• Die Sitzplätze in Bern sind eher teuer (Sitzplatz unterhalb der Stehrampe, hinter Zeitnehmer, CHF 2'200.- pro Saison, ist aber die teuerste Kategorie), das Stehplatzabo ohne AHV /Studi Vergünstigung kostet CHF 375.-. Daraus ergibt sich wohl die "Kalkulation" im vorliegenden Fall, wo die Konsumation im Stadion den Preisunterschied nicht wettmacht über eine Saison.

    Und sonst regiert der finanzielle Sachzwang, d.h. es ist offenbar nicht möglich, das Stadion so zu erweitern, dass man trotz mehr Sitzplätzen noch auf eine Kapazität von 15'000 kommen würde. Einen neuen Standort mit gleicher Verkehrsanbindung an den öV und die Autobahn hat man nicht gefunden, und ein "neues" Stadion am bestehenden Standort (...eben mit erweiterter Kapazität...) liegt finanziell nicht drin, abgesehen von Fragen wie einem Ausweichstadion usw.

    PS: Die Zahl von 12'000 Plätzen stammt meines Wissens aus einem Artikel von Klaus Zaugg und ist vom Klub bis jetzt nicht bestätigt. Aufgrund des Platzbedarfs von Sitzplätzen würde es mich aber überraschen, wenn der angestrebte Ausbau der Sitzplätze nur eine Reduktion der Kapazität von 17'000 auf 15'000 zur Folge hätte.

    Einmal editiert, zuletzt von Iceman (4. September 2026 um 12:24)

    • Offizieller Beitrag

    Anwesenheitspflicht bei Gottéron: Saisonkartenbesitzer haben offenbar neuerdings ein Pflichtenheft

    Der Boom um Gottéron ebbt nicht ab. Ab der neuen Saison will der Klub seine 7500 Saisonabonnementsbesitzer darum zu möglichst lückenloser Präsenz erziehen. Es ist ein heikles Unterfangen.

    Nicola Berger (NZZ)

    06.09.2026, 05.30 Uhr


    Wer hier einen Platz hat, muss auch kommen: die Spielstätte von Gottéron in Fribourg.

    Wer hier einen Platz hat, muss auch kommen: die Spielstätte von Gottéron in Fribourg.

    Anthony Anex / Keystone

    Gottéron hat seinem Anhang im Frühjahr den ersten Titel der Klubgeschichte beschert. Es war eine Surprise, aber noch grösser war die Überraschung, die der Klub nun für seine Fans bereithielt: Wer als Saisonkartenbesitzer ab der am 15. September beginnenden Spielzeit 2026/27 mehr als acht Partien «unentschuldigt» verpasse, müsse damit rechnen, dass sein Abonnement nicht mehr verlängert werden könne. Das heisst: Wenn das Mittagsfondue moitié-moitié zum dritten Mal fiesen, rabiaten Durchfall auslöst, muss, wer der Religion Gottéron weiterhin regelmässig huldigen will, seine Essgewohnheiten womöglich langsam zu überdenken beginnen.


    Es ist eine nachvollziehbare Massnahme des Klubs, einerseits, weil lange Wartelisten bestehen, für Fans und sogar Sponsoren, auch wenn die BCF-Arena über den Sommer erneut um einige Plätze erweitert werden konnte. Es hat etwas Unsolidarisches, wenn Sitze blockiert werden, wer nur Rosinen pickt und am Dienstag gegen Ajoie und Rapperswil lieber zu Hause mit leerem Blick ein bisschen die Decke anstarrt. Aber die Sache mit der Fairness ist nur eine Facette. Die Vereine wollen leere Sitze vor allem deshalb vermeiden, weil solche den Umsatz in der Gastronomie gefährden.


    Ein Sitzplatzabonnement bei Gottéron kostet 1050 Franken. Viel Geld, aber man soll bitte schön schon zusätzlich vor Ort eifrig konsumieren. Es ist befremdend, wie dem Zuschauer jeder Franken aus den Rippen geleiert wird. Und wie er bevormundet wird, ob und wie er seine Tickets zu nutzen hat. Rund um den Globus ist eine Debatte darum losgebrochen, welche Pflichten ein Saisonkarteninhaber hat. Und bei allerlei populären Vereinen mit zu wenig Stadionkapazität, in Como und bei den Boca Juniors, fragen sich manche Anhänger: Was kommt als Nächstes? Eine Sing- und Klatschpflicht?

    Man mag bei der Vorstellung von so viel orwellianischer Dystopie eilig abwinken, es wäre neu, dass Claqueure ihre Eintritte selbst bezahlen müssten. Aber in den USA ist es schon so weit. Die Los Angeles Clippers, ein Basketballteam, das in diesen Tagen gerade andere Sorgen hat, haben in ihrem 2024 eröffneten und zwei Milliarden Dollar teuren Stadion Intuit Dome eine Fan-Sektion namens The Wall eingeführt. Es sind Plätze, die mit einem ganzen Pflichtenheft einhergehen. Wer Tickets erstehen will, muss sich einer Art Gewissensprüfung unterziehen. Anfeuerungen für den Gegner sind verboten, und sei diesem gerade der schönste Spielzug oder ein Kunstwurf aus dem Nirgendwo gelungen. Wer in den untersten Reihen, der Supporter’s Section, stehen will, ist «angehalten», aktiv zu supporten, also zu singen und zu klatschen. Verstösse werden erst mit einer Warnkarte und dann mit einem Verweis aus der Sektion geahndet.

    Bisher war man davon ausgegangen, dass Fans in erster Linie ins Stadion kommen, um unterhalten zu werden, vielleicht auch, um den Alltag zu vergessen, den öden Job. Dafür entrichten sie immer kostspieligere Eintritte, mit denen die üppigen Spielerlöhne mitfinanziert werden. Es scheint, als geriete diese lose Übereinkunft im modernen Sport hier und dort ins Wanken. Wir leben in wahrlich interessanten Zeiten.

  • Was bei den Moitie-Moitie gilt, wird vermutlich auch bald bei uns gelten. Sofern es natürlich keine Revolte mit der Hellebarde geben wird.

  • Ich finde den Ansatz von Fribourg grundsätzlich gar nicht so schlecht. Klar: Gerade als langjähriger SK-Inhaber kommt man sich dabei vielleicht etwas vor den Kopf gestossen vor.

    Aber man kann es auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten als nur: „Der Club will damit noch mehr Geld verdienen.“ Es gibt Leute, die eine Saisonkarte hauptsächlich wegen der Playoffs kaufen oder einfach, damit sie eine haben. Gleichzeitig soll ein junger Fan, der sich vielleicht zum ersten Mal eine Saisonkarte kaufen möchte und richtig darauf brennt, keine Chance mehr haben?? Nö.

    Darum finde ich es völlig legitim und sogar gut, wenn jemand seinen Anspruch verliert, der die Qualispiele regelmässig nicht besucht und sich nicht einmal die Mühe macht, das Ticket weiterzugeben bzw. auf dem Zweitmarkt anzubieten. Und abgesehen davon ist es auch einfach geiler, wenn das Stadion voll ist.

  • Ich glaube einfach immer noch, dass der ZSC die Nachfrage massiv überschätzt, wenn sie ein ähnliches Model wie Fribourg fahren würden. Es ist 1. nicht so, dass Tausende auf die Saisonkarte warten und 2. gibt es bei uns mindestens 2-3’000 Saisonkarten, die primär für die Playoffs und ausgewählte Spiele kommen.

    Und deshalb kommt es wohl auch nicht bei uns, die Verantwortlichkeiten kennen die no-shows Zahlen und wissen deshalb, dass die Nachfrage dies niemals abdecken würde.

  • Ich glaube einfach immer noch, dass der ZSC die Nachfrage massiv überschätzt, wenn sie ein ähnliches Model wie Fribourg fahren würden. Es ist 1. nicht so, dass Tausende auf die Saisonkarte warten und 2. gibt es bei uns mindestens 2-3’000 Saisonkarten, die primär für die Playoffs und ausgewählte Spiele kommen.

    Und deshalb kommt es wohl auch nicht bei uns, die Verantwortlichkeiten kennen die no-shows Zahlen und wissen deshalb, dass die Nachfrage dies niemals abdecken würde.

    Sehe ich genau gleich. In Fribourg bringst du deinen Saisonkartenplatz locker im Zweitmarkt weg, auch an einem Dienstagabend gegen einen "unattraktiven" Gegner. Bei uns würden z.B. gegen Ajoie die wenigsten Tickets im Zweitmarkt weggehen. Bei Spielen, die viele Zuschauer anlocken wie bspw. gegen Davos gehen heute ja schon viele Saisonkartenplätze weg, wenn man jeweils die vielen HCD-Fans überall verteilt im Stadion sieht.

  • Beitrag von Supreme (15. September 2026 um 07:31)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Doppelt (15. September 2026 um 07:32).
  • heute auf srf online ein kurzer bericht über problematik no shows:

    «No-Shows» verärgern Klubs - «Ausverkauft» heisst nicht immer volles Stadion
    Wenn Saisonabo-Besitzer einem Spiel fernbleiben, freut dies die Klubs nicht – trotz bezahltem Platz.
    www.srf.ch

    zahner kommt auch noch zu seinen aussagen in diesem bericht. wobei das argument mit der warteliste von saisonkarteninteressenten für mich keines ist. wer weiss denn schon ob diese interessenten, wenn sie dann ihre saisonkarte beziehen könnten, nicht auch einige spiele nicht besuchen werden.... das wird sich immer an den durchschnittswert angleichen; ausser man kriegt von den neuen saisonkarteninhaber eine notariell beglaubigte zusage, jedes spiel zu besuchen, andernfalls ein penalty von chf 100.- pro spiel zu bezahlen sein wird...

    das andere argument wegen der ausbleibenden konsumation muss man auch relativieren. da nehme ich mich selber als beispiel, i.e. komme immer verpflegt an die spiele (schon letztes mal geschrieben, ausser fettiges und frittiertes gibts ja eigentlich gar nichts in der halle), ev. nehme ich ab und wann mal ein getränk. aber auch nicht immer. kurzum ich komme fürs hockey an die spiele, wenns dann sein muss bezahl ich halt für die saisonkarte 100.- oder 200.- mehr pro saison, besser als das gefühl aufgedrängt zu bekommen man muss hier auch noch etwas essbares konsumieren.

    ich sehe die problematik durchaus, aber eben vielleicht müsste man halt die saisonkartenpreise anheben um ein premium hockey team zu finanzieren. vergleicht man mit der nhl, ist hier ja doch einiges an luft nach oben. wer sich dann noch eine saisonkarte leistet, wäre auch eher bereit das ticket für ein spiel über eine börse anzubieten, weil es sich dann schon auch im portemonnai bemerkbar macht.

    • Offizieller Beitrag

    das andere argument wegen der ausbleibenden konsumation muss man auch relativieren. da nehme ich mich selber als beispiel, i.e. komme immer verpflegt an die spiele (schon letztes mal geschrieben, ausser fettiges und frittiertes gibts ja eigentlich gar nichts in der halle), ev. nehme ich ab und wann mal ein getränk. aber auch nicht immer. kurzum ich komme fürs hockey an die spiele, wenns dann sein muss bezahl ich halt für die saisonkarte 100.- oder 200.- mehr pro saison, besser als das gefühl aufgedrängt zu bekommen man muss hier auch noch etwas essbares konsumieren.

    ich sehe die problematik durchaus, aber eben vielleicht müsste man halt die saisonkartenpreise anheben um ein premium hockey team zu finanzieren. vergleicht man mit der nhl, ist hier ja doch einiges an luft nach oben. wer sich dann noch eine saisonkarte leistet, wäre auch eher bereit das ticket für ein spiel über eine börse anzubieten, weil es sich dann schon auch im portemonnai bemerkbar macht.

    Es ist ja tatsächlich nicht so, dass man einen grossen Drang verspüren würde, etwas zu konsumieren, wenn man kein Bier trinkt.

    Mini-Popocorn für 4 Franken? Alles absolut lächerlich und ja - ich konsumiere fast gar nichts in der Halle. Habe aber genügend Sitznachbarn, die den Schnitt genug nach oben erhöhen. Jedes Mal ein Teller Pasta für glaube ich 14 Schtutz, ein paar Bier. Da muss man sich nicht wundern, wenn das Budget Ende Monat knapp wird.
    Mich würden sie auch nur mit einem bessern Angebot ködern können.

    • Offizieller Beitrag

    ich wollte für gestern unsere Tickets zum Verkauf inserieren, aber wenn es schon paar für 25.- online hat, die nicht weggehen: dann verzichte ich darauf.

    ich bin weiterhin der Meinung, dass es zwar in kleinen Stadien & an Orten wo man sonst keine Alternativen hat möglich ist die Forderungen zu stellen. Aber in Tsüri geht das weder im September noch sonst unter der Woche gegen gewisse Vereine.

    Deshalb würde ich auf die SK verzichten, sobald es irgendwann eine Anwesenheits- oder Konsumationspflicht geben würde.

    Preis- & Leistungsverhältnis stimmt für mich bei der Restauration bei weitem nicht. Evtl noch knapp beim Getränk, sofern man keine abgestandene Becher erhält…

    und ehrlich gesagt, es sind max 4-5 Spiele bei denen es schwer wird ein Ticket zu erhalten & das auch nur, wenn wir im Finale spielen.

    Wenn sie was einführen möchten, dann sollten sie zuerst den Shop erstellen, dass man seine SK über ihren Shop weiterverkaufen kann & sie kassieren dafür eine Gebühr pro Ticket und zusätzlich bestimmt mehr Konsumenten pro Match.

  • Mini Frau hät mir gestern zur silbrige Hochzit (jaja, lönd stecke.. 44gisti Saison live, check…) es einfachs ZSC T-Shirt (Challenge: ohni Bullshit Lions Slogan…händ ois ja au ohni de Missge brunz kenneglernt ) welle chaufe.

    26 Grad dusse, Saisonstart, CB als Gast, ZSC Marketing-Herz was willsch du meh? Simmer Pirat? ZSC-Ochsner: häää was Saison-Start?

    5 Tshirts, dadevo 2 ZSC Meister Shirts, eis Unleash the Leihöns im Angebot. Ähhh what the holy fucking Loiefigg?
    Im Ernst jetzt?
    Was für eländi überstudierti Atomwüsseschaftler schaffed i dem Marketing/Fanshop? Mached ihr das extra? Sind ihr z doof oder schaffed da ächt nurno Gummihäls wo alles besser chönd und wie i de Privatwirtschaft nüt erreiched?
    Das macht jede Primarschüeler mit sine foif Filzstift besser…

    Wahnsinn, genau DAAA gaht sooovill Geld verlore!!
    DAAA müesst mer de Hebel ahsetze!

    Mer misst sich als grosse ZSC ja immer a de NHL, aber e eifachi TShirt/Hoodie Uswahl sind scho e Hürde womer chum cha überwinde. Ich behaupte mal doch bitzli i de Schwiezer Hockeywält umecho zsie, aber so öppis erbärmlichs wie oise Fanshop hani no nienet gseh, nödmal z Ajoie. Ich erwarte ja nöd dass es so sexy isch wie damals z Warschau womer hät müesse dur de Legia Hoolshop dure laufe und fast e Kaufpflicht bestande hät oder mer zume chauf „ermuetigt“ worde isch :mrgreen:.
    Aber chlie e Uswahl wär doch kein Seich, nöd denäbed und chämt em Kässeli sicher zguet. Vorallem chänt mer das ja au zitlos mache, guet zuelose: Schwarz/Wiss/Blau alts Logo zieht immer, vorallem bi fette Lüt (JA ich dörf das schriebe, das staht so i mine Statute)…

    Mini Perle het au n 50ger für das truurige billigst in Taiwan/China produzierte hinterletschte schwarze Tshirt mit eme eifache alte ZSC Logo zahlt, aber die überstudierte bringed nödmal das meh here.
    Schad 150x en 50ger gäbt au wieder paar Guttere Blötterlisaft im VIP Bereich.

    Mini 5 Rappe zum Saison Start, KaTsching:zsc:

    ah ja KnaMaGhetto suecht seines gleichen i dere Liga und das ohni UsländerPopcorn

    De Natitrainer dankt au grad :heavy:

    Russki standart!!

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