteilen. Sofern man es sich tabellarisch und Kadermässig leisten kann.

    neuestes Beispiel: Bei Lugano fallen bis 2027 Thürkauf, Bertaggia und Peltonen mit zum teil "schwerwiegenden Verletzungen" aus.....

    Edit: gemäss Teletext.

  • Tendiere auch zu überforcierung, vor allem da bei vielen der Saisonstart nicht ideal war...

    Sicher nicht nur auf das zurückzuführen, aber durch die vermehrten Einsätze der Topleute wird deren Körper natürlich mehr belastet und somit automatisch angreifbarer für Verletzungen.

    Darum ist es so wichtig die Eiszeiten gut zu verteilen. Sofern man es sich tabellarisch und Kadermässig leisten kann.

    neuestes Beispiel: Bei Lugano fallen bis 2027 Thürkauf, Bertaggia und Peltonen mit zum teil "schwerwiegenden Verletzungen" aus.....

    Edit: gemäss Teletext.

    Das Lugano Beispielt spricht gerade nicht für Überforcierung. Thürkauf hat genau gleich viel Eiszeit wie Ghetto (18:08), Bertaggia und Peltonen deutlich weniger.

    Klar, wäre schöner, wenn man sagen kann, wir machen es so viel besser. Das ist bestimmt auch wahr, aber der grösste Faktor ist wohl doch immer noch einfach Glück und Pech.

  • Aus der SonntagsZeitung vom 25.10.2026

    Drei Clubs sind klar benachteiligt - und ein Arzt sorgt sich um die Gesundheit der Spieler

    13’000 Kilometer im Car Wegen ihrer Lage reisen Servette, Lugano und Davos fast doppelt so viel wie die Konkurrenz. Das beeinträchtigt Schlaf und Regeneration. Doch das grösste Problem zeigt sich in einem anderen Bereich.

    Kristian Kapp und Marco Oppliger

    Als Stefan Hedlund am Montag den Anruf entgegennimmt, sitzt der Trainer im Teambus des HC Lugano. Die Mannschaft ist unterwegs zum Auswärtsspiel bei Servette. Das trifft sich gut fürs Thema: Lugano-Genf ist mit 443 Kilometern die längste Reisestrecke in der National League. Knapp sechs Stunden wird die Fahrt dauern, ein Zwischenhalt in Luzern ist eingeplant. Das Spiel ist erst am Dienstag, doch der HC Lugano reist, wenn möglich, zu seinen Spielen in Genf, Lausanne und Pruntrut am Vortag an.

    Am Samstag erst spielte der HCL in Freiburg, danach ging es zurück nach Lugano, nun nach Genf. Diese Reiserei ist für die Tessiner Alltag. Sie gehören mit Servette und dem HC Davos zu jenen drei Teams, die mit Abstand am meisten unterwegs sind in der Liga. Schon vor dem Playoff legen die drei Teams für die 26 Auswärtsspiele je rund 13’000 Kilometer zurück.

    Die unterschiedlichen Reisen in der National League

    «Du musst smart planen», sagt Hedlund. Die Spieler nehmen Matratzen für die Rückreise mit, sie nutzen zudem Kompressionshosen oder mobile Regenerationsgeräte. Gibt es Trainings am Folgetag, werden sie nach hinten geschoben, das Eis steht dann in der heimischen Arena bis 13 Uhr zur Verfügung. Wird sogar gespielt, trifft man sich erst zum Meeting vor der Partie. «Wir versuchen immer, den Schlaf der Spieler zu priorisieren», erklärt Hedlund.

    Es gibt Teams, die deutlich weniger unterwegs sind. Bern und Langnau kommen mit je gut 7000 Kilometern nur auf rund die Hälfte der Strecke der Vielreiser. Sie profitieren von der zentralen Lage und mit Biel und Fribourg von weiteren Teams in der Region. Was das bedeutet, wissen Spieler, die beide Extreme kennen.

    Vincent Praplan spielt seit 2022 für Servette, zuvor war er drei Jahre beim SCB. Er spürt den Unterschied deutlich: «Die Tage, an denen du nach den Spielen erschöpft bist und praktisch nichts machst, sind in Genf häufiger geworden.» Im Verlaufe der Saison nehme die Belastung zu und werde die Erholungszeit immer wichtiger.

    Nando Eggenberger wurde als Junior in Davos gross, spielte später in der 1. Mannschaft und ist seit dieser Saison in Langnau. In seiner Heimat gehörten bis zu sechs Stunden Heimfahrt und eine Rückkehr gegen 5 Uhr früh dazu. Für die SCL Tigers dauert selbst die längste Reise nur dreieinhalb Stunden. Die Spieler sind also in der Regel deutlich schneller im eigenen Bett als jene des HCD. «Und dort schläft man am allerbesten», sagt der 27-Jährige. Das ist besser für die Erholung.

    Zahlreiche Eishockeyspieler sind schlechte Schläfer. Das Herunterfahren nach den Partien fällt vielen schwer, selbst nach Heimspielen können Stunden vergehen, bis sie endlich einschlafen. Auch Praplan gehört dazu. Und so erlebt er nach den Heimreisen aus Davos und Lugano oft dieses Phänomen: «Ich bin dann derart müde, dass ich zu Hause schneller einschlafe als nach anderen Spielen.»

    Die meisten Teams fahren in immer moderneren zweistöckigen Reisecars. Bei jenem des SC Bern ist es für die Spieler zum Beispiel möglich, sich in der unteren Etage in ein Bett zu legen. Es mutet seltsam an, dass ausgerechnet der HC Davos mit seinen langen Wegen nach wie vor mit einem Einstöcker unterwegs ist, der den Spielern entsprechend weniger individuellen Platz gewährt.

    Schlafmittel als Problem im Eishockey

    Spielern mit sehr schlechtem Schlaf wie Praplan hilft aber auch zusätzlicher Komfort nur bedingt. Für sie ist im Bus kaum an Schlaf zu denken: «Dabei ist es egal, ob ich mich quer über mehrere Sitze hinlege oder es auf dem Boden versuche.»

    Der Griff zu Schlafmitteln läge da nahe. Doch bei dieser Problematik hat das Schweizer Eishockey laut Walter Kistler Fortschritte gemacht. Der Teamarzt des HC Davos sagt: «Schlafmittel mit Abhängigkeitspotenzial werden heute wesentlich zurückhaltender verwendet als früher.» Das sei aus vielen Gründen wichtig: «Das Problem der typischen Schlafmittel ist, dass sie nicht für einen erholsamen Schlaf sorgen.»

    Wichtig sei auch, dass der Teamarzt eine allfällige Verwendung organisiert und sich die Spieler diese nicht selbst eventuell noch aus dem Internet besorgen, sagt Kistler: «Dann haben wir zumindest Kontrolle.» Immer häufiger werden auch andere Mittel abgegeben, etwa pflanzliche Stoffe oder Melatonin.

    Erholung ist auch im Eishockey immens wichtig, Müdigkeit eine Gefahr. In der körperbetonten Sportart kann eine noch so minimal verzögerte Reaktion auf einen normalen Bodycheck mit einer Verletzung enden.

    Die Doppelrunden sind ein Risiko

    Kistler relativiert zwar die Längen der Fahrten, wenn er sie mit Ligen in Nordamerika oder Russland vergleicht. Auch Praplan kennt aus seiner Zeit in der nordamerikanischen AHL bis zu achtstündige Fahrten zwischen San Diego und San Jose. Und Eggenberger spielte ein Jahr in der kanadischen Juniorenliga OHL in Oshawa, wo Rückreisen nach einer Serie von Auswärtsspielen bis zu zehn Stunden dauerten.

    Doch ein weitaus grösseres Problem sieht Kistler in den in der Schweiz typischen Doppelrunden. Zwei Spiele an aufeinanderfolgenden Tagen lassen kaum Zeit zur Erholung. Ähnlich wiege die Belastung von drei oder vier Partien innerhalb einer Woche. «Athleten brauchen Zeit für die Regeneration.»

    Auch eine komplette Best-of-7-Playoff-Serie mit je einem Ruhetag zwischen den Spielen sei aus medizinischer Sicht bedenklich. Kistler nennt als Beispiel den Final 2026 Davos - Fribourg. Die Teams duellierten sich nicht nur siebenmal innert 13 Tagen mit An- und Rückreisen zwischen allen Spielen. Vier der Partien gingen auch noch in mindestens eine Verlängerung. «Da kannst du dich bis zum nächsten Spiel gar nicht erholen», sagt der Sportarzt.

    Eggenberger teilt die Bedenken. «Mit 19 fand ich Doppelrunden noch cool», sagt der Stürmer. Heute sieht er das anders, weil der Sport intensiver geworden ist. Momentan gibt es viele Verletzte in der Liga. Die Erholung spiele dabei eine Rolle, ist Eggenberger überzeugt. Auch Praplan, aktuell selbst Langzeitverletzter, vermutet einen Zusammenhang zwischen Müdigkeit und Blessuren. In der AHL erlebte er nach dem Transfer von San Jose nach Springfield auch die an der Ostküste berüchtigten «3-in-3»: Freitag auswärts, Weiterreise in der Nacht, Samstag wieder auswärts, Heimreise in der Nacht, Sonntag Heimspiel um 12 Uhr. «Im dritten Spiel waren die meisten kaputt, teilweise auch mit den Nerven am Ende», erzählt Praplan. Die Folgen: Partien mit viel Faustkampf und wenig Spielniveau.

    In Schweden gibt es keine Doppelrunden

    Dass es auch anders geht, zeigt Schweden. In der SHL wird normalerweise dienstags, donnerstags und samstags gespielt, Doppelrunden sind sehr selten. «Das ist ein riesengrosser Unterschied», sagt Hedlund. Der Trainer fragt sich, ob in seiner Heimat die Verletzungssorgen deshalb kleiner seien als in der Schweiz.

    In Nordamerika schuf eine Gruppe um den New Yorker Neurologen Benjamin Blond diesbezüglich längst Fakten. Sie untersuchte die öffentlich zugänglichen Verletzungsdaten von über 33’000 Spielen zwischen 2005 und 2019 und präsentierte ihre Studie 2021. Die Verletzungsrate bei Spielen ohne freien Tag dazwischen war um 55 Prozent höher. Mit 44 Prozent war auch der Unterschied zwischen vier und nur drei Partien innert sieben Tagen signifikant.

    «Im medizinischen Komitee und unter den Teamärzten ist es unbestritten, dass Doppelrunden problematisch sind», sagt Kistler. Es sei nicht so, dass sie nicht gehört würden. «Doch wenn wir etwas ändern wollen, müssten wir handfeste Zahlen haben wie in der NHL.» Diese fehlen: In der Schweiz sind die Daten nur bei den jeweiligen Clubs und nicht öffentlich. «Daher müssen wir mit gesundem Menschenverstand argumentieren.»

    Die meisten Clubs der National League haben vor allem am Samstag, aber auch am Freitag und teilweise am Sonntag höhere Zuschauerzahlen als unter der Woche. Auf diese Mehreinnahmen wollen sie nicht verzichten, weshalb Doppelrunden am Wochenende unausweichlich sind. Nur so ist garantiert, dass jeder Club jedes Wochenende ein Heimspiel hat. Am Ende geht es im Profisport auch um die Finanzen und nicht in erster Linie um die Gesundheit.

    Um für mehr Erholung zu sorgen, würden zumindest den drei Vielfahrern der National League kleine Road Trips nach nordamerikanischem Vorbild helfen. Sowohl Davos als auch Lugano spielten letzte Saison unter der Woche je einmal hintereinander in Genf und Lausanne und reisten erst danach nach Hause. Heuer ist dies für beide nicht geplant. Praplan würde es begrüssen: «Die Liga wird immer besser, die Ansprüche an die Spieler immer höher. Aber am Spielplan ändert sich fast nichts.»

  • Ah was, Doppelrunden führen zu mehr Verletzungen, weil man nicht regenerieren kann?? DAS ist ja mal was ganz neues, dann hören wir doch auf damit.... ABER sie bringen mehr Geld? Ahaaaa, ja dann ist der Fall klar, ane Manne! :waltismoney:

    • Offizieller Beitrag

    Für mich absolut nachvollziehbar, dass v.a. die Doppelrunden und die (zu) kurze Erholungszeit einer der Faktoren sind, warum die Spieler vermehrt verletzt sind.
    Klar, man holt in unserer Zeit auch das Maximum aus seinem Körper raus. Und da das Spiel immer schneller und intensiver wird führt dieser Mix wohl zu mehr Verletzungen.
    Wer es z.B. in der NHL schaffen will muss nicht nur unfassbar talentiert und unterdessen ein Trainings-Monster sein, er muss auch eine seelische und eben v.a. auch physische Resilienz besitzen. Es gibt ganz sicher Tausende supergute Spieler, die es in der NHL nicht schaffen. Nicht weil sie nicht gut genug sind, sondern weil ihr Körper und Geist die Belastungen nicht schadlos überstehen. Aber da jeder dort hin will gibt's halt x-Tausende die nachrücken. In der Schweiz ist der Pool an talentierten Spieler wie bekannt einfach beschränkt. Darum tut jeder Verletzte auch so weh (siehe uns letztes Jahr mit Ghetto, Balzers, etc. in der entscheidenden Phase).

    Glaube aber nicht, dass unsere Liga auf die finanziell attraktiven Doppelrunden verzichten wird.

  • Für mich absolut nachvollziehbar, dass v.a. die Doppelrunden und die (zu) kurze Erholungszeit einer der Faktoren sind, warum die Spieler vermehrt verletzt sind.
    Klar, man holt in unserer Zeit auch das Maximum aus seinem Körper raus. Und da das Spiel immer schneller und intensiver wird führt dieser Mix wohl zu mehr Verletzungen.
    Wer es z.B. in der NHL schaffen will muss nicht nur unfassbar talentiert und unterdessen ein Trainings-Monster sein, er muss auch eine seelische und eben v.a. auch physische Resilienz besitzen. Es gibt ganz sicher Tausende supergute Spieler, die es in der NHL nicht schaffen. Nicht weil sie nicht gut genug sind, sondern weil ihr Körper und Geist die Belastungen nicht schadlos überstehen. Aber da jeder dort hin will gibt's halt x-Tausende die nachrücken. In der Schweiz ist der Pool an talentierten Spieler wie bekannt einfach beschränkt. Darum tut jeder Verletzte auch so weh (siehe uns letztes Jahr mit Ghetto, Balzers, etc. in der entscheidenden Phase).

    Glaube aber nicht, dass unsere Liga auf die finanziell attraktiven Doppelrunden verzichten wird.

    Wenn man alles anschaut: Eizeiten, Regeneration, Trainings und ja schlussendlich auch Glück oder Pech, sicher ein Mix aus allem.

    Und ja, das Hockey ist allgemein physischer und schneller geworden in den letzten Jahrzehnten. Was wieder die Anforderung bringt, das du damit körperlich noch härter trainieren musst, um oben dabei zu sein.

  • Wenn man alles anschaut: Eizeiten, Regeneration, Trainings und ja schlussendlich auch Glück oder Pech, sicher ein Mix aus allem.

    Und ja, das Hockey ist allgemein physischer und schneller geworden in den letzten Jahrzehnten. Was wieder die Anforderung bringt, das du damit körperlich noch härter trainieren musst, um oben dabei zu sein.

    ja, aber ich denke, dass dann bei einigen der körper irgendwann nicht mehr mitmacht.

  • Das Lugano Beispielt spricht gerade nicht für Überforcierung. Thürkauf hat genau gleich viel Eiszeit wie Ghetto (18:08), Bertaggia und Peltonen deutlich weniger.

    Klar, wäre schöner, wenn man sagen kann, wir machen es so viel besser. Das ist bestimmt auch wahr, aber der grösste Faktor ist wohl doch immer noch einfach Glück und Pech.

    Überforciert muss ja nicht nur im Spiel sein. Früher gab es noch die Trainer wie del Curto, welche die Spieler immer sehr "geschlaucht" haben, und dann halt auch regelmässig viele Verletzte vorhanden waren. Denke aber, das ist heute mit der viel besseren medizinischen Betreuung auch nicht mehr der Fall. Was halt auch noch hinzukommt sind die CHL Spiele bei einzelnen Clubs und je nachdem auch noch die Einsätze in den Natipausen.

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