Posts by Bodie

    Das ist Del Curtos effizientester Mann
    Ein ZSC-Spieler nützt seine Einsatzzeit in (fast) allen Situationen besonders effektiv. Ein exklusiver statistischer Einblick.


    Welcher Spieler ist der beste seiner Mannschaft? Wer holt das meiste aus seinen Einsätzen heraus? Um diese Fragen zu beantworten, wird in der Schweiz immer noch zu oft bloss auf die Skorerpunkte (Tore und Assists zusammengezählt) geachtet.
    Diese erzählen aus diversen Gründen nicht die ganze Wahrheit. Zum Beispiel, weil die Einsatzzeit der Spielers nicht berücksichtigt wird – nicht alle stehen im Eishockey schliesslich gleich lange auf dem Spielfeld. Und auch die Rolle der Spieler wird nicht widerspiegelt in der Skorerliste. Akteure, die in den Special Teams häufiger in Unterzahl (Boxplay) statt Überzahl (Powerplay) eingesetzt werden, können nicht gleich bewertet werden wie die Offensivkräfte, die viel Powerplay-Eiszeit erhalten.
    Eine Möglichkeit, um über eine längere Phase (hier zum Beispiel die bisherige Regular Season 2018/19 mit 41 Runden) die Effizienz der einzelnen Spieler darzustellen, ist darum, auch ihre Eiszeit zu berücksichtigen.
    Im Folgenden soll aufgezeigt werden, welcher ZSC-Spieler bislang am effizientesten seine Eiszeit nutzte. Es geht nicht um Skorerpunkte, sondern darum, wie häufig der Spieler bei Toren und Gegentoren auf dem Eis stand – relativ zu seiner Eiszeit.
    Wer bei den ZSC Lions wie oft bei Plus- und Minustoren auf dem Eis stand, ist eine exklusiv von Tagesanzeiger.ch/Newsnet geführte Statistik und nirgends öffentlich einzusehen.
    Um die Rollen der ZSC-Spieler besser mit einzubeziehen, wird in die vier Kategorien «Plustore bei numerischem Gleichstand», «Gegentore bei numerischem Gleichstand», «Powerplay» und «Boxplay» unterteilt. Treffer ins leere Tor, wenn der Goalie jeweils durch einen Feldspieler ersetzt wurde, sind in allen Kategorien nicht berücksichtigt.
    1. Plustore bei numerischem Gleichstand
    Welche ZSC-Spieler benötigten bislang am wenigsten Eiszeit, um bei Plustoren der Mannschaft auf dem Eis zu stehen? Berücksichtigt sind alle Tore bei numerischem Gleichstand (5-gegen-5, 4-gegen-4, 3-gegen-3).


    Verteidiger:
    • 1. Kevin Klein 23:32
    • 2. Severin Blindenbacher 23:59
    • 3. Tim Berni 27:44
    • 4. Phil Baltisberger 31:01
    • 5. Patrick Geering 31:04
    • 6. Maxim Noreau 34:29
    • 7. Dave Sutter 43:35
    • 8. Roger Karrer 44:14
    • 9. Christian Marti 46:32


    Stürmer:
    • 1. Pius Suter 20:14
    • 2. Denis Hollenstein 22:45
    • 3. Jérôme Bachofner 27:02
    • 4. Fredrik Pettersson 27:50
    • 5. Fabrice Herzog 28:21
    • 6. Simon Bodenmann 30:43
    • 7. Raphael Prassl 34:56
    • 8. Marco Miranda 34:58
    • 9. Chris Baltisberger 35:53
    • 10. Mattia Hinterkircher 44:33
    • 11. Reto Schäppi 59:59


    (Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mindestens 20 Spielen und mindestens 10:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit bei numerischem Gleichstand pro Spiel)
    Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Pius Suter: Stand Suter bei numerischem Gleichstand auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 20:14 Minuten, bis der ZSC einen Treffer schoss. Je tiefer die Zahl, desto besser.
    2. Gegentore bei numerischem Gleichstand
    Welche ZSC-Spieler standen am längsten auf dem Eis, ohne dass die Mannschaft ein Gegentor kassierte? Berücksichtigt sind alle Tore bei numerischem Gleichstand (5-gegen-5, 4-gegen-4, 3-gegen-3).


    Verteidiger:
    • 1. Roger Karrer 88:28
    • 2. Patrick Geering 54:22
    • 3. Dave Sutter 38:45
    • 4. Kevin Klein 32:13
    • 5. Christian Marti 31:59
    • 6. Severin Blindenbacher 27:59
    • 7. Maxim Noreau 27:35
    • 8. Phil Baltisberger 26:35
    • 9. Tim Berni 17:57


    Stürmer:
    • 1. Simon Bodenmann 61:27
    • 2. Mattia Hinterkircher 53:28
    • 3. Denis Hollenstein 43:45
    • 4. Raphael Prassl 34:56
    • 5. Chris Baltisberger 33:20
    • 6. Pius Suter 29:41
    • 7. Fabrice Herzog 28:21
    • 8. Reto Schäppi 27:59
    • 9. Fredrik Pettersson 26:06
    • 10. Marco Miranda 25:38
    • 11. Jérôme Bachofner 24:01


    (Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mindestens 20 Spielen und mindestens 10:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit bei numerischem Gleichstand pro Spiel)
    Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Simon Bodenmann: Stand Bodenmann bei numerischem Gleichstand auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 61:27 Minuten, bis der ZSC einen Treffer kassierte. Je höher die Zahl, desto besser.
    Auch zu beachten: Roger Karrers teaminterner klarer Bestwert (88:28 Minuten) kommt auch zustande, weil er im Verhältnis zu den anderen weniger häufig eingesetzt wird. Das soll seine Leistung aber nicht schmälern: Der 22-jährige Verteidiger gehörte in dieser Kategorie bereits letzte Saison zu den besten Zürchern.
    3. Powerplay
    Welche ZSC-Spieler benötigten am wenigsten Eiszeit, um bei Powerplay-Toren der Mannschaft auf dem Eis zu stehen? Berücksichtigt sind alle erzielten ZSC-Tore im Powerplay.
    • 1. Simon Bodenmann 6:43
    • 2. Maxim Noreau 6:57
    • 3. Kevin Klein 7:17
    • 4. Denis Hollenstein 7:40
    • 5. Chris Baltisberger 11:07
    • 6. Fredrik Pettersson 11:07
    • 7. Patrick Geering 12:02
    • 8. Pius Suter 13:14
    • 9. Jérôme Bachofner 16:00
    • 10. Severin Blindenbacher 17:27


    (Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mindestens 20 Spielen und mindestens 1:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit im Powerplay pro Spiel)
    Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Simon Bodenmann: Stand Bodenmann im Powerplay auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 6:43 Minuten, bis die ZSC Lions einen Treffer schossen. Je tiefer die Zahl, desto besser.
    Auch zu beachten: Noch effizienter nutzten im Powerplay Victor Backman (4:26), der oft verschmähte und bereits wegtransferierte Drew Shore (5:42), sowie Roman Wick (6:15) ihre Eiszeit im Powerplay. Allerdings wurden Backman und Shore in je bloss 16 sowie der lange Zeit verletzte Wick in bislang nur 11 Spielen eingesetzt und damit zu selten für einen fairen Vergleich mit den anderen Stammspielern.
    4. Boxplay
    Welche ZSC-Spieler standen im Unterzahl-Spiel (Boxplay) am längsten auf dem Eis, ohne dass die Mannschaft ein Gegentor kassierte? Berücksichtigt sind alle Gegentore des ZSC im Boxplay.
    • 1. Simon Bodenmann 15:11
    • 2. Kevin Klein 13:52
    • 3. Raphael Prassl 9:12
    • 4. Phil Baltisberger 9:10
    • 5. Pius Suter 7:22
    • 6. Christian Marti 7:14
    • 7. Chris Baltisberger 5:59
    • 8. Fabrice Herzog 5:45
    • 9. Reto Schäppi 5:32
    • 10. Dave Suter 5:12
    • 11. Patrick Geering 3:49


    (Eiszeit in Minuten:Sekunden. Nur Spieler berücksichtigt mit mindestens 20 Spielen und mindestens 1:00 Minuten durchschnittlicher Eiszeit im Boxplay pro Spiel)
    Wie diese Zahlen zu lesen sind: Beispiel Simon Bodenmann: Stand Bodenmann im ZSC-Boxplay auf dem Eis, vergingen im Durchschnitt 15:11 Minuten, bis die Lions einen Treffer kassierten. Je höher die Zahl, desto besser.
    Auch zu beachten: Auch hier gab es bislang zwei seltener eingesetzte Spieler, die effizienter waren als Leader Bodenmann: Dominic Moore (bislang erst 8 Spiele) stand nur alle 15:46 Minuten im Boxplay bei einem Gegentor auf dem Eis, Victor Backman (16 Spiele) gar nur alle 16:20 Minuten.
    Bodenmann, der Überflieger
    Im Quervergleich zeigt sich Erstaunliches: Flügelstürmer Simon Bodenmann, der Neuzuzug aus Bern, der zu Saisonbeginn grosse Mühe hatte, sich ins ZSC-Spiel einzufügen, rangiert bei drei von vier Kategorien zuoberst, er ist darum bezüglich Eiszeit der effizienteste Spieler von Trainer Arno Del Curto.
    Steht Bodenmann auf dem Eis, schiessen die Lions besonders viele Powerplay-Tore und kassieren sie bemerkenswert wenige Treffer – sowohl in Unterzahl als auch bei numerischem Gleichstand.
    Nur in einer Kategorie ist Bodenmann Mittelmass: Bei den Plus-Treffern bei numerischem Gleichstand auf dem Eis. Berücksichtigt man indes den langsamen Saisonstart des 30-jährigen Flügelstürmers, ist er auch in jener Sparte fleissig am Aufholen. Bodenmanns Langsamstart in Zahlen: In 10 der ersten 11 ZSC-Partien der Saison stand Bodenmann bei keinem einzigen Plustor seiner Mannschaft bei numerischem Gleichstand auf dem Eis … (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
    Erstellt: 12.02.2019, 14:01 Uhr

    «Läck, wenn wir das hinkriegen!»
    ZSC-Nothelfer Arno Del Curto (62) träumt manchmal davon, was mit dieser Mannschaft alles möglich wäre. Dann denkt er an seinen Wettlauf gegen die Zeit.
    Die Ära Del Curto hat Einzug ¬gehalten bei den ZSC Lions. Am Montag hatten sie «ein kleines Trainingslager», wie der 62-Jährige sagt, mit Eistrainings am Vor- und Nachmittag. Auch am Dienstag wird zweimal trainiert, ¬dazwischen setzt sich der neue ZSC-Coach mit einigen Zürcher Journalisten an einen Tisch, trinkt einen Apfelsaft und diskutiert seine ersten Erfahrungen in seiner alten Heimat.
    Seit drei Wochen sind Sie wieder Trainer, nach einer siebenwöchigen Pause.Wie ist da der Unterschied punkto Anspannung?
    Wie Tag und Nacht. Im Moment bin ich permanent unter Strom. Ich will ja neue Dinge hineinbringen. Da muss ich viel erklären. Und natürlich schiessen mir ständig Gedanken durch den Kopf, woran wir noch arbeiten sollten. Am Montag waren Pettersson, Cervenka und Wick zurück und trainierten zusammen im Powerplay. Mir schwebten plötzlich so viele Varianten vor. Wunderschön! Als ich nach Hause ging, dachte ich: Läck, wenn wir das hinkriegen! Ich stellte mir vor, was alles sein könnte mit dieser Mannschaft. Ich war im siebten Himmel.
    Wovon träumten Sie?Vom Meistertitel?
    Nein, ich sehe nur das Spiel. Wie wir spielen könnten. Intensität, Kreativität, Zug aufs Tor, Powerplay-Varianten! Aber eben, wir sind mitten in der Saison. Manchmal wünschte ich mir, es wäre der 1. August, und wir könnten von vorne beginnen. Aber ich will nicht lamentieren. Ich wusste, worauf ich mich einlasse.
    Sie sprachen von zu Hause –wo wohnen Sie momentan?
    Im Hotel in Oerlikon. Wenn ich in Küsnacht wohnen würde, wüsste ich nie, wie lange ich hierher brauche. Wenn du in den Stau kommst, hast du Stress. Das wollte ich nicht. Jetzt kann ich zu Fuss ins Training.
    Waren Sie überrascht vom Hype, den Sie mit Ihrer Ankunft auslösten?
    Logisch. Aber der ist ja jetzt zum Glück vorbei. Es ist nie gut, wenn man in den Himmel gehoben wird. Dann geht es nur weiter ¬hinunter. Das ¬gefiel mir nie.
    Wie war es für Sie, als bei Ihrem ZSC-Debüt in Langnau eine Kamera nur auf Sie gerichtet war? Die Arno-Cam?
    Ich wusste es nicht.
    Aber danach erfuhren Sie es?
    Ja. Ich finde das nicht gut.
    Bei Ihnen läuft immer etwas.
    Ich habe es mir nicht angeschaut. (schüttelt den Kopf)
    Sie sagten, Sie hätten beim ZSC anfangs nicht so viel verändern wollen, aber dann sei es immer mehr geworden. Ist es zu viel geworden?
    Der Wille vom Club war ja, dass wir die Intensität steigern. Und dann muss man gewisse Dinge anpassen. In der Angriffsauslösung, im Pressing. Die Spieler ziehen gut mit, sie wollen es auch. Aber es ist schwierig für sie: Sie haben so viele Dinge im Kopf und dürfen die Balance nicht verlieren. Dazu kommt noch der Strichkampf.
    Wie gut kennen Sie die Spieler schon?
    Inzwischen habe ich ein gutes Gefühl für sie. Ich brauchte schon zwei, drei Wochen. Wenn ich jetzt einen anschaue, weiss ich sofort, wer er ist, ich kenne den Namen, die Nummer. Und ich weiss ein bisschen, was für ein Typ er ist.
    Ist das wichtig?
    Ja. Damit du weisst: Bei dem muss ich ein bisschen mehr Gas geben. Mit dem muss ich anders reden. Das ist schon wichtig. ¬Dieses Gefühl habe ich jetzt. Am Anfang hatte ich keine Ahnung. Da musste ich mich zuerst orientieren. Es ist eine tolle Mannschaft. Jetzt müssen wir einfach dranbleiben.
    Sind diese ZSC Lions eine Mannschaft, die Ihr Eishockey spielen kann?
    Ja. Ja, ja, ja.
    Es wurde schon kritisiert, diese Mannschaft sei zu ruhig, sie haben nicht so viel Temperament …
    (unterbricht) ... aber ist das nicht jede Mannschaft. Ist nicht der Mensch heute so? Ruhig sind doch heute alle. Wenn du den ganzen Tag aufs Handy starrst, bist du ruhig. Oder nicht? Das hat nichts zu tun mit dem ZSC.
    Es wurde auch gefachsimpelt, welcher Spieler zu Ihrem Eishockey passe und welcher nicht. Einer, vom dem gesagt wurde, er passe nicht, ist Noreau. Gibt es tatsächlich Spieler, die gar nicht passen?
    Nein. Wenn Sie Noreau ansprechen: Er ist ein guter Läufer, er kann einen kurzen und einen langen Pass spielen. Er kann das Spiel lesen. Er ist offensiv sehr stark. Ich glaube nicht, dass es Spieler gibt, die überhaupt nicht passen. Und selbst wenn, wir müssen uns zusammenraufen. In Barcelona kann man die Spieler genau so wechseln, dass es auf jeder Position stimmt. Und vielleicht noch bei Manchester United und bei Liverpool. Aber das kann man nicht an vielen Orten machen. Wenn Noreau defensiv so stabil spielt wie gegen Langnau, dann passt er wunderbar. Ihm fehlt einfach etwas das Selbstvertrauen. Er ist sensibel.
    «Es ist nie gut, wenn man in den Himmel gehoben wird. Dann geht es nur weiter hinunter.»Arno Del Curto
    Was machen Sie nach einem Match wie gegen Lausanne, als Noreau der entscheidende Fauxpas passierte?
    Aufbauen. Unbedingt aufbauen! Kraft geben, Vertrauen geben, pushen, helfen, dass er es das nächste Mal nicht mehr macht.
    Aber bei einem Powerstürmer wie Chris Baltisberger muss Ihnen das Herz aufgehen, nicht?
    Ist das eine Fangfrage? Ich habe ganz verschiedene Spielertypen gern. Chris ist ein wichtiger Spieler für uns, der Power hat, der Richtung Tor geht. Aber die anderen haben auch alle ihre Qualitäten. Du brauchst alles.
    Haben Sie in Zürich Ihre ¬Leitwölfe schon ausgemacht? Wie in Davos Reto von Arx, Joe Marha oder Sandro Rizzi?
    Solche Typen gibt es nicht mehr so oft. Oder sie sind anders. Aber ja, natürlich habe ich meine ¬Leader gefunden.
    Würden Sie gerne länger bei den ZSC Lions bleiben?
    Lassen wir das Wasser die Limmat abwärtslaufen. Dann sehen wir, was daraus wird. Ich hoffe, dass wir in den nächsten zwei, drei Wochen das veränderte, intensivere, spielerisch gute, das moderne, offensiv und defensiv starke Eishockey zeigen können, das wir wollen. Wie Nashville, ZSKA Moskau oder die jungen Russen, die am Lucerne Cup gegen die Schweiz spielten.
    Hatten Sie auch schon Zweifel, dass Sie es mit diesem Team in dieser kurzen Zeit hinkriegen?
    Natürlich wird es erschwert durch den Faktor Zeit. In den Spielen habe ich manchmal Zweifel, in den Trainings nicht. Das Verständnis wird immer besser. Gerade gestern hat mich die Mannschaft wieder überrascht. Ihre Bereitschaft gefällt mir sehr.
    Sie waren über 22 Jahre beim HCD. Haben Sie in der Nacht einmal geträumt, Sie seien noch in Davos, und als Sie aufgewacht sind, fragten Sie sich: Wo bin ich?
    Nächste Frage.
    «Ich möchte nicht mehr über den HCD reden. Ich sage einfach, dass ich schuldig war.»Arno Del Curto
    Inwiefern ist es anders, in einer Grossstadt Trainer zu sein als in den Bergen?
    Nicht viel. Es ist einfach alles grösser hier. Die Organisation, die Strukturen.
    Wie gut funktionieren Sie in diesen Strukturen?
    Gut. Viele bezweifelten das, ich nicht. Ich sagte ja, ich hätte es in Davos schon lange ändern sollen. Aber ich möchte nicht mehr über den HCD reden. Ich sage einfach, dass ich schuldig war. Punkt. Hier kann ich mich ¬wieder viel mehr aufs Eishockey konzentrieren. Das ist gut so.
    Ist die Rückkehr zum ZSC nach 25 Jahren für Sie auch eine Zeitreise in die Vergangenheit?
    Logisch. Die Leute kommen auf der Strasse auf mich zu und sprechen mich auf 1992 (den Sieg über Lugano) an. Ich treffe viele von früher. Aber auch, als ich noch in Davos war, war ich einmal pro Woche in Zürich. Viele aus meiner Zürcher Zeit sind Freunde geworden. Auch Spieler aus der Mannschaft, die ich damals hatte. Hotz, Meier, Vollmer und wie sie alle heissen. Mit Hotz verreiste ich sogar einmal in die Ferien.
    Mit Adrian Hotz?
    Ja. Wir hatten es ja früher nicht so gut gehabt miteinander. Aber dann sah ich ihn einmal in Davos im Restaurant, wie er ¬allein an einem Tisch am Essen war. Ich sagte: «Adi, du kannst ja trotzdem zu uns kommen!» Und er kam tatsächlich. Wir assen zusammen, mit Kollegen, später freundeten wir uns an.
    Wie oft sind Sie bisher schon in der Innenstadt gewesen?
    Einmal. Ich habe im Moment wirklich keine Zeit. (Tages-Anzeiger)

    Der Glücksstuhl und der Geduldsfaden
    Reto Schäppi bereitete den Overtime-Siegtreffer des ZSC im vierten Finalspiel gegen Lugano vor. Und er schraubte den Lärmpegel im Hallenstadion mehrfach hoch.
    Reto Schäppi setzte sich am Mittwochabend zwei Mal effektvoll hin. Einmal auf einen Stuhl, einmal auf einen gegnerischen Körper.
    Rund eine Viertelstunde nach dem Spiel war es, als er vom TV-Interview vom Eis kam und einer Handvoll ZSC-Fans, die noch wartete, einen Gefallen machte. Ein simpler brauner Holzstuhl stand da, vor dem Eingang in die Katakomben des Hallenstadions, Schäppi musste sich unter grossem Jubel draufsetzen.
    Was das solle? «Den Stuhl kenne ich», sagte Schäppi und lachte. Er habe sich schon einmal nach einem Auswärtsspiel auf ihn setzen müssen: «Er gehört unseren Fans, es ist unser Glücksstuhl.» Glücksstuhl. Eishockey, Playoff und Aberglauben: Was es nicht alles gibt …
    Das Duell mit Lapierre
    Elf Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit hatte sich Schäppi bereits einmal hingesetzt und für ohrenbetäubenden Lärm gesorgt. Es war vielmehr ein Hinlegen und statt dem Stuhl fand sich Maxim Lapierre unter dem Zürcher Stürmer. Der Kanadier Luganos hatte seine Rolle als Provokateur und Unterhalter zuvor einmal mehr vorzüglich interpretiert. Doch bei dieser einen Szene fand Schäppi: «Genug.» Der Geduldsfaden riss, Schäppi zog Lapierre nach unten – und legte sich auf ihn. Die Halle tobte.
    Ja, sie hätten Lapierre bislang versucht zu ignorieren, sagte Schäppi: «Wir wissen, was er macht, wir wissen, dass er provoziert, wir wissen, dass er für die Kamera spielt, um Aufmerksamkeit zu generieren. Aber diesmal ging er zu weit.»
    Lapierre war mit ZSC-Goalie Lukas Flüeler aneinander geraten, was Schäppi auf den Plan brachte: «Wenn es um den Goalie geht, müssen die Schiedsrichter eingreifen und ihn schützen.» Weil dies nicht geschehen sei, habe er dies übernommen.
    Es war eine heikle Situation für Schäppi. 2:2 stand das Spiel und damit die ganze Serie auf der Kippe. Sein forsches Eingreifen bescherte ihm eine zusätzliche Strafe und Lugano damit ein Powerplay, die Tessiner hätten da den Grundstein legen können, um den 2:2-Ausgleich auch in der Serie zu bewerkstelligen. Doch es kam anders.
    Und dafür sorgte auch Schäppi. Er sorgte ein weiteres Mal für ziemlich viel Lärm bei den ZSC-Anhängern. In der Verlängerung spekulierte er bei einem Querpass des Lugano-Verteidigers Bobby Sanguinetti richtig und stocherte den Puck vors Tessiner Tor, wo Chris Baltisberger traf und die Lions zum Sieg schoss.
    «Ja, wir wissen es»
    3:2 nach Verlängerung, 3:1 in der Serie, noch ein Sieg fehlt dem ZSC zum Meistertitel. «Ja, natürlich wissen wir, dass wir nun 3 Matchpucks haben, den Pokal holen können und was weiss ich was», beantwortete Schäppi die Fragen nach dem Ausblick auf Spiel 5 in Lugano, wie sich das gehört: «Aber wir malen unser Bild kleiner, werden uns, sobald das Spiel beginnt, nur noch auf den nächsten Einsatz konzentrieren. Schliesslich sind wir Profis.»

    ZSC-Erlösung in der 75. Minute bringt Hallenstadion zum Kochen
    Die Lions lagen 0:2 zurück – und schafften noch die Wende zum Sieg. Ganz grosses Eishockey!
    Wer solche Chancen verpasst, der wird in der Regel bestraft. Prassl kam zu ¬Beginn der Overtime zum Schuss, das leere Tor vor sich – doch er schoss in die nach oben gestreckte Fanghand von Merzlikins. Dann durfte Pettersson in der 67. Minute zum Penalty antreten, und als der Lugano-Goalie schon geschlagen war, rettete für ihn der Pfosten.
    Darauf nützten die Zürcher eine weitere Strafe nicht. Doch als die 75. Minute lief, störte Schäppi Sanguinetti in der Offensivzone bei der Passabgabe, der Puck prallte in die Mitte auf den Stock von Chris Baltisberger, und der traf zum ¬umjubelten 3:2.
    Es war bezeichnend, dass eine Szene, bei der die Zürcher konsequent nachsetzten, zum Siegestor führte. Lange hatten sie sich in diesem vierten Spiel schwergetan mit den cleveren Luganesi, doch als sie zum «ZSC-Hockey» zurückfanden, drehten sie die Partie. Damit verschafften sie sich drei Meisterpucks – den ersten am Samstag in Lugano. Es wird dann ein Public Viewing im Hallenstadion geben – für zehn Franken Eintritt.
    Sollten die Lions diese erste Chance verpassen, würde es erst am Mittwoch weitergehen, also nach drei spielfreien Tagen.
    Und das sagt der Matchwinner zum Siegtor
    «Es war unglaublich, die Fans sind explodiert»: Chris Baltisberger.
    Wer gestern darauf gehofft hatte, dass die ZSC Lions im zum sechsten Mal in Serie ausverkauften Hallenstadion beschwingt starten würde, wurde enttäuscht. Die hartnäckige vierte Linie ¬Luganos erkämpfte sich schon früh den Puck – und der 20-jährige Vedova (3.) -bedankte sich mit dem ersten NLA-Tor seiner Karriere. Der Schock sass tief bei den Zürchern. Auch zwei Powerplays halfen ihnen nicht, ins Spiel zu finden. Sogar das Gegenteil: Geering vertändelte den Puck im zweiten Überzahlspiel als letzter Mann gegen Lapierre, und der bezwang Flüeler in der 16. Minute gekonnt zum 2:0.
    Die ZSC Lions müssen sich lange vorgekommen sein wie im Halbfinal der SCB gegen sie: Sie kamen nie recht dazu, ihr Spiel aufzuziehen. Wie die Berner gegen sie wurden sie zu vielen Puckverlusten in der eigenen Zone gezwungen. Zudem blockten die Tessiner gegen sie einen Schuss nach dem anderen. So, wie sie es gegen den SCB getan hatten. Zu Beginn des Mitteldrittels verhalf den Zürchern dann aber eine glückliche Fügung zum ersten Treffer nach über 80 Spielminuten: Shores Schuss (21.) wurde von Sannitz für seinen Goalie Merzlikins unhaltbar abgelenkt. Und das 1:2 gab den Lions nun endlich etwas Energie.
    Ein weiteres Tor konnten sie vorderhand zwar nicht erzwingen, doch ¬immerhin spielten sie nun wieder auf ¬Augenhöhe. Und in der 42. Minute lenkte Suter einen Schuss Martis zum 2:2 an Merzlikins vorbei. Lugano blieb aber stabil und kam in der 49. Minute durch ¬Lapierre zur goldenen Gelegenheit, ¬wieder vorzulegen – doch Flüeler hielt spektakulär. Und weil in der Folge eine vierminütige Überzahl der ZSC Lions wegen eines hohen Stocks Bertaggias ins -Gesicht von Klein folgenlos blieb, musste erneut die Overtime entscheiden.
    Wie schon in Spiel 2 waren es die Zürcher, die zuletzt jubelten. Es war bereits die vierte Overtime, die sie im Playoff gewannen. Überzeit zahlt sich aus.

    KLOten spielte am Limit, wir nicht. Morgen müssen sie noch mehr kommen als dass sie das gestern schon versuchten. Der Mist ist zwar noch nicht garettled, aber wenn wir weiter so abgeklärt spielen wird ihnen spätestens im 3. Drittel die Luft ausgehen. Spiel 4 wäre dann ein Schaulaufen.
    Meine Familie ist vorgewarnt dass Papi am Sonntag beim Oster-Brunch vielleicht etwas verkatert sein wird :suff:

    Quote from Sputnik

    Hat noch keinen Match Thread....


    Weiss jemand ob Robert Nilsson heute schon spielt? Im Medical Report steht drin, dass er dieses Weekend evlt. zum Einsatz kommt.


    Ich habe die Vorbereitungsspiele mit Nilsson gesehen und ich hatte eher den Eindruck dass er ein Vorbereiter denn ein Knipser ist

    Quote from Adm. Bööf

    Icht traue der ganzen Sache um Bykov, Heins, Vauclair (gestern alle nicht gespielt) und Dube irgendwie nicht so recht. Irgendwie geht mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass die gestern nur geschont wurden. Was deutlich wurde ist die Tatsache das ohny Bykov die Gefährlichkeit des fribourger Spiels rapide sinkt und auch Sprunger viel an Wirkung verliert.


    Dasselbe ging mir auch durch den Kopf. Wenn es so ist dann pokern die Fribourger hoch, denn der Z hat die ersten zwei Drittel solide gespielt und die Treffer erzielt, die in den vorangegangenen Spielen einfach nicht rein wollten. Darum muss der Z morgen Bykov aus dem Spiel nehmen (ich geh davon aus dass dieser morgen wieder spielt), man hat gestern deutlich gesehen dass auch Sprunger an Wirkung verliert sobald auf den Körper gespielt wird. Die ersten zwei Spiele hatten wir ja nur die Räume eng gemacht, das reicht gegen technisch versierte Fribourger nun mal nicht.

    Wie das Ding von aussen ausschaut ist mir persönlich mehr oder weniger wurscht, der jetztige Vorschlag ist in meinen Augen gefällig aber mehr nicht. Cool ist sicher die öffentlich zugängliche Terrasse. Entscheidend aber ist die Halle selber, nur ist dies nach den Bildern schwer zu beurteilen ob die dann 'Hexenkessel'-Potenzial hat.

    De Brunner isch en Chlöti, de Diaz en Zuger und de Streit en Berner .. voilà .. Und nei, ich ha keis Problem wenn de Brunner dänne spillt und sich duresetzt, dänn gaht er mir wenigstens da nöd uf d'Nüss.

    Ob das für Ambühl wirklich eine Perspektive ist eine Leader-Position einzunehmen stelle ich mal einfach in Frage, ich schätze ihn eher als 'Arbeiter' ein.

    ich war innerhalb von zwei wochen weg (ferien, überzeit, etc.) :nick:
    spekulieren kann man viel, aber sieht rein gefühlsmässig nicht gut aus. pocht er auf einsätze ausschliesslich in der ersten linie? will er ohne flammen-shirt nicht spielen? krault crawford ihm die eier zu wenig? hat ihm ein mannschaftskollege die liebhaberin ausgespannt? hat er keine lust mehr subaru zu fahren? die wahrheit werden wir wohl nie erfahren .. :?: