absolut zurecht!
Argentinien erhält FIFA-Fairplay-Preis
https://www.der-postillon.com/2026/07/argent…a-fairplay.html
Das ist KI, das kann nicht wahr sein. Nicht einmal bei dieser Muppet Show, oder? Oder!![]()
absolut zurecht!
Argentinien erhält FIFA-Fairplay-Preis
https://www.der-postillon.com/2026/07/argent…a-fairplay.html
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Diese Rede hielt Fifa-Präsident Gianni Infantino vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien im Trump Tower in New York City. Wir dokumentieren sie im Wortlaut und in deutscher Übersetzung.
Gianni Infantino: «Diese Weltmeisterschaft war das grösste menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit jemals erlebt und gesehen hat»
Vielen herzlichen Dank, sehr geehrter Herr Präsident, liebe Freunde, Kollegen, meine Damen und Herren, Präsidenten aus aller Welt.
Sehr geehrter Herr Präsident, wir haben heute die Welt hier vereint, die Präsidenten aller Länder der Welt – natürlich des Fussballs auf der ganzen Welt –, aber wir wissen, dass dies die wichtigste Sache der Welt ist. Also sind die wichtigsten Menschen der Welt heute hier. Die Legenden unseres Spiels sind hier. Diejenigen, die unsere Herzen höherschlagen liessen, die die Herzen von Milliarden von Menschen auf der Welt höherschlagen liessen. Und natürlich auch der Fifa-Rat. Wir alle sind heute Abend hier vereint, Herr Präsident, um diese unglaubliche Fifa-Weltmeisterschaft zu feiern.
Als wir uns das erste Mal trafen, Herr Präsident, im Jahr 2018, im Sommer nach der Bekanntgabe der Entscheidung, habe ich Ihnen versprochen, dass wir eine grossartige Weltmeisterschaft veranstalten würden, und diese Weltmeisterschaft hat in jeder Hinsicht alle Erwartungen übertroffen. Volle Stadien, sieben Millionen Menschen in den Stadien, zig Millionen in den Städten in Amerika, in Kanada, in Mexiko, Milliarden vor ihren Fernsehern – alle haben das Spiel genossen, mit Glück, mit Freude, mit Frieden.
Und der amerikanische Traum, Herr Präsident, wurde Wirklichkeit. Wir haben die Welt vereint. Wir haben die Welt in Amerika vereint. Als ich Ihnen sagte, wir werden eine grossartige Weltmeisterschaft ausrichten, sagten Sie mir: «Amerika wird die Welt willkommen heissen.» Und Sie haben die Welt willkommen geheissen. Jeder, der hierherkam, hat es genossen. Jeder, der zu Hause blieb, hat es ebenfalls genossen, indem er die unglaublichen Bilder dieser wunderschönen Gastgeberstädte sah, der Fans aus der ganzen Welt, die zusammenkamen und in Frieden, Glück und Freude feierten.
Denn ich weiss nicht, ob Sie es wissen, aber die offizielle Definition der Fifa ist: Wir sind seit 120 Jahren der offizielle Glückslieferant für die Menschheit. Wir sorgen also für Freude und Glück – es sei denn, das Team verliert natürlich.
Und all dies wäre natürlich nicht möglich gewesen – und ich sage dies, weil es die Wahrheit ist; Sie brauchen keine Leute, die Ihnen Komplimente machen, Herr Präsident –, aber diese Weltmeisterschaft wäre ohne Sie nicht ein solch unglaublicher Erfolg gewesen. Bitte danken Sie Ihrer Administration, jeder einzelnen Person im Weissen Haus, in der Verwaltung, in den Städten, in den Bundesstaaten, überall, die dazu beigetragen hat, diese sichere, geschützte und freudvolle Umgebung zu schaffen, um etwas zu erleben, das die Welt noch nie gesehen hat.
Dies war nicht nur die grösste Weltmeisterschaft aller Zeiten und ist es immer noch. Es ist das grösste menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit jemals erlebt und gesehen hat. Wir alle sind ein Teil davon, und dafür danke ich Ihnen sehr, Herr Präsident. Danke, dass Sie uns hier empfangen haben.
Es stehen noch zwei Spiele aus: das Spiel um den dritten Platz morgen zwischen England und Frankreich sowie das grosse Finale zwischen Argentinien und Spanien. Ein Land wird Weltmeister sein, aber die Welt hat bereits gewonnen. Amerika hat gewonnen, die Fifa hat gewonnen.
Die Welt auf eine solche Art und Weise zu vereinen, wie wir es diesen Sommer getan haben, und Millionen, Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt unvergessliche Erlebnisse und Erinnerungen zu schenken, ist etwas, das wir mitnehmen und für immer in Ehren halten werden.
Vielen Dank, Herr Präsident. Danke.
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Bei mir nicht. Marseille gewinnt die 1. Champions League 1993 - legendär! Oder Chelseas Sieg in München gegen die Bayern im "Finale Dahoam", bei dem sie eigentlich keinen Stich hatten und mit 1 Chance/Corner 1 Tor zum 1:0 Sieg für Di Matteos Team geschossen haben? Und auch der Sieg der Bayern (yup, bin schon ein bisserl Bayern-Fan) gegen Valencia im Jahre 2001 ist bei mir noch in Erinnerung.
"Die Mutter aller CHL - Niederlagen" war übrigens 1999 und auch legendär!
Stimmt, das war 1999, du siehst obwohl ich mich ans Spiel (bzw. die Nachspielzeit
) erinnern kann, ist mir das Jahr nicht mehr geläufig. Und generell zeigt das aber auch, du erinnerst dich an mutmasslich grosse Spiele, zu denen du einen Bezug als Fan hast. Ich persönlich finde nach wie vor das 4:1 der Schweiz gegen Rumänien eines der besten Spiele überhaupt, und bin sicher 99% der Weltbevölkerung sieht das nicht so.
Und das 4:2 in Bern gegen Schweden ![]()
Aber ich muss dennoch eingestehen, dass der Sieg im Penaltyschiessen gegen die Franzosen an der Euro wohl das grossartigste Spiel der Geschichte der Fussball-Nati war. Auch wegen der Tor-Reinenfolge usw.
Das ist KI, das kann nicht wahr sein. Nicht einmal bei dieser Muppet Show, oder? Oder!
nein, dass ist nicht ki, aber der postillon, eine satire seite! ![]()
nein, dass ist nicht ki, aber der postillon, eine satire seite!
Schlechte Satire. Habe geglaubt, dass es echt ist und die Rede könnte durchaus noch so erfolgen.
Schlechte Satire. Habe geglaubt, dass es echt ist und die Rede könnte durchaus noch so erfolgen.
die rede von infantino ist echt und keine satire.
der fair play preis für argentinien ist hingegen satire. und keine schlechte! ![]()
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Diese Rede hielt Fifa-Präsident Gianni Infantino vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien im Trump Tower in New York City. Wir dokumentieren sie im Wortlaut und in deutscher Übersetzung.
Gianni Infantino: «Diese Weltmeisterschaft war das grösste menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit jemals erlebt und gesehen hat»
Vielen herzlichen Dank, sehr geehrter Herr Präsident, liebe Freunde, Kollegen, meine Damen und Herren, Präsidenten aus aller Welt.
Sehr geehrter Herr Präsident, wir haben heute die Welt hier vereint, die Präsidenten aller Länder der Welt – natürlich des Fussballs auf der ganzen Welt –, aber wir wissen, dass dies die wichtigste Sache der Welt ist. Also sind die wichtigsten Menschen der Welt heute hier. Die Legenden unseres Spiels sind hier. Diejenigen, die unsere Herzen höherschlagen liessen, die die Herzen von Milliarden von Menschen auf der Welt höherschlagen liessen. Und natürlich auch der Fifa-Rat. Wir alle sind heute Abend hier vereint, Herr Präsident, um diese unglaubliche Fifa-Weltmeisterschaft zu feiern.
Als wir uns das erste Mal trafen, Herr Präsident, im Jahr 2018, im Sommer nach der Bekanntgabe der Entscheidung, habe ich Ihnen versprochen, dass wir eine grossartige Weltmeisterschaft veranstalten würden, und diese Weltmeisterschaft hat in jeder Hinsicht alle Erwartungen übertroffen. Volle Stadien, sieben Millionen Menschen in den Stadien, zig Millionen in den Städten in Amerika, in Kanada, in Mexiko, Milliarden vor ihren Fernsehern – alle haben das Spiel genossen, mit Glück, mit Freude, mit Frieden.
Und der amerikanische Traum, Herr Präsident, wurde Wirklichkeit. Wir haben die Welt vereint. Wir haben die Welt in Amerika vereint. Als ich Ihnen sagte, wir werden eine grossartige Weltmeisterschaft ausrichten, sagten Sie mir: «Amerika wird die Welt willkommen heissen.» Und Sie haben die Welt willkommen geheissen. Jeder, der hierherkam, hat es genossen. Jeder, der zu Hause blieb, hat es ebenfalls genossen, indem er die unglaublichen Bilder dieser wunderschönen Gastgeberstädte sah, der Fans aus der ganzen Welt, die zusammenkamen und in Frieden, Glück und Freude feierten.
Denn ich weiss nicht, ob Sie es wissen, aber die offizielle Definition der Fifa ist: Wir sind seit 120 Jahren der offizielle Glückslieferant für die Menschheit. Wir sorgen also für Freude und Glück – es sei denn, das Team verliert natürlich.
Und all dies wäre natürlich nicht möglich gewesen – und ich sage dies, weil es die Wahrheit ist; Sie brauchen keine Leute, die Ihnen Komplimente machen, Herr Präsident –, aber diese Weltmeisterschaft wäre ohne Sie nicht ein solch unglaublicher Erfolg gewesen. Bitte danken Sie Ihrer Administration, jeder einzelnen Person im Weissen Haus, in der Verwaltung, in den Städten, in den Bundesstaaten, überall, die dazu beigetragen hat, diese sichere, geschützte und freudvolle Umgebung zu schaffen, um etwas zu erleben, das die Welt noch nie gesehen hat.
Dies war nicht nur die grösste Weltmeisterschaft aller Zeiten und ist es immer noch. Es ist das grösste menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit jemals erlebt und gesehen hat. Wir alle sind ein Teil davon, und dafür danke ich Ihnen sehr, Herr Präsident. Danke, dass Sie uns hier empfangen haben.
Es stehen noch zwei Spiele aus: das Spiel um den dritten Platz morgen zwischen England und Frankreich sowie das grosse Finale zwischen Argentinien und Spanien. Ein Land wird Weltmeister sein, aber die Welt hat bereits gewonnen. Amerika hat gewonnen, die Fifa hat gewonnen.
Die Welt auf eine solche Art und Weise zu vereinen, wie wir es diesen Sommer getan haben, und Millionen, Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt unvergessliche Erlebnisse und Erinnerungen zu schenken, ist etwas, das wir mitnehmen und für immer in Ehren halten werden.
Vielen Dank, Herr Präsident. Danke.
Die Mondlandung und das Ende des 2. Weltkriegs sind ein Scheiss gegen diese WM - absolut!
Die Mondlandung und das Ende des 2. Weltkriegs sind ein Scheiss gegen diese WM - absolut!
vieles haben sie in den usa tatsächlich richtig und gut gemacht an dieser wm. die stadien waren voll, die stimmung in städten mit den fans sehr gut. die organisation grundsätzlich top.
aber ausserhalb der usa, werden den leuten wohl trotzdem hauptsächlich nur die hässlichen seiten dieser wm in erinnerung bleiben:
ein fifa präsident, welcher nicht nur mit seiner zunge, sondern mit seinem ganzen körper dem präsidenten des einten austragungslandes in dessen arsch steckte. herrlich, wie der zdf reporter die szene beschrieb, als trump und infantilino hinter der glasscheibe im tevau eingeblendet wurden:
„das ist der us präsident und sein telefonjoker, rechts, sein lakai gianni infantino!“
wenigstens wurde mit spanien die richtige mannschaft weltmeister. „richtig“ nicht nur auf grund des finales mit dem hässlichen und spiel verweigernden gegner. sondern auch auf grund des gesamten turniers und hauptsächlich weil sie schon seit jahren permanent zu den top 3 nationalmannschaften der welt gehören.
dies auch eine form der gerechtigkeit, welche vielen von dieser wm in positiver erinnerung bleiben dürfte!
die weltwoche setzt noch einen drauf. guckst du text unten.
(bevor fragen aufkommen: ja, ich nehme an, dass folgender text nicht ganz ernst gemeint ist und daher als satire betrachtet werden kann. aber wissen tu ich es natürlich auch nicht wirklich, habe ihn ja nicht selber geschrieben…
)
Die WM 2026 war erst der Anfang. Eine Fussball-Dystopie aus dem Jahr 2050
Die Weltmeisterschaft 2050 läuft nun seit elf Monaten, und man muss sagen: Sie läuft gut. Ruhig. Geordnet. Kein Mensch weiss mehr, wer gerade führt, aber das ist Absicht. Ergebnisse werden aus Gründen der Fairness erst nach abschliessender Prüfung mitgeteilt – und die dauert.
Wer sich erinnert, wie das anfing, denkt heute fast wehmütig an 2026 zurück. 48 Mannschaften, drei Minuten Trinkpause pro Halbzeit – und man hielt das für viel. Damals jubelte man noch, bevor das Tor bestätigt war – heute eine Ordnungswidrigkeit. Es war, im Rückblick, die letzte WM, an der der Ball wirklich rollte.
Heute qualifiziert sich niemand mehr. Qualifikation war Ausgrenzung, und Ausgrenzung ist unmenschlich, also sind alle dabei. Alle Verbände, sämtliche Vereine und, seit letztem Jahr, auch die drei Mondstationen. Die Gruppenphase umfasst über 1000 Spiele. Sie beginnt im Herbst und endet, wenn sie endet. Das ist der Preis der Vollständigkeit.
Herzstück bleibt der Videobeweis. Er hat sich prächtig entwickelt. Zuerst prüfte der Computer den Schiedsrichter. Dann prüfte ein zweiter Computer den ersten. Heute prüft eine Kommission aus vierzig künstlichen Intelligenzen jede Berührung bis aufs einzelne Molekül, und weil vierzig Intelligenzen selten gleicher Meinung sind, gilt jedes Tor zunächst als «vorläufig».
Vorläufige Tore haben eine Einsprachefrist von dreissig Tagen. Man erfährt frühestens am Freitag, wer am Dienstag wahrscheinlich gewonnen hat. Das Endspiel von 2034 steht übrigens noch unter Vorbehalt; ein umstrittenes Abseits wird seit sechzehn Jahren diskutiert. Und das Resultat von 2026, jener sagenhaften spanischen Nacht, wurde 2039 in aller Stille korrigiert. Als Sieger gilt heute Argentinien. Ein Veto des inzwischen heiliggesprochenen Lionel Messi wurde aus ethischen Gründen gutgeheissen.
Gejubelt wird 2050 nicht mehr spontan. Jeder Fan trägt am Handgelenk ein Band, das jede Regung zurückhält, bis die Kommission entschieden hat. Blinkt es grün, darf man sich freuen. Blinkt es rot, bleibt man besser ruhig. Die Emotion auf Bewährung ist heute eine ausgereifte Technologie. Enttäuschung gibt es keine mehr, weil man gar nicht erst hofft.
Auch die Trinkpause hat ihren Weg gemacht. Aus zwei Hälften wurden vier Viertel, aus Vierteln Achtel, aus Achteln Sechzehntel. Ein Match besteht heute aus Spielfenstern von je fünfundvierzig Sekunden, dazwischen jeweils Pausen zur Kühlung, zur Meditation und zum stillen Dank an die Sponsoren. Netto wird pro Spiel noch etwa zwölf Minuten gespielt. Der Rest ist Fürsorge. Gespielt wird ohnehin nur noch in klimatisierten Kuppeln tief unter der Erde, weil die Oberfläche seit einiger Zeit als nicht mehr bespielbar gilt – Zweifel daran sind untersagt.
Über allem thront der Präsident, ein Walliser natürlich, wie es die Tradition verlangt: Primus Zurbriggen, aufgewachsen in einem Weiler im Lötschental, dessen Dialekt nicht einmal der Rest des Wallis versteht. Sein Verband führt heute eine eigene Währung, eine eigene Flagge – ein Schwarznasenschaf auf rot-weissem Grund – sowie eine eigene Zeitzone.
2030 übernahm die Fifa das Nobelkomitee und holte es von Oslo nach Zürich. Seither vergibt die Fifa den Friedensnobelpreis. Kriege werden nicht mehr geführt, sondern im Elfmeterschiessen entschieden, was Zurbriggen zu Recht als grössten Friedensdienst der Menschheitsgeschichte bezeichnet.
Ein Fest ist es nach wie vor, daran lässt man keinen Zweifel. Ein völkerverbindendes, perfekt organisiertes, lückenlos inszeniertes Fest. Die Bilder sind gestochen scharf, die Entscheide sind gerecht bis auf die letzte Nachkommastelle, der Frieden ist total, die Zahlen sind astronomisch. Alles ist geprüft. Alles ist bestätigt. Alles ist perfekt.
Und trotzdem, es fehlt etwas. Denn eines hat die Kommission bis heute vergessen zu prüfen: ob das da unten, in der Kuppel, zwischen den Werbespots und den Fans mit dem grünen Band am Handgelenk, überhaupt noch ein Spiel ist. Aber das ist eine emotionale Frage. Und Emotionen gelten, bis auf Weiteres, als vorläufig.
Alles anzeigendie weltwoche setzt noch einen drauf. guckst du text unten.
(bevor fragen aufkommen: ja, ich nehme an, dass folgender text nicht ganz ernst gemeint ist und daher als satire betrachtet werden kann. aber wissen tu ich es natürlich auch nicht wirklich, habe ihn ja nicht selber geschrieben…
)
Das ewige Turnier
Die WM 2026 war erst der Anfang. Eine Fussball-Dystopie aus dem Jahr 2050
Die Weltmeisterschaft 2050 läuft nun seit elf Monaten, und man muss sagen: Sie läuft gut. Ruhig. Geordnet. Kein Mensch weiss mehr, wer gerade führt, aber das ist Absicht. Ergebnisse werden aus Gründen der Fairness erst nach abschliessender Prüfung mitgeteilt – und die dauert.
Wer sich erinnert, wie das anfing, denkt heute fast wehmütig an 2026 zurück. 48 Mannschaften, drei Minuten Trinkpause pro Halbzeit – und man hielt das für viel. Damals jubelte man noch, bevor das Tor bestätigt war – heute eine Ordnungswidrigkeit. Es war, im Rückblick, die letzte WM, an der der Ball wirklich rollte.
Heute qualifiziert sich niemand mehr. Qualifikation war Ausgrenzung, und Ausgrenzung ist unmenschlich, also sind alle dabei. Alle Verbände, sämtliche Vereine und, seit letztem Jahr, auch die drei Mondstationen. Die Gruppenphase umfasst über 1000 Spiele. Sie beginnt im Herbst und endet, wenn sie endet. Das ist der Preis der Vollständigkeit.
Herzstück bleibt der Videobeweis. Er hat sich prächtig entwickelt. Zuerst prüfte der Computer den Schiedsrichter. Dann prüfte ein zweiter Computer den ersten. Heute prüft eine Kommission aus vierzig künstlichen Intelligenzen jede Berührung bis aufs einzelne Molekül, und weil vierzig Intelligenzen selten gleicher Meinung sind, gilt jedes Tor zunächst als «vorläufig».
Vorläufige Tore haben eine Einsprachefrist von dreissig Tagen. Man erfährt frühestens am Freitag, wer am Dienstag wahrscheinlich gewonnen hat. Das Endspiel von 2034 steht übrigens noch unter Vorbehalt; ein umstrittenes Abseits wird seit sechzehn Jahren diskutiert. Und das Resultat von 2026, jener sagenhaften spanischen Nacht, wurde 2039 in aller Stille korrigiert. Als Sieger gilt heute Argentinien. Ein Veto des inzwischen heiliggesprochenen Lionel Messi wurde aus ethischen Gründen gutgeheissen.
Gejubelt wird 2050 nicht mehr spontan. Jeder Fan trägt am Handgelenk ein Band, das jede Regung zurückhält, bis die Kommission entschieden hat. Blinkt es grün, darf man sich freuen. Blinkt es rot, bleibt man besser ruhig. Die Emotion auf Bewährung ist heute eine ausgereifte Technologie. Enttäuschung gibt es keine mehr, weil man gar nicht erst hofft.
Auch die Trinkpause hat ihren Weg gemacht. Aus zwei Hälften wurden vier Viertel, aus Vierteln Achtel, aus Achteln Sechzehntel. Ein Match besteht heute aus Spielfenstern von je fünfundvierzig Sekunden, dazwischen jeweils Pausen zur Kühlung, zur Meditation und zum stillen Dank an die Sponsoren. Netto wird pro Spiel noch etwa zwölf Minuten gespielt. Der Rest ist Fürsorge. Gespielt wird ohnehin nur noch in klimatisierten Kuppeln tief unter der Erde, weil die Oberfläche seit einiger Zeit als nicht mehr bespielbar gilt – Zweifel daran sind untersagt.
Über allem thront der Präsident, ein Walliser natürlich, wie es die Tradition verlangt: Primus Zurbriggen, aufgewachsen in einem Weiler im Lötschental, dessen Dialekt nicht einmal der Rest des Wallis versteht. Sein Verband führt heute eine eigene Währung, eine eigene Flagge – ein Schwarznasenschaf auf rot-weissem Grund – sowie eine eigene Zeitzone.
2030 übernahm die Fifa das Nobelkomitee und holte es von Oslo nach Zürich. Seither vergibt die Fifa den Friedensnobelpreis. Kriege werden nicht mehr geführt, sondern im Elfmeterschiessen entschieden, was Zurbriggen zu Recht als grössten Friedensdienst der Menschheitsgeschichte bezeichnet.
Ein Fest ist es nach wie vor, daran lässt man keinen Zweifel. Ein völkerverbindendes, perfekt organisiertes, lückenlos inszeniertes Fest. Die Bilder sind gestochen scharf, die Entscheide sind gerecht bis auf die letzte Nachkommastelle, der Frieden ist total, die Zahlen sind astronomisch. Alles ist geprüft. Alles ist bestätigt. Alles ist perfekt.
Und trotzdem, es fehlt etwas. Denn eines hat die Kommission bis heute vergessen zu prüfen: ob das da unten, in der Kuppel, zwischen den Werbespots und den Fans mit dem grünen Band am Handgelenk, überhaupt noch ein Spiel ist. Aber das ist eine emotionale Frage. Und Emotionen gelten, bis auf Weiteres, als vorläufig.
schwach und doof...
das ist nicht mal satire... und auch nicht 'lustig'.
Aber es trifft den "Kern" der Sache halt eben doch. Fussball für die Fussballer und Fussball-Fans war einmal. Jetzt ist es DIE
massentauglichste Grossveranstaltung der Welt. War sie schon vorher, jetzt aber auch ohne Scham und ohne Anstands- und
Fussball-Grenzen. Stoppen wird dieser Trend nicht. Für das ist die WM einfach zu populär. Darum, und weil "Money talks"
ist der Geist nun aus der Flasche. Und ob er jemals wieder zurück in die Flasche geht? On verra ......
vieles haben sie in den usa tatsächlich richtig und gut gemacht an dieser wm. die stadien waren voll, die stimmung in städten mit den fans sehr gut. die organisation grundsätzlich top.
Gut geschrieben, und zwar der ganze Kommentar, den ich aber nicht nochmals komplett zitiere.
Was aber oft vergessen wird auch bei den positiven Aspekten. Es wird immer alles auf die USA projiziert und vergessen, dass auch Mexiko und Kanada einen tollen Job bei der Organisation gemacht haben. Und dies ohne irgendwelche Einmischungen, Einreisetheater und dergleichen.
Was aber oft vergessen wird auch bei den positiven Aspekten. Es wird immer alles auf die USA projiziert und vergessen, dass auch Mexiko und Kanada einen tollen Job bei der Organisation gemacht haben.
das sehe ich genau gleich! aber du siehst, selbst wenige tage nach dem turnier, bleibt die infantilino/trump show zuerst im gedächtnis haften. obwohl man kanada und mexico sehr unrecht tut damit!
Aber es trifft den "Kern" der Sache halt eben doch. Fussball für die Fussballer und Fussball-Fans war einmal.
finde ich eben auch!
wobei das glücklicherweise hauptsächlich für die nationalmannschaften, und auch da hauptsächlich eher an solchen grossereignissen wie der wm, gilt. allerdings gibt es auch auf clubebene länder, welche die ausnahme diese regel bestätigen. ich denke da vor allem an england, in welchem der fussball dem gemeinen proleten schon vor jahrzehnten weggenommen wurde, zumindest als live erlebnis im stadion. natürlich, der englische fussball wurde (ursprünglich) umgekrempelt, um den hooliganismus zu bekämpfen. spätestens nach dem mai 1985, als im tschämpiänslig finale juventus-liverpool, auf grund von randalen, 39 juve fans gestorben sind, musste die englische liga handeln! wurden doch alle englischen vereine danach für 5 jahre aus sämtlichen uefa wettbewerben ausgeschlossen.
aber dank dem mittlerweile gefühlt unerschöpflichen geldfluss in der premier league (KI: Die Premier League erwirtschaftet mit den TV-Einnahmen derzeit schätzungsweise 2,64 Milliarden Euro pro Saison. Die Partnerschaften mit den lokalen TV-Sendern machen davon etwa 1,44 Milliarden Euro aus. Die Rechte für die Übertragung im Ausland bringen zudem etwa 1,2 Milliarden Euro ein.), geht es schon längstens nicht mehr (nur) um den kampf gegen die hooligans, sondern lediglich um weitere gewinnmaximierung.
in deutschland, dem land mit dem höchsten gesamtzuschauerschnitt der welt (+/- 42'000), ist dieser schritt glücklicherweise noch! nicht passiert! nicht umsonst reisen an jedes dortmund heimspiel +/- 1000 englische fans an. nicht wenige davon mit dauerkarten. auch schalke und der hsv haben hat ein paar davon. habe mal eine doku darüber gesehen, in welcher sämtliche interviewten briten dasselbe sagten: "in deutschland ist der fussball für die zuschauer noch in seiner ursprünglichen form zu konsumieren und zu geniessen. so, wie das früher auch in england usus war. top stimmung in den stadien und tix zu adäquaten preisen."
zum weltwoche artikel: in diesem amüsieren mich halt hauptsächlich die seitenhiebe gegen den woken und "gspürsch mi fühlsch mi" wahnsinn und hinterlassen bei mir dementsprechend ein schmunzeln. natürlich, ansonsten finde ich den text auch nicht den ultimativen brüller. aber wie erwähnt: die seitenhiebe sind an der richtigen stelle, zumindest für mich...![]()
Von meiner Sicht war es eine tolle WM. Die Organisation war Klasse, jedes Spiel begann pünktlich auf die Minute und es gab keine Probleme. Die Stadien waren voll, die Stimmung, auch in den Städten, war ausgezeichnet und es gab keinen Zoff zwischen Fans.
Was mich gewaltig nervt ist wenn ich den Medien über ein sogenanntes "Einreisechaos" lese. Das war und ist reine Hoffnung und Wunschdenken der Europäischen Anti USA Medien. Es gab Hundert Tausende Besucher, Journalisten, Staff Members usw. Einer (1) Person wurde die Einreise in die USA verweigert, dem Schiri aus Somalia. Die Gründe wurden genannt und scheinen mir plausibel. Einem Spieler, Thomas Partey, wurde die Einreise verweigert aber das war in Canada. Da es die lieben Kanadier und nicht die bösen Amerikaner waren gab es darüber keine Headlines.
Das ewige Gejammer gegen die Kommerzialisierung ist auch hypocritical. Der Schweizer Fussballverband verdient an dieser WM $ 19 Millionen, dank der Kommerzialisierung! Ich nehme nicht an der SFV oder einer der anderen 47 Verbände wird dieses Geld ablehnen als Zeichen gegen die ach so schlimme Kommerzialisierung.
Die Halftime show: Brauche ich eine Halftime show? Nein. Es regt mich aber auch nicht auf dass es bei einem Final eine Halftime Show gibt und dadurch die Halftime 12 Minuten länger dauert.
Die Halftime show: Brauche ich eine Halftime show? Nein. Es regt mich aber auch nicht auf dass es bei einem Final eine Halftime Show gibt und dadurch die Halftime 12 Minuten länger dauert.
Mir hat die Halftime Show gefallen! Kann man machen beim Final eines solchen Grossanlasses.
Was die Fussball- und Hockey-WM gezeigt hat: Es braucht eigentlich keine Ultras im Stadion….![]()
Das ewige Gejammer gegen die Kommerzialisierung ist auch hypocritical. Der Schweizer Fussballverband verdient an dieser WM $ 19 Millionen, dank der Kommerzialisierung! Ich nehme nicht an der SFV oder einer der anderen 47 Verbände wird dieses Geld ablehnen als Zeichen gegen die ach so schlimme Kommerzialisierung.
Die Halftime show: Brauche ich eine Halftime show? Nein. Es regt mich aber auch nicht auf dass es bei einem Final eine Halftime Show gibt und dadurch die Halftime 12 Minuten länger dauert.
ausser bei diesen zwei punkten, bin ich voll bei dir! ![]()
als politisch mittlerweile eher konservativ eingestellter mensch, habe ich natürlich nichts gegen kommerz. aber irgendwo sollte es schon noch eine grenze zwischen „gesundem“ und „übertriebenem“ kommerz geben. diese grenze wurde me an dieser wm klar überschritten. wobei ich zugebe: es ist nicht ganz einfach zu definieren, wo diese grenze überhaupt liegt! bedeutend einfacher ist es natürlich, das überschreiten dieser imaginären grenze zu kritisieren…![]()
halbzeitshow: wie schon erwähnt, ist mir ein greuel! aber wenn schon für „nötig“ befunden, dann bitte auf die 15 (von der fifa im reglement festgehaltenen!) minuten beschränken! oder als alternative nur noch muppets als pausen unterhaltung, da bin ich dabei, auch in überlänge! ![]()
ausser bei diesen zwei punkten, bin ich voll bei dir!
als politisch mittlerweile eher konservativ eingestellter mensch, habe ich natürlich nichts gegen kommerz. aber irgendwo sollte es schon noch eine grenze zwischen „gesundem“ und „übertriebenem“ kommerz geben. diese grenze wurde me an dieser wm klar überschritten. wobei ich zugebe: es ist nicht ganz einfach zu definieren, wo diese grenze überhaupt liegt! bedeutend einfacher ist es natürlich, das überschreiten dieser imaginären grenze zu kritisieren…
halbzeitshow: wie schon erwähnt, ist mir ein greuel! aber wenn schon für „nötig“ befunden, dann bitte auf die 15 (von der fifa im reglement festgehaltenen!) minuten beschränken! oder als alternative nur noch muppets als pausen unterhaltung, da bin ich dabei, auch in überlänge!
So ist es mein Freund. Die Grenze zwischen gesundem und urbetriebenen Kommerz ist sehr subjektiv. Aber wie schon gesagt, der SFV und die anderen Verbände nützen diese Einnahmen hoffentlich produktiv zu Jugendförderung etc.
A propos Halftime show: Wenn es Sydney Sweeney in einem Bikini wäre, Du würdest eine längere Halftime Show fordern ![]()
Mir hat die Halftime Show gefallen! Kann man machen beim Final eines solchen Grossanlasses.
Was die Fussball- und Hockey-WM gezeigt hat: Es braucht eigentlich keine Ultras im Stadion….
Hmmm, yup. Wenn in der Schweiz 25 Heimspiele der Schweizer Hockey-Nati in der Regular Season stattfinden, dann sind
ganz, ganz sicher alle stimmungsmässig der Brüller (also zumindest 99% davon, wirklich). Genau. Und das jedes Jahr.
Nati-Spiele mit Club-Spiele zu vergleichen ist ...... nein, lassen wir das. Du weisst es genau so gut wie ich. Aber ja, die
einen wollen ein NHL-Feeling im Stadion. Also ohne Stimmung (ausser wenn's vom Würfel vorgegeben wird oder es eine
- selten gewordene - Keilerei gibt), dafür ist alles gesittet und schweineteuer. Die anderen wollen Stehplätze, Choreos und
von den Ultras "vorgegebene" Stimmung.
Und viele alte Säcke hier wollen das zurück, was früher einmal war. Geile Stimmung, unorchestriert dafür dem Spiel entsprechend.
Nur vergisst man(n) halt wirklich gerne, dass das in der heutigen Zeit - wie damals oft auch, obwohl man das natürlich gaaaanz
anders in Erinnerung hat - einfach dazu führen würde, dass einfach sehr wenig los ist im Stadion. Die aller-aller meisten Alten
wollen keine Stimmung (mehr) machen, die meisten Jungen wollen eine Kurve oder eben einen Block.
Rangersfan: Ich bin bei dir, bzw. das sagen meine Freunde alle unisono in den USA, die WM war ein voller Erfolg. Aber eben,
für die Amis und für den Event-Fan. Auch für die europäischen Nationalmannschafts Fussball-Fans. Aber eben. Was genau
bleibt bei uns hier von dieser WM haften? Als erstes ein Telefon vom US Amerikanischen Präsidenten an den Präsi der FIFA.
Eine Sperre eines US Amerikaners die dann einfach nicht stattgefunden hat, das unsportliche Argentinien. Und sonst?
Übrigens, die Iraner wurden dann auch nicht ganz so "nett" behandelt (ab nach Mexico, olé), und auch bei ihnen gab's doch
einige/viele Betreuer, die nicht mit-einreisen durften. Das gehört dann schon auch noch zur ganzen Wahrheit.
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