• Doch doch, Sebastian Weber, Leo Ulrich und Gian Lamprecht sind aus unserer Organisation, versuchen sich einfach alle nächste Saison mal in Schweden.

    Aber wir machen absolut nichts falsch bei der Ausbildung. Es ist völlig okay, dass wirklich jeder, der etwas mehr Potential hat als ein 4. Linienspieler in der Schweiz zu sein, seine Möglichkeiten irgendwo weg vom ZSC weit besser sieht.

  • Aber wir machen absolut nichts falsch bei der Ausbildung. Es ist völlig okay, dass wirklich jeder, der etwas mehr Potential hat als ein 4. Linienspieler in der Schweiz zu sein, seine Möglichkeiten irgendwo weg vom ZSC weit besser sieht.

    Ist aber leider kein Problem der Organisation ZSC . Mehr generell des CH-Hockey.


  • Damit ist er neben Leo Ulrich, Clemens Troxler, Gian Lamprecht, Valerio Weber und Kimi Sutter bereits der sechste Spieler aus der Z-Organisation, der auf nächste Saison hin nach Schweden wechselt.

    Klar, gegen Kanada und die Slowakei hat man verloren, wobei ein 3:7 gegen Kanada nun wirklich kein Weltuntergang ist. Dafür hat man sogar Schweden und Tschechien geschlagen. Sooo schlecht, wie teilweise über unseren Nachwuchs geredet wird, sieht es m. E., wie schon mal erwähnt, nicht aus. Da kommen einige gute Spieler nach. Und wir haben gegen die Top-Nationen schon ganz andere Resultate gesehen.

    Nochmals: Schweden geschlagen!!

    • Offizieller Beitrag

    https://sport.ch/zsc-lions/1639…in-schweden-auf

    Damit ist er neben Leo Ulrich, Clemens Troxler, Gian Lamprecht, Valerio Weber und Kimi Sutter bereits der sechste Spieler aus der Z-Organisation, der auf nächste Saison hin nach Schweden wechselt.

    Klar, gegen Kanada und die Slowakei hat man verloren, wobei ein 3:7 gegen Kanada nun wirklich kein Weltuntergang ist. Dafür hat man sogar Schweden und Tschechien geschlagen. Sooo schlecht, wie teilweise über unseren Nachwuchs geredet wird, sieht es m. E., wie schon mal erwähnt, nicht aus. Da kommen einige gute Spieler nach. Und wir haben gegen die Top-Nationen schon ganz andere Resultate gesehen.

    Nochmals: Schweden geschlagen!!

    Gut gebrüllt Löwe, ähm ... ich meine Lions.

    Und an der U20 - WM können dann einige wieder motzen und schreiben, dass es von unserer Organisation "echt wenige Spieler" hat im Kader. Aber eben,
    weil sie halt gut genug waren/sind, spielen sie dann in Übersee oder SWE.

  • Eigentlich wollte ich nicht nochmals schreiben, hab’s schon in einigen Threads geschrieben und scheinbar findens die meisten gut, dass wir ein nettes Farmteam für Schweden sind. Aber ich finde, dass ist schon eine Diskussion wert.

    Grundsätzlich gibt es zwei Wege, die talentierte junge Spieler nehmen, wenn sie weg vom Zett gehen.

    1. Nordamerika, in der Regel CHL (wie bspw. Ghetto): Dort ist es schwierig wirklich was zu machen. Denke aber auch, dass dies immer weniger der Fall sein wird, da die CHL immer mehr gegen US Colleges den Kürzeren zieht, da es halt den richtig talentierten mehr hilft, wenn das Hockey kein reines Juniorenhockey mehr ist. Und die US Colleges sind definitiv näher am Erwachsenen Hockey als die CHL.
    2. Schweden: Die Liga ist etwas besser, als die Schweizer Liga, aber vom Niveau her sicher nicht meilenweit weg von der Schweiz. Sprich, der Grund, weshalb die Spieler gehen, ist nicht das höhere Niveau in der obersten Liga. Die schwedischen Juniorenligen sind dann aber vermutlich deutlich besser, da in der Breite und Spitze viel mehr Talente nachkommen. Aber primär gehen sie, weil sie davon ausgehen, dass sie sich dort schneller, besser, weiter entwickeln.

      Wäre ich jetzt der Verantwortliche beim ZSC, ziemlich sicher die Organisation, die europaweit am meisten ausgibt für die Junioren, würde ich mir sowas von den Finger aus dem Arsch ziehen, um zu sehen, weshalb dies so ist (dass jeder talentierte sein Glück in Schweden sucht) und ob es wirklich unmöglich ist, etwas zu ändern, so dass junge Spieler bei uns nicht den schlechteren Weg sehen.

      1. Wenn Du einen Pius hast (zum fair sein, er war glaubs auch 2 Jahre in Kanada, aber bei uns ins Erwachsenenhockey gefunden), die mit einem Juniorenvertrag Leistungsträger werden, hast du sportlich gewonnen, weil du einen Spieler hast, der für 100-200k das leistet, was du sonst für 500-750k einkaufen musst.

      2. Machts auch Spass für die Fans, wenn ein eigener durchstartet aus dem Nachwuchs. Klar, auch cool, wenn ein Ghetto als Gestandener zurückfindet. Aber so eine Story wie bei Pius ist gerade für einen Club, der sich als der Ausbildner im europäischen Eishockey versteht, extrem wichtig.

      3. Natürlich hilft es auch später, die Spieler kommen ja in der Regel gerne zurück. Aber da man im Eishockey keine Ablöse generieren kann, ist der grösste Vorteil als guter Ausbilder, dass du immer wieder gute Talente nachziehen kannst, dadurch ein kompletteres Kader hast und ab und an einen super Spieler hast, der noch nicht 500k-1m kostet. All diese Vorteile fallen weg, wenn die talentierten mit 16-18 das weiter suchen.


      Mir ist klar, man wird nie alle halten und integrieren können. Und es gibt auch nicht den einen Weg, der für alle jungen Spieler der goldene Weg ist. Aber ich fände ein wenig Selbstkritik oder Verbesserungswillen durchaus gut für unseren Club, wenn man sich die Integration von Nachwuchsspielern die letzten 5-10 Jahre anschaut. Nur schulternzuckend zu sagen, können wir halt nichts machen, ist mir zu einfach für einen grossen, professionellen Club wie dem ZSC.

    • Offizieller Beitrag

    In a Nutshell:
    Das "Schaufenster" für die NHL Scouts in SWE ist um ein x-faches attraktiver als dies bei den Junioren bei uns in der CH der Fall ist.
    Da kannst du als einzelner Club nichts machen, gar nichts. Grund: Wie viele Schweden schaffen es JEDES JAHR in den NHL Draft
    im Vergleich zur CH? Eben. Da spielt es überhaupt keine Rolle, dass die Qualität der Männer-Liga in SWE dann nicht meilenweit
    von derjenigen in der CH entfernt ist.

  • In a Nutshell:
    Das "Schaufenster" für die NHL Scouts in SWE ist um ein x-faches attraktiver als dies bei den Junioren bei uns in der CH der Fall ist.
    Da kannst du als einzelner Club nichts machen, gar nichts. Grund: Wie viele Schweden schaffen es JEDES JAHR in den NHL Draft
    im Vergleich zur CH? Eben. Da spielt es überhaupt keine Rolle, dass die Qualität der Männer-Liga in SWE dann nicht meilenweit
    von derjenigen in der CH entfernt ist.

    In der schwedischen Liga erhalten zudem Junioren im internationalen Vergleich überdurchschnittlich viel Einsatzzeit und eher tragende Rollen auch in Special Teams. Das wurde ja unter anderem explizit genannt, als Fribourg Roger Rönnberg verpflichtet hat. 2-3 Junge haben ja danach auch zu Gottéron gewechselt, weil RR den Ruf hatte, Junioren stark einzubinden und zu fördern.

  • Dass deutlich mehr Eishockeyspieler aus der schwedischen SHL (Swedish Hockey League) den Sprung nach Nordamerika in die NHL oder AHL schaffen als aus der Schweizer National League (NL), ist kein Zufall, sondern das Resultat fundamental unterschiedlicher Ligasysteme, finanzieller Anreize und historisch gewachsener Nachwuchsstrukturen. Ein faktenbasierter Kommentar zu den systemischen Unterschieden der letzten 3 bis 5 Jahre verdeutlicht dies.


    1. Das quantitative Fundament: Der NHL Entry Draft

    Der primäre Indikator für den Talentfluss nach Nordamerika ist der NHL Entry Draft. Während Schweden konstant zu den drei grössten Talentlieferanten der Welt gehört, bleibt die Schweiz auf einem stabilen, aber zahlenmässig deutlich kleineren Niveau.

    • Schweden (SHL & Juniorenligen): In den jährlichen NHL Drafts werden konstant zwischen 20 und 30 schwedische Spieler ausgewählt (oft weit über 100 Spieler innerhalb eines Fünfjahreszeitraums). Ein Blick auf die historische Gesamtstatistik von Elite Prospects verdeutlicht das extreme Gefälle: Über 900 schwedische Spieler wurden insgesamt gedraftet.
    • Schweiz (National League & U20-Elit): Die Schweiz bringt pro Jahr im Schnitt lediglich 1 bis 4 Draft-Pickshervor (oftmals in den hinteren Runden), mit einer historischen Gesamtzahl von nur knapp über 80 Spielern.

    Weil die NHL-Clubs die Transferrechte an gedrafteten Spielern besitzen, zieht es diese automatisch nach Nordamerika, sobald sie einen NHL-Einstiegsvertrag (Entry-Level Contract) unterzeichnen.


    2. Die Ausländerregelung und die Rolle der Ligen

    Die beiden Ligen verfolgen bezüglich ihrer Kaderzusammensetzung völlig entgegengesetzte Philosophien:

    KriteriumSchwedische SHLSchweizer National League
    Fokus der LigaEntwicklungsliga & SprungbrettPremium-Produkt & Destination für Top-Profis
    AusländerregelungUnbeschränkt (Fokus liegt freiwillig auf eigenen Talenten)Strikt limitiert (6 Import-Spieler pro Team erlaubt)
    Finanzielle RahmenbedingungenSolide, aber NHL/AHL-Einstiegsgehälter sind lukrativerExtrem hohe Nettolöhne; europaweit führend

    Die SHL als Ausbildungsliga

    Die schwedische Liga versteht sich ganz bewusst als Entwicklungsliga für die NHL. Clubs wie Rögle BK, Frölunda HC oder Skellefteå AIK werfen Teenager regelmässig in vitale Rollen bei den Profis. NHL-Scouts wissen, dass ein 18-Jähriger, der sich in der physischen und taktisch hochklassigen SHL durchsetzt, bereit für den nordamerikanischen Profibereich ist.

    Die National League als "goldener Käfig"

    Die Schweizer National League ist qualitativ herausragend und gilt als die zuschauerstärkste und eine der finanzstärksten Ligen Europas. Genau das wird jungen Schweizer Spielern jedoch oft zum "Verhängnis" für eine Nordamerika-Karriere:

    1. Hohe Schweizer Saläre: Ein durchschnittlicher Schweizer NL-Spieler verdient in der Heimat oft deutlich mehr Netto als mit einem Standard-Zweiwegvertrag in der nordamerikanischen Minor League (AHL). Das finanzielle Risiko eines Wechsels in die AHL ist für Schweizer Spieler schlicht nicht attraktiv.
    2. Die Import-Dichte: Da NL-Teams nur sechs Ausländer einsetzen dürfen, verpflichten sie auf diesen Positionen fast ausschliesslich gestandene Ex-NHL-Stars oder absolute Top-Scorer aus dem Ausland. Schweizer Nachwuchsspieler erhalten dadurch in den entscheidenden Spielsituationen (Powerplay, Schlussminuten) seltener die tragenden Rollen, die für NHL-Scouts von Bedeutung sind.

    3. Infrastruktur und Nachwuchs-Dichte

    Schweden verfügt über eine massive Breite an lizenzierten Eishockeyspielern und ein extrem durchlässiges System von der U20-Nationell (Junioren) bis in die Profiligen (Allsvenskan und SHL). Ein schwedisches Talent, das den Sprung in die NHL nicht sofort schafft, wechselt oft problemlos für ein oder zwei Jahre zurück in die SHL, um zu reifen.

    Schweizer Talente hingegen wählen bei ernsthaften NHL-Ambitionen oft schon im Alter von 16 oder 17 Jahren den Umweg über die nordamerikanischen Juniorenligen (CHL Import Draft), da die NL-Clubs aufgrund des extremen Erfolgsdrucks im heimischen Markt seltener bereit sind, jungen Spielern grosszügige Fehlergrenzen im Profikader einzuräumen.

    Fazit

    Der Unterschied in den Wechselzahlen ist das Resultat einer strukturellen Weichenstellung. Schweden exportiert seine Talente im grossen Stil, weil die Clubs auf kontinuierliche Ausbildung setzen und die Spieler den Traum NHL finanziell und sportlich über die AHL jagen müssen. In der Schweiz sorgt das exzellente finanzielle und sportliche Niveau der National League dafür, dass Spieler oft lieber eine sichere, gut bezahlte und hochklassige Karriere in der Heimat wählen, anstatt sich durch die harten Busreisen der amerikanischen Minor Leagues zu kämpfen.

  • Spieler aus den Nachwuchsorganisationen der ZSC Lions oder Akteure wie Jamiro Reber und Gian Meier wechseln bereits mit 16 oder 17 Jahren nach Schweden, weil das dortige Ausbildungssystem im Vergleich zur Schweiz gravierende sportliche Vorteile bietet.

    Höheres Niveau im Juniorenbereich

    • Die schwedische U20-Nationell: Das sportliche und physische Niveau in der höchsten schwedischen Juniorenliga ist deutlich intensiver und dichter als die Schweizer U20-Elit-Meisterschaft.
    • Tempo und Härte: Die tägliche Trainings- und Spielintensität fordert die Spieler permanent an ihrer Leistungsgrenze, was die Entwicklung im wichtigsten Formungsalter beschleunigt.

    Durchlässigkeit zu den Profis

    • Mut der SHL-Clubs: Schwedische Profivereine scheuen sich nicht, 17- oder 18-jährige Junioren ins kalte Wasser zu werfen und bei den Profis (SHL oder HockeyAllsvenskan) einzusetzen.
    • Blockierte Kader in der Schweiz: In der Schweizer National League blockieren teure Lizenz-Ausländer und gestandene Routiniers oft die Plätze im Kader. Junge Schweizer sitzen in Heimklubs deshalb oft zu lange im Farmteam (MyHL oder SL) fest, statt im Ernstkampf zu spielen.

    Das Schaufenster für Scouts

    • Präsenz vor Ort: NHL- und CHL-Scouts beobachten die schwedischen Junioren- und Profiligen lückenlos. Wer in Schweden in den U20- oder Profiteams eine tragende Rolle spielt, ist automatisch auf dem Radar der nordamerikanischen Talenteproduzenten.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!