Davos–ZSC 19.11.23

  • Nach einem starken Saisonstart ist die Anzahl der "blutleeren" Spiele mit offensiver Impotenz trotz hochkarätigem Sturm stark am Steigen. Klar, die Defense ist solid, aber irgendwie bringt unser Starensemble vorne nichts zusammen. Zuviele Indianer wieder einmal? Ich bin echt ratlos, aber es ist immer noch November. Trotzdem, so etwas hätte ich nicht erwartet, 3 Niederlagen in Serie und die Tendenz zeigt brual in die falsche Richtung.

  • Die ZSC Lions tun nicht, was ihr Coach von ihnen fordert

    Der Wiedereinstieg nach der Pause ist den Zürchern komplett missglückt. Sie sind beim 0:3 in Davos chancenlos. Marc Crawford ärgert sich über den fehlenden Kampfgeist.


    Simon Graf

    Publiziert heute um 19:08 Uhr

    Ein Anblick des Grauens: ZSC-Coach Marc Crawford gefiel der Auftritt seines Teams gar nicht.

    Foto: Jürgen Staiger (Keystone)

    Es gab im September und im Oktober Spiele, in denen die ZSC Lions ihre Gegner mit ihrem Tempohockey überforderten. Alles passte bei ihnen zusammen und sah so leicht aus. Diese Leichtigkeit ist seit einiger Zeit weg. Und auch die Nationalteam-Pause hat den Zürchern nicht geholfen, neuen Schwung aufzunehmen. Im Gegenteil. In ihrer ersten Partie seit 15 Tagen wurden sie in Davos von A bis Z dominiert. Mit dem 0:3 waren sie sogar noch gut bedient. Die 6547 Zuschauer im ausverkauften Davoser Eisstadion erlebten Einbahn-Eishockey.

    ZSC-Coach Marc Crawford ist keiner, der die Dinge schönredet. Das tat er auch diesmal nicht. «Die Davoser waren in allen Bereichen besser als wir», konstatierte er. «Im Sturm, in der Verteidigung, im Tor. Kompliment an die Davoser für ihre engagierte Leistung. Was mir bei uns gar nicht gefiel: Wir haben nicht hart genug gekämpft. Wenn du in dieser Liga auswärts gewinnen willst, musst du härter arbeiten als der Gegner. Das taten wir nicht. Und das müssen wir ändern. Wir hatten vor dem Spiel darüber gesprochen, aber wir setzten es nicht um. Das geht auf mich. Ich muss dafür sorgen, dass die Jungs bereit sind.»

    Davos - ZSC Lions 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

    6547 Zuschauer (ausverkauft). – Tore: 22. Nussbaumer (Rasmussen, Fora) 1:0. 42. Ambühl (Fora, Rasmussen) 2:0. 59. (58:15) Stransky (ins leere Tor) 3:0. – Strafen: 2 Minuten gegen Davos, 3-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions.

    ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Geering; Trutmann, Marti; Weber; Lehtonen; Ustinkov; Andrighetto, Malgin, Hollenstein; Frödén, Lammikko, Zehnder; Chris Baltisberger, Grant, Balcert; Bodenmann, Sigrist, Schäppi; Riedi.

    Bemerkungen: Davos ohne Frehner (gesperrt), Knak (krank) und Schneeberger (verletzt), ZSC Lions ohne Rohrer, Harrington (verletzt) und Phil Baltisberger (überzählig). – 24. Tor von Nordström aberkannt (wegen Goalie-Behinderung). – Die ZSC Lions von 58:05 bis 58:15 ohne Torhüter.

    Man darf davon ausgehen, dass Crawford in den nächsten Tagen deutliche Worte finden wird. Für die ZSC Lions war es die dritte Niederlage in Serie, nachdem sie vor der Pause schon Kloten (2:4) und Lausanne (2:3 nach Penaltys) unterlegen gewesen waren. Und es ist ja nicht so, dass die Davoser aktuell auf einer Erfolgswelle reiten. Die Bündner hatten zuvor ihre letzten drei Partien verloren, am Samstagabend in Lugano 4:6. Trotz wenig Erholungszeit waren sie den Zürchern auch läuferisch überlegen. Und zwar bis zum Schluss.

    Dass die ZSC Lions relativ lange auf Punkte hoffen durften, hatten sie Goalie Hrubec zu verdanken, der manch spektakuläre Parade zeigte. Doch in der 42. Minute leistete sich auch der Tscheche einmal einen Fehler, er liess sich von Ambühl zum 0:2 backhand durch die Beine bezwingen, nachdem Trutmann der Puck über den Stock gesprungen war. Und angesichts des bescheidenen Zürcher Widerstands war die Partie damit gelaufen. Am nächsten waren sie einem Tor beim Lattenschuss Lehtonens (36.) gekommen.

    Auch die Idee, die Linie mit Malgin, Andrighetto und Hollenstein wieder zu vereinen, die im Playoff 2022 brilliert hatte, zahlte sich nicht aus. Die Zürcher schafften es kaum je, mit Tempo durch die Mittelzone zu kommen. Was auch zurückzuführen war auf taktisch exzellent eingestellte Davoser.

    Weiter geht es für die ZSC Lions erst am Freitag, auswärts gegen die SCL Tigers. Anschauungsmaterial, was besser zu machen ist, haben sie in Davos ausreichend produziert.

  • Nach einem starken Saisonstart ist die Anzahl der "blutleeren" Spiele mit offensiver Impotenz trotz hochkarätigem Sturm stark am Steigen. Klar, die Defense ist solid, aber irgendwie bringt unser Starensemble vorne nichts zusammen. Zuviele Indianer wieder einmal? Ich bin echt ratlos, aber es ist immer noch November. Trotzdem, so etwas hätte ich nicht erwartet, 3 Niederlagen in Serie und die Tendenz zeigt brual in die falsche Richtung.

    Der bestbezahlte Protagonist zeigt vorbildlich wie im schlechten eis wenig zu punkten ist. Diese Schmerzempfindlichkeit schwappt offenbar zunehmend auf die Mannschaft über.

  • Nach einem starken Saisonstart ist die Anzahl der "blutleeren" Spiele mit offensiver Impotenz trotz hochkarätigem Sturm stark am Steigen. Klar, die Defense ist solid, aber irgendwie bringt unser Starensemble vorne nichts zusammen. Zuviele Indianer wieder einmal? Ich bin echt ratlos, aber es ist immer noch November. Trotzdem, so etwas hätte ich nicht erwartet, 3 Niederlagen in Serie und die Tendenz zeigt brual in die falsche Richtung.

    Sehe ich auch so. Die Spieler, welche zu Beginn der Saison noch gut geskort haben wie Balcers oder Fröden sind abgetaucht, und auf der anderen Seite bleiben andere wie Malgin oder Ghetto weiterhin recht blass.

    Nicht ganz..., sogar noch schlechter. Und dies nach zwei Wochen Training...

    Hatten sie nicht. Weil Crawford ja irgendwelche privaten Verpflichtungen hatte in Kanada, hatten sie erstmal 5 Tage frei, bevor wieder trainiert wurde…

  • Grönborg lässt grüssen..

    Heeeeeee ..... Dafür sind die Traings jetzt unter Crawford viel, viel besser und er baut auch viel, viel mehr Junge ins Kader ein als Grünberger!
    Äähhhhm ... gestern waren's wie viele Junge genau? Aber das ist alles nicht wirklich relevant.

    Ich habe und werde es immer wiederholen, auch wenn's kein Schwein interessiert: Das Grönborg-bashing ist mir sowas auf den Sack gegangen.
    Und im Gegenzug das Hochjubeln von Crawford und die ach so geilen Spiele! Beides war und ist total überzogen (gewesen).

    Oder um es so zu formulieren, wie es gewisse Exponenten hier so süffisant geschrieben haben:
    Die "geilen Spiele" kann ich diese Saison an einer Hand abzählen. Und nein, beschissen gespielt und trotzdem gewonnen ist KEIN geiles Spiel.

    Zum Spiel:
    Gestern war wieder erschreckend. Wir waren "irgendwie" einfach nicht parat. Nach 10 Minuten fühlte ich mich ins Game gegen Biel zurückversetzt.
    (welches wir ja noch gewonnen haben, daher war's doch nicht so schlecht Colin, hör doch auf).

    Noch bin ich persönlich überzeugt, dass dieses Team trotz Crawford den Turnaround schaffen kann. Erstens ist es Mitte November, es bleibt also
    noch ein bisschen Zeit. Zweitens haben wir die Qualiät dazu besseres und erfolgreicheres Eishockey zu spielen. Und drittens hat jedes Team mal
    eine Baisse.

  • Kann bitte jemand die Zügelkisten nach Winkel bestellen?

    Danke.

    *ironie off*


    Gemäss dem Coach musste Malgin feststellen, dass die Liga besser wurde. Ich hoffe der Coach hat dies ebenfalls festgestellt und zieht für sich die richtigen Schlüsse. Mit solch einem Sturm zu Null spielen - das kriege ich für weniger Geld auch hin.

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