Fussball allgemein

  • Die grossen Ligen brauchen die TV Kohle, ausserdem glaube ich das doch mancher Fan froh ist wenigstens TV Fussball ohne Zuschauer zu sehen als gar keinen Fussball. In der Schweiz sind ja die Meinungen geteilt, mit Geisterspielen wird eher noch mehr Geld vernichtet da der TV Vertrag halt nicht so viel hergibt. Wir werden sehen wie es rauskommt!

  • uuups, falscher Fred zuerst gelesen: dito was Zuschauer und Fussballer betrifft!
    Gibt doch keinen Sportler, der sein Hobby nur wegen dem Training betreibt...


    zudem denke ich, dass kurzfristig trotzdem eine leichte Korrektur nach unten stattfinden wird, was die immensen Summen betrifft.
    Durch die Geisterspiele / TV Gelder wird ja bei vielen in erster Linie mal der Konkurs abgewendet.
    Mal schauen ob & wie lange es so bleiben wird, hängt halt auch davon ab, ob Roli‘s düstere (wirtschaftliche) Prognose auch so derb kommt oder nicht...

  • https://www.blick.ch/sport/fus…s-stadion-id15879082.html


    CC hat schon recht: Im Letzigrund haben 26'000 platz, der FCZ einen Schnitt von 9'000, wenn die übers ganze Stadion verteilt werden dann ist das kein Problem, die Abstände könnten eingehalten werden. Man müsste nur wollen.....

    Im Stadion schon ... aber ein Gedränge bei den Ein-/Ausgängen, Verpflegungsständen und WC's dürfte sich nicht verhindern lassen - oder würde extrem viel Disziplin und Geduld der Match-Besucher erfordern.

  • Stimmt sicher - und dürfte für uns gelten.


    Ob sich bierselige Südkurven-Fans während und v.a. nach dem Spiel daran halten, da habe ich dann eher meine Zweifel.

    Einfach alle Match-Tickets personalisieren, beim Eintritt ins Stadion die ID zeigen und das Gesicht fotografieren lassen,

    nur noch Sitzplätze und dann bei Zuwiderhandlung der Anordnung im Stadion die fehlbare Person(en) entfernen und büssen.


    D.h. wo ein Wille - ist auch DIESER Weg.

    Nur: Wollen wir das WIRKLICH???

  • Einfach alle Match-Tickets personalisieren, beim Eintritt ins Stadion die ID zeigen und das Gesicht fotografieren lassen,

    nur noch Sitzplätze und dann bei Zuwiderhandlung der Anordnung im Stadion die fehlbare Person(en) entfernen und büssen.


    D.h. wo ein Wille - ist auch DIESER Weg.

    Nur: Wollen wir das WIRKLICH???

    Bin genau gleicher Meinung. Eine Maskenpflicht käme dann sicher auch noch dazu... Teile der Südkurve wären hier immerhin mit Gesichtsschutz bereits top ausgerüstet.


    Aber im Ernst, wieso soll man den Fussball hier wieder anders behandeln? Weil genauso können Konzertveranstalter, Open Airs etc. argumentieren. Dass solche Konzepte nicht viel nützen hat man ja auch vor dem grossen Lockdown gesehen. Ich mag mich erinnern, dass einzelne Playoffspiele der unteren Ligen (bspw. in Wetzikon) nur noch 999 Zuschauer hereingelassen haben und man sich zusätzlich zum Ticket noch ein Bändeli holen musste für den Einlass. Bei dieser Abgabestelle gab es ein grosses Gedränge und auch im Stadion haben sich die Fans trotz Aufforderung nicht grosszügig verteilt sondern sind weiterhin zusammengesessen.

  • Bin eigentlich auch dieser Meinung, denke aber, dass sich das Verhalten der meisten Leute seither deutlich geändert haben dürfte.

    Sogar in der Bundesliga erwarte ich keine Fanaufmärsche mehr vor den Stadien oder in der Innenstadt.


    Denke aber, es wäre doch recht uncool, bei einem Tor ganz ruhig auf dem Stühlchen sitzen zu bleiben, anstatt mit den Kollegen, die alle schön mit Abstand im Stadion sitzen, zu jubeln.

  • woz vom 21.05.20


    Ärger über die Lex FC Basel


    Der Profisport wird mit neuen Millionenkrediten unterstützt. Doch der Deal wird selbst von den Klubs kritisiert. Was ist schiefgelaufen?


    Von Renato BeckMail an AutorInTwitter Profil von AutorIn und Christoph Kieslich


    Noch einmal grosser Alarm im Bundesrat. Vergangene Woche setzte Viola Amherd in ihrem Nebenamt als Sportministerin ihren KollegInnen ein mächtiges Rettungspaket für den Profisport vor. Schon im März wurden dafür 50 Millionen gesprochen, nun kommen 350 Millionen Franken an rückzahlungspflichtigen Darlehen obendrauf. Während die Zeit der Notkredite abgelaufen schien, rutschte dieses Paket noch durch.


    Allerdings muss das Parlament erst noch seine Zusage erteilen. Und die Kreditbedingungen haben es in sich: Wer sich unter den Schutzschirm begibt, verpflichtet sich, Teile seiner Marketing- und TV-Erträge und der Transfererlöse zur Rückzahlung des Darlehens zu verwenden. Zudem müssen die Löhne um zwanzig Prozent runter. Wenig überraschend sagen die Klubs reihenweise ab. Matthias Hüppi vom Super-League-Tabellenführer FC St. Gallen etwa fürchtet eine «Schuldenwirtschaft». Andreas Mösli, Geschäftsführer des FC Winterthur, spricht von einer «populistischen Alibiübung», da etwa Lohnkürzungen in der Challenge League schnell am Existenzminimum ritzten. Nur ein prominenter Klub freut sich über die Finanzspritze: der FC Basel.


    Im kleinen Kreis
    Nachgebessert wird aller Kritik zum Trotz nicht. Matthias Remund, Chef des Bundesamts für Sport, sagt: «Hier gibt es keinen Spielraum.» Vermutlich, weil es der einzige politisch mögliche Deal ist. Matthias Aebischer, SP-Nationalrat und Sportlobbyist, hat von Beginn weg am Paket mitgearbeitet. Auf Initiative der Profiligen in Eishockey und Fussball habe man sich zusammengesetzt, um rasch ein zweites Rettungspaket zu schnüren. Mit dabei waren VertreterInnen der grossen politischen Parteien, das Bundesamt für Sport, die Profiligen und Swiss Olympic – eine typische Runde in Zeiten des Notrechts, wo Millionenhilfen im kleinen Kreis erarbeitet werden.


    Wichtigste Sorge im Gremium: Wie schafft es der Deal durchs Parlament? Die PolitikerInnen hätten klare Bedingungen für die Kredite verlangt sowie eine Garantie, dass mit dem Steuergeld keine Spitzensaläre bedient werden, sagt Aebischer. Später kam eine Solidarhaftung unter den Klubs hinzu. So soll das Paket mehrheitsfähig werden. Ob und wem es etwas bringt, ist zweitrangig. Selbst Aebischer befürchtet eine Überschuldung der Vereine: «Ich weiss nicht, wie einige Klubs das zurückbezahlen sollen.» Trotzdem sagt er: «Das Paket ist existenziell wichtig.»


    Zulasten der Kleinen?
    Es soll den Klubs die Angst vor Geisterspielen nehmen. Denn Spiele ohne Publikum bringen hohe Verluste, die durch den Notkredit zumindest kurzfristig gedeckt werden könnten. Der FC Basel etwa rechnet mit 300 000 Franken Kosten pro Spiel – die Ertragsausfälle noch nicht eingerechnet. Deshalb liebäugeln kleine Vereine mit einem Abbruch der Saison. Wer aber in den Europacup strebt und hohe Sponsorengelder bezieht, will fertigspielen. Die Entscheidung der Liga fällt Ende Mai.


    Haben die beiden Schweizer Spitzenvereine Young Boys und FC Basel deshalb ihre Interessen zulasten der Kleinen durchgesetzt? Matthias Remund verneint. Der Bund stelle keine Darlehen zur Verfügung, um lediglich zwei Spitzenklubs Planungssicherheit zu geben. Und YB wolle – aus heutiger Sicht – auch gar keinen Bedarf anmelden.


    Bleibt noch der FCB. Dessen Kassen leeren sich schnell, die Finanzlage war schon vor der Coronakrise desolat. Während andere Klubs vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, war der Klub mit Unternehmer und Mehrheitsaktionär Bernhard Burgener treibende Kraft für den Grundentwurf des Rettungsschirms. Burgener orientierte sich dabei an persönlichen Erfahrungen aus der Bankenkrise.


    Entsprechend zufrieden ist der Klub mit der nun vorliegenden Lösung. Das enge Korsett, das kreditnehmenden Vereinen geschnürt wird, hält FC-Basel-CEO Roland Heri für «normal und gut». Er betont: «Wir würden die Bedingungen akzeptieren, so wie sie sind.» Heri glaubt, die negative Bewertung der Darlehen durch die Konkurrenz ändere sich, wenn die Pandemie noch lange andauere: «Der Fussball und auch alle anderen Grossveranstaltungen werden zu den Letzten gehören, die das Okay für eine Durchführung erhalten.»


    Der verlangte Lohnverzicht kommt dem früheren Serienmeister gelegen. Heri sagt: «Zwanzig Prozent Salärreduktion in den nächsten drei Jahren – da wird der FCB sogar noch mehr unternehmen. Verträge wie zu Champions-League-Zeiten sind beim FC Basel nicht mehr möglich.»



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

  • [quote='snowcat','https://forum.zscfans.ch/thread/1282-fussball-allgemein/?postID=125168#post125168']

    das usgrächnet de blatter das seit...


    Blatter attackiert Infantino: «Er will aus dem Fussball eine riesige Geldmaschine machen»


    https://www.watson.ch/amp/!403984057



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    [/quote]

    Grandios...!!
    Der Satz ist ja eigentlich falsch. Er müsste korrekt lauten: „Er will aus dem Fussball eine NOCH GRÖSSERE, riesige Geldmaschine machen..!!“



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

  • nzz vom sunntig, 31.05.2020:



    Die Krise kommt erst


    In drei Wochen nehmen die Schweizer Profifussballer die Meisterschaft mit Spielen ohne Zuschauer wieder auf. Den Klubs droht Terminstress und ein Kampf ums wirtschaftliche Überleben. Von Stephan Ramming


    Am liebsten wäre er wieder umgekehrt, heim nach Winterthur. Heinrich Schifferle sass am Freitag nach der ausserordentlichen Versammlung der Klubs vor den Medienvertretern und berichtete im Eröffnungsvotum von seinen Gedanken auf der morgendlichen Fahrt nach Bern, nachdem er den «Blick» gelesen hatte. Von einem bevorstehenden «Gemetzel», von einem Aufstand gegen die «Diktatur» schrieb das Blatt. Alles falsch, es sei ganz anders gewesen: «Harmonisch, respektvoll, solidarisch». Liga-Präsident Schifferle hatte zweimal gewonnen: 17 der 20 Klubs stimmten für Geisterspiele, 14 gegen die Aufstockung der Super League auf 12 Klubs. Alles gut, alle glücklich. Schifferle konnte als zufriedener Ligapräsident Bern verlassen. Zurück bleiben Schwierigkeiten, offene Fragen und ungelöste Probleme.


    Rechtshändel sind programmiert


    Christian Constantin kündigte an, demnächst rechtliche Schritte einzuleiten. Noch ist unklar, ob der Walliser gegen die Rechtmässigkeit der Entscheidungen vom Freitag oder gegen die Liga klagen wird. Es gehe um «arbeitsrechtliche Fragen», sagte der Besitzer des FC Sion. So verpflichtete der streitlustige Walliser vor kurzem Geoffroy Serey Dié von Xamax. Der Mittelfeldspieler darf nun aber erst in der nächsten Saison spielen, weil im Normalfall ein Spieler in einer Saison nur bei zwei Klubs qualifiziert werden kann. Serey Dié trug in dieser Saison das Leibchen von Aarau und Xamax, Sitten wäre sein dritter Klub. Constantin sieht auch nicht ein, dass er auslaufende Verträge verlängern muss für die Spiele im Juli und August.


    Offen ist zudem, ob Constantin gegen die Transfers von Xamax vorgeht: Die Neuen­burger verpflichteten am Freitagabend Johan Djourou und Xavier Kouassi. Beide hatte Constantin im März entlassen, weil sie Kurzarbeit verweigerten. Sie sollen nun gemäss Fifa-Sonderreglement als «wegen Covid-19 entlassene Spieler» gelten. Constantin hat schon mehrfach bewiesen, dass er den Rechtsweg bis ans Ende gehen kann – wie 2003, als er gericht-lich die Rückkehr in die Challenge League ­erwirkte. Es ist deshalb fraglich, ob es sich


    die Liga so leichtmachen kann wie Komitee-Mitglied Ancillo Canepa. Der FCZ-Präsident sagte, es sei ihm «wurscht, welches Cabaret man sich dort unten ausdenkt». Denn auch der FC Lugano, wie Constantin für den Sai­sonabbruch und die 12er-Liga, könnte nach Rechtsmitteln gegen die Liga suchen.


    Terminchaos und Dauerstress


    Zwischen dem 20. Juni und dem 2. August will die Liga 13 Runden durchpeitschen – das bedeutet Spiele im Dreitagesrhythmus. Für diese Belastung werde es nicht «15 oder 17 Spieler, sondern 23 oder 24» brauchen, sagt etwa St.-Gallen-Trainer Peter Zeidler. Teams mit breitem Kader wie Basel, YB oder der FCZ sind noch stärker bevorteilt, während Klubs wie Thun, Xamax oder Lugano die Spieler mit ungewohntem Dauerstress belasten. Wer am 2. August nicht genug hat, spielt weiter im Cup: Viertelfinal, Halbfinal, Final am 12. August – so sieht der provisorische Plan aus. Provisorisch, weil die internationalen Wettbewerbe noch nicht fixiert sind: Basel wird in die Qualifikation einsteigen, gleichzeitig spielt der FCB noch in der Europa League im Achtelfinal gegen Frankfurt. Anfang September soll die Meisterschaft 2020/21 beginnen. Kurz: Der internationale Terminstreit ist absehbar.


    Kampf ums wirtschaftliche Überleben


    Wird der Notkredit für Darlehen des Bundes für den Fussball zum Rohrkrepierer? Nicht nur Parlamentarier fürchten, dass die Bedingungen für den Bezug von den 200 Millionen Franken zu hart sind. Bei den Klubs lautet der Tenor: Schön, dass es einen Fallschirm gibt, aber wir lassen lieber die Finger davon. Die Rückzahlung belastet die Zukunft, man ist unzufrieden mit der Solidarhaftung der Kreditnehmer oder der unklaren Ausgestaltung der Bedingung, die Spielerlöhne um durchschnittlich 20 Prozent reduzieren zu müssen.


    Noch ist der Vertrag nicht ausformuliert. Der Liga-CEO Claudius Schäfer sagte, man wolle «auf Verbesserungen für die Klubs hinwirken». Ob das Ansinnen in der Verwaltung und im Bundesrat auf Wohlwollen stösst, steht auf einem anderen Blatt. Matthias Remund, der als Direktor im Bundesamt für Sport das Kreditpaket mit Schifferle, Schäfer, Canepa und FCB-Präsident Bernhard Burgener ausgehandelt hat, soll jedenfalls sehr zufrieden mit den Eckwerten des Vertrages sein.


    Fliehkraft statt Zusammenhalt


    Schifferle sprach am Freitag von der Hoffnung, dass der Schweizer Fussball «gestärkt aus der Krise» kommen werde. Präsidialer Optimismus für die Zukunft ist schön. Die Gegenwart ist es weniger. Die Krise hat die Fliehkräfte der Liga gestärkt, nicht die Führung. Ist sie bereit, über die eigenen Personen und Strukturen nachzudenken? «Selbstverständlich werden wir unsere Prozesse genau analysieren und besprechen», sagt Schifferle. Wie erfolgreich die neue Ausschreibung der TV- und Marketingrechte ist, wird ein Gradmesser dafür, ob die Worte nicht nur gut tönen.


    Gestärkt aus der Krise? Sie hat eben erst angefangen. Zwar dürfen die Klubs wieder spielen oder Teleclub als Inhaber der TV-Rechte mit Neuabonnenten spekulieren, aber ohne Zuschauer bleibt den Vereinen der Boden unter den Füssen weggezogen – vor allem emotional. Publikum und Fans dürften nach überstandener Geisterzeit zweimal überlegen, ob sie wieder die Ränge füllen sollen, wenn es nicht gerade um Titel geht. Auch im Fussball gilt: Die vielbeschworene «neue Normalität» wird kommen – nur wird sie ganz anders sein als die alte Normalität. Die Liga wird lernen müssen, damit umzugehen.


    Aus dem NZZ-E-Paper vom 31.05.2020



    Von meinem iPhone gesendet



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

  • Drei (3!) neue Corona Fälle von gestern auf heute. Denke wenn wir eine Woche lang einstellige Fallzahlen haben kann man ab September wieder Grossveranstaltungen mit Publikum möglich machen. Oder sogar früher. Muss ja keiner hingehen (Risikogruppen).

  • Ja, das ist wirklich sehr tief.

    Vor allem, viel tiefer als erwartet...

    sorry, wenn ich nochmals klugscheissere!


    aber das verwundert wirklich nur noch diejenigen, welche alle informationen nur über die staatlichen kanäle bezogen haben ohne auch nur das geringste zu hinterfragen.



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!